L

Lady-Byte

  • #1

Was ist mit meinem Freund los ?

Hallo,
ich bin seit fast 15 Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir hatten immer schöne Zeiten, auch immer wieder mal Streit und ich habe mich über seine angeblich zahlreichen Macken geärgert und er sich über meine. Das alles ist recht normal, denke ich. Weil er jahrelang mehr verdient hat, habe ich Anfang des Jahres ein tolles Jobangebot angenommen. Endlich verdiene ich richtig gut. Bin dafür in eine kleine Wohnung gezogen, weil mein neuer Arbeitsplatz vom alten Wohnort einfach zu weit entfernt liegt.

Seitdem ich den Job habe, sind all die Dinge, die mir früher so wichtig waren (möglichst viel gemeinsam verbrachte Pärchen-Zeit, Absprachen, gemeinsame Planung und Organisation) kein Thema mehr und mir wird klar, wie albern und egoistisch das Ganze von meiner Seite aus war. Habe hier einen neuen Freundeskreis und auch nicht mehr so häufig Zeit, ihn zu sehen. Seitdem ich ausgezogen bin, dreht er leider völlig am Rad. Er will sich einen Job in meiner Nähe suchen, ich solle zurückkommen und wieder mit ihm zusammen ziehen, plötzlich will er mich unbedingt heiraten, er macht mir ständig Geschenke, will eine Familie mit mir und sagt mir ständig, wie sehr er mich liebt.

Habe ihm gesagt, dass wir für Familie noch Zeit haben, er das Schenken und Ausflüge organisieren lassen soll und dass er in seiner Firma und mit seinem zeitintensiven Job doch immer so glücklich war. Er ist nicht mehr für meine Bespassung zuständig, wenn mir was gefällt, kaufe ich es mir von meinem eigenen Geld, wenn ich etwas sehen oder erleben möchte, gehe ich einfach mit meinen Freundinnen und Kolleginnen hin. Das selbe solle er einfach bei sich machen, das spart uns beiden doch jede Menge Zeit. Auch die diesjährigen Weihnachtstage kann doch jeder, anstatt wie sonst ein gemeinsames Familien-Stressprogramm auszuknobeln einfach ganz entspannt mit seiner jeweiligen Familie feiern.

Obwohl er früher auch diese Auffassungen vertreten hat, dreht er jetzt plötzlich völlig am Rad. Nachdem er die letzten Jahre keine Zeit für so einen "Firlefanz" hatte, hat er sich dieses Jahr zu unserem "Jubiläum" freigenommen und ein volles Programm organisiert- für drei volle Tage! Traue mich noch gar nicht, ihm zu sagen, dass ich da schon mit Arbeitskolleginnen zum Wellness verabredet bin und ehrlich gesagt, ich verstehe ihn nicht. Jetzt hat er endlich alle Freiheiten, die er sich immer gewünscht hat, aber glücklich ist er nicht damit. Wieso?
 
  • #2
Naja, du scheinst ihn ja teils komplett aus deinem Leben und Planereien gestrichen zu haben. Wie oft seht ihr euch denn noch? Du bist finanziell unabhängiger geworden, das ist für ihn eine andere Situation. Ich weiß nicht, wie es früher bei euch war, warst du immer besonders lieb und fremdbestimmt, als er dir Sachen kaufte, dich finaniell unterstützte? Es war ein Konstrukt... ich will da jetzt nicht näher eingehen, es ist eine Vermutung.
Du gleitest ihm sprichwörtlich aus der Hand. Er merkt die Veränderung vollkommen. Du genießt jetzt deine Unabhängigkeit mit vollen Zügen und er sitzt alleine zu Hause und sehnt sich nach dir, nach den Zeiten, wo ihr euch aneinander gewöhnt habt, euer GEMEINDAMES LEBEN, wie es für eine lange Zeit war, ist nun vorbei. Eure Situation hat sich völlig verändert.
Im Gegenzug wird er sich fragen – Was ist mit meiner Freundin los? Warum will sie nicht mehr soviel Zeit mit mir verbringen? Liebt sie mich noch? Dimge, die ihr früher wichtig waren, sind es heute nicht mehr, bin ich ihr noch wichtig? Hm, er hat dich anders kennengelernt, als du jetzt bist. Er will das alte Leben und lieben mit dir zurück.
 
  • #3
Ganz einfach, weil er Angst hat dich zu verlieren und weil er merkt, dass du ihm entgleitest und nicht mehr emotional von ihm abhängig bist!

Darum bemüht er sich plötzlich mehr um dich und möchte die Dinge mit dir erleben die er früher nicht wollte. Du hast das Leben wieder für dich entdeckt unabhängig von ihm! Freue dich darüber, dass du nicht abhängig bist aber zeige ihm auch deine Liebe, falls du ihn noch liebst.

Daran zeigt und bestätigt sich meine These, dass die Männer emotional viel abhängiger sind von der Frau als umgekehrt. Es zeigt sich auch daran, dass viele Witwer innerhalb von zwei Jahren nach dem Tod ihrer Frauen selbst sterben. Mir sind einige Fälle bekannt.
 
  • #4
Was mit ihm los ist?
Ganz einfach: er hat Angst, dich zu verlieren.
Und so ganz unberechtigt ist seine Furcht nicht, oder?
Es geht dir besser ohne ihn als mit ihm.
Früher hast du geklammert, jetzt bist du ihm gegenüber gleichgültig
und lieblos. Du bist von einem Extrem ins andere gefallen.
Dass dir an der Partnerschaft noch etwas liegt, den Eindruck habe ich nicht, wenn ich deinen Beitrag lese.
Falls ich richtig liege, dann sei fair und beende das. Halte ihn nicht hin. Gib euch beiden die Chance, jemanden zu finden, mit dem es harmoniert.
 
  • #5
Ich verstehe nicht, dass du es nicht verstehst. Wenn er sich das alles so gewünscht hat, wie es jetzt ist - sicherlich nicht mit der Veränderung - Auszug Deinerseits. Du stellt sein komplettes Leben auf den Kopf - alles ist völlig anders. Du bist weg vollkommen selbständig. Genießt die Zeit plötzlich ohne ihn. Gehst in Deinem Job völlig auf. Das kennt er alles nicht - und du wunderst Dich. Überlegt mal, wenn er ein ganz massive Änderung vornehmen würde - in Deiner Art und Weise und du würdest zurückbleiben - was dann.

Er hat schlichtweg Angst dich zu verlieren. Und die Gefahr sehe ich ehrlich gesagt auch. Du lebst total auf und das ohne ihn. Frag Dich mal bitte, welchen Stellenwert er noch bei Dir hat. Ich sehe hier eine große Gefahr für Euch beide. Und diese geht derzeit von Dir aus. Bitte hinterfrage Dich das. Evtl. kommst du auch zu einem Entschluss, was du alles verpasst hast. Wenn nicht dann nimm bitte Rücksicht auf ihn und seine Gefühle für Dich (bei dir sind sie jetzt ein wenig abhanden gekommen)
 
A

aufgewacht

  • #6
sind all die Dinge, die mir früher so wichtig waren (möglichst viel gemeinsam verbrachte Pärchen-Zeit, Absprachen, gemeinsame Planung und Organisation) kein Thema mehr
Richtig - für ihn sind all die Dinge aber nach wie vor Thema! Er hat das Gefühl, du entfernst dich von ihm... was ja auch so ist.

Du bist aus der 15 Jahre gelebten Struktur ausgebrochen, hast die Spielregeln geändert, und er will dich nicht verlieren.

Er muss erst mit dem neuen Muster klarkommen. Ich hoffe ihr schafft es.
 
  • #7
Du verstehst ihn nicht? Ich versteh dich nicht - oder meinst du deine Frage ohnehin nicht ernst?!
Du ziehst aus, wechselst sogar den Wohnort, sagst ihm, er soll Geschenke und Organisation von Ausflügen bleiben lassen, wenn du etwas möchtest, kaufst du es dir selbst, bist lieber mit Kolleginnen als mit ihm unterwegs, den Weihnachtsstress mit ihm und Familie wirst du dir heuer nicht mehr antun - mit anderen Worten, du zeigst ihm gewissermaßen den Stinkefinger.
Wieso meinst du, dass er jetzt alle Freiheiten hat, die er sich bisher wünschte? Hast du ihn bisher mit deiner eingangs zitierten Pärchen-Zeit, den Absprachen, der gemeinsame Planung und Organisation ständig und jahrelang überfahren?
Ich denke, ihm liegt etwas an der Beziehung, dir leider nicht (mehr).
 
  • #8
Früher war es ihm offenbar zu eng, jetzt ist es ihm zu "lose". Außerdem hat er sicher den Eindruck, dass Du ihn langsam aber sicher aus Deinem Leben entfernst.
 
  • #9
Erst war er sich deiner sicher, jetzt gleitet du ihm durch die Finger. Er hat Angst, dich zu verlieren. Er ist dir nicht mehr so wichtig wie früher, daher dreht er auf.

Wie aus dem Lehrbuch.
 
  • #10
Weil du dich sehr kalt und unemotional ihm gegenüber verhältst. Offenbar hast du bisher an ihn auch finanzielle Ansprüche gestellt, und jetzt ist alles super lustig mit neuen Kollegen?
Weil er jahrelang mehr verdient hat, habe ich Anfang des Jahres ein tolles Jobangebot angenommen.
Wirklich? Ich hoffe doch, daß du es nicht nur aus diesem Grund gemacht hast.
Kannst du wirklich nicht erkennen, was in ihm vorgeht? Sehr empatisch klingst du nicht, du wirfst ja gerade die Beziehung weg. Versetz dich doch in seine Lage, vielleicht gelingt es dir dann besser die Situation zu verstehen.
 
N

nachdenkliche

  • #11
Zweiter Versuch: Ihr beiden seid kein Paar! Darunter verstehe ich was anderes! Ihr lebt ja nicht mal zusammen in einer Stadt? Du machst Dein Ding und er bekommt Angst, Dich komplett zu verlieren. Ich rate Dir, trennt Euch und sei ehrlich zu Deinem "Partner". Alles Gute!
 
  • #12
Mit Geld kann man alles kaufen was man möchte, einen Menschen an seiner Seite zu haben, der einen liebt nicht. Meine Entscheidung wäre da klar. Ich würde nach einer Lösung suchen, mit ihm wieder zusammen zu sein. Alle käuflichen Dinge haben keinen Wert, wenn man irgendwann alleine im Wohnzimmer sitzt. Aber das kommt immer darauf an, welche Werte man setzt.

Die Frage was mit deinem Freund los ist, finde ich ehrlich gesagt lächerlich. Mir zeigt dass, das du kein emphatisches Empfinden besitzt. Vielleicht wäre er gut daran, für sich neue Wege zu gehen. Ich wollte nicht mit so jemanden wie dir zusammen sein.
 
A

Ares

  • #13
Seitdem ich den Job habe, sind all die Dinge, die mir früher so wichtig waren (möglichst viel gemeinsam verbrachte Pärchen-Zeit, Absprachen, gemeinsame Planung und Organisation) kein Thema mehr und mir wird klar, wie albern und egoistisch das Ganze von meiner Seite aus war. Habe hier einen neuen Freundeskreis und auch nicht mehr so häufig Zeit, ihn zu sehen. Seitdem ich ausgezogen bin, dreht er leider völlig am Rad. Jetzt hat er endlich alle Freiheiten, die er sich immer gewünscht hat, aber glücklich ist er nicht damit. Wieso?
Du drehst gerade all das zurück, was man eigentlich in die Wege leitet, wenn man eine Beziehung aufbaut (gemeinsamer Wohnort, gemeinsame Wohnung, gemeinsame Organisation, gemeinsame Freunde...) und wunderst Dich, dass Deinem Partner das nach 15 Jahren nicht gefällt. Für mich ist eher das egoistisch als der beschriebene frühere Zustand. Für mich klingt es danach, als wolltest Du die Beziehung langsam auslaufen lassen. Dass Dein Freund dann "am Rad dreht" finde ich verständlich. Du solltest überlegen, ob Du die Beziehung grundsätzlich in Frage stellst und mit ihm ein Gespräche darüber führen...
 
  • #14
Mir fällt dazu nur ein (leider politisch unkorrekter) Spruch ein:

"Der Moxx hat seine Schuldigkeit getan, der Moxx kann gehen".

Sei wenigstens so fair und trenn Dich, damit er nicht noch mehr Gefühle, Zeit und Geld in ein ausichtsloses Unterfangen investiert - für mich hast Du die Beziehung schon innerlich gekündigt.
 
  • #15
Kannst du wirklich nicht erkennen, was in ihm vorgeht? Sehr empatisch klingst du nicht, du wirfst ja gerade die Beziehung weg. Versetz dich doch in seine Lage, vielleicht gelingt es dir dann besser die Situation zu verstehen.
Ich finde sogar gut, dass sie nicht mehr an ihn klebt und, dass sie damit eigentlich beweist, dass wenn es drauf ankommt, dass sie fähig ist ohne ihn zu leben und selbständig zu bleiben.

Wie viele Männer machen Karriere ohne Absprache mit ihren Frauen beschliessen sogar ins Ausland zu gehen. Sie nehmen keine Rücksicht und sie kümmern sich nicht um ihre Beziehung und jetzt ist es einmal anders und es wird auf die Frauen eingedroschen.

Und wie viele finanziell abhängige Hausfrauen mit Kindern werden verlassen, weil sich der Gatte plötzlich seiner Frau zu sicher ist und sich eine Geliebte gesucht hat. Ihm ging es so gut, viel zu gut und viel zu monoton und langweilig und da musste Abwechslung her vorzugsweise im Bett.

Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden liebe FS. Zeige deinem Partner der dich offenbar früher nicht heiraten wollte und jetzt aber doch, dass es auch einmal um dich geht aber auch dass ihr trotzdem ein Liebespaar seid auch wenn du nicht in seiner Nähe wohnst. Und wenn er will lass ihn tatsächlich in deine Nähe ziehen und sich dort einen Job suchen. Warum müssen immer Frauen zurückstecken und Männer auf ihre Kosten (auf Kosten der gemeinsamen Paarzeit) Karriere machen, ihre Freunde alleine treffen, sich ihren Hobbies widmen.
 
  • #16
Schliesse mich Nr. 13 total an.
Sei so fair, und trenne dich nett von ihm. Er hat es verdient, dass du dich fair und freundschaftlich von ihm trennst. DU hast dich verändert, es ist DEIN Problem, DU gibst die Beziehung auf. Denke daran, wenn du einmal einen neuen Partner suchen solltest: DU wolltest es so.
A good heart these days ist hard to find
 
  • #17
Wenn einer aus einem Beziehungskonstrukt mit Projektion und Rollenverteilung ausbricht, fängt der andere an zu rotieren.
Bei euch war es so, dass Du abhängig warst und Dein Mittelpunkt die Beziehung war und seiner anscheinend diverses anderes. Nun bist Du auch unabhängig, hast einen anderen Mittelpunkt für DEIN Leben, nicht für EUER Leben gefunden, und ihr beide müsstet mit der neuen Situation auch neu umgehen, denn BEIDE müssen die Beziehung zum Teil in ihren Lebensmittelpunkt stellen, nicht nur einer.
Das, was Du jetzt machst, geht ja auch völlig an "Partnerschaft" vorbei - das ist ok, wenn Du denkst, Du brauchst das jetzt, aber irgendwann kommt ja der Punkt, wo man fair sein muss zum anderen, wenn man was für ihn empfunden hat, und sagen müsste, dass man lieber Single wäre. (Ich könnte mir vorstellen, dass Du, wenn er irgendwann wieder aufhört mit dem Beziehungsaktivitätsprogramm, weil er resigniert, selber wieder ankommst, falls Dir überhaupt noch was an der Beziehung liegt) Er müsste einsehen, dass die alte Rollenverteilung weg ist und er selber wieder lockerer werden sollte, seine eigene Unabhängigkeit, die er ja immer wollte, mehr genießen sollte.

Die schein-unabhängige Person in solchen Beziehungen zieht ja Sicherheit daraus, dass der andere alles macht. Deswegen würde sie auch merkwürdigerweise die Beziehung nie beenden, die sie so furchtbar, furchtbar einengt.

Das ist das Lustige bei solchen Beziehungen - sobald die Person, die immer anhänglich war, loslässt, wird der andere anhänglich, weil die von ihm ewig eingeforderte Freiheit auf einmal als einfacher Gegenpol zur Anhänglichkeit des anderen enttarnt wird, statt sich als echter Freiheitsdrang zu zeigen. Es sind quasi zwei Seiten der selben Medaille und Du hast als erste die Seite gewechselt.

Du klingst auch nach Rache.
Vielleicht ist es zu spät für euch. Beziehungen mit Projektionen und Rollenvertielung funktionieren ja nur so lange, bis einer die Projektion durchbricht. Wenn man dann feststellt, dass der Mensch, mit dem man zusammen ist, gar nicht mehr passt, ist es das Ende. Wenn echte Liebe da ist, nicht.
Also falls Du den Mann liebst, gibst Du ihm eine Chance und machst jetzt nicht das, was er jahrelang gemacht hat.
 
  • #18
Mir fällt dazu nur ein (leider politisch unkorrekter) Spruch ein:

"Der Moxx hat seine Schuldigkeit getan, der Moxx kann gehen".
Also wenn dann sind sie beide Moxxe. Ich seh hier kein Opfer. Wenn man jahrelang darum betteln muss, dass der andere Zeit mit einem verbringt und das ganze nach Beziehung aussehen lässt, während der Partner dauernd wichtigere Dinge hat (Weihnachten mit eigener Familie, mit zeitintensivem Job glücklich sein, Jahrestage der Beziehung sind "Firlefanz"), dann waren der Kitt in der Beziehung ja eindeutig die emotionalen Bedürfnisse der FS und das Einfordern von Beziehungsaktivitäten durch die FS, während der Mann anscheinend so tat, als ginge ihn das nicht viel an, also ist sie genauso ein Moxx. Sie hat dem Mann Beziehungsenergie und Aufmerksamkeit geschenkt, er hat sich auf was anderes konzentriert und hatte trotzdem emotionale Sicherheit, ohne viel zu investieren an Energie, Fantasie und Interesse sowie auch Zeit.
 
  • #19
Sie war ja in den 15 Jahren wohl auch (finanziell) abhängig von ihm, was ihn natürlich auch männlicher dastehen ließ. Sie hatte ja kein Geld um so zu leben, wie sie es jetzt kann. Es ist fast wie, das Kind wird flügge. Oder die Schulbeziehung geht auf verschiedene Unis, ja, es ist zum scheitern verurteilt. Sie ist jetzt nicht mehr das süße Mäuschen, das ja nichts hatte außer ihren Freund und die Beziehung, sie konnte nichtmal ausbrechen um „Neues“ schnuppern zu können. Ihr Mittelpunkt WAR der Freund. Jetzt hat sie nen neuen Mittelpunkt und er hat Angst, diese Stellung nicht mehr zu haben. Du bist jetzt unabhängig, eure Rollenverteilung ist anders. Mochtest du dein altes Leben mit ihm nicht, dass du jetzt so auf die Pauke haust? Warst du deshalb mit ihm zusammen, weil du abhängig warst? Liebst du ihn denn noch? Warum redest du so abwertend über ihn?
 
  • #20
Du bist auf dem Absprung, hast nun andere Beschäftigungen und Bestätigungen gefunden, und das merkt er.

Ob Eure Beziehung zu retten ist, wisst nur Ihr.
 
  • #21
Früher hast du geklammert, er war für die Erfüllung deiner Bedürfnisse zuständig. Jetzt hast du entdeckt, dass du ihn gar nicht brauchst, dass du deine Zeit lieber mit Kollegen verbringst etc.
Und das man sich viel lästige Zeit sparen kann indem jeder seine eigenes Ding macht. (Ironie).Du wirst von einer extrem abhängen Person zu einer extrem unabhängigen. Deinen Freund scheinst du auch gar nicht zu lieben, da du ihn null vermisst und auch Weihnachten und euren Jahrestag ohne ihn verbringen möchtest.
Vielleicht genießt du es auch, ihn in der schwächeren Position zu sehen. Ich hoffe er wacht rechtzeitig auf und trennt sich noch vor Weihnachten von dir damit er eine Frau kennenlernt, die ihn liebt.
 
L

Lady-Byte

  • #22
Mich interessiert weder der allgemeine Frust einiger verlassener, abgebrannter Herren, noch habe ich es nötig, mich persönlich auf unterstem Niveau persönlich beleidigen zu lassen.
Ich bedanke mich bei Mandoline, Void und Joggerin un einigen Anderen, die die Ausnahme gestellt haben und wünsche diesen noch einen schönen Tag.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #23
Vorher war alles selbstverständlich für ihn - so wie es war. Nun sieht er, dass du mehr drauf hast (als er vielleicht gedacht hat) und macht sich Sorgen, dass ihr euch entfremdet.

Oft merkt man erst, was man wirklich (Gutes) gehabt hat, wenn man auseinander geht bzw. - wie bei euch - es sich abzeichnet, dass es auseinander gehen könnte.
 
  • #24
Bist du fähig zu Selbstkritik?
Versetze dich gedanklich in seine Lage, dann wird dir die Erleuchtung kommen.

