• #61
Also "bigger" schreibt immer das gleiche von Fruchtbarkeitstatus und so ein Kram, aber der Fruchtbarkeitsstatus reicht leider bei der jüngsten Frau nicht aus, wenn sie aussieht wie ein weiblicher Waldschrat, da wird auch sie wohl ewig Single bleiben.

Hingegen eine schöne, intelligente und lebenslustige 40-jährige, sich vor dem andern Geschlecht nicht retten kann, auch mit nachlassendem Fruchtbarkeitsgedöns, den Männer übrigens auch haben.

Der FS beschreibt genau das, was ich hier schon öfter propagiere.
Die meisten Paare tun sich aus rationalen Gründen, aber nicht aus Liebe zusammen.

Man hat ein gewisses Alter, ei, dann wirds Zeit und der nächst Beste oder die nächst Beste wird schnell genommen.
Man hat das Singledasein satt, der nächst Beste ist grad recht.
Man hat Angst vorm Alleinesein, der nächst Beste ist da grad gut genug dafür.
Man sieht überall im Bekanntenkreis nur Paare, ei, dann wirds Zeit, die Ansprüche werden tiefgestapelt, der nächst Beste wird genommen.
Oder man rächt sich am EX, damit der sieht, guck mal, ich hab mich schnell wieder getröstet.

Egal wie er aussieht, ob er dem Beuteschema entspricht, ob man begehrt und liebt - nicht wichtig - man ist kein Single mehr, das ist Priorität - also Ratio vor.

Das hält dann eine zeitlang, aber irgendwann kommen die Emotionen doch hoch, man stellt fest, eigentlich war der oder die XY nie die Richtige, es hat nie richtig gefunkt, alles ist so langweilig, man spürt es war nur eine Notlösung gegen das Singledasein und dann wird sich getrennt und man sucht nach dem verlorenen Kick.

Liebespaare sind die wenigsten, gute Kumpels die meisten, echte Liebespaare sind ewig zusammen, Kumpelpaare begrenzt.
 
  • #62
(1) Männer tun recht wenig in einer Beziehung, reflektieren ihre Fehler nicht und nehmen die Superfrau an ihrer Seite als selbstverständlich, ... Reflektiere! Liebe wird einem nicht geschenkt, dafür muss man arbeiten!

(2) Junge Frauen" sollen sich meiner Meinung nach ausleben und schnell das weite Suchen und Erfahrungen sammeln.

(3) Liebe ist nicht beständig. Dir gehört der andere Mensch nicht. Jeder ist frei zu tun und zu gehen, wenn es ihm passt! Das muss man ertragen lernen! Generell würde ich dir raten, bisschen unverklemmter zu werden. Lieb dich selbst mehr, dann brauchst du keinen zweiten Menschen, an dem du so tierisch kleben musst.
Aha.
ad primam: Es gibt keine "Superfrau" - aber einige Frauen, die sich dafür halten. Genau die sind es aber am allerwenigsten.
ad secundam: Frauen, die meinen sich "ausleben" zu müssen, sind undiszipliniert, egoistisch, meistens verantwortungslos. Sie sind das genaue Gegenteil einer "Superfrau"...
ad tertiam: Liebe ist beständig, im Unterschied zum Rausch des Verliebtseins. Liebe ist auch mehr als nur eine Emotion. Das hat mehr mit Verantwortung zu tun als mit Freiheit (letzter gibt es hierzualnde für alle in sehr hohem Maß, erstere wird im Zweifel denunziert statt gelebt - siehe die Verwendung des Attributs "verklemmt"/"unverklemmt" in diesem Zusammenhang.

An den FS: lies die Kommentare der Frauen hier sehr genau und ziehe dann Deine Schlüsse daraus. "Social Shaming" durch Frauen, deren Willen und Weltbild Du nicht entsprichst, solltest Du zu Deinem eigenen Wohl konsequent ignorieren.
 
  • #63
Tja ganz ehrlich.
Ich (w26) ... Ich habe ihn geliebt, aber eben im hier und jetzt.
Aber nicht jeder Mensch den man liebt ist auch der richtige für die Zukunft und nicht jeder Mann der nett ist der richtige Vater für ihre Kinder.
...
Und was deine eigene Zukunft betrifft:
Arbeite stets an deiner Beziehung, dann wirst du eine Frau auch längerfristig halten können. Manche Männer sind in der Hinsicht einfach betriebsblind und denken eine Beziehung aktiv zu gestalten wäre überflüssig, es "passt schon" wenn es harmonisch vor sich hinplätschert und lassen die Frauen machen. Das ist aber für jeden Menschen der mehr vom Leben erwartet zu wenig und mir sowieso.

Alles klar, lieber FS? Weiter oben argumentiert Vikky, "die Männer" hätten das früher schon ebenso gemacht und deshalb... tja, die alte, bei manchen Frauen beliebte und trotzdem - wenn man sie einmal analysiert - einfach nur "dumme" Argumentationsfigur... Was bleibt: es gibt eine Menge Frauen, die definieren für sich "Liebe" nur im "Hier und Jetzt".... Morgen schon kann alles ganz anders sein, wenn sich die Gefühlslage gedreht haben sollte.

Da hilft dem Mann nur sorgfältiges Selektieren und innere Unabhängigkeit von Sex und Frauen.
 
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Gast

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  • #64
Sowas meinte ich:
Generell war sie, also meine Ex, in einem ziemlichen Loch als wir uns kennen lernen. In diesen 3 Jahren hab ich sie sehr aufgebaut und nach oben gepusht.
Du warst sozusagen ein Anker oder Mentor, der ihr helfen konnte.
So, wie man sich kennenlernt und wie die Beziehung am Anfang ist und damit die Rollen verteilt sind, bleibt es oft auch.
Wenn man z.B. junge Frauen mit einem älteren Mann sieht. Sie schätzt ihn wegen Reife und Lebenserfahrung, was bedeutet, dass er sich viel besser zurecht findet im Leben und ihr helfen kann, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Irgendwann macht er was falsch, oder die Frau entdeckt selber, dass sie das Mädchen ist in der Beziehung, und dann muss sie zur Frau werden, dh. eigenständiger werden. Wenn der Mann das unterstützt, dass sie auf Augenhöhe kommt, bleibt die Beziehung bestehen und entwickelt sich. Wenn er das nicht kann, weil er aus ihrer Abhängigkeit Sicherheit gezogen hat und sie sich ja nun emanzipiert, dann zerbricht das ganze.
Der Mann hat natürlich auch was davon gehabt, dass er eine Freundin hatte, die ihm lebenserfahrungsmäßig nicht das Wasser reichen kann.
Wenn man einem anderen so aufhilft, wie Du Deiner Freundin, dann verbindet das, aber es verteilt die Rollen so, dass Du der emotional vernünftigere bist. Du Ordnung, Struktur, starke Schulter und sie Emotionalität und Schwäche, vielleicht auch Verrücktheit, die Du magst. Irgendwann muss aber jeder in sich selber entdecken, was der andere bislang für ihn übernommen hat, oder der Vernünftige wird mit seinen ewigen vernünftigen Vorschlägen langweilig, weil er verhindert, dass sich das Chaos ausleben kann. Sonst bricht der chaotische emotionale Beziehungpart aus, weil die geordneten Bahnen so erstickend sind. Manche Leute brauchen Hochs und Tiefs, andere die gleichförmige Stabilität.

# 48
 
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  • #65
Hallo lieber Fragesteller,
So ganz kann ich deine frage nicht verstehen.
Denn es ist eigentlich schon weit verbreitet, dass mann und Frau einfach nicht zusammen passen. Ich habe mich nach der Scheidung damit abgefunden. Und auch wenn es traurig ist. Aber es wird auch immer so sein. Deshalb verstehe ich einfach nicht , warum Mann und Frau immer noch nach Partnern suchen, obwohl sie wissen dass es eh wieder auseinander geht. Jetzt denkst du bestimmt. Naja vielleicht klappt es ja bei der nächsten Beziehung.
Ich kann dir sagen, dass tut es nicht! !! Sonst gäbe es nicht so viele Trennungen und Scheidungen.
PS. Ich bin nicht Pessimist, sondern Realist.
 
  • #66
@#48, ich merke wir verstehen uns. Das was du gerade beschrieben hast habe ich auch gedacht. Nur eine Sache gibt es die ich nicht verstehe: wir sind waren keine 6 Wochen auseinander da hatte sie nen neuen. Der Kerl den sie jetzt hat ist über 10 Jahre älter (wird dieses Jahr 30) bezieht HARZ4, hat mit Drogen und allem möglichen zu tun und und und. Da fragt jemand wie ich, der mit ner 1er Abschlussprüfung seine Kaufmanns Lehre beendet hat, was an so einem besonders ist. Und nochwas. Vor einigen Tagen hat sie mich mit einem Fake-Profil in einem großen bekannten Chat Portal angeschrieben , sich als jemand anders ausgegeben, also als ne andere Frau, hat da Bilder von ner heißen Blondine hochgeladen und dann so CyberSex Andeutungen gemacht gemacht. Okay ich hab das Spiel mitgespielt muss ich zu meiner Schande gestehen. Ich weiß aus einer verlässlichen Quelle, das sie sie dahinter steckt, hab sie damit konfrontiert aber sie hat natürlich alles abgestritten und mir sofort eine Freundin von sich präsentiert die das alles geschrieben haben soll. Wie soll ich sowas deuten?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #67
Der Kerl den sie jetzt hat ist über 10 Jahre älter (wird dieses Jahr 30)

Falls du dich nicht vertippt hast und falls ich richtig gerechnet habe, ist deine Exfreundin 18, richtig ?
( der Neue ist 29 und über 10 Jahre älter als sie )
Sie ist also 18 ( oder vielleicht auch 'schon' 19 ) und Ihr wart 5 Jahre zusammen ???

Nun, dann wird wohl niemand mehr hier posten, dass sie bei dir bleiben soll.
Ich fasse es nicht...

w 48
 
  • #68

Hm, ich weiß jetzt nicht nicht , was du uns sagen willst ( und das liegt nicht daran, dass du hier ein bisschen ausländisch gebabbelt hast ).

Aber eins habe ich vielleicht doch in all dem verstanden ( falls nicht, bitte meine Anmerkung als gegenstandslos betrachten ):

Liebe...hat mehr mit Verantwortung zu tun als mit Freiheit
Verantwortung und Freiheit schließen einander nicht aus.
Vielmehr ist beides, und noch einiges mehr, unabdingbar für eine glückliche Beziehung.

w 48
 
  • #69
Was bleibt: es gibt eine Menge Frauen, die definieren für sich "Liebe" nur im "Hier und Jetzt".... Morgen schon kann alles ganz anders sein, wenn sich die Gefühlslage gedreht haben sollte.

Da hilft dem Mann nur sorgfältiges Selektieren und innere Unabhängigkeit von Sex und Frauen.

Bevor man mir meinen Beitrag im Frust so zerpflückt:
Schon mal daran gedacht dass man sich den Freund als junges Mädchen (17-20) auch noch nach ganz anderen Kriterien aussucht und nicht zwangsläufig nach dem potentiell besten und vernünftigsten Familienvater schielt?
Oder gibt es entgegen meiner damaligen Erfahrung tatsächlich viele 20 jährige Jungs die sich ihre Freundin bezüglich ihrer Mutterqualitäten auswählen? Ich dachte, damals war der Bikini-Knackarsch und das Ansehen an der Schule/Uni deutlich wichtiger.

Wenn ja, dann hab ich zwischen 17 und 21 wohl in einer anderen Welt gelebt, denn in diesen Jahren war das Thema Familie so weit weg wie nur möglich ;)
 
  • #70
Bevor man mir meinen Beitrag im Frust so zerpflückt:
Schon mal daran gedacht dass man sich den Freund als junges Mädchen (17-20) auch noch nach ganz anderen Kriterien aussucht und nicht zwangsläufig nach dem potentiell besten und vernünftigsten Familienvater schielt?
...
Ich dachte, damals war der Bikini-Knackarsch und das Ansehen an der Schule/Uni deutlich wichtiger.

Wenn ja, dann hab ich zwischen 17 und 21 wohl in einer anderen Welt gelebt, denn in diesen Jahren war das Thema Familie so weit weg wie nur möglich ;)
Das ist einer der Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Jungs in diesem Alter sind von ihren Hormonen überwältigt, das ist nicht anormal. Mädels sollten wissen, ob sie ihnen den "Bikini-Knackarsch" darbieten oder vielleicht lieber nicht.

Zu dumm, dass Cosmopolitan und andere Massenmedien den jungen Mädels was anderes suggerieren. Ihre Tauglichkeit für eine monogame Langzeitbeziehung ist ja nicht das Thema dieser Medien. Aber es ist das Thema des aufgeklärten, verständigen Mannes.

Dagegen hilft auch kein Geschrei wegen angeblicher Doppelstandards. Die meisten Männer (interessanterweise besonders sog. "Player"!) sind diesbezüglich (intuitiv) schlauer als vielen Frauen genehm ist. Sie wissen nur allzu gut, mit wem sie eine feste Bindung eingehen würden oder eben nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #71
Nur eine Sache gibt es die ich nicht verstehe: wir sind waren keine 6 Wochen auseinander da hatte sie nen neuen. Der Kerl den sie jetzt hat ist über 10 Jahre älter (wird dieses Jahr 30) bezieht HARZ4, hat mit Drogen und allem möglichen zu tun und und und.
Ich würde drauf tippen, dass sie ihm das ist, was Du ihr warst. Der Typ scheint Probleme zu haben und sie ist nun der Anker und die Hilfe.
Das ist eine blöde Sache, dass man denkt, aus Bedürftigkeit könnte Liebe entstehen und dass Gebrauchtwerden gleichzusetzen ist mit "durch dick und dünn" und Verfestigung. Eigentlich ist bei solchen Beziehungen immer nur die Sicherheit im Vordergrund. Der Problemmensch rennt natürlich nicht weg, der Tröster fühlt sich wichtig.

Da fragt jemand wie ich, der mit ner 1er Abschlussprüfung seine Kaufmanns Lehre beendet hat, was an so einem besonders ist.
Er braucht sie, sie denkt, sie kann ihn retten und er wird dankbar sein. Tippe ich jedenfalls.

Du wirkst für sie vielleicht zu glatt und zu angepasst? Da fühlt sie sich vielleicht unzulänglich. Du blendest ja auch einiges aus, was im Leben passieren kann, so wie Du Deine Frage formuliert hast. Das ist kein Vorwurf, das fällt mir nur manchmal bei Menschen auf, die ein geradliniges Leben hatten und Ansichten haben, die jemand, der schon mal in Abgründe sehen musste, nicht hat, weil er weiß, was alles passieren kann und wie tief irgendwas gehen kann. Der mit dem Abgrund kann dem anderen nicht verständlich machen, was ihn bewegt. Der ohne Abgrund hat natürlich den Vorteil, dass die Gesellschaft und der Erfolg darin ihm recht gibt. Deswegen versucht der Abgründige auch, selber so zu werden und bewundert den anderen. Aber das klappt eben nicht, dass man seine düsteren Erfahrungen wegschieben kann. Und der ohne solche hat keine Ahnung, was es noch alles gibt, und ist ungewollterweise naiv in der Hinsicht.

48
 
A

Arcturus

Gast
  • #72
Frauen entwickeln sich oft weiter, wollen verbesseren, etwas besseres, während Männer pragmatisch an gutem Festhalten, vermeintlich gutes und sich dann wundern, wenn Frau geht.
Und aus diesem Grund ist "Der Fischer und sien Fru" auch heute noch aktuell bzw. aktueller denn je.
"Mantje, Mantje timpe tee, Butje Butje in de See,
meene Fru de Isebil will nicht so, as ick woll will."
"Was will sie den noch?"
"Jetzt will sie Papst werden"......

.......to be continued

Möge sich jeder ein Urteil bilden.

Ja, die Weitereintwicklung.... Ich kann davon ein Lied singen. Ich z.B. war "spirituell stehengeblieben" weil ich nicht daran glaubt, daß Engel in Raumschiffen um die Erde kreisen und den "Aufstieg" der Menschheit vorbereiten.

FS: mach Dir nichts draus, such' Dir eine emotional und charakterlich gefestigte Frau und falls das sich als nicht realisierbar herausstellen sollte, hab' einfach Spaß gemeinsam mit Frauen, solange es hält und streiche den Familienwunsch aus Deinem Leben.
 
  • #73
Ich denke, bei dieser Frage spalten sich die Antworten in zwei Lager: Jene, die denken, dass es einen Grund benötigt, eine Beziehung zu beenden, und jene, die der Ansicht sind, man benötigt einen Grund, um an einer Beziehung festzuhalten.

Ich ordne mich in die zweite Kategorie ein. Es genügt mir nicht, dass es gut funktioniert oder dass mein Partner ein anständiger Mensch ist. Das sind Ansprüche, die ich an eine Arbeitsbeziehung oder sonstige Zweckbindungen habe. Von einer Liebesbeziehung erwarte ich mehr und wenn dieses "mehr" nicht mehr gegeben ist, würde ich mich aus dieser Beziehung lösen.

Übrigens konnte ich noch kein Ende einer Beziehung beobachten, dass sich nicht bereits angekündigt hätte. Aber oftmals stellt sich einer der Partner für die Klagen des anderen taub und steht dann am Ende ganz verdutzt vor einem Scherbenhaufen, mit der Behauptung auf den Lippen: "Es war doch alles gut." Jener Partner, der sich getrennt hat, sieht das normalerweise anders.

27, w
 
G

Gast

Gast
  • #74
@ Beitrag 72
Mir ist sowas zwar auch bei einer Freundin begegnet, dass sie plötzlich Symbole auf Papier malte und meinte, das würde Energie in den daraufgestellten Wasserkrug ziehen, aber eigentlich entdecken diese Menschen nur irgendwas in ihrem Leben, das sie bisher nicht kannten. Ich würde nie bestreiten, dass manche dieser Menschen völlig fanatisch und abgedreht werden und an seltsame Sachen glauben. (wobei der christliche Glaube, wenn er so undifferenziert übernommen wird, genau das gleiche ist. Es werden heute noch Exorzisten von der Kirche ausgebildet)

Also ja, das ist schon mit Weiterentwicklung gemeint, dass man etwas entdeckt, was man in seinem Leben nicht hatte. Aber das sollte natürlich kein schräges bis pathologisches Verhalten bewirken.

Manchmal ist damit aber auch gemeint, dass man, nachdem man dachte, sein Seelenheil in einem anderen Menschen finden zu können, entdeckt, dass man es in sich selbst entwickeln muss. Abnabeln sozusagen. Was bedeutet, eigenständig zu werden. Viele Leute in Partnerschaften sind das nämlich gar nicht und saugen an dieser Stelle den Partner mit ihren Bedürftigkeiten aus. Sei es, dass man den Starken spielen will und den Partner schwach halten muss, oder sei es, dass man sich schwach fühlt und den Partner zum Ersatzelternteil macht.

Jeder müsste sich weiter entwickeln, auch Männer. Aber ich denke, wenn man sich im Job rumschlagen muss und somit nur mit der Außenwelt beschäftigt ist, bleibt äußerst wenig Zeit zur Selbstreflexion. Emanzipierterweise würde ich mir wünschen, dass sich das arbeitszeitmäßig teilt, so dass jeder sowohl das Selbstwertgefühl durch seine Position in der Außenwelt hat als auch genügend Zeit für Hobbys und In-sich-gehen.

Jene, die denken, dass es einen Grund benötigt, eine Beziehung zu beenden, und jene, die der Ansicht sind, man benötigt einen Grund, um an einer Beziehung festzuhalten.
Das ist sehr schön formuliert und trifft es auf den Punkt. Ich bin auch von der letzteren Sorte.
 
  • #75
Der FS beschreibt genau das, was ich hier schon öfter propagiere.
Die meisten Paare tun sich aus rationalen Gründen, aber nicht aus Liebe zusammen.

(...)

Das hält dann eine zeitlang, aber irgendwann kommen die Emotionen doch hoch, man stellt fest, eigentlich war der oder die XY nie die Richtige, es hat nie richtig gefunkt, alles ist so langweilig, man spürt es war nur eine Notlösung gegen das Singledasein und dann wird sich getrennt und man sucht nach dem verlorenen Kick.

Liebespaare sind die wenigsten, gute Kumpels die meisten, echte Liebespaare sind ewig zusammen, Kumpelpaare begrenzt.
Ich stimme dir voll und ganz zu, vor allem der Aussage "Liebespaare sind die wenigsten, gute Kumpels die meisten..." Deswegen gibt es meiner Meinung nach auch so viele Scheidungen/Trennungen; die Beziehung wird auf der "Wir-sind-ein-gutes-Team-Basis" geführt, weil man gleiche Lebenspläne hat (Familie etc.) und die Zeit dafür reif ist (passendes Alter/alle Heiraten gerade/alle kriegen gerade Kinder). Irgendwann stellen diese Paare fest: da hat immer was gefehlt, gleiche Lebenspläne reichen nicht, rationale Gründe reichen nicht auf Dauer, die "zweckfreie pure Liebe" war nicht ausreichend. Gut, wenn man das frühzeitig erkennt und den Mut hat sich anderweitig zu orientieren. Allerdings scheint ja bei dem FS noch eine ganz andere Komponente dazu zu kommen: Wer so jung ist, DARF, SOLL und KANN ruhig noch Erfahrungen sammeln und muss sich nicht für Jahrzehnte auf den Erstbesten festlegen (evtl. auch noch aus rationalen Gründen). In dem Alter habe ich mir über das Gründen einer Familie überhaupt noch keine Gedanken gemacht, sondern einerseits geschaut, WO ich im Leben mal beruflich hinwill und was mich alles glücklich macht. Und ansonsten viel gelebt, Spaß gehabt, Fehler gemacht - alles das, was man in dem Alter auch noch tun sollte. Gedanken über Familie, Kinder und feste Bindung und vor allem die damit verbundene Verantwortung haben sich erst entwickelt als ich dann meinen Mann kennengelernt habe - ich hätte mir viele Lebensmodelle vorstellen können. Ganz einfach, weil sich tiefe Liebe und Verbundenheit entwickelte. Ich habe den Eindruck, das fällt vielen Menschen schwer: Liebe erstmal zweckfrei anzusehen und DANN zu schauen, wie man sich mit diesem Partner im Leben einrichten kann - ohne auf Ziele wie Kinder, Familie, Haus und Golden Retriever eingeschossen zu sein.
 
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