• #1

Was ist nur schief gelaufen?

Hi, ich weiß eigentlich garnicht was ich im Moment denken oder fühlen soll.

Ich fange mal von vorne an. Vor 2,5 Jahre habe ich eine Frau kennengelernt. Sie war genau mein Typ, wir haben uns sehr gut verstanden, waren absolut auf einer Wellenlänge. Das dachte ich jedenfalls. Sie ist in meinem Alter, 32 Jahre, hat einen zwölfjährige Sohn, war bis dato alleinerziehend. Nach einigen Treffen sind wir zusammen gekommen und waren sehr glücklich. Vor 1,5 Jahren haben wir uns entschieden zusammen zu ziehen. Da ich ihren Sohn mittlerweile wie meinen eigenen gesehen habe war ich überglücklich endlich eine Familie zu haben. Haus, Hund, Frau, Kind, finanzielle Sicherheit, alles. Vor etwa sechs Monaten habe ich den Mut gefasst und ihr einen Heiratsantrag gemacht. Sie hat überglücklich ''ja'' gesagt und sich voll und ganz in die Hochzeitsplanung gestürzt.

Jedoch ging es seit dem Tag zwischen uns langsam bergab. Sie entwickelte eine schwere Depression, ich muss sagen, dass sie in der Hinsicht vorbelastet ist, war vor mir längere Zeit in stationärer Behandlung und auf Medikamente eingestellt. Die Medikamente hat sie nach unserem Zusammenzug abgesetzt, weil sie der Meinung war sie braucht sie nicht mehr. Ebenso hat sie eine Psychotherapie abgebrochen.

Ich war immer für sie da, wollte ihr helfen wo ich nur konnte. Hab mich um alles gekümmert, Haushalt, Kind, Essen. Es wurde jedoch immer schlimmer, die verbrachte die Tage weinend im Bett, wir gerieten nur in Streit bei alltäglichen Problemen. Es war nicht mehr möglich ein normales Gespräch mit ihr zu führen.

Ich habe versucht sie zu überzeugen, dass sie/wir dringend Hilfe benötigen, das wurde von ihr wehement abgelehnt. Die Hausärztin wollte sie in eine psychiatrische Klinik einweisen, ihre beste Freundin hat auf sie eingeredet, ihre Mutter, alle.

Vor vier Tagen hat sie die Beziehung beendet und ist mit ihrem Sohn zu ihrer Mutter gezogen. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag. Sie sagte es hätte sich für sie erledigt, sie würde gehen bevor wir uns irgendwann hassen. Das arme Kind versteht die Welt nicht mehr, ich auch nicht.

Umzugskartons sind schon gepackt und sie hat eine Wohnung gefunden und holt nächste Woche all ihre Sachen und Möbel ab.

Ich kann es einfach nicht verstehen. Dachte immer, dass wir unsere Probleme irgendwie in den Griff bekommen, habe nie an eine Trennung gedacht. Hab alles versucht damit es ihr gut geht, das es allen gut geht und wir eine Familie sind.

Was hab ich falsch gemacht? Hat sie meine größer werdende Frustration bemerkt? Hab ich ihr zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt? Was hätte ich tun sollten? Ich bin fix und fertig, das ist das schlimmste was ich bis jetzt erlebt habe und die erste Trennung in meinen Leben die mir so verdammt nahe geht.

Danke fürs Lesen, vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich besser mit der Situation klar komme.
 
  • #2
Da hast Du Dir aber etwas aufgehalst. Die Frau ist ein Psycho. Da sind bizarre Probleme programmiert. Was mehr diesbezüglich willst Du, oder brauchst Du noch zu hören?

Lass sie ziehen und ziehe Deine Lehre daraus.

Du wirst ihr Kind doch nicht adoptiert haben?!
 
  • #3
Was hab ich falsch gemacht? Hat sie meine größer werdende Frustration bemerkt? Hab ich ihr zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt? Was hätte ich tun sollten?

Du hast überhaupt nichts falsch gemacht. Im Gegenteil hast du dich sehr verantwortungsbewusst verhalten. Es gibt schwere Depressionen, die nicht heilbar sind, sprich, man kann jederzeit wieder einen Rückfall erleiden. Eigene Erfahrung. Leider hat sie sowohl die Medikamente als auch die Psychotherapie abgebrochen, also wohl ohne vorher mit dem Arzt darüber zu sprechen. Man denkt, man braucht es nicht mehr, aber oft ist das ein Trugschluss. Natürlich bist du jetzt sehr verletzt, aber wenn du besser verstehst, was in ihr vorgeht, wird es vlt besser. Glaub mir, sie hat sich viele Gedanken gemacht. Die Entscheidung sich (wieder) helfen zu lassen, kann nur von ihr selber kommen und du hast ihr scheinbar keine Vorwürfe gemacht. Das finde ich prima. Wer von einer Depression betroffen ist, weiß, dass auch der Partner oft immer irgendwie mitleidet, oder das er ungerecht behandelt wird, oder der Erkrankte projeziert unbeabsichtigt und unbewußt Negatives auf den Partner. Gib ihr jetzt einfach zu verstehen, dass du für sie da bist.
 
