M

Marianne

  • #31
@28: Nun denn, meine geliebte Freundin, hier meine ganz exklusive Meinung: Ich hatte noch nie einen willkürlichen ONS (in einem anderen Thread von Pat habe ich kurz beschrieben, was ich nämlich darunter verstehe). Aber ich denke, dass bei einem sexuellen Akt (ich weiß nicht, wie ich noch neutraler schreiben soll) nie keine Gefühle im Spiel sind. Und ich denke ehrlich, dass es nicht mit einem Besuch im Bordell zu vergleichen ist. Denn damit wären ja dann die Damen bei einem ONS die Huren. Und das kannst Du nicht allen Ernstes hier annehmen oder unterstellen.

Ich hingegen hatte schon (2 mal! ) Sex mit Männern, ohne eine ernsthafte Partnerschaft zu wollen. Oder sagen wir, es blieb bei einer Affäre. Und mit einem Exfreund war es ähnlich. Ich schreibe mir hier nun schon die Finger wund, es scheint sinnlos. Du kannst mich nicht verstehen, ich kann mich Dir hier nicht so mitteilen, wie Du das möchtest. Ich bin ein Temperamentsbolzen, es fällt mir schwer, meine Gefühle aussen vor zu lassen. Dir gelingt das anscheinend hervorragend. Kompliment!

Ich hoffe, Dir eine gute Antworterin zu sein.
 
  • #32
@#29: OK, dann sind wir einen Schritt weiter. Beachte bitte, dass der Vergleich mit dem Bordell von #2 stammt und nicht von mir. Ich habe nur zugestimmt. Seltsamerweise wurde #2 aber nicht angegriffen. Das zeigt schon so einiges.

Beachte bitte ferner, dass ich nicht den ganzen ONS mit dem ganzen Bordelbesuch vergleiche, sondern ausschließlich den Aspekt der Gefühlsabwesenheit. Und da hast Du ja nun zugestimmt. Insofenr hätte man darüber überhaupt nicht streiten müssen. Hätte Marianne z.B. gleich gesagt, "ja, beides hat keine Gefühle, ABER...", dann hätte man konstruktiv diskutieren können. So ist es nur ein weiterer Thread, der entgleist.

Eine große Nähe beim ONS kann ich mir kaum vorstellen, insbesondere wenn die Beteiligten nach dem Akt gleich wieder getrennte Wege gehen. Ist das so? Woher kommt das Gefühl der Nähe?
 
  • #33
@#31: OK, Du glaubst, dass nie "keine Gefühle" im Spiel sind. Wie sieht das bei einem Bordellbesuch aus? Wie mit einem Callgirl? Sind da auch keine Gefühle im Spiel? Immerhin hat Pat zugegeben, dass der reine Trieb für einen Mann den Reiz ausmachen kann...

Mir wird klarer, wie Du denkst. Du hast schlagartig die ONS-Frau als die Hure gesehen. Warum? Der Vergleich ist in Deinem Kopf entstanden. Urspünglich ging es darum, dass der Mann anscheinend weder mit der ONS-Partnerin noch mit der Hure Gefühle entwickelt. Hure und ONS-Frau nehmen den selben Platz ein, richtig, aber die ONS-Frau ist doch deswegen nicht eine Hure. Das ist ein deutlicher Unterschied!

Wäre es für Dich akzeptabler zu sagen, eine Frau muss sich keinen Callboy leisten, weil sie in jeder Kneipe einen netten Man aufreißen kann? (ein gar nicht mal unwahrscheinliches Szenario) Fühlt sich also jeder aufgerissene Mann wie ein Callboy? Ich denke nicht. Er wird es einfach genießen und sich keine Gedanken drüber machen. Trotzdem hat die Frau wohl genauso wenig Gefühle gegenüber dem Callboy wie gegenüber dem fremden ONS-Mann. Genau spart die Frau das Geld für den Callboy.

Siehst Du Dein Mißverständnis?

Zu Deinem zweiten Absatz: OK, das gönne ich Dir und da sehe ich auch kein Problem. Mir geht es gar nicht um Deine persönliche Lage.
 
