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  • #1

Was ist bloß mit den Männern los?

Ich beschäftige mich schon länger mit einer Frage und bin sehr gespannt auf Eure Antworten und Erfahrungen. Ich bin Ende 30 und habe leider in den letzten Jahren nur noch negative Beziehungserfahrungen gemacht. Mein Herz ist inzwischen voller Narben und es fällt mir schwer mich wieder auf jemanden einzulassen. Seit 1 Jahr bin ich jetzt Single. Die Männer, die ich kennenlernte, waren teilweise aus dem Internet, aber auch aus dem "real life". Meistens zwischen Anfang und Ende 30. Nach einer schönen 1. Kennenlernphase, wo alle sehr bemüht waren und alles gut lief, wendete sich das Blatt plötzlich in eine völlig andere Richtung. Einer war zu frisch getrennt, um weiterzumachen, der nächste noch in einer Beziehung, ein anderer hatte Depressionen und war in Behandlung, einer bekam Bindungsangst und kalte Füße. Am Anfang spielte jedoch keiner mit offenen Karten. Alle wollten "scheinbar" eine Beziehung anfangen, konnten dann aber nicht und versuchten es meist auch gar nicht. Die meisten brachen dann sehr unfair einfach den Kontakt ab und stellten sich einfach tot. Nicht alle dieser Männer waren nur auf was sexuelles aus.
Bitte schreibt jetzt nicht, an mir sei wahrscheinlich etwas komisch. Ich hatte bereits zwei längere schöne Beziehungen, habe einen stabilen Freundeskreis, lebe mein Leben und mache den Männern auch keinen Druck oder fange an zu klammern. Ich würde sagen, ich bin eine ganz normale Frau.
Ziehe ich solche Typen vielleicht einfach an oder was ist bloß mit den Männern los?
Und was macht Ihr, um nicht ständig das selbe zu erleben?
 
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  • #2
Eine interessante Threadfrage :). Irgendwie scheinen sie sich gegenüber früher geändert zu haben. Die Männer waren früher scheinbar viel besser, als sie es heute sind. Aber warum?

Hat sie der Computer vernichtet, die modere Lebensmittelindustrie, die Emanzipation, der Gesetzgeber? Keine Ahnung. Ich tippe einmal drauf, dass sich die wenigsten Männer die heutigen Frauen antun wollen. Zum Sexen wird es immer irgendwie reichen, für mehr dann halt nicht mehr.

Frauen waren früher jedenfalls anders, wo die Männer noch besser waren.
 
  • #3
Einfach nicht mehr "aktiv" suchen sondern das Leben mit allen Facetten auf sich zukommen lassen.
Das heisst nicht zum Couchpotato zu mutieren, aber seine sozialen Netzwerke pflegen und nur dann ausgehen wenn einen etwas wirklich interessiert, niemals zu irgendwas überreden lassen.

In früheren Zeiten meiner aktiven Suche so um die 20 hatte ich die gleichen Typen wie Du am Hals.
Im Grunde lag es daran, dass man sich von der Gesellschaft oder auch von sich aus oder Freunden unter Druck gesetzt fühlte nunmal endlich einen Partner zu finden, das Fazit beschreibst Du ja gerade.

Man zieht unter Druck auch nur verzweifelte Männer an. Hätte ich damals tiefgestapelt wären wohl zwei Verzweifelte zusammengekommen, na wie diese Beziehung gelaufen wäre kennen wir aus dem Umfeld zu genüge.

Meinen ersten festen Partner lernte ich im Schwimmsport kennen, unverhofft und ohne Druck und ohne Erwartung, den zweiten im Beruf, auch ganz plötzlich und unerwartet.
Fazit: Ich hatte nicht mehr gesucht, vor allem nicht aktiv.

Lass alles auf Dich zukommen und wirke niemals unter Druck, denn dann wirst Du immer die Männer anziehen, die voller Probleme sind.
 
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  • #4
Die Gesellschaft hat sich verändert, jahrelange Zeit von Aufbau, Umbruch, Zeit nach der Wende, Zeiten von Arbeitslosigkeit, Praktiken, wenig Stabilität, immer mehr Konsum, unaufgebarbeitete Sachen aus der Generation der Eltern und Grosseltern, Traumen aus den beiden letzten großen Weltkriegen, psychische Spuren in der Seele, die an die nächsten Generationen weiter gegeben wurden, meine Nichte ist Baujahr 80 und leidet genauso wie ich, die viel früher geboren wurde, unter der Lieblosigikeit ihrer Eltern, deren wahre Ursache bei meiner Mutter zu suchen sind, die als Kind aus Schlesien vertrieben wurde, 8 Geschwister hatte, da war wenig Liebe, Familie, Zuhören, echte Zuwendung usw. zu merken. Ärmlich ging es meinen Vorfahren nie schlecht, aber seelisch doch und das ins richtige Lot zu bringen, brauchte Therpie Zeit und Arbeit an der nächsten Generation.

Das alles wirkt sich auch auf Beziehungen zwischen Mann und Frau aus, dazu gibt es viele gut qualifizierte und gut verdienende Frauen wie ich, die auf viele Männer stossen, die nicht so sind, bzw. durch Trennung/Scheidung leider geschröpft sind, was ich auch nicht bin, weil ich immer gearbeitet habe und nie finanziell von einem Mann abhängig war.

Somit ist logisch, dass so ein Mann für mich nicht in Frage kommt und die wenigen guten, reifen, vernünftigen, gepflegten, humorvollen, lebenslustigen Männer ohne psychische, physische und finanzielle Probleme (all das habe ich nicht) sind fest vergeben.

