G

Gast

  • #1

Was kann man aus Trennungen lernen? Wie weit können wir uns überhaupt ändern?

Ich werde mich von meiner Partnerin (33) nach 8 Monaten Beziehung trennen. Grund: Ich stellte fest, dass sie mir nicht gut tut und (absichtlich und auch unabsichtlich) mein Selbstvertrauen erheblich beschädigt hat. Sie stresste mich überwiegend. Sie nörgelte an vielen, versuchte dominant zu sein, war auch sehr launisch und warf mir wahlweise vor, egoistisch zu sein, oder sie nicht (automatisch, ohne alles explizit zu formulieren) zu verstehen. Vor allem war ich wohl zuwenig empatisch... Frage an Euch: Kann man daraus wirklich lernen... oder bleiben wir doch in den den wesentlichen Punkten (hier also z.B. Selbstvertrauen und Empatie) genauso wie wir sind und müssen uns einfach nur einen passenderen Partner suchen? (m40)
 
G

Gast

  • #2
Sicher wirst Du lernen.
Aus jeder Beziehung lernt man.
Ganz sicher wirst Du Dir jetzt eine Frau suchen, die nicht versucht Dich grundlegend zu ändern. Somit hast Du doch schon etwas gelernt. Was Deine Versäumnisse angeht, sicher wirst Du bei Deiner nächsten Partnerin genauer hinhören und dann auch besser auf sie eingehen können.
 
G

Gast

  • #3
Schon mal was von Weiterentwicklung der Persönlichkeit gehört? Nutze die Chance: Toleranz, Kompromissbereitschaft, Mitgefühl, Füreinander da sein, Freiräume gewähren etc. etc.
 
  • #4
Ich bin fest überzeugt, dass man sich weit überwiegend vorallem den richtigen, passenden Partner suchen muss.

In Deinem Falle ist doch ganz klar, dass eine Partnerin, die regelmäßig an Dir herumnörgelt und launisch ist und dann auch noch dominant versucht zu sein, einfach nicht zur Dir passt. Das Nörgeln und die Launen würden sicherlich zu vielen Menschen nicht passen, das Dominanz-Subordinations-Verhalten muss einfach nur im Einzelfall harmonieren. Beides war bei Euch nicht der Fall.

Was Du als allererstes lernen kannst, ist, schon in der Kennenlernphase auf Signale in diese Richtung zu achten. Launisch und dominant sind beides Charaktereigenschaften, die man schlecht verbergen kann und die eigentlich auch schon früh auffallen können, wenn man aufpasst. Also nicht blenden lassen von Optik oder Sexualität, sondern mit feinem Gespür schauen, ob ihr Charakter wirklich gefällig ist. Nörgeln dagegen kommt meist erst in der Differenzierungsphase, also nach Ende der Verliebtheitsphase -- und genau in dieser Phase entscheidet sich dann ja auch für die meisten Pärchen, ob eine längere Beziehung daraus wird oder nicht.

Am Selbstvertrauen kann man in einem gewissen Rahmen sicherlich arbeiten, wenn man selbst mein, ein Defizit zu haben. Ob das nun sein muss, oder die Frau einfach nur so gar nicht zu Dir passte, musst Du selbst entscheiden. Empathie kann man ebenso in einem gewissen Rahmen verbessern, aber das ist noch schwerer und erforderte schon viel Zeit und Mühe. Empathie lernt man am besten in der Zeit des Aufwachsens und der Erziehung.

ALLERDINGS denke ich durchaus, dass man normalerweise in jeder Partnerschaft (und eingeschränkt auch durch jede Trennung) viel lernen kann. Der Moment der Trennung ist natürlich nicht besonders lehrreich, da er ja eher einen punktuelle Angelegenheit ist. In diesem Moment kann man vielleicht mitkriegen, wie er oder sie sich besser nicht verhalten hätte oder was gut geklappt hat, aber das war es auch schon. Wichtiger sind die Analysen, woran eine Partnerschaft gescheitert ist, also was nicht harmoniert hat, was nicht kompatibel war, was die Beziehung aufgerieben hat -- und ganz wichtig, ob man das nicht schon hätte viel frühzeitiger erkennen können. Welche Warnsignale habe ich missachtet? Wann ist mir das inkompatible Verhalten das erste Mal aufgefallen? Warum habe ich damals nicht reagiert? War das Verhalten unüberwindbar oder hätte man rechtzeitig begonnen, Kompromisse finden können?