  • #4
Vielleicht mal umdenken ... Das Problem von Männern ist, sie wollen für eine Frau immer bestimmen, was "besser ist". Das könnte zur Depression führen.

Ich war auch mal depressiv, aber eigentlich nur wegen der Besserwisserei anderer Leute, die mein Leben für sich in "bessere" Richtungen lenken wollten.

Sie ist 32, ich könnte mir da was besseres vorstellen, als einen fast erwachsenen Sohn zu haben und unglücklich verheiratet zu sein. Mit 32 überlegt man, was man noch machen möchte - aber oftmals nicht mehr kann, weil man liiert ist und Verpflichtungen hat.

Ich würde es als totalen Terror empfinden, wenn Partner, beste Freundin und Mutter mich in psychiatrische Klinik einweisen wollen, weil ich irgendwie nur meine Ruhe haben will und meine Depression auskurieren will.

Was ist denn überhaupt ihr Problem? Warum streitet ihr? Vielleicht sieht es so aus: Sie möchte gar nicht mit dir zusammen sein?! Sie möchte woanders leben, arbeiten und sich was anderes aufbauen?

Ich habe versucht sie zu überzeugen, dass sie/wir dringend Hilfe benötigen, das wurde von ihr wehement abgelehnt.

Das ist völlig kontraproduktiv, die Partnerin ständig zu etwas zu überreden, das sie eben nicht möchte. Sie kann selbstbestimmt für sich selbst entscheiden, was sie will, sie ist ja kein Idiot, wird aber von euch so behandelt! Genau so entstehen eben Verzweiflung und Depression, weil sie ständig von der Außenwelt unter Druck steht, nicht gut genug zu sein und sich ändern zu müssen oder anders verhalten zu müssen.

Sie sagte es hätte sich für sie erledigt, sie würde gehen bevor wir uns irgendwann hassen.

Scheint ein erster Heilungsschritt zu sein. Du hast ihr nicht gut getan. Deine Vorschläge sind als Angriff gegen eine Autorität verstanden worden, die sie gerne ist. Lass sie in Ruhe!

, habe nie an eine Trennung gedacht. Hab alles versucht damit es ihr gut geht, das es allen gut geht und wir eine Familie sind.

Willst du ihre Heilung? Dann lass sie in Ruhe! Lass sie ihren Weg gehen. Offenbar hat sie sich mobilisiert zu etwas Neuem. Zu helfen ist oftmals das Falsche und manchmal gar nicht erwünscht.

Deine Kommunikation ist nicht zu ihr durchgedrungen. Statt auf sie einzureden, hättest du mal forschen können, was sie so fühlt und warum. Welche Menschen sie beeinflussen und was für Träume sie hat.

Hat sie meine größer werdende Frustration bemerkt?

Ja, weil es nervt, einen anderen ständig zufrieden stellen zu müssen, wenn man alle Energie für seine eigene Erholung braucht. Man will nicht immer Ansprüche der Außenwelt erfüllen müssen. Manchmal will man einfach gar nichts. Seine Ruhe, sein Bett, keinen Partner zufrieden stellen müssen, sich nicht um ein Kind kümmern, nicht das Gemeckere der Mutter anhören müssen. Und ständig das Gefühl bekommen, dass man der Fehler ist, während alle anderen der Fehler sind.

Werde unabhängig von ihr, damit sie unabhängig und stark werden kann für sich.
 
  • #5
Ach Blechgesicht, wenn ich sowas lese denke ich immer, Deutschland hat 80 Mio. Einwohner und die ganze Welt mehrere Milliarden. Warum muss es denn gerade die eine sein mit einem Haufen Probleme? Aus Liebe? Sei froh, dass es vorbei ist. Ich weiß, es klingt egoistisch, aber was willst Du denn mit einer Frau, die tagelang weinend im Bett liegt wo es doch viele, viele Andere gibt? Und selbst, wenn Du für die vielen anderen Frauen nicht in Frage kommst oder sie nicht für Dich, dann ist doch ein Singleleben sehr viel attraktiver als so eine Konstellation. Es sei denn Du hast ein ausgeprägtes Helfersyndrom und dass scheint ein wenig der Fall zu sein. Pass auf Dich auf!
W,53
 
  • #6

Lieber FS, zunächst möchte ich meinen Respekt ausdrücken, denn du hast wirklich alles getan, was du tun konntest. Darum tut es mir besonders leid und ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst.
Deine Freundin hat die Tabletten und die Therapie abgesetzt und abgebrochen, das war der größte Fehler. Sie ist psychisch sehr krank und es erfordert von Seiten eines Partners sehr viel Kraft und Anstrengung, die du ja auch gegeben hast. Wenn sie aber nicht mitmacht, weiter zur Therapie geht und sich an Anweisungen hält, dann ist es hoffnungslos. Von einem Wesen, was seelisch erkrankt ist, kannst du nicht das Gleiche erwarten, wie von einer gesunden Frau. Ihr Leben ist aktuell komplett aus dem Ruder gelaufen und ich fürchte, sie wird von vorne anfangen müssen.

So vermag ich dir nur tröstend alles Liebe wünschen.
 
