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LoreLuft

Gast
  • #1

Was kostet ein Kind?

Guten Morgen!


Ich mache es mit meiner Frage kurz!

Gerne würde ich von Ihnen wissen, was aus Ihrer Sicht/Erfahrung
1. Kind kostet.

Müsste man es bei mehreren Kindern hochrechnen?

Was geben Sie monatlich für Ihr Kind in welchem Alter aus?

Welche Zahlungen leisten Sie für die Ausbildung?

Auch Zahlungen wenn das Kind schon außer Haus ist?


Oder was fällt Ihnen noch zu diesem Thema ein? Danke!


Mfg

LoreLuft
 
  • #2
Meine Kinder kosten mich schon eine Menge. Ich kann es nicht aufrechnen, kann aber sagen, dass das zweite Kind nicht noch mal das doppelte kostet.
Vieles ist vom ersten Kind vorhanden.
Ist ein Altersabstand von drei Jahren, gleiches Geschlecht, also vieles verwendbar, wenn es vom ersten Kund abgelegt ist.
Spielzeug und ähnliches halt.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #3
Ich fürchte diese Frage wird wenig zur Erhellung beitragen.
Was für ein Kind?
Ein Frühgeborenes, das ev. noch Operationen braucht? Ein Allergikerkind, das speziell ernährt wird, ein ADSH Kind, das viel Entwicklungshilfe und Betreuung braucht?
Keiner wird dir das beantworten können, zumal die Lebenserwartung des Kindes hoffentlich über deiner liegt. Wenn es blöd kommt ( Kind behindert) zahlst du DEIN Leben lang.
Wieviel? Was ist es dir Wert? Was für Klamotten soll es tragen, welches Spielzeug willst du ihm kaufen? Wer soll es betreuen wenn du es nicht kannst? Wie teuer ist die Betreuung..
Kannst du mir sagen wieviel Geld DU in den nächsten 20 Jahren kosten wirst? Na, weisst du das so genau? Bedenke 20 Jahre nicht Tage.
 
G

Gast

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  • #4
Kann man pauschal nicht sagen. Ist doch abhängig, wie du leben möchtest, was du deinem Kind leisten möchtest.
Im Prinzip - vielleicht lehne ich mich damit auch zu arg aus dem Fenster - kostet es nichts - denn bis Ende der ersten Ausbildung des Kindes (also etwa bis 23) bekommt man Kindergeld für JEDES Kind und das ist ein ordentlicher Batzen. Jeder Harz4ler kann dufte Kinder in die Welt setzen. Ich finde, gerade die "studierte Elite" macht sich zu unrecht zu viele Gedanken und dadurch werden auch kaum mehr Kinder geboren. Was denkst du, wie man früher Kinder in die Welt gesetzt hat, wo es noch weniger Geld gab?

Die ersten Jahre sollte ein Kind sowieso nichts kosten. Ich sehe es als selbstverständlich an, dass man aus dem Familienkreis Kinderkleidung und andere Sachen geschenkt bekommt und NICHT alles neu kauft und von allem nur das Teuerste will!
 
  • #5
13 Monate alter Sohn, Ernährung mittels PEG Sonde (bedeutet, er kann nicht gestillt werden bzw. nicht selbständig genügend Nahrung zu sich nehmen) >300 € im monatlich. (Hipp Milchpulver 8 Packungen a ca. 12 Euro, Windeln, Hygieneartikel (Cremes ), Kleidung bzw. sehr viele Bodies, da er häufig erbricht und auch schnell aus den Klamotten rauswächst.
 
G

Gast

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  • #6
Diese Frage kann man so doch gar nicht beantworten... ein Kind kostet den Eltern das, was sie sich leisten können, was ihnen ihr Kind Wert ist und was sie darüberhinaus in ihr Kind investieren möchten, und das hängt auch sehr von der Gesellschaftsschicht ab, in der ein Kind aufwächst, also auch von dem Geld, das zur Verfügung steht.

