• #1

Was haben der Beruf oder der Schulabschluss mit Bildung zu tun?

Hallo zusammen, ich habe hier im Forum mehrmals gelesen das Beruf und Schulabschluss etwas mit Bildung und Intelligenz der Person zu tun haben sollen, nur erschließt sich mich dieser zusammenhang einfach nicht wirklich.

Ich z.B. bin "nur" eine einfache Sicherheitsfachkraft mit einem guten Realschulabschluss. Nichtsdestotrotz halte ich mich sehr wohl für intelligent und gebildet.

Auch habe ich vielfältige Interessen im Bereich Kultur, ich lese sehr viel und zwar alles von einfachen Romanen bis hin zu Fachbüchern über Themen wie Kriminalpsychologie, Operative Verhaltensanalyse, Rechtsmedizin, Geschichte, Sagen und Legenden, Mythologie und auch Anthropologie.

Ohne Frage muss ich gelegentlich das Internet zu Rate ziehen um gewisse Dinge genauer zu verstehen, schließlich habe ich nichts davon Studiert.

Dazu lese ich Werke von Goethe, Schiller, Poe, Baudelair und anderen Namhaften Schriftstellern. Nun habe ich vor ein paar Tagen damit begonnen mir als Autodidakt Finnisch beizubringen und das ist sicher keine einfache Sprache.

Wo also ist der zusammenhang zwischen Abschluss, Beruf und der Bildung der Person? Vieleicht kann mir das ja jemand näher erläutern
 
G

Gast

Gast
  • #2
Nein, der Beruf hat nicht immer was mit dem IQ Wert eines Menschen zu tun. Ich hatte damals keine andere Möglichkeit außer einem Pflegeberuf zu erlernen. Natürlich bereue ich es und ich weiß auch, dass ich mein Abi auch geschafft hätte. Habe ich aber nicht gemacht, weil ich die Möglichkeit dazu nicht hatte. Ich bin auch nicht dumm, nur jetzt fast schon zu alt. Selbst halte ich mich nicht für blöd und andere, die mich kennen lernen auch nicht. Manchmal geht es nicht anders. Vielmehr zählt jetzt die Erfahrung für mich, die Reife und all das. Leider denke nicht alle so und bilden sich etwas auf ihr Abi ein. Du wirst es auch schwer hier haben, eine Frau zu finden, die bereit ist, sich auf dich ein zulassen. Das kenne ich so. Trotzdem verliere nicht den Mut und bleib Stadthaft.w31
 
G

Gast

Gast
  • #3
Nein, der Beruf hat nicht immer was mit dem IQ Wert eines Menschen zu tun.

Und IQ hat nichts mit Bildung zu tun.

Antwort: Im Besten Falle nichts.
Voraussetzung: Die Bereitschaft, lebenslang zu lernen in allen Bereichen.

Bildung hat allerdings auch nichts mit Herzensbildung zu tun.
Herzensbildung findet man herkömmlicherweise schon eher in den gebildeten Schichten.
Oder besser: Fand man. Die Herkunftsfamilie spielt dabei die grösste Rolle.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Ich sag dir was, das hat absolut gar nix miteinander zu tun.
Ich habe mein Abi gemacht und studiere sehr erfolgreich.
Und als Partner hätte ich gerne einen Handwerker.
Oder Soldaten, oder irgendetwas Anderes praktisch orientiertes.

Und überhaupt, vor wem willst du dich denn rechtfertigen?
Die Meinung der Anderen ist doch total obsolet.

w/22
 
  • #5
Wer keine lange Schulbildung (!), genossen hat, kann sich auch anderweitig weiter bilden, zum Beispiel so, wie du es machst. Mit Intelligenz hat das nicht immer zu tun, manchmal aber doch!

