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  • #1

Was haltet ihr von Frauen, die nicht aus ihren Fehlern lernen?

also bezüglich auf ihre Partnerwahl; Frauen, die sich immer wieder von der gleichen Sorte Männer ausnutzen lassen und es im Nachhinein bereuen (bis hin zu Autoaggressivität)?
 
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  • #2
Lieber FS,

ich kann da nur von mir sprechen...das ist eine Konditionierung, die mit der Kindheit, dem Umfeld in dieser Zeit und der Erziehung zusammenhängt.

Da gibt es viele verschiedene Beispiele: wenn zB eine Frau sich immer nur Alkoholiker aussucht, und das tut sie unbewusst, war vielleicht einer oder beide Eltern Alkoholiker, oder sie musste mit Vernachlässigung oder sogar Gefühlskälte von Seiten der Eltern aufwachsen, seelischem Missbrauch....

Ich hab diesbezüglich eine 4 Jährige Therapie hinter mir (ich war von meiner Mutter ungewollt, Vater verschwand einfach)...und mein Auswahlverhalten hat sich zwar gebessert, aber gut ist es noch nicht...

Die Fähigkeit zur Selbstreflektion und eine große Portion Mut gehört dazu, es zu erkennen, und dann auch ändern zu wollen.
Ob man dazu allerdings eine Therapie braucht, muss man selbst entscheiden. Erkenntnis ist der erste Schritt und jemand, der einem den Rücken stärkt.

Einschlägige Selbsthilfebücher (zb Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest) oder eine Beratungsstelle können schon Aufschluss darüber geben. Sollte es zu einer Therapie kommen, ist viel Geduld gefragt. Je nach erhaltenem Schaden, kann die Veränderung/Entwicklung ein Leben lang dauern.

Es steckt also manchmal mehr dahinter, als nur eine Frau, die nicht aus ihren Fehlern lernt, da sie oft nicht einmal weiß, WARUM sie diesen Fehler macht. (Das Verhalten ist oft wie bei einem Autopilot. Ein Mann, der seit Jahren jeden morgen um 8h zur Arbeit fährt, die Tasche nimmt, ins Büro geht. Eines Tages soll er sein Baby zur Grippe bringen. ... Das Baby wird Std später im Auto des verstörten Vaters gefunden....Automatismus)

Natürlich kann man auch immer wieder auf den selben Typ reinfallen, weil man an seinem Tunneldenken festhält: mein Freund muss unbedingt Motorrad fahren, oder ü 1,90m sein... :)

Aber da wäre ein wenig Nachhaken doch interessant, oder? :)
 
  • #3
Wer so unreflektiert in seinem leben handelt wäre nichts für mich, denn das spiegelt sich ja nicht nur in der Partnerwahl wieder, sondern auch in anderen Handlungen und Denkstrukturen. Aber wenn du nicht so jemand bist, wieso interessiert dich die frage? Was hat das für einen Zweck?
 
  • #4
Ich nehme an, daß diese Frauen solche Männer unbewußt wollen. Und sich ausnutzen lassen, um solche Männer zu haben. Mir scheint das eine psychische "Blokade" oder "Blindheit" zu sein.

Selber schon versch. solcher Frauen erlebt. Egal, wie dreckig es ihnen ergeht, sie lernen nicht dazu, und ändern ihre Einstellung nicht.

Das ist m.E. eine "Programmierung" von der Natur wegen. Frauen sind i.d.R. so eingestellt, daß sie die Beziehung/Familie zusammen halten, egal was da kommt.
Leider funktioniert das auch bei schlechten Männern. Wo diese Frauen versuchen, diesen Mann zu ertragen, um die Beziehung/Familie aufrecht zu halten.

Vielleicht hilft eine Psychotherapie ?
 
  • #5
Was soll man davon schon halten, solche Frauen sind, genauso wie alle Menschen die nicht dazu lernen, selbst Schuld an ihrem Unglück und zumindest von meiner Seite brauchen sie kein Mitgefühl erwarten.
Auch wenn das unbewusst geschieht hat dennoch jede Frau einen freien Willen und einen Kopf der zum Nachdenken gedacht ist.
Wer letzteres nicht benutzen will ist immer und in jedem Fall an den negativen Konsequenzen die sich aus dieser Unterlassung ergeben selbst Schuld.

Interessant wäre es aber wirklich was genau dich zu dieser Frage bewogen hat.
 
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  • #6
Ich fürchte auch, es ist eine Konditionierung.
die Frage ist auch: welches Verhalten löst Liebesgefühle aus?
Ich bin w und nun 32.. mit einigen Partnern gescheitert und stelle fest: so unterschiedlich wie sie aussahen, sich gaben, sie lösten ähnliche Gefühle in mir aus: sie gaben mir keine Sicherheiten aber dafür intensiver Nähe
warum diese Ambivalenz mir gegenüber bestand hatte verschiedene Gründe:
psychischer Schaden, er wollte nichts Festes, er hatte eigentlich noch eine Freundin..
Männer die mir eine sichere Hand reichten wies ich zurück.
ich hab mich auf meine Eltern oft nicht verlassen können als Kind, war viel alleine. Manchmal hlte sie das schlechte Gewissen ein und sie boten mir den perfekten Elterntag.
So ähnlich erlebe ich nun auch Beziehung.
Hoffentlich kann mir eine Therapie helfen
 
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  • #7
Vielleicht erkennen sie ja ihre Fehler gar nicht. Meistens sind das Menschen die die Fehler eher bei anderen suchen und sich selber nicht reflektieren.

Umdenken ist oft nicht leicht, vor allem wenn der Leidensdruck nicht so hoch ist. Da hilft nur die Zeit, wenn man oft genug gegen die Wand gerannt ist merkt es so mancher doch irgendwann mal.

Letztendlich haben wir alle Probleme damit uns unsere Fehler einzugestehen. Der Mensch ist eben geprägt durch Erziehung, Umfeld etc. Gewohnte Pfade verlassen heißt ja auch rein ins Ungewisse. Manch einer bleibt lieber in seinem Muster verhaftet als den Sprung zu wagen.

w46
 
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  • #8
Ich finde, man kann das nicht so einfach sehen und diese Frauen pauschal als "nicht lernfähig oder "unreflektiert" charakaterisieren. Da machen es sich einige hier viel zu einfach und stempeln diese Frauen ab. Schließlich geht es hier um ein bisschen mehr als eine neue Arbeitsstelle oder ein neues Auto. Man kann sich nicht aussuchen, von wem man sich angezogen fühlt und in wen man sich dann letztendlich auch verliebt. Und mal ganz abgesehen davon wollen doch sicherlich die meisten Frauen auch glücklich werden. Wieso sollten sie sich dann also weiter immer wieder den falschen Partner suchen? Wenn sie eine Möglichkeit hätten dies zu ändern, würden sie diese bestimmt auch nutzen. Es gibt zwar dann wohl noch einen kleineren Teil von Frauen, die vielleicht im Grunde ihres Herzens gar nicht richtig glücklich werden wollen und sich daher immer wieder Partner suchen, mit denen sie nicht glücklich werden können. Aber die meisten wollen sicherlich eine glückliche Beziehung.

Dieses Beuteschema rührt aus einer langen Entwicklung und wie jemand anders schon schrieb, braucht es zunächst einmal Selbsterkenntnis und dann viel Zeit, um dies in den Griff zu bekommen. Eine Therapie ist sicherlich u. a. dann sinnvoll, wenn man fest entschlossen ist eine glückliche Beziehung zu führen.
 
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  • #9
Erstmal vielen Dank für die Antworten :) Ich bin der FS. Die Frage stellte ich, weil mir auf meinem Lebensweg wirklich viele Mädchen und Frauen begegneten, die einen Partner durch den nächsten ersetzten, die allesamt sehr negativen Einfluß auf sie ausübten, einige sie sogar schlichtweg mißbrauchten. Wenn sie dann aber mit Männern zusammentrafen, die ihnen aufrichtige Liebe entgegenbrachten, bekamen diese stets eine Abfuhr. Ich selbst wurde einmal mit den Worten "Du bist ganz anders als alle meine anderen Partner. Warum muß ich immer nur an solche A***r geraten? Aber du bist mir nicht brutal genug." aussortiert. Im Nachhinein muß ich sagen: Zu meinem Glück.
 
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  • #10
Bei mir (w) ist es auch ein Automatismus. Ich weiß schon immer, was kommen wird, aber ich kann es nicht stoppen. Ich bekomme Verlustangst und habe kein Vertrauen in die Stabilität mit einem Mann. Es realisiert sich dann auch immer genaus so.

Ich mache seit längerem eine Psychotherapie, aber bisher hat es nichts am Muster verändert, nur dass ich mich jetzt ausführlich dran erinnere, was in meiner Kindheit alles schlecht lief. Daher glaube ich, dass Psychotherapie sehr ineffektiv ist und viele Jahre braucht. Gibt es nicht einen anderen Weg? Oder kennt jemand ein richtig gutes Buch darüber?
 
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  • #11
Hallo @9, ich bin @1,

wie ich schon schrieb dauert es viele Jahre das zu ändern, manchmal ein Leben lang.

Allerdings kommt es auch drauf an, wie stark dein Wille zur Veränderung ist, was für eine Art von Therapie du machst (Analyse, Verhaltenstherapie, Traumatherapie etc), und welches Stigmata sich bei dir wiederholt.

