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Gast

  • #1

Was ist schlimmer: Gar nicht verliebt sein oder unglücklich?

Klar, jeder von uns würde sagen, dass es am besten ist, glücklich verliebt zu sein. Ist aber halt nicht so. Nun bin ich schon eine Zeitlang single und dachte eigentlich, dass ich schon so kalt wäre, dass es mir lieber wäre, unglücklich verliebt zu sein als gar nicht. Nun ist's passiert, und es überwältigt mich - ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll, fühl mich schlecht, denk nur an ihn, esse nicht, schlafe nicht. Ich bin total verletzlich, kann nicht arbeiten... klassischer Liebeskummer halt. Und ich sehne mich wieder zurück nach der Zeit, in der ich mich "zu kalt" gefühlt hab...
 
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Gast

  • #2
Es ist sicher schrecklich unglücklich verliebt zu sein, Liebeskummer zu haben .. ich versuche es immer so zu sehen, mich darüber zu freuen einen Menschen getroffen zu haben, der diese intensiven Gefühle in mir auslöst - zu spüren, dass sie doch noch möglich sind, auch wenn sie nicht erwidert werden.

Unglückliche Liebe hab ich mir noch nie gewünscht in der gefühlsneutralen Zeit, obwohl bei mir oft Jahre vergehen zwischen so Gefühlsausbrüchen ..

lg F.
 
G

Gast

  • #3
Das kann ich absolut nachvollziehen! Mir geht es derzeit nicht anders...
 
  • #4
Unglücklich verliebt zu sein, ist wirklich ganz bitter. Da bin ich lieber gar nicht verliebt.
 
  • #5
Ich hatte Liebeskummer- JAHRE!! Es war entsetzlich!! Lieber hätte ich gar nichts gefühlt, als das. In dieser Zeit habe ich gar nicht richtig gelebt, sondern nur funktioniert.
Ich weiß, es ist immer ein platter Trost, aber es geht vorbei! Ganz sicher! Man glaubt es in diesem Moment nicht, und doch wird es passieren. Auch dir!!
Manche lenken sich ab, um die Situation einigermaßen zu überstehen. Mir hat letztendlich das Gegenteil geholfen. Ich bin vor dem Liebeskummer nicht geflohen, sondern habe mich ihm bewusst gestellt. Habe Nächte durchgeweint, bitterböse E- Mails an ihn verfasst (die ich niemals weg geschickt habe!), und habe meine Freundin angejammert.
Schau halt, was dir gut tut! Es wird vorbei gehen!
 
G

Gast

  • #6
Oh, ihr seid ja nett zu mir... eigentlich wollte ich mich gar nicht auskotzen und einen auf armer schwarzer Kater machen, es hat mich wirklich interessiert. Denn irgendwie finde ich den Zustand doch gut, ich denk da ein bisschen wie # 1: es hat schon was, einen Menschen zu treffen, der solche Gefühle auslöst. Hmm... danke trotzdem auf jeden Fall!
lg (Fragestellerin)
 
K

KatiMA

  • #7
Also, ich hätte gesagt, lieber gar nicht verliebt, kann #1 und Dich aber gut nachvollziehen. Ich habe beides schon ausprobiert und nicht gut gefunden. Ich würde versuchen, mir ein Zeitlimit zu setzen und danach mir eine Art Abschiedsritual einfallen zu lassen, je nachdem warum Deine Liebe unglücklich ist. Wenn er Dich z.B. nicht will, ist es ja auch ein bischen Pech für ihn, nicht mit einem so tollen Mensch wie Dir zusammen zu sein, oder?
 
G

Gast

  • #8
Ich muss Angela recht geben. Mir ging es auch mal so. Habe auch genauso reagiert wie Angela. Andererseits wie ist das mit "Schau was Dir gut tut". Was tut einem gut wenn man derart unglücklich ist. Welches Gefühl kann da noch stärker sein. Man kann wirklich nur die Zeit vergehen lassen und warten bis diese Gefühle nachlassen. Erst dann kann man auch wieder für andere Dinge Gefühle entwickeln.
 