Genau daraus DARF und SOLL man dann eben auch Ansprüche und Ausschlusskriterien ableiten. Natürlich soll man mit den No-Go-Listen und dem Anspruchsdenken nicht übertreiben, aber in einem gewissen Rahmen sind sie einfach notwendig.

Sehr empfehlenswert ist es auch, wenn man gewisse charakterliche Grundwerte an einem selbst und an voraussichtlich passenden Partnern analysiert und kennt. Ganz wichtig zum Beispiel die Nähe-Distanz-Präferenz, die Einstellung zu Exklusivität und Treue, die Bedeutung von Religion und Politik und welche Ansichten und Wertvorstellungen harmonieren müssen, bei welchen man Kompromisse eingehen würde.
 
G

Gast

  • #5
FS zu #3
Nein, noch nichts davon gehört...
Angenommen, ich hätte z.B. die von dir beschriebenen Eigenschaftenshften nicht oder nur wenig... was soll ich denn also tun? Kann man z.B. Mitgefühl erlernen?
 
G

Gast

  • #6
Generell gilt, dass erwachsene Menschen bereits "fertig" sind, will sagen, Charaktere und Wesenszüge sind nicht änderbar ("was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr"). Allerdings befinden wir uns alle in einem lebenslangen Lernprozess, so dass man durchaus an sich arbeiten und an den Schwachstellen feilen kann.

Ob man allerdings nach 8 Monaten schon von einer "Beziehung, aus der man etwas lernen konnte" sprechen kann, wage ich anzuzweifeln. Ihr habt doch vermutlich noch nicht zusammen gewohnt, d.h. wenn ihr euch getroffen habt, dann wart ihr in Freizeitstimmung und habt euch auf den jeweiligen Partner gefreut (oder eben auch nicht!). Wenn schon in eurer knappen Freizeit derartige Diskrepanzen auszumachen waren, wie hättet ihr euch verhalten, wenn ihr euch permanent im Alltag, also in jeder freien Minute gesehen und erlebt hättet? Das möchte ich mir gar nicht ausmalen!

Insofern denke ich: Du hast -nach der Kennenlerphase und dem Absetzen der rosaroen Brille- jetzt einfach erkannt, dass das die falsche Frau für Dich war! Nicht mehr und nicht weniger! Wobei ein guten Einfühlungsvermögen, was ja Deine Partnerin bei Dir als nicht vorhanden bemängelte, immer positiv zu sehen ist. Es kann also nicht schaden, mal genauer hinzuhören, wenn die Partnerin etwas von sicht gibt. Wie heißt es doch so richtig? "Sprechenden Menschen kann geholfen werden". Das setzt aber voraus, dass man auch zuhört!

Alles Gute.
 
G

Gast

  • #7
FS zu #5

Gute Antwort, allerdings hat meine Partnerin soviel gesagt, dass es sehr schwierig war, das wichtige vom unwichtigen zu unterscheiden.
Bespiel

Sie sagte irgendwann einmal dass sie es "sch..." fände, würde ich an dem WE vor iher Prüfungswoche einen Termin annehemen. Ich atte aber einen Termin mit meinen Brüdern und Schwägerinnen (die ich nur ganz selten sehe, für das wir die Karten schon vor Beginn meiner Beziehung gekauft hatten),.
Habe darauf dann meiner Freundin mitgeteilt, dass ich trotz ihren Bedenken gerne diesen eine Termin machen würde und ob das eben vielleicht doch möglich wäre.
Daraufhin kam keine weitere Antwort, und ich nahm den Termin also wahr, Dachte auch dass sei alles gehlärt und i.O..
Dann aber hielt sie mir monatelang vor, sie im Stich gelassen zu haben, weil sie ja Wochen voher gesagt hätte, dass sie es "sch..." fände, wenn ich Termin an diesem WE annehmen würde (Obwohl ich es hinterher wieder angesprochen hatte und da nichts mehr kam). Ich hätte Beziehungsgrundlagen verletzt.

Ich habe ihr also wohl zugehört, aber sie hat viele Dinge nicht klar bezeichnet, oder so, dass es für mich nicht verständlich war.
Klar habe ich bestimmt viele Fehler gemacht (dieser Abend übrigens war, nachträglich gesehen, aber aus meiner Sicht keiner, sondern hat geholfen alte Problem meiner Familie zu regeln)

Ich versuche gerade festzustellen, ob das, was meine ehem. Partnerin von mir wollte, mir als Mann überhaupt möglich ist; also aus den zahllosen Aussagen das wichtige herauszuholen.
Deswegen: Kann man sowas für die Zukuft lernen?
 