Intelligente Menschen ruhen sich nicht darauf aus, was sie irgendwann einmal gelernt haben, sondern bleiben neugierig, wissbegierig, vertiefen sich interessiert in verschiedenen Themen und bilden sich eben so weiter.
Wenn du so belesen bist, wie oben angegeben, dann gebe ich dir einen Tipp: Achte dabei auch mal auf die Rechtschreibung, denn für viele ist die korrekte Orthographie auch ein Zeichen von Bildung.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Seltsame Frage.
Wer eine Schule, eine "Bildungseinrichtung" besucht und abgeschlossen hat, besitzt eine gewisse Bildung, sonst hätte er keinen Abschluß.
Wer eine Berufsausbildung oder ein Studium absolviert hat, besitzt die für die Tätigkeit erforderliche (Fachaus-)Bildung. Zumindest sollte er das...
Wer keinen Schulabschluß besitzt, ist deshalb nicht zwangsläufig ungebildet, kann seine Bildung aber idR nicht nachweisen oder bekommt keine Gelegenheit dazu.
Mit dem IQ hat das nichts zu tun, sondern meist nur mit den finanziellen Möglichkeiten oder auch dem "inneren Schweinehund", sprich: Durchhaltevermögen und dem Willen, eine Sache "durchzuziehen".
 
G

Gast

Gast
  • #7
Intelligenzquotient und Schulabschluss bzw. Berufserfolg korrelieren nachweislich miteinander. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass jemand mit hohem IQ eben keinen höheren Schulabschluss oder qualifizierten Beruf haben kann. Die Korrelation entsteht in den Statistiken ja aus einem Mittelwert und nicht aus Einzelfällen.

Eine interessante Zusammenfassung dazu findet sich bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenz_als_Pers%C3%B6nlichkeitseigenschaft

Daher, lieber FS, spricht trotz Deiner niedrigen beruflichen Qualifikation nichts gegen einen hohen IQ. Vielmehr spricht Dein "Bildungshunger" eher für einen hohen IQ, der sich ja in vielfältigen Interessen und eher leichtem Lernen widerspiegelt.

w, 50
 
  • #8
Man kann fachlich gebildet sein. Aber dies trotzdem nicht intelligent einsetzen. Sondern ist "nur" sprichwörtlich ein "Fachidiot".

Schulbildung wird oft mit Intelligenz gleich gesetzt.
z.B. wer Abitur habe, der sei intelligent, sonst hätte er das Abitur nicht geschafft. Gewiss braucht man auch etwas Grips fürs Abitur. Aber wer "nur" gut und fleißig lernen kann, schafft m.E. auch damit das Abitur.

Ich habe die größten und abgehobensten Spinner unter meinen männlichen Mitschülern im Gymnasium erlebt.
Ich erlebte vor ein paar Jahren eine Rechtsanwältin = Abitur, Jura-Studium, zwei Staatsexamen, die "nur" fleißig ist, aber mehr Talent und Ehrgeiz hat sie für ihren Anwaltsberuf anscheinend nicht.
Der m.E. allergrößte Spinner ist Akademiker, Doktor, Professor, und diverse Auszeichnungen. Aber von manchen versch. Fachkollegen "auf gleicher Augenhöhe" sehr kritisch betrachtet. Der ist m.E. nur soweit intelligent, um sich selber gut zu vermarkten.
Ich erlebte einen Arzt, der solchen Blödsinn erzählte, daß ich an dessen med. Abschluss + Approbation zweifelte. Ein intelligenter Mensch würde m.E. solche Dinge nicht behaupten.

Ich staune immer wieder, wie fachlich gebildet und intelligent so mancher Handwerker sein muß, für seinen Beruf, und diesen zu meistern. Obwohl er vielleicht nur Hauptschulabschluss hat.

Wer glaubt, daß viel Bildung auch Intelligenz und Charakter hätte, kann sich schwer irren.

Das Klischee:"Arzt heiratet Krankenschwester" trifft heute längst nicht mehr so oft zu. Weil inzwischen viele Ärzte mehr Ansprüche an Bildung und Intelligenz an ihre Partnerinnen haben.

Ich könnte mir eine Frau mit Abitur oder Realschule eher als Partnerin vorstellen, als mit Hauptschulabschluss.
Das sind versch. geistige Horizonte, Sprachen, "Welten". Ich will mich mit meiner Partnerin auch geistig austauschen können. Und nicht mich stark einschränken, und auf Vieles verzichten müssen, auch in der gemeinsamen Freizeit.

Aber so pauschal geht es nicht. Weil die Bildung alleine noch längst nicht den ganzen Menschen ausmacht.
Und es gibt auch Paare, wo der Eine Akademiker/in ist oder große Karriere gemacht hat, aber der Andere nur Handwerker/in ist, oder noch einfacher. Sie aber menschlich sehr gut zusammen passen.
 
