Was fehlt euch als Single am meisten?

Mich würde interessieren was euch als Single am meisten fehlt und was ihr generell am Single-Dasein als positiv oder negativ bewertet?
 
Ich möchte vorausschicken, dass ich in einer ganz besonderen, beidseitig, glücklichen, echten und wahren Liebesbeziehung, seit ein paar Jahren lebe, zuvor war ich auch paar Jahre ein glücklicher Single!
Es ist bei diesem Thema äußerst interessant und wichtig zu wissen, dass viele verpartnerte Leute, Singles bewundern, weil sie tun und lassen, kommen und gehen können, wann sie immer nur wollen, ohne Rücksicht nehmen zu müssen, so in ihrer vollen Freiheit und so in ihrer vollen Unabhängigkeit das Leben weitaus besser und optimaler genießen können, als vielmehr sich ständig im angepassten Modus-Zustand sich zu bewegen und sich entsprechend zu verhalten! Doch so manche Singles würden gerne verpartnert sein wollen und bewundern die, die es sind, also zwei totale und konträre Widersprüche!! 😎
Ich für mich kenne sehr genau, die Voraussetzung für eine glückliche, zufriedene und harmonische Beziehung, nämlich:
mIt sich selbst alleine, glücklich, zufrieden, erfüllt und harmonisch zu sein, wenn dies nicht der Fall ist, so ist der Partner in der Beziehung der sog. Kompensator für die Defizite, des anderen und das kann langfristig garantiert nicht gut gehen!
Lieber ein glücklicher, zufriedener Single sein, als in einer unglücklichen, unzufriedenen Beziehung zu verharren, die letztendlich einen sehr viel Kraft kostet und vor allem absolut vertane Zeit ist!

Lesen wir hier ständig!
Es ist längst erkannt und bekannt, dass Singles im allgemeinen glücklicher sind, als die meisten verheirateten Paare/Beziehungen. Als Single kann man sich viel mehr auf sich selber konzentrieren, vielmehr mit sich selber beschäftigen, somit ist die Wahrscheinlichkeit viel größer in sich und für sich selbst zu wachsen und sich in seiner Persönlichkeit positiv weiterzuentwickeln, als verpartnerte Menschen, die oft in keiner guten Stimmung womöglich zusammenleben!
 
Bist Du Single oder warum interessiert Dich dieses Thema. Oder bist Du in einer Beziehung und möchtest doch lieber alleine sein und versuchst nun die Vor- bzw. Nachteile heraus zu filtern.
 
Bist Du Single oder warum interessiert Dich dieses Thema. Oder bist Du in einer Beziehung und möchtest doch lieber alleine sein und versuchst nun die Vor- bzw. Nachteile heraus zu filtern.
Ich bin Single und mich interessiert es einfach Mal, wie andere das so sehen, ob bei ihnen eher das positive oder negative überwiegt. Bei mir selbst ist es ziemlich tagesabhängig würde ich sagen
 
Ich bin Single und mich interessiert es einfach Mal, wie andere das so sehen, ob bei ihnen eher das positive oder negative überwiegt.
Soweit ich mich richtig erinnere bist du recht frisch Single und hast ein paar sch. Erfahrungen hinter dir?

Ich finde es total unterschiedlich, in welchem Status man ist.
Als Langzeitsingle sage ich klar: regelmässiger Sex und das gemeinsame Verreisen (gemeinsame Erlebnisse)
Mich nervt es, immer wieder neue Kerle kennen zu lernen zu müssen und regelmässig neu enttäuscht zu werden...

Andererseits liebe ich meine Freiheit, zB das Ausschlafen können und machen und tun können, was ich will.

Ich weiss aber auch von Frauen, die völlig aufgeschmissen ohne Mann sind und einfachste Dinge nicht können - die vermissen wohl jemand der sich um alles kümmert...Frauen die denken sie seien ohne Beziehung nichts wert, sind in meinen Augen aber irgendwie traurig...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mir hat, als ich noch Single war, am allermeisten der vertraute, intime Körperkontakt gefehlt. Damit meine ich nicht mal an erster Stelle Sex, sondern vielmehr Kuscheln, Küssen, Umarmungen...