  • #7
Hallo FS,
es tut mir sehr leid, dass du eine solche Erfahrung durchmachen musst.
Ich vermute, dass die Depression deiner Partnerin nicht ohne professionelle Hilfe in irgendeiner Form hätte gelöst werden können.......und eine solche Erkrankung ist für die ganze Familie sehr belastend. Die depressive Person spürt natürlich immer mehr, dass SIE der belastende Faktor ist und möchte nicht auch noch die Kränkung des VERLASSEN WERDENS erfahren-, `drum verlässt sie lieber selbst rechtzeitig. Das ist eine Vermutung die ich habe!
Du hast sicher nichts falsch gemacht-, du hattest einfach keine Chance, und wenn es nun für dich zu belastend wird das Ende dieser bedeutenden Beziehung zu verarbeiten, dann suche DU dir professionelle Unterstützung - es wird dir gut tun!
 
  • #8
Hi Blechgesicht,
ich schreibe Dir nochmal, da werde ich mehr schreiben. Nur jetzt, mitten in der Nacht, reicht meine Kraft nur für einem kurzen Beitrag.
Geh zu ihr hin und sage ihr, dass sie sich immer noch in einem halben Jahr trennen kann, wenn sie wieder gesund ist, wenn sie wieder klar denken kann.
Vielleicht ist das die Wende. Letzthin habe ich in einer Zeitschrift von einem Paar gelesen, das das gleiche Problem hatte wie ihr. Sie war schwer depressiv und sagte ihm, dass Schluss wäre. Er erwiderte den o.g. Satz und konnte sie so stabilisieren. Sie sagte hinterher, dass dieser Satz sie gerettet habe. Heute sind sie immer noch zusammen.
Alles Gute, w, 37
 
  • #9
Warte doch erstmal ab, bis sie wieder aus der Depression raus. Es liegt an ihr nicht an Dir. Die Hochzeit und die damit verbundene Verbindlichkeit mag ein Auslöser für die neue Episode gewesen sein. Aber sicher war auch der Therapieabbruch maßgeblich.

Es ist auch egal, weil Du von Deiner Seite soweit, ich das lesen konnte, nichts falsch gemacht hast.
 
  • #10
Deine Partnerin hat aufgrund ihrer Krankheit so gehandelt.
Sie braucht dringend wieder Therapie, einem Wiederaufbau.

Wo liegt Dein "Fehler"? Wenn so zu bezeichnen?

Du hättest Dich mal informieren sollen, was ihre Erkrankung heißt und bedeutet.
Das verlangt vom Patienten einen sehr achtsamen Umgang mit sich, ebenso mit der Umgebung - Partner, Familie sind kein Ersatz für Therapeuten - einen konsequenten Willen zur Veränderung ,und vor allem, therapeutische Unterstützung .
Plötzlich alle Maßnahmen abbrechen ist kontraindiziert - Therapie ist langwierig, und sollte man ordentlich abschließen .
Längerfristige Einnahme von Psychopharmaka muss sehr sorgsam.Und unter Begleitung ausgeschlachtet werden, ansonsten droht ein Rückfall.
Also , wenn ein Fehler, dann hättest Du hier an diesen Punkten massiv intervenieren müssen - das ist aber schwierig, wenn die Partnerin das nicht selbst weiß oder bewusst zuwider handelt.

Das Einzige, was Du machen könntest , Dich jetzt informieren, umfassend, es gbt sich Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen, und zu schauen , wie Du mit ihr in Kontakt kommst und sie zu einer Behandlung motivierst.
Falls Du dies überhaupt möchtest.
Es ist ein langer Weg, der auch von Dir viel Kraft verlangt.

Unabhängig davon, versuche den Kontakt zum Jungen zu bekommen und zu pflegen, wenn Dir etwas an ihm liegt.

Man kann aus einer schweren Depression heraus kommen, und man kann lernen mit dieser Prädestination, einer Grundtendenz zu Depressionen, so umzugehen, dass es einerseits nicht mehr zu den Spitzen kommt und andererseits weder man selbst noch das Umfeld in solchen Maßen betroffen ist .
Dann gibt es halt mal graue Momente, Stunden, vielleicht mal ein paar Tage, wo man darauf achtet, was man dann braucht, was einem gut tut, und die gehen schnell vorbei. Und man achtet ebenso auf Anzeichen, und unternimmt die erforderlichen Maßnahmen.

Überlege gut , wie Dein Leben weiterhin aussehen soll, wo Deine Grenzen sind , was Du möchtest - und dann kannst Du prüfen, was Du unternehmen möchtest und zu was Du bereit bist.
Evtl. Suche auch für Dich zumindest für eine kurze Zeit therapeutische Unterstützung.

Klare Grenzen solltest auf jeden Fall setzen.

Alles Gute.
W,49
 
  • #11
ikamente eingestellt. Die Medikamente hat sie nach unserem Zusammenzug abgesetzt, weil sie der Meinung war sie braucht sie nicht mehr. Ebenso hat sie eine Psychotherapie abgebrochen.
Das ist schiefgelaufen!
Die hätte das nicht tun dürfen. Du bist nicht der Therapeut, sondern ihr Lebenspartner. Eine schwere Depression mit Tabletten und Therapie ist natürlich ein "Brocken". Und die meint, dass man das einfach so abbrechen kann, weil es gerade besser läuft. Einfach fahrlässig ist das.
In gewisser Weise kannst du froh sein, dass es so gekommen ist. Mir tut ihr Sohn unendlich leid. Mach du dir keine Vorwürfe. Die braucht dringend Hilfe.
 
  • #12
Hey Blechgesicht!

Es tut mir sehr leid! Ich könnte Dir hier so viel schreiben, da ich das kenne.

Medikamente abzusetzen und Therapie abzubrechen war keine gute Idee. Solltest Du ihr das bereits als Vorwurf gemacht haben, lass es in Zukunft sein, das wird nichts ändern und baut nur noch mehr unötige Wut zwischen Euch auf. Sie hat sich dagegen entschieden, Dich weiterhin als einen wichtigen Teil ihres Lebens zu haben. Du hast weder länger Verantwortung für sie, noch will sie Deine Hilfe (und wird sie auch weiterhin, immer stärker ablehnen), noch wirst Du ihr helfen können. Also lass es sein, Du quälst nur Dich und sie und das Kind. Es sind nun andere dran, ihr Hilfe anzubieten.
Die Beziehung ist vorbei, das MUSST Du Dir endlich eingestehen und loslassen! Wenn Du nicht daran arbeitest zu verstehen, dass es ihre Entscheidung ist, welche sie definitiv bereits getroffen hat, verlängerst Du Dein und ihr Leiden.
Schuld? In einem solchen Fall, wie er hier vorliegt, ist niemand schuld. Ihr habt mit Sicherheit beide Fehler gemacht und sicherlich hätte man da einiges retten können, wenn man zum richtigen Zeitpunkt das richtige gemacht hätte. Aber keiner von uns ist allwissend und keiner ist perfekt und Dinge passieren und sind danach unveränderbar. Es ist so wie es ist. Es ist vorbei! Sie hat es beschlossen und Du musst es akzeptieren! Du hast schon sehr viel getan und alles gegeben, was Du geben konntest und mehr aufgegeben, als Du hättest aufgeben dürfen ... vor allem Dich selbst! Fange bitte an Dich selbst wieder zu achten und auf Dich selbst zu achten. Fange an Dich zu lieben und auch gut zu Dir selbst zu sein. Das hast Du Dir verdient, denn Du warst längere Zeit so aufopfernd und gut zu den beiden gewesen.
Für Dich ist Deine Familie alles gewesen und jeden Kampf wert, für sie nicht und es wird sich bei ihr auch nicht ändern, sie hat die Entscheidung schon getroffen, für sich, für Dich, für das Kind. Lass es ein, Dir Vorwürfe zu machen!

Höre bitte auf, es verstehen zu wollen, das wirst Du nicht können! Lass es sein und mache Dir klar, dass die Beziehung vorbei ist und diese Entscheidung (ihrerseits) schon längst gefallen und vollstreckt ist. Also nochmal: die Beziehung ist vorbei, fange an es zu verarbeiten! Darüber zu reden und sich an das Forum zu wenden ist sicherlich ein guter Schritt in Richtung Verarbeitung. Was für Dich aber auch wichtig ist: Du hast Dich lange selbst aufgeopfert, fange nun an auf Dich zu achten und zuzusehen, dass es Dir wieder besser geht!
 
  • #13
Und das sage ich auch nochmal: Du bist weder Schuld, noch hättest Du etwas besser machen können oder etwas retten können, höre mit diesen Vorwürfen auf, Du tust Dir damit nur weh!

Die Trennung tut mehr weh, als sonst, weil Du Deine Familie verloren hast. Deshalb musst Du anfangen Dir selbst zu helfen und Dir selbst Gutes zu tun, weil es Dir derzeit nunmal auch so richtig schlecht geht und Du auch Hilfe und Kraft brauchst. Fange damit an, Dir selbst und Deiner schmerzenden Seele etwas Gutes zu tun. Lange Spaziergänge sind z.B. ein guter helfender Anfang.

Es tut mir für Dich und für Euch sehr leid! Es ist aber vorbei und ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld, um das zu verarbeiten!

Du machst Dir auch Gedanken um das Kind. Du hast den Kontakt zur Oma, halte den aufrecht und versuche mit ihr darüber zu reden, welche Regelungen Ihr treffen könnt, damit Du evtl. weiterhin sein Vater sein kannst. Klammere aber nicht an einer optimalen Lösung für das Kind, Deine Ex hat da alle beide Hände drüber und kann Dich jederzeit von ihm isolieren und durch den Jungen auch kontrollieren. Sei geduldig! Im schlimmsten Fall wird sie es nicht wollen, dass Du Kontakt zu ihm hast, nur damit es ihr nicht so weh tut und damit es ihr besser geht, ohne auf die Bedürfnisse und das Wohl des Kindes zu achten. Egal was kommt, Du bist für ihn trotzdem der Papa, den er endlich bekommen hatte und es kann sein, dass Du ihn erst wieder siehst, wenn er 18 ist, aber er wird mit 100%iger Sicherheit zu Dir ankommen und dann habt ihr noch viel Zeit und viel Vater-Sohn-Beziehung, die ihr nachholen und führen könnt. Also Kopf hoch, Pobacken zusammenkneifen, Geduld und Ruhe haben, sich Gutes tun, weiterleben, nach Vorne gucken.
Hör auf Dich ständig in der Vergangenheit umzugucken, behalte diese als schöne Zeit und schöne Beziehung/Familie im Gedächtnis und sei froh dies für eine kurze Zeit gehabt zu haben. Gucke aber nach Vorne!

Du packst das, scheinst ein starker Mann zu sein!

Grüße
Alex
 
  • #14
Was schief gelaufen ist? Sie hat ihre Behandlung abgebrochen und damit ihre Probleme wieder herauf beschworen. Grundsätzluch bin ich zwar auch der Meinung, dass Psychotherapien und Antidepressiva sinnfrei sind, da sie nur Symptome verdecken und keine Heilung bedeuten, aber das ist ein anderes Thema.

Dich trifft keinerlei Schuld. Es ist besser für dich, dass sie jetzt geht. Da nur sie alleine ihre Probleme lösen kann. Und daran ist sie ja überhaupt nicht interessiert. Traurig ist, dass sie ihren abhängigen Sohn mit reinzieht.
 
  • #15
Ich denke nicht, dass du etwas falsch gemacht hast. Sie hätte nicht die Therapie abbrechen und die Medikamente absetzen dürfen und du warst da naiv, dass du das einfach so hingenommen hast und ebenfalls dachtest, das hätte sich erledigt. Solche Probleme verschwinden nicht einfach; sie werden bei Verliebtheit vielleicht kurzfristig überdeckt. Das Problem hat sie und nur sie kann sich entschließen, sich behandeln zu lassen. Das Kind tut mir sehr leid und du auch. Darfst du denn weiter Kontakt zu dem Jungen halten? Für ihn wäre das sicher sehr wichtig, gerade aufgrund der Erkrankung der Mutter.
 
  • #16
Nichts.

Was hat sie falsch gemacht (?):
Die Medikamente hat sie nach unserem Zusammenzug abgesetzt, weil sie der Meinung war sie braucht sie nicht mehr. Ebenso hat sie eine Psychotherapie abgebrochen.
Sie hat dies letztlich selbst entschieden, egal welche Meinung du dazu hattest.

Du hättest das Thema Depression besser verstehen sollen, dann würdest du dir jetzt nicht diese Vorwürfe machen un

Prinzipiell ist mit dieser Trennung und ihrem Auszug eure Beziehung nicht wirklich beendet, denn sie handelt nicht aus freien Willen sondern wird durch ihre Depression getrieben.

Wenn du Eure Beziehung erhalten willst, musst du mit ihrer Mutter und ihrem Sohn Kontakt halten soweit dies geht. Ferner musst du mit den Anderen auf sie Einwirken, dass sich behandeln lässt. Keine Ahnung ob das geht aber ihre Mutter soll versuchen, dass die Ärztin eine Zwangseinweisung in die Psychatrie veranlasst. Dies ist wahrscheinlich möglich wenn eine Gefährung für deine Freund selbst (z.B. durch geäusserte Suizid-Gedanken) oder für andere (z.B. ihren Sohn) erkannt wird. Wenn du entsprechende Aussagen von deiner Freundin kennst, informiere deren Ärztin.

In der Psychatrie kann dann die abgebrochene Behandlung wieder aufgenommen werden.

Höchstwahrscheinlich wird sich die Haltung deiner Freundin zu eurer Beziehung nach einer Behandlung der Depressionen wieder ändern.
 
  • #17
Liebes Blechgesicht.

Das tut mir so leid.

Ich glaube Du hast die falsche Frage gestellt. In meiner Wahrnehmung hast Du ihr ZUVIEL Aufmerksamkeit geschenkt.

Du wolltest nicht nur ihr Partner sein sondern auch ihr Helfer, Ersatzpapa für den Sohn und ihr Therapeut (dass sie sich sogar so weit auf Dich verließ, ihre Therapie abzubrechen).

Damit hast Du die Frau in meinen Augen mit der besten Absicht emotional abhängig von Dir gemacht. Davor flüchtet sie jetzt.
Vllt ist das auch für Dich besser auch wenns weh tut.

Ich denke im Moment brauchst DU Hilfe! Freunde? Deine Eltern? Psychologische Beratungsstelle o.ae.

Ich wuerde Dir so schwer es bestimmt ist empfehlen, sie komplett!!! in Ruhe zu lassen. Nicht hinterher zu laufen. Wenn es geht minimieren den Kontakt.
Sie wird Dich kontaktieren wenn sie sich sortiert hat. In der Zwischenzeit überlege mal, ob Dir das alles gut getan hat und wieso Du soviel gegeben hast. Du solltest ja auch geliebt und umsorgt sein als Partner. Gab es das ueberhaupt?

Viel Kraft und alles Gute!
 