  • #9
Hier der FS
@3: Mir geht es nicht um rechtfertigung sondern lediglich um die Fragestellung, ich hab mich lediglich als Beispiel eingefügt da ich mich selbst einfach am besten kenne.

@ Angela: Ja mir sind ein paar Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, ist mir eben auch aufgefallen, danke für den Hinweis.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Meistens wird dieses Bildungsdings da ja von den Frauen hochgehalten... sie wollen einen fertigen Mann mit Dr. Titel, der aber auch noch sportlich ist, sich um den Haushalt kümmert, immer gute Laune hat, ohne Ehevertrag heiratet und sich um die Kinder kümmert. Tja, Wunschdenken gegen Realität.

Ich hatte hier auch mal einen akademischen Titel rausgenommen und schon hatte ich über 3 Wochen gesehen keine Anfrage und ich habe nur Absagen bekommen, jetzt wo er wieder drin ist, sind Anfragen und Antworten auf meine Anfragen kein Thema ;)

Da soll doch einer mal sagen, nur Männer wären oberflächlich ;)
 
G

Gast

Gast
  • #11
Ich habe selbst promoviert und ich brauche wirklich niemanden der studiert hat. Aber ehrlich gesagt, habe ich auch irgendwie ein Vorurteil gegenüber Real - oder Hauptschüler. Ich glaube, jemand kann natürlich einen sehr hohen IQ haben, belesen und gebildet sein, ein guter Unterhalter, usw. ... obwohl er kein Abitur hat. Aber ich glaube auch dass man unter Abiturienten bzw. Studierten einen höheren Prozentsatz an gebildeten Menschen finden wird, als unter Realschülern. Und vielleicht will man als Frau gleich eher auf Nummer sicher gehen. Dann kommt natürlich noch das Fernsehen hinzu, das auch kein gutes Bild auf Real bzw. Hauptschüler wirft. (RTL2 usw. ) So was sollte man nicht ernst nehmen, aber wahrscheinlich bleibt doch unterbewusst etwas davon hängen. Zusätzlich geht man davon aus, dass du als Realschüler auch nur Freunde und Bekannte aus dieser Umgebung hast. Ich würde mich als promovierte einfach unwohl fühlen - nicht weil ich deine Freunde ablehnen würde, sondern weil ich Angst hätte, dass ich abgelehnt werden würde. zumindest war das meine Erfahrung bisher. Ich vermied immer über meine Ausbildung oder meinen Beruf zu reden und unterhielt mich ganz normal zB. mit den Bekannten meines Ex, die allesamt normale Berufe hatten (Sekretärin, Nageldesignerin, Kosmetikerin, verkäuferin) und was ich auch ok fand. Sobald aber rauskam, dass ich promoviere, hatte ich das Gefühl, dass mir gegenüber plötzlich Skepsis herrschte und ich wurde dann nie richtig "warm" mit den Leuten.
 
  • #12
So, wie Du Dich beschreibst, bist Du ganz bestimmt eine grosse Ausnahme. Du hättest - nehme ich mal an - einen höheren Bildungsabschluss relativ problemlos geschafft, aber aus irgendeinem Grund hast Du einen anderen Bildungsweg eingeschlagen.

Ich denke jedoch, es wäre falsch, von Deinem (Ausnahme-)Fall auf die Allgemeinheit zu schliessen. Die von Dir genannten intellektuellen und kulturellen Interessen und Tätigkeiten finden sich nun einfach mal signifikant häufiger unter Akademikern als unter Nicht-Akademikern. Daran ändern Ausnahmen in die eine oder andere Richtung nichts - weder Du als Nicht-Akademiker mit Deinen ausgeprägten intellektuellen und kulturellen Interessen noch die z.B. von #7 genannten abschreckenden Negativbeispiele von Akademikern mit "Vollpfostenpotential".

Überleg doch mal genau: Wie viele Leute kennst Du, die wie Du sind, d.h. Leute mit einem vergleichsweise niedrigen - auf jeden Fall eindeutig nicht-akademischen - Bildungsweg, die 'trotzdem' in so ausgeprägter Weise wie Du so vielfältige intellektuelle und kulturelle Interessen haben und pflegen?
 
