• #1

Was hält eure Beziehung knackig? Unglücklich nach 3 Monaten Zusammenleben. Hilfe!

Liebe Freunde,

seit 2 Jahren bin ich (27) mit meinem Partner (30) zusammen. Wir sind vor 3 Monaten zusammen in die 700km entfernte Hauptstadt gezogen.

Er ist Musiker und hat sehr viele Freunde und Bekannte. Ich bin aus Liebe und Neugierde mitgezogen, fühle mich sehr wohl hier. Ich baue gerade neue Freundschaften auf, bin sehr kommunikativ, freiheitsliebend – aber mir ist meine Partnerschaft sehr wichtig.

Mein Problem ist das ich jeden Tag, an dem ich mit ihm zusammen bin, immer unglücklicher werde. Ich habe das Gefühl das ich mich wahnsinnig bemühe, aber ich nichts zurück bekomme.

Wenn er abends heim kommt, habe ich schon gekocht, aufgeräumt, den Wein kaltgestellt, freue mich auf Unterhaltung, bin ganz aufgeregt. Er freut sich natürlich auch, aber sein Interesse dauert nicht länger als 10 Minuten an, dann will er ins Bett oder Musik machen. Er beteiligt sich nicht am Haushalt, ich muss ständig meckern. Er interessiert sich nicht in besonderem Maße für mich, auch haben wir keine gemeinsamen Aktivitäten, außer Freunde treffen und Essen gehen. Ich merke, wie ich ständig emotional zurückgewiesen werde, da seine Aufmerksamkeit nur auf der Musik und einen super légèren Lifestyle liegt. Er mag “nicht in Bars rumhocken”, er hat auch keine „guten Gespräche“ mit Freunden. Für ihn muss alles immer Sinn haben und ihn weiter bringen („mir bringt das nichts“). Er sitzt stundenlang vor dem Rechner und produziert Musik, wenn ich mit ihm zusammen sein will muss ich mich daneben setzen. Er ist extrem bereitwillig sich über die Musik und seine Produktionen zu unterhalten, aber was darüber hinausgeht überhaupt nicht.

Ich bin wirklich sehr, sehr unglücklich weil ich nicht weiß ob ich nicht zu viel erwarte, dadurch bin ich extrem im Ungleichgewicht. Alles was ich für ihn tue, bekomme ich in keinster Weise zurück.
Ich fühle mich wie selbstverständlich, ungeliebt. Langsam habe ich auch keine erotische Lust auf ihm (wir hatten wahnwitzig guten Sex!), ich bin mir nicht mal mehr sicher ob ich ihn noch liebe. Wir haben uns völlig „disconnected“.

Als ich ihn völlig verzweifelt darauf angesprochen habe, sagte er mir, dass das Zusammenleben eben so ist. Das ist der erste Partner mit dem ich zusammen lebe, aber ich habe mir das alles ganz anders vorgestellt.

Ist das wirklich so? Habt ihr keine gemeinsamen Aktivitäten? Macht jeder sein Ding, gibt es keine Verteilung der Rollen?
Was hält eure Partnerschaften frisch? Welche Gemeinsamkeiten habt ihr?
 
  • #2
Als ich ihn völlig verzweifelt darauf angesprochen habe, sagte er mir, dass das Zusammenleben eben so ist. Das ist der erste Partner mit dem ich zusammen lebe, aber ich habe mir das alles ganz anders vorgestellt.


Er macht es sich einfach, um seine Ruhe zu haben. Als Ihr noch nicht zusammengelebt habt, hat er sich noch Mühe gegeben. Nun ist die Luft raus. Er sieht Dich als selbstverständlich an. An Deinem Alltag, Deinen Vorstellungen und Wünschen ist er nicht interessiert.
Zusammenleben ist nicht "eben so".
Ich bin fast 30 Jahre verheiratet und wenn sich das Zusammenleben in diesen Jahren jemals so einseitig wie bei Euch gestaltet hätte, hätte ich meine Sachen gepackt.
Ihr seid jung und gerade mal 2 Jahre zusammen. Nun merkst Du, das Ihr nicht zusammen passt. Er ist so ignorant, dass er das nicht merkt.

Das passiert und da seit ihr nicht die Einzigen. Er möchte nur über seine Musik sprechen und ansonsten in Ruhe gelassen werden. Deine Interessen "bringen ihm nichts". Zieh die Konsequenzen und trenn Dich.
Wir halten auch noch nach Jahrzehnten unseren Alltag "knackig". Wir interessieren uns dafür, wie wir den Tag getrennt voneinander erlebt haben und tauschen uns darüber aus. Ich glaube, die Zauberworte sind "Wir"und "Interesse" . Wer sich nicht mehr für seinen Partner interessiert und sich nur noch als Einzelperson sieht, hat innerlich schon abgeschlossen. Dein Freund scheint nur noch aus Bequemlichkeit mit Dir zusammen zu bleiben. Das versucht er zu vertuschen, indem er sagt, Zusammenleben wäre nun mal so.
Du schreibst, Du wirst immer unglücklicher. Dein Bauchgefühl zeigt Dir schon die richtige Richtung. Alles Gute!
 
P

Provence

Gast
  • #3
Wenn er abends heim kommt, habe ich schon gekocht, aufgeräumt, den Wein kaltgestellt, freue mich auf Unterhaltung, bin ganz aufgeregt. ... ich muss ständig meckern. … auch haben wir keine gemeinsamen Aktivitäten, außer Freunde treffen und Essen gehen. … Er ist extrem bereitwillig sich über die Musik und seine Produktionen zu unterhalten, aber was darüber hinausgeht überhaupt nicht.
Liebe FS, so lange du darauf wartest, dass er dich »unterhält« (nicht finanziell, obwohl auch das der Fall zu sein scheint), der einzige Input eurer Beziehung von ihm ausgeht, musst du dich nicht wundern. Als Musiker, der vermutlich oft genug »draußen unterm Volk« ist, holt er sich all seine Anregung dort. Und braucht dich nicht wirklich.

Raff schleunigst deine Röcke zusammen und suche dir eigene Aufgaben. Einen sinnvollen Job, der dich ausfüllt, wäre schon der wichtigste Schritt. Da du ganz offensichtlich keine Probleme damit hast, auf Menschen zuzugehen,
Ich baue gerade neue Freundschaften auf, bin sehr kommunikativ, freiheitsliebend
dürfte es dir nicht schwer fallen, in der Hauptstadt beruflich unterzukommen. Damit wartest du nicht allabendlich darauf, dass ER nach Hause kommt und »Unterhaltung« mitbringt, du hast dein eigenes Feld und mehr noch: du ergänzt euren Alltag mit deinem Wissen und deinen Erlebnissen über seine Musik hinaus.

Selbst wenn du damit eure Beziehung nicht rettest (sie nicht »knackiger« wird), hast du einen sinnvollen Schritt in Richtung Eigenständigkeit unternommen.
 
  • #4
Wie konnte dir das in den 2 Jahren zuvor nicht auffallen?

Und Zusammenleben bedeutet ja nicht, dass man dann auch zwangsläufig mehr Ansprüche an die Aufmerksamkeit des Partners erheben kann.

m/36
 
  • #5
Einen sinnvollen Job, der dich ausfüllt, wäre schon der wichtigste Schritt.
dürfte es dir nicht schwer fallen, in der Hauptstadt beruflich unterzukommen.


Wie kommst Du darauf, dass die FS nicht arbeitet? Steht da nirgends. [Mod: Provokation entfernt]. Es gibt genügend Jobs, bei denen Frau abends vor dem Mann und nach ihrem Job daheim ist. Gerade, wenn der Mann Musiker ist. Die kommen häufig erst abends spät nach Hause.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #6
Liebe Sorglose, mir ging es ähnlich, mit dem Tag des Zusammenziehens war alles anders, ich hätte es nicht glauben wollen, wenn mir jemand prophezeit hätte, dass derartige Veränderung im Paarverhalten beim Partner stattfinden kann, so kam es aber. Das Zusammensein lief vom Zusammenzug an ähnlich wie bei Dir, mit der Begründung - jetzt sei doch alles klar, es gibt nichts mehr Neues, er ist froh, dass jetzt alles seinen normalen Gang geht, jetzt lebt man Alltag, da gibt es nicht viel zu erzählen. Punkt. -
Ich war völlig geschockt und verzweifelt, aber auch er fühlte sich von mir völlig unverstanden, wußte nicht, was ich von ihm wollte und umgekehrt, warum ich nicht ebenso zufrieden war wie er.
Nach 8 Monaten unschöner Zeit bin ich schweren Herzens wieder ausgezogen, da ich so nicht leben wollte, uns ging es beiden schlecht miteinander. Unsere Vorstellungen von Partnerschaft-leben passten offensichtlich nicht zueinander, ich kann das inzwischen mit Abstand vorwurfsfrei so sehen, aber ich habe lange gebraucht, mit HerzSchmerzen und Trauer, dazu einen klaren Gedanken zu fassen. Wir haben vor dem Zusammenziehen demnach zu wenig über das gemeinsam zu gestaltende Leben gesprochen, zu leichtsinnig gedacht - das ergibt sich dann - ohne damit zu rechnen, dass es einfach völlig unterschiedliche Vorstellungen vom "Alltag" geben könnte, jeder seine Vorstellungen für selbstverständlich hält und meint, dass wäre auch dem anderen logischerweise auch klar und bedarf keiner weiteren Worte im Vorfeld. War leider ein tragischer Fehler - für beide.

Ich würde an Deiner Stelle nicht so lange warten, etwas in Deinem Leben zu verändern, sprecht Euch unbedingt aus, wenn das noch möglich ist, ansonsten zieh in eine eigene Wohnung, kann sein, dann findet Ihr Euch nach Abstand neu - oder es bleibt Deine erste traurige Erfahrung mit dem Zusammenziehen und die Beziehung ist schlicht beendet.

In jedem Falle schwer, viel Kraft,
Gruß, meta
 
  • #7
Ich glaube, dass Dir konkrete Tipps von Paaren nicht wirklich weiterhelfen. Dein sog. Partner hat ja überhaupt kein Problembewusstsein und es ist ihm egal, wie Du Dich fühlst. Du sollst es akzeptieren und fertig. So ist ja seine Äußerung, dass "Zusammenleben" eben so sei, schließlich zu verstehen. Für manche Menschen mag es ausreichend sein, eine Fick-und Freizeitbeziehung zu haben, in der die jeweils eigenen Ziele prioritär sind. Solange die sich vereinbaren lassen, bleibt man zusammen, ansonsten sucht man sich die oder nächsten, der einem das Leben etwas behaglicher macht. Du bist so nicht gestrickt, er aber wahrscheinlich schon- zumindest in dieser Lebensphase.
Vor einiger Zeit (leider finde ich den Artikel nicht mehr) nannte dieses Verhalten ein Autor auch "Berlin disease". Es ist so vieles verfügbar, was einen affizieren kann, so dass man von einem Glühwürmchen zum nächsten springt. Weißt Du, was der junge attraktive Musiker, der kaum Interesse mehr an Dir hat (und auch kaum noch sexuelles!) tagsüber so treibt?