G

Gast

  • #8
Der "falsche" Partner kann sehr wohl Entwicklungsprozesse bei einem selbst befördern. Oft erkennt man dann viel später, dass es gar nicht der falsche Partner war, sondern dass man selbst ein oder der Schwachpunkt in der Beziehung war.

Ich bin z.B. zwar nach wie vor der Ansicht, dass mein Mann an der Zerstörung unserer Ehe den größten Anteil hat, aber ich habe auch mich - nach der Phase der Enttäuschung und Wut - selbst hinterfragt und festgestellt, dass einiges an meinem Wesen und Verhalten verbesserungswürdig war. Sicher hätte diese Veränderung, hätte sie früher stattgefunden, die Ehe nicht gerettet, aber ich gehe doch neue Beziehungen reflektierter an, weiß jetzt um die schlimmsten meiner Defizite, die immerhin er mir aufgewiesen hat, und halte mich jetzt für partnerschaftstauglicher als früher.

Meiner Meinung nach gibt es jedoch Menschen, die einfach nicht kompatibel sind, egal, wie sehr sich bemüht wird und egal, wie sehr jeder an sich arbeitet. Ein Fehler wäre es aber, sich einfach einen Partner zu suchen, der die eigenen Defizite schluckt oder toleriert und damit ein reibungsloses Miteinander durch Beschränkung der eigenen Persönlichkeit ermöglicht, denn früher oder später wird der Tolerante an seiner eigenen Fügsamkeit ersticken und schlimmstenfalls erkranken. Um den eigenen Entwicklungsprozess wird man also nie herumkommen, wenn man ehrlich und rücksichtsvoll mit sich und dem Anderen umgeht.

Bei dem Vorwurf mangelnder Empathie kann es z.B. helfen, sich ganz bewusst und konzentriert in den Anderen hineinzuversetzen und sich mit allen Emotionen vorzustellen, wie einem selbst zumute wäre, wenn man genau so behandelt würde und sich bei heftigen Reaktionen zu fragen, worin denn genau die Verletzung besteht, die dadurch zum Ausdruck gebracht wird. Mangelnde Empathie geht oft einher mit einer narzisstischen Einstellung, und auch daran lässt sich rel. gut arbeiten, indem man den geliebten Spiegel mal umdreht und den Anderen darin aufscheinen lässt. Nicht selten erblickt man darin zum eigenen Erstaunen sich selbst...und kommt dem Verstehen des Anderen damit ein Stück näher. Es sind ja öfter die ähnlichen Persönlichkeiten, die sich gegenseitig bekriegen.

Ich denke, dass misslungene Partnerschaften grundsätzlich den Sinn haben, sich selbst zu hinterfragen und an sich zu arbeiten, egal, wieviel "Schuld" der Andere subjektiv betrachtet am Mißlingen trägt. Den Partner nur auszutauschen, wäre mir als Lösung zu oberflächlich.

Das alles mal laienhaft ausgedrückt und "nur"aus persönlicher Erfahrung.
w57
 
G

Gast

  • #9
Hallo FS,

auch jenseits der 40zig kann Frau/Mann an sich arbeiten, seine Selbstreflexion und Emphathie stärken, sich mit dem Thema auseinandersetzen, Bücher lesen etc.

Ich frage mich bei deinen Zeilen, ob deine EX wirklich genörgelt hat, oder ob ihre Kritik bei dir nur als Nörgelei angekommen ist, weil du für angebrachte Kritik kein anderes Wort kennst? War sie wirklich dominant, oder war sie nur selbstbewußt, aber du empfandest ihr Verhalten als dominant, also negativ bewertet, weil du selber wenig Selbstbewußtsein hast und jegliche Kritik oder AndersDenken von Frauen als Dominantheit empfindest?

Hinterfrage dich doch mal selber und denke immer daran, bitte:

Erwarte von anderen Menschen nur das, was du selber "bieten" kannst.

Ich empfehle dir ein Buch! Die Wahrheit beginnt zu zweit...

In diesem Buch geht es um gesunde und beziehungsförderne Kommunikationformen bzw. Möglichkeiten zwischen Menschen bzw. Paaren.

Wenn du das Buch verstanden hast, bist du sicherlich viel weiter und auch souveräner.

