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  • #1

Was heißt es genau, wenn Männer sagen, es wäre ihnen zu anstrengend...

In Kurzfassung: Mann sagte mir als Trennungsgrund, es wäre ihm zu anstrengend mit uns. Ich war erst mal so perplex, dass ich nicht genauer nachfragte, er sprach dann noch von Wut und Enttäuschung und war für ein weiteres Gespräch nicht mehr zugänglich. Dabei hatten wir in den guten Zeiten abgemacht, dass wir uns Hilfe holen würden, gäbe es große Probleme. So frage ich heute, was Männer damit meinen, wenn es ihnen zu anstrengend wären. Ich danke im Voraus für sachliche und nicht abwertende Gedanken zu meinem Thema.
 
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  • #2
Meiner Erfahrung nach (w25) kann das unglaublich viel heißen, hängt auch davon ab wie lange ihr zusammen gewesen seid und was in der Zeit alles passiert ist.


"Es ist zu anstrengend" kann ZUM BEISPIEL bedeuten...
... "Du hast alles auf mich abgewälzt, ich war nur deine Schulter zum Anlehnen, du warst umgekehrt nicht für mich da...."
... "Ich will nichts zerreden, eigentlich soll unsere Beziehung einfach funktionieren und ich will nicht daran arbeiten, das finde ich anstrengend..."
... "Unsere Lebensumstände passen nicht zueinander, und ich möchte mich nicht auf dich einstellen..."
... "Du setzt mich unter Druck und verlangst zuviel (Verständnis, Geld, Zeit...)"

Das sind nur ein paar Gedanken meinerseits, was nun bei dir zutrifft, kann ich selbstverständlich nicht beurteilen, genauso wenig wie jemand anderes hier, denke ich. WAS genau das Anstrengende an eurer Beziehung war, geht jedenfalls aus der Frage nicht hervor.
 
  • #3
Zu anstrengend? Über alles reden, vieles zerreden müssen. Ständige Rücksichtnahme ohne gesunde Balance. Zuviele Erwartungen, zuviel Veränderungswünsche, zu wenig Zufriedenheit, Genuß und Spaß.

Männer leiden vorallem am Zerreden und Problematisieren. Sie suchen Glück, Spaß, Genuß, Frieden, Freizeit, Paarberhalten -- nicht aber ständiges Nörgeln, Problematisieren, Zerreden.
 
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  • #4
"zu anstrengend" - kann es sein daß es sich um die vornehme Formulierung handelt nach der es sich bei Dir noch nicht ausgezickt hat ?

wie alt bist ? Oder woher kommt das "anstrengend" aktiv, viel unterwegs oder intellektuell willensstark und diskussionsfreudig ?
 
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  • #5
Liebe FS: es können so viele Sachen bedeuten, doch ohne weitere Daten wird es schwer sein. Ich kann vermuten: Das Zusammenleben, die Verantwortung, die Pflicht, alles mögliche
 
  • #6
Ich würde mich freuen, wenn die Fragestellerin noch einmal genauere Erklärungen nachschieben würde, was möglicherweise nicht gepasst hat, ob sie zum Problematisieren, Zerreden, Zicken, Ausbeuten oder sonstwas neigt. Ich bin gespannt! Worauf führst Du, liebe Fragestellerin, Eure Beziehungsprobleme zurück? Was könnte nicht gepasst haben?
 
  • #7
Es ist auch meist einfach nur eine weniger unhöfliche Formulierung für einen Schlußstrich. Dabei spielt es dann auch keine wirkliche Rolle mehr, was wirklich der Grund ist. - Er will einfach nicht mehr, vor allem DICH nicht mehr.

Wenn ihr etwas älter seid, beschäftigen euch auch solche Sätze nicht mehr. Es lohnt sich einfach nicht, über Vergangenes zu philosophieren.

Die Welt ist groß - auf zu neuen Abenteuern (nicht immer identisch mit Männern...)!
 