Mag es bei Frauen ähnlich sein, aber ich kenne komischer Weise nur berufstätige fitte, gut aussehende Single-Frauen, die so ähnlich drauf sind wie ich und bezüglich des Singlemarktes ähnliches erlebt haben, leider. Unsere Erfahrungen werden mir hier immer wieder bestätigt, leider.

w
 
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  • #5
An jeder Straßenecke, aus jeder Hochglanz-Zeitschrift, dem Fernseher, im Büro und wo sonst noch, wird Mann ständig von praktisch nackten, wunderschönen, überperfekten Frauen geblendet. Perfekt gebaut, hochhackige Schuhe, Ausschnitt offen, bis zum Nabel, Brüste vom Edelsten, Schmollmund., lange blonde Haare, schlanke Taille, süßen Po, stramme Beine usw.

Was soll er sich noch für diese überall herumlaufenden komischen Wesen interessieren, die sich zufällig auch Frau nennen. Was soll er mit denen anfangen im Leben? Wozu sind die gut?
 
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  • #6
Heutige Generationen ab 30+ haben ein sehr verwöhntes Luxusleben, keine ernsthaften Probleme mehr, wachsen nicht im Krieg auf und haben zumindest genug Geld zum Essen und können es sich leisten ehe- und kinderlos zu bleiben. Manche müssen ja nicht mal mehr arbeiten. Früher war das nicht so. Da musste man praktisch mit 16 von daheim ausziehen, eine Ausbildung machen, heiraten, Kinder kriegen und konservativ leben, sonst galt man nichts. Besonders als Mann. Meine Nachbarin (80) meinte, wir Jungen haben es heute so gut. Sie selber musste zu Hitlers Zeiten heiraten und kannte nichts besseres. Da war strenge Linie angesagt, ob man wollte oder nicht. Ich denke, diese Generation vertätschelten dafür ihre eigenen Kinder zu sehr und machten aus ihnen Spätzünder, Muttersöhnchen, Daheimsitzer. Das Problem hat sich eben umgekehrt.
 
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  • #7
Ziehe ich solche Typen vielleicht einfach an oder was ist bloß mit den Männern los?
Und was macht Ihr, um nicht ständig das selbe zu erleben?

Liebe FS,
die Männer sind wie sie sind. In Deinem Alter gibt es keine anderen mehr. Die A-Klasse wurde mit Ende 20 vergeben. Eine Frau, die es da vermasselt hat einen zu erwischen, hat nahezu keine Chance mehr. Damit musst Du Dich abfinden und arrangieren - das Brauchbare von den Männern nehmen, was Du willst (z.B. Sex, bei Gesellschaft lassen sie ja schon schwer nach) und denn Rest wegtun.

Alternative, wofür ich mich entschieden habe, um Deine beschriebenen Erlebnisse nicht mehr zu haben: ganz auf Männer verzichten, weil die meisten noch nicht mal für Sex was taugen, sondern wenn psychsich angeschlagen ohnehin impotent oder sie wollen Pornosex nachturnen. Dafür bin ich wirklich nicht die richtige Frau.
Ohne Mann ist die für mich erfreulichere Variante. Allerdings bin ich 20 Jahre älter als Du und da haben die Männer dann noch mal schwer nachgelassen und zwar in allen Bereichen: körperliche Gesundheit, psychische Gesundheit, finanzielles Standing, optisches Erscheinungsbild.
 
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  • #8
Als Frau Ende 30 bist du als Partnerin schlicht uninteressant. Für den Sex bei entsprechender Optik gehts, aber warum sollte sich ein Mann noch eine Beziehung mit einer Frau in deinem Alter antun. Wärst du 10 Jahre jünger würde sich das eventuell lohnen, sich an dich zu binden, mit all den Kosten die bei einer deutschen Frau so entstehen. In deinem Alter lohnt das nicht mehr. Meist nur Kosten, Gemecker und Falten.
M35,mit 25 jähriger Partnerin ( wie sich das gehört)
 
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  • #9
Früher war alles genauso, es kam nur nicht so an´s Licht wie heute!
Dem Internet sei Dank!
 
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  • #10
Ich beschäftige mich schon länger mit einer Frage und bin sehr gespannt auf Eure Antworten und Erfahrungen. Ich bin Ende 30 und habe leider in den letzten Jahren nur noch negative Beziehungserfahrungen gemacht. Mein Herz ist inzwischen voller Narben und es fällt mir schwer mich wieder auf jemanden einzulassen. Seit 1 Jahr bin ich jetzt Single. Die Männer, die ich kennenlernte, waren teilweise aus dem Internet, aber auch aus dem "real life". Meistens zwischen Anfang und Ende 30. Nach einer schönen 1. Kennenlernphase, wo alle sehr bemüht waren und alles gut lief, wendete sich das Blatt plötzlich in eine völlig andere Richtung. Einer war zu frisch getrennt, um weiterzumachen, der nächste noch in einer Beziehung, ein anderer hatte Depressionen und war in Behandlung, einer bekam Bindungsangst und kalte Füße. Am Anfang spielte jedoch keiner mit offenen Karten. Alle wollten "scheinbar" eine Beziehung anfangen, konnten dann aber nicht und versuchten es meist auch gar nicht. Die meisten brachen dann sehr unfair einfach den Kontakt ab und stellten sich einfach tot. Nicht alle dieser Männer waren nur auf was sexuelles aus.
Bitte schreibt jetzt nicht, an mir sei wahrscheinlich etwas komisch. Ich hatte bereits zwei längere schöne Beziehungen, habe einen stabilen Freundeskreis, lebe mein Leben und mache den Männern auch keinen Druck oder fange an zu klammern. Ich würde sagen, ich bin eine ganz normale Frau.
Ziehe ich solche Typen vielleicht einfach an oder was ist bloß mit den Männern los?
Und was macht Ihr, um nicht ständig das selbe zu erleben?

Es gibt mittlerweile leider sehr viel männliche Ausschussware, besonders häufig anzutreffen bei Männern ab Ende 30 und aus dem Internet.
Ich m (36) kann jeder Frau nur raten, sich in erste rLinie auf sich selbst und die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu konzentrieren. Klammern sie sich nicht an einem Mann, sondern machen sie sich bewusst, was SIE alles zu bieten haben. Lieben Sie sich selbst und seien sie auf keinen Fall bedürftig. Genießen Sie ihr Leben und gehen Sie aufmerksam und bewusst durch dieses, dann klopft der richtige Mann auch ganz sicher an.
Alles Liebe
m
 
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  • #11
Die Ansprüche steigen mit dem Alter, da hilft auch kein stabiler Freundeskreis, wo dann von allen reingequatscht wird. Letztendlich solltest du vielleicht mal Klammern und eine klare Ansage machen.

Hier liest man ja nur von den selbstständigen, attraktiven, unabhängigen Singlefrauen. Ja vielleicht hat die Männerwelt mal satt davon, permanent sich das anzuhören und anzusehen. Im Beruf noch engagierter als irgendein Manager, in der Freizeit tausend Hobbys, schlimmer als die Männer und Fußball meinetwegen-nur als Beispiel- und natürlich völlig unabhängig. Ja vielleicht wollen die Männer ja mal eine abhängige Frau.

Fitnessstudio, Mädelstreff, Whatsapp, Superjob usw. Usw.

Genau deshalb nimmt sich der Mann von heute die kleine mollige in ganz normalen Berufen, ohne Hochschulabschluss und die Frau sagt dem Mann was geht und es geht.

Und wenn deine Beziehungen so wunderschön waren, ja warum biste dann Single?
 
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  • #12
Ist umgekehrt genauso !

Lerne nur komplizierte,unpassende Frauen kennen,die nicht mit ihren Ex Beziehungen abgeschlossen haben oder eben welche wo der Funke nicht überspringt...
Ich bin seit 4 Jahren solo und mache seit 1 Jahr keine Dates mehr aus.Bin aufgeschlossen und lerne viele Frauen (RL) kennen,sind nette Bekanntschaften dabei.Bleibt halt meistens bei "nur nett"
und nicht mehr. Finde es trotzdem schön neue Bekanntschaften zu machen ((-:

m38
 
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  • #13
Ich seh das so, dass es zunächst mal früher alles verbindlicher war und sein musste. Eine geschiedene Frau oder eine Unverheiratete mit Kind war zu Zeiten unserer Eltern noch was ganz anderes als heute.
Weiterhin haben sich die Frauen emanzipiert vom Herd-Dasein. Ob das nun das erste war oder zuerst die Männer "unzuverlässiger" wurden - keine Ahnung. Ich denke, sowas geht immer nebeneinander. Ich denke, dass Männer heutzutage auch keinen Grund mehr sehen, sich an eine Beziehung zu ketten - genauso wie Frauen das nicht mehr so sehen. Von daher kommt natürlich auch Verwirrung auf, für wen sich denn nun das Ganze lohnen soll, dass man Kompromisse eingeht usw.

Weiterhin denke ich, dass die Generation Ende 30, Anfang 40 eben mit der Midlifecrisis angefangen hat. Also sich für sie die Frage stellt, was sie bislang in ihrem Leben schon erreicht haben, was sie mal wollten und ob sie es noch kriegen. Dh. Verwirrung, es sei denn, man will unbedingt ein Kind oä., also irgendwas, das man genau spezifizieren kann und wo die Zeit wirklich drängt. Dann sieht man, was man alles falsch gemacht hat oder was ohne eigenes Verschulden falsch gelaufen ist, und nun scheint es zu spät zu sein. Wer allerdings lange in einer Partnerschaft war, muss vielleicht feststellen, dass es ohne wesentlich entspannter abgeht - also wozu? Den Grund muss man erstmal wiederfinden oder eben nicht.

Du beziehst ja nun alles darauf, dass sich eine feste Beziehung ergeben muss. Und ja, ich denke, es gibt Menschen, die das brauchen. Nur kriegst Du es nun altersmäßig mit Männern zu tun, die sich nicht sicher sind, ob sie das wollen wegen obengenannten Einschränkungsgründen. Die, die genau wissen, dass sie nicht alleine bleiben wollen, muss man ja auch noch mal trennen in diejenigen, die eigentlich für eine Beziehung nicht gemacht sind charakterlich - sich also erstmal ändern müssten, dann diejenigen, die gerade aus ner Beziehung kommen und daher nur wieder in ein warmes Nest wollen - wo Du dann quasi Ersatz bist, weil die Exbeziehung nicht aufgearbeitet wurde, oder auch diejenigen, die genau wissen, dass sie wieder eine Beziehung brauchen und auch bereit dafür sind - genauso, wie sie es mit Anfang Zwanzig angegangen wären, nur mit mehr Erfahrung und daher besser als früher.
Und man muss sich auch fragen, ob die, die Arbeit in einer Beziehung leisten wollen (weil eben jede auch Arbeit erfordert), nicht noch in ihren Beziehungen sind in diesem Alter. Wenn beide dran arbeiten können, dann bleibt die Beziehung wohl auch bestehen, weil sie dann in der Lage sind, bei sexuellem Frust diese Beziehung zu öffnen, was den Sex angeht.

Davon abgesehen denke ich, Frauen sind auch anders geworden. Ich bin strikt dagegen, zu sagen "Männer sind komisch", wo doch Frauen normal sind.
 
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  • #14
Es ist mit den Männern das Gleiche los, wie mit den Frauen.

Beide Geschlechter "brauchen" den anderen nicht mehr zwangsläufig. Männer können heutzutage genauso gut wie Frauen kochen, putzen, den Haushalt machen. Selbst eine Haushaltshilfe ist für den Halbwegsgutverdiener erschwinglich, Hemden gibts aus nahezu knitterfreien Stoff oder für wenig Geld perfekt gepflegt aus der Reinigung.

Und Frauen brauchen keinen Versorger mehr, verdienen selbst ihr Geld und können davon aus einen Handwerker bezahlen für die Dinge, die Frau aus rein körperlicher Kraft nicht kann. Und alle anderen handwerklichen Dinge kann Frau genauso wie Mann, es ist nur eine Frage der Anleitung und Übung.

Für jegliche Probleme gibt es im Internet Anleitungen. Sei es fürs Kochen oder fürs Werkeln.

Hinzu kommen oft Jobs für beide Geschlechter, die aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeiten wenig gemeinsame Zeit lassen.

Ich für meinen Teil bin als Single durchaus glücklich und komme mit meinem Leben gut klar. Habe Freunde, Familie, ausreichend Freizeitinteressen. Natürlich hätte ich gern als Krönung des ganzen eine Beziehung mit einem tollen Mann.

Und da ist der Haken: Aufgrund meiner Unabhängigkeit und meines ausgefüllten Lebens muss ich für eine Beziehung irgendwo Abstriche an meinem Leben machen. Ich muss mich anpassen, abstimmen, Freizeit für Beziehungszeit "opfern".

Und dazu bin ich nur bereit, wenn es ein Mann ist, der mein Leben bereichert, der dieses Opfer wert ist und wo es in meinen Augen einen guten Tausch darstellt.

Ich hab es schlichtweg nicht nötig, faule Kompromisse einzugehen, jemanden zu ertragen, der mich nervt, der Problempotential hat, der aufgrund seiner Ansichten und Eigenheiten nicht zu mir passt. Oder der einfach auf gewisser Umstände nicht zu mir passt, zb. wenn er auch ortsgebunden ist.

Es mag Frauen geben, die für einen Mann alles stehen und liegen lassen und sich wundern, warum sie nie auf einen grünen Zweig kommen und immer wieder bei Null anfangen. Meine Kompromissbereitschaft ist begrenzt.

Es ist nicht mehr so einfach wie mit Anfang 20, wenn beide noch unbeschriebene Blätter sind, wenn man noch nicht weiss, wo es finanziell hingeht, wenn es keine Verpflichtungen und Altlasten gibt.

Ich denke, es geht den guten Männern eben so wie mir, dass sie sich nur auf eine Beziehung einlassen, wenn es wirklich passt. Und ob es passt, merkt man eben erst, wenn man etwas länger zusammen ist.

PS: Die Männer waren früher nicht besser... das sind die, von denen wir uns jetzt haben scheiden lassen ;o)
 
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  • #15
Mir (w) geht es genauso. Mir passieren auch andauernd ähnliche Geschichten mit Männern. Auch ich bin eine normale, nette, hübsche Frau, klammere nicht, habe einen guten Beruf und sorge für mich selbst. Bei mir war es ein paar Mal auch so, dass die Männer noch nicht von ihrer Ex loswaren und der eine machte von heute auf morgen Schluss, mitten in einer totalen Verliebtheitsphase, weil er wieder mit seiner Ex zusammengekommen war (mit der dann ein paar Monate später auch wieder Schluss war). Ein anderer wollte sich trotz vieler Gemeinsamkeiten nicht auf mich einlassen, er ließ einfach nichts an sich ran (ich vermute, er wurde mal mehr verletzt, als er zugegeben hat). Und im Internet habe ich erlebt, dass es einen intensiven Email-Austausch gab und plötzlich brach der Mann den Kontakt ab. Oder im richtigen Leben lernte ich mehrmals Männer kennen, es gab tolle Treffen, Spaß, gute Gespräche, Knistern, der Mann fragte nach einem Wiedersehen, ich bejahte, danach hörte ich nie wieder was von dem Mann. Ich habe auch kaum noch Lust, einen Mann kennenzulernen, weil ja eh alles sinnlos ist. Ich habe auch die Schlussfolgerung gezogen, dass es vor 10 Jahren viel ehrlicher und vorhersehbarer war. Eine bejahte Frage nach Wiedersehen bedeutete auch ein Wiedersehen.
 
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  • #16
Na da bin ich ja froh, das ich nicht die einzige bin, der es so geht. Ich bin 32 und seit 2 Jahren Single und Alleinerziehend, aber mit den Männer klappt es auch irgendwie nicht. Vor einen Monat hatte ich einen netten Mann kennen gelernt, es fing alles supi an und er suchte auch das was ich suchte, doch scheinbar hat er auch ein persönliches Problem. War schon in Therapie. Alles lief gut und mit einmal beendete er es, er sei Beziehungsunfähig und wird scheinbar nur mit sich selber glücklich, er könne mir nicht das geben was ich suche. Er mag mich, aber es wäre besser es jetzt zu beenden, d er kurz vor einer Depression ständig. Weiß auch nicht, warum ich nur die Problemfälle anziehe. Hab es echt aufgegeben, mein Herz sinnlos an nen Mann zu verschwenden, der eh nicht damit umgehen kann :-(
 
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  • #17
Einer war zu frisch getrennt, um weiterzumachen, der nächste noch in einer Beziehung, ein anderer hatte Depressionen und war in Behandlung, einer bekam Bindungsangst und kalte Füße. Am Anfang spielte jedoch keiner mit offenen Karten.

Ziehe ich solche Typen vielleicht einfach an oder was ist bloß mit den Männern los?
Und was macht Ihr, um nicht ständig das selbe zu erleben?

Sorry, Du hast offensichtlich echte Problemfälle erwischt. Das auf "alle" Männer zu übertragen, finde ich unpassend. Es mag Menschenkenntnis sein, es mag helfen, ein paar Dates abzuwarten. Letztlich bleibt bei jeder beginnenden Beziehung, egal ob auf weiblicher oder männlicher Seite, ein "Restrisiko".

m48
 
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  • #18
Irgendetwas werden sie wohl an dir entdeckt haben, dass sie abgeschreckt hat. Wenn sie sich erst bemühen und dann verschwinden, ohne auch nur den Sex mitzunehmen, ist das für mich die naheliegende Erklärung. Zumindest wahrscheinlicher, als das ein ganzes Geschlecht plötzlich verdorben ist. Aber das werden die Damen hier sicherlich anders sehen.

M32
 
  • #19
Das sind die "möglichen Risiken und Nebenwirkungen" - wenn man einen Mann sucht.
(Passiere vereinzelt sogar bei schwulen Männern)
Ich (m,53) schätze die Erfahrungen der FS als normal.

Frauen müssen heutzutage länger und intensiver suchen, um unter so vielen Männern einen guten zu finden.
Die klugen und ggf. erfahrenen Frauen blicken die Männer schneller durch, und trennen sich ggf. schneller von den schlechten Männern.

z.B. in den 80er Jahren waren die "Frauenversteher" unter den Männern gesucht - heute sind sie weitgehend verpönt.
Es wandelt sich stets Angebot und Nachfrage - auch bei der Partnersuche.

Heute sind die meisten Single-Männer irritiert. Weil sie nicht wissen, welche Art von Mann die Frauen haben wollen.
Oder den Männern ist es egal. Und verlangen von den Frauen, daß sie so angenommen werden, wie sie sind. (Auch mit ihren persönlichen Problemen, ggf. Nachteilen)

Eine weitere Ursache könnte das Internet sein. Das den Leuten suggeriert, man könne via Internet einen Partner/in einfacher bekommen. Auch wenn man selber (große) Probleme hat.

Andere, mögliche Ursache: Die FS ist als Frau irgendwie (etwas) anders.
Und zwar anders, als die allg. Vorstellung der meisten Männer von einer Frau und möglichen Partnerin.

Die Männer sind dann zu feige, ihre wahren Gründe für das Kontaktende zu nennen.
Melden sich entweder gar nicht mehr, oder behaupten andere Gründe.

Vielleicht will die FS nicht so eine Frau sein - wie diese Männer es gerne hätten ?

Konsequenz: Weiter suchen. Aber vielleicht in anderen Umgebungen und Personenkreisen suchen ?
 
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  • #20
Nun, wenn sich als Gemeinsamkeit herausschält, dass es immer nach dem ersten Kennenlernen passiert, deutet das darauf hin, dass es da einen Grund gibt, dass die Herren sich verabschieden.
Die aufgeführten Gründe klingen alle nach vorgeschobenen Ausreden um Dir nicht sagen zu müssen, wo die Leiche in Deinem Keller stinkt.

Du solltest den Grund tatsächlich mal bei Dir suchen. Fremdwahrnehmung vs. Eigenbild, nur so als Stichwort.

Viel Erfolg bei der Suche, der Beseitigung und später beim Finden.
 
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  • #21
Die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem längeren Flirt (daten) wirklich eine Beziehung wird, ist nicht so super hoch. Von fünf Frauen die ich date, habe ich entweder mit einer eine Affäre - wir haben eine Weile Sex - oder es wird eine Beziehung.

Manchmal date ich auch deutlich mehr Frauen und man geht getrennte Wege. Manchmal geht es etwas schneller.

Wer natürlich im Jahr nur zwei - drei Mal datet, der kann selbstverständlich schon mal locker 2 - 4 Jahre warten, bis er/sie jmd. trifft, der toll ist und die Gefühle auch erwidert.

Wer sogar noch seltener datet, der muss noch länger warten.

Was erwartest du, hm? :) Dass jeder zweite Mann mit dem du dich triffst Beziehungsmaterial ist oder dein Interesse erwidert?

Viele Leute flirten/daten so unregelmäßig und selten, dass ein paar Erfahrungen - über einen endlos langen Zeitraum - dann wie ein Trend wirken. Wenig flirten/daten + langer Zeitraum = 'Was ist nur mit den Männern/den Frauen los?'

Aber so funktioniert das nicht. Wenn man 'sucht' sollte man vor allem Spaß am Flirten entwickeln und jeden Monat mindestens ein Date haben. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man spätestens nach 6 - 12 Monaten jmd. kennengelernt hat.

Wer deutlich seltener datet, der wird auch deutlich länger warten müssen. Aber das hat absolut nichts mit 'den' Männern oder 'den' Frauen zu tun. Das liegt dann ausschlielich an der eigenen Passivität, Schüchternheit oder leider auch Faulheit.

Überwindet man sich mindestens genauso häufig wie man Ausreden findet 'Ich kann nicht, bin zu schüchtern, jetzt nicht, der/die hat sicher eine Freundin/einen Freund, ich weiss nicht was ich sagen soll, ich will keinen Korb,' versteht das Flirten als Unterhaltung und Bereicherung des Lebens und integriert das in den Alltag, der wird unweigerlich häufig neue, interessante/attraktive Menschen kennenlernen und muss nicht so super lange suchen.

Das liegt nur an einem selbst.
 
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  • #22
Ich denke, es hat v.a. auch mit dem Alter zu tun.

Ü30 sind die meisten kein unbeschriebenes Blatt mehr; der Großteil hat da bereits mehr oder wenige verkorkste Beziehungs-/Trennungserfahrungen hinter sich. Man hat bereits die "dunklen" Seiten der Liebe kennengelernt und lässt sich nicht mehr so unvoreingenommen auf jemanden ein wie noch in der Jugend. Man ist auch nicht mehr so leicht beeindruckbar; es muss schon viel passieren, damit man sich so richtig heftig verliebt.

Und dann ist es wohl leider wirklich so, dass sich ab ca. 30 die "Machtverhältnisse" auf dem Partnermarkt umkehren. Leicht überspitzt ausgedrückt: in der Jugend braucht eine hübsche Frau nur mal nett zu lächeln, um gleich eine ganze Schar von Verehrern anzulocken. Viele Männer hingegen gucken in ihren Zwanzigern noch in die Röhre, weil die gleichaltrigen Frauen eher nach Älteren schielen. Irgendwann aber haben sich die milchgesichtigen Jungspunde von einst selbst zu "gestandenen" Männer entwickelt, die auf gleichaltrige und jüngere Frauen anziehend wirken....Frauen hingegen können mit Status und Lebenserfahrung kaum punkten auf dem Partnermarkt. Sie haben hauptsächlich die Attribute der Jugend in die Waagschale zu werfen, und die verblassen halt irgendwann ....dummerweise genau in dem Alter, in dem auch die "biologische Uhr" bei den meisten unüberhörbar zu ticken beginnt. Die Torschlusspanik von Frauen ü30 ist ja schon geradezu legendär.

Plötzlich sind es also die Männer, die reichlich Auswahl haben; und das nutzen sie natürlich aus. Ein Mann im "besten Alter" kann es sich leisten, wählerisch zu sein; viele Frauen "auszutesten". Zumal er ja auch noch locker mit 40+ eine Familie gründen kann. Zwischen 30 und 40 ziehen es viele Männer noch vor, frauentechnisch aus dem Vollen zu schöpfen. Am liebsten mit Jüngeren. Die sind nicht nur taufrisch und knackig, sondern auch entspannter in Sachen Kinderwunsch...haben ja ebenfalls noch Zeit. Selbst wenn eine Ü30-Frau gar keinen dringenden Kinderwunsch hat, wird ihr das von gleichaltrigen Herren oft pauschal unterstellt

Ich will nicht zu schwarzmalen, aber als Frau in den Dreißigern ist man in einer blöden Position. Ich denke, viele Frauen machen ähnliche Erfahrungen wie du.

Ach ja, und dann kommen noch die Mechanismen den Online-Datings hinzu, das früher ja auch noch nicht so gang und gäbe war. Diese Art des Kennenlernens macht es m.E. schwer, sich wirklich zu verlieben. Das ist alles zu verkopft; zu krampfig, und außerdem ist ja die "nächstbessere Option" u.U. nur einen Mausklick entfernt.

w, 27, Dauersingle, wenig optimistisch in die Zukunft blickend
 
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  • #23
Wir machen diese Erfahrungen weil wir schon einiges ausprobiert haben und abgehärtet sind. Noch in einigen Kulturen heiraten Leute bis 30 und schließen die Familienplanung mit 35 ab. Haben bis dahin zwei Kinder und konzentrieren sich auf ihre Erziehung und Arbeit. So sollte es eigentlich gehen, es sei den die familiäre Werte sind in einer Kultur vorhanden.. In den jüngeren Jahren sind wir bindungsfähiger, aufgeschlossener, können über einiges hinwegsehen, verzeihen, uns an einander anpassen, zusammenwachsen und zusammen unser Dasein aufbauen. Schon ab Anfang 30 sind wir aber viel verbitterter, kompromissloser, bequemer in unserem Dasein und nicht Bereit Augen für kleine Maken des Anderen zuzumachen. Tunnelblick. Die Beziehungen werden bei geringstem Problem aufgegeben, anstatt an denen zu arbeiten, damit das uns noch mehr zusammenschweißt. Wir halten uns für austauschbar. Die Voraussetzungen da eine gute, partnerschaftliche, liebevolle Beziehung aufzubauen sind deutlich geringer. Das ist natürlich nur ein Grund, neben den vor anderen in diesem Thread erwähnten Gesellschaftsveränderungen.

Und zu den Männern. Ich habe noch nie so viele unseriös eingestellte Männer mit Mitte-Ende 30 gesehen wie in diesem Land. Bin seit 2 Jahren Single. Zuerst lange zeit unerwünscht (viele Bekanntschaften, Dates, ständige Enttäuschungen...) und heute aus Überzeugung.

w (30)
 
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  • #24
"Frauen waren früher jedenfalls anders, wo die Männer noch besser waren." Ich glaube, Männer waren früher nicht besser als heute, die Frauen allerdings tatsächlich anders, und zwar insofern, als dass sich mehr Frauen willig an das angepassten, was die Männer vorgaben. Das, und auch die allumfassende Rundumsorge wie bei Muttern, finden heute Männer nicht mehr bei jeder Frau uneingeschränkt vor. Somit wird die Beziehung für die Männer immer anstrengender, damit problembeladener und wenig attraktiver.
 
  • #25
Mein Leben als Mann unterscheidet sich enorm vom Leben meines Vaters oder meiner Großväter.

- ich muß nicht heiraten, um eine Partnerin haben zu dürfen.
- ich muß keine (Ehe-)frau und keine leiblichen Kinder haben - um gesellschaftlich anerkannt zu sein.
- ich habe es wirtschaftlich leichter, weil keine Ehefrau, keine Kinder, keine Scheidung.
Und vor Allem: Keine Scheidung nach dem Schuldprizip.
- ich habe nicht solche (Ehe-)frauen am Hals, wie diese Männer damals.

Heute ist das "jammern" der betreffenden Männer größer, als ihre Probleme als Ursachen.
Früher haben die Männer längst nicht soviel "gejammert", auch wenn deren Probleme größer waren.
Und ggf. eher still vor sich hin gelitten.

Früher galt eine schlechte Ehe als schier unausweichliches Schicksal.
Heute springen die Leute ggf. schon bei Kleinigkeiten von der Beziehung ab.

Heute ist die Auswahl auf dem Single-Markt größer, als früher.
Also scheinen sich die Leute schwerer entscheiden zu können.

Früher lebten die Leute relativ eng an einem Ort (z.B. aus wirtschaftlichen Gründen)
Der Single-Markt war überschaubarer. Jeder wusste: Sich relativ schnell entscheiden, aus diesem relativ bescheidenen Angebot - sonst geht man in seinem Leben leer aus = bleibt Single.

Früher bekam nicht jeder Mann eine Ehefrau. Und nicht jede Frau einen Ehemann.
Der Mann mußte vorher darlegen, daß er eine Familie ernähren, und seine Ehefrau im Alter versorgen kann - sonst keine Hochzeit.

Die Frau mußte dem Mann gefallen. Denn wer als Mann finanziell eine Ehe führen = heiraten konnte, der hatte eine große Auswahl unter heiratswilligen Frauen.

Daraus ergibt sich damals ein anderes Männerbild - als heute.
Früher waren die Grenzen klarer, wer eine (Ehe-)frau oder (Ehe-)mann haben konnte - und wer nicht.
Heute glaubt Jede/r, daß er Alles haben könnte. Auch wenn er es nicht kann.

Früher hätten sich solche Männer (wie sie die FS schilderte) eine Zeit lang (oder für immer) von der Partnersuche zurück gezogen, weil dafür nicht geeignet, und gesellschaftlich verpönt.
Heute glauben viele Leute, mit einer neuen Beziehung ihre eigenen psychischen Probleme "heilen" zu können.

Früher spielten viele Leute auch "nicht mit offenen Karten"
Da wurde tlw. auch getrickst und geheuchelt, um den Anderen zur Heirat und ggf. Kinder zu bringen.
Aber diese Tricks waren weit reichender, weil man sich nicht so leicht trennen konnte.
ggf. wirklich "bis der Tod sie scheidet".

Wäre es heute so streng wie damals - dann wären die heutigen Männer m.E. anders.
Trotzdem halte ich "die gute alte Zeit" .... für nicht so gut, wie sie scheint.

Aber ich vermisse Eines: Früher durfte ein Mann noch nett und galant zur Frau sein.
Heute macht er sich damit eher lächerlich, und verliert bei den Frauen an Respekt.
 
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  • #26
Aus Männersicht sind umgekehrt "ganz normale Frauen" genauso schwer zu finden. Die "ganz normale Frau" passt deswegen längst noch nicht für alle Männer und umgekehrt.
Deine "Beziehungserfahrungen" können auch alle nur sehr kurz gewesen sein, denn die beschriebenen Probleme kennst Du nach ein paar Dates.

Die Männer und Frauen, die in glücklichen Beziehungen sind, suchen nicht, die anderen haben im Regelfall Beziehungen hinter sich.
Dass nur auf einer Seite die "guten" nicht mehr da sind, ist Unsinn. Es ist ja nicht so, dass nur die Frauen die guten Männer behalten und die schlechten aussortieren. Umgekehrt sortieren ja genauso "gute" Männer ihre "schlechten" Frauen aus. Wenn man überhaupt objektiv nach "gut" und "schlecht" sortieren kann. Letztlich ist in jeder Altersgruppe ein Querschnitt Single.

In den 20ern, wenn sich bei den meisten die "Lebensbeziehungen" ergeben, entsteht der Kontakt sicher eher im realen Leben. Da lernt man sich ohne direkte Beziehungsanbahnung kennen, könnte es passen, intensiviert sich der Kontakt,sonst nicht. Die von Dir beschriebenen Fälle hättest Du im RL gar nicht in Erwägung gezogen, weil Du im Bekanntenkreis mitbekommst, wenn jemand problematisch ist. Im Internet siehst Du nur die "Bewerbung" in Form eines Profils, das natürlich die positiven Eigenschaften darstellt und die negativen weglässt.

Für mich ist damit das ganze letztlich ein "Online"-problem. Im richtigen Leben ergibt sich das Kennenlernen im Freundeskreis, in Vereinen oder sonstwo, online musst Du eben die 2-3 reale Treffen in Kauf nehmen, bis Du feststellst, ob es passen könnte oder nicht. Wenn ich alle meine weiblichen Bekannten als potentielle Kandidatinnen durchgehe, dann sind darunter genauso eine Reihe von "Problemfällen", die sich sicher alle nicht als solche sehen würden. Und das sie für mich problematisch sind und eben nicht "normal", weiß ich nur, weil ich sie beiläufig so gut kennengelernt habe, wie Du Deine Dates nach mindestens 2-3 Treffen kennengelernt hast. Letztlich erweitert sich online nur die Anzahl der potentiellen Partnerinnen oder Partner.

Ich würde auch viele der Frauen in meinem Umfeld nicht als Partnerin haben wollen, mit denen ihre Partner durchaus glücklich sind. Obwohl sie Depressionen haben, nach Trennungen sofort "warm" wechseln, sich ständig um ihren Hund kümmern müssen oder was auch immer für mich ein Grund sein könnte, sie nicht als Partnerin haben zu wollen.

Und sicher sehen mich einige von denen ebenfalls als "problematisch" an. Es passt eben nicht bei allen potentiellen Paaren, zum Teil, weil beide nicht zusammenpassen. An Omas Spruch mit dem Topf und dem Deckel ist durchaus etwas Wahres, aber man muss den Deckel eben finden.

Also, nicht aufgeben, weitersuchen! Im richtigen Leben ohne direkten Fokus auf Partnersuche, online mit diesem klaren Fokus und eben einer Reihe von "Reinfällen".

m, 46
 
G

Gast

Gast
  • #27
"Männer aus dem Internet"

Klingt als würde Sie von einem anderen Planeten kommen..

Damit sich Phantasie und Realität nicht zu sehr spalten nochmal zur Hilfestellung.

Männer aus dem Internet sind Männer die vor Ihrem PC sitzen ..Sie gehen aber auch wie jeder andere arbeiten, einkaufen und überall dahin wo Männer die nicht vor dem Pc sitzen.

Sie haben dieselben Stärken, Schwächen, Ängste, Emotionen usw..

Es gibt also Grundsätzlich keinen Unterschied in der Gesamtheit zwischen Onlinern und Offlinern.

Was es gibt und schon immer gab sind einfach nur verschiedene Männer.. Verschiedene Charaktere..

Und die Beziehungswelt zwischen Frau und Mann hat sich seit den 80 er wesentlich verändert.

Die Problematiken sind im zwischenmenschlichen Bereich zu finden, nicht in der Technik.

m47
 
  • #29
Meistens zwischen Anfang und Ende 30. Nach einer schönen 1. Kennenlernphase, wo alle sehr bemüht waren und alles gut lief, wendete sich das Blatt plötzlich in eine völlig andere Richtung. Einer war zu frisch getrennt, um weiterzumachen, der nächste noch in einer Beziehung, ein anderer hatte Depressionen und war in Behandlung, einer bekam Bindungsangst und kalte Füße. Am Anfang spielte jedoch keiner mit offenen Karten. Alle wollten "scheinbar" eine Beziehung anfangen, konnten dann aber nicht und versuchten es meist auch gar nicht. Die meisten brachen dann sehr unfair einfach den Kontakt ab und stellten sich einfach tot. Nicht alle dieser Männer waren nur auf was sexuelles aus.

Ihr Frauen solltet ein Grundprinzip lernen: Die Gesellschaft schützt euch. Das hat etwas mit der Evolution zu tun (wenn man so will mit den "kostbaren" Eizellen). Das fängt bei der Titanic an ("Frauen und Kinder zuerst") und hört letztendlich (und auch tagtäglich) mit dem Schutz vor der harten Realität auf.

"Du bist zu gut für mich", "ich bin über meine Ex nicht weg", "ich habe Bindungsangst" usw.

Das sind alles nette Worte für "Mit dir kann ich mir keine Beziehung vorstellen"

Und wenn ein Mann in der Kennenlernphase abhaut, dann liegt es äußerst nahe, dass er sich keine
längerfristige Beziehung mit euch vorstellen kann, weil er gemerkt hat, dass da irgendetwas ist,
was er keinesfalls längerfristig ertragen möchte.

Wenn man den Partner nicht halten kann, liegt das an einem selbst.

Ich kenne keinen Mann, der nicht mit einer charmanten, liebenswerten, kinderlieben und fest im
Sattel sitzenden Frau längerfristig zusammenbleiben möchte.

Anstatt zu gucken "was mache ich falsch", sagt ihr lieber "alle Männer sind blöd".
oder "ich brauche keine Mann" (genau, deswegen sind auch 90% aller Threads von Frauen hier,
weil alle so glücklich und unabhängig sind)
 
  • #30

Doch, das machst Du, durch Deine Wesensart. Und das ist auch gut so, denn es trennt die Spreu vom Weizen. Die einen sind eh nur auf Unverbindliches aus, die anderen wollen erst einmal testen, bevor sie sich festlegen ... all das schält sich aber erst dann heraus, wenn Du allmählich zu erkennen gibst, daß Du eine Frau mit Haltung bist. Daran ist aber absolut nichts Negatives. Und ich bin sicher, daß es irgendwo einen Mann gibt, dem das gefällt, weil er von demselben Holz ist. Um ihn zu finden, mußt Du halt auch ein paar Frösche küssen, die Frösche bleiben und dann tun, was Frösche eben so tun: wegspringen. Ja, und?
 
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