G

Gast

Gast
  • #13
Habe wiederholt folgende Erfahrungen gemacht: Nicht-Akademiker aus guten, akademischen Elternhäusern sind selbstgebackenen Akademikern sehr weit voraus, was Bildung, Intelligenz, gute Kinderstube, gute Manieren, Sprache/Ausdrucksweise und Allgemeinwissen angeht. Ein Bekannter von mir (übrigens auch eine "einfache Sicherheitskraft") hat mich (Akademikerin) immer wieder mit seinem Allgemeinwissen, auch in die kulturelle Richtung fasziniert. Der andere Freund (ein "einfacher Techniker") hätte beim Günter Jauch sehr gute Chancen gehabt. Ja, zwischen dem Abschluss, Beruf und Bildung liegen die Welten. Aber der Beruf sagt schon einiges aus. Und nicht unbedingt negatives, auch wenn es um die "Sicherheitsrichtung" geht! :)
 
G

Gast

Gast
  • #14
Beruf- und Schulabschluss haben nicht unbedingt etwas mit Intelligenz zu tun . Aber sie bedingen vielfach Interessen. Ich bin auch privat sehr viel von gleichaltrigen und älteren Leuten umgeben die meist einen handwerklichen Beruf ausüben, selbstständig sind, Firmen führen etc. Alles fitte Leute zwischen 40 und 60. Aber: mit meine (tw berufsbedingten) Fremdsprachenkenntnissen und Interessen an anderen Ländern (über das des Urlaubs hinaus), meine kulturellen Aktivitäten (Laiendarsteller, Literatur, Musik passiv wie aktiv) meine gesellschaftspolitischen Aktivitäten und auch für meinen recht international geprägten Freundeskreis können die Betreffenden meist sehr wenig anfangen. Nich weil sie zu dumm dazu wären, sondern weil eben einfach andere Interessen da sind. Ich kann genausowenig damit anfangen wenn sich einige von denen stundenlang über ihre Wochenendgrundstücke unterhalten (meine Familie hatte auch mal eins - es liegt also nicht am fehlenden Wissen meinerseits ). Das Sein steuert nunmal das Bewusstsein! m 42
 
G

Gast

Gast
  • #15
Der Schulabschluss kennzeichnet die formale Bildung. Das ist zunächst mal der einfachste Zusammenhang der beiden Begriffe.
Der Bildungsbegriff wird heute sehr unterschiedlich verwendet, teilweise wird formale Bildung mit Bildung an sich gleichgesetzt, teilweise Bildung mit Allgemeinbildung...
Begriffliche Problematik, deswegen gehe ich jetzt mal weg vom Bildungsbegriff, das würde hier zu weit führen.

Nicht auf dich bezogen, da ich dich nicht kenne, aber: allein das Lesen von Goethe und anderen macht keinen intelligenten Menschen aus. In meinem Abijahrgang mussten auch alle den Faust I lesen, da waren einige darunter, bei denen ich mich wirklich gefragt habe, wie sie auf dem Gymnasium landen konnten.

Der IQ eines durchschnittlichen Gymnasiasten ist wohl höher als der eines durchschnittlichen Hauptschülers. Über einzelne Personen sagt das aber alles nichts aus.

w31
 
G

Gast

Gast
  • #16
Wer keine lange Schulbildung (!), genossen hat, kann sich auch anderweitig weiter bilden, zum Beispiel so, wie du es machst. Mit Intelligenz hat das nicht immer zu tun, manchmal aber doch!

Intelligente Menschen ruhen sich nicht darauf aus, was sie irgendwann einmal gelernt haben, sondern bleiben neugierig, wissbegierig, vertiefen sich interessiert in verschiedenen Themen und bilden sich eben so weiter.
Wenn du so belesen bist, wie oben angegeben, dann gebe ich dir einen Tipp: Achte dabei auch mal auf die Rechtschreibung, denn für viele ist die korrekte Orthographie auch ein Zeichen von Bildung.



Das klingt ziemlich arrogant. Lese doch mal in anderen Themen, was so die Akademiker zusammenschreiben, da fehlen teils ganze Worte oder Endungen, von Flüchtigkeitsfehlern ganz
zu schweigen. Also nicht von oben herab schon mal vorverurteilen. w/50/Ak.
 
  • #17
allein das Lesen von Goethe und anderen macht keinen intelligenten Menschen aus. In meinem Abijahrgang mussten auch alle den Faust I lesen, da waren einige darunter, bei denen ich mich wirklich gefragt habe, wie sie auf dem Gymnasium landen konnten.