Noch eine Anmerkung zu Provence: Aus der Tatsache, dass die Fs putzt und kocht zu schlussfolgern, dass ihr Freund sie "durchfüttert" ist doch etwas vermessen. Wahrscheinlicher ist doch eher, dass sie um 17 Uhr nach Hause kommt und erstmal 2-3h ackert, damit sich Männe wohlfühlt! Eine nicht seltene Abendbeschäftigung deutscher berufstätiger Frauen!
 
  • #8
Als ich ihn völlig verzweifelt darauf angesprochen habe, sagte er mir, dass das Zusammenleben eben so ist. Das ist der erste Partner mit dem ich zusammen lebe, aber ich habe mir das alles ganz anders vorgestellt.

Ist das wirklich so? Habt ihr keine gemeinsamen Aktivitäten?

Verzweifelung ist schon immer eine schlechte Ausgangsposition, bringt Dich in die Defensive.

Er irrt, bzw. ist frechdreist: es ist im Zusammenleben absolut nicht so, wie bei Euch. Ich weiß das - ich war 25 Jahre verheiratet. Wir haben beide gearbeitet, ergo haben wir uns auch die Hausarbeit geteilt.
Wenn er abends Engagements hat, muss er halt morgens Klarschiff machen oder eine Putzfrau bezahlen. Wenn er nicht am Wochenende für Dich kocht oder Dir täglich das Frühstück macht, dann bekäme er von mir kein gekochtes Abendessen - ist eh' ungesund so spät zu essen. Er könnte sich eine Stulle schmieren bzw. sich selbst was machen und hätte die Chance sozial richtig was zu lernen: nämlich das Partnerschaft ganz anderes geht, als er das treibt.

Du machst Dich zum frustrierten Hausmuttchen. Lass' seinen Dreck liegen, warte abends nicht auf ihn, sondern geh' Deiner vermeintlichen "Freiheitsliebe" nach. Triff' Dich mit Deinen Freunden, leb' Dein Hobby - whatever.
Was bitte machst Du den ganzen Tag in Berlin? Hast Du einen normalen Job, d.h. 8 to 5 oder "wartest" Du nur auf ihn und machst das Muttchen? So ein langweiliger Mensch würde mich auch nicht interessieren.

Wenn er sich nicht für Dich interessiert, such' Dir eine eigene Wohnung und lass' ihn sein Leben führen. In so einer unausgewogenen Beziehung verbringt man keine Lebenszeit. Das wird nicht besser. Er findet als Musiker sicherlich schnell einen anderen Fan, der für ihn putzt.
Künstler sind meistens Egomanen und können am besten mit Gleichgesinnten leben, weil sie deren "Lebenswerk" respektieren. Eine normal Berufstätiger dient nur dazu, ihnen Lebenskomfort zu gewährleisten und ggfs. die fixen Kosten zu bezahlen.
Lohn für Dich ist nach seiner Denke, dass er mit seiner künstlerischen Brillianz Dein Leben bereichert - mehr muss er daher nicht tun. Wenn Du das nicht willst, triff' Deine eigenen Entscheidungen für Dein Leben und setz' sie um.

Partnerschaft geht anders, als das was bei Euch läuft. Hattest Du keine Eltern, bei denen Du das gesehen hast oder warum lässt Du Dich von ihm dumm schnacken?
 
G

Gast

Gast
  • #9
Ich möchte Dir meinen Eindruck aus Deinen wenigen Zeilen beschreiben.

Ich habe den Eindruck, dass Du die Rolle der Mami angenommen hast. Du kochst und versorgst in hauswirtschaftlich. Mami ist lieb und interessiert, aber Mami ist bei den coolen Sachen nicht dabei und würde die auch garnicht verstehen. Mami nervt manchmal mit ihren Fragen, man erzählt ihr nicht alles. Mami kümmert sich ums Praktische, damit der Sohn Musik machen kann.
Wenn es das trifft, versuche einfach wieder aus dieser Rolle herauszukommen.

Grundsätzlich gilt "willst Du gelten, mache Dich selten". Also lasse ihn abends in die leere Wohnung zurückkommen, während Du Dich noch beim Sport o.a. mit Freunden amüsierst. Plane Deine Freizeit ohne ihn. Spiegle ihm sein Verhalten. Du kannst ja sehen, ob es im nächsten halben Jahr besser wird.

Vielleicht hast Du auch eine falsche Wahl getroffen.
Du kennst ihn schon ein paar Jahre. Dann weißt Du ja, ob er früher eine ordentliche Wohnung hatte. Dir viel erzählt hat, gut mit Deinen Freunden ausgekommen ist usw. So wie in der Vergangenheit wird es grundsätzlich auch weiter gehen. Das spiegelt nämlich seinen Charakter und der wird sich nicht mehr um 180 Grad drehen.
Die meisten Frauen denken ja, "wenn erst...., dann wird es schon noch besser". Das ist aber nur Träumerei und macht Dich unglücklich. Wenn früher seine Junggesellenbude schmutzig chaotisch war, er mit Deinen Leuten nichts anfangen konnte, er Dir nichts von seinen Projekten und seiner Arbeit erzählt hat, dann wird er nicht plötzlich, weil ihr jetzt zusammen wohnt, zum klasse Hausmann, der Deine Freunde gerne in eure Wohnung zu schönen Gesprächen beim Rotwein einlädt und Dir jeden Abend beim selbstgemachten Abendessen von seinem Tag erzählt.