Die Therapeutin Virginia Satir hat einmal gesagt: "Wir brauchen vier Umarmungen pro Tag zum Überleben, acht Umarmungen pro Tag, um uns gut zu fühlen, und zwölf Umarmungen pro Tag zum innerlichen Wachsen.” Das finde ich schön gesagt, und es ist etwas Wahres dran.

W, 27
 
Hi,
Also was ich von Singlefreundinnen ü50 höre: die Unabhängigkeit ist toll und überwiegt die abendliche Sehnsucht nach Zweisamkeit und Kuscheln. Hängt also m.E. sehr von der Lebensphase ab. U40jährige mit unerfülltem Kinderwunsch werden was ganz anderes sagen.

W37
 
Ich bin ja noch nicht so lange Single, mir fehlt auch die Nähe, das vertraute, sich in den Arm nehmen, küssen und kuscheln, abends zusammen nen Film gucken und dabei kuscheln, zusammen kochen und essen und mit jemandem zusammen einschlafen
 
Es fehlt mir nichts. Das liegt aber daran, dass ich erst verliebt sein muss, damit ich denke, ich will eine Beziehung, ich will Nähe. So ohne Verliebtheit denke ich nie "hach, jetzt ein Mann an meiner Seite, wäre das schön". Ich kann mir nicht irgendeinen Unbekannten dabei vorstellen und herbeiwünschen.
Ab 30 habe ich das Singlesein super gefunden, auch wenn ich dann eine lange Beziehung hatte.

Die Therapeutin Virginia Satir hat einmal gesagt: "Wir brauchen vier Umarmungen pro Tag zum Überleben
Dann müssten viele Leute längst tot sein. Aber ich verstehe natürlich, was gemeint ist. Mir hat nach dem Beziehungsende meiner Exbeziehung auch erstmal sehr die körperliche Nähe gefehlt. Aber die Erleichterung war halt auch da, dass man nicht mehr versuchen wollte, Nicht-Passendes passend zu machen. Das überwog dann.

Ich finde es viel schlimmer, wenn man IN einer Beziehung ist und die Nähe fehlt, also seelisch und körperlich. Dann wäre ja theoretisch und praktisch jemand da, der mal für diese "Rolle" vorgesehen war, aber es findest nichts mehr statt und - das wird so bis ans Ende bleiben. Denn man kann ja schwer denken, dass man sich das irgendwann woanders holen können wird und ansonsten das Leben wie bislang weiterläuft.

Was ich am Singlesein toll finde, ist natürlich die Freiheit, alles zu tun, wie man will und wann man will. In einer Beziehung will ich natürlich auch Kompromisse machen, aber da das nicht ansteht ohne Beziehung, ist dieses Gegengewicht als Gutes am Singlesein da. Ich habe zig Interessen, die ich hervorholen kann, also Zeit, in der ich Zeit hätte, mir einen Partner zum Langeweilevertreiben zu wünschen, habe ich nicht. Nur mal dazugesagt, weil es ja auch Leute gibt, die allein mit sich nichts anfangen können.
 
Mir fehlt am meisten das Teilen von schönen Momenten , wenn ich richtig glücklich bin , wenn ich so viel Schönheit sehe, dass mir das Herz überfließt, aber selten kann man Schönheit teilen und wird sie gleich empfunden . Sollte ich jemanden finden der die gleichen Glücksmomente erlebt wie ich , dann ist es der Richtige . Zum Umarmen habe ich außerhalb von Corona einige wenige männliche Freunde . Ich finde Freundschaft auch sehr schön. Beständig und wertvoll. Ich kann ohne Partner leben aber nicht ohne meine Freunde . Sie machen mein Leben so viel besser und geben mir immense Kraft . Ich denke mit dem Richtigen ist das Leben sehr viel schöner und mit dem falschen sehr viel schlechter .
 
Mittlerweile fehlt mir selten etwas, ich habe in vielen Punkten selbst geschafft, was ich früher mal von anderen brauchte.
Da ich heute nur eine Beziehung eingehe, mit der ich mich mindestens genauso wohl fühle und das festzustellen eben dauert.

Fehlt mir witziger Weise nur, was sowieso eigentlich nicht mehr richtig wäre, weil es jede klare Sicht auf Passung nimmt.