M

Marianne

  • #34
@32: Nein, jetzt verdrehst Du da einiges. Der Vergleich ist nicht in meinem Kopf entstanden. Deine Worte waren es. Oder meinst Du etwa, dass stets der böse triebhafte Mann das schnelle, gefühllose Abenteuer sucht und die arme Frau ausgenutzt wird. Also diese Märchen glaube ich nie!

Frederika, eine männliche Sichtweise unterbreitet uns zb ja Pat wunderbar. Darüber brauchen wir nicht diskutieren und ich will sie auch nicht zerpflücken.

Habe jetzt extra wegen Dir hier nachgelesen. Ich habe auf Deine "Meinung" von Nr. 3 nichts gesagt. Ist zwar nicht meine Meinung, aber ist in Ordnung für mich. Aber bei Aussage Nr. 6 bist Du meiner Meinung nach untergriffig geworden. Das habe ich knapp mitgeteilt. Und enden tut es wieder bei einer Grundsatzdiskussion, zu der ich um 22 Uhr keine Lust und Kraft mehr habe.

Bei Nr. 2 habe ich nachgefragt, kam aber nichts mehr.
 
  • #35
@#33: Zitat von mir: "Klingt, als ob da zumindest ein wenig Wahres dran wäre. Denn mehr Gefühle als mit einer Prostituierten sind da auch nicht beteiligt." -- Beachtest Du die Wörtchen "zumindest ein wenig" bitte?

Genau, aber auch ich habe keine Lust mehr zu Grundsatzdiskussionen. Weise mich einfach nicht mehr auf Untergriffigkeiten (was immer das sein mögen) hin, sondern sage stattdessen einfach Deine Meinung. Das nützt dem Fragesteller und das ist auch im Sinne des Forums.

Lass uns mal die nächsten Threads komplett friedlich angehen. Sag einfach DEINE Meinung zum Thema und fertig.
 
M

Marianne

  • #36
@34: Du machst mich echt baff. Du zerlegst doch permanent die Meinungen und Äusserungen der anderen und teilst ordentlich aus, wenn jemand anderer Meinung ist. Ich sage nur Thema Rasieren. Olala, da ging die Post ab.
Also fang bei Dir selbst an, nicht bei mir. Ich tu schon das Richtige. Mir brauchst Du echt nicht das Leben erklären, kleine Dame.

Ich bin der Frieden in Person. Keine Sorge.

Bussi
 
G

Gast

  • #37
Abgesehen davon, daß für mich ONSs nicht in Frage kommen:
wie ist das eigentlich für jemanden, der seinen ONS irgendwann bei irgendeiner Gelegenheit wieder sieht, weil er ihm über den Weg läuft? Daß man selbst vielleicht weniger darüber redet mag ja evtl. der Fall sein - nur man ist ja dieser anderen Person regelrecht ausgeliefert und auf ihr Stillschwiegen angewiesen, oder? Wie geht es einem denn da und wie läuft sowas ab? Ich stelle mir das grauslig vor ...

Mary
 
G

Gast

  • #38
@#39: dem kann ich nur zustimmen, diese Beobachtung habe ich auch gemacht. Wobei ich ergänzen möchte, dass ich auch dem Benehmen von "Marianne" nichts abgewinnen kann, die sich dauernd hinreissen lässt, "Frederika" zu kritisieren, andere Meinungen nicht einordnen kann und zu Vieles persönlich nimmt, war gar nicht auf ihre Person bezogen war. Man sollte auch beim Thema bleiben und nicht Themen aus anderen Threads aufgreifen, um aufeinander los zu gehen.

Schade, dass durch das Verhalten einzelner Forum-Teilnehmer die eigentlichen Diskussionen versanden und die Threads für persönliche Ausandersetzungen missbraucht werden. Dadurch werden Diskussionen abgewürgt (ich jedenfalls verlasse einen Thread wenn die beiden auftauchen) und der Fragesteller bekommt wesentlich weniger Feedback als wenn alle sachlich und beim Thema blieben.
 
G

Gast

  • #39
@40 Beleidigungen in die Menge haben meiner Meinung nach nichts mehr mit freier Meinungsäußerung zu tun. Ich darf mich persönlich angegriffen fühlen, wenn der Bogen überspannt wird. Auch wenn durch geschickte Formulierung dieses verwischt werden soll, bleibt es einer. Das ist die Absicht, und erlebe das jeden Tag auf's Neue.
 