Alles Gute
 
  • #10
Ich glaube er wäre mit jeder Frau so. Er lebt für seine Musik. Er braucht keine tiefgehenden Gespräche. Mich würde es sehr stören, wenn der Partner sich nicht besonders für mich interessiert. Das ist bei uns anders. Es gibt jeden Tag die Möglichkeit, sich über das auszutauschen, was einen gerade bewegt und natürlich auch über "Gott u die Welt". Das finde ich auch extrem wichtig. Hobbies gibt es bei uns auch keine gemeinsamen (leider), da macht jeder sein Ding. Haushalt - da macht er auch wenig. Ich habe mir deshalb angewöhnt, auch weniger zu machen. Ansonsten hätten wir wieder getrennt wohnen müssen u das wollte ich auch nicht. Sex - forget it (sind schon ne Ewigkeit zusammen). Wie auch immer, ich finde, man muss irgendwie merken, dass man der wichtigste Mensch für den Lebenspartner ist. Mein Tipp an Dich: Mach nicht mehr so viel für ihn (kochen, aufräumen, Wein kaltstellen u.ä.). Das musst Du unbedingt runterfahren. Er liebt Dich dadurch n i c h t mehr. Es ist kontraproduktiv, weil Du dadurch immer mehr das Gefühl des Ungleichgewichts hast. Wenn Du kochst, dann nur noch für Dich. Er kann sich ne Pizza bestellen, es wird ihm egal sein. Schau mal wie es sich entwickelt, wenn Du weniger tust u Dich weniger um ihn kümmerst! - Eine Option wäre noch, wieder getrennt zu wohnen, aber zusammen zu bleiben. Nicht zu früh aufgeben!
 
  • #11
P.S. noch was: ich weiß, uns Frauen macht es einfach Freude, uns um jemanden zu kümmern. Aber wenn das beim Partner nichts Positives bewirkt, dann muss man sich das verkneifen! - Haustiere und/oder Kinder sind diejenigen, um die man bzw frau sich kümmern sollte. Die brauchen das und sind dankbar!!
 
  • #12
Als ich ihn völlig verzweifelt darauf angesprochen habe, sagte er mir, dass das Zusammenleben eben so ist. Das ist der erste Partner mit dem ich zusammen lebe, aber ich habe mir das alles ganz anders vorgestellt.

Ist das wirklich so? Habt ihr keine gemeinsamen Aktivitäten? Macht jeder sein Ding, gibt es keine Verteilung der Rollen?
Was hält eure Partnerschaften frisch? Welche Gemeinsamkeiten habt ihr?

Was du seit eurem gemeinsamen Wohnen für ihn bist ist vor allem äußerst bequem. Du hältst die Wohnung sauber, wäschst, kochst, stellst den Wein kalt, stehst für Sex zur Verfügung, wenn er ihn braucht, denn du hast ja inzwischen von dir aus kaum noch Lust dazu, - und du sitzt interessiert neben ihm, wenn er an seinen Musikproduktionen arbeitet. Deine Interessen und Wünsche bleiben auf der Strecke. Mit Sicherheit ist das Zusammenleben "nicht eben so". Wenn du so nicht weitermachen willst, - ihm scheint ja alles so zu passen wie es ist, - wirst du eine Entscheidung treffen müssen.
 
  • #13
Liebe Freunde, ich danke euch für die vielzähligen, tollen Antworten und Hilfestellungen.

Ich bin Studentin, schreibe gerade meine Magisterarbeit, verdiene meinen Unterhalt selbst, aber bin daher mehr zu Hause, weil ich auch dort schreibe. Ich bekomme von ihm keinerlei finanzielle Unterstützung.
 