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  • #8
Ich glaube, #3 ist auf der richtigen Fährte. Ich sehe ebenfalls 2 Möglichkeiten für "anstrengend". Wut ist Hilflosigkeit und Enttäuschung ist "nicht verstanden sein"

1.) Eine Frau ist für einen Mann dann zu anstregend wenn sie viel klüger oder eloquenter ist als er selbst. Wenn du deinen Freund ein paar mal blöd aussehen läßt, oder ihn deutlich spüren läßt, dass er dir in Diskussionen nicht gewachsen ist, insbesondere in Gesellschaft, dann sucht er das Weite.

2.) Du bist zickig. Solche Frauen muss man als Mann echt zu nehmen wissen. Das ist eine ganz schwierige Nummer.

Ich tippe auf 1.) im Ausschlußverfahren. Dein Posting läßt nicht vermuten, dass du zickig bist.

m39
 
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  • #9
An alle, hier die FS:

danke für die Antworten und eure Mühe!.

Am meisten konnte ich was mit Nr #2 und # 7 !interessant, ein Mann) und da die Nr. 1 anfangen. Ich kann zwar lieb und nett sein, aber nicht nur und ich diskutiere gerne, auch philosophiere ich gerne und die Begrifflichkeit "zerreden" mag ich nicht, weil dies bedeutet, dass der Andere, in dem Fall der Mann, nicht mit mir reden wollte und mir diesen Vorwurf des zerredens hinschmiss, damit ich den Mund halte.

Zusammengelebt haben wir noch nicht, er wollte das, hat mich aber nicht gefragt, was ich dazu meine, hat mich eigentlich nie gefragt was ich will, auch beim Sex nicht und unsere "Beziehung" währte nicht lange. Die letzte Zeit habe ich ihn beobachtet, ihm zugehört, um mehr bei ihm zu sein, er hatte ja auch seine guten Seiten, aber die Angabe seines Grundes, das es ihm zu anstrengend wäre, hat mich schon irritiert.

Ich dachte nur, in welcher Welt lebt diese Mann?

Wir hatten uns früher darüber geeinigt, wenn wir Probleme in der Beziehung hätten uns proffessionelle Hilfe zu suchen. Er hatte dem voll zugestimmt, als dem so war, schlich er sich immer mehr aus der Beziehung raus und als ich ihn vor vollendete Tatsachen stellte, kam das Argument mit dem "Anstregend sein". Mehr wollte oder konnte er nicht sagen.

Ich habe bei ihm einige Defizite gesehen, die ich mit ihm zusammen angehen wollte, Therapie etc., aber ich glaube, er hat letztendlich Schiss gehabt, wollte nicht mit sich selbst auseinandersetzen, alle Menschen waren ja blöd, nur er ist der Tolle.

In Gesellschaft konnte ich ihn nicht blöd aussehen lassen, weil er keine Freunde hatte und wir daher nie in Geselschaft waren. Wie gesagt, die ganze Geschichte dauerte nur kurz, aber ich habe diese Begrifflichkeit des "anstrengend" sein, öfters auch gelesen, aber wusste nie, was damit richtig gemeint sein könnte.
 
  • #10
@#8:

1. Vokabeln wie "anstrengend" können im Einzelfall die verschiedensten Dinge bedeuten. Du hast hier viele Vorschläge bekommen, wie es gemeint sein könnte: Problematisierung, Zerreden, zu hohe Erwartungen und so weiter.

2. Ich glaube nicht, dass es unbedingt "Schiss" sein muss, wenn man keine Therapie möchte. Ich persönlich halte Paartherapien für den größten Unsinn überhaupt, vorallem bei so jungen Beziehungen wie Eurer. Wenn überhaupt, dann sind Paartherapien dann sinnvoll, wenn eigentlich eine langjährige Basis vorhanden ist und aktuelle Umstände (Midlifecrisis, Fremdgehen, Depressionen etc.) die Beziehung belasten. In Eurem Fall passt Ihr einfach nicht zusammen und eine Therapie wäre gar nicht sinnvoll. Menschen müssen sich nicht füreinander drastisch ändern, sondern am besten zusammenpassen.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du ihn mit solchen Ansprüchen auch früher traktiert hast. Er muss sich ändern, er ist nicht perfekt, er braucht eine Therapie, er macht dies und das falsch, er müsste dies und das anders oder besser machen. Das mag niemand lange hören.

Du sagst, Du magst den Begriff "Zerreden" nicht. OK. Es geht hier aber nicht um den Begriff, sondern um das Konzept dahinter. Um das elendige Problematisieren und Zerreden von allem Möglichen. Das kann gehörig auf die Nerven gehen und die wenigsten Männer stehen darauf. Man muss nicht alles besprechen, diskutieren, in Worte fassen -- man kann auch einfach leben, nonverbal kommunizieren, Rücksicht nehmen, Kompromisse schließen.
 
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  • #11
ganz genau, Frederika! In einem der Nachbarthreads wird gefragt,ob Männer tatsächlich so sind, nämlich oft mal kurzangebunden, nicht immer überschwänglich, nicht immer alles bereden wollend. Als M 47 kann ich da nur sagen, ja, Männer sind so!
Ich kann mir vorstellen, dass er vorher zu Veränderungen, Therapie etc. aus Rücksicht oder Verlustangst ja gesagt hat, aber nicht wirklich dahinter gestanden hat.

Einen Menschen ändern wollen, das geht meistens nicht gut, nicht mal bei Männern...
 
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  • #12
Also die Idee, bei einer so jungen Beziehung eine Paartherapie zu machen, halte ich auch für absurd. Ein Paar, welches erst einige Monate zusammen ist, ist zwar ein Paar - aber wenn man es genau nimmt, durchläuft es im Prinzip eine Art Probezeit. Die Probezeit endet in der Regel, wenn der Hormonrausch vorbei ist und der Alltag einzieht. Erst dann kann man erkennen, ob man überhaupt weiterhin ein Paar sein will und kann.

Eine Paartherapie halte ich für sinnvoll wenn man schon mehrere (oder gar viele) Jahre zusammen ist und merkt, dass man sich zwar liebt und zusammen bleiben will, aber die Verhaltensweisen nicht mehr zusammen passen. Wenn man nur noch streitet und diskutiert über wichtige aber auch absolut unwichtige Dinge. Wenn man über gewisse Sachen streitet, weil man nicht aussprechen will, worum es wirklich geht. Eine Therapie kann auch sinnvoll sein wenn sich die Lebensumstände drastisch geändert haben und dies zu gravierenden Problemen in der Partnerschaft geführt hat. Z.B. aus einem Liebespaar ist ein Elternpaar geworden und nun fühlt sich der Mann zurückgesetzt während der Frau der Stress und die Belastung über den Kopf wächst. Oder ein Paar hat ein Kind verloren und findet nun in seiner Trauer nicht mehr zueinander.

Hier kann es bestimmt sehr sinnvoll sein, eine professionelle dritte Person einzubeziehen. Aber wenn man einfach nicht zusammen paßt - und so scheint der Fall bei der FS zu liegen - wäre es absurd, eine Therapie zu machen. Es ist nicht Sinn einer Therapie passend zu machen, was im Ursprung nicht paßt und was vor allem nicht zusammen passen will (wie der Ex-Freund der FS).
 
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  • #13
Liebe FS,
"Ich habe bei ihm einige Defizite gesehen, die ich mit ihm zusammen angehen wollte, Therapie etc.,"
Das könnte als Definition für "zu anstrengend" in einem Wörtebuch stehen.

Selbst wenn Du objektiv gesehen mit Deiner Einschätzung recht hast ist es sehr schwer, jemanden (ob Frau oder Mann, letztere aber ganz besonders) davon zu überzeugen, dass er ein Problem hat und in Therapie muss. Ohne eigenes Problembewusstsein ist da nichts zu machen.
Und Problembewusstsein ist nicht, wenn nach mehrstündigem Monolog des wohlmeinenden "Helfers" jeder These und jedem Vorschlag zugestimmt wird nur um Ruhe zu haben.
 
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  • #14
an #9 Frederika:

DOCH, es ist SEHR beziehungsförderlich, zu besprechen, zu diskutieren, in Worte zu fassen. Es gibt genügend Männer, die darauf stehen, ausführlich, sensibel, differenziert zu kommunizieren, NEBEN der Tatsache, dass es auch nonverbale Kommunikation gibt, Gesten, Blicke, Zärtlichkeiten, Handlungen... die jedoch das Gespräch NICHT ERSETZEN.

Und es ist deine persönliche Meinung, die dir selbstverständlich gelassen wird, aber durchaus nicht so - meine ERFAHRUNG - dass die wenigsten Männer darauf stehen. Ich kenne etliche, die SEHR darauf stehen, mich selbst inbegriffen und ich freue mich an jeder Frau, die mitmacht, formuliert, reflektiert, die reden und schweigen kann, einen beredten Blick UND Mund hat.

an FS.:

ich halte Paarberatung und Paartherapie für eine wunderbare Sache. Tausendmal besser als irgendwelche verbale "Metzeleien", aufgrund von Missverständnissen, uneingestandenen Ängsten oder Bedürfnissen, Verwechslungen mit Eltern oder früheren Partnererfahrungen usw. Eine kompetente professionelle Person kann immens viel an Nachdenken, konstruktiver Auseinandersetzung, wachsendem Verständnis und zunehmender Offenheit füreinander oder fairem Abschied voneinander bewirken. Damit muss man nicht warten, bis man einige Jahre miteinander verbracht hat. Lass dich von einer einzelnen Meinung nicht verwirren.

"Anstrengend" kann auch ganz schlicht heißen: "will mich nicht auf dich einlassen, weil du anders bist als ich"

m 57
 
  • #15
@#13: Unsinn, Paartherapie, so wird Dir jeder Paartherapeut bestätigen, muss auf einem Fundament von Gemeinsamkeiten, im allgemeinen langjähriger Liebe, Zuneigung und erfolgreicher Vergangenheit beruhen. Frische, neue Paare, die einfach inkompatibel miteinander sind, profitieren davon nicht.

Natürlich soll man in einer Beziehung miteinander kommunizieren -- verbal und nonverbal. Das hat doch niemand bestritten. Verdrehe mir hier nicht die Worte im Munde; das ist ja schon regelrecht unverschämt und dummdreist. Ich habe mich gegen ZERREDEN und PROBLEMATISIEREN gewandt, nicht gegen ganz normale, differenzierte Kommunikation. Da wäre ich die letzte, die dagegen wäre!

@#12: Perfekt! Du legst Deinen Finger genau in die Wunde und triffst den Punkt optimal. Der von Dir zitierte Satz ist wirklich entscheidend: "Ich habe bei ihm einige Defizite gesehen, die ich mit ihm zusammen angehen wollte, Therapie etc.,"

Man muss sich diesen Satz mal auf der Zunge zergehen lassen: "BEI IHM Defizite entdeckt". Er hat die Defizite, sie ist top in Ordnung. Er braucht ihrer Meinung die Therapie, er ist falsch gewickelt, er hat die Defizite. Na Prost. Damit ist doch alles klar, was ihm nicht gefallen hat. Konstruktiv wäre gewesen zu erkennen, dass mit BEIDEN was nicht stimmt, sie nicht miteinander kompatibel sind und so weiter. Wer dermaßen einseitig meint, Defizite beim anderen zu diagnostizieren, der hat meiner Meinung nach selbst die größte Macke.

Kurze Antwort auf die Titelfrage: Wem wäre es nicht zu anstrengend, von seiner Freundin zu hören, man hätte Defizite und müsste zur Therapie?! Sorry, das geht gar nicht. Mach selbst mal eine Therapie!
 
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  • #16
Grundsätzlich nachvollziehbare Argumentation. Aber: Paartherapie muss doch nicht immer erst nach einigen Jahren sein, wenn sich alles schon festgefahren hat.
Da fände ich es doch besser, wenn man frühzeitig anfängt, sich mittels Paartherapie besser verstehen lernen zu wollen.
 
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  • #17
zu #13

Hier die FS, danke lieber Mann (57), du "tickst" genau wie ich, danke für deine Gedanken!

Meine Defizite hatte ich schon bearbeitet, meine Altlasten habe ich ihn Angriff genommen und bearbeitet, er noch nicht, er hat sie wahrscheinlich erst durch mich wahrgenommen und es kann auch sein, dass er Angst bekommen hat, was er noch zu leisten hat und ist daher aus der Beziehung geschlichen.

Es kann durchaus sein, dass wir nicht zusammen gepasst haben, aber auch das hätte kommuniziert werden können, wir sind ja erwachsen und auch nicht mehr so jung, aber das war mit ihm nicht möglich.

<MOD: Diskreditierung anderer Beiträge gelöscht.>

zu #15

Genau, so denke ich auch, außerdem hatte ich keine Paartherapie geplant, sondern nur eine Paarberatung.

Die FS
 
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  • #18
Im Anfang einer Beziehung eine Paartherapie zu machen wäre genauso blöde, wie sich Zehen amputieren zu lassen, damit ein paar neue Schuhe passen. Lieber gleich das Passende nehmen, bei den Schuhen wie bei der Beziehung. Wenn dann nach Jahren des "Tragens" - vorausgesetzt die Qualität ist so gut, dass beides so lange hält - Abnutzungserscheinungen auftreten, kann man an Reparatur, sprich Therapie, denken! PS Ich w 52 bin Psychotherapeutin!
 
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  • #19
@#15
Verstehe ich dich richtig: du möchtest schon zu Beginn einer Beziehung, also schon beim Kennenlernen, einen Coach hinzuziehen, der euch dann beide zum gemeinsamen Glück anleitet?

Das könnte klappen wenn beide sowieso schon ihren personell coach haben, und wenn sich die beiden coaches kurzschließen, warum denn nicht?

Schwierig bis unmöglich wird es, wenn einer der beiden Partner sein Leben ganz alleine ohne personell coach managed. Aber wer will schon so einen Eigenbrötler als Partner haben?
 
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  • #20
zu #1

Aber man kann erst genießen, wenn Frau/Mann ihre/sein Hausaufgaben gemacht haben. Für das Leid eines Mannes kann eine Frau nichts. Wenn er/Mann emotional reif wäre, würde es begrüßen, wenn Frau soviel Respekt ihm entgegenbringt und mit ihm Altlasten aus seiner alten Beziehung aufdeckt und gemeinsam angehen will.

Da der ER von der FS das ablehnte, wie auch viele andere Männer, zeigt er/sie damit nur seine/hre Unfähigkeit mit Problemen umzugehen und damit auch eine emotionale Unreife.

Und diese emotionale Unreife zeigt sich auch darin, dass Männer sich jüngere Frauen wählen, die selber diese emotionale Reife noch nicht haben können, weil diese Frauen das (noch) nicht merken, was dem älteren Mann an emotionaler Reife fehlt.

Der Mann übertuscht das mit dem Argument, dass er halt nur auf junge Körper steht, dabei putscht er nur sein Ego auf und merkt nicht mal dabei, wieviele Menschen, auch Männer, ihn belächeln und nicht um die junge Frau beneiden.
 
  • #21
Ich sehe es wie einige der Vorposter (Frederika hat schon alles aufgeführt).

Es geht nicht darum, dass man nicht diskutieren und kommunizieren kann, es geht darum, etwas "zu Tode zu diskutieren". Eben das erwähnte Zerreden. Das ist vielen Menschen zu anstrengend, nicht nur Männern. Aber ich habe oft erlebt, das Männer bis zu einem gewissen Punkt gerne diskutieren, solange es etwas zu diskutieren gibt. Wenn man anfängt, sinnlos zu argumentieren bzw. einfach zu widersprechen, rechthaberisch zu sein und sich im Kreise zu drehen, ist Schluss. Verstehe ich auch. Vielleicht gehört er auch zu jenen, die meinen, es muss grundsätzlich "passen" und "funktionieren" - und das tat es nicht. Wenn man sich erst kurz kennt und/oder noch nicht lange zusammen ist und man muss an allem oder fast allem arbeiten, weil es von sich aus nicht kompatibel ist - hat das Sinn? Vielleicht ging das "zu anstrengend" auch in diese Richtung (könnte ich verstehen). Irgend etwas ist doch anscheinend von Anfang an schief gelaufen, er hat angeblich nie gefragt, was DU willst - hast DU ihm das mal gesagt? Manchmal muss man Menschen auf etwas hinweisen, damit es ihnen überhaupt auffällt...

Und Hilfe suchen...uh...ich weiß nicht. Also, ich schließe mich auch hier Frederika an: Eine Paartherapie ist sicher nichts Verkehrtes, aber wie lange wart ihr zusammen? Das mit der Probezeit ist schön formuliert - und nichts anderes ist es doch am Anfang. Es scheint ein grundsätzliches Problem (der Charaktere) zu sein. Es passt oder es passt eben nicht, wozu da eine Therapie? Warum sich krampfhaft zusammen in eine Form pressen, die einem von beiden (oder beiden) gar nicht entspricht?
 
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  • #22
zu #20

Hier die FS:

Du schreibst selber, dass man Menschen auf etwas hinweisen soll, damit es ihnen überhaupt auffällt. Das habe ich versucht, vielleicht vehemment, weil dieser Mann auch sehr gute Seiten an sich hatte, die ich sehr mochte. Er war es mir einfach wert, mit ihm gemeinsam das Problem anzugehen, was ich schon auf uns kommen sah, er aber nicht sehen wollte.

Ich finde, dass Diskussionen nie sinnlos sein können, Widerspruch absolut legitim sind, rechthaberei auch sein darf, (dieser Mann war es ja auf seine Art auch, indem er sich der Diskussion entzog), man könnte ja auch sagen, dass man auf seiner Meinung beharrt, das Recht hat jeder! und sich im Kreis zu drehen, fängt erst dann an, wenn ein Gesprächspartner nicht bereit ist, auf den Anderen einzugehen und die Problematik, die vorhanden, anzugehen.

Hättest du meine Zeilen richtig gelesen, ... da stand nichts von Paartherapie, du hast anscheinend unreflektiert die abwertenden Gedanken von Frederika übernommen. Schade, spricht nicht für dich.
 
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  • #23
zu #17

Bin erstaunt, dass du als Psychotherapeutin von "BLÖDE Sein" sprichst, wenn man nach einer relativ kurzen Zeit einer Beziehung spricht, dass eine Paarberatung helfen könnte.

Gerade von einer Fachkraft hätte ich sachliche und reflektierende Zeilen gedacht. Aber so kann man sich irren.

Die FS
 
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  • #24
zu #18

Na, nicht ganz so war es gemeint, ich wollte nicht gleich zum Anfang der Beziehung zum Coach, guter Begriff, sondern nach 8 Monaten, wo ich mehr über ihn wusste, er mir viel erzählt hat, mich sehr früh um eine offene Kommunikation bat, aber sie vielleicht letztendlich nicht aushielt.

Ich bin sehr froh, dass diese Beziehung geendet hat, ich fand nur die Art und Weise, wie er sich aus der Beziehung schlich, ohne mit mir darüber zu reden, sondern nur auf meine Frage erst hin, dann antwortete, traurig, aber auch bezeichnend für seine Persönlichkeit. Leider.

Mir ist selbstverständlich klar, dass es auch passieren kann, dass man nicht zusammen passt, aber dann muss m.E. jeder Mensch üebr 40zig in der Lage sein, dass mit Respekt zu verbalisieren. Aber das konnte er bzw. wollte er nicht und ich habe mich hinterher nur gefragt, warum er so wütend im letzten kurzen Gespräch war, denn eigentlich hätte er doch froh sein sollen, mich los zu sein, wenn ich ihm zu anstrengend war....:).

Die FS
 
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  • #25
zu #12

Danke für deine sachlichen Gedanken, denen ich zustimme.

Schade, dass es hier nicht mehr TE gibt, die auch so sachlich und freundlich schreiben können, ohne gleich die Abwertungs-Keule rauszuholen und drauf zu hauen. Aber das ist halt auch ein Defizit und wo kein Problembewußstein ist, kann man tatsächlich wenig erwarten, dass da eine Änderung eintritt.

Die FS
 
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  • #26
zu #15

Richtig, selbst wenn die Paartherapie für die bestehende Beziehung nicht helfen soll, ist man aber auf jeden Fall geschulter, damit man Fehler in der nächsten Beziehung vielleicht nicht mehr macht oder sensibilisiert ist für die eigenen Fehler oder Fehler des Anderen und für den Typ von Mensch, den man als Partner wählen sollte.

Ich finde, dass eine Paartherapie nie schaden kann, dümmer wird man auf keinen Fall davon :).

Warum also so viel Abwehr von einigen TE hier?
 
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  • #27
du beschreibst diesen mann und ich habe das gefühl es handelt sich um meinen ex-verlobten. auch ich rätsle herum wie sich jemand innerhalb der letzten zeit so aus der beziehung schleichen konnte und am schluss mir sachen voller wut vorwerfen und keine disskussionen mehr möglich sind. obwohl ich jetzt mit einem 43 monatigem baby da stehe. mit unserem wunschkind.

seine symptome beschreibst du wie die meines ex-partners. auch wie du dich beschreibst erkenne ich mich. sei dennoch froh, es musste wohl so sein. stell dir vor ihr wärt noch 2 jahre länger zusammen und du hättest gerade ein kind gekriegt, das wäre härter. ich weiss aber genau wie es ist wenn du die positiven seiten siehst und womöglich so viel kompatibles und ergänzendes und der andere wirft es einfach so weg, nur weil er nicht an sich arbeiten möchte. und eigentlich bräuchte es nicht viel.
 
  • #28
Die Tendenz geht doch hier mehr oder weniger eindeutig in die Richtung, dass es so aussieht, dass der Freund der FS einfach nicht mehr 'will'.

Dass einige Antworten der FS nicht wirklich gefallen, kann niemand ändern. Wer fragt, bekommt Antworten, die man nach der geringen Kenntnis anhand der Fragestellung geben kann. Mit diesen Antworten muss man dann auch leben können, das tun wir alle, die wir Fragen stellen.

Schwierig wird es erst dann doch immer, wenn zu der ursprünglichen Frage noch diverse Kurzromane als zusätzliche Erklärungen gepostet werden. Manchmal sind die hilfreich (besonders auf direkte Fragen), oft wird das Bild/die Frage aber erst recht total verwirrend oder auch unverständlich.

Das Entscheidende ist aber doch hier bei diesem Thread, dass der Mann sie einfach nicht mehr will. Er sagt, es sei ihm zu anstrengend. Egal, ob er das wörtlich gemeint hat oder nicht.

Tatsache ist auch, dass es der FS (das ist immer verständlich und schwer zu verkraften) schwer fällt, seine Entscheidung hinzunehmen.

Wenn ich mir die Beiträge der FS alle durchlese, kann ich aber die Wortwahl 'anstrengend' sehr gut verstehen. Das ist jetzt ganz alleine meine persönliche Empfindung und absolut nicht wertend gemeint.

Wir sind nun einmal alle verschieden und nicht immer kann passend gemacht werden, was nicht zusammen paßt.

Und mit dieser Frage die Männer einmal mehr zu pauschalieren, das geht absolut daneben!
 
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  • #29
@FS
Du wärst mir definitiv zu anstrengend.

M
 
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  • #30
zu #27

Ich empfinde die Gedanken der FS nicht anstrengend, es scheint dir anstrengend zu sein, deswegen kommen deine Zeilen auch als "Verteidigung" des Mannes hier an. Deine Zeilen sehe ich weder sachlich noch konstruktiv, sondern schon eher abwertend.

Die Art und Weise, wie man sich trennt, sagt schon sehr viel über den Charakter aus und da kann man nicht die Trennung mit einem kurzen Satz, "... entscheidend ist das der Mann nicht mehr will" abtun, das ist für mich oberflächig.

Ich empfinde die Frage aus der Sicht der FS nicht pauschalisierend, auch ist sie nicht absolut daneben, jede Frag hier ist legitim, dass ist schon wieder eine Abwertung, sondern aus der Sicht der FS absolut i. O.

Gleich daraus zu schliessen, dass sie damit pauschalisierend alle Männer über einen Kamm scherren will, "spricht" m.E. für deinen undifferenzierende, negativen und nicht sachlichen Diskussionsstil.
 
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