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  • #1

Was haltet ihr von einem Ehevertrag? Ist das nicht furchtbar unromantisch?

 
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  • #2
Nein überhaupt nicht.

es ist besser Dinge zu regeln, wenn man sich versteht für den Fall, dass man sich mal nicht mehr versteht.
 
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  • #3
Ich finde das auch sehr unromantisch, nur es gibt ein paar wenige Berufsgruppen, wobei der eine Partner seine berufliche Existenz verlieren kann, wenn es dann zu einer "Kampfscheidung" kommen würde. In solch einem Fall würde ich einem Ehevertrag "in gesundem Masse" zustimmen.
 
  • #4
Ein Ehevertrag ist heute geradezu notwendig -- ich würde das immer sinnvoll finden. Gerade wenn man nicht mehr sehr jung ist, hat man ja schon Vermögen, das man unbedingt erhalten und keineswegs gefährden sollte. Es ist nicht romantisch, sondern dumm zu glauben, daß die 50% geschiedenen Ehen einen selbst auf keinen Fall betreffen werden. Glaub es mir: Das denkt jeder, wenn er heiratet. Die Hälfte irrt sich!

Und wenn man schon über solche Dinge nicht vor der Heirat reden kann, dann gibt es wahrscheinlich noch viel mehr Tabus, die die Beziehung stören werden. Und was sollte jemand gegen einen Ehevertrag haben? Wenn man nicht auf das Geld des anderen aus ist, dann hat man nichts zu verlieren und nur zu gewinnen! Und wenn die Ehe bis ans Lebensende glückt, dann hat der Vertrag auch nicht geschadet!
 
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  • #5
Im ersten Moment vielleicht.... aber wenn man(n)/frau genau überlegt... dann finde ich nen Ehevertrag schon wichtig. Dann ist bei einer Trennung - und die kann doch möglich sein - alles geregelt!
 
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  • #6
Nein, ein Ehevertrag ist überhaupt nicht unromantisch sondern einfach vernünftig !
Die Ehe ist keine Romantik pur Veranstaltung , sondern überwiegend gemeinsamer Alltag, der
gelebt und bewältigt sein will. Je eher man sich darüber im klaren ist, desto besser ist das für
die Beziehung !
Ein Ehevertrag hilft einfach, die Dinge zu regeln, die nun einmal zu regeln sind, falls die Liebe
eben doch nicht für ein ganzes Leben reicht. Dieser Vertrag beinhaltet die Chance, im Falle
eines Falles zumindest in Frieden auseinander gehen zu können. Und das ist ganz sicher auch
ein Wert.
Wenn das Schicksal es dann doch besser mit einem meint und die Liebe ein ganzes Leben
bleibt, dann stört doch der Vertrag , der irgendwo in einem Ordner liegt, überhaupt nicht.
 
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  • #7
Unromantisch schon aber auch einfach realistisch, schließlich wird jede zweite Ehe geschieden.
 
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  • #8
Ich würde nie ohne heiraten, da ich deutlich mehr besitze und im Falle einer Scheidung nicht alles bisher aufgebaute (Firma, Grundstücke, Kapital) verlieren möchte. Eine Frau die dafür kein Verständniss hat (z.B. weil sie genau darauf schielt), würde ich ablehnen.
 
  • #9
ohne denke ich nicht mal an heirat. eine frau die mich wegen meinem geld will brauch ich nicht, die kann man billiger haben aus dem katalog, das weiß man dann wenigstens was man hat und wird nicht böse überrascht. hart gesprochen aber genau so empfinde ich es.
 
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  • #10
#thomas (ich bin #7) ... ich dachte, das ich direkt schreibe/bin , aber du bist da noch etwas direkter ... deine Aussage hätte auch von mir sein können ...
 