G

Gast

Gast
  • #14
Liebe FS,

mach dir eine schönstmögliche Zeit in Berlin und lass seinen Dreck stehen. Die Beziehung mit so einem Egomanen ist eh nicht mehr zu retten, aber wenn du möchtest, nimm dir doch einfach ein Sabbatical Jahr und dann zieh wieder in die alte Heimat oder irgendwo anders hin, wo du als Frau bessere Karriere-und Aufstiegschancen als in Berlin hast. [Mod: Provokation entfernt] wer nicht gerade "Musiker", "Künstler" ohnehin auf Hartz 4 Niveau oder rein zufällig Politker ist, lebt und verdient in der Hauptstadt erbärmlich. Liebe FS, stell deine eigenen Interessen in den Vordergrund und genieße mit deinem Herrn Musiker eine aufregende, schöne, aber bewusste Restzeit. Dieses Wissen teilst du ihm selbstverständlich nicht mit, damit kannst du ihn dann am Tag deines spontanen Auszuges überraschen ;-)
Dir alles Liebe und Gute.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #15
Liebe FS,
die von Terzia erwähnte "Berlin disease" (leichtes Schmunzeln) ist allerdings auch für Menschen in Hamburg, München oder London ein Problem.
Du machst Dich zum frustrierten Hausmuttchen. Lass' seinen Dreck liegen, warte abends nicht auf ihn, sondern geh' Deiner vermeintlichen "Freiheitsliebe" nach. Triff' Dich mit Deinen Freunden, leb' Dein Hobby - whatever.
Was bitte machst Du den ganzen Tag in Berlin? Hast Du einen normalen Job, d.h. 8 to 5 oder "wartest" Du nur auf ihn und machst das Muttchen? .... In so einer unausgewogenen Beziehung verbringt man keine Lebenszeit. Das wird nicht besser.
Absolute Zustimmung. Auch geht es m.E. bei dir nicht darum, eine Beziehung "knackig" zu halten, denn wo kaum etwas ist ... Du drehst dich gedanklich ständig um diesen Mann, der dagegen ganz in seiner Leidenschaft für Musik aufgeht. Berlin ist der Himmel auf Erden für Musiker/Produzenten ... doch, was willst du hier, außer ihm nahe sein? Ziehe zur Probe mal aus, dann wird sich zeigen, ob die Beziehung wieder "knackiger" wird, I have my doubts: Wie Vikky nochmals ganz richtig anmerkt, ist die Quote von Egomanen sehr hoch in kreativen Branchen, weil genau von diesem Geist die meisten Projekte leben.

Im Sinne einer Anregung: Bevor du dich an deinen brechtigten Wünschen an eine Beziehung abarbeitest, überlege dir gut, ob du die Hintergrundmusik im Leben deines Freundes sein willst und wenn ja, wie du dir ein eigenes Zentrum zum Ausgleich schaffst. Eine Freundin von mir ist mit einem sehr bekannten Schauspieler verheiratet, die phasenweise Einsamkeit und totale Ausrichtung auf ihn hat sie gleich mitgeheiratet.
Für die Partnerschaft mit Menschen, die für etwas bis zur Besessenheit brennen, braucht es meiner Meinung nach besonders stabile, autarke und wenig anlehnungsbedürftige Liebende. Bist du das?
w
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #16
Da kommt ja einiges zusammen,liebe FS! Du bist zu seiner Haushälterin geworden und das langweilt ihn bereits.Dann tut er sein übriges, er ist respektlos zu Dir! Mein Rat, suche Dir in Berlin eine Arbeit, das ist das wichtigste überhaupt! Es wird nicht einfach sein, ich lebe auc h hier, aber grenze Dich ab und lebe Dein eigenes Leben. Wenn er ein Partner ist, sollte er Dich in Deinem Tun unterstützen. Bringt das nichts, auch kein ernstes Gespräch , wäre ich weg. Eine Arbeit und eigenes Geld ist das beste für Dein Selbstbewusstsein.Es kann nicht sein, dass Dein Leben allein um ihn kreist.Mache ihm nicht den Haushalt, koche nicht, gehe zur Arbeit, denn Du bist genauso wichtig, wie Dein Musiker! Viel Glück für Dich!
 
  • #17
Das ist ja nett, dass du ihm den Haushalt machst und kochst usw., aber wie wichtig ist ihm das? Als Single-Mann seines Typs lässt man auch mal fünf gerade sein, nicht jede Staubflocke ist ein Disaster, man hat eh drei Flaschen Weißwein im Kühlschrank bzw. trinkt eher Rotwein, zur Not bestellt man sich eine Pizza. Ich esse zum Beispiel abends nie warm.
Die Veränderungen, die sich durch deine Putz- und Kocharbeit ergeben, sind ihm vielleicht gar nicht wichtig. Er nimmt sie natürlich, gerne an, aber nach seinem Gusto machst du dir unnötige Arbeit; vielleicht denkt er, dass du es vor allem für dich selbst macht.

Und wahrscheinlich bekommst du in der Summe genauso viel Aufmerksamkeit wie vor eurem Zusammenziehen, nur fallen dir die Zeiten, die er für seinen Beruf braucht, eben eher auf, weil du ihn praktisch neben dir hast. Das wird dir aber mit jedem Mann gehen, der selbstständig ist und eine Passion hat. Wenn er am Abend sofort ins Bett will, hatte er womöglich einen sehr anstrengenden Tag; wenn er am Abend noch arbeitet, vielleicht einen großen Auftragsdruck. Jetzt ist da auf einmal jemand, der zusätzliche Zeit einfordert...
 
  • #18
Nein, das ist nicht normalerweise so.
Er ist ein Egozentriker, der ein Ziel im Leben hat. Du bist Nebensache und wie es für mich aussieht, auch noch Putzfrau, Köchin usw.
Er interessiert sich für nichts außer seine Musik, das ist sein Leben. Es gibt solche Menschen in verschiedener Abstufung von Deinem Extrem über normal anderweitig interessiert bis total klettig, wo der Partner dann gar nichts anderes mehr machen darf und alles zusammen gemacht werden muss.

Wenn er Menschen und Situationen braucht, die ihn mit der Musik weiterbringen, ist das so.
Das wäre mir zuwenig Zweisamkeit und weil ich weiß, dass er das für sich machen MUSS, würde ich gehen. Er hat jetzt diesen Antrieb, weil er meint, er würde sein Lebensziel verwirklichen. Lass ihn und geh. Du kannst ihm nicht Bedürfnisse einpflanzen nach mehr von Dir und Beziehung.
 
  • #19
Liebe Freunde, ich danke euch für die vielzähligen, tollen Antworten und Hilfestellungen.