G

Gast

  • #40
@40 ja finde ich auch Schade. Da sind dann unzählige Beiträge, aber wenn ich mehrere Zankereien sehe, les ich mir die ganzen anderen Beitrag gar nicht mehr durch. Die Moderatoren könnte aber solche privat Streitereien unterbinden.

Nun mal wieder zum Thema und vielleicht kommen die spannenden Beiträge jetzt ja wieder.

Ich denke ein ONS ist Teil der gesellschaftlichen Entwicklung (schnelllebigkeit, Status gehabe) und verkörpert einen speziellen Charakter Typ. ONS mag man oder eben nicht.
Ob nun ONS oder Prostituierte, da würde ich keinen Unterschied machen. Dann lieber eine Prostituierte, da weiß man was man bekommt, kann auch ausgefallene Wünsche sich erfüllen lassen, spart viel Zeit und bleibt anonym.
Die lästige suche nach einem ONS und dann dieses unberechtigte Anspruchsdenken (für die meisten Frauen muss man selbst für einen ONS der absolute Traumman sein, was totaler Blödsinn ist, da es nur ums f.. geht).
Ein geplanter ONs wäre ok (aber nicht mein Ding bzw. nur wenn die Frau der Hammer ist), diese Ansicht gegenüber dem neu kennengelernten Partner zu verschweigen ist sehr unfair/charakterlos und möchte ich nie erleben.
 
G

Gast

  • #41
Ich finde die Diskussion über ONS sehr interessant-gerade die Debatte zwischen Frederika und Marianne. An ihr läßt sich eine Menge über die (weibliche) Haltung zu ONS herauslesen: persönlich wie gesellschaftlich zugleich. Dazu ließe sich sehr viel sagen, doch ich möchte es bei einer kurzen Vermutung belassen. Kann es sein, daß hier Analyse (Frederika) und Gefühl (Marianne) etwas zu stark dichotom einander gegenübergesetzt wurden? Daß aufgrund des fehlenden Maßstabs der Verhältnisbestimmungsmöglichkeit von "Analyse" und "Gefühl" die persönlichen Angriffe leichter entstehten konnten-und eine sehr gute Diskussion ( von den Männern kam da weniger) leider um ihre Fortsetzungsmöglichkeit gebracht wurde? Wie gesagt, nur eine Vermutung.
Weiß jemand (wirklich) gute Literatur zu dem Thema? Wissenschaftlich, belletristisch, journalistisch?
Würde mich freuen. Bin Mann, 45.
 
M

Marianne

  • #42
@43: Ich bin also "das Gefühl"... oh wie warm wird mir ums Herz. Bin wirklich ein leidenschaftlicher, aber konservativer Mensch. Daher mein fast schon ritterliches Verteidigen von manchen Unterstellungen, vor allem in Richtung Sexualität.
Ansonsten finde ich Frederikas "Kälte und Sachlichkeit" durchaus auch vorbildlich.

Literatur zum Thema ONS? Also das Leben sollte Dir Literatur genug sein! :)
Und Meinungen hast Du ja jetzt hier genug gelesen. Kann es aber auch in Leder binden lassen. :))
 
  • #43
@#43: Nun, ich versuche zwar, sachlich zu schreiben, aber meine Ablehnung von ONS ist gerade sehr stark gefühlsbedingt. Mir wird regelrecht schlecht bei der Vorstellung, einen wildfremden Mann so intim werden zu lassen. Für solche körperliche Nähe, Hautkontakt, Austausch von Körperflüssigkeiten, Geruchswahrnehmung, totales Offenbaren der Intimsphäre, muss ich mich einfach wirklich zu dem Mann hingezogen fühlen, verliebt sein, ihm vollkommen vertrauen. Daher sind ONS für mich persönlich unvorstellbar. Wegen der Gefühle.
 
M

Marianne

  • #44
@45: Gerade sehr stark gefühlsbedingt? Hat Dir jemand das Herz gebrochen? Das täte mir leid.