Komplett verknallt zu sein!
So wie in jung..2 Sekunden bäng...Herzklopfen bis zum Kopf, erster Kuss und ein Grinsen was sich kaum operativ entfernen läßt...
Dieser komplette homoncocktail
 
Als ich Single war, hat mir hauptsächlich ein Partner für gemeinsame Erlebnisse gefehlt, insbesondere für Urlaub.

Man kann zwar vieles auch mit Freunden machen, aber mit einem Partner finde ich es schöner.

Ansonsten war ich auch als Single glücklich, habe die Freiheit und Unabhängigkeit genossen. In einer Beziehung ist man ja doch immer zu gewissen Kompromissen gezwungen.
 
Da muss ich echt überlegen, ob mir irgendwas fehlt....
🤔

Ich glaube, wenn mir etwas fehlen würde, hätte ich es längst geändert. Da ich meinen "Traumprinzen" (lol) noch nicht kenne, weiß ich nun auch nicht was mir fehlen könnte. Ich vermisse ja niemanden.
Ehrlich gesagt, sehe ich das sogar als positiv. Denn starke Gefühle bringen mich immer etwas durcheinander. So bin ich viel mehr bei mir selbst. Ich weiß nicht, wie ich das anders beschreiben soll.
Ich bin ich, und nicht "wir".
Ich gestalte mir mein Leben, meine Wohnung usw. so, wie ich es für schön empfinde, ohne mich irgendwem anpassen zu müssen, oder diskutieren zu müssen. Wobei auch dieser Austausch ganz schön sein kann bzgl. des Nestbaus.
Bzw. es könnte schön sein, wenn es eben "der Richtige" ist. Leider sehe ich aber viel zu viel, was ich nicht so erquickend finde.
Ich bin sogar relativ genervt von diesem Mainstream (wenn ich den Begriff auch mal verwenden darf). Was ich damit meine ist, diese typische Darstellung der eigenen Person. Motorradfahrer, Rennradfahrer, meist bereits geschieden und zwei Kinder , usw.
Dieser Typ "Midlifecrisis" irgwie.
Nicht, dass mich die Kinder stören würden, aber bei vielen hat das so ein Gschmäckle, dass sie diese Konstellation "aufgegeben" haben, oder aufgegeben wurden.
Da läuft so ein innerer Film ab, was da wieder alles schief gelaufen sein könnte und will mir das gleich ersparen.
Dann höre ich wieder das Pärchen unter mir streiten, wie zwei Kleinkinder und denke mir nur...."Yeahhh" ich hab meine Ruhe.
Solang mir eben "der Richtige" noch nicht begegnet ist, kann ich mir nicht vorstellen genug geben zu wollen/können. Marotten ertragen zu wollen/können.
Früher war die Liebe immer mein innerer Antrieb. Das hat sich nach schwerer Ernüchterung gewandelt.
Ka was man da machen kann.

Ja kuscheln usw. wäre schon schön. Einen Partner riechen, Zuneigung usw. Wäre auf jeden Fall schön. Aber es ist nicht so, dass da ein Leidensdruck wäre, weil das nicht da ist.
 
Mir fehlt manchmal die Geborgenheit, die ich früher in der Beziehung hatte. Aber es ist ok. Ich bin sehr selbständig erzogen worden aber manchmal fehlt mir schon jemand der mir Liebe und Geborgenheit schenkt. Ja, so ist es nun mal.
 
"Wir brauchen vier Umarmungen pro Tag zum Überleben, acht Umarmungen pro Tag, um uns gut zu fühlen, und zwölf Umarmungen pro Tag zum innerlichen Wachsen.” Das finde ich schön gesagt, und es ist etwas Wahres dran.
Uff. Vier Umarmungen schaffe ich nicht mal im Jahr - aber ich lebe noch ;)

Aber genau das ist es, was mir als langjähriger Single am meisten fehlt: Körperliche, räumliche und emotionale Nähe. Kuscheln, ein Kuss oder einfach einfach nur bloße Anwesenheit.

