• #31
Was kostet ein Kind?
Zeit, Zuwendung etc. Ansonsten wenn ich alle Familienbezogenen Staatsleistungen zusammenrechne (Kindergeld, Splitting wenn ein Elternteil nocht oder weniger arbeitet, Steuerfreibeträge) gegen vernünftige Ausgaben gegenrechne kein Geld.

Daher: leisten kann sich das JEDER. Die Frage ist nur ob man das will. Natürlich ist dann der Jährliche Überseeurlaub oder das wöchentliche Powershoppen nicht mehr drin.

Ein Teenager verschlingt Unsummen, die man auch gar nicht verhindern kann. Dafür muss man keine Marken kaufen. Schon die normale Schulbildung kostet, es wird einfach gefordert. Und wenn das Kind nicht zum Aussenseiter mutieren soll, noch viel mehr.
Also ich weiss nicht, meine zwei sind keine Aussenseiter gewesen, und neue Klamotten gabs erst als Sie sich das selbst erarbeiten konnten. Bücher haben wir auch immer gebraucht erstanden, Computer ebenso. Das Handy muss auch kein neues sein.

Das ist hier bei uns in der Nähe einer ostdeutschen Landeshauptstadt so üblich.
Ich darf dazufügen, in meiner schwäbischen Kleinstadt mittlerweise auch (zumindest in menem Viertel das eher besserverdienende beherbergt). Da die Frauen alle studiert haben arbeiten Sie auch selbstredend voll. Den Kindern hats nicht geschadet.
 
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  • #32
Nein, kann mir ein Kind finanziell nicht leisten.
Bin froh dass es im Job endlich läuft.
Wenn ich jetzt eine Schwangerschaft einschiebe bin ich weg vom Fenster.
Meine Rente muss sich mir selbst erarbeiten.
Wegen prekärer Beschäftigung mit Praktikaeinstieg brauche ich dazu bis
zum Alter von 70 Jahren, wenn weiterhin so läuft.
Verzichte daher auf Kind.
 
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Gast

  • #33
Ein Teenager verschlingt Unsummen, die man auch gar nicht verhindern kann. Dafür muss man keine Marken kaufen. Schon die normale Schulbildung kostet, es wird einfach gefordert. Und wenn das Kind nicht zum Aussenseiter mutieren soll, noch viel mehr.

Jeder der hier etwas anderes behauptet war noch nie in finanziellen Schwierigkeiten.
Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Ich zahle z.B. für die Schule, mein Kind ist in der 11. Klasse eines staatliches Gymnasium in einem angenehmen Wohngebiet der Hauptstadt, jährlich, wenn es hochkommt 100,00 Euro an Büchergeld inkl. Schulbedarf. Die Schule hat ein gutes System, ökologisch mit den Schulbüchern umzugehen. Die Schule achtet auch darauf, dass mehr auf das Miteinander gelegt wird, weitgefächertes Wissen angeboten wird und wenig auf Luxus usw. Die Klassenfahrten hielten sich auch immer Rahmen. Es gab früher genug ausserschulische AG´s, die alle kostenlos waren. Alles notwendige wie PC usw. ist im normalen Rahmen vorhanden und reicht völlig aus. Mein Kind ist deswegen kein Aussenseiter, hat Freunde, ich gehe normal arbeiten, aber viel Geld haben wir trotzdem nicht.

Dieses unbedingt Mithalten wollen kenne ich aus ihrem Umfeld und aus meinem persönlichen Umfeld überhaupt nicht. Meine Tochter sagte nur, dass die Kinder/Teenies, die ein auf schick machen und mit Markenklamotten protzen usw., meistens wenig Selbstbewusstesein und wenig Freunde haben.

w 49
 
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  • #34
Klar kann sich jeder ein Kind leisten. Manche Leute verfressen im Monat auch schon ein paar Hundert Euro. Das Geld könnte man stattdessen locker ins Kind stecken und dafür jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße essen. Ich hab jahrelang auch nur von wenig gelebt, da hat man eben nur mal das nötigste gegessen, und selbst kein Geld für Kleidung und Schuhe ausgegeben und ist mal ne Weile zu Fuß gelaufen, da hat man sich schon wieder ein paar Hunderter im Monat gespart. Außerdem sind Kinder unsere Zukunft. Mit Kindern bekommt man ja bei Bedarf noch Zuschüsse.
Also ich denke, die Leute hier haben noch nie wirklich lange von wenig Geld gelebt, aber ich persönlich weiss, dass es geht. Man muss sich halt selber einschränken und Wünsche öfters mal verschieben.
 
