• #1

Was hat euch dazu bewegt zu heiraten bzw. was hält euch davon ab?

Es ist statistisch bewiesen, dass jede zweite Ehe in Deutschland geschieden wird und doch wird weiter fröhlich geheiratet. Warum?
 
  • #2
Weil trotzdem immer noch so Viele hoffen oder gar glauben, daß ihre Ehe klappt.
Es ist das streben nach Glück. Bei der Ehe ist die Gewinchance größer (1:3) als beim Lotto.
Ehe = 25 % Glück contra 75 % Risiko.Trotzdem hoffen alle Ehepaare, zu den 25 % zu gehören.

Für das heiraten
- Innige Verbundenheit mit dem Partner/in
- Seiner Liebe + seinem Leben die "Krone" aufsetzen.
- Mehr Rechte und Rechtssicherheit - am Partner/in, und auch für die gemeinsamen Kinder.
- Ganz wichtig bei (gemeinsamer) Immobilie, wegen der Erbschaftssteuer.
- Steuern sparen
- Studien sagen: Ehepaare leben durchschnittlich etwas gesünder und länger.

Gegen das heiraten:
- i.d.R. teure + langwierige Scheidung
- Harte Scheidungs- und Unterhaltsgesetze
- ggf. unterhaltspflichtig, wenn der ex-Partner/in soziale Leistungen bekommt (lebenslang möglich)
egal wie lange die Ehe bereits zurück liegt.
(Eine Frau sollte zwölf Jahre nach der Scheidung plötzlich Unterhalt zahlen, weil ihr ex nun Sozialhilfe bekam.).
- 75 % aller Ehen mit Trauschein gehen schief: 50 % lassen sich scheiden, 25 % leben notgedrungen zusammen. Mache Paare bleiben zusammen, weil sie sich eine Scheidung -> Unterhaltszahlungen nicht leisten können.
- aufpassen auf ggf. Unterhaltspflichten, wenn Einer oder Beide eigene Kinder in die Ehe mitbringen.
- aufpassen, wenn ein Partner/in soziale Leistungen bezieht, wegen Bedürftigkeit. Dies fällt dann dem Ehepartner an = sein Einkommen wird dann mitgerechnet.
- ggf. Verlust von Hinterbliebenen-Renten o.ä.
- Alle Kinder, die mit der Ehefrau während der Ehe gezeugt werden - werden dem Ehemann als seine leiblichen Kinder zugesprochen = unterhaltspflichtig + erbberechtigt. Auch wenn ein anderer Mann der leibliche Vater ist. Änderungen dieser "automatischen" Vaterschaft sehr aufwändig = Gerichtsprozess nötig.

Der Staat unterstützt die Ehe - aber er profitiert auch viel davon. z.B. um soziale Leistungen auf den (ex-)Ehepartner abwälzen zu können. Bloß weil die mal miteinander verheiratet (waren).

Im Ausland heiraten, schützt i.d.R. nicht vor o.g. deutschen Gesetzen. Da die meisten ausl. Eheschließungen m.W. in Dtl. anerkannt werden.
Außerdem kann es m.E. erforderlich sein, bei Scheidung in Dtl. außerdem eine Scheidung im Ausland = dort wo geheiratet wurde.
Also aufpassen, wenn man z.B. im Auslandsurlaub "mal schnell heiraten" will.

Wer heiratet und zusammen bleibt, hat m.E. die meisten Vorteile daraus.

Früher war ich persönlich gegen das heiraten. Heute eher dazu bereit, mit der passenden Partnerin dafür.
Ich glaube, daß ich in meinem Alter (50) das Risiko besser abschätzen kann, als vor 20 oder 30 Jahren.
 
G

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  • #3
Na ja, die Chancen doch gut - jede 2. Ehe hält. Warum soll es nicht meine Ehe sein?

Wenn man sich liebt und ein gemeinsames Leben anstrebt, warum soll man nicht heiraten? Ich finde es immer noch gut, dass man heiratet, wenn man z.B. Kinder haben möchte, wenn man eben das Leben gemeinsam aufbauen möchte.
Ich bin selbst geschieden, habe aber nie bereut, dass ich damals geheiratet habe und würde es auch wieder tun. Wir haben uns im Laufe unserer 25 Jahre Ehe in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Das konnten wir damals nicht voraussehen, es hätte ja auch anders kommen können.
Wir haben uns dann friedlich getrennt und gehen heute anständig miteinander um, schon der Kinder wegen.
Ich denke, es geht nicht darum, ob man heiratet oder nicht. Es geht doch vielmehr darum, dass man im Falle eine Trennung anständig auseinander geht. Eine Schlammschlacht kann es aber auch geben, wenn man nicht verheiratet war. Da ist es manchmal sogar noch schlimmer.
w 55
 
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  • #4
Wie wärs mit LIEBE!?
 
  • #5
Die ehe ist das öffentlich machen der Beziehung. Ein gemeinsamer Name und die gemeinsame Lebensführung. Wenn ein Kind kommt, finde ich es schön und wichtig. So haben Beide die volle Verantwortung. Mir ist auch ein gemeinsamer Name wichtig. Ob ich noch mal heiraten würde, weiß ich nicht. Alle weiteren Dinge kann man auch so regeln wie ein Testament, Vorsorgevollmacht. Wobei ich eben den gemeinsamen Namen sehr schön finde und dafür vielleicht auch wieder heiraten würde.
 
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  • #6
Mich hat früher mein Bauchgefühl unbewusst davon abgehalten, zu heiraten. Verstanden habe ich es damals nicht, ich war sehr traurig darüber, nicht geheiratet zu haben. Heute weiß ich, dass ich inzwischen garantiert geschieden wäre und vielleicht noch ein riesen Scheidungsdrama durchlebt hätte.

Heute weiß ich, dass 80% aller Menschen nicht ausreichende Bedingungen mitbringen, die nötig sind, um eine Ehe, Familie usw. mit allen den Problemen und Anforderungen, dauerhaft halten zu können. Die vielen Scheidungszahlen beweisen es. Dazu sind die gesellschaftlichen Bedingungen, die Politik der Arbeitgeber und das leider noch viel zu hoch denkende deutsche konservative Frauenbild mitschuld.

w 48
 
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  • #7
Ich habe aus finanziellen Gründen geheiratet-das sage ich ganz offen und ehrlich. Ging 7 Jahre "gut". Ich hatte zwar einen tollen, gut ausseheneden Mann, aber ich liebte ihn zu der Zeit nicht mehr.
Heute würde ich nur noch aus Liebe heiraten.
 
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  • #8
Das, was bei Nr. 1 alles unter "gegen Heirat" steht, kann man in einem Punkt zusammenfassen und der heißt Scheidung!
 
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  • #9
Liebe (r) FS

Heiraten ist ein Versprechen, darum.
Es ist weiterhin attraktiv sich Treue usw. zu versprechen.
Je schlimmer die Welt umso attraktiver.
Jeder hat so seine Sehn-Süchte.

Was mich persönlich abhält:
1. ich habe keinen Mann ( aktuell) den ich heiraten möchte in Aussicht.
2. ich mache keine Zugeständnisse in meinem Beruf mit dm ich verheiratet bin, jedenfalls die nächsten Jahre noch
3. ich glaube keine Schwüre, also auch keine Treueschwüre und das Brimborium um Hochzeitmachen schreckt mich (als Frau) eher ab. Muss ich wirklich aussehen wie ein Sahne-Baiser ?
4. Mein einziger Schatz wollte keinen Ehevertrag. Ich finde das eine nützliche Sache. Er fand es unromantisch.
 
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  • #10
Sinn für Realismus.

- Fast alle Neu-Ehen werden geschieden. Gerade auch immer mehr Ehen, die schon 20-30 Jahre exisitieren.

- nach mehreren Beziehungen (waren alles große Lieben), die ich selber beendet habe, weil der Partner einfach untauglich, gewalttätig, psychotisch oder betrügerisch war, möchte man nicht noch einmal ins Blaue laufen. Ich dachte bei meinen ersten Partnerschaften auch, es hebt für ewig. Nach ,rodz 5-8 Jahren entpuppten sich daraus aber absolute Katastrophenmänner, dass es mir schlecht wurde, als die Verliebtheitsphase erstmal vorüber war. Ich wäre also schon Minimum 4 mal geschieden und hätte vier verschiedene Kinder von diversen Männern, wenn ich es durchgezogen hätte. Also nicht sehr clever, zu heiraten.

- zudem möchte ich im Notfall bei Wind und Wetter verschwinden können, wenn es mir zuviel wird, und nicht an einen schlimmen Mann gebunden sein. Heutzutage weiss man nie, auf wen man trifft.

- realistisch betrachtet haben meine längsten Beziehungen 10 Jahre gehalten, danach war die Luft und Liebe raus. Warum sollte ich also heiraten, um mich in 10 Jahren scheiden zu lassen? Das macht doch keinen Sinn! Die Leute denken halt einfach nicht nach und die die hier meckern, sind doch jene, die was von großer Liebe faseln und sich nach 2-5 Jahre selber scheiden lassen.
 
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  • #11
Ehe: Ein verbrieftes Konstrukt. Im „Dienste“ der Eheschließenden, oftmals zum Wohle v. Glaubenseinrichtungen und nicht selten zum Leid des Nachwuchs. Ein geschlossener Kreis und das seit der Antike.

Wer da aus der Reihe tanzt, wahrhaft liebt, der traut sich was. Wozu also Eheschein?
 
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