Man sieht, wir wollen doch alle geliebt werden. Uns nur dem einen und einzigen hingeben, ihm alles geben...
Du, die Analyse, sprichst Dich aus Prinzip gegen Sex ohne Beziehung aus, ich, das Gefühl, bin natürlich leichter verführbar, aber keine Sorge, ich bleibe standhaft. :)
 
  • #45
@#46: Nein, ich bin zum Glück nie auf Männer hereingefallen. Ganz im Gegenteil habe ich vielleicht eher mal die eine oder andere Chance verpaßt und war lieber Single als mich auf Abenteuer einzulassen. Aber auch das bereue ich nicht.

Mit "gefühlsbedingt" meine ich einfach, dass ich sehr starke Gefühle im negativen Sinne habe, wenn ich mir vorstelle, ein fremder Mann würde mich intim berühren. Ich muss einfach schon ein Vertrauensverhältnis und ein emotionales Nähegefühl haben, bevor ich mich einem Mann so öffne und hingebe. Wahrscheinlich denken wir beide so unterschiedlich, dass Du das nicht einmal nachvollziehen kannst. Macht ja nichts.
 
M

Marianne

  • #46
@47: Also ich kann nicht so sicher behaupten, ob wir so unterschiedlich denken oder gar handeln. Vielleicht bist du in Wahrheit die Wildere, ich denke, Du hattest bereits mehr Beziehungen als ich.... ;) Denn immerhin war ich in Deinem Alter schon längst verheiratet und Mutter.

Aber wie lange Warten findest Du denn angemessen bis zum ersten sexuellen Kontakt? Ich finde, das ist sehr individuell. Hast Du da etwa auch ein Prinzip? Das ist doch nicht möglich, irgendwann mußt Du Dich doch auch vom Gefühl leiten lassen. Und dann auch immer noch das Glück zu haben, dass es hält und eine wunderbare Beziehung draus wird, lässt dann wahrscheinlich mich und tausend andere vor Neid erblassen. Dann will ich sofort wissen, welches Parfüm Du verwendest, verrate uns Deine Trickkiste! :)
 
  • #47
@#48: Nun, ich warte solange, bis ich
+ mich in den Mann verliebt habe und mir ganz sicher bin, mit ihm eine Beziehung zu wollen (aufgeregt sein, gerne an ihn denken, sich auf jedes Treffen wirklich freuen).
+ ich sicher bin, dass der Mann mich wirklich begehrt (sich auf jedes Treffen freut, Zeit für mich findet)
+ ich außerdem sicher bin, dass wir zusammenpassen, also ähnliche Ansichten und Wertvorstellungen haben, ähnliche Einstellung bzgl. Nähe/Distanz und eine gemeinsame Freizeitgestaltung und Interessenlage vorhanden ist (was nicht heißen soll, dass bei Interessen alles übereinstimmen muss, aber man muss halt die gegenseitigen Interessen zumindest akzeptabel finden), er sich prinzipiell irgendwann mal Kinder vorstellen kann, er ähnliche Einstellung zur Sexualität hat (also keine Fetische oder abnorme Wünsche).

Wenn man sich dann 4-8 mal getroffen hat, dann paßt es wohl. Man merkt doch auch, wie interessiert man aneinander ist, wie wohl das gemeinsame Lachen tut und so weiter. Irgendwann kann man dann mal Hand-in-Hand gehen, sich Küssen und dann brechen die Dämme ja auch, oder? Wichtig ist halt, lange genug zu warten und sich sicher genug zu sein, dass es paßt. Dann hat man zumindest eine gute Chance! Ich muss aber zugeben, dass ich früher meine Partner oft im Bekanntenkreis oder im Studium kennengelernt habe und da habe ich jeden einzelnen viel länger gekannt, bis es gefunkt hat. Da man solche Personen ja viel besser kennt, ist dann ab dem Zeitpunkt des Verliebens ja auch viel schneller das Vertrauen da, als bei Unbekannten, die man über Online-Dating kennenlernt.

Ach, Marianne, wir sind alle Singles. Was ist also eine wunderbare Beziehung? *seufz* Anfangs war jede meiner Beziehungen wunderschön und nur eine hat weniger als ein Jahr lang gehalten (von meiner ersten Jugendliebe mal abgesehen, aber die zähle ich auch nicht wirklich zu "Partnerschaften"). Ich habe keine der Beziehungen bereut und mit niemandem Sex gehabt, mit dem ich dann nicht auch eine Partnerschaft geführt hätte. Ist das ungewöhnlich? Ich glaube, nein. Dafür nehme ich eben aber auch längere Single-Zeiten in Kauf und verzichte während der Single-Zeit auf Sex. Im Umkehrschluss komme ich mir aber auch nie benutzt vor oder muss mich nicht nach dem Sex fragen, ob wohl eine Beziehung draus wird. Furchbare Vorstellung, falsche Reihenfolge für mich.
 