Ehrlich gesagt kann ich die, oft genannten, positiven Aspekte des Singledaseins nicht nachvollziehen. Aber das ist wohl auch abhängig davon wann und wie lang man alleinstehend ist. Oder auch davon, wie man das Singledasein definiert. Für jemanden der aus einer langen Beziehung kommt mag es sicher zunächst befreiend wirken. Seine gesamten 20er allein zu verbringen, auch ohne Körperlichkeiten, bekommt von mir keine allzu dringende Empfehlung 😁
 
Ich glaube, es hängt stark davon ab wie man Single wird und ist. Ich habe mich von meinem Exmann getrennt und war somit im Vorteil - selber entschieden und sehr lange vorher drüber nachgedacht.
Alles das, was hier als Schönes an einer Beziehung beschrieben wird hatte ich ja schon lange nicht mehr in der Ehe. Generell bin ich kein Typ, der nachtrauert und rückwirkend idealisiert - war bei allen meinen Beziehungen so. Bis auf einmal habe immer ich mich getrennt und als Single dann auch nichts vermisst.

Nach meiner langen und in vielen Dingen eher unerquicklichen Ehe war ich ehrlich gesagt total froh damit meiner neuen persönlichen und finanziellen Freiheit und Unabhängigkeit. Die wollte ich keinesfalls jemals wieder aufgeben für eine mittelprächtige Beziehung.

Das liegt aber daran, dass ich erst verliebt sein muss, damit ich denke, ich will eine Beziehung, ich will Nähe. So ohne Verliebtheit denke ich nie "hach, jetzt ein Mann an meiner Seite, wäre das schön".
Genau so habe ich meine Singlezeit wahrgenommen. Daher war ich auch wenig motiviert daran aktiv was zu ändern, d.h. habe 2 mal kurz Dating versucht und es mangels echtem Interesse jeweils abgebrochen.

Jetzt nach einer guten Beziehung wäre das vollkommen anders wenn mich mein Mann verlassen würde. Da würde ich sehr viel vermissen und ich könnte die Zeit mit ihm auch nicht im Nachinein schlecht reden, um weniger zu leiden.
 
Das mit den pauschalen Umarmungen finde ich einen Humbug! Mit dieser pauschalen Aussage kann ich nichts anfangen! Es liegt vielmehr an der eigentlichen Person, welche Bedürfnisse von der Wichtigkeit bewusst oder unbewusst wahr genommen werden und welche Fähigkeiten aktiviert sind, um dies umzusetzen!
Auch finde ich prinzipiell die Vorteile des Single-Daseins als eine Frage der Geisteshaltung und der Einstellung!
Wenn die Leute im Alleinsein positiv trainiert wären, sich dadurch selber gut aushalten könnten, so würden sie übetwiegend garantiert, lieber den Single - Status haben wollen, damit ist alles gesagt!
 
Es fehlt mir nichts. Das liegt aber daran, dass ich erst verliebt sein muss, damit ich denke, ich will eine Beziehung, ich will Nähe. So ohne Verliebtheit denke ich nie "hach, jetzt ein Mann an meiner Seite, wäre das schön". Ich kann mir nicht irgendeinen Unbekannten dabei vorstellen und herbeiwünschen.
Das sind ganz genau meine Empfindungen bei diesem Thema.
Manchmal kommt mir der Gedanke, ich würde gerne wieder verliebt sein, aber nur kurz.
Corona hat es etwas gemildert.

Hatte vor einigen Tagen ein Date mit einer Frau die ich schon etwas länger kenne und die ich sehr symphatisch fand.
Eine wirklich sehr schöne Frau, die ich auf dem ersten Blick und Eindruck sehr attraktiv fand.

Leider muste auch ich nun erfahren wie es ist, wenn sich dein Gegenüber eineinhalb Stunden über ihren Ex beschwert.
Ich habe das dann abgebrochen, ihr gesagt, dass ich hoffe dass sie es nicht als unhöflich empfindet, aber ich es furchtbar finden würde, wie sie bei unserem Date über ihren Ex und nix anderes zu sprechen vermag.
Dass ich denke, sie sei noch nicht soweit für jemanden anderen.
Sie verstand das, sagte dann aber im selben Atemzug dass sie aber trotzdem mit mir ins Bett wollen würde.