Für dich ist der Drops gelutscht, du hast dich innerlich von ihm verabschiedet, du hast es dir nur noch nicht klar gemacht. Ihr habt euch auseinandergelebt. Wer daran schuld ist, ist völlig egal. Die Frage ist, was ihr daraus machen wollt.

Seine Planungen mit einem "ups, sorry, da wollte ich mit ein paar Kolleginnen zu so einer Wellness Sache" zu kontern, scheint mir jedenfalls nicht der Königsweg zu sein, um eine Beziehung zu retten.
Bevor jetzt ein: "Aber, aber, aber - ist er selbst schuld, warum hat er früher nie .." kommt: das wäre eine völlig korrekte und legitime Antwort. Aber eine Beziehung lebt nicht vom Recht-haben.
 
  • #25
Hast du etwa geglaubt, FS, dass dir hier jeder zuspricht? Du hast eine ziemlich „einfach“ zu beantwortende Frage gestellt und jeder hat sie eigentlich beantwortet, wie es der Realität entspricht und ferner ausschaut. Hast du dir nur Applaus gewünscht, dass du endlich aus der Abhängigkeitsfalle raus bist und eine soo tolle unabhängige Frau bist? Was passiert, wenn es schief geht? Kommst du dann zurück und machst genaus weiter wie vorher? DU hast dich verändert und zwar zu einem enormen Egomanen. Es wirkt unsympathisch, hoffentlich merkts dein Freund schnell. Das hier hat nichts mit dem Frust anderer zu tun, du suchst anscheinend einen Grund, nicht mehr zu ihm zurück zu kommen.
Jetzt hat er endlich alle Freiheiten, die er sich immer gewünscht hat, aber glücklich ist er nicht damit. Wieso?
Dann frag ihn, wenn unsere Antworten angeblich voller Frust sind. Aber seine Antwort wird dir sicherlich auch nicht gefallen. Ich verstehe es manchmal nicht – ohne Kommunikation kann keine gute Partnerschaft stattfinden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #26
Wie war es denn früher, wenn Du Dir etwas gewünscht hast und er es als "Firlefanz" bezeichnet hat?
Hast Du Dich da geliebt gefühlt? Wenn Du vielleicht mal darauf gewartet hast, dass er sich bemüht und aktiv wird, mit gemeinsamen Wochenenden?
Ich denke mal, da hattest Du bestimmt auch Ängste und einen Kloss im Hals. Geh zurück in das Gefühl und Du weisst genau was mit ihm los ist.
Und es ist egal ob er sich jetzt plötzlich gedreht hat und früher nie so war...oder vielleicht sogar mit seinem alten Verhalten dafür gesorgt hat, dass Du den Schritt in einen guten Job egal wo, gemacht hast.
Bei beiden scheinen sich Gefühle geändert zu haben...und das hat nichts mit Schuld oder nicht Schuld zu tun!
 
  • #27
Die schein-unabhängige Person in solchen Beziehungen zieht ja Sicherheit daraus, dass der andere alles macht. Deswegen würde sie auch merkwürdigerweise die Beziehung nie beenden, die sie so furchtbar, furchtbar einengt.

Das ist das Lustige bei solchen Beziehungen - sobald die Person, die immer anhänglich war, loslässt, wird der andere anhänglich, weil die von ihm ewig eingeforderte Freiheit auf einmal als einfacher Gegenpol zur Anhänglichkeit des anderen enttarnt wird, statt sich als echter Freiheitsdrang zu zeigen. Es sind quasi zwei Seiten der selben Medaille und Du hast als erste die Seite gewechselt.
Das ist so, es ist nur eine Pseudounabhängigkeit, denn würde der Freund keine emotionale Wärme und Nähe brauchen, so hätte er sich selbst schon längstens getrennt. Statistisch betrachtet sind es immer noch die Frauen, welche sich weit häufiger trennen (ca. 75%) aus verschiedenen Gründen und nicht immer geht es dabei um den sexuellen Betrug.

Erstaunlicherweise trennen sich Männer auch dann nicht, wenn sie eine Geliebte haben. Sie versuchen, solange es geht die Aussenbeziehung zu verheimlichen, damit sie nicht aus der gemeinsamen Wohnung rausgeschmissen werden. Oder wenn doch dann wechseln sie nahtlos von einer Beziehung in die nächste bzw. ziehen bei der Geliebten ein. Kenne einige solche Fälle und ich das lesen wir hier jeden Tag. Zu schätzungsweise 80-85%, wenn es um eine Trennung geht, hatte der Mann eine andere.

Männer delegieren ihre Gefühlswelt an die Frauen, und fragt man sie wie sie sich fühlen und wie es ihnen geht, dann wissen sie oft keine Antwort. Sie fühlen sich alleine sehr unwohl und spüren, dass ihnen etwas fehlt. In solchen Momenten fällt ihnen auf: "ich habe/hatte doch eine Freundin. Wie es ihr wohl ohne mich geht?" ;-) Und dabei müssten sie sich selbst die Frage umgekehrt stellen und beantworten: "wie geht es mir und wie fühle ich mich ohne meine Freundin?" :)
 
  • #28
Mich interessiert weder der allgemeine Frust einiger verlassener, abgebrannter Herren, noch habe ich es nötig, mich persönlich auf unterstem Niveau persönlich beleidigen zu lassen.
Ich bedanke mich bei Mandoline, Void und Joggerin un einigen Anderen, die die Ausnahme gestellt haben und wünsche diesen noch einen schönen Tag.
Ähh wie man in den Wald hineinruft, und so weiter....
Du stellst dich eben als ziemlich ruppig und unempathisch dar, und wenn das in den Antworten dann angesprochen wird - wirst du deshalb agressiv weil du dich ertappt fühlst?
Natürlich steht dir frei, dir die Antworten herauszupicken, die dir gefallen. Lernen und als Mensch weiterentwickleln wirst du dich allerdings nur durch die, die dir nicht gefallen. Die lösen nämlich was aus, an dem du arbeiten solltest.
 
R

rosenmann

  • #29
Es ist wie ein Tauziehen, früher hast du sehr stark gezogen, nun lässt du ziemlich locker und er kipppt plötzlich nach hinten weg und weiß nicht recht, was er davon halten soll, er zieht noch mehr.

Könnte sein, dass du los lässt.
 
  • #30
Hast Du Dich da geliebt gefühlt? Wenn Du vielleicht mal darauf gewartet hast, dass er sich bemüht und aktiv wird, mit gemeinsamen Wochenenden?
Ich denke mal, da hattest Du bestimmt auch Ängste und einen Kloss im Hals. Geh zurück in das Gefühl und Du weisst genau was mit ihm los ist.
Und es ist egal ob er sich jetzt plötzlich gedreht hat und früher nie so war...oder vielleicht sogar mit seinem alten Verhalten dafür gesorgt hat, dass Du den Schritt in einen guten Job egal wo, gemacht hast.
Auch wenn sie das macht und sich in seine Situation hineinversetzt in welcher sie auch einmal war mit den dazugehörigen Emotionen, so hat sie ihm ohne es zu wollen damit eine Lektion verpasst im Sinne von: "jetzt weisst auch du endlich, wie ich mich gefühlt habe, als ich mit dir dieses und jenes tun wollte oder dieses und jenes unternehmen wollte und als ich dich heiraten wollte, hast du mich links liegen gelassen und mich nicht beachtetet bzw. meine Wünsche und Bedürfnisse, sondern nur du deine".

Die Menschen verstehen den anderen emotional erst dann, wenn sie sich in der entsprechenden Situation befinden. Wenn ein Mann eine Frau verlassen hat so versteht er wie sie sich gefühlt hat, wenn er selbst verlassen wird. Wenn ein Mann eine Frau nur für seine sexuelle Befriedigung genutzt hat und weiss wie es ist wenn eine Frau ihn auch nur sexuell benutzt und er sich eine Beziehung wünscht.

Einem Menschen in einem Gespräch zu erklären, wie man sich fühlt hat eigentlich nie wirklich etwas gebracht. Die Menschen lernen ihre Lektionen im Leben erst, wenn sie die gleichen Erfahrungen gemacht haben. Und jetzt ist er dran zu lernen, wie es sich anfühlt, wenn man ihm keine Aufmerksamkeit und auch gemeinsame Zeit schenkt - schlicht und einfach, wenn man ihn gleichgültig ignoriert.

Ich sage: es geschieht ihm zu recht.

Dieselbe Situation jetzt durchzumachen kann auch für beide eine Chance sein, sich gegenseitig auszusprechen. Sie können einander erzählen: "es tut so weh, wenn du mich zurückweist, mich nicht beachtest und keine Rücksicht auf meine Wünsche und Bedürfnisse nimmst."