Recht gebe ich den Anderen, dass man sich den passenden Partner suchen muss, aber wie schon geschrieben, man muss genau hinschauen, wo die wahren Ursachen der Problematik ist, denn dazu gehören immer Zwei.

Viel Erfolg auf deinem neuen Weg zur Selbsterkenntnis und zur Reifung.

w (47)
 
G

Gast

  • #10
FS zu #8
Das Problem an Deiner Antwort ist, dass die "Kritik" (die oft Kleinigkeiten im Alltag betraf) , wenn sie auch berechtigt gewesen wäre, mein Selbstbewußtsein dann noch kleiner machen würde, als es scheinbar eh schon ist.

Wäre es also so gewesen, wie du schreibst, dann hätte ich jeden Tag sehr viele große und kleine Fehler gemacht, die sie zu Kritik berechtigten, sie (meine Expartnerin) aber so gut wie gar keine...
(Ich bin womöglich etwas toleranter, jedenfalls habe ihr nicht viel vorgeworfen, und wenn doch, dann nur Grundsätzliches, z.B. Rauchen. Ich hatte jedenfalls fast nie etwas zu meckern.)

Wenn das alles so wäre, dann hätte ich jetzt ein irrsinniges Paket an großen und keine Fehlern aufzuarbeiten.Um ehrlich zusein, ich glaube nicht, dass dann mein Selbstbewußtsein dann jemals wieder irgendein annehmbares Level erreichen könnte.....

Daher würde ich Deine Antwort auf realistisches Maß eingrenzen und davon ausgehen, dass beide Partner ungefähr gleichviel Fehler machen und meine Expartnerin eben doch (überwiegend) genörgelt hat.
 
G

Gast

  • #11
Du bist an eine Zicke geraten. Wirst draus lernen dass Du einen anderen Typ Frau brauchst .
 
G

Gast

  • #12
zu #7

Sehr gut und treffend beschrieben! Danke.

w (47)
 
G

Gast

  • #13
zu #7 Für mich der bislang schönste Beitrag hier!

Ich kann mir aber keine Beziehung vorstellen, in der ein Dauerfeuerwerk an Kritik oder Abwertung zu einer glücklichen Beziehung führen kann, egal ob die Kritik berechtigt ist oder nicht.
 
G

Gast

  • #14
Hallo FS,

kann es sein, dass du mit Kritik nicht umgehen kannst? Irgendwie lesen deine Zeilen sich für mich, als ob du nicht viel gesundes Selbstbewußtsein hast.

Du suchst hier nach Antworten, obwohl du die nur bei dir selber finden kannst.

Wenn ich ständig kritisiert werden würde, würde ich mich schon fragen, ob wirklich was daran ist. Wäre für mich kein Problem mich zu hinterfragen. Auf jeden FAll würde ich das Gespräch suchen und nicht wie eine Mimose eingeschnappt reagieren. So wirken deine Zeilen auf mich.

Letztendlich denke ich, dass du an deinem Selbstbewustein arbeiten solltes. Man muss lernen mit Kritik richtig umzugehen, denn diese kann einen überall treffen, egal ob privat oder beruflich, egal ob berechtigt oder nicht.

Diese Lernen scheint deine Hauptaufgabe derzeit zu sein. Es bringt dich ja nicht weiter, wenn man dich nicht mehr kritisiert und stillschweigend deine Fehler, deine Schwächen hinnimmt.

Es ist nicht schlimm, Fehler zu machen und Schwächen zu haben. Daran kann man arbeiten. Schlimm und auch unreif finde ich, sich seinen Schwächen und gemachten Fehlern nicht zu stellen, nicht daran zu arbeiten, sondern lieber zu verlangen, dass andere Menschen zu diesen Dingen nichts sagen dürfen. Das ist für mich emotional unreifes Verhalten.

w (47)
 
G

Gast

  • #15
Lieber FS,
hinterfrage doch mal, ob die Kritik berechtigt war. Wenn sie ständig an der "offenen Zahnpastatube" rumgenörgelt hat, ist das sicherlich nervig. Doch ist es berechtigte Kritik, ein berechtigtes "Auf-etwas-Hinweisen", solltest Du Dich auch hinterfragen. Viele von uns Männern wollen es nicht hören. Ich habe mich auch von meiner Partnerin getrennt, weil sie mich meiner Meinung nach ständig kritisiert hat, bis mir jemand einen Spiegel vor die Augen gehalten hat, dass ich stark narzistische Züge an mir habe. Im Nachhinein war ihre "Kritik" nämlich berechtigt, aber vor einigen Monaten habe ich mich ständig angegriffen gefühlt, hab ihre Kritik nicht vertragen, war viel auf mein eigenes Interesse bedacht. Ich habe sie sehr geliebt, sie ist klug, reflektiert und auch alles andere stimmte, doch das weiß ich jetzt erst und nun ist es zu spät.
m/44
 