M

Marianne

  • #48
@49: Hast Du schön beschrieben, ähnlich läuft es bei mir ab. Bis auf dass ich noch "ernster" war und geheiratet habe und Familie gegründet habe. Warum Du nicht? Und warum ist eine fesche, junge, ungebundene Frau wie Du hier bei Elite? Bei mir ist es Zeitmangel, ich bin viel eingespannt, habe sicherlich weniger Freizeit als Du.
Ich denke, uns trennen 3 oder 4 Jahre, also ähnliche Kategorie. Wenn ich Du wäre, dann hätte ich mein Herz schon längst verloren. Ich muss ja auf mehr Komponenten achten (Kinder, erfolgreicher, bekannter Exmann, ...)
Weißt Du, ich frage das deshalb, weil Du auf alles eine vernünftige Antwort hast. Und anscheinend bist du schon lange Single. Vielleicht weil Du Dich nicht leicht fallen lassen kannst? Hast Du nicht Sorge, "übrig" zu bleiben mit Deiner Warterei und Abstinenz? Nimm das jetzt nicht persönlich. Aber Menschen wie Du wirken dann schon so verbissen, dass man sich das eben fragt.

Wie gesagt, ich bin mir sicher, Du hattest mehr Männer als ich. Aber aufgegangen ist Deine Rechnung auch nicht. Benutzt hat Dich niemand, da hast Du recht. Aber manche Männer und Frauen bekommen einfach mehr Chancen, Angebote, Gelegenheiten. Aus der zweiten Reihe lässt es sich dann leicht rufen...

Ich war in jungen Jahren auch Fotomodell und habe eine offene, gewinnende Art. Für mich ist diese Form der Kontaktaufnahme wunderbar, man wird als Frau nicht nur erst mal optisch wahrgenommen. Aber nur weil man das Herz auch mal auf der Zunge trägt und das Flirten mag, ist man nicht "leichter" als Du oder andere. Da stelle ich mich jetzt vor alle, die ONS haben, einen oder viele. Solange es beide wollen, ist es nur allzu natürlich.
Wir zählen nicht zu jenen, aber aus irgendeinem Grund fühlst Du Dich mir überlegen an Moral und Anstand. Ich denke eher, dass wenn Du auch mal das Glück hast, Mutter zu werden, Du anders denken wirst. Man wird dann weicher und verständnisvoller.

So long
Marianne
 
  • #49
@#50: Bis vor wenigen Jahren waren Kinder und Heirat noch gar kein Thema für mich, während des Studiums schon mal gar nicht und danach auch erst mal nicht. Darüber bin ich auch immer noch froh. Im übrigen bin ich noch gar nicht wieder so lange Single, wie es vielleicht auf Dich wirkt... ;-) Weniger als ein Jahr.

Doch, Marianne, meine Rechnung ist absolut aufgegangen. Die bisherigen Beziehungen waren allesamt befriedigend und erfüllend. Kein Mann eine Niete, ein Ausnutzer, ein Täuscher. Dass es letzlich nicht für's Leben gereicht hat, lag an den verschiedensten Dingen, die leider auch mit den modernen Aspekten wie berufliche Mobilität, Auslandserfahrungen, Wandel der Lebensumstände beim Wechsel von Studentendasein zu Führungskraft zu tun haben und so weiter. Nicht immer wandelt sich Verliebtsein oder gutes Zusammenpassen in dauerhafte Liebe.

Moral habe ich hier nur ganz selten hochgehalten, ganz im Gegenteil betone ich öfter, dass meine Ansichten nicht moralbasiert sind. Jeder soll sein Leben leben und seine Vorlieben auch in der Sexualität ausleben. Nur muss eben auch jeder Verständnis dafür haben, wenn andere konservativere Einstellungen haben und diese auch mitteilen. Unanständig und unmoralisch sind in meinen Augen nur Dinge wie Lügen, betrügen, hintergehen. Nicht aber Promiskuität, Fetische oder Intimrasuren, das überlasse ich gerne jedem selbst -- solange es mich nicht betrifft zumindest.