Sachen gibt´s, ich habe dann dankend abgelehnt und ihr ein schönes Leben gewünscht.

m50
 
Wie man sich als Single fühlt, hängt stark davon ab, wie alt man ist und welche Lebensziele man in der jeweiligen Lebensphase hat. Mit 16-25 sind noch viele ungebunden, man ist jung, mit seiner Ausbildung beschäftigt, will ggf. ins Ausland - alles scheint noch möglich und greifbar. Da tut es wenig weh, Single zu sein. In der mittleren Lebensphase ändert sich das, die meisten um einen herum sind verheiratet, bekommen Kinder, errichten ihr Heim, sind mit sich beschäftigt. Paare bleiben meist unter Paaren, selten wird man als Single in eine Gesellschaft voller Paare (z.B. an Silvester) eingeladen. Zu groß ist die Angst, man würde als Versuchung von vergebenen Männer angesehen werden, man wird als aussätzig wahrgenommen, ja, als komisch. Als ich so mit 30/Anfang 30 Single war, hat es mir sehr weh getan, wenn meine Familie mir z.B. erzählte, dass Person x, mit der ich in der Grundschule war, geheiratet hat und das erste Kind erwartet und dass dies ja normal sei in dem Alter. Diese Möglichkeiten lagen ja als Single in weiter Ferne für mich. Insofern kann ich sagen: Mir fehlte das soziale Leben und sich mit jemandem etwas aufbauen können. Wenn man älter ist, Kinder groß gezogen hat, freut man sich hingegen vermutlich, wenn man sich mal selbst verwirklichen kann und mehr Zeit für sich hat. Gesellige Menschen, werden sich aber auch dann Nette Gesellschaft wünschen. Sich selbst verwirklichen kann man im besten Fall auch in der Partnerschaft.

w33
 
Als junge Frau habe ich auch eine sehr lange Phase gehabt, in der ich Single war. Als schlecht oder negativ habe ich das ganze nicht empfunden. Allerdings brauchte diese Einstellung eine gewisse Zeit der Reife. Ich habe mir damals mit ca 25 Jahren angefangen einen Lebensplan zurecht zu legen. Wie soll mein Leben in der Zukunft aussehen, mit Partner oder auch ohne Partner. Möchte ich unbedingt Kinder usw. Natürlich wären zum Kinderwunsch ein passender Partner auf jeden Fall wichtig gewesen, für mich. AE, dafür bin ich nicht der Typ Frau. Was mache ich, wenn ich keinen passenden Mann antreffen werde, wie gestaltet sich mein Leben dann. Das nahm der ganzen Situation auch die schärfe weg. Ich war dadurch völlig locker und nicht zu sehr darauf fixiert unbedingt einen Mann zu wollen.
 
Zu groß ist die Angst, man würde als Versuchung von vergebenen Männer angesehen werden, man wird als aussätzig wahrgenommen, ja, als komisch. Als ich so mit 30/Anfang 30 Single war, hat es mir sehr weh getan, wenn meine Familie mir z.B. erzählte, dass Person x, mit der ich in der Grundschule war, geheiratet hat und das erste Kind erwartet und dass dies ja normal sei in dem Alter.
Das was @Mintgrün und einige andere sagen, kann ich aktuell aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich war in den Twens in einer Beziehung und fand das normal, und Anfang 30 Single war auch noch, da mein umfeld wohl eher etwas “hinterher” ist, aber nun mit Mitte 30, immer mehr Paare, Kinder etc. schrumpft das Umfeld unglaublich. Entweder man wird nicht mehr eingeladen, oder halt weil da ja noch Singleman ist, mit dem man verkuppelt werden soll....
Da fehlt mir manchmal ein bisschen, dass ich gesellschaftlich azeptiert bin 😚 Ich habe das Gefühl, dass viele denken, mit mir stimmt was nicht. Das einzige was noch zaehlt, wie viele Kinder man hat.
So ohne Verliebtheit denke ich nie "hach, jetzt ein Mann an meiner Seite, wäre das schön". Ich kann mir nicht irgendeinen Unbekannten dabei vorstellen und herbeiwünschen.
So gehts mir auch. Ich vermisse nicht per se jemanden, nur manchmal wär es schön, überhaupt mal wieder jemanden kennen zu lernen, bei dem es eine Perspektive hat.

Aber, wie gesagt, viele Single Männer sind entweder viel jünger und sind geschockt wenn sie mein Alter erfahren, oder eben viel zu alt, Kinder aus dem Haus und so...
 