Aber es ist doch noch ein gewaltiger Unterschied, ob man Goethe liest, weil man vom gymnasialen Lehrplan dazu gezwungen wird, oder ob man es - wie der FS - von sich aus aus Interesse an der Sache / an der Literatur macht. Ich behaupte: Jemand wie der FS, der aus eigenem Antrieb Goethe liest und etwas damit anfangen kann, ist ein intelligenter Mensch. Dumme Menschen lesen nicht von sich aus Goethe.
 
G

Gast

Gast
  • #19
Ich denke mal, dein Problem wird hier sein, dass viele Frauen, die sich bei EP umschauen, denken, dass du ihren Lebensstandard nicht hast. Als Akademikerin möchte man meistens einen Partner, der vom gesellschaftlichen Ansehen und das Einkommen betreffend mindestens gleichgestellt ist. Es geht auch mehr um das sich-Durchbeißen, also Erfolg haben, als um die Bildung an sich. Jemand, der z. B. zwei Staatsexamen hinter sich gebracht hat, wird sich auch sehr wahrscheinlich weiterhin durchbeißen. Dies symbolisiert eine gewisse Stärke, die auf Frauen einfach anziehend wirkt, da somit der Lebensunterhalt (auch für die Familie) relativ gesichert erscheint. Niemand möchte wirklich mit der Option auf ewige Knauserei und Bescheidenheit eine Familie gründen, wenn er (in diesem Falle sie) es auch weitaus bequemer haben kann. Außerdem kommen dann doch die kleinen Bildungslücken ans Tageslicht, die ich persönlich nicht so schlimm finden würde, wenn die Allgemeinbildung insgesamt gut ist und der Mann noch dazu gute Umgangsformen hat.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Der IQ eines durchschnittlichen Gymnasiasten ist wohl höher als der eines durchschnittlichen Hauptschülers. Über einzelne Personen sagt das aber alles nichts aus.

w31

Nein, das stimmt so nicht. Man weiß inzwischen ziemlich genau, dass Kinder aus anderen Gründen auf der Hauptschule landen. In fast allen Fällen sind es sprachliche Schwierigkeiten (Migrationshintergrund), ein bildungsfernes Elternhaus oder sehr schwierige familiäre Verhältnisse. Oder wie erklärst du dir das, wenn ein Elternteil im Knast sitzt, das andere nur betrunken auf dem Sofa liegt und sich kein Mensch kümmert? Da ist der Weg zur Hauptschule vorgezeichnet, Intelligenz hin oder her.
 
G

Gast

Gast
  • #21
Meistens wird dieses Bildungsdings da ja von den Frauen hochgehalten... sie wollen einen fertigen Mann mit Dr. Titel, der aber auch noch sportlich ist, sich um den Haushalt kümmert, immer gute Laune hat, ohne Ehevertrag heiratet und sich um die Kinder kümmert. Tja, Wunschdenken gegen Realität.

Ich hatte hier auch mal einen akademischen Titel rausgenommen und schon hatte ich über 3 Wochen gesehen keine Anfrage und ich habe nur Absagen bekommen, jetzt wo er wieder drin ist, sind Anfragen und Antworten auf meine Anfragen kein Thema ;)

Da soll doch einer mal sagen, nur Männer wären oberflächlich ;)

von 10:
Gerade nochmal Glück gehabt, daß du "meistens" geschrieben hast!

Ich habe nicht nur nach "Dr." und "von und zu" gesucht (s. o.).

Nur leider hat sich meine Meinung mal wieder bestätigt, dass Bildung am meisten was mit "Herkunft" und "familiärem Background" zu tun hat.
Da nützt mir auch eine "Intelligenzbestie" nichts, wenn sie ("die" Bestie) von zuhause aus nicht mitbekommen hat, was Herzensbildung (übrigens ein Teil innerer Werte) bedeutet.

Ich lege z. B. keinen Wert auf einen intelligenten Emporkömmling, der einfach nur clever genug war, sich die Tochter der begüterten Familie zu sichern, wo seine Mama Putzfrau war.
 
  • #22
@ 10 Das ist traurig das du mit den Leuten nicht warm geworden bist, in meinem Freundeskreis würde dir das sicher nicht passieren. Denn der ist wirklich ausgesiebt da ich eine sehr genaue Auffassung vom Begriff "Freund" habe. Und auf die Sendungen auf RTL2 und konsorten sollte man nicht hören, die laufen streng nach Drehbuch und das weiß ich sicher da ich bekannte beim Fernsehen habe ;).

@11 Ja den hätte ich locker machen können, jedoch hatte ich sehr genau Vorstellungen was meine berufliche Zukunft angeht, nur hat das aus anderen Gründen leider nicht so geklappt wie es geplant war. So hab ich mich dann umentschieden und bin mit dieser Entscheidung auch gut gefahren.

@17 Entschuldige, so hatte ich das nicht gemeint da ich deine Aussage auch nicht als Angriff aufgefasst habe.

Und den Lebensstandart der meißten hier im Forum anwesenden habe ich sicher nicht, ich lege da allerdings auch keinen wert drauf.
Ich brauche Geld um zu Leben und ab und an mal ein Konzert als Gast zu besuchen. Auch würden sicher die wenigsten Damen hier meine art Urlaub zu machen der eigenen Auffassung von Urlaub vorziehen :D.
Allerdings sagen meine Freunde auch gerne, mit einem Augenzwinkern, von mir das ich "anders" bin also so what.

Zu dem durchbeißen könnte ich jetzt auch noch was sagen bin mir jedoch nicht sicher ob das nicht den Rahmen sprengen würde da es ja eigentlich nicht zum Thema gehört.
 
G

Gast

Gast
  • #23
@19
Das bestreite ich nicht. Auch Lernbehinderung wird von einigen namhaften Autoren als soziale Behinderung, nicht als Intelligenzminderung gesehen. Wurde auch erforscht.
Zu deinem zitierten Satz:
Der Durchschnitts-IQ, also der gemessene Intelligenzquotient, wird trotzdem darunterliegen. Wegen sprachlicher Mängel, wegen z.B. der häufig geringer ausgeprägten Problemlösefähigkeit, wegen mangelnder Konzentrationsfähigkeit...
Wenn der Vater nur betrunken auf dem Sofa liegt, bekommt das Kind weniger Förderung (im allgemeinen). Förderung heißt nicht, permanent zum Kleinkindereliteenglischkurs und anschließend zum Geigenunterricht zu rennen. Förderung heißt in dem Fall nur, dass das Kind Möglichkeiten an die Hand bekommt, sich weiter zu entwickeln.
In den von dir genannten Elternhäusern wird das Kind weniger von diesen Möglichkeiten haben.
Der IQ eines Kindes, das verschiedene Möglichkeiten für die Weiterentwicklung hatte, wird mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit über dem des anderen Kindes liegen.
Natürlich gibt es Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Dagegen sage ich nichts.
Und bitte lies dir den Satz durch. Ich habe ihn extra so formuliert, dass er sich
a) auf den IQ, also den Versuch einer Messung der Intelligenz und
b) auf den Durchschnitt bezieht.

@Peter_123
Ich wehre mich in jedem Fall dagegen, dass jemand, der bestimmte Sachen (nicht) liest oder tut sich dadurch als intelligent oder dumm bewerten lassen kann. Ich kenne Leute, die Goethe lesen, weil es intelektuell wirkt. Sagt das jetzt etwas über ihre Intelligenz aus? Wohl kaum. Für mich sagt das in dem Fall ausschließlich etwas darüber aus, wie sie ihre Umwelt wahrnehmen und wie sie von ihrer Umwelt wahrgenommen werden.
In der Grundtendenz hast du mit Sicherheit recht.

w31
 
G

Gast

Gast
  • #24
von 10:
Gerade nochmal Glück gehabt, daß du "meistens" geschrieben hast!

Ich habe nicht nur nach "Dr." und "von und zu" gesucht (s. o.).

Nur leider hat sich meine Meinung mal wieder bestätigt, dass Bildung am meisten was mit "Herkunft" und "familiärem Background" zu tun hat.
Da nützt mir auch eine "Intelligenzbestie" nichts, wenn sie ("die" Bestie) von zuhause aus nicht mitbekommen hat, was Herzensbildung (übrigens ein Teil innerer Werte) bedeutet.

Ich lege z. B. keinen Wert auf einen intelligenten Emporkömmling, der einfach nur clever genug war, sich die Tochter der begüterten Familie zu sichern, wo seine Mama Putzfrau war.