B

Berliner30

  • #9
Bin selten deiner Meinung Thomas HH, diemal schon "Unglücklich verliebt zu sein, ist wirklich ganz bitter. Da bin ich lieber gar nicht verliebt."
 
G

Gast

  • #10
Ich habe mich entschieden "lieber gar nicht verlieben", sobald ich durch Aussagen, Verhaltensmuster des Anderen und meiner Intuition verstärkt erkenne,
dass die Vorstellungen-Einstellungen in Dingen, die einen hohen Stellenwert bei mir einnehmen, auseinanderdefiniert werden.
Da ich weiss ein ziemlich starres Grundsatzdenken zu leben, ist es sinnlos endlos Kompromisse zu suchen, die rational immer einen Störfaktor in der
Beziehung darstellen würden.
Von vielen Andersgeschlechtlichen wird mir dadurch anfangs bescheinigt kühl bis kalt, distanziert, zu unnahbar, pragmatisch und rational zu sein.
Mich schützt es vor Enttäuschungen. Persönlich kann und möchte ich eigenverantwortlich auf Erlebnisse verzichten, die meine berufl.Effektivität
negativ beeinflussen.
Verliebe ich mich allerdings, bin ich ein sehr emotionaler Mensch. Aber bis ein Werbender diese Seite von mir kennenlernen darf ist es ein weiter Weg.
Fazit: wie ThomasHH "Lieber gar nicht, als unglücklich"/"Lieber glücklich als unglücklich"
Der Katzenjammer ist verzichtbar, weil nervenaufreibende Zeit- und Kraftverschwendung.
 
  • #11
@#8: Dann notiere ich jetzt den 9.6.2009 in meinem Kalender. ;) Auch wenn wir nicht oft einer Meinung sind, so kann man mit dir jedenfalls sachlich über die verschiedenen Meinungen diskutieren.
 
G

Gast

  • #12
@#8 und #10, Berliner30 und ThomasHH: Ein seltenes Phänomen, das ich auch kenne: Die Inkonsequenz!! Einerseits die Horrorvorstellung, nochmals durch die Hölle gehen zu müssen. Der Gedanke, lieber gar keine Liebe, als diesen Kummer nochmals erleben zu müssen. Eigentlich müsstet ihr in diesem Zustand jetzt alle Frauen meiden! - Und auch ich hätte um jeden Mann passenden Alters einen Riesenbogen machen müssen.
Aber was passiert? Wir machen genau das Gegenteil! Ich habe es so gemacht, und auch ihr gebt ja wohl die Hoffnung nicht auf! Alle Liebeskummer- Geschädigten gehen dann doch das Risiko wieder ein. Begeben sich sogar wieder aktiv auf die Suche, wie z. Bsp bei EP. - Und, taucht das passende Gegenstück wieder auf, stürzen wir uns doch wieder begeistert ins Abenteuer.Mit fliegenden Fahnen!
Dabei ist mit jeder neuen Liebe tatsächlich wieder die Gefahr des Scheiterns verbunden, der nächste Liebeskummer ist eventuell bereits vorprogrammiert.. Je mehr Gefühle wir einsetzen, um so schlimmer das Ende.
Langer Rede kurzer Sinn: Euer gemeinsames Statement entspringt sicher aus schlimmen Erfahrungen. Aber deshalb Liebe ausschließen? Das werdet ihr auch nicht tun!
 
G

Gast

  • #13
Wenn ich "kalt" bin kann ich wenigstens alles andere erleben, wenn ich unglücklich verliebt bin ist alles andere nichts. Grauenvoller Zustand, da hilft mir kein noch so kluger Spruch raus, ich bin gelähmt.
 
G

Gast

  • #14
#8 und #10: Ich habe das geschrieben: Angela. Ich vergesse manchmal, dass ich mich anmelde. Wie auch jetzt wieder. Gruß!!
Angela
 
G

Gast

  • #15
Eine gute Frage! Auf der einen Seite, klar, will man sich den Schmerz ersparen, den man ja schon so gut gut kennt. Auf der anderen Seite ist auch in Zeiten des Unglücklichverliebtseins immer so ein kleiner Hoffnungsschimmer da, der einen weitermachen lässt und am Leben hält. Freilich, irgendwann kommt der Punkt, wo klar ist, dass das gar nichts wird, aber dennoch, ich glaub, ich fühl lieber als kalt zu sein.
Ich hab auch einer unerfüllten Liebe jahrelang nachgeweint und am Ende bin ich viel stärker herausgegangen. Möglich dass mir sowas aufgrund der Erfahrung und dessen, was ich über mich gerlernt habe, nicht mehr so passiert... Aber ich sehne mir den Tag herbei an dem ich mich wieder verliebe und hoffen darf und sollte es doch wieder der falsche sein, ich weiß, die Welt geht nicht unter und soviel Zeit werde ich bestimmt nicht mehr an einen verschwenden, der es offenbar nicht wert ist.

w,29
 
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Gast

  • #16
"Wenn ich mich eines Tages nicht mehr verlieben kann.
In keine Farbe, keinen Rhythmus, keinen Mann.
Wenn keine Welle es mehr hebt, mein kleines Boot.
Dann bin ich tot."

Diese Worte sind leider nicht von mir aber sie sind für mich zur Lebensmaxime geworden,
denn man kann das Leben doch nicht einfach vor seinem Herzen vorüberziehen lassen.

Allen Suchenden frohen Mut wünscht anette
 
G

Gast

  • #17
@#9 Du bist nicht gefühllos und prakmatisch, rational. Du bist

KLINISCH TOT !!!

Alle gefährlichen Emotionen abstellen nur um beruflich zu funktionieren ??? Hoffentlich ist es die Firma wert. Vergiss nicht, dass du - vor allem, je größer das Unternehmen ist - letztendlich nur eine Personalnummer bist.

Du erwartest, dass deine Partnerinnen unendlich viel Geduld mit dir haben müssen, damit sie irgendwann einmal die gefühlvolle Seite bei dir erleben ??? Du spinnst !!! Realistischer ist es da wohl, dass sie sich immer nach einer gewissen Zeit zurückziehen und du von einer Affaire in die andere schlitterst. Wenn du dir selber das antun möchtest bitte, aber glaub nicht dass das spurlos an dir vorrüber geht. Du wirst immer mehr zum Eisklotz. Damit betreibst du Raubbau an deiner Psyche und was noch viel schlimmer ist. Du ziehst andere da mit rein und verletzt sie sehr !!!

Geh lieber " dafür bezahlen " und lass andere damit in Ruhe !!!

* kopfschüttel *
 
G

Gast

  • #18
@#15 Danke Anette , so ist auch meine Haltung und ich werde mir diese Sätze ebenfalls merken. Gerade jetzt helfen sie mir ein bischen . . .:)
 
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Gast

  • #19
@#16
Deine Empörung entlockt mir ein Lächeln, wenn nicht gar Lachen. Erstens bin ich eine Frau, habe eine eigene Firma und mit meinen 38 Jahren genügend Erfahrungen gesammelt, um Fehler in Folge nicht zu wiederholen. Ergo: entdecke ich Schnittpunkte, welche bisher (3)Enttäuschungen nach sich zogen, bin ich einfach vorsichtiger, gehe sparsamer mit meinen Emotionen um. Nennt man so etwas nicht gesunden Menschenverstand? Von meinen Partnern erwarte ich nicht unendliche Geduld, sondern Authenzität, Ehrlichkeit und Ausdauer. Drei der Eckpfeiler für eine dauerhafte Beziehung. Denn ich suche keine Affaire für einen unmittelbaren oder mittelbaren Zeitraum.
Kannst mich ja reanimieren, wenn es einen Grund zur Annhame gäbe, ich wäre klinisch tot. Nur mit brachialer Gewalt kann man selbst Tote nicht zum Leben erwecken. Oder? ;-))
 
G

Gast

  • #20
18 Korrektur
Authentizität, Annahme
Entschuldigt die Flüchtigkeitsfehler und Augenschmerzen ;-)), angelehnt an den Thread über Orthogr. und Grammatik

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MODERATOR: Ausnahmsweise freigeschaltet. Wer sich registriert, kann editieren.
 
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