Wie man sich als Single fühlt, hängt stark davon ab, wie alt man ist und welche Lebensziele man in der jeweiligen Lebensphase hat. Mit 16-25 sind noch viele ungebunden, man ist jung, mit seiner Ausbildung beschäftigt, will ggf. ins Ausland - alles scheint noch möglich und greifbar. Da tut es wenig weh, Single zu sein.
Dein gesamter Beitrag fühlt sich für mich wie Standard, wie üblich, sehr fremd konditioniert und sehr gesellschaftsorientiert an, ich kann leider keine pers. Eigenart erkennen! Ein kreativer, freier und unabhängiger Mensch, geht immer seinen eigenen Weg, unabhängig vom Alter, ohne diesen ganzen fremden Umfeld-Kram, was man aus deren Sicht zu machen hat, was meist für einen nicht gut ist!
Zu groß ist die Angst, man würde als Versuchung von vergebenen Männer angesehen werden, man wird als aussätzig wahrgenommen, ja, als komisch.
Mit solchen Leuten käme ich schon mal gar nicht (mehr) zusammen!
Als ich so mit 30/Anfang 30 Single war, hat es mir sehr weh getan, wenn meine Familie mir z.B. erzählte, dass Person x, mit der ich in der Grundschule war, geheiratet hat und das erste Kind erwartet und dass dies ja normal sei in dem Alter.
Höre nicht auf diesen Quatsch, was für dich normal ist, bestimmt einzig und alleine und ausschließlich DU, sonst niemand, wer auf Fremde und auf andere hört, braucht sich nicht wundern, was dann alles kommen wird!
Diese Möglichkeiten lagen ja als Single in weiter Ferne für mich. Insofern kann ich sagen: Mir fehlte das soziale Leben und sich mit jemandem etwas aufbauen können. Wenn man älter ist, Kinder groß gezogen hat.
Guter Tipp von mir: was aufbauen sollte man mit sich selbst und nicht erst dann, wenn die Kinder groß sind!
Wenn man älter ist, Kinder groß gezogen hat, freut man sich hingegen vermutlich, wenn man sich mal selbst verwirklichen kann und mehr Zeit für sich hat. Gesellige Menschen, werden sich aber auch dann Nette Gesellschaft wünschen. Sich selbst verwirklichen kann man im besten Fall auch in der Partnerschaft.
In der richtigen und passenden Partnerschaft ist alles möglich, wo das nicht möglich ist, ist die Partnerschaft garantiert nicht richtig und nicht passend und deshalb nur auf Zeit bestellt!
 
Wie soll mein Leben in der Zukunft aussehen, mit Partner oder auch ohne Partner. Möchte ich unbedingt Kinder usw. Natürlich wären zum Kinderwunsch ein passender Partner auf jeden Fall wichtig gewesen, für mich. AE, dafür bin ich nicht der Typ Frau. Was mache ich, wenn ich keinen passenden Mann antreffen werde, wie gestaltet sich mein Leben dann. Das nahm der ganzen Situation auch die schärfe weg. Ich war dadurch völlig locker und nicht zu sehr darauf fixiert unbedingt einen Mann zu wollen.
Grossartig, so sollte es sein, ist es jedoch nur in ganz seltenen Fällen so!
Die allermeisten Menschen vor allen Dingen Frauen, schlittern doch unbewusst und blauäugig in Situationen hinein, die sie im Grunde genommen gar nicht wollten, ja weil es eben die meisten halt so machen, weil man das Umfeld mitreden läßt, weil man nicht alleine sein kann, weil die Bio Uhr tickt und so weiter und sofort und wenn dann Kinder da sind, womöglich alleinerziehend geworden ist, haben solche Frauen doch keine andere Chance mehr, als sich diesem Los viele Jahre anzunehmen, sich selber zu trösten und alles nur noch schön zu reden, wie schön es doch ist, diese Kinder dennoch bekommen zu haben, ganz typisch Frau, nach dem Motto: alles gut gemacht! Wäre das umgekehrt, Männer würden sowas ganz bestimmt nicht machen!
 