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  • #35
Also mein Kind, 17 Jahre alt, kostet im Monat 800 Euro: Mietanteil, Medien, Sport, Essen, Klamotten, Taschengeld, Kosmetik. Urlaub und Festivals noch nicht eingerechnet.

Der Vater bezahlt seit weniger als einem Jahr endlich Unterhalt, 300 mtl. und hat bereits angekündigt, dass er ab dem 18. Geburtstag nichts mehr bezahlen wird.

Wir leben in einer mittleren Großstadt in NRW.
 
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  • #36
Also mein Kind, 17 Jahre alt, kostet im Monat 800 Euro: Mietanteil, Medien, Sport, Essen, Klamotten, Taschengeld, Kosmetik. Urlaub und Festivals noch nicht eingerechnet.
Bei der Berechnung wurden noch der Anteil für die Strom-,Heiz-,Müll- und Telefonkosten
vergessen. Ach ja wie sieht es bei den GEZ Gebühren und den Versicherungsgebühren aus, da diese ja auch noch einfließen müssen Ironie off.

Wer 800.-€ als Maßstab für eine 17jährige nimmt, denn fehlt in meinen Augen jeder Bezug zum Geld.

Des Weiteren könnte das „Kind“ ja auch für seine Wünsche einen Nebenjob annehmen. In diesem Alter sind schon tausende im 2.Lehrjahr und ihnen wird das Arbeiten auch zugemutet. Zu meiner Zeit war es Standard, dass ca. 80% aus der Oberstufe 2-3-mal die Woche gejobbt haben.

Manchmal werden hier Beträge angesetzt von denen mancher arbeitende Akademiker nur träumt.
Ein Freund von mir Verdient ca. 3000.-€ netto und hat 3 Kinder. Nimmt man also die 800.-€ als Maßstab pro Kind, würde seine Frau und er also weit unter H4 fallen.
 
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  • #37
Also mein Kind, 17 Jahre alt, kostet im Monat 800 Euro: Mietanteil, Medien, Sport, Essen, Klamotten, Taschengeld, Kosmetik. Urlaub und Festivals noch nicht eingerechnet.

Der Vater bezahlt seit weniger als einem Jahr endlich Unterhalt, 300 mtl. und hat bereits angekündigt, dass er ab dem 18. Geburtstag nichts mehr bezahlen wird.

Wir leben in einer mittleren Großstadt in NRW.
Naja, 800,00 Euro finde ich auch etwas zu viel, aber vielleicht würde es doch auf die Summe kommen, wenn man alle Kosten aufrechnet.

Der Vergleich mit 3 Kindern hinkt, weil mehr Kinder in der Summe gesehen dann doch "preiswerter" sind, z.B. sind umgelegt größere Wohnungen einfach preiswerter als Wohnungen für Single-Mütter mit einem Kind.

Wenn Vater ab dem 18. Geburtstag nicht zahlen will, dann muss das volljährige Kind Klagen. Hoffentlich ist ein Unterhaltstitel da, dann kann ja auch das Gehalt gepfändet werden. Habe ich selber beruflich schon durchführen müssen.

w 49
 
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  • #38
Hier noch einmal #34:

Doch, Heiz, Müll, Strom- und Telefonkosten sind eingerechnet. Versicherungen und GEZ allerdings nicht, weil ich diese auch zu tragen hätte, wenn ich kinderlos wäre.

Zum Thema Oberstufe und nebenbei 2-3 die Woche jobben....das war sicherlich noch nicht zu Zeiten von G8. 2 Abende die Woche würde ich als realistisch einstufen.
In den 800 € sind noch enthalten 130,-€ Nachilfe mtl.

Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte sie das Gymnasium verlassen. Das wollte sie aber partou nicht. Daher habe ich irgendwann in Nachhilfe investiert.

Wieviel Kosten sich bei bestimmten Sportarten jährlich ergeben, können sich viele wohl gar nicht vorstellen.

Ich habe eben nur das eine Kind. Und wenn ich mehrere hätte, würden sich die Kosten pro Kind selbstverständlich verringern.

In meinem Fall ist es so, dass der Vater alle staatlichen Mittel ausgeschöpft hat, seit er Vater ist: Schülerbafög, Studentenbafög (allerdings kein Studium abgeschlossen) dann noch jahrelang eine Umschulung finanziert bekommen, weil er ja keine abgeschlossene Ausbildung hatte...

Thema second hand: Ich selbst trage das häufig, bin auch relativ anspruchslos. Campingurlaub innerhalb Deutschlands reicht mir....Das erste neue Fahrrad hat sie mit 16 Jahren bekommen.

Übrigens auch nicht in die 800 € eingerechnet. Wir leben hier nicht in saus und braus. Definitiv nicht. Klar, ich achte auf gesunde Ernährung, kaufe teilweise Bioprodukte, gebe Geld aus für Sportmöglichkeiten, aber das ich den Bezug zum Geld verloren hätte, finde ich überhaupt nicht. Ich schaue nur der Realität ins Auge.

Sicherlich sind die Mietkosten auf dem Land günstiger. 600 € Warmmiete für 60qm sind in unserer Stadt sogar noch billig.

Und es kann einfach nicht sein, dass ein Elternteil auf diesen Kosten allein, oder größtenteils allein, sitzen bleibt.
 
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  • #39
In meinem Fall ist es so, dass der Vater alle staatlichen Mittel ausgeschöpft hat, seit er Vater ist: Schülerbafög, Studentenbafög (allerdings kein Studium abgeschlossen) dann noch jahrelang eine Umschulung finanziert bekommen, weil er ja keine abgeschlossene Ausbildung hatte...
Daher kann ich Mann und Frau nur empfehlen, sich sehr gut den Anderen anzuschauen, bevor man sich entschliesst ein Kind zu machen. Dazu gehört auch den Kopf einzuschalten. Gerade Frauen sollten das öfter machen.

w 49
 
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  • #40
Zum Thema Oberstufe und nebenbei 2-3 die Woche jobben....das war sicherlich noch nicht zu Zeiten von G8. 2 Abende die Woche würde ich als realistisch einstufen.
In den 800 € sind noch enthalten 130,-€ Nachilfe mtl.
Ob es nur daran liegt halte ich für ein Gerücht. Ich habe z.b. mein Abitur in Bayern den gemacht und nach dem Nord-Süd-Gefälle kann man dann G8 mit G9 gleichsetzen.
Der einzige Unterschied liegt wahrscheinlich darin, dass ich mit Nachhilfe in Mathe, Eng. und
Latein mir Geld verdient habe, anstatt es für mich zu „verbrauchen“.

Jetzt werde ich doch noch ein wenig süffisant:
Es liegt also in der Familie, dass man keinen Bezug zu Geld hat und dass die Tochter auf das
Gymnasium „geschickt“ wird, ob wohl die Leistung dafür nicht vorhanden ist.
Wer in NRW schon Probleme mit dem Gymnasium hat wird in München wohl gerade den Realschulabchluss schaffen

Nach deiner Rechnung ist 1 Kind kostspielig aber 5 nach geht die Rechnung auf.
Deshalb haben dann so viele H4Familen so viele Kinder
 
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  • #41
an #38:
ja, heute mit Ü40 sehe ich das ganz genau so. Nur weiß ich nicht, ob eine 24-jährige, wie ich damals, diesen beruflichen Werdegang des Kindvaters hätte voraussehen können.