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  • #11
Es gibt Dinge, die sollten einfach Pflicht sein. Ein Ehevertrag könnte gleich auf dem Standesamt per ankreuzen ausgewählt werden und man würde sich den "unromantischen" Teil dabei einfach ersparen. Ich will garnicht wissen wieviele Ehen ohne geschlossen werden nur weil sich irgendwer nicht getraut hat das anzusprechen.
 
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  • #12
Ein Ehevertrag am Anfang einer Beziehung ist mangelhafter Vertrauensvorschuss auf eine Beziehung, dass im Falle des Scheiterns die Entscheidung des neuen Partners anders ausfallen könnte, als die eigne Entscheidung.

Es liegt in der Natur der Sache dass die Interessenlage beider Partner beim Scheitern einer Beziehung nicht identisch ist.

Da ca. 50% der Ehen wieder aufgegeben werden, ist deshalb ein Ehevertrag ratsam, wenn bei einer Trennung materielle Werte vorhanden sind.

Mit dieser Entscheidung kalkuliert man das mögliche Scheitern bereits am Anfang ein.

Dieses Verhalten ist unromantisch aber realistisch, besonders wenn die materielle Existenz von Kindern, Firmen etc. auf dem Spiel steht. Das heisst Dritten gegenüber muss auch Verantwortung gezeigt werden und steht eventuell im Konflikt dr eigenen neuen Partnerschaft.
 
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  • #13
Die Ehe ist IMMER ein Vertrag, der vor dem Standesamt geschlossen wird. Entweder gilt das Bürgerliche Gesetzbuch, dessen Regeln man mit der Eheschließung anerkennt -mit dem Risiko, daß man nicht weiß, wer die Regeln wie ändert -oder es gelten die Regeln, die man sich (innerhalb gewisser Grenzen) gemeinsam selber gibt. Ist doch irgendwie viel erwachsener, oder?
 
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  • #14
Vielleicht unromantisch, aber leider nicht anders zu reglen. Viele Verträge sind allerdings später dann doch null und nichtig, da sie als sittenwidrig eingestuft werden. Wie kann eine Frau auch vorher wissen, auf was sie sich einlässt wenn erst die "süßen Kleinen" da sind. Und es ist auch nicht ganz einfach einen fairen einen Vertrag "auszuhandeln". Aber es auf jeden Fall besser in "Friedenszeiten" eine Regelung abzusprechen als wenn die Messer erst gewetzt sind. Und das passiert leider meistens wenn es um das liebe Geld geht, sorry für meine Offenheit.
 
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  • #15
ich bin Frau und schliesse mich der Aussage von Thomas an. Da Geld für mich kein Thema ist, entweder man hat es oder nicht. So gilt es auch andersherum. sollte meine "Liebe" keine Immobilie in die Beziehung bringen, würde ich ihn auch annehmen. Weil Liebe nicht abhänigig von "Vermögen" sein sollte. Also.. Ehevertrag, damit das erschaffene "Vermögen" meinen Kindern zu gute kommt. Manchmal sind Männer selbst Schuld, wenn sie gleich mit ihrem "Vermögen" hausieren gehen, dass Frauen genau darauf anspringen und beim Thema Ehevertrag unsicher werden.
 
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  • #16
Ich werde ohne Ehevertrag keine Heirat mehr eingehen. Die Partnerin hat sich nach der Trennung als geldgeile Bestie entpuppt und mich beinahe um meine Existenz gefährdet. Das hat Spuren hinterlassen. Glaubts mir ich rede aus Erfahrung und kennen genügend anderen denen das gleiche geschehen ist. Ich will eines klarstellen , dass nicht alle Frauen geldgeil sind nach einer Trennung.
 
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  • #17
Ein Ehevertrag ist die Bankrotterklärung der Liebe!
Verträge existieren zwischen Geschäftspartnern aus Gründen des Mißtrauens zur Sicherung gegenseitig zugestandener Vorteile. Der Vertrag bleibt grundsätzlich als Zeichen und Zeugnis des Mißtrauens erhalten.
Man liebt einen Menschen in dem Maße, wie man ihm vertraut. Entweder ich liebe oder ich will wissen. Und wenn der Vertrag steht, glaubt ihr, ihr werdet einander vertrauen?
 
