M

Mooseba

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  • #1

Was ist denn, wenn er doch plötzlich der perfekte Papa ist?

Was sind denn Frauen bereit zu geben, wenn sich der Vater nun wirklich einschränkt, bei Karriere und Hobbys? Wird akzeptiert, wenn er plötzlich wenig Sex möchte (eventuell sogar auf Jahr hinaus, länger als bei der Frau), nicht mehr soviel Sport macht wie früher, aber er sich gut bei Erziehung und Haushalt einbringt? Fürsorgliche Väter weisen oft einen niedrigeren Testosteronhaushalt als vor der Vaterschaft auf. Wird akzeptiert, wenn er viel weniger Lebenspartner ist als zuvor? Denn eigentlich wird von Männern nichts anderes verlangt - auch Einschränkung eventueller Bedürfnisse gegenüber der Frau. Solche vorbildlichen Männer gibt es auf jeden Fall und über sie wird sich in dem Forum auch nicht beklagt. Also scheint ja bei solchen Männern alles in Butter zu sein. Oder?

m
 
  • #2
Der FS scheint mir ein Mann, aber kinderlos zu sein = kein Vater.
Er sollte Väter befragen, wie es wirklich ist.

Emanzipierte Väter: Nicht der Frau zuliebe - sondern aus innerer Überzeugung und Begeisterung für Familie mit Kindern.

Der FS scheint mir zu denken: Wenn ich ein besserer Papa werde - was bekomme ICH dafür ?
Aber stellt sich damit auf die gleiche Stufe wie das Kind.
Und dann schauen Beide erwartungsvoll die Mutter an: Ich bin brav und toll - was bekomme ich dafür ?

Als ich eine Partnerin mit Kleinkind hatte, war unser Sexleben nicht eingeschränkt.
Sondern unser Freizeitverhalten verändert aber auch erweitert. Weil nun die Freizeit auch mit einem Kind verbracht werden kann. (z.B. anstatt so oft Sex)
d.h. wir Beide als Eltern wollten gar nicht soviel Sex, wie z.B. junge Leute.

Ein Baby schläft eh die meiste Zeit des Tages.
Also wäre da immer noch Zeit, auch für Sex. Der ja meistens in 15 - 30 Minuten erledigt wird ?

Mütter gehen mit ihren Babies in den Supermarkt zum einkaufen. Überall viel Betriebsamkeit und Geräusche. Ihr Baby schläft trotzdem tief und fest. (Erst heute wieder gesehen)
Unser Kleinkind verschlief einmal sogar ein Feuerwerk im Kurpark, obwohl es sehr laut war.

Auch mit Kindern haben die Frauen fast die gleichen Erwartungen an ihre Männer, auch als Partner.
Der Partner sollte genauso spannend, interessant und begehrenswert sein - auch wenn er nun Vater ist.

Wer da meint, er würde "verweiblichen", weil er nun ein fürsorglicher und emanzipierter Vater wäre,
und sich mit "weniger Testosteron-Hormone" entschuldigen möchte,
scheint mir keine Erfahrungen als Vater UND Partner zu haben.

Es mag ungewohnt aussehen, wenn Väter mit ihren Kindern spielen, singen, herum albern.
Ihre Kinder auf ihren Armen tragen, selbst wenn sie eingeschlafen sind.
Damit ähneln sie zwar Müttern, aber sind trotzdem nicht "verweiblicht"

Ich kenne eine Frau, die sehr burschikos wirkt, z.B. männlicher Gang und null Busen.
Nix da, was einen BH füllen könnte.
Gibt sich eher kumpelhaft, anstatt typisch weiblich. (Außerdem stets Kurzhaarfrisur.)

Trotzdem ist sie bei ihren zwei Kindern genauso Mutter, wie andere Mütter auch.
Da erkenne ich keinen Unterschied.
Und sie hat einen emanzipierten Partner und Vater für ihre Kinder. Der zwar nicht "männlich hart" wirkt, aber trotzdem als Mann ausstrahlt.

(m,53 - Stiefvater)
 
G

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  • #3
So ganz genau versteh ich nicht, worauf Du hinaus willst. Aber wie ich das von außen so betrachtet habe, ging es den frischgebackenen Müttern SEHR darum, dass der Mann "funktioniert" als Vater.

Darunter waren auch extrem einfältige Männer, die einen Säugling "mal schnell" auf dem rückenfreundlich hohen Wickeltisch alleine lassen wollten, um Wasser zu holen, oder welche, die die Freizeitplanung einfach ohne das Kind machten, also IHRE. Weil klar war, dass sich für die Männer nix ändert, wenn die Frau Mutter geworden ist.
Die Frauen dagegen mutierten zu Stresspersonen, denen der Mann gar nichts mehr recht machen konnte. Die Männer wurden vor Familie und Freunden angepflaumt wie dumme kleine Jungen. Sehr peinlich, sowas, und es hörte nicht auf, denn die Säuglinge wurden ja Kleinkinder, die erzogen werden mussten. Ebenso wurde der Mann behandelt.

Also mit anderen Worten, ich hab von außen NUR Paare gesehen, wo von den Frauen gewünscht war, dass der Papa so ist, wie Du oben beschreibst. Was das Sexleben angeht, weiß ich es nicht, aber die wirkten nicht so, als würden sie das Vatertier gern eintauschen gegen den verführerischen Liebhaber (wenn die Männer das vorher überhaupt waren).
Hobbies und Sport einschränken/sein lassen zugunsten des Vaterseins war natürlich erwünscht bzw. verlangt.
DAS ist dann die Rolle als Lebenspartner.

Das ging auch so weit, dass die Ehe/Kindkriegen als Deal bezeichnet wurde und dem Mann untersagt wurde, einen Wechsel der Anstellung zu machen, der etwas weniger Geld eingebracht und eine unsicherere Laufbahn im Beruf bedeutet hätte.

Was soll die Frau dann geben? Diese Frage versteh ich nicht. Außer dass diese Frauen mal das Rumnörgeln an den Männern lassen könnten, weil diese irgendwas anders machen als die Mutter, seh ich da nix, was die Frau dafür "zahlen" müsste, dass der Mann ein guter Vater ist und sich kümmert. (Es sei denn, die Männer gefährden das Kind durch unbedachtes Verhalten.)

Meinst Du vielleicht, dass dann von der Mutter den testosteronhaltigeren Männern hinterhergeschaut wird und der Vater nicht mehr als sexuell begehrenswert erscheint?
 
G

Gast

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  • #4
Frag doch mal eine Frau, ob sie denn möchte, dass ihr Mann zwecks Kinderbetreuung zu Hause bleibt.
Rollentausch also.
Damit erklärt sich deine Frage....
Frauen wollen das nämlich nicht. Auf gar keinen Fall.
Irgendwann strahlst du als Mann 'ne Menge Unmännlichkeit aus.
Die wenigen Frauen die darauf stehen, kannst du an einer Hand abzählen.
Sind dann meist asexuell veranlagt.
 
G

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  • #5
In deiner Frage habe ich ein paar Widersprüche entdeckt. Erst soll sich die Partnerin darüber freuen, dass er seine Hobbys einschränkt um mehr zu Hause zu sein. Dann soll sie darunter leiden, dass er weniger Sport macht. Sport ist doch ein Hobby! Mit Kind ist das sogar doppelt luxuriös, man muss schließlich den Trainer UND den Babysitter organisieren und bezahlen.

Weshalb du den Begriff "Lebenspartner" nur über häufigen Sex definierst ist mir auch unklar. Gerade ein Mann, der mit mir mein Leben teilt (und das ist nunmal Kinderbetreuung, Haushalt und dazwischen (Teilzeit-)arbeiten) ist ein guter Lebenspartner. Wenn einer sich auf der Arbeit und bei Hobbys versteckt und der andere nur alleine mit den Kindern zu Hause sitzt, hat man keine Gemeinsamkeiten mehr und lebt sich auseinander.
 
F

FA04

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  • #6
Denn eigentlich wird von Männern nichts anderes verlangt - auch Einschränkung eventueller Bedürfnisse gegenüber der Frau.
m
Was ist mit Frau? Ist sie nach wie vor berufstätig und komplett selbständig? Hat sie ihr verdientes Geld nur für sich allein oder hat sie überhaupt Welches? Kann sie nach Lust und Laune Ausgehen, Shoppen, Sport/Hobbys machen, sich pflegen? Ist sie fit genug so viel Sex wie vorher haben? Diese Fragebogen hat kein Ende. Mehr Zusammenarbeit mit Familie/Job, weniger Egoismus, dann ist es alles im Butter. Eine Frau kann nur sehr viel Vertrauen ihrem Mann geben und hoffen, dass Partnerschaft stabil bleibt. W/41
 
G

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  • #7
Ich kann nur für mich sprechen. Ich bin sehr gerne Hausfrau und könnte auch sehr gerne 24 Stunden in der Küche stehen, weil es da immer was zu tun gibt und man unerschöpflich kreativ sein kann. Und ich bin nicht bieder, sondern sehr modern und werde gernell als "heßer Feger" von der Männerwelt betitelt (also nicht meinen, ich wär ne Nonne). Für einen Mann, der das Geld mit nach Hause bringt und ein treusorgender Vater ist, tue ich das gerne und schränke mich auch notfalls mit meiner eigenen Karriere ein. Obwohl ich in meinem Beruf sehr viel Spaß habe. Aber Liebe und Zusammenhalt wäre mir da wichtiger.
Das nennt man Beziehung und Anpassung! Haben die heutigen Leute ja nicht mehr.

Heutzutage werden nur noch uneheliche Kinder gebohren, viele Kinder werden in die Babyklappe abgegeben (sollen ja mittlerweile schon 250 Kinder pro Monat sein). Eben genau deswegen, weil nicht nur Affären, sondern mittlerweile auch Beziehungen mit dem Schild "unverbindlich" gebaut werden. Jeder macht "sein Ding".

Anpassung ist natürlich von beiden Seiten gefragt. Mann und Frau. Hat doch auch keiner was anderes gesagt, oder?
Wenn man sich liebt, hat man zudem keine Zeit, als Mann jedes Woche in die Kneipen und Clubs dieser Welt zu gehen. Da hat man Interesse, sein Leben fernab dieser Aufregung mit Haus und Heim zu gestalten. Ebenso als Frau. Ich war früher eine richtige Partymaus und mich konnte praktisch niemand halten, aber für den richtigen Mann kann ich alles stehen und liegen lassen. Nur muss der ein gewisses Man Männlichkeit mitbringen. Ich stehe eben auf oldfashioned-Männer.
 
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  • #8
Mein Vater hat sich nie bei Karriere oder Hobbys eingeschränkt. Ober er irgendwann weniger Sex wollte entzieht sich meiner Kenntnis. Danach möchte ich aber auch nicht meine Mutter fragen. Sie hatte ebenfalls eine Karriere und Hobbys. Aber - irgendwie ist deine Fragerei total verwirrend. Mein Vater war ein guter Papa und sein Testosteronhaushalt war mir total egal.
 
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  • #9
Ich finde es ist alles eine Frage der Balance. Eine Beziehung kippt früher oder später, wenn der eine mehr gibt als der andere. Hier spielt es keine Rolle ob Mann oder Frau. Durch ein Kind wird beider Leben durcheinander gebracht.
 
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  • #10
Ja was sollen denn Frauen geben? Hä, beide, Mutter und Vater haben für das Kind zu sorgen. Das mit dem Hormonspiegel des Vaters ist der ultimative Hit. Ja wo kommst du denn her?! Da steigt bei mir der Adrenalinspiegel bei solchen Aussagen.

Was willst du denn überhaupt wissen?
 
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  • #11
Verstehe ich dich richtig, so du ein guter Vater sein willst und dich für das Kind auf bestimmte Dinge verzichten willst, Sex u.a.? Und du jetzt wissen willst, inwieweit das von der Mutter honoriert wird?

Also ich kenne keinen Mann, der auf Sex verzichtet, das Kind macht ja ganz viel Heia und warum sollte er verzichten. Eine Familie ist doch nicht dem Zölibat unterworfen.

Sprichst du da von eigenen Kindern oder mitgebrachten. Möchtest du damit fragen, ob eine Frau über Defizite des Mannes hinwegsehen soll, wenn du in deiner Vaterrolle aufgehst? Meinst du das so?
 
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  • #12
Lieber FS,
ich verstehe die Frage nicht. Für mich ist es normal, dass der Mann sich bei der Karriere einschränkt, dito bei seinen Hobbys, wenn er Vater geworden ist. Dann muss er Anteile in der Familie übernehmen. Dass man deswegen weniger Sex hat kann ich nur bedingt nachvollziehen und dann gilt es wegen Stress und Uebermuedung doch wohl für beide Partner. Mit Kind muss die Frau ja auch ihre Kariere einschränken.

Meine Denke: bevor ein Paar Kinder bekommt, sind beide gleichermaßen engagiert berufstätig und teilen sich die Hausarbeit.
Kommt ein Kind, läuft es ähnlich: beide teilen sich den Elternurlaub - wegen Stillen macht die Mütter sinnvollerweise die ersten 7 Monate, danach ist der Mann dran. Nach dem Erziehungsjahr gibt es teilweise Kinderbetreuung, beide Elternteile sind berufstätig, idealerweise Teilzeit, wenn es günstig läuft in Kombination mit Homeoffice. Ich sehe bei meinen jungen Kollegen, dass es kein Hirngespinst ist, die machen das alle so.

Dann funktioniert eben Spitzenkarriere mit Dienstreisen nicht. Aber wer das will, braucht auch keine Kinder, kann sich doch ohnehin nicht drum kümmern.
 
G

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  • #13
FS, ein Kind zu haben ist ein Privileg und hat nichts mit Verzicht zu tun. Es berechtigt dich, bis zum 18. Lebensjahr die Fürsorge und Erziehung zu übernehmen, so sieht es der Gesetzgeber und für die Eltern ist das ein Geschenk und wenn diese einer Konfession angehören, dann ist das ein Geschenk Gottes oder jeweils einer entsprechenden Glaubensrichtung.

Geht dir da ein Licht auf, dämmert es die, bei so viel Dunkel um dich herum.

Das machen alle freiwillig und zwar aus Liebe, im Normalfall, da erfolgt keine Monatsabrechnung, wer mehr und wer weniger gemacht hat.

Auf so eine Frage überhaupt zu kommen, überzeugt mich, dass du kinderlos bist.
 
  • #15
Mooseba, du stellst deine Fragen falsch.

Der perfekte Papa ist Mann nicht, wenn er versucht, die bessere Mama zu sein, sondern wenn er mit seiner Partnerin abspricht, wer wann welche Aufgaben hat. Also versuch gar nicht erst, den Frauen den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Männer bilden auch vermehrt Oxytocin, wenn sie viel mit ihrem Baby machen - und das ist auch gut so.

Dass vom Mann "zurückstecken" erwartet wird, ist Quatsch. Beide müssen Abstriche machen - an Ruhe, an gemeinsamer Zeit (wobei die meisten Frauen in den ersten Wochen gar nicht dazu kommen, an Sex zu denken, da ist ein Mann, dem es genauso geht, eher ein Segen als ein Problem), an Hobbys. Ist ja nicht so, dass die Frau alles machen kann, was sie will und der Mann nicht.
 
G

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  • #16
Ich habe keine Kinder. Aber ich finde es toll, die Männer meiner Freundinnen zu sehen, wie sie sich um ihre Kinder kümmern. Mir geht da das Herz auf. Und es sollte auch so sein, dass sich ein Mann ebenfalls kümmert. In der jüngeren Generation ist das auch völlig normal, denke ich.

w31
 
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  • #17
Also wenn ich die geheime Geheimratsfrage richtig interpretiere, möchtest Du wissen, ob Frauen es
tolerieren und auch anerkennen, wenn der Mann konsequent die Arbeit und Verpflichtungen für das
Kind mit ihr teilt.
Und dafür männliche Attitüden wie Sport, Karriere, gar sein Hormonstatus eingeschränkt werden.
Glaubst Du ein guter Partner und Vater muss Angst vor Feminisierung haben und im Zuge dessen
Angst, dass er auf die Frau nicht mehr männlich wirkt?
Da müsste schon vorher eine Störung der Geschlechtsidentität vorgelegen haben. Normalerweise
definiert sich die Frau als Frau nicht über einen "richtigen Mann". Und der Mann definiert sich auch
nicht als Mann über bestimmte Attribute wie Geld oder Muskeln oder Sex. Resultat meiner Überlegungen:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Problem jemals auftauchen wird.
w
 
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  • #18
Es wird mit zweierlei Maß gemessen. Ich habe noch keine Frau getroffen, die bereit gewesen wäre, den komfortablen Platz am Wickeltisch dem Mann zu überlassen. Der soll nämlich das Geld heranschaffen, nicht nur für das Kind, sondern auch für die Frau. Dass er nach der Arbeit sich um das Kind kümmert (das tun die allermeisten Männer liebend gern und können es als junge Väter kaum abwarten, nach Hause zu kommen) ist normal, genauso so wie die Hilfe im Haushalt und die üblichen Männerpflichten, nämlich Autos, Reparaturen, Garten. Der Mann hat dann seine Hobbies einzustellen. Die Frau hat viel mehr Freizeit als zuvor, trifft sich mit anderen Müttern und nimmt das Kind mit oder liefert es bei einer der Omas ab. Den perfekten Papa gibt es nicht, der müsste nämlich auf höchstem Standard den Lebensunterhalt sicherstellen und das Kind komplett versorgen. Vom gnadenlos überbewerteten Aufwand für den Haushalt schweige ich.
 
  • #19
Die Paarbindung und die Elternschaft gehen immer Hand in Hand in intakten Familien, eines ohne das andere funktioniert nicht, alleinige Fokussierung auf die Kinder setzt diese zu sehr unter Druck.

Wenn Du mit Deiner Partnerin als Paar auch dann gut funktionierst, wenn ihr beide über längere Zeit nur noch wie Bruder und Schwester zusammenlebtet, dann wäre das zwar nicht Meines, ich fände es auch etwas bedenklich, weil nicht die Kinder alleiniger Input- Geber (auch emotionaler) sein sollten in einer Familie-
aber warum nicht, wenn Deine Partnerin ebenfalls Zärtlichkeiten nur als zu dosierende Pflichtveranstaltung empfindet, zu ausgelassener körperlicher Zweisamkeit Kraft braucht (statt sie aus ihr zu schöpfen) und dementsprechend auch Sex nicht als Grundbedürfnis, Entspannungsmoment und gemeinsamen Genuss ansehen könnte?

Das ist für mich eine sehr theoretische Überlegung, ich knuddele mich so durch den Tag bei meinen Kindern und meinem Partner- dass es dann mit letzterem "weitergeht", liegt in unserem beiderseitigem Interesse.

Im Prinzip ist es nur eine Passungsfrage. Dazu brauchst Du Dich auch gar nicht sexuell durchzuprobieren: Ich bin fest überzeugt davon, dass man im Umgang miteinander das Meiste und spätestens beim ersten Kuss Alles über die körperlichen Bedürfnisse und die Wichtigkeit selbiger beim Partner erspüren kann.

Insofern: Schummele nicht beim Kennenlernen, sag, wonach Dir ist und früher war, dann kann Dich Deine Partnerin verstehen und die Passende wird nicht abgeschreckt sein.
Im Übrigen hat Serenissima recht: Schieb nicht irgend einer Frau die Schuld zu, wenn sie andere Bedürfnisse hat, Deine Wünsche nicht teilt oder mehr von Dir als Mann will. Menschen sind nun mal unterschiedlich. Ich wäre höchst irritiert, wenn mein Partner mich in irgendeiner Phase unseres Lebens nicht mehr als Frau wahrnehmen und begehren würde. (Krankheit mal ausgeklammert, aber Kinder sind keine- auch nicht für kinderliebe Männer ;-)
 
G

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  • #20
Ich bin schon erstaunt über die Frage des FS, der sich hier im Forum sehr ausführlich selbst beschrieben hat und selbst aussagt, dass er bei Frauen überhaupt nicht ankommt und schon ewig Single ist.

Was für die eine Frau ein "perfekter" Papa ist, muss für die andere Frau nicht so sein.

Daher finde ich die Frage an sich fragwürdig.

w
 
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  • #21
[Mod]

Eine sinnliche Frau will Sex mit dem Mann, den sie liebt, sie will begehrt werden und sie will die Erfüllung. Vielleicht nicht jeden Tag, vielleicht ist auch sie mal müde, bestimmt ist sie sich nicht zu schade, mal die Initiative zu ergreifen - aber abgewiesen werden sollte sie dann nicht, und es sollte auch nicht die Regel sein, dass er daliegt wie Dornröschen, dass auf Erlösung wartet.

[Mod]

Das Tauschgeschäft "Kindererziehung" versus "Sexleben" ist meines Erachtens nicht empfehlenswert und zum Scheitern verurteilt.

[Mod]

Und in diesem Zusammenhang muss ich noch einmal sagen, dass für mich gute Eltern in erster Linie auch solche sind, die ihrem Kind zeigen, wie Beziehung geht - neben allem anderen. Ich kann das nicht trennen. Denn ein unglückliches, (teils oder ganz) unbefriedigtes Paar, das quasi ohne Intimität, ohne Begehren, ohne Zärtlichkeit lebt, macht ganz zwangsläufig seine Kinder auch unglücklich.

Schlechter Deal, der dir da vorschwebt.
 
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  • #22
Lieber Mooseba,

Warum willst du eine Beziehung und Familie, wenn du beides nur negativ siehst? Was Du da von Dir gibst , zeigt, dass Du nicht begriffen hast, was eine Beziehung bedeutet und auch nicht, das Kinder eine gemeinsame Entscheidung sind. Du solltest dich weniger mit Männern und Frauen beschäftigen und ihren angeblich unterschiedlichen Naturell, sondern einfach ohne Vorurteile durchs Leben gehen.

Männlichkeit zeigen v.a. die Männer, die ihrer Frau und Familie treu sind , sie und ihre Kinder lieben und v.a. selbst glücklich sind. Deren Beziehung mit dieser Frau eine bewusste Entscheidung ist , ja damit meine ich Heirat, deren Vaterschaft eine bewusste Entscheidung war mit ihrer Frau.

Die Behauptung Frauen wollten Kinder und Männer Sex und die Auffassung von Beziehung und Familie als Kompromiss dieser beiden Extreme, der zwangsläufig deshalb über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt ist, ist Quatsch und lediglich eine Ausrede für die eigene Unehrlichkeit zu sich selbst. Schlag Dir den Unsinn aus dem Kopf , wenn du tatsächlich eine Frau und Familie willst.
Und hör auf Dich zu bemitleiden !

Gruß
 
G

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  • #23
Kann der männliche Partner in einer Beziehung "Unmännlichkeit" betr. Einkommen, Optik und
Libido kompensieren? Indem er die die weibliche Partnerin bei der Kindesaufzucht umfangreich
entlastet. Reicht ihr das aus, toleriert sie dementsprechend sonstige Defizite des Mannes und gibt
sie ihm für das, was er zu leisten vermag Anerkennung?

Sicher - wenn es Frauen gibt, die nur noch Mutterdasein leben (vgl.Forum), dann wärest Du als
Vater die passende Ergänzung. Aber Achtung, einer muss das Geld ranschaffen.
W
 
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Mooseba

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  • #24
Sicher - wenn es Frauen gibt, die nur noch Mutterdasein leben (vgl.Forum), dann wärest Du als
Vater die passende Ergänzung. Aber Achtung, einer muss das Geld ranschaffen.
W
Nee danke, da würde ich durchdrehen.
Du solltest dich weniger mit Männern und Frauen beschäftigen und ihren angeblich unterschiedlichen Naturell, sondern einfach ohne Vorurteile durchs Leben gehen.

Und hör auf Dich zu bemitleiden !
Oh, mir geht es mittlerweile viel besser, auch danke meines anderen Threads. Warum? Weil ich das Schulterzucken gelernt habe. Sch*** drauf. Wenn es mich nicht interessiert, es keine notwendige Pflicht ist, ich nicht verantwortlich bin oder ich keinen Bock habe -> Sch*** drauf. Aber das ist ja selbstverständlich auch falsch. Andere Menschen? Interessieren mich null.
Insofern: Schummele nicht beim Kennenlernen, sag, wonach Dir ist und früher war, dann kann Dich Deine Partnerin verstehen und die Passende wird nicht abgeschreckt sein.
Im Übrigen hat Serenissima recht: Schieb nicht irgend einer Frau die Schuld zu, wenn sie andere Bedürfnisse hat, Deine Wünsche nicht teilt oder mehr von Dir als Mann will. Menschen sind nun mal unterschiedlich. Ich wäre höchst irritiert, wenn mein Partner mich in irgendeiner Phase unseres Lebens nicht mehr als Frau wahrnehmen und begehren würde. (Krankheit mal ausgeklammert, aber Kinder sind keine- auch nicht für kinderliebe Männer ;-)
Ehrlich sein? Kein Problem. Dann würde ich erstmal zugeben, dass ich als angehender Vater ziemlich sicher solch ein Mann wäre: http://www.elitepartner.de/forum/vater-werden-was-geht-mann-durch-den-kopf-54344.html. Hätte man sich entschlossen, Kinder zu bekommen, wäre es vorbei mit der Lockerheit. Man sollte also besser nicht gleich zu Anfang mit mir darüber sprechen. Aber wenn ich stets gelassen sein soll, müsste man mich wohl zum Daten zwingen wie man einen Hund zum Jagen tragen müsste. Wonach mir früher war? Dafür ist es jetzt zu spät, das habe ich als Spätzünder alles verpasst. Ich habe sicherlich keine unterdurchschnittlich entwickelte Libido, aber im Stress ist die Lust weg. Und ich bin schnell im Stress, dazu muss ich nicht mal arbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man mit Kindern und haushaltlichen Pflichten (das ist ja nicht nur Geschirr und Wäsche) noch ein klassisches Beziehungsleben aufrechterhalten kann. Das ist ja schon ohne Kinder schwierig. Von allein wird gar nichts im Leben - gar nichts. Lust allein ist kein Antrieb. Wenn ich gelassen bleiben soll, darf ich kaum Verantwortung haben. Um Spaß geht es im Leben eines Erwachsenen nun einmal nicht. Das ist meine Erfahrung.
 
  • #25
Wenn ich gelassen bleiben soll, darf ich kaum Verantwortung haben.
Das ist eine wichtige Erkenntnis, Mooseba. Dann nimm Dich so an, wie Du bist und akzeptiere die Konsequenzen. Kinder können allein mit ihren notwendigen Primärbedürfnissen manchmal richtig anstrengend sein. Wenn man da nicht eine gewisse Stressresistenz hat, fühlt man sich verloren. Phasenweise geht das allen Eltern so, manchmal ist es eben ZU stressig, aber so, wie Du Dich hier beschreibst, würde ich zu der Einschätzung kommen, dass Du das eher nicht angehen solltest.
Ja, den anderen Thread fand ich ganz gut, schön zu hören, dass Du ihn Dir auch zu Herzen nimmst, ich hab da nichts mehr geschrieben, da Du bei meinen früheren Tipps eher ausgeflippt warst.

Manchmal ist es bitter, die Konsequenzen aus der eigenen Individualität anzunehmen. Aber es kann ohnehin nicht jeder alles, niemand ist perfekt, niemand muss es sein. In diesem Sinn: etwas mehr (katholische) Genussfähigkeit, etwas weniger (protestantischer /calvinistischer) Arbeitsethos, und Du kannst leben und leben lassen ;-). Auch gut ohne Kinder, auch gut mit genauso viel Sex, wie Du eben möchtest, FÜR DICH, wohlgemerkt.
 
G

Gast

Gast
  • #26
Ich verstehe die Frage nicht!?
Und woher kommt die Erkenntnis, dass ein guter Vater weniger Sex möchte als ein schlechterer!?

Ein guter Vater ist einer, der lieber Zeit mit seinem Kind verbringt, als sich aufs Rad zu schwingen, zum Golf zu gehen oder mit den Jungs in die Bar. Der nicht "eigentlich lieber was anderes machen" will, sondern der gerne Zeit mit seiner Familie verbringt.

Und die Haltung, dafür etwas zu bekommen ist doch albern!?
Eine Mutter fragt ja auch nicht, was sie dafür bekommt, dass sie 3500 Stunden Schlafdefizit hat, 4000 Windel wechselt, 500kg Wäsche extra wäscht, keine vernünftige Mahlzeit mehr zu sich nehmen kann, dafür Brei- und Nudelreste isst, keine Zeit mehr für Friseur, Maniküre und Kosmetiker hat und den letzten guten Drink oft Jahre vorher zu sich genommen hat.

Wenn man sich für Kinder entscheidet, ist das eben so. Und wenn man als Mann damit ein Problem hat und es nur der Frau zuliebe tut, dann muss man(n) sich nicht wundern, wenn die Beziehung irgendwann zu Ende ist ... oder sexlos bleibt.

Männer, die sich dessen nicht bewusst sind, die nicht gerne mitmachen und die meinen, sie könnten als Mann weiterhin ihr Ding durchziehen, sollten eben lieber keine Familie bekommen...

oder zumindest später dann nicht jammern, wenn sie Unterhalt an Frau und Kind zahlen müssen.

w,41
 
G

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Gast
  • #27
Hallo Mooseba,
Ich habe einige Beiträge von Dir gelesen insbesondere diesen und den von Dir zitierten "Vater werden, was geht Mann durch den Kopf?", was wirklich auffällig ist und immer rauszulesen, ist eine sehr negative Wahrnehmung von Frauen. Du wirfst Frauen in jedem einzelnen Beitrag vor , sie stellten zu viele Ansprüche. Deine Frage hier ist eine einzige derartige Klage. Dein Beitrag bei "Vater werden, was geht Mann durch den Kopf" Gerade zu pampig und beleidigt , inwiefern das der FS , die sich um ihren Mann sorgt , helfen sollte erschließt sich mir nicht. Das Verhältnis Mann-Frau scheint bei Dir eine ganz klare Frontlinie zu sein, mit Frauen, die nur Ansprüche stellen und auch ganz klar den Mann ausnutzen. Der Beitrag von Gast 18 gibt genau diese Haltung zum Ausdruck.
Ich frage mich , warum hast Du diese Einstellung? Zeigen sich in der Beziehung zu Frauen deine Schwächen - was wohl jedem so geht - und statt sich diesen zu stellen, gibst du den Frauen die Schuld und bist eingeschnappt. Beschäftige dich doch einmal nur mit Dir und deinen Schwächen , lass die Frauen raus... Ich denke, dann könnte sich einiges von selbst lösen.

Beziehungen funktionieren besser zwischen zweien, die sich selbst kennen, weil sie über den Partner nichts kompensieren müssen. Eine gute Beziehung nimmt Stress raus.

Unsere Kinder haben unsere Beziehung intensiviert und gerade was die Leidenschaft angeht sind wir viel ehrlicher zueinander , so dass es im Vergleich zu vorher noch besser wurde. Auch wenn weniger Zeit ist.
Es hängt immer davon ab, was man daraus macht. Allgemeingültigkeiten sind selten. Kinder bedeuten Veränderung/ Entwicklung. Wer daraus Verzicht und Einschränkung macht ist selbst schuld!
Davon schreibt übrigens auch die junge Frau im von Dir zitierten Thread nichts.

Gruß w 35 , 2 Kinder, Hausfrau
 
M

Mooseba

Gast
  • #28
Danke für deinen guten Beitrag, Michaela. Selbstverständlich kann nicht jeder alles, aber einen Pool an
Basisfähigkeiten sollte jeder gesunde Mensch aufweisen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die Verantwortung für eine Familie wahrzunehmen. Ganz ehrlich: Lieber reibe ich mich für eine Sache, die ich will, auf und gehe irgendwann vor die Hunde anstatt ich es irgendwann bereue, wenn es nicht mehr zu ändern ist.
Auch gut ohne Kinder, auch gut mit genauso viel Sex, wie Du eben mchtest, FR DICH, wohlgemerkt.
Meiner Ansicht steckt dahinter der Glaube, dass man ewig jung bleibt. Du weißt bereits besser als ich, dass dem nicht so. Und außerdem: Wenn ich möglichst dem Stress aus dem Weg gehen soll, würde ich nicht mal eine Frau finden. Denn Partnersuche, Daten und Flirten sind für mich mehr Arbeit als Vergnügen. Das ist für mich mehr Kampf als Spaß. Nee, dann lieber kämpfen und mit wehenden Fahnen untergehen.
 
  • #29
Meiner Ansicht steckt dahinter der Glaube, dass man ewig jung bleibt. Du weißt bereits besser als ich, dass dem nicht so.
Danke, danke, also dann mit faltiger Altersweisheit:
Dahinter steckt bei mir die Überzeugung, dass VOR eine Familiengründung erst die Kraft für eine belastbare Beziehung kommen sollte, ohne Kampf und Krampf, als tragfähige Basis.

Vor eine belastbare Beziehung kommt aber die Aufgabe, mit sich selbst ohne Krampf zurechtzukommen, und auch mit möglichst wenig Kampf (bisschen Selbstüberwindung braucht jeder fast jeden Tag, das schon, aber Entspannung und Anstrengung, Genuss und Kampf müssen sich eben abwechseln ) Aber es darf im Single-Modus nicht das erträgliche Maß an Anstrengung überschreiten, sonst wirst Du in der Partnerschaft und danach mit Kindern wirklich wahnsinnig.

Und zwischen Singledasein und Famileinleben steht wirklich auch der Wille und die entsprechende Fähigkeit, mit einer Frau eine positive, stabile Beziehung aufzubauen, ohne Abwertung, ohne lange Schnute, weil sie erst zu spät in Dein Leben schneite, Dir zu wenig Prestige verschafft oder einfach nur menschliche Schwächen aufweist.

Ich würde Dir wünschen, dass Du das schaffst. Aber vorrangig ist, Dich selbst anzunehmen und dazu ist es nötig, gegenüber Deinen Mitmenschen bisschen mehr aufzubringen als Sch... -drauf-Mentalität. Wirklich in sich ruht man erst, wenn man abgeben kann (an Gutem, nicht an Mist)
Lieber reibe ich mich für eine Sache, die ich will, auf und gehe irgendwann vor die Hunde anstatt ich es irgendwann bereue, wenn es nicht mehr zu ändern ist.
Deinen Kindern würde es massiv schaden, wenn sie so ein märtyrerhaftes Elternteil hätten. Du überforderst sie emotional, wenn Du nicht aus Dir heraus und über sie hauptsächlich glücklich bist. Bevor Du keine Partnerin gefunden hast, mit der zusammen Du vergnügt die Beine hochlegen kannst, brauchst Du an Sex und Kinder gar nicht zu denken. Deinen Kindern würde es emotional nicht besser gehen als Dir früher. Das willst Du doch nicht?
Dann lieber persönlicher Verzicht und Bescheidenheit als Andere, insbesondere solche, die wir lieben, die Folgen des angelernten Alltagkrampfes ausbaden zu lassen.

einen Pool an Basisfähigkeiten sollte jeder gesunde Mensch aufweisen
Aber nicht alle Eltern haben es in jeder Umgebung geschafft, ihre Kinder zu gesunden Erwachsenen großzuziehen. Völlig unrealistisch, leider.

Strenge Askese ist ein Selbstzweck. Aber sinnvoll, viel und hart arbeiten gehört noch dazu. ;)
Zum Glück setzt Du schon Ironiezeichen hinter solchen Schmarrn. Meine Güte, wie hat Dir diese Erziehung geschadet. Bitte wiederhole das nicht, bevor Du selbst darüber hinweggekommen bist.
 
G

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Gast
  • #30
Hier wird viel Energie in Widerstand, Ablehnung und Dagegenhalten investiert. Klar, dass da für
ein schönes Leben nix mehr übrig bleibt.
Ich wünsch Dir unsterbliches Verliebtsein. Das Liebesobjekt wird Dir wohl mal über den Weg laufen.
Eine Frau, ein Kind, ein Tier vielleicht. Mehr braucht es nicht und der ganze verkopfte Gedankenkram
kriegt Flügel. Und übrig bleiben Gefühle - für ein anderes Wesen. Dann wird das Leben erst reich.
w
 
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