Nein, ich war damals definitiv nicht fähig, eine solche Entwicklung vorauszusehen. Und ich glaube auch, die wenigsten hätten das.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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  • #42
Wer 800.-€ als Maßstab für eine 17jährige nimmt, denn fehlt in meinen Augen jeder Bezug zum Geld.
800€ hat meine Anwältin schon als Bedarf für meinen damals 6jährigen berechnet! :)
ich denke, sie hat einen realitischen Bezug zum Geld - kommt natürlich drauf an, wo man so wohnt!
Aber manche haben eben keine Ahnung, was ein Kind so kostet.
Kindergeburtstage, Ausflüge, Klassenkasse, Klamotten, Schuhe sind auch teuer und die wachsen ja wie Unkraut, Lebensmittelkosten sind auch sehr viel, dann die Babysitterkosten und die Putzfrau bräuchte ich ohne Kinder auch nicht.
Aber der größte Kostenfaktor, wenn man Kinder bekommt ist und bleibt der Verdienst - und folglich auch Rentenausfall, den man als Frau dabei hat. Denn seit ich Kinder habe, ist Vollzeit einfach nicht mehr drin.
 
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  • #43
Aber manche haben eben keine Ahnung, was ein Kind so kostet.
Kindergeburtstage, Ausflüge, Klassenkasse, Klamotten, Schuhe sind auch teuer und die wachsen ja wie Unkraut, Lebensmittelkosten sind auch sehr viel, dann die Babysitterkosten und die Putzfrau bräuchte ich ohne Kinder auch nicht..
Ich nenne dies einfach nur jammern auf hohen Niveau.
Selbstverständlich können 800.-€ viel zu wenig sein und ebenso auch 8000.-€.
Wenn ich meine Kinder so erziehe brauche ich mich am Ende nicht wundern,
wenn mein Nachwuchs sämtlichen Bezug auf die Realität verliert und sich dann
wie Marie Antoinette verhält:
„Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.”:)

Ich kenne 2 AE-Mütter, die ihre 14-jährige Tochter bzw. Sohn mit einen Nettoeinkommen
von ca. 1300.-€ erziehen. Die beiden Damen wären froh wenn sie für sich + Kind 800.-€
hätten. Übrigens beide Frauen sind im Besitz eines akademischen Abschlusses.
Willkommen im 21.Jahrhundert wo auch mit Akademiker Hungerlöhnen abgespeist werden.
 
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  • #44
I
Ich kenne 2 AE-Mütter, die ihre 14-jährige Tochter bzw. Sohn mit einen Nettoeinkommen
von ca. 1300.-€ erziehen. Die beiden Damen wären froh wenn sie für sich + Kind 800.-€
hätten. Übrigens beide Frauen sind im Besitz eines akademischen Abschlusses.
Willkommen im 21.Jahrhundert wo auch mit Akademiker Hungerlöhnen abgespeist werden.
Genau deshalb werde ich wohl kein Kind bekommen. Ich hab mir geschworen ein Kind nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn ich ein höheres Einkommen habe. Momentan ist es mir zu niedrig. Ich hab nämlich keine Lust jeden Cent 10mal umzudrehen.
 
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  • #45
Also ein Nettoeinkommen von 1300.....dann kommt das Kindergeld ja noch hinzu. Dann haben wir schon fast 1500. Das geht definitiv. Auch ich hatte Jahre, in denen das gehen musste.

Wenn in den 1300 das Kindergeld schon enthalten sein sollte, dann arbeitet die Frau jeweils weniger als 30 Std pro Woche und das kann sie, 30 Std arbeiten, mit einem Kind in dem Alter.
 
  • #46
Liebe 34/37

Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte sie das Gymnasium verlassen. Das wollte sie aber partou nicht. Daher habe ich irgendwann in Nachhilfe investiert.
Sorry, aber irgendwie haben hier manche echt schräge Einstellungen- Bildung ist das wichtigste überhaupt! Wenn das Kind nicht immer Bio auf dem Teller hat wird davon keine längerfristigen Schäden davontragen, eine schlechte Ausbildung dagegen wird immer eine Hypothek bleiben.

Wieviel Kosten sich bei bestimmten Sportarten jährlich ergeben, können sich viele wohl gar nicht vorstellen.
Oh doch! Aber manches ist halt nicht drin oder muss dann halt Selbst verdient werden. Wenn die Kurzen Golf spielen wollen muss man Ihnen halt klar machen dass das nicht geht (oder eben mit Arbeit im Golfclub erarbeitet werden muss), ein Pferd im Budget einfach nicht drin ist etc.

und liebe #41
Kindergeburtstage, Ausflüge, Klassenkasse, Klamotten, Schuhe sind auch teuer und die wachsen ja wie Unkraut, Lebensmittelkosten sind auch sehr viel, dann die Babysitterkosten und die Putzfrau bräuchte ich ohne Kinder auch nicht.
Na ja, also Kindergeburtstage kann man äusserst Preiswert ausrichten, Ausfüge müssen nicht nach Disneyworld gehen, Kalmotten und Schuhe wie gesagt gebraucht bzw. von Freunden Verwandten deren Kinder aus dem Zeug rausgewachsen sind (also bis zu etwa 10 Jahren haben wir damals mehr Klamotten geschenkt bekommen als sie anziehen konnten). Lebensmittel? Gerade in D nun wirklich nicht Welt, ein Entrecote mögen die kleinen eh nicht. Spätzle mit Soss und Gemüse kriegst Du für unter 2;- auf den Tisch.

Klar, ein Luxusleben kann man nicht immer finanzieren, aber leisten kann man sich Kinder immer.
 
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  • #47
an #38:
ja, heute mit Ü40 sehe ich das ganz genau so. Nur weiß ich nicht, ob eine 24-jährige, wie ich damals, diesen beruflichen Werdegang des Kindvaters hätte voraussehen können.

Nein, ich war damals definitiv nicht fähig, eine solche Entwicklung vorauszusehen. Und ich glaube auch, die wenigsten hätten das.
Das sehe ich nicht so. Nicht umsonst habe ich meinen Nichten und Neffen allen angeraten, vor dem 30. Lebensjahr keine Kinder zu bekommen und nicht zu heiraten. Zum Glück haben sie auf ihre Tante gehört und sagen mir heute, dass sie dieser Tipp damals zwar genervt hat, aber sie heute darüber sehr froh sind, dass ich so nervend war. Ich lerne immer wieder junge Leute kennen, die alles so zwischen Anfang und Mitte zwanzig sind, und alle noch nicht daran denken, eine Familie zu gründen, weil sie noch in Ausbildung/Studium sind, oder weil sie genau hinschauen wollen, bei der Partnerwahl. Nicht umsonst gibt es ja so viele Singles.

Mir war schon mit 21 Jahren klar, dass ich in den nächsten Jahren keine Familie gründen werde, sondern erstmal studiert und dann in Ruhe weiter schaue.

Das hat mir sehr viel gebracht, auch wenn ich dann doch über 10 Jahre später AE-Mutter wurde, aber wenigstens einen Kindesvater habe, der guten und regelmässigen Unterhalt zahlt. Ich habe mir den Kindesvater vorher in der Hinsicht sehr gut angeschaut, leider hat es doch nicht für alles gereicht. Aber gut, wir haben ein tolles, gesundes und hübsches Kind, was den Vater so oft wie beide wollen, sehen kann. Und ansonsten habe ich mit Kind ein gutes Leben.

w 49
 
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  • #48
HIer nochmal #40:

übrigens habe auch ich ein tolles, gesundes und hübsches Kind. Das ebenfalls den Vater so oft sehen kann, wie es will. Sprich, ich nichts dagegen einzuwenden habe.
Außerdem habe ich, oh wunder, ebenfalls studiert (mit Kind) und mein Diplom gemacht. Und hatte bereits vor meiner Schwangerschaft eine Ausbildung abgeschlossen.
Was zwar hier viele nicht wissen wollen: Auch junge Mutterschaft hat ihre Vorteile. Ich habe heute in Sachen Partnersuche im Gegensatz zu vor 10 Jahren ein super Marktwert. Und erlaube es mir auch, "Ansprüche" zu stellen. Beispielsweise hätte ich keinen Mann mit Kleinkindern genommen.
Außerdem haben Schwangerschaft und Geburt keinerlei Spuren hinterlassen. Ich trage exact die selbe Kleidergröße wie mit 18 Jahren.
In Sachen Reisen habe ich zwar gewisse Defizite zu verzeichnen. Aber bin noch jung genug, all das nachzuholen.
 
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  • #49
Ich habe mir den Kindesvater vorher in der Hinsicht sehr gut angeschaut, leider hat es doch nicht für alles gereicht. Aber gut, wir haben ein tolles, gesundes und hübsches Kind, was den Vater so oft wie beide wollen, sehen kann. Und ansonsten habe ich mit Kind ein gutes Leben.
Wenn ich das lese kommt es mir vor als redet man von einem Deckhengst. Bei einen guten
Deckhengste aus dem Hause Schockemöhle zahlt man halt gleich und bei den Menschen zahlt
man(n) halt anschließend. Ansonsten sehe ich bei dieser Einstellung keine Unterschiede außer
das sich der Deckhengst seiner Bestimmung bewusst ist. Weiß dies immer jeder Mann?

Ein Kind kann sich in unseren Sozialstaat eigentlich jeder leisten. – Siehe H4 Empfänger.
Die Frage ist nur ob sich jeder den eignen Konsumverlust leisten möchte.
Es stellt sich hier dann eher die Frage wie weit ich zu Lasten des Kindes bereit bin, mich auf
einen Verzicht einzustellen.
 
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  • #50
Lebensmittelkosten sind auch sehr viel, dann die Babysitterkosten und die Putzfrau bräuchte ich ohne Kinder auch nicht.
Lebensmittel sind auch sehr teuer? Wo lebst du? In Norwegen? Da sind sie wirklich teuer, aber nicht in Deutschland.

Der Faktor Lebensmittel ist bei mir und meinem Kind der geringste Faktor. Bei uns gibt es aber auch nicht Cola&Co&Pizza und Fertiggerichte. Dazu ernähren wir uns viel Bio von Discountern.

Die Miete und Strom sind die größten Geldschlucker, wenn man in einer halbwegs guten Gegend mit guten Schulen wohnen will.

w
 
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  • #51
Ich kenne 2 AE-Mütter, die ihre 14-jährige Tochter bzw. Sohn mit einen Nettoeinkommen
von ca. 1300.-€ erziehen. Die beiden Damen wären froh wenn sie für sich + Kind 800.-€
hätten. Übrigens beide Frauen sind im Besitz eines akademischen Abschlusses.
Willkommen im 21.Jahrhundert wo auch mit Akademiker Hungerlöhnen abgespeist werden.
Naja, ganz stimmt die Rechnung nicht. Zu dem Netto-einkommen kommt ja noch Kindergeld und Kindesunterhalt dazu, oder nicht?

Sollten tatsächlich nur 1300,00 Euro Gesamteinkommen zur Verfügung stehen, dann hätten die beiden Frauen ja noch einen Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe bzw. Wohngeld usw.
 
  • #52
also die Berechnung ist doch sehr an den Haaren herbeigezogen! Aus Prinzip kaufe ich Spielsachen NEU nur zu Anlässen, ansonsten kriegen die Kinder neuwertiges gebrauchtes, teils auch 2.Hand Markenklamotten. Dafür sparen wir eben an Sachen wie ordentlichem Schulranzen oder Kindersitz nicht. Es gibt immer Mittel und Wege seinem Kind so ziemlich Alles zu ermöglichen, auch ohne viel Geld! Man muss dann halt nur sehr hinterher sein...also Vollzeit arbeiten oder mehrere Jobs UND mehr als pleite is ne ungünstige Kombi ;)
 
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  • #53
@50 Wieso Anspruch auf Sozialhilfe und Wohngeld? Ich habe auch nicht mehr netto, inkl. Kindergeld. Kein Kindsunterhalt. Wo soll ich denn hingehen, um nach Geld zu betteln? w/43
 
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Gast

  • #54
@50 Wieso Anspruch auf Sozialhilfe und Wohngeld? Ich habe auch nicht mehr netto, inkl. Kindergeld. Kein Kindsunterhalt. Wo soll ich denn hingehen, um nach Geld zu betteln? w/43
Das hat nichts mit Betteln zu tun, sondern es gibt einen mtl. Grundbetrag, der dem Kind, je nach Alter und einer Mutter vom Gesetzt her zustehen. Dazu kommt noch die Miete und Strom.

Im Internet gibt es dazu Berechnungstabellen und auch Hinweise, welche finanziellen Mittel einem noch zustehen, wenn man so wenig Einkommen hat, was über den H4-Satz liegt. Wenn kein Kindesunterhalt gezahlt wird, dann gibt es ja für 6 Jahre den Kinderunterhaltsvorschuss über das Jugendamt und später den Kinderzuschlag bei einer berufstätigen Mutter, mit einem Einkommen was sehr gering ist. Diesen Kinderzuschlag kann man Bundesland abhängig bei der Arge oder der Familienkasse beantragen. Und wie schon geschrieben, es gibt noch die Möglichkeit bei Geringverdienern Wohngeld zu beantragen.
 
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  • #55
Naja, ganz stimmt die Rechnung nicht. Zu dem Netto-einkommen kommt ja noch Kindergeld und Kindesunterhalt dazu, oder nicht?

Sollten tatsächlich nur 1300,00 Euro Gesamteinkommen zur Verfügung stehen, dann hätten die beiden Frauen ja noch einen Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe bzw. Wohngeld usw.
Der Unterhaltsvorschuss, wenn der Vater nicht zahlen kann, wird nur zeitlich begrenzt gewährt und fällt irgendwann komplett weg.

Bei Wohngeld kann die grenze mit 1300 Euro schon überschritten sein für 2 Personen, der Berechtigungskreis ist da sehr eng gelegt.

Statt ergänzend Sozialhilfe könnte man evtl. den kinderzuschlag nehmen, man muss aber alle EK-Verhältnisse offenlegen und kann dazu gewzwungen sein, sein Leben den Ämtern unterordnen zu müssen.
Ich würde sogar dazu tendieren, selbst bei niedrigem Einkommen auf Soziale Hilfen zu verzichten, hauptsache niemand Fremdes mischt sich in das Leben ein.
 
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Gast

  • #56
Statt ergänzend Sozialhilfe könnte man evtl. den kinderzuschlag nehmen, man muss aber alle EK-Verhältnisse offenlegen und kann dazu gewzwungen sein, sein Leben den Ämtern unterordnen zu müssen.
Ich würde sogar dazu tendieren, selbst bei niedrigem Einkommen auf Soziale Hilfen zu verzichten, hauptsache niemand Fremdes mischt sich in das Leben ein.
Ich habe beruflich damit zu tun, aber wo ist das Problem? Wo wenig ist, kann auch wenig offen gelegt werden und man muss sein Leben keineswegs den Ämtern unterordnen.

Wer ein halbwegs normales leben führt, arbeiten geht und sich halbwegs gut um sein Kind kümmert, braucht nicht zu beführchen, von irgendwelchen Ämtern kontrolliert zu werden. Dazu haben die Ämter viel zu wenig Personal

Ich finde es sehr komisch so zu denken, weil dem Kind das Geld ja gesetzlich zu steht.

Wer davon kein Gebrauch macht, wie z.B. bei den Geldern für Klassenfahrt und Mittagessen, was nach einer Studie wird viel zu wenig von den Eltern abgefordert wird, der ist dumm oder zu faul, sich um seine finanzielle Dinge, im Interesse des Kindes, zu kümmern.
 
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  • #57
Ich hab mitbekommen, dass man mittlerweile versucht Frauen zu zwingen Vollzeit arbeiten gehen zu müssen und das Kind Vollzeit abschieben zu müssen, damit sie keine sozialen Hilfen bekommen. Daraus zieh ich die Konsequenz, dass man lieber keine Sozialen Hilfen beantragt, damit sich niemand in das Leben einmischt. Ich würde nämlich nur Teilzeit arbeiten, wenn ich ein Kind hab.

Das andere find ich nicht gut für das Kind. Hinzu käme, dass ich sowieso aus gesundheitlichen Gründen nur Teilzeit arbeite. Für mich ist wohl klar, dass ich lieber ganz auf ein Kind lieber verzichte, bevor man in die Mühlen der Sozialverwaltung hineingerät -- zumindest würde ich deshalb keine Sozialen Hilfen in Anspruch nehmen, es sei denn Wohngeld, sofern sich dort niemand ins Leben einmischt.
 
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  • #58
Ein Kind kostet definitiv viel zu viel und zwar meistens weit über das 18. Lebensjahr hinaus, die meisten Studenten werden ja auch finanziell von den Eltern unterstützt. Ich habe das ja an mir selbst gesehen, was meine Eltern alles für mich zahlen mussten, neulich hab ich auch mit meinem Vater darüber geredet. Ich hab so gesagt: "Wenn du all das Geld, das du in deine Kinder gesteckt hast, für dich hättest behalten können, da hättest du dir sehr viele Wünsche erfüllen können!"
Klar, er sagte dann, ja, aber dann hätte ich ja jetzt keine Kinder und wäre allein, stimmt schon, aber Kinder sind defintitiv eine finanzielle Belastung, noch dazu war mein Vater Alleinverdiener, da meine Mutter es vorzog, ganz zu Hause bei den Kindern zu bleiben. Weiß gar nicht, wie er das immer geschafft hat.
 
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  • #59
Ich hab mitbekommen, dass man mittlerweile versucht Frauen zu zwingen Vollzeit arbeiten gehen zu müssen und das Kind Vollzeit abschieben zu müssen, damit sie keine sozialen Hilfen bekommen.
Na mal langsam. Das geht erst ab einem bestimmten Alter und ich arbeite z.B. seit fast 17 Jahren jetzt Teilzeit und seit 4 Jahren habe ich einen Mini-Job, den ich abends von zu Hause machen kann. Dazu bin AE-Mutter. Wir kommen wirklich gut über die Runden. Mich hat noch nie einer gezwungen Vollzeit zu arbeiten. Mit der Arge habe ich seit mehr als 20zi Jahren beruflich zu tun und ich kenne solche Fälle nicht, dass man Mütter mit Kleinkindern bzw. fast noch Babys zwingt Vollzeit zu arbeiten.

Gut, man muss vorsorgen, erst nicht in die H4-Spirale zu kommen. Da wieder raus zu kommen ist wirklich nicht einfach. Aber es gibt ja noch den Kindesunterhalt, Kinderzuschlag und Wohngeld. Ich habe einige H4-Frauen kennengelernt und 80% derer waren wenig in der Lage ihre Rechte auf fin. Hilfen wahrzunehmen, hatten Schwierigkeiten beim Ausfüllen der Anträge, oder Zuschüsse. Sie machten oft einen etwas lebensuntüchtigen Eindruck. Viele waren auch schlecht beruflich qualifiziert.

Ich habe aber auch Mütter kennengelernt, die seid Jahren von H4 leben, sehr ausgeruht sind, nicht arbeiten gehen und ein besseres Handy bzw. Smart-Phone haben als ich.
w 50
 
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  • #60
Liebe/r FS

Je nach Ausbildungsart, -dauer und eventuell anfallenden zusätzlichen Kosten für ein Studium zahlst du im Schnitt 150.000 -250.000 Euro bis das Kind erwachsen und in Lohn und Brot endlich anfängt für sich selbst zu sorgen. Das zweimal hast du u.U. ein stattliches Einfamilienhaus in deine Kinder investiert.

Tatsächlich ist es ja mit der Schulzeit nicht vorbei. Es geht dann erst so richtig los. Jeder der sein Kind liebt wird diese "Opfer" nicht als Opfer sondern als Einsatz werten. Wer Kinder erzieht sollte wissen was auf ihn/sie zukommt. Mit schlechter beruflicher Aussicht sollte man m.E. gar keines in die Welt setzen.