• #1

Was esst ihr abends, wenn Freunde oder Verwandte zu Besuch sind?

Mich würde mal interessieren, wie bei euch ein Abendessen in größerem Kreis abläuft. Alleine macht man da sicher keinen großen Bahnhof. Aber wie sieht es aus, wenn Freunde, Kollegen, oder Verwandte euch am Wochenende besuchen, oder wenn ihr eingeladen seid. Kommt es überhaupt vor, dass ihr mal mehr als 10 Personen am Tisch seid? Oder macht man das in Deutschland nur zu Feiertagen?
 
  • #2
Oder macht man das in Deutschland nur zu Feiertagen?
Also das " Deutsche Abenbrot" in der kargen Variante Brot, Butter, Käse, Wurst, Tomaten, Gurke kenne ich auch...und der Thread nebenan ist für mich zum Fremdschömen, dass man Gäste über Stunden da sitzen lässt ohne etwas anzubieten. Klar kann der Gast selbst nach einem Glas Wasser fragen...In anderen Ländern ein NoGo.
Darf ich fragen, aus welchem Land du kommst?
 
  • #4
Schöner Thread! Wir essen, unabhängig davon ob wir Besuch haben oder nicht, an den Wochenenden immer Recht opulent. Sehr gerne (oder besser gesagt meist) mediterran. Also verschiedene Antipasti (Carpaccio, Vitello tonnato, Oliven, getrocknete Tomaten, angemachte Frischkäse, Schinken, Salami, etc.). Zwischengang und Hauptgericht ebenfalls sehr gerne mediterran, aber auch saisonal (Spargel!). Im Sommer grillen wir gerne, ein T-bone mit Beilagen schaffe ich locker. Nachtisch essen wir dafür seltener, den gibt es tatsächlich meist nur wenn Besuch da ist. Dann wird z.B. Tiramisu oder Panna Cotta o.ä. am Tag vorher zubereitet. Wir kochen aber generell immer frisch und auch unter der Woche recht hochwertig, für uns ist das einfach Lebensqualität.
W53, trotzdem (oder deshalb?) schlank
 
  • #5
Das ist leider in letzter Zeit in meinem Leben zu kurz gekommen.
Öfters viele Menschen zum Essen da zu haben, war echt eher in der Ehe.
Ich mag es aber und es gibt, zb zu Weihnachten auch ein offenes Haus= bevor Freunde mit Kids alleine unter dem Baum sitzen, feiern wir alle bei mir und auch meine Eltern finden es gut.

Was es zu Essen gibt, war und ist immer von der Situation abhängig.
Da ich immer schon auch mal am Wochenende arbeiten musste oder zumindest spät erst zu Hause war..
sind es öfters Tappasabende geworden.
Da kann man so schön, in Etappen vorher vorbereiten und noch zur späteren Stunde "aufgabeln".

Größere Feste sind auch situativ gestaltet worden zb Kommunion etc.
Es sollten auch Freunde und nicht nur Familie dabei sein und so fiel "Essen gehen" aus.
Gleichzeitig muss man ja mit in die Kirche und Gäste nicht nur aus der Küche betreuen.
Deshalb hab ich hier zwei Tage ein Buffet vorbereitet...
Die Gäste im Zelt im Garten und Buffet auf dem großen Tisch im Wohnzimmer...Menü hing an der Lampe und mein Vater mit Kochmütze bruzelte an zwei elektrischen Pfannen.
Deko gabs natürlich auch, Spielkram für die Kids und so sass man bis 1h Nachts zusammen.
Wie eigentlich meist bei mir...wird irgendwie immer lang, auch beim Glühweintrinken und Grillen kurz vor Heiligabend...
 
  • #6
Ich mag gerne Speisen, in die die Gäste in gewisser Weise einbezogen sind. So zB Käsefondue, Raclettegrill. Mit viel zu vielen Kleinigkeiten die man alle ausprobieren kann.

Für unangemeldeten Besuch habe ich trotzdem meist irgendwas da was man anbieten kann, gebackener Camembert ist immer in der Tiefkühltruhe, Pizza oder einfach einen Toast Hawaii machen.