  • #18
Hallo. Es ist eine traurige Geschichte und es tut mir leid, dass Du in so eine Situation geraten bist. Diese Frau scheint, schwere gesundheitliche Probleme zu haben. Sie kann wahrscheinlich auch nichts dafür. Sie hat die Medis abgesetzt und die Lage hat sich zugespitzt. Ob Du etwas falsch gemacht hast, weiss ich nicht. Aber meiner Einschätzung nach liegt das Problem nicht an Dir. Frag Dich doch eins. Du bist Anfang Deiner 30er Jahre. Bist Du bereit, Dein ganzes Leben ein Therapeut für sie zu spielen? Sie brauchte Hilfe und wollte sie nicht. Musst Du die ganze Last tragen und Dich ständig schuldig fühlen? Meine Prognose ist eindeutig: Ihr passt nicht zusammen. Freu Dich, dass sich das Ganze früher und nicht zu spät abgeklärt hat. Ich würde an Deiner Stelle diese Seite meines Lebens schliessen und einfach weiterleben...
 
  • #19
Übrigens... Lebt man auf Dauer mit solchen Menschen, wird er selbst psychisch beeinträchtigt... Willst Du das wirklich? Bist noch jung und geniesse Dein Leben.
 
  • #20
Ach mensch. Gerade wenn du auch den Sohn so wie ein eigenes Kind ansehen konntest, tut das doppelt weh,so jemanden wie dich zu finden war schon fast der Jackpot für sie. Manchmal kann man im Leben nichts richtig und nichts falsch machen, die Entscheidung lag einfach nicht in deiner Hand.
Wie schon vorgeschlagen wurde, ihr die Arme offen entgegenzuhalten ist vermutlich das Einzige, was du noch tun kannst, aber das tut noch mehr weh als mit ihr abschließen zu können.
Man kann dir nur Glück wünschen, dass sich die Situation in die eine oder in die andere Richtung auflöst.
 
  • #21
Liebes Blechgesicht.

Du wolltest nicht nur ihr Partner sein sondern auch ihr Helfer, Ersatzpapa für den Sohn und ihr Therapeut (dass sie sich sogar so weit auf Dich verließ, ihre Therapie abzubrechen).

Damit hast Du die Frau in meinen Augen mit der besten Absicht emotional abhängig von Dir gemacht. Davor flüchtet sie jetzt.
Vllt ist das auch für Dich besser auch wenns weh tut.

Das sind insgesamt nur Vermutungen. So kann es gewesen sein. Ob es so war wissen wir nicht.

Außerdem ist es meiner Meinung ein wesentlicher Charakterzug einer gesunden Partnerschaft, dass im Krankheitsfall Partner für einander sorgen und sich eben nicht zurück ziehen. Beim Kümmern kann man natürlich auch Fehler begehen.

Vielleicht mal umdenken ... Das Problem von Männern ist, sie wollen für eine Frau immer bestimmen, was "besser ist". Das könnte zur Depression führen....

@Gast_mn konstruiert aus der Beschreibung des FS, dass dieser seine Freundin erst in eine Depression getrieben hat. Dass auch ihre Ärztin eine Selbsteinweisung in die Psychatrie vorgeschlagen hat und die Depression wahrscheinlich Folge eines Therapieabruchs ist wird völlig ignoriert.

@Gast_mn bist du der Meinung, dass die Therapie der depressiven Freundin vor deren Abbruch völlig falsch war und, dass die Ärztin im unrecht ist oder worauf baut deine Interpretation auf?
 
  • #22
Vielleicht mal umdenken ... Das Problem von Männern ist, sie wollen für eine Frau immer bestimmen, was "besser ist". Das könnte zur Depression führen.

Ich war auch mal depressiv, aber eigentlich nur wegen der Besserwisserei anderer Leute, die mein Leben für sich in "bessere" Richtungen lenken wollten.

Sie ist 32, ich könnte mir da was besseres vorstellen, als einen fast erwachsenen Sohn zu haben und unglücklich verheiratet zu sein. Mit 32 überlegt man, was man noch machen möchte - aber oftmals nicht mehr kann, weil man liiert ist und Verpflichtungen hat.

Ich würde es als totalen Terror empfinden, wenn Partner, beste Freundin und Mutter mich in psychiatrische Klinik einweisen wollen, weil ich irgendwie nur meine Ruhe haben will und meine Depression auskurieren will.

Was ist denn überhaupt ihr Problem? Warum streitet ihr? Vielleicht sieht es so aus: Sie möchte gar nicht mit dir zusammen sein?! Sie möchte woanders leben, arbeiten und sich was anderes aufbauen?



Das ist völlig kontraproduktiv, die Partnerin ständig zu etwas zu überreden, das sie eben nicht möchte. Sie kann selbstbestimmt für sich selbst entscheiden, was sie will, sie ist ja kein Idiot, wird aber von euch so behandelt! Genau so entstehen eben Verzweiflung und Depression, weil sie ständig von der Außenwelt unter Druck steht, nicht gut genug zu sein und sich ändern zu müssen oder anders verhalten zu müssen.



Scheint ein erster Heilungsschritt zu sein. Du hast ihr nicht gut getan. Deine Vorschläge sind als Angriff gegen eine Autorität verstanden worden, die sie gerne ist. Lass sie in Ruhe!



Willst du ihre Heilung? Dann lass sie in Ruhe! Lass sie ihren Weg gehen. Offenbar hat sie sich mobilisiert zu etwas Neuem. Zu helfen ist oftmals das Falsche und manchmal gar nicht erwünscht.

Deine Kommunikation ist nicht zu ihr durchgedrungen. Statt auf sie einzureden, hättest du mal forschen können, was sie so fühlt und warum. Welche Menschen sie beeinflussen und was für Träume sie hat.



Ja, weil es nervt, einen anderen ständig zufrieden stellen zu müssen, wenn man alle Energie für sei Bett, keinen Partner zufrieden stellen müssen, sich nicht um ein Kind kümmern, nicht das Gemeckere der Mutter anhören müssen. Und ständig das Gefühl bekommen, dass man der Fehler ist, während alle anderen der Fehler sind.

Werde unabhängig von ihr, damit sie unabhängig und stark werden kann für sich.

Den Aspekt kann man durchaus anschauen.
Ich habe auch oft erlebt dass Partner irgendwann anfangen mich wie ein kleines Mädchen zu behandeln. Das ist gut gemeint aber es ist nicht gut. Man wird damit in die Position eines Schwächeren gedrängt, Ohnmachtsgefuehle und Entscheidungsschwierigkeiten die bei Depression ja eh da sind verstärken sich. Im schlimmsten Fall verliere ich den Kontakt zu meiner Kraft und zu meinen Ressourcen und meinen Willen als erwachsene Frau.
 
  • #23
Danke fürs Lesen, vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich besser mit der Situation klar komme.
In dem Du jeden Tag in die Kirche gehst, ein Kerze anzündest und Gott von Herzen dankst, dass die Frau trotz ihrer Depressionen die Kraft gefunden hat einen Schlussstrich zu ziehen.

Hier haben wir mal so richtig umgekehrt den Fall, wie eine AE mit Kind für das Komplettieren des Lebens eines Mannes herhalten soll.

Du hast gedacht sie sei Dir so verpflichtet, dass es wohl trotz großer Probleme nicht zur Trennung kommt? Auch Deine Betonung ihren Sohn als Deinen zu sehen, hört sich sehr übergriffig an. Liebe wächst und ist keine Ansichtssache.

Bei solchen Geschichten bekomme ich eine leichte Gänsehaut und die nicht weil mir so wohl ist.

Also wenn Du den Traum von einer Familie hast, lass die Frau in Ruhe.
 
  • #24
Was schief gelaufen ist? Sie hat ihre Behandlung abgebrochen und damit ihre Probleme wieder herauf beschworen. Grundsätzluch bin ich zwar auch der Meinung, dass Psychotherapien und Antidepressiva sinnfrei sind, da sie nur Symptome verdecken und keine Heilung bedeuten, aber das ist ein anderes Thema.
Soweit ich weiß, ist eine Therapie ja dazu da, die Ursachen zu finden. Aber da auch eine genetische Komponente existiert, kann es durchaus sein, dass manchmal gar keine Ursachen in dem Sinne existieren. Es gibt Leute, die könnten ohne Medikamente das nicht durchstehen, anderen helfen sie nicht. Das ist aber wirklich individuell verschieden.
 
  • #25
Du hast nix falsch gemacht! Aus eigener Erfahrung, ich hatte selber mal ne Depri, gelte aber als geheilt. Wenn man eigenständig Therapie und Tabletten absetzt, dann hat sie es leider nicht begriffen. Ich hab damals die Tabletten weggelassen und du hättest bei mir auch gegen eine Wand rennen können und reden! In dem Fall: Ihr geht es noch nicht schlecht genug, wenn sie noch die Kraft hat, dass alles durchzuziehen, eigne Wohnung suchen ... Das ganz dicke Ende kommt vermutlich noch, ... Lass sie ziehen, es ist ein ständiger Kampf und die, die es nicht haben, leiden sehr drunter, da geht es von himmelhoch jauchzend bis zum Tode betrübt, dass musst du dann aushalten können und hier ist kein Ende abzusehen.
 
  • #26
Die Diagnose einer Krankheit stellen Ärzte, die Behandlung führen Ärzte durch und die Heilung wird auch von Ärzten diagnostiziert.
Für eine Zwangseinweisung hat es wohl noch nicht gereicht - du konntest im Grunde nur Alarm schlagen. Hast du getan.
Ich weiss weder, wie ihre Krankheit genau heisst noch den Grad der Erkrankung noch bin ich Arzt - aber gehe davon aus, dass ihre Ärzte sehr wohl wissen, was zu tun wäre. Die haben das 10 Jahre lang studiert. Was ich aber weiss - einfach Medikamente abzusetzen ist niemals eine gute Idee. Nicht einmal bei einem Schnupfen.
Wenn es dir nicht zu sehr weh tut, bleibe mit ihrem Umfeld in Kontakt. Mehr kannst du momentan nicht machen. Alles Gute für dich
 
  • #27
Sie entwickelte eine schwere Depression, ich muss sagen, dass sie in der Hinsicht vorbelastet ist, war vor mir längere Zeit in stationärer Behandlung und auf Medikamente eingestellt

Vor solchen Personen immer die Finger lassen, auch wenn sie noch so hübsch sind!

Die ungelösten Probleme anderer lösen ist fast unmöglich. Und Lebenszeitverschwendung!

Was hab ich falsch gemacht? Hat sie meine größer werdende Frustration bemerkt? Hab ich ihr zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt? Was hätte ich tun sollten?

Du hättest von Beginn an einen Bogen um sie machen sollen.

Trenne Dich konsequent, 100 Prozent Kontaktabbruch! mach einen längeren Urlaub. Im Februar bieten sich bspw 4 Wochen Backpacking in Australien an, oder Neuseeland. Komm auf andere Gedanken, werde wieder gesund. Du hast nur ein Leben und bist noch jung!

m, 39
 
  • #28
Hallo Blechgesicht,

ich habe mich lange mit Psychologie beschäftigt und wenn deine Ex eine psychische Diagnose hat, dann ist zunächst wichtig, welche.
Eine Angststörung? Schizophrenie? Borderline? Burn Out? Echte Depression? oder mehreres?
Wenn es 2,5 Jahre gut ging und sie erst beim Heiratsantrag Zustände bekam, dann ist die Frage, was sich in diesen 2,5 Jahren zwischen euch getan und verändert hat. Hat es vorher schon Anzeichen für Probleme gegeben oder war es der Heiratsschock?
Die heutige oberflächliche, materialistische Gesellschaft fördert übrigens psychische Erkrankungen stark, siehe z.B. die genialen Bücher vom Psychoanalytiker Erich Fromm: "Die Kunst des Liebens" und "Haben oder Sein".
Dass sie nach so langer Zeit einen Rückzieher macht ist schockierend und traurig. Aber was steckt dahinter?

Ich finde die meisten Kommentare hier auf deine Frage zu leichtfertig, da nämlich wichtige Daten über eure Beziehung fehlen. Klar ist, dass jemand mit einer psychischen Diagnose schwierig ist und Probleme noch leichter als mit einem anderen Menschen auftauchen können. Ich persönlich halte mich trotz psychologischem Wissen eher fern von solchen Leuten, Freunde ja, Beziehung nein, außer wenn sie sich helfen lassen wollen und an sich arbeiten wollen, nicht nur mit Medikamenten meine ich.

Und so einfach wie Merretich schreibt (und auch der Rest von ihr):
"Ich war auch mal depressiv, aber eigentlich nur wegen der Besserwisserei anderer Leute, die mein Leben für sich in "bessere" Richtungen lenken wollten."
ist es sicherlich nicht.

Meine Empfehlung an dich ist: Besprich mal diese Beziehung im Detail mit jemandem, der entweder Psychologe ist oder anderswertig psychologisches Wissen, Weitblick und Objektivität aufweist und lass dich von ihm/ihr beraten. Einseitig männliche oder weibliche Sichtweisen reichen nicht. Erich Fromm meinte, ein jeder sollte ein Psychoanalyse machen, nicht weil er krank ist, sondern um sich besser kennen zu lernen.
 
  • #29
Danke @Boyne.
Übrigens an dem Fluss war ich auch schon bei einer Rundreise.

Ich hab mich schon fast beim Lesen gefühlt wie in einem alten Thriller. GsD geht das heute nicht mehr so einfach mit Zwangseinweisung.

Sie ist krank, hat Depressionen, kommt zur Zeit gut klar auch mit ihrem Kind. Dann kommt ein Mann und nistet sich ein, vereinnahmt sie, sie mit ihrem Kind soll für sein Glück sorgen.

TE, Ihr habt nicht umsonst so große Probleme gehabt, sie wollte das nicht, Du konntest das nicht glauben.

Auch wenn Du das nicht absichtlich getan hast, sie wollte tief für sich nicht das ihr eine Familie seid. Das musst Du akzeptieren.
 
  • #30
Das sie unter Depressionen leidet bzw. dafür anfällig ist, ist nicht deine Schuld. Das Problem ist, dass man in einer depressiven Phase, Worte anderer auf eine Goldwaage legt, sehr sensibel darauf reagiert und dann verletzt ist. Die Kränkungen häufen sich mehr und mehr an. Man sieht sehr vieles negativ in einer Depression (sich selbst, Umwelt, Zukunft), besonders die Äußerungen anderer, deren Mimik, Gestik etc.
Depressive kommen deshalb mit anderen leicht in einen Konflikt. Dieser Konflikt wird aber oft nicht ausgetragen, sondern die negativen Gefühle werden runtergeschluckt, was trotzdem zu Lasten der Zuneigung zum anderen geht. Wird der Konflikt ausgetragen, hat sich meistens schon sehr viel angestaut. Sie kann nichts dafür, eine Depression ist wie eine dunkle Wolke, die kommt und dir deine Freude und dein Vertrauen ins Leben nimmt, oft ohne erkennbare Auslöser, aber die Krankheit hat leider Auswirkungen auf die Beziehung durch das veränderte Denken. Man kann von Glück reden, wenn man es schafft seinen Partner zur Psychotherapie zu motivieren, aber die Entscheidung Hilfe anzunehmen liegt nicht in deiner Hand. Jeder hat die Verantwortung für sein eigenes Leben. Die meisten Menschen kennen jemanden, der unter Depressionen leidet aus dem Bekanntenkreis. Wenn es so einfach wäre, gesund zu werden (besonders ohne professionelle Hilfe), gäbe es viel weniger depressive Menschen.
 
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