Dein gesamter Beitrag fühlt sich für mich wie Standard, wie üblich, sehr fremd konditioniert und sehr gesellschaftsorientiert an, ich kann leider keine pers. Eigenart erkennen!
Ja, das ist auch so. Und jeden Satz würde ich unterschreiben. Zur Wahrheit gehört aber eben auch, dass wir alle Herdentiere sind und Teil der Gesellschaft sein wollen. Nach außen geht man seinen Weg, aber innerlich ist man doch unglücklich, sofern man nicht zur Gesellschaft dazu gehört oder dies zumindest so empfindet. Darum gibt es auch diesen Thread. Sonst gäbe es ja gar kein Problem. Dieses komplexe Gefüge gehört zum Menschsein dazu.
Entweder man wird nicht mehr eingeladen, oder halt weil da ja noch Singleman ist, mit dem man verkuppelt werden soll....
Letzteres klingt eigentlich sehr nett... Außer es kommt dann in der Situation so gezwungen rüber. Ansonsten könnte ich mir schon vorstellen, dass man so, durch Freunde, die es wirklich gut mit einem meinen, jemand Nettes kennenlernt.
viele Single Männer sind entweder viel jünger und sind geschockt wenn sie mein Alter erfahren,
Ich würde heute auch jüngere Männer in Betracht ziehen, wenn ich Single wäre (so ab 27+). Danach schreit heute ja kein Hahn mehr und den meisten Männern ist es egal, wenn sie eine ältere Freundin haben, wenn es sonst passt. In dieser Altersspanne sind einfach noch viel mehr Leute ungebunden.

w33
 
Ansonsten könnte ich mir schon vorstellen, dass man so, durch Freunde, die es wirklich gut mit einem meinen, jemand Nettes kennenlernt.
Gut gemeint ist nicht gut gemacht 😚. Es sind teils Leute gewesen die wieder mich noch den Typen kannten. Und ich habe nicht drum gebeten. Was soll ich zum Beispiel mit einem Typen der in Kalifornien wohnt, und nur eine Woche zu Besuch ist? Über den meine bekannte auf Nachfrage sagt - ne, sie fände den auch nicht toll?
Ich finde so etwas in Ordnung, wenn man mit guten Freunden darüber redet ob/was man sucht und es dann ungezwungen ist.
Ich würde heute auch jüngere Männer in Betracht ziehen, wenn ich Single wäre (so ab 27+).
Wie gesagt - hab ich versucht. Und - wie gesagt - bisher war keiner dabei. Entweder sie sind abgeschreckt, dass ich älter bin, oder sie meinten zwar, sie suchen (im Gegensatz zu mir - Heirat und Kinder), wirkten aber total unreif und verloren. Ich denke die reifen jungen Männer sind dann eben auch nicht Single.
 
Leider muste auch ich nun erfahren wie es ist, wenn sich dein Gegenüber eineinhalb Stunden über ihren Ex beschwert.
Uh, eineinhalb Stunden. Einen Orden fürs Durchhalten als ungewolltes Therapiedate.

Sie verstand das, sagte dann aber im selben Atemzug dass sie aber trotzdem mit mir ins Bett wollen würde.

Sachen gibt´s
Das ist wohl der Effekt, dass man sehr die körperliche Nähe nach dem Beziehungsaus vermisst.

Es ist so krass, wenn Leute nicht merken, wie sie sich gerade offenbaren als "bedürftiger Mensch". Das ist nicht abwertend gemeint, da menschlich, aber man muss halt, wenn man das Gegenüber ist, damit umgehen können.
Sich 90 Minuten über den Ex auslassen und dann, als das Date abgebrochen wird vom anderen, nach Sex fragen, schreit ja förmlich heraus, worum es geht und worum nicht.
 
Paare bleiben meist unter Paaren, selten wird man als Single in eine Gesellschaft voller Paare (z.B. an Silvester) eingeladen. Zu groß ist die Angst, man würde als Versuchung von vergebenen Männer angesehen werden
Ich glaube, das ist andersrum. Also es ist nicht die Szene: Eine schöne Singlefrau betritt unschuldig die Bühne und der Mann wird abtrünnig, sondern sie treten mit ihrem unschuldigen Mann als schönes Paar auf und die verzweifelte Singlefrau versucht, ihn einzukrallen und stört damit das Paarsein.
Es wird ja auch immer einer Geliebten die Schuld gegeben, dass sie sich in eine Beziehung gedrängt hätte und der arme Mann hatte gar nichts tun können.

Es ticken ja auch nicht alle so. Aber die, die es tun, werden denken, dass eine Singlefrau sich an jeden Mann ranschmeißen würde, der ihr vor die Flinte kommt. Und dann ist Stress in der Beziehung, weil er irgendwie nicht abweisend genug war und zu lange über irgendwas Belangloses mit der Singlefrau geredet hat. Wo doch die Ehefrau oder langjährige Partnerin mit IHM das Event genießen wollte ALS PAAR.
Beide machen sich schick, man will vielleicht für die anderen demonstrieren, wie toll sie als Paar aussehen und miteinander sind. Denn es herrscht unter manchen Paarteilnehmerinnen schon mal der Wettbewerb "wer ist am glücklichsten". Wie sich Frauen ja mitunter auch für andere Frauen schön anziehen, um zu zeigen, dass sie mithalten können.
Ein Mann, der um seine schöne Partnerin kreist und ihr den Hof nach so langen Jahren immer noch macht, gehört dazu. Oder wenigstens glücklich an ihrer Seite dasitzt und sich mit ihr unterhält.

Naja, und der Rest ist, wie Du und auch @Apfelmus schreibt: Viele denken doch "ein Mensch muss in ein Paar". Ansonsten ist er komisch und redet über langweilige Dinge.

Wenn ich die Paare meines Umfeldes ansehe, was die so teilweise für Probleme miteinander haben, dann ist die Haltung "der Mensch muss in ein Paar und eine einmal getroffene Entscheidung wird nicht mehr geändert" die Sichtweise. Und mit der wird auf Singles geguckt wird.
Da wird das Zerbrechen einer Beziehung von unpassenden, unglücklichen Menschen nicht als Erfolg gesehen, sondern als Scheitern. Dass man auch gescheitert sein kann, wenn man IN einer Beziehung bleibt, kommt nicht vor. Das allerschlimmste auf der Welt ist die graue, einsame, leere, kalte, freudlose Welt eines Singles.
Da das bei mir ALLES Paare sind, die in der "ersten richtigen" Beziehung mit Anfang/Mitte 20 zusammengeblieben sind, denken die ja auch, dass Singlesein genauso ist, wie es für sie VOR ihrer Beziehung war. Also mit Mitte 20, als man alle um sich rum in Beziehung sah und Angst hatte, übrigzubleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja @neverever solche Erfahrungen gibt es wohl ... ich muss dazu sagen, dass ich auch ein- oder zweimal in diese Falle getappt bin, mich beklagt und geschimpft habe und dann aber für mich persönlich das Daten stoppte, da ich einfach noch nicht soweit war und merkte, ich brauche einfach noch Zeit für mich.

Umgekehrt kenne ich das auch und es ist sehr unerfreulich, wenn einem ein zehn Jahre älterer Mann seine negativen Erfahrungen auf Tinder preisgibt oder über seine Exfrau schimpft.

Ich bin jetzt 55 und ich habe das erreicht, was ich wirklich wollte, meine liebe Tochter, meine eigene Praxis und die Aussöhnung mit meinen Eltern.
Das Daten habe ich gestoppt, es macht mich nicht glücklich. Bei uns hier, ich lebe ja mitten im Ruhrpott, gibt es viel soziales Elend und ich habe beschlossen, einen gewissen Teil meiner freien Zeit dahingehend zu investieren. Es gibt ein oder zwei sehr schöne Gruppierungen, denen ich mich gerade anschließe.
Ich glaube, das bringt mich momentan weiter🍀
Auch das kann sehr zufrieden machen.
 
Liebe @void ich unterstreiche jedes Wort von Dir, den Part mit dem vermeintlichen Scheitern unterstreiche ich doppelt😉
Einer der schönsten Sätze, den meine fast 80-jährige Mutter letztens mal zu mir sagte war: „Ich habe Dich immer für Deine Konsequenz in Deinen Beziehungen bewundert.“
Damit hat sie mir gezeigt, dass sie verstanden hat und mir irgendwo „den Makel genommen“ hat, bzw. mein gutes Grundgefühl einfach bestätigt hat.

Beziehungen sind etwas wunderbares, wenn beide sich ernsthaft darauf einlassen. Alles andere ist Quälerei.
 
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