Mit Männerbesuch habe ich auch oft zusammen gekocht, einer war Koch und der andere hat gern gekocht.

Zu Feiertagen lade ich dann eher zum Mittagessen und Kaffee ein, Weihnachten gibt's Gans/Pute, Ostern einen anderen Braten, Rouladen oder Fisch. Am liebsten etwas was man gut vorbereiten kann oder was eben alleine im Ofen gart.

Da wir alle im Sommer Geburtstag haben und Gärten haben, wird zu den Geburtstagsfeiern eigentlich immer gegrillt. Die wird dann im Zweifelsfall so lange verschoben bis schönes Wetter ist.

Trotzdem habe ich es geliebt, wenn ich bei meiner Schwiegermutter war und sie abends einfach die große Platte mit den fertig geschmierten Schnittchen/Brötchen auf den Tisch stellte. Die haben viel besser geschmeckt, als selber geschmiert zu Hause.☺
 
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  • #7
Interessantes Thema. 😉
Ich alleine esse normalerweise nur zweimal am Tag, nämlich Frühstück und dann am frühen Abend ein alltagstaugliches warmes Essen, in der Regel vegetarisch, also irgendwelche Kohlenhydrate mit Gemüse. Mein Freund hat ja eine ausgeprägte Back-Leidenschaft, das heißt, wenn er da ist, gibt es zum Abendbrot selbstgebackenes Grau- bzw. Körnerbrot mit einer Gemüsepaste oder Frischkäse. Ich selbst belege meine Brotscheiben auch gerne mit Tomate, Cornichons oder Oliven, manchmal kombiniert mit Schafskäse oder Mozzarella.

So, jetzt zum Thema Gäste. Da meine Verwandten in den letzten Jahren fast alle gestorben sind, existieren bis auf ein paar im Ausland außer mir nur noch meine Mutter und Schwester. Entsprechend haben wir keine großen Familienessen. In der Regel sind es nur meine Mutter, Schwester und ich, optional ergänzt um ihren Freund und meinen Freund. Zu besonderen Anlässen essen wir auch mal was Aufwendigeres, aber ansonsten gibt es, wenn meine Schwester und ich unsere Mutter besuchen, einfach normales Essen, nur mehr davon. Sie hat einen Acker und Garten, deswegen oft selbstgeerntetes Gemüse, demnächst bestimmt nur noch Spargel, werden bestimmt wieder über hundert Kilo, die weg müssen.

Außer vielleicht zum Geburtstag lade ich nie viele Personen auf einmal ein, sondern treffe mich lieber einzeln mit meinen Freunden, um mich gut und individuell mit ihnen unterhalten zu können, ich rede lieber drei bis fünf Stunden mit einer Person. Wenn ich nachmittags/abends einen Freund oder eine Freundin zum Quatschen einlade, gibt es ein einfach vorzubereitendes warmes Essen, in letzter Zeit waren das häufiger selbstgemachte Flammkuchen. Ich bereite dann vier Teigklumpen vor für uns beide, rolle sie schon aus und bereite mehrere Schälchen mit verschiedenem Belag vor. Dann können wir, wenn der Besuch da ist, den Flammkuchen innerhalb von wenigen Minuten backen und individuell belegen. Es gab aber auch schon Gemüselasagne.

Allermeistens treffe ich mich also einzeln mit meinen Freunden. Oder in solcher Kombination: meine Schwester, unsere beste Freundin, ich (3). Oder: meine Schwester, ihr Freund und ich (3). Oder: meine Schwester, ihr Freund, mein Freund, ich (4). Oder: zwei Freundinnen, ich (3). Viel mehr sind wir nie, es gibt dann immer mehr oder minder normales Essen, keine große Tafel, alles locker und entspannt.

Bei größeren Freundestreffen zu besonderen Anlässen ist es in meinem Bekanntenkreis so üblich, dass man entweder gemeinsam was zubereitet als Teil des Events (z.B. Pizza und alle belegen ihre Stücke individuell) oder dass jeder was zu essen mitbringt, dann bringe ich gerne Kartoffel- oder mediterranen Nudelsalat mit.
w27
 
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  • #8
Komplett unterschiedlich bei mir / uns
Es gibt die Grillabende mit mehr als 25 Personen - da bringt jeder selbst was mit, so dass unterschiedliche Salate, Brotsorten, Grillsaucen und kleine Vorspeisen bereit stehen......
Gegrillt wird von Würsten über diverse Arten Fleisch bis zu Gemüse und Kartoffeln fast alles. Fisch ist selten.
Das geht auch meist lange in die Nacht - und manchmal wird auch zweimal gegrillt.
Wintergrillen ist auch klasse - oder auch der Kessel mit Gulasch oder Chili con Carne überm Feuer.
Spezielle Essenseinladungen - einer kocht, die anderen essen und trinken. Ganz unterschiedlich - Spargelessen ist anders als "wir feiern den Kürbis". Pirrogi werden wieder anders zelebriert. Bei mir selbst in der Wohnung sind wir aber meist nur acht Personen. Ja, bei uns in der Clique sind solche Essen oftmals unter ein Motto gestellt.
Weisswurstfrühstück ist auch eine Sache, zu der ich gerne einlade.
Es kommt aber auch vor, dass wir Buben Fussball guggen - dann wird Pizza bestellt.
Auch ein Highlight - Käsekuchenverkostung. Oh happy day ...

Mit der Familie ist es meist konventioneller - Sonntagsbraten bei meiner Mutter. Mein Bruder und ich laden auch mal zum Grillen ein. Oder Brunch - mag mein Bruder.
 
  • #9
Mich würde mal interessieren, wie bei euch ein Abendessen in größerem Kreis abläuft. Alleine macht man da sicher keinen großen Bahnhof. Aber wie sieht es aus, wenn Freunde, Kollegen, oder Verwandte euch am Wochenende besuchen, oder wenn ihr eingeladen seid. Kommt es überhaupt vor, dass ihr mal mehr als 10 Personen am Tisch seid? Oder macht man das in Deutschland nur zu Feiertagen?
Meist kochen wir irgendeine Kleinigkeit. Flammkuchen, Suppe, Glühwein mit Feuerwurst, Wurstsalat, Salat. Auch mal gegrillt, dann natürlich Fleisch.
Wir kochen auch mit einer Gruppe wechselseitig und dann gemeinsam und aufwändig.
An Feiertagen mit Besuch gibts Braten mit Beilagen. Insgesamt wechseln wir ziemlich ab.
 
  • #10
Man ist doch individuell, auch in Deutschland, nach Situation, Altersklasse.
Grundsätzlich gibt es bei uns sehr selten Brotzeit, wir frühstücken, im Urlaub, am Wochenende üppiger, dann ist Beruf, oder Freizeit, oder, und dann gibt es Mittags nur eine Kleinigkeit, und Abends wird gekocht, oder wir sind eingeladen, oder gehen essen
12h00 Mittag gibt es seit meinem Auszug zuhause nicht mehr.
Für geplante Gäste wird gekocht, mal ganz zwanglos, gegrillt, oder Quiche, Flammkuchen, Pizza, gerne mal ein paar Dips etc. vorneweg, was Süßes hinterher immer, mal etwas üppiger gekocht, mit diversen Vorspeisen, Hauptgang, Käseplatte, Nachtisch, gerne mediterran, orientalisch, aber auch mal klassisch deutsch, Weißwurst und Brezel, Zwiebelkuchen und Federweißen, wir haben gerne und oft Gäste, 10 Leute plus sind wir öfters, kleine Runde 6-8, und Feiern problemlos 30-50, wir haben auch runde Geburtstage selbst ausgerichtet, das war dann voll.
Treffen wir uns auf einen Wein, ist garantiert irgendwas kleines dabei, bei unerwarteten Gästen kann etwas improvisiert werden, Käse, Brot, Gemüse, Salat, Kaffee, Tee und die Bandbreite an Alkoholika ist immer da, in der TK oft divers Kuchen, wobei die wenigsten einfach so ganz ohne Vorankündigung kommen, wie sind oft gar nicht da, oder wenn, dann wirklich nur auf ein Bier, Wein, Sprizz, Wasser.
Knabberzeug haben wir selten da.
Ich finde die Schmähung des Abendbrotes nicht nachvollziehbar, die Brotzeit mit gutem Käse, guter (Hausmacher) Wurst, Schinken, Gurken, Tomaten, Radi, gerne gegessen.
 