Du profilierst dich anscheinend lieber durch die Fehler von anderen. Und es gibt eben auch Menschen die sich durch harte Arbeit nach oben gekommen sind -> Fleiß schlägt Talent!
 
G

Gast

Gast
  • #25
@ 19#

Ich glaube, vielen ist sogar bewusst, dass sich hinter Haupt- oder Realschülern nicht unbedingt Menschen mit ausnahmslos niedrigem IQ verbergen, sondern dass eben auch der familiäre Hintergrund eine Rolle bei der niedrigen Ausbildung gespielt hat.
Als Frau fragt man sich dann, ob man so eine Schwiegerfamilie haben möchte? Ich hätte kein Problem damit, eine herzensgute Schwiegermama zu haben, die bei Aldi kassiert. Aber Schwiegereltern, die Hartz4 bekommen, seit 20 Jahren auf ihrer Couch sitzen und nichts machen, sei es aus Faulheit oder extremer Dummheit - nein, das ist nicht meine Traumfamilie. Viele Frauen schauen glaube ich auch besonders auf den fam. Hintergrund und bei mir geht es da sicherlich nicht um das Finanzielle.
Mich würde auch ein Akademiker stören, der eine asoziale Familie hat.
 
G

Gast

Gast
  • #26
"Bildung" bedeutet im allgemeinen Verständnis zunächst ein hohes Maß an Allgemeinbildung, dies umfasst einen Querschnitt dessen, was in unserer Gesellschaft "Kultur" ausmacht, also Philosophie, Kunst, Musik, Literatur und natürlich auch Naturwissenschaften. Das ist nun nicht quantitativ zu verstehen und schließt vor allem auch die Fähigkeit eines intellektuellen und kritisch reflektiven Umgangs mit Wissen mit ein. Enzyklopädisches Wissen allein ist bedeutungslos, Bildung manifestiert sich erst in der Verknüpfung und Interpretation von Sachverhalten und Informationen.

In diesem Sinne sind selbst Menschen mit hohem Schulabschluss und akademischer Bildung häufiger "ungebildet", allerdings ist entsprechende schulische und universitäre Bildung in aller Regel notwendige Voraussetzung für Bildung.
 
G

Gast

Gast
  • #27
10 an 24: Danke für die Vorwegnahme meiner Antwort an 23.
 
  • #28
@Peter_123
Ich wehre mich in jedem Fall dagegen, dass jemand, der bestimmte Sachen (nicht) liest oder tut sich dadurch als intelligent oder dumm bewerten lassen kann.

Da habe ich eine andere Meinung. Anderes Bsp.: Intelligente Leute lesen die FAZ, dumme Leute lesen die BILD-Zeitung. (Ganz viele Leute mit unterdurchschnittlichem IQ sind gar nicht in der Lage, die FAZ zu verstehen. Da müssen wir uns nichts vormachen.) Ausnahmen, die man wie bei fast allem immer finden wird, dienen zur Bestätigung der Regel. Wer behauptet, aufgrund der gewählten Zeitungslektüre keine statistisch signifikanten Aussagen über IQ und Bildungshintergrund der Leser machen zu können, verkennt einfach die Realitäten und ist ein unverbesserlicher, egalitaristischer Gutmensch.

In der Grundtendenz hast du mit Sicherheit recht.

Eben! Und es geht hier nicht um Einzelfälle, sondern genau darum: um die Grundtendenzen!
 
G

Gast

Gast
  • #29
Nach diesen ganzen Fragen wundere ich mich doch ein wenig, wie hier Bildung, Ausbildung und Intelligenz durcheinandergeworfen werden. Intelligenz ist zunächst mal vollkommen unabhängig von der Bildung. Bildung besteht selten aus komplexen Zusammenhängen, bei denen eine hohe Intelligenz helfen könnte. Ausbildung hat schon eher mit Intelligenz zu tun, da einige Ausbildungen eben eine gewisse Intelligenz vorraussetzen.
Bildung wird in unserer Gesellschaft vorgegeben. Goethe, Schiller und co gehören dazu. Die Quantentheorie weniger.
Und die Ausbildung oder der Beruf hat nur unmittelbar mit der Bildung zu tun. So wird vermutlich ein Germanistik- oder Geschichtsprofessor als sehr gebildet eingeschätzt, der Mathematikprofessor weniger, weil sein Wissen nicht in unsere Definition von gebildet fällt.
 
Top