Ich bin Studentin, schreibe gerade meine Magisterarbeit, verdiene meinen Unterhalt selbst, aber bin daher mehr zu Hause, weil ich auch dort schreibe. Ich bekomme von ihm keinerlei finanzielle Unterstützung.

Siehst Du. Du schreibst Deine Magisterarbeit, hast also genug zu tun. Er unterstützt Dich nicht im Haushalt und auch sonst nicht. Hat er Dich mal gefragt, wie Du mit Deiner Magisterarbeit voran kommst? Sicher nicht. Er nutzt Dich aus und Du bekommst nichts zurück.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #20
Liebe Freunde, ich danke euch für die vielzähligen, tollen Antworten und Hilfestellungen.

Ich bin Studentin, schreibe gerade meine Magisterarbeit, verdiene meinen Unterhalt selbst, aber bin daher mehr zu Hause, weil ich auch dort schreibe. Ich bekomme von ihm keinerlei finanzielle Unterstützung.
Na da sieht die Sache ja schon ganz anders aus! das hättest Du dazu schreiben müssen:) Dem Künstler ist nicht zu helfen, das würde ich mir nicht bieten lassen, ganz im Ernst! Du bist 700 Km aus Liebe zu ihm von zu Hause weggezogen, das war ein großes Risiko!Oje, Kaktus hat Recht!..Ich würde gehen..
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #21
P.S. noch was: ich weiß, uns Frauen macht es einfach Freude, uns um jemanden zu kümmern. Aber wenn das beim Partner nichts Positives bewirkt, dann muss man sich das verkneifen! - Haustiere und/oder Kinder sind diejenigen, um die man bzw frau sich kümmern sollte. Die brauchen das und sind dankbar!!
Das kann ich so unterschreiben.
Wenn Du mich fragst:
Der wird nicht mehr anders agieren und eigentlich wird nur eine Musikerin mit ihm zufrieden sein, denn dann erhöht sich die Schnittmenge.
Das er dir nicht entgegenkommen will, werte ich als sehr negativ.
Liebt er dich überhaupt? Habt ihr gemeinsame Ziele? Klingt nicht so.
Es geht nicht darum, dass du noch mehr für die Beziehung tun solltest.
Du solltest dich zurückneuem und mehr für dich tun.
Wenn er dann nicht mehr auf dich zukommt, würde ich sagen:
Das wars dann wohl.
Such dir lieber einen passenderen Mann.
 
  • #22
Du bist Teil des Inventars.
Er ist wie er ist. Mir wäre das zu wenig, ich will was erleben. Glaub mir nach einer Beziehung mit so einem Mann bereust du am Ende die verschwendeten Jahre, natürlich kann man auch alles mit Freunden machen, aber es ist doch auch fein zusammen auszugehen, schöne Urlaube etc. Dieser Typus Mann ist zu bequem dazu, mag es lieber in seiner Welt zu sein und wird auch nie viel für Unternehmungen investieren wollen. Am Ende verschwendest du die geilste Zeit an den verträumten Musiker. Musst du wissen....
 
  • #23
P.S. noch was: ich weiß, uns Frauen macht es einfach Freude, uns um jemanden zu kümmern. Aber wenn das beim Partner nichts Positives bewirkt, dann muss man sich das verkneifen! - Haustiere und/oder Kinder sind diejenigen, um die man bzw frau sich kümmern sollte. Die brauchen das und sind dankbar!!
Es macht auch Freude für jemanden etwas zu tun, weil man sich dadurch selbst auch nützlich und wichtig fühlt. Man fühlt sich unentbehrlich, hat das Gefühl: der andere braucht mich aber man macht das natürlich nicht selbstlos, sondern erwartet, wenn nicht bewusst doch unbewusst Dankbarkeit, Anerkennung, Lob, Bewunderung.

Man gibt immer mehr und bekommt nur 10 min. Aufmerksamkeit. Das Gleichgewicht von Geben und Nehmen ist hier völlig gestört und das ist in vielen Beziehungen so, wenn nicht sogar in den meisten. Der Gebende verliert langsam seine Lust und Freude, etwas für den Partner zu tun und zieht sich langsam mehr und mehr zurück, leider fast unauffällig, dass der andere das gar nicht bemerkt.

Aus berechtigten Gründen: seine Ignoranz und Gleichgültigkeit ihr gegenüber verletzt sie, macht sie traurig, frustriert und völlig hilflos und ohnmächtig, weil sie sieht, dass er nur für seine Musik lebt und nichts anderes im Kopf hat. Sie ist enttäuscht, verzweifelt und hoffnungslos und fragt sich bestimmt, ob sie zu einem Hausmütterchen verkommen ist.

Es ist wie schon jemand schrieb sein Wesen, sein Charakter. Ich glaube beide passen nicht zusammen, weil er seinen Ding durchzieht und ihm völlig egal ist, wie sie sich fühlt. Künstler sind tatsächlich meistens Egomanen und leben in ihrer eigenen Welt. Er war bestimmt bei der Vorgängerin genauso und würde auch mit einer zukünftigen Frau gleich umgehen.

Ich bezweifle, dass selbst wenn die FS ihr selbstständiges Leben aufbaut, eigene Hobbys pflegt und den Freundeskreis noch vertieft, dass er das überhaupt bemerkt und dass er etwas/sie zu vermissen beginnt. Er wirkt wie der ewige Junggeselle und sie ist nur eine sehr nützliche Frau in der Wohnung: Haushälterin und Liebhaberin fürs Bett, mehr aber nicht.