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  • #18
Moin,

Leider ist es aufgrund der Gesetzeslage notwendig einen Ehevertrag zu schließen, da Gerichte immer einseitg zu Lasten des Besserverdienden urteilen.
Es ist nicht einzusehen, wie die besserverdienende Seite der anderen Seite Status aufrecht erhalten muß.
 
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  • #19
hi!

ja ich glaube ich bin eine sehr romantische Frau und ich muss sagen, ich würde wahrscheinlich sogar von mir aus einen Ehevertrag wünschen... mein Partner soll wissen, dass ich ihn nur aus Liebe heirate...

mfg
 
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  • #20
Ein - übel initiierter - Ehevertrag war der Grund für das Scheitern meiner Ehe. Ich habe meinem Mann mit meinen Kontakten zu beruflichem Erfolg verholfen. Als es dann soweit war, hat er mir einen Ehevertrag vorgelegt, den ich dummerweise unterschrieben habe. Zu dem Zeitpunkt waren wir schon verheiratet und hatten auch schon ein Kind. Der Ehevertrag war der größte Fehler meines Lebens. Als ich sagte, ich wolle daran etwas ändern, hat mein Mann lieber das Scheitern der Ehe und das Auseinanderbrechen der Familie - wir hatten mittlerweile zwei Kinder - in Kauf genommen. Für mich kommt nie wieder eine Ehe, nicht einmal ein Zusammenleben in Frage, das auf einer solchen "Geschäftsgrundlage" basiert.
 
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  • #21
Also, #19, wenn du dir im Nachhinein sowas vorlegen lässt und scheinbar auchnoch unreflektiert abzeichnest, bist du auch selber daran schuld. Wenn mein Partner mitten in der Ehe mit sowas kommen würde, wäre ich gleich mal misstrauisch. Abgesehn davon würde ich sowas nie unterschreiben, wenn es nicht notariell beglaubigt wird und ich es vorher mit existierenden Standard-Eheverträgen verglichen hätte.
 
  • #23
@#19: Also mal ehrlich, nachträglich Eheverträge sind doch windig. Das war sicherlich ein Fehler, aber sagt doch nichts über den generellen Sinn eines vorab und zu friedlichen Zeiten geschlossenen Ehevertrags aus! Dein Mann wollte sich bestimmt schon damals trennen und hat das geschickt durchgezogen; Du bist einfach drauf reingefallen.

Was die meisten Leute nicht zu verstehen scheinen, ist doch, daß mit der automatischen Regelung der Zugewinngemeinschaft letztlich auch ein staatlich vorgegebener Ehevertrag geschlossen wird, denn die Zugewinngemeinschaft regelt ja viel. Ein eigener Ehevertrag ist halt bloß individueller und nicht staatlich verordnet.

Ich würde keinesfalls ohne Ehevertrag heiraten, denn Sicherheit geht einfach vor!
 
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  • #24
Wir haben auf meine Initiative einen Ehevertrag abgeschlossen. Es hat mich Überwindung gekostet das Thema mit meinem Mann zu besprechen, aber er hat meinen Wunsch respektiert und mir weder mangelndes Vertrauen noch unzureichende Liebe vorgeworfen....Als es dann nach 8Jahren und einem gemeinsamen Kind zur Scheidung kam, wurden wir sehr zügig und sehr preiswert geschieden - dank unseres Ehevertrages !

Fazit : Nie ohne !
 
  • #25
#23 ich hab bis jetzt auch noch nie gehört, dass ein mann da schwierigkeiten gemacht hätte, allerdings auch nicht, dass eine frau den vertrag vorgeschlagen hat. ich finde super!
 
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