G

Gast

  • #16
FS zu #13
Ich sehe ja ein... und bin durchaus lernfähig.Wie aber würdest Du es finden, wenn alle 5 min dir jemand vornörgelt (Mach das Bad- Fenster auf ....weil Schimmel , mach die Schlafzimmertüre zu (weil zu kalt / zu warm , Wohnung geheizt oder nicht ...) irgendwann hat man (ich) einfach den Überblick über alles verloren und kommt sich vor wie ein getriebenes Tier.

Dies alles nervt vor allem , wenn meine wenigen Hinweise (Knibbel nicht im Gesicht, das verschlimmert den Herpes... Ziehe besser Winterreifen auf....) als unsinnig abgelehnt werden oder einfach (...so bin ich eben!) abgetan. Das stimmt was nicht.
 
G

Gast

  • #17
zu #15

Ist es tatsächlich nörgeln, wenn dich jemand bittet, vorausgesetzt die Frau bittet dich, dass Fenster zu öffnen?

Was hat dich daran gehindert, ihr zusagen, wenn er ihr zu kalt oder zu warm ist, selber die Schlafzimmertür zuzumachen?

Wie kam es dazu, dass sie dich, so liest es sich für mich, aus dir einen "Diener" gemacht hat? Warum hast du nicht rechtzeitig Grenzen gesetzt und hast dich selber zum getriebenen Tier machen lassen? Hättest ja auch das Spiel des Treibens nicht mitmachen müssen, sondern einfach mal stehen bleiben können und ihr eine Grenze gesetzt.

z.B.: Schatz, mir ist nicht kalt/warm, wenn es dir so ist, dann schliesse doch die Tür selber zu, oder kannst du das etwa nicht und brauchst mich dazu (fettes Grinsen)?

Das an eurer Kommunikatkon was nicht stimmt, sehe ich auch so, aber das solltest du mit Selbstbewußtsein ihr gegenüber kommunizieren und notfalls vorher dich "fortbilden", was eine gesunde Kommunikation beinhaltet. Vielleicht bist du da ungeübt und so hat der liebe Gott dir eine Frau geschickt, wo du lernen kannst, dich besser abzugrenzen und auch eine souveräne und lockere Kommunikationsstruktur zu zeigen, wo Frau sich nicht getraut, dich ständig zu "bitten", die Türen auf oder zuzumachen.

Verstehst du, lieber FS, was ich meine?

w (47)
 
G

Gast

  • #18
Eine normale Reaktion wäre wohl dennoch zunächst einmal die Partnerin zu vermissen. Also, es gehört schon Einiges an Gefühlskälte dazu, einfach zu schreiben, sie tut mir nicht gut und deshalb trenne ich mich mal lieber, wenn man dies noch gar nicht getan hat. Vielleicht solltest du einfach dich hinterfragen. Ich hatte bis vor kurzem einen Partner, der, ja, vermutlich auch nur genörgelt hat, wobei ich dieses Wort nicht schätze. Es störte ihn, wenn ich rauchte, wenn ich nichts für meinen Körper tat oder wenn ich müde war, weil ich viel gearbeitet hatte. Es störte ihn ebenso, wenn ich nicht da war, war ich da, sprach er nicht mit mir und verschanzte sich hinter seinem Rechner. Machte ich ansatzweise Kritik deutlich, z.B. dass er so abhängig von seiner Mutter wäre, dann war er zutiefst beleidigt und verletzt und warf mir Dominanz vor. Es war ein einziger Spießrutenlauf, er wollte immer nur gefallen und ich sollte ihn loben wie ein Hündchen. Deshalb halte ich es auch für schwierig, was du da versuchst, Empathie kann man nicht lernen, man hat sie oder man hat sie nicht. Wenn man sie nicht hat, dann sollte man sich fragen, woran dies liegen mag und ggf. irgendetwas unternehmen, sprich an sich und an seinem Selbstbewusstsein arbeiten.
 
Top