  • #11
Kommt es überhaupt vor, dass ihr mal mehr als 10 Personen am Tisch seid? Oder macht man das in Deutschland nur zu Feiertagen?
Bei mir passen inkl. mir nur 4 Leute an den Tisch und ehrlich: Ich ess, was ich immer ess. Entweder der Gast isst mit oder guckt zu. Ich bin ja nicht das Wirtshaus 😂 Bei mehr Leuten würde ich kurzerhand essen gehen. Ich mag nicht solch Menschenmassen in meinen 4 Wänden. Aber, Alkohol hab ich nie da ausser zum kochen und Knabberzeug oder Süsskram gibts auch nicht, esse ich nicht.
 
  • #12
Wir machen gerne einen Braten. Der lässt sich gut vorbereiten und man hat Zeit für die Gäste. Die Beilagen wie zB Vanillemöhrchen oder Rosmarin Kartoffelviertel gehen auch schnell, wenn der Besuch bereits da ist.

Oder Lasagne. Geht auch immer wunderbar. Oder eine Quiche mit Salat.

Als Desserts dann gerne auch was, was man vorbereiten kann und was durchgezogen noch besser schmeckt: Tiramisu (ohne Ei), sämtliche Cremes/Mousse im Glas mit Früchten. Oder eine Tarte.
 
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Laleila

Cilia
  • #13
Für mich gibt es zwei Mahlzeiten, ein schönes, Frühstück mit allem drum und dran, auch Wochentags und allein isst das Auge mit.​
Mein Mann bekommt eine kreative Lunchbox mit, für mich nur eine Obstportion tagsüber, dafür koche ich jeden Abend etwas anderes. Aller Welten Küche, extrem abwechslungsreich, gern Crossover, experimentell, ansprechend präsentiert mit Nachtisch.​
Soviel zum Alltag.​
Im Sommer mit Gästen wird dann im Garten gegrillt oder frisch geräuchert, mit allerlei vorbereiteten Zugaben.​
Oder man kocht mit Freunden gemeinsam.​
Allerdings sind mir kleinere Kreise lieber. Sind nur bis zu drei Freundinnen da werden sie so richtig verwöhnt. Für die Männer gibt's eine selbstgebaute Pizza und das untere Stockwerk und für uns Mädels das volle Programm, 5 Gänge, gern im Rahmen eines kulinarischen Themenabends.​
Wie gesagt, je nachdem, fixe Riten gibt es da nicht.​
Den typischen Festtagsbraten bekommt man bei mir nur auf sehr ausdrücklichen Wunsch und mit Widerwillen. Groß, fettig, wuchtig, gutbürgerlich deutsch ist nicht wirklich meins.​
 
  • #14
Einen Aspekt, der hier vergessen wird, wie fühlt sich ein Gast?
Mir ist es unangenehm, wenn ich zu einer Freundin gehe, und die zum zwanglosen Wein den Keller plündert, das will ich nicht.
Wer zu einem Happen vorbei kommt, will der dass auch der Tisch biegt?
Manchen ist es unangenehm, wenn da spürbar Aufwand betrieben wird, manche fühlen sich unter Druck, es dann umgekehrt selbst so handhaben zu müssen.
Der andere Aspekt, wie fühlt sich ein Gastgeber, muss man jederzeit immer bereit sein für opulente Bewirtung, möchte man kritische Augen, andere spürbare Erwartungen?
Der Gast soll sich wohl fühlen, und ich als Gastgeberin möchte mich wohl fühlen, mir ist das offene Haus wichtig.
Wir haben Freunde, denen Essen nicht wichtig ist, oder manche essen zwar gerne, aber mögen weder Aufwand, noch kochen sie gerne, manche können es nicht, was ist mir dann wichtig, die perfekte Bewirtung mit den selbstverständlich "richtigen" Lebensmitteln, oder die nette Gesellschaft?
Ganz am Rand, man kocht auch in anderen Ländern sehr oft nur mit Wasser.
 