Mit Verlaub liebe FS fühlst du dich nicht, wie ein Möbelstück, welches man nicht beachtet? Wenn ja, dann weisst du, was zu tun ist. Du bist kein immobiles Möbelstück, kannst dich bewegen im geistigen Sinne und etwas in deinem Leben bewirken! Sei nicht eine Selbstverständlichkeiten für ihn!
 
  • #24
es ist ein Spartenmensch.. er hat seine Musik: Ende.. wenn du keine machst oder ihn nicht weiterbringst bei dem was er tut: bist du raus..
 
  • #25
... sagte er mir, dass das Zusammenleben eben so ist.

Wie andere das empfinden ist mir persönlich ziemlich schnuppe, ich empfinde es nicht so, "dass das Zusammenleben eben so ist".

Ich liebe es in der Woche abends regelmäßig, nicht immer, sich für einander Zeit zu nehmen, zusammenzusitzen, etwas Leckeres zu essen und zu trinken, sich über den Tag zu unterhalten, gemeinsam vielleicht ein Kleinigkeit zu unternehmen und den Abend gemeinsam zu beschließen. Am Wochenende und in der (längeren) Freizeit darf es dann auch mal gerne das große Programm sein. Sollte sich dies mal nicht ergeben, habe ich auch noch genug eigene Interessen um mir die Zeit gut zu gestalten. Wenn Du diesen Anspruch auch hast solltest Du ihn einfordern. Dein Freund verhält sich für meine Vorstellungen von Beziehung ziemlich egoistisch und desinteressiert.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass man eine Beziehung "knackig" gestalten muss, sondern es muss von Anfang an passen, man muss sich in die selbe Richtung mit der selben Geschwindigkeit (weiter)entwickeln, darf nie die gegenseitige Achtung, Aufmerksamkeit und den Respekt sowie das Wohlwollen verlieren und sich zu Gunsten eines Partners anzupassen und zu verbiegen gelingt in den meisten Fällen nicht.

Also, bleibe Dir selbst treu, kümmere Dich um Deine Interessen, Wünsche und Vorstellungen sowie Dein Wohlergehen, denn nur wer sich selbst liebt, wichtig ist und kennt, kann dies auch von anderen einfordern und leben. Wenn Dein Freund dann nicht mitzieht, seinen Beitrag nicht leistet und Gemeinsamkeiten nicht entwickelt, solltest Du die Konsequenzen ziehen und gehen.
 
G

Gast

Gast
  • #26
Liebe FS, was machst du denn beruflich?
Musiker/Künstler sind Exzentriker und verstehen sich fast nur untereinander bzw. wollen auch irgendwie nur unter sich sein, weil andere sie wenig verstehen. Sie müssen sich viel Freiraum lassen und machen im Prinzip jeder so sein eigenes Ding.

Deine Aufregung ist Fehl am Platz, du behindert einen Künstler damit!
Wenn du nicht auch Musiker bist, hast du in diesen Kreisen irgendwie nichts verloren, weil das Business einfach viel zu hart ist und viel zu viele private Opfer verlangt. Ein normales Leben ist praktisch nicht möglich.

Ich habe auch einen Musiker kennengelernt und es ist exakt so, wie du es beschreibst. Nebenbei muss man als Musiker sehr hart arbeiten, um irgendwie zu überleben. Es ist ein Privileg, seinem Traumjob nachgehen zu können und dafür muss man sehr schwer buckeln und da bleibt für NICHTS, absolut NICHTS anderes mehr Zeit! Seine Freizeit verbringt man ebenfalls mit Musik machen und nicht abends mit in einer Bar hocken!
 
  • #27
Als ich ihn völlig verzweifelt darauf angesprochen habe, sagte er mir, dass das Zusammenleben eben so ist.
Ihr passt nicht zusammen und Punkt. Würde das eine Frau mit mir machen, keine Woche wäre ich noch bei ihr, da ich mir so was nicht mehr antue. Das Problem: Du liebst ihn, er dich nicht, ihr seid nicht kompatibel, du wirst ihm immer hinter her rennen müssen, kannst ihm nichts recht machen, bist den Schuhabstreifer, er genießt das, für ihn ist das normal, es reicht so! Was willst du mit so einem A***Typ Mann? Nur weil er Musiker ist, 1000 Leute kennt etc., trenn dich, du hast keine andere Chance das Glück zu finden, als zu gehen, es wird sonst noch viel schlimmer werden und du wirst immer mehr unglücklicher sein und immer mehr leiden, willst du das, bist du dir nicht viel mehr wert? Diese Beziehung war nie knackig und wird auch nie knackig werden!
...aber mir ist meine Partnerschaft sehr wichtig.
Gerade deshalb zieh deine Konsequenzen mit Trennung und Kontaktabbruch, reden hilft dir ganz bestimmt nicht weiter, da es ihn keine Bohne interessiert! Lass dich von Niemanden belehren, es wird schon usw., ist alles verplemperte Zeit auf hohem Niveau!
 