Sprechen wir über die „normale“ untere bis mittlere Bevölkerungsschicht, über das, was hier im Forum gern „Elite“ genannt wird oder über die wirkliche wirtschaftliche Elite, oder geht es um einen Mindestansatz bei der Berechnung, was ein Kind kostet? (also müssen wir bei H4-Lebensverhältnissen anfangen, und fragen „Was braucht ein Kind?“).

Im Vergleich: meine Schwester zählt wohl als Ärztin zu dem, was man hier im Forum Elite nennt, mein Bruder zählt sicherlich als selfmade Multi-Millionär zur Elite und meine beste Freundin verdient als langjährige Kindergärtnerin halb so viel wie meine Schwester.Alle sind (Mehrfach) Eltern, deshalb führe ich sie als Beispiele an.Man könnte das jetzt in Geldbeträgen aufbröseln, kann man sich aber auch sparen, denn es ist ja im Grunde klar, dass die Kinder meines Bruders deutlich mehr „kosten“ als das Kind meiner Freundin, und die kann für ihr Kind wiederum weniger Geld ausgeben als meine Schwester, die als Ärztin das Doppelte verdient...

Was ein Kind tatsächlich „kostet“ sieht man m.M.n an den H4-Regelsätzen für Kinder, die ja durchgerechnet worden sind, hinzu kommt eben Kindergeld und Mietkostenanteil.Das ist aber eben das allerunterste Level, mit dem man Kinder zumindest mal „satt“ bekommt, sie anständige Kleider haben und das Notwendigste, was sie zum Leben brauchen.Aber in unserer Konsumgesellschaft, liegt da die Kinderarmut auch nicht weit entfernt.
 
G

Gast

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  • #7
@ Gast Antwort 3
Dem möchte ich als Vater mal wiedersprechen, ich würde nicht sagen, dass das Kindergeld ein ordentlicher Batzen Geld ist.
Ich muss dazu sagen, dass ich mit meiner kleinen Familie nicht schlecht lebe, aber auf keinem Fall im Luxus.
Um aber auf die Frage zu antworten und nun kann ichnur für mich und meine 3 Jährige tochter sprechen:

Erstausstattung: ca. 1500 Eur ( Sachen, Buggy, Babyschale, Babyphon, Breiwärmer, Wickelkommode, ...)

Kinderbetreuung: ab 1 Geburtstag 170 Eur/Monat (Tagesmutter)
Kindergarten 276Euro/Mon

Windeln sind ein nicht zu unterschätzender Faktor (durch schlechter Erfahrungen waren es bei uns immer Pampers) können auch 40Eur/ monat werden

Wir achten durch sie auf bessere Lebensmittel (Wochenmarkt und sehr guter Metzger statt REAL) bestimmt 30 Eur /mon

Ausflüge mit Kind, man geht halt öfter in den Zoo oder ähnliches

Und so könnte ich die Liste noch fortsetzen, aber wie schon gesagt, dass ist meine persönliche Erfahrung.

FAZIT: Wenn man es sich leisten kann, dann kann so ein Kind schon richtig was kosten!! Aber es lohnt sich, auch wenn man manchmal anders darüber denkt
 
G

Gast

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  • #8
Kann man pauschal nicht sagen. Ist doch abhängig, wie du leben möchtest, was du deinem Kind leisten möchtest.

Ich gebe Dir bei dem Punkt recht aber bei Deiner Begründung, da würdest Du definitiv aus dem Fenster fallen.

Es gibt einige Hochrechnungen im Internet, die sich auf den Durchschnitt beziehen.

Hier ein solches Beispiel:
Posten Durchschnittliche Ausgaben pro Kind
bis zum 18. Lebensjahr
Kleidung (auch Windeln) 9101,80 Euro
Kinderbetreuung 3368,59 Euro
Bildung 3525,00 Euro
Fahrzeuge 3415,38 Euro
Spielzeug (auch Geschenke) 8156,34 Euro
Ernährung 25.605,36 Euro
Wohnen (Wasser, Energie, Miete) 32.654,88 Euro
Möbel 6489,96 Euro
Elektronik 6473,04 Euro
Taschengeld 2496,00 Euro
Freizeit/Sport 15.627,42 Euro
Endsumme 116.913,77 Euro
Quelle: t-online.de/eltern/familie

Es gibt noch andere Hochrechnungen, die zum Teil auch 130 T Euro angeben für 18 Jahre. Bei meinem Beispiel, wurde nichts für die Gesundheit angegeben

Auch wenn einige Menschen ihr Kind von H4 erziehen, ohne Geld können sie es ja auch nicht, das H4 Geld muss von anderen Menschen erwirtschaftet werden.