  • #16
Den typischen Festtagsbraten bekommt man bei mir nur auf sehr ausdrücklichen Wunsch und mit Widerwillen.
Neugierdehalber, ernstgemeint, was ist der Unterschied zwischen einem deutschen Krustenbraten, einem klassischen Rehbraten oder einer französischen Lammkeule, Roastbeef, dem Ossobuco oder einem Brasato?
Ob etwas schwer im Magen liegt, hat mE mehr mit der Zubereitung zu tun, und den Mengen, die man isst, die deutsche Küche hat sich längst gewandelt, es gibt Kräuter, Gemüse nicht totgekocht, eine Mehlschwitze kennt kaum mehr jemand, außer für die Sauce Bechamel auf der klassischen Lasagne.
 

Laleila

Cilia
  • #18
Neugierdehalber, ernstgemeint, was ist der Unterschied zwischen einem deutschen Krustenbraten, einem klassischen Rehbraten oder einer französischen Lammkeule, Roastbeef, dem Ossobuco oder einem Brasato?
Eine Lammkeule würde ich auch nicht servieren, ein schönes Stück glasiertes Lammkarree schon eher.
Der Hauptunterschied liegt für mich da in der Verwendung der Fleischsorten und Qualitäten und in der Zubereitung, der Würzung und der Beilagen.
ein in Soß' ertränkter Kloß mit einer dicken Scheibe Krustenbraten oder gar Eisbein ist einfach sehr.... massiv und lässt wenig Spielraum für feine, vielfältige Aromen.
Ob etwas schwer im Magen liegt, hat mE mehr mit der Zubereitung zu tun, und den Mengen, die man isst, die deutsche Küche hat sich längst gewandelt, es gibt Kräuter, Gemüse nicht totgekocht, eine Mehlschwitze kennt kaum mehr jemand, außer für die Sauce Bechamel auf der klassischen Lasagne.
Ich meine klassische gutbürgerliche Küche und die ist noch überaus beliebt. Gerade im ländlichen Bereich.
Auch solche "Schmankerl" wie Grünkohl mit Bregen. 😳
Und wenn wir ehrlich sind, verwenden die meisten Deutschen im Alltag, vielleicht 5 Gewürze, fertige Gewürzmischungen und maximal 5 verschiedene Kräuter.

Und schau Dir diese Kilometerlangen Regale voller Knorr und Maggi - Fertigtrockenmixer an.

Ausnahmen finden sich immer.

Auch klassische Lasagne ist nicht meins. Leichtere, interessantere Variationen schon eher.
 
  • #19
Bei mir gibt es immer die aufgewärmten Reste vom Vortag mit etwas Brot und stilles Wasser.
 
  • #21
Ich denke auch, dass die deutsche Küche reich an regionalen Spezialitäten und Köstlichkeiten ist.
Gerade wir im Schwabenland kennen Gerichte, die sehr schmackhaft und beliebt sind. Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle, saure Kutteln, Maultaschen oder im Winter eine herzhafte Schlachtpatte mit Sauerkraut......
Verstecken müssen wir uns wirklich nicht.
Natürlich - auch ich liebe die italienische Küche - aber nicht nur. Und Grünkohl mit Pinkel will ich zwar nicht jeden Tag - aber ab und zu mag ich das gerne.
Übrigens - internationaler Geschäftsbesuch wünscht sich oft das gute deutsche Essen.
 
  • #24
Gibt es einen besonderen Hintergrund für deine Frage? Ich schätze dein Nick ist Programm?
Ich habe mit Lebensmitteln zu tun und kochen kann ich auch nicht so ganz schlecht. Der Hintergrund ist ganz einfach, im Nachbarthread beklagt eine Dame die mangelhafte Bewirtung bei den Schwiegereltern in spe. Sie kann ja dann hier lesen, wie andere es so handhaben.
Ein "bei uns gibt es nix" war bislang nicht dabei, das ist ja schon mal eine Aussage.
 
  • #26
Aber wie sieht es aus, wenn Freunde, Kollegen, oder Verwandte euch am Wochenende besuchen, oder wenn ihr eingeladen seid. Kommt es überhaupt vor, dass ihr mal mehr als 10 Personen am Tisch seid?
Zu Kollegen haben wir privat nie viel Kontakt in der Freizeit gehalten, höchstens mal nach der Arbeit verabredet irgendwo hinzugehen. Beide haben wir nur jeweils eine Kollegin bzw. einen Kollegen mit Status "Freund/in" die wir privat zu uns einladen.

Mehr als 10 Personen am Tisch kommt eigentlich nie vor wenn wir einladen obwohl wir eine große Familie sind. Wir laden eher kleinere Kreise ein: 6-8 Personen weil das die besseren Gesprächsrunden gibt.

Wenn wir so einladen wird ein mehrgängiges Essen oder ein kleines selbstgemachtes Themenbuffet geplant - wichtig: frische hochwertige Zutaten.
Süßspeisen gibt es mangels Nachfrage fast nie - eher Eis, Obstsalat. An Getränken was nachgefragt wird, d.h. nur leichte Alkoholika (Wein, Bier, Sekt, manchmal Champagner, Säfte, Wasser, Eistee u.ä.). Softdrinks werden wie Süßspeisen überhaupt nicht nachgefragt.
Wir haben ein paar gute Brände im Schrank zum anbieten, wird aber auch wenig nachgefragt.

Im Sommer auf der Dachterrasse kommen größere Kreise zusammen. Dann wird gegrillt was das Zeug hält und es gibt viele verschiedene Salate, unterschiedliches Brot und die passenden Getränke. Da gehen dann auch die schweren Alkoholika weg.
Wir haben jetzt den Brenner (für 2 Pfannengrößen) für die Gasflasche bekommen und 2 unterschiedlich große Paellapfannen geschenkt bekommen. Das Teil wird sicherlich auch öfter zum Einsatz kommen in der Outdoorküche.

Wenn was Größeres zu feiern ist, dann wird das außer Haus verlegt.

Zu Feiern mit mehr als 10 Personen werden wir bei den Youngsters eingeladen und die machen das dann ähnlich wie wir, abhängig von der Saison und dem Anlass, aber bei sich zuhause. Darauf sind sie eingerichtet und ist mit kleinen Kindern zuhause auch besser als auswärts

Viel häufiger kommt aber vor (Rentnerleben halt), dass jemand nach vorher kurz durchklingeln kurzfristig vorbei kommt, weil grad zum shoppen, nach dem Arztbesuch oder sonstwas vor Ort und Lust auf ein Treffen hat.
Dann ist es unkompliziert: es gibt aufwandlos das, was wir für uns geplant haben: Gemüsekuchen, im Winter viel Suppen/Eintöpfe, im Sommer Salate, selbstgemachte Antipasti oder grillen, klassisches Abendbrot. Keiner will dann, dass für ihn Zirkus veranstaltet wird. Sie handhaben das genauso wenn wir so unverhofft während einer Radtour ö.ä. bei ihnen aufschlagen.
 
  • #30
Grünkohl mit Pinkel will ich zwar nicht jeden Tag - aber ab und zu mag ich das gerne.
Bei mir bekommst du noch Kassler, eine Kochwurst und süße Bratkartoffeln dazu.
Ich bin ein alter, knauziger Junggeselle. Ich kann nur 5 Gäste willkommen heißen. Mehr Platz gibt es in meiner Wohnung nicht.
Wenn den mal Gäste kommen mache ich meist einen Eintopf, Chili con carne, Lauch- oder grüne Bohnensuppe. Mein kulinarisches highlight ist natürlich Labskaus. Mit Gurken, roter Beete, Rollmops (da gibt es große Unterschiede und mein Lieblingshersteller wird nicht verraten) und Spiegelei.
Spiegelei kann ich richtig gut. Selbst bei Freunden in deren Küche bin ich dafür zuständig. Nachtisch gibt es bei mir nicht. Kann ich nicht. Wer unbedingt etwas möchte kann sich ein Eis am Stiel von Aldi aus dem Tiefkühlfach nehmen.

Im Gegensatz zu vielen Männern bin ich kein Grillfreund. Ich mag den Grillgeschmack nicht und esse dann den Frauen den Salat weg.
 
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