Eine Therapie durch ein Buch zu ersetzen, wäre hier wohl falsch...es damit zu ergänzen, völlig in Ordnung. Aber ob die Bücher, die mir halfen, zu dir passen ist fraglich...1. Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest, 2. Wenn Frauen zu sehr lieben (für mich TOP) 3. Emotionale Erpressung...

Vielleicht erkundigst du dich nach einen neuen Therapeuten, wenn der nicht passt...klappt es auch nicht. Und dann lässt du dir von diesem therapeutische Bücher empfehlen, die auf spezielle Abschnitte zu deiner Therapie passen.

Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Kraft!!

@FS Hinter einer einfachen Frage, kann eine Vielzahl von tiefgründigen Antworten stecken! Zumindest manchmal. Das was du gehört hast habe ich auch schon meinem letzten Partner gesagt. Nach der Therapie hab ich angefangen mich für einen Typ Mann zu interessieren, den ich früher nie bemerkt hätte, da er mir zu langweilig und spießig gewesen wäre. Leider hat es nicht geklappt, da er noch in seine EX Freundin verliebt ist. Aber zumindest weiß ich jetzt, dass man aus dem Teufelskreis mit harter Arbeit, herauskommen kann.
 
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  • #12
Ich glaube das keine Frau solche Männer will. Aber einige Männer wollen solche gutmütigen Frauen. Sie lügen und verstellen sich wie ein Wolf im Schafspelz.
Zuvorkommenheit, Aufmerksamkeit, Liebe. Eine Frau die das lange vermisst hat und sich auch unbewusst danach sehnt springt darauf an. Das ist am Anfang bei allen so.

Der Unterschied zu anderen Frauen liegt im durch deren Familie geprägten, vermittelten und unterstützten Selbstwertgefühl. Solche Frauen lassen sich nicht so einfach dominieren oder auf dem Kopf herum tanzen. Und diese Sorte Männer meidet solche Frauen.

Ganz anders bei einer emotional vernachlässigten oder zu kurz gekommenen Frau :
trotz aufkommender erster Unstimmigkeiten bleibt sie dran - und wird für ihn zum Selbstläufer der sich leicht dominieren und ausnutzen lässt. Bis es nicht mehr geht oder sie ausgedient hat. Genau so gehen manche Männer vor, den Frauen ist nicht bewusst was sie erwartet. Hinterher bemerkt man den Schwindel.
 
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  • #13
da denke ich z.B. an Frauen mit Borderline. Die haben auch meist das gleiche Beuteschema. Nach dem Motto: "Mach mich glücklich" - was ich davon halte? Kein Mitleid und fast Ekel, immer das gleiche Muster: der Partner hat Schuld und Er ist es nicht wert, da Er mich nicht glücklich macht. Diese Frauen sind nur zu bedauern und Schizophren .

<- mod Bitte beachten, diese "Diagnosen" stammen von einem Laien. >
 
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  • #14
Ich finde es unfair, Frauen mit Borderline so negativ und unfair zu beschreiben.

<- mod Gelöscht. Es geht hier nicht um Menschen mit diagnostiziertem Borderline-Syndrom. Bitte kehren Sie alle zum Thema zurück. >
 
  • #15
Ich halte von diesen Frauen genauso viel wie von Männern, die verzweifelt nach einer Beziehung suchen, um sich, wenn sie sie haben könnten, mit dem Hinweis "beziehungsunfähig" verabschieden.
Es gibt - ob Frauen oder Männer - eine Menge Leute, die Leben, wie der Typ in "Und täglich grüßt das Murmeltier". Sie rotieren in einer Schleife, aus der sie nicht herauskommen, weil sie ihr Verhalten und ihre Einstellung nicht ändern (können/wollen).
Das ist tragisch, aber liegt in der Verantwortung eines jeden selbst. Denn oft sind solche Probleme, so sie nicht auf schwere Misshandlungen und Traumatisierungen in der Kindheit zurückgehen, therapierbar.
 
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  • #16
In der Vergangenheit hatte ich auch immer Partner, die mir nicht guttaten. Ich merkte zwar, dass etwas nicht stimmt an meinem Verhaltensmuster, konnte aber aus dieser Spirale nicht ausbrechen.

Eine sehr gute Freundin empfahl mir vor einigen Jahren das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben". Danach war ich geheilt und bin heute in einer sehr glücklichen und erfüllenden Partnerschaft.

w
 
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  • #17
Das sehe ich ganz genauso wie #14. Auf den Punkt gebracht. Wenn man was andern WILL, kann man was ändern. Mit einem bisschen Mut und dem Willen, ein schönes Leben zu leben, mit Liebe und Zufriedenheit.

Leider sehe ich auch viele Menschen, die diesen Schritt nicht wagen und lieber in ihrer ewigen Schleife verharren und nie glücklich werden.

W/43
 
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