Du hast wahrscheinlich recht, dass man als Mutter weicher und verständnisvoller wird. Warten wir's ab. Ich werde es hoffentlich erleben.

__________________________________________________________________
MODERATOR: Schön, dass Ihr Euch geeinigt habt. Ab jetzt wieder zum Thema bitte.
 
  • #50
@ #32: Frederika, ich glaube, Du sitzt da einem grundlegenden Missverständnis auf. Wenn man liest, was Du schreibst, wäre die Motivation für den männlichen und den weiblichen Part eines ONS eine ganz unterschiedliche. Der Mann will lediglich Sex, aber was will die Frau denn dann ???
Ich spreche hier nicht von diesen widerlichen Geschichten, in denen sich eine Frau in einen Mann verliebt hat und er sie dann nur benutzt. Ich spreche vielmehr von einvernehmlich zustandegekommenen ONS - und hinsichtlich dieser dürfte sich die Gefühlslage von Mann und Frau meiner Ansicht nach nicht großartig unterscheiden. Insofern hat Marianne schon recht, wenn sie anlässlich des Vergleichs mit dem Bordellbesuch den Schluß zieht, hierr werde der weibliche ONS-Part als Hure angesehen.

Zu Deiner Frage, wie dabei Nähe aufkommen kann: Die Nähe entstammt schlicht und einfach aus dem zuvor gemeinsam verbrachten schönen Abend. Ein ONS entsteht fa fast immer aus dem Überschwang eines besonders schönen Abends heraus und NICHT nach dem Motto: "Hallo, wie heißt Du ? Lust zu ficken ?"
 
  • #51
@#53: Ne, da hast Du mich einfach mißverstanden. Ich meinte gerade, dass die Motivation genau die gleiche ist: Sex ohne allzu viel Gefühle und ohne dafür bezahlen zu müssen; ganz egal ob Mann oder Frau. Jemanden, dem es leicht fällt, einen ONS-Partner aufzureißen, der wird kaum ins Bordell gehen, weil ONS imer noch ästhetischer, billiger und angenehmer sein wird. Ich denke, so kam auch der Vergleich von #2 zustande, er im übrigen nicht mein Vergleich ist.
 
G

Gast

  • #52
aus #53
" ... Ein ONS entsteht fa fast immer aus dem Überschwang eines besonders schönen
Abends heraus ... "

Das sehe ich auch so, und würde mich doch glatt den "Gefahren promisker Lebensweise"
aussetzen und auf alle moralischen Zeigefinger mit einem anderen Finger erwidern.

Früher habe ich auch anders gedacht, jetzt könnte ich mir einen ONS vorstellen -
wenn von beiden einvernehmlich gewollt, ausreichend Sympathie und die gegenseitige Lust
aufeinander vorhanden ist.
 
G

Gast

  • #53
In meinem (längst abgeschlossenen) wilden "Vorleben" kannte ich beides (und noch mehr).
Der Unterschied ist höchst graduell und ONS und Sex mit einer "Professionellen" überlappen hier ganz klar. Es gibt triebgesteuerte ONS ohne viel Gefühl und Professionelle, bei denen sehr wohl Gefühle da sein. Generell aber gilt: mit Liebe, ja auch nur mit Verliebtsein, haben alles diese "Gefühle" herzlich wenig zu tun. Im Grunde und in letzter Konsequenz sind beides triebgesetuerte, "gegenwartsfrohe" Aktivitäten. Beides hat keine Zukunft. Der Unterschied ist, bei einem ONS weiß man es nicht immer, darüber ist ja schon viel geschrieben worden.

Entscheidend aber ist: beides hat so gar nichts zu tun mit Liebe, Vertrautheit einer echten Paarbeziehung. Wohin Sex gehört, das wiederum ist eine höchst subjektive Angelegenheit.

Ich habe für mich gelernt: eindeutig NUR in eine exklusive auf Dauer angelegte Paarbeziehung. Also schliesst eine solche WOWOHL ONS als auch Bordellbesuche u.ä. kategorisch aus. Und es glaube besser auch niemand, diese Aktivitäten brächten irgendjemanden in Single-Phasen wirklich weiter...