Die Düsseldorfer Tabelle ist nicht ohne Grund gestaffelt.

H4 wird ab 01.01.2015 für Kinder so aussehen
Kinder 0 bis 6 Jahre 234 €
Kinder von 6 bis unter 14 Jahre 267 €
Kinder 14 bis unter 18 Jahre 302 €
Das Kindergeld kommt natürlich auch noch dazu - die ersten beiden Kinder bekommen 184€, das dritte 190€, viertes 210€ u.s.w.

Die Frage sollte lauten, was ist Dir Dein Kind wert und auf was möchtest Du verzichten oder was willst Du ausgeben. Verhungern tut kein Mensch in Deutschland aber ob man so ein Leben sich und seinem Kind wünscht?


 
  • #9
Nicht zu vergessen die Unterhaltspflicht der Eltern bis zum Abschluss der ersten Ausbildung. Das ist wahrscheinlich länger als bis zum 18. Lebensjahr, erst recht bei einem Studium. Und nicht jeder Studiengang ermöglicht noch einen Nebenjob, der zum Leben reicht.
 
  • #10
Was ein Kind tatsächlich „kostet“ sieht man m.M.n an den H4-Regelsätzen für Kinder, die ja durchgerechnet worden sind
Die sind nicht genau genug durchgerechnet, und tlw. sogar fantasiert worden. (lt. Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 09.02.2010)
hinzu kommt eben Kindergeld und Mietkostenanteil.
Das Kindergeld wird bei "Hartz-4" voll angerechnet = dadurch weniger "Hartz-4"
 
  • #11
Das kann ganz unterschiedlich sein.
Verwandte verzichteten auf ihren Hauskauf, um das Studium ihrer Tochter finanziell zu unterstützen (10 Jahre lang Wirtschaftswissenschaft, nirgends gebummelt). Die Tochter nun mit Karriere in teurer Großstadt.
Meine Eltern (Doppelverdiener, er Beamter) gaben gar nichts, sondern hielten die Hand auf. Mit 16 J. mußte ich bereits für meinen Lebensunterhalt aufkommen, und alle Kosten in meiner Ausbildung. Kein Bafög, weil meine Eltern "zuviel" dafür verdienten.
Kinder sind nicht soo teuer, weil das Kindergeld enorm dabei hilft. Und man Vieles auch gebraucht sehr günstig bekommen kann. Ich würde 200 - 300 Euro/Kind/Monat kalkulieren, zuzüglich Kindergeld. Da kommt aber noch die Infrastrukur hinzu: z.B. größere Wohnung, ggf. größeres Auto, usw. Dann Freizeitaktivitäten des Kindes, gemeinsamer Urlaub in Hochsaison, da Schulpflicht des Kindes, usw.
Wer Kinder liebt, der zahlt es gerne für sie. Aber zum Nulltarif kann man Kinder nicht haben.
 
  • #12
Pro Kind würde ich mal so 500-600€ veranschlagen. Wohnung, Essen, Fahrkarte, Hobbies. Es steigert sich aber teilweise auch enorm wenn so Sachen wie Klassenfahrten und Führerschein dazu kommen.
 
  • #13
Was sagt der Volksmund? Ein Kind kostet ein Haus. Natürlich auf der Basis als die Kosten für das Bauen und Grundstücke noch nicht so exorbitant angestiegen waren wie in den letzten Jahren.

Wenn ich jetzt die Zahlen lese von #gast4 also zwischen 119.000 und 130.000 € und der Volksmund ja schon ein wenig älter ist, dürfte das wohl so ungefähr stimmen. Zumindest in der Annäherung.

Das dazu noch die Lebensumstände und Möglichkeiten der Eltern kommen (Vermögen, Verdienst) dürfte klar auf der Hand liegen. Teurer und luxuriöser geht immer.

Und eigentlich geht es damit los, ob man ein Kind als Kostenfaktor oder dann lieber als Investition sieht.
 
  • #14
Was kostet ein Kind durchschnittlich bis es selbst Geld verdient und keins mehr braucht? Soviel wie ein kleines Haus oder eine große ETW

Die Frage ist doch, möchte ich dieses Geld investieren oder nicht?
Was empfinde ich persönlich als Gegenwert? Dann ist der "Preis" lohnend oder nicht.
Wenn man das nüchtern aus Kostensicht betrachtet, ist doch von der sicher gleich hohen Investition in Fernreisen, Sportwagen oder andere Hobbies nach 30 Jahren nicht mehr viel übrig außer der Erinnerung.

Rein finanziell gesehen investiere ich bei einem Kind in die Beziehung zu einem Menschen in der Zukunft, in eine lebenslang bereichernde Beziehung, in die Hoffnung, dass im Alter jemand an meiner Seite ist. Vielleicht auch in einen Sinn für das eigene Leben, der sonst fehlen könnte. In das Gefühl, das meine Gene auf dieser Welt weiterleben, wenn ich mal nicht mehr bin.

Die Frage ist daher doch höchstens "Lohnt die Investition in ein Kind?". Die lässt sich nicht pauschal beantworten. Stirbt das Kind unglücklicherweise mit 20 Jahren bei einem Autounfall, war es dann eine Fehlinvestition? Lohnt die Investition nicht, wenn das Kind behindert ist? Ist das Geld zum Fenster rausgeworfen, wenn sich das Kind im Alter nicht um mich kümmert? Was erwarte ich von der Investition? Dankbarkeit? Habe ich alternative Investitonen, mit denen ich glücklicher bin?

Ich finde die finanzielle Betrachtung in dem Zusammenhang unsinnig. Ich treffe bestimmte Entscheidungen, wie ich mein Leben verbringen möchte, entsprechend wähle ich meine Lebensumstände und damit bin ich dann glücklich oder nicht. Und bezogen auf Geld treffe ich eben Entscheidungen, wofür ich es ausgebe. Relevant wird das nur, wenn ich mich stark einschränken muss, um die Kosten für ein Kind aufbringen zu können.
 
  • #15
Und eigentlich geht es damit los, ob man ein Kind als Kostenfaktor oder dann lieber als Investition sieht.

Und bei beiden Sichtweisen sollte man seinen Kinderwunsch überdenken.
Investition ist auch nicht besser - welche Rendite erwarte ich dann?
Welche Erwartungen soll das Kind dann erfüllen?

Natürlich sollte man sich überlegen, ob man die finanziellen Kapazitäten hat. Wenn es schon beim Alltäglichen eng wird, dann macht es wenig Sinn.
Aber auch die zeitlichen Kapazitäten - ein Mensch, der sich voll auf die Karriere konzentriert, selten eine geregelte Arbeitswoche hat, häufig unterwegs ist, sollte genauso nachdenken. Wenn alles ausgelagert wird, wozu dann ein Kind? Es ist schon schwierig, als AE bzw. voll berufstätig gerade bei jüngeren Kindern ausreichend Qualitätszeit zu finden.
Bindung entsteht aber durch die qualitative Präsenz.

Man kann nicht alles im Leben haben, und wenn man ein Kind hat, sollte man sich bewusst sein, dass man bei ihm nicht die Abstriche machen sollte.
 
  • #16
Und bei beiden Sichtweisen sollte man seinen Kinderwunsch überdenken.
Investition ist auch nicht besser - welche Rendite erwarte ich dann?
Welche Erwartungen soll das Kind dann erfüllen?

Die Rendite für mich? Oder für jeden anderen? Das Wort erschließt sich mir im Zusammenhang mit einem Kind nicht. Eine Rendite ist immer eine monetärer Ertrag aus einer Summe in Prozent. