• #1

Was ist mit mir innerlich passiert?

Hallo,

nach mehreren schlechten Erfahrungen mit Männern ist irgendwie etwas in mir gestorben. Früher hatte ich nach schlechten Beziehungserfahrungen doch immer wieder den emotionalen Wunsch, wieder einen neuen Freund zu finden. Jetzt aber ist dies emotional tot in mir, ich fühle nichts mehr. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, sind meine inneren Gedanken in Bezug auf Beziehung ziemlich krass, ich denke, dass ein Mann nur lügt, dass er mich sowieso früher oder später verläßt, dass, solange ich ihm noch in den Kram passe, er mich nur unter Druck setzt, mich emotional erpresst und einengt. Und wenn ich dann viel für ihn gemacht habe, dann verläßt er mich sowieso. Der Preis ist mir zu hoch, wenn ich dann zwischenzeitlich z.B bei meinem Job zurück gesteckt habe - für nichts! Einzig vom Kopf her mache ich mir Sorgen um mein Alleinsein, weil ich denke, vielleicht bereue ich es in 10 Jahren, dass ich die Zeit nicht genutzt habe, noch einen Mann zu finden. Nur deswegen würde ich vielleicht einen Versuch noch unternehmen und hoffen, dass der Mann so lieb und ehrlich ist, dass das, was ich jetzt als tot in mir empfinde, "wieder zum Leben erweckt wird". Insgesamt habe ich mich auch sehr stark zurück gezogen und bin sehr viel allein. Zu einem Psychologen kann ich leider nicht gehen. Aber ich habe das Gefühl, mein Problem sitzt tiefer.

Hat jemand schon mal so eine Situation durchlebt? Was ist das? Was kann ich tun?

Danke!

w40+ (meine letzte Beziehung ist mehr als 1 Jahr her)
 
  • #2
Nicht direkt aber ähnlich.
Bei mir ist es ein Vertrauensproblem.

Ich hatte zwar keine Enttäuschungen in dem Sinne, aber was ich von Frauen höre und hier auch lese, verdirbt mir ehrlich die Lust wieder einen Mann in mein Leben zu lassen bzw. mich auf jemand einzulassen.

Es gibt zuviele Warmwechsler, Marktwerttester oder Männer, die verheiratet wie ein Single auftreten. Ich habe keine Lust auf Dates oder Flirts. Ich bin zwar viel unterwegs alleine oder mit Bekannten aber wirklich auf nichts mehr aus in dieser Richtung.

Wenn mal einer guckt, guck ich weg, ich denke ähnlich wie Du...da kommt nix gescheites dabei heraus, also lass es, sicher wieder so ein Typ von der Warmwechslersorte oder sexuellem Notstand. Okay klingt negativ.

Aber ich habe keinen Bock auf Zeitvergeudung mit Mister Nobody.
So lebe ich weiter als Solisten aber mit weniger Partnersuchstress.
Und wenn sich trotz allem was ergeben sollte, nur noch über eine Freundschaftsschiene mit langer Anlaufzeit - schnell, schnell, geht bei mir garnicht mehr.
 
  • #3
Man kann einem anderen nicht unbedingt vorwerfen, dass er einen ausgenutzt hat, da man es ja mit sich hat machen lassen. Das ist natürlich keine Entschuldigung für die Ausnutzer, sondern es soll Dir sagen, dass Du es in der Hand hast und Dich nicht dem Schicksal ausgeliefert fühlen musst. Denn dann verlierst Du die Angst, dass Du dem üblen Spiel hilflos ausgeliefert bist.
Man kann immer die Reißleine ziehen, wenn man merkt, man gibt zu viel. Man muss drüber reflektieren, wie schnell man zu geben bereit ist und wieviel Kraft man hat zu riskieren, dass der andere wieder geht, falls man sich nicht ausnutzen lässt.
Du bestimmst doch die Regeln mit, es sei denn, Du willst UNBEDINGT eine Beziehung und kniest Dich auf eine Weise rein, die Dir nicht guttut aus Angst, wieder allein sein zu müssen.

Meiner Ansicht nach ergibt sich die Lösung erst dann, wenn Du emotional unabhängig geworden bist und eine Beziehung nicht mehr brauchst.
Wenn Du offerierst, dass Du alles tust für eine Beziehung, dann ziehst Du auch Männer an, die es sich bequem machen wollen bzw. Du zeigst ihnen, dass sie sich nicht anstrengen müssen, damit Du bleibst.

Du denkst vielleicht, dass Du Deine Art zu lieben nicht mehr geben können wirst, weil Du nie das zurück bekommst, dass es sich "ganz" für Dich anfühlt. Das ist meiner Ansicht nach der Schritt in die Unabhängigkeit: Du denkst nicht mehr, dass Du dafür arbeiten und aufgeben musst bzw. kannst, dass Du Liebe bekommst. In der Hinsicht muss man meist auch drüber nachdenken, wie man selber von den Eltern Liebe bekommen hat. Durch Leistung? War die Mutter aufopfernd und zu Hause, während der Vater arbeiten ging?
 
  • #4
Hallo liebe Anna,

Ich bin sehr traurig für dich, dass deine Gedanken so sind. Nach mehreren schlechten Erfahrungen kann ich das auch sehr gut verstehen. Du hast viel versucht und es hat nichts geklappt, jetzt änderst du dein Denken.

Es ist auf jeden Fall gut, dass du hier um Rat bittest. Falls du zu keinem Psychologen gehen kannst, dann probier doch erstmal kostenlose Sorgentelefone aus, oder gehe auf youtube und höre dir Vorträge zum Thema Lebensberatung an. Da sind echt ein paar gute dabei, die wirklich Kraft geben.

Ich finde den gut: "Das Herz führt immer zum Erfolg" von Robert Betz.

Weiter denke ich auch, dass es im Leben immer auf und ab geht. Die Phasen wechseln sich ab, und es geht auch sicher bald wieder besser!

w (27)
 
A

Ars_Vivendi

  • #5
Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, sind meine inneren Gedanken in Bezug auf Beziehung ziemlich krass, ich denke, dass ein Mann nur lügt, dass er mich sowieso früher oder später verläßt, dass, solange ich ihm noch in den Kram passe, er mich nur unter Druck setzt, mich emotional erpresst und einengt. Und wenn ich dann viel für ihn gemacht habe, dann verläßt er mich sowieso.

Da bist Du hier im Forum sicher richtig, gefühlt 80% (real sicher weniger) der Frauen hier klingen genau so, auch wenn sie es nicht so klar formulieren wie Du. Und auch für mich als Mann wirken die Enttäuschungen der vergangenen Beziehungen sicher nach, wenn ich das auch nicht so negativ sehe wie Du. Vermutlich geht es vielen so, die mit 40+ und einigen gescheiterten Beziehungen wieder auf Partnersuche sind.

Ich denke nicht, dass eine solche Einstellung ermöglicht, einfach wieder eine neue Beziehung anzufangen. Helfen könnte Zeit, helfen könnten gegengeschlechtliche Freundschaften, die vielleicht das Vertrauen wieder einfach etwas nähren. Ich habe momentan eine Freundschaft+ mit genügend Abstand und das tut mir persönlich sehr gut.
 
G

Gast

  • #6
Liebe Anna, soetwas habe ich noch nicht erlebt, aber ich kann dir sagen, dass du das, was du denkst, dass es passiert, auch in dein Leben ziehst. Deine oben genannten Gedanken MÜSSEN sich somit bewahrheiten. Wenn du nicht zu einem Psychologen gehen kannst (warum auch immer), suche dir einen anderen Therapeuten, wenn du magst. Aus meiner Sicht beschreibt deine genannte Situation (unter anderem) auch Robert Betz sehr schön. (Einfach googlen). Bleibe doch erst mal alleine und finde zu dir. Alles Liebe.
 
G

Gast

  • #7
Ich kenne "sehr gute" Beziehungen und daher wird es nicht pauschal an "schlechten Männern" liegen, die nichts anderes im Sinne haben, als ihre Partnerinnen unglücklich zu machen, sondern auch daran, wie die Partner zueinander eingestellt sind.

Du könntest es genauso gut aktiv voran treiben, dass es nicht gut funktioniert. Im Wesentlichen müsstest Du für Dich hinterfragen, was Partnerschaft für DICH bedeutet. Was DU bereit bist zu tun, zu geben, zu akzeptieren. Weniger, was "der Andere" tun muss, um DICH glücklich zu machen.

Denkst Du zu wenig Direkt in Dir, sondern zu viel in Schleifen über den Partner, wirst Du es immer mit deiner Erwartungshaltung gegenchecken und dann den Daumen heben oder senken.

Der Partner wird irgendwann draufkommen, dass Glück nur dann funktioniert, wenn es oder er einer Erwartungshaltung genügt. Das erste, was dabei einschläft, ist die Leidenschaft. Fehlt diese, wird es zur Zweckbeziehung und Probleme des Alltags überlagern den Wunsch nach Liebe, Zärtlichkeit, Nähebedürfnis usw.

Nicht mehr die Liebe steht dann im Vordergrund, sondern nur mehr die Frage, warum sie nicht mehr stattfindet.
 
G

Gast

  • #8
Schlechte Idee mit dem Zurückziehen! Was bringt dir das, außer: Rückschritt, Ängste, sozialer Verlust, noch mehr Ängste, Ängste vor Männern, Hoffnungslosigkeit.

Ja, ich habe das auch erlebt, aber nur bei dem gesellschaftlich heute modernen, stereotypischen, deutschen Mann! Ich erlebe, dass diese Männer wenig Respekt vor Frauen haben (oder nur dann, wenn es beziehungstechnisch eng für sie wird). Sie sind zudem gefrustet und resigniert. Ihr Verhalten sagt nichts über dich aus, aber viel über sie! Hast du es mal mit einem ausländischen Mann versucht?
 
  • #9
nach mehreren schlechten Erfahrungen mit Männern ... ich denke, dass ein Mann nur lügt, dass er mich sowieso früher oder später verläßt, dass, solange ich ihm noch in den Kram passe, er mich nur unter Druck setzt, mich emotional erpresst und einengt. Und wenn ich dann viel für ihn gemacht habe, dann verläßt er mich sowieso.
Das kommt m.E. so oft bei Männern vor, dass man es für "normal" halten könnte.

Die FS sollte lernen, die üblen Männer gleich zu Anfang erkennen, und sich von ihnen trennen. Oder erst gar nicht an sich ran kommen lassen.
So das sie frei ist, für den richtigen, passenden Mann.

Die Welt ist leider nicht immer so schön und liebevoll, wie man es sich vorstellen mag. Also muß man sich die Leute etc. suchen, die am ehesten an seine Vorstellungen heran kommen. Dort sind die Chancen am größten, auch einen passenden Partner/in zu finden. Also aktiv sein, aber auch geduldig. Liebe braucht Zeit und Raum, um entstehen und wachsen zu können.

Trotz aller schlechter Erfahrungen und Vorurteile muß man sich dazu überwinden, raus zu gehen und neue Leute kennenlernen. Denn das eigene Leben und Schicksal interessiert es nicht, ob man z.B. die Liebe erlebt oder nicht. Das Leben läuft ab. Also muß man aktiv sein, um die Wege seines Lebens zu lenken. Solange man noch lebt = lenken kann.

Ich bin zwar auch ein Mann, aber ich habe auch viele schlechte Beispiele von Männern erlebt/gesehen. Das sind aber meine Maßstäbe. Andere würden solche Männer nicht als schlecht beurteilen. Selbst wenn sie es wirklich sind. Aber wozu sollen mich anderer Leute Maßstäbe interessieren ?

(m,53)
 
  • #10
Hat jemand schon mal so eine Situation durchlebt? Was ist das? Was kann ich tun?

Was Männer auch tun: Dein Lebensglück nicht von einem Mann abhängig machen. Versuche, dein Steckenpferd zu finden, deine Passion, und wenn du jemanden kennenlernst, genieße die Zweisamkeit, aber richte nicht deine komplette Lebens- und Gefühlswelt nach ihm aus.

Paare trennen sich nunmal, Erwartungen werden enttäuscht. Aber oft waren die Erwartungen einfach zu hoch, genährt von Disney-Filmen und den Großeltern, die sich eben mit ihren Partnern abgefunden haben, weil sie keine Wahl hatten. Wenn du natürlich deine Erwartungen zu hoch hängst, wenn du dein Glück von ihrer Erfüllung abhängig machst, dann kann es dir immer wieder passieren, dass eine Enttäuschung dich nach unten zieht. Die gehören aber zu Leben dazu.

Ich nehme an, du hast keinen Kinderwunsch mehr, oder? Dann hast du ja nicht mehr den Druck, den Mann für's Leben zu finden. Mit der oben genannten Einstellung kannst du ganz anders agieren.
 
  • #11
Oh, ich kann das sehr gut nachvollziehen, liebe FS. Mir geht es im Moment ganz ähnlich. Meine letzte Beziehung endete vor 3 Jahren, seit dem bin ich allein - so lange, wie noch nie. Obwohl ich keine meiner Beziehungen (z.T. sehr langjährige) als total schlecht, sondern streckenweise auch recht gut empfunden habe, und auch nicht "unglaublich schrecklich verletzt wurde", spüre ich in mir, dass ich bestimmte Verletzungen einfach nie mehr erleben möchte - und sei es um den Preis, dann eben nie mehr eine Beziehung zu haben.
Ich würde sagen, ich fühle mich nicht tot, so wie du es beschreibst, sondern ich fühle deutlich diese Angst vor erneuter Verletzung. Da man weiß, dass enge Beziehung aber nicht ohne Verletzung geht, ist das ein Dilemma.
Gleichzeitig spüre ich eine unglaubliche Traurigkeit und auch Besorgnis um mich selbst (ähnlich, wie du es beschreibst), wenn ich mir vorstelle, für den Rest meines Lebens ohne Partner zu bleiben.
Früher ging mir das auch nicht so, da hatte ich immer noch die Hoffnung, dass "mit dem nächsten Mann alles anders wird". Ich vermute, es liegt am Alter, dass wir jetzt so resignieren.

w50
 
G

Gast

  • #12
Deine Gefühlslage kann ich gut nachvollziehen. Es ist bei mir ähnlich. Ich bin geprägt durch die schlechten Erfahrungen, die ich mit Frauen gemacht habe. Und es wird mir immer schwerer, die schönen Zeiten, die man doch miteinander gehabt hat, zu sehen.
So sehr ich mich auch danach sehne, solch schöne Zeiten wieder zu erleben, habe ich trotzdem das Gefühl, ...ob es das alles Wert ist?
und habe Angst mit eine sich selbst erfüllenden Prophezeiung (das wird eh wieder nichts) in eine Partnerschaft zu starten.

Noch sehe ich eine Partnerschaft nicht zwingend als nur temporär an.
Womit ich es mir vielleicht leichter machen könnte.

Wo ich allerdings das Vertrauen hernehme, weiß ich auch nicht. Vielleicht ist es Optimismus?

Ich denke, reden mit dem Partner hilft! Und wenn man einen Menschen trifft, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, kann man gemeinsam gegen dieses Problem angehen.
m / ü50
 
  • #13
Liebe FS,

wir sind im gleichen Alter und auch ich habe bereits ziemlich viele, teils auch sehr unschöne Erfahrungen sammeln dürfen. Oh auch ich kann sehr doll lieben und gebe viel (manchmal auch zu viel). So wie du es auch tust habe ich ebenfalls Reflektiert und muss mich manchmal sehr bremsen. Dann will ich das früher wieder und möchte unvoreingenommen lieben können ohne den Gedanken das man(n) meine Gutmütigkeit wieder ausnutzt. Jeder meiner Partner hat etwas von mir mitgenommen und ich liebe nun nur noch mit angezogener Handbremse.
Mir fehlt das Vertrauen und ich rechne eigentlich immer damit das wieder Schluss ist.
Insgesamt erwarte ich einfach nichts mehr. Der Partner den ich habe kriegt die Kurve ebenfalls nicht. Er ist Mitte 40 und tut sich schwer mit dem Zusammen sein. Auf der einen Seite steht der Wunsch nach Nähe und auf der anderen der Wunsch das man die Vergangenheit korrigieren könnte.
Vielleicht wäre ich mit einen anderen Mann dann auch zusammen geblieben.
Jetzt mit diesen genieße ich den Moment und das Wissen das vielleicht schon morgen wieder Schluss ist.
Emotional gebe ich nur noch das was eben geht. Nicht mehr und auch nicht weniger. Scheint mir das das Liebe Ü40 ist.
 
  • #14
Hallo FS, ich kann mich sehr gut in deine Gedankenwelt hinein versetzen, mir geht es ähnlich. Männer, die eine Frau während einer Bez. u. zum Ende hin verletzen, demütigen und ratlos zurück lassen, wissen überhaupt nicht was sie mit ihrem Egotrip für nachhaltige Schäden in der Seele einer Frau hinterlassen.

Viele kommen nie mehr aus dieser Schiene heraus u. zurück bleiben zerstörte Seelen die keinerlei Vertrauen mehr ins andere Geschlecht investieren wollen/können, weil irgendwann auch der s. g. Selbstschutz greift.

Im Grunde ist der Mensch nicht zum Alleinsein geboren und es ist traurig zu beobachten wo unsere Gesellschaftsform mit zunehmenden Single Haushalten und gestörten Egomanen hinsteuert.
 
N

nachdenkliche

  • #15
Mir geht es z.zt. ähnlich wie Herakles.Aber das liegt an der letzten Beziehung, die vor einem halben Jahr beendet wurde.Es war zwar die glücklichste Zeit in meinem Leben, was Männer betrifft, aber auch die Zeit mit der größten Wehmut, Traurigkeit... Am Ende hat dieser Mann mir jeglichen Glauben an Ehrlichkeit genommen.Inzwischen komme ich sehr gut mit mir alleine zurecht.Das etwas innerlich tot ist, das weiß ich nicht! Zumindest habe ich Hoffnung..Aber es geht mir gut und bin dankbar, dass ich diese Zeit mit ihm hatte.
 
  • #16
Kannst Du nicht einfach mit niedrigeren Erwartungen an die Sache herangehen? Eine Familie gründen kannst/willst Du doch wahrscheinlich eh nicht mehr, was spricht dagegen es selbst langsam etwas unverbindlicher angehen zu lassen, auch wenns nicht "auf ewig" ist, und man gemeinsam öfter mal was schönes macht (damit meine ich nicht nur das Bett)?
So wie ich das sehe, willst Du einfach zuviel. Im dem Alter sind eben Familienmänner die eine auf Dauer angelegte, feste Partnerschaft im Ziel haben, nicht mehr in großer Zahl übrig und frei (ist umgekehrt das gleiche ;-) ). Es gibt dann vorwiegend noch 1) die verheirateten, die gerne sexuelle Abwechslung hätten, 2) geschiedene, die selbst ihre Vorgeschichte haben, mit Familiengründung abgeschlossen haben, und für eine Partnerschaft keine so großen Kompromisse mehr eingehen wollen, 3) Übriggebliebene, die vorher schon keine wollte.

Die Frage ist: 1) Findest Du den Traumprinz, der sich aus dieser Masse positiv hervorhebt oder 2) kannst Du mit dem ein oder anderen Mann aus dem obigen Gruppen trotzdem noch etwas anfangen, was Dein Leben positiv bereichert?
 
G

Gast

  • #17
Ich kenne "sehr gute" Beziehungen und daher wird es nicht pauschal an "schlechten Männern" liegen, die nichts anderes im Sinne haben, als ihre Partnerinnen unglücklich zu machen, sondern auch daran, wie die Partner zueinander eingestellt sind.

Du könntest es genauso gut aktiv voran treiben, dass es nicht gut funktioniert. Im Wesentlichen müsstest Du für Dich hinterfragen, was Partnerschaft für DICH bedeutet. Was DU bereit bist zu tun, zu geben, zu akzeptieren. Weniger, was "der Andere" tun muss, um DICH glücklich zu machen.

Stop mal, hier wurde was verwechselt. Die FS beklagt, dass es erst gar nicht zu Partnerschaften kommt, weil die Männer lügen, sich respektlos verhalten, nicht beziehungsfähig bzw. willig sind usw.

Ich bin bereit zu geben, ausreichend auf erwachsener nicht infantiler Ebene. Gerade deswegen scheine ich genau das Gegenteil anzuziehen, Männer mit massiven Selbstwertproblemen, die sich schon über ihren Namen ärgern, obwohl der wirklich harmlos ist, Männer die böse über die Ex lästern, Schulden haben, ihr Leben mit Ach und krach auf die Reihe bekommen und daher händeringend eine Frau suchen, die ihnen die Last des täglichen Lebens sehr erleichtert.

Ohne mich Jungs. Gerne auf Augenhöhe, gerne ausgewogen und ausbalanciert, für euch gibt es genug Mädels, die auf eurer "Augenhöhe" leben, aber die sind für euch ja uninteressant, warum nur ,-).

Ich bin eine erwachsene Frau und will einen wirklich erwachsenen Mann.
w
 
  • #18
Liebe FS,
ein Jahr ooder länger Single zu sein, ist heutzutage nichts Ungewöhnliches, es ist auch gut, sich Zeit zu nehmen, erstmal mit sich selbst zufrieden sein zu können.
Da Du aber schon selber vermutest, dass Dein Problem viel tiefer liegt, warum kannst Du denn nicht zum Psychologen ?
 
  • #19
Geht mir ähnlich. Meine letzte Art von Beziehung ist mehr als zehn Jahre her und ich habe häufig einfach keinerlei Lust mehr, mich für einen Mann zu interessieren. Teilweise aus Frustration, Enttäuschung, teilweise Gleichgültigkeit. Meine Energie richte ich auf mein Kind, meinen Job, meine Freunde und mich und damit bin ich gut ausgelastet. Es ist auch nicht so, daß mir in den vergangenen Jahren einer über den Weg gelaufen wäre, den ich interessant fände. Insofern gibt es da nichts zu bereuen - außer dem Gefühl, daß einem vielleicht die Zeit davonläuft und man ja auch nicht jünger wird.
Ich habe mich schulterzuckend damit abgefunden und mache mein Ding. Ist für mich seelisch gesünder.
 
G

Gast

  • #21
Ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es genauso.
Nur das ich noch Männer an mich heran lasse, aber dann meine Laufschuhe anziehe sobald es ernster werden könnte.

Der Grund dafür ist, das ich nie wieder gefühlsmäßig verletzt werden möchte, das letzte mal habe ich fast drei Jahre gebraucht um mich wieder zu stabilisieren.

Ich war nur 1,5 Jahre in dieser Beziehung und ich konnte gar nicht glauben, das er neben mir noch eine andere Frau hatte und ich nichts rein gar nichts gemerkt habe, da fragt man sich schon was es für gute Schauspieler es gibt.

Ich glaube auch das es besser ist alleine zu bleiben, da kann einen keiner mehr verletzen, andererseits sehne ich mich schon nach einer stabilen Partnerschaft, man dreht sich da im Kreis und kommt nicht mehr raus.

W47
 
N

nachdenkliche

  • #22
Wenn man das hier so liest, klingt das alles nicht so schön, was? Da nehme ich mich nicht aus.Ich kann die FS zu gut verstehen.Was ist mit INSPIRATIONSMASTER passiert? Warum so verbittert? Ich glaube, Frauen wie Männer müssen lernen, das Lebensglück nicht vom anderen abhängig zu machen.Auch müssen wir vielleicht lernen, dass es genauso erfüllend sein kann, gute Freunde zu haben, nette Arbeitskollegen, gesunde Kinder und die Fähigkeit alleine glücklich und dankbar zu sein.Eine Partnerschaft ist nicht immer das Sahnehäubchen im Leben, nur manchmal! Und ich gönne es jedem, wenn er in einer glücklichen Liebesbeziehung lebt, auch davon kann man hier lesen...:) , finde ich immer wieder schön!
 
  • #24
...weil ich denke, vielleicht bereue ich es in 10 Jahren, dass ich die Zeit nicht genutzt habe, noch einen Mann zu finden.

Wenn du 30 wärst, würde ich das verstehen. Du könntest es in 10 Jahren bereuen, weil dann die Zeit, ein Kind zu bekommen, vorbei wäre.
Aber mit 40 ist das ja eher kein Argument mehr.

Wenn du also mit 50 wieder für eine Partnerschaft bereit bist, kannst du dir dann ja einen lieben Mann suchen.
Nach deinen Beschreibungen zu deiner Seelenlage würde ich jetzt lieber Single bleiben und das Leben genießen.

Warum glaubst du, dass das ein unvollkommener Zustand sei ?
Man muss nicht zwingend einen Partner haben, wer sagt das denn ?

w 48
 
P

Provence

  • #25
aber was ich von Frauen höre und hier auch lese, verdirbt mir ehrlich die Lust wieder einen Mann in mein Leben zu lassen bzw. mich auf jemand einzulassen.
Ich zitiere hier Herakles - obwohl es auf Anna genauso zutrifft: was ihr hier lest, ist nicht wirklich repräsentativ. Macht euch mal klar, dass sich - gerade in einem Chat-Forum - überwiegend die Unzufriedenen/Unglücklichen melden.

Natürlich kann frau, nachdem sie selbst einige Enttäuschungen erlebt hat, sich hierdurch bestätigt fühlen. Und die Flinte in’s Korn werfen. Schade, denn damit wird sie nie dahinter kommen, warum die Mehrzahl der Frauen, die sich hier NICHT äußern, ein glückliches Dasein (in Partnerschaft und Liebe) führen.
Ein Single-Dasein von einem Jahr ist noch nicht lang. Wenn du aufhörst, liebe Anna, offensiv zu suchen, passiert es. Sagen mir viele meiner Freundinnen und ich selbst habe das auch so erlebt.
 
G

Gast

  • #26
Ach, ich weiß nicht. Man kann alles dramatisieren und sich darauf zurückziehen, dass es "bislang nicht geklappt hat" und "man nur ausgenützt wurde". Tatsache ist doch, wir alles sind einige Male gescheitert. Und auch ich merke, dass es nicht mehr so einfach ist, sich auf etwas einzulassen. Dies Hurra-ich-bin-verliebt! der 20er und 30er ist einer gesunden Vorsicht gewichen, dem Wissen, dass man es mittlerweile versteht, Ausschlusskriterien früher zu erkennen als früher. Mitunter steht man sich dabei selbst im Weg, weil man befürchtet, sich ein nochmaliges Scheitern zeitlich "nicht leisten zu können" und deshalb vorab sämtliche Risiken ausschalten möchte, das stimmt wehmütig, ist aber kein Drama, wenn man versteht, dass Liebe IMMER ein Risiko darstellt, verletzt zu werden, ob man nun 25 oder 60 ist. Das Forum hier halte ich keinesfalls für ein repräsentatives Sample, wenn ich mir ansehe, wer hier wie schreibt, frustriert ist und ALLES dem anderen Geschlecht umhängen möchte - egal, ob XX oder XY.
Ich lerne eigentlich ausschließlich Männer kennen, denen es geht wie mir: Wir alle haben Sehnsucht nach einer Beziehung, wir alle haben unser Päckchen in Form von Erfahrung und Scheitern zu tragen - und nicht immer lässt sich ein Kompromiss zwischen Angst und Sehnsucht finden. Man kann es auch Lebenserfahrung nennen. w, 48
 
  • #27
Arbeite auf, woran die Erfahrungen gelegen haben könnten. Meist wiederholt man bei Sowas ja unbewusst Muster aus den Elternhaus. Lies Bücher zu den Thema. Oder mache eine Therapie. Die wird dir von der Kasse bezahlt. Falls es die Entfernung ist: Es gibt auch Therapeuten, die telefonisch arbeiten.
Gut ist das Buch "wenn Frauen zu sehr lieben".
 
  • #28
Und wenn ich dann viel für ihn gemacht habe, dann verläßt er mich sowieso.
Ich möchte mal nur den Aspekt mit Frau 'tut' etwas für Mann herausgreifen. Von den Frauen wird dieses Verhalten ja gerne als selbstlos und partnerschaftlich dargestellt. Nach meiner Lebenserfahrung ist ein solches Verhalten oft sehr egoistisch, den es wird dann Dankbarkeit und oder ein bestimmtes Verhalten erwartet.
Ein kleines Beispiel aus meinen Leben: Ich bügle meine Hemden seit Jahren am Wochenende selbst. Nun hat sie die Hemden schon am Vortag gebügelt und erwartet nun Dankbakeit von mir und natürlich weil wir ja jetzt Zeit haben, soll ich mit ihr ins nächste Möbelhaus fahren. Ich hatte vor, die Hemden zu bügeln und mir nebenbei die Radsportübertragung auf eurosport anzuschauen - herrlich entspannend. Stattdessen soll ich durch ein Möbelhaus laufen - würg.
Bei der anschliessenden Diskussion war ich der Böse und ganz furchtbar undankbar.
Also ich bin sehr vorsichtig geworden wenn mir eine Frau erzählt, dass sie für ihn alles macht.
An die FS: Du erwartest zu viel vom Partner und überlege ob du wirklich 'viel für ihn gemacht' hast oder ob du dies nur deshalb gemacht hast um eigene Vorstellungen durchzudrücken.
Das Ganze wäre wohl eine eigenen Thread wert.
 
  • #29
Als anständiger Mann wehre ich mich entschieden dagegen, von Dir so nonchalant abgeurteilt zu werden. Und ich müßte lügen, wenn ich behaupten wollte, daß Du mir leid tust.
Na apfeldieb, da sage ich als Mann nur, dass die FS diesen Gedankengang nicht selbst ausgesucht hat. Sie selbst leidet ja am meisten darunter. Sie verflucht doch hier nicht pauschal alle Männer. Schlechte Erfahrungen bringen halt solche Gedanken und sind echt schlimm. Ich kann das auch als Mann sehr gut nachvollziehen. Du solltest dich nicht beteiligen, an den Gepflogenheiten einiger anderer hier. Nach dem Motto , erst mal drauf hauen und dann denken.
M44 nichts für ungut
 
  • #30
Ach, ich weiß nicht. Man kann alles dramatisieren und sich darauf zurückziehen, dass es "bislang nicht geklappt hat" und "man nur ausgenützt wurde". Tatsache ist doch, wir alles sind einige Male gescheitert. Und auch ich merke, dass es nicht mehr so einfach ist, sich auf etwas einzulassen. Dies Hurra-ich-bin-verliebt! der 20er und 30er ist einer gesunden Vorsicht gewichen, dem Wissen, dass man es mittlerweile versteht, Ausschlusskriterien früher zu erkennen als früher. Mitunter steht man sich dabei selbst im Weg, weil man befürchtet, sich ein nochmaliges Scheitern zeitlich "nicht leisten zu können" und deshalb vorab sämtliche Risiken ausschalten möchte, das stimmt wehmütig, ist aber kein Drama, wenn man versteht, dass Liebe IMMER ein Risiko darstellt, verletzt zu werden, ob man nun 25 oder 60 ist. Das Forum hier halte ich keinesfalls für ein repräsentatives Sample, wenn ich mir ansehe, wer hier wie schreibt, frustriert ist und ALLES dem anderen Geschlecht umhängen möchte - egal, ob XX oder XY.
Ich lerne eigentlich ausschließlich Männer kennen, denen es geht wie mir: Wir alle haben Sehnsucht nach einer Beziehung, wir alle haben unser Päckchen in Form von Erfahrung und Scheitern zu tragen - und nicht immer lässt sich ein Kompromiss zwischen Angst und Sehnsucht finden. Man kann es auch Lebenserfahrung nennen. w, 48
Genau so sehe ich das auch. Wir müssen alle diesen Weg gehen. Die einen halten dabei die Augen auf und andere wiederum verschließen sie irgendwann, wenn der mut sie langsam verlässt. Beides einfach nur menschlich!
M44
 
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