  • #28
Ich kann das gut verstehen. Am Zusammenziehen ist die Beziehung mit meinem Exmann gescheitert. Ich hatte immer in anderen Städten gelebt als er, so dass sich unsere Beziehung im Wesentlichen auf das Wochenende konzentrierte. Nach ca. 10 Jahren bin ich zu ihm gezogen. Das erste Jahr war noch in Ordnung. Dann kam die Finanzkrise, ich hatte weniger zu tun und habe gemerkt, dass er sich gar nicht um mich kümmert. Die Beziehung ging nur gut, solange ich selbst ein Workoholic war. Er hat nur gearbeitet, tags, nachts, am Wochenende. Als ich endlich den Nerv hatte, wieder auszuziehen, war sofort eine andere Frau bei ihm im Haus. Ich rate Dir vorerst, Dir einfach eine eigene Bleibe zu suchen und den Status wieder dahin zu bringen, wo er vorher war. Und dann schaust Du weiter, ob er sich wieder bemüht. Anderenfalls riskierst Du die "Zerrüttung" und das Beziehungsaus. Handele lieber, solange noch die Möglichkeit besteht, die Beziehung in Ordnung zu bringen.
 
  • #29
Danke euch allen.
Wir hatten einen Riesenkrach. Er war völlig perplex und hat mir versprochen, dass er sich ändern wird. Er war die letzten Tage extrem nett, hat sich am Haushalt beteiligt und gemeinsame Unternehmungen geplant. Er hat beteuert das er mich liebt, das er mich nicht verlieren will, das wir uns nur in einer schwierigen Phase befinden. Ich vertraue dem Ganzen nicht sonderlich, auch wenn ich glaube das ich ihm sehr wichtig bin. Im Grunde versuche ich einfach nur die Zeit mit jemanden zu genießen der auf meiner Wellenlänge ist. Bei uns beiden habe ich das Gefühl, dass wir nur die guten Seiten genießen können. Wenn es um Verantwortung, Zuspruch und auch unangenehme Situationen geht, um die Pflege der Partnerschaft bevor es zu einer Katastrophe kommt, wir er diese nicht im Vorfeld vermeiden wollen.

Zu euren Äußerungen:

“Ihr passt nicht zusammen” und “er wird sich nicht ändern”.
Ich das Gefühl das viele für mich selbstverständliche und schöne Seiten einer Partnerschaft, bei ihm so noch nie gelebt wurden. Man muss Personen auch manchmal die Change geben sie daran hinzuführen und sie das alles erst kennen lernen zu lassen.
Trotz allem sind wir viel zu verschieden und mich wird diese Aufgabe nicht glücklich. Es ist auch nicht mein Lebensziel. 2 Jahre reichen.

“Er war doch davor sicher auch nicht anders” und “Ihm sind diese Sachen vielleicht nicht so wichtig wie dir”
Er hatte sich die meiste Zeit sehr bemüht, damit ich mich wohl fühle. Beim Zusammenzug habe ich gemerkt, dass dies natürlich alles Jagdgründe hatte. Auch ich habe mich nach dem Zusammenzug für uns an das Zusammenleben angepasst. Das kann ich doch wohl auch von der anderen Partei erwarten. Ich sehe doch welche Aspekte dem Partner wirklich wichtig sind und füge mich etwas, damit dieser sich geliebt und wahrgenommen fühlt.
Das Lotterleben des ewigen Junggeselle mag für viele Männer hier sehr interessant klingen, aber wenn Frau ständig in Bier und Kippen reintritt, kein Klopapier dafür aber im ganzen Bad Rasierstoppeln und Haare und erst recht keinen vollen Kühlschrank vorfindet, niemals eine Anerkennung bekommt, dann kann man sich auch vorstellen wie einsam und egoistisch so ein Leben eigentlich ist.

Es tut weh zu realisieren, das all der Ärger, meine Gedanken, die Zeit und Energie, die Gespräche, der ganze Umzug, das Materielle (unsere Wohnung) nichts wert war und ist.
 
  • #30
Du solltest Dir über eines klar werden, du gibst, gibst, gibst, gibst. Sollange du immer so viel gibts, denkt er er gibt genug. Für Ihne sind die wenigen Dinge offensichtlich ausreichend, weil du ja nicht aufhörst zu geben. Meine Frau und ich trennen uns gerade (nach 10 Jahren Beziehung). Und da habe ich mich die letzen monate extrem mit beschäftigt. Sie hat zwar nicht für mich gekocht. Aber sie hat alles mir zuliebe mitgemacht und umgekehrt nicht. Sie hat sich nicht um sich selbst gekümmert, sondernn nur um uns. Bei ihr ist das ich verloren gegangen. Bei mir nicht es ist ein Ungleichgewicht zwischen Deinem Wir und seinem.
Wichtig ist, du kannst ihn nicht ändern, er muss sich wirklich ändern wollen. Du musst lernen zu akzeptieren, zu tolerieren, etc. - bis zu einem gewissen Grad zumindest.
Ich habe einige Beziehungsratgeber durch. "Männer sind anders Frauen auch" (darf ich das hier schreiben?) fand ich besonders gut. Wenn du in solchen Ratgebern mit etwas Abstraktionfähigkeit liest, wird dir einiges klar.

Fang auch an etwas weniger zu geben. Mach Dein Glück nicht von ihm abhängig. Das hat meine Noch-Frau auch gemacht. Sie hat lange gebraucht, um zu erkennen, dass ich sie nicht alleine glücklich machen kann und dass sie für ihr eigenes Glück sorgen muss. Sie hat fast nichts ohne mich unternommen. Das macht sie jetzt indem sie auszieht. Du brauchst auch was eigenes. Partner sind nicht ausschließlich füreinander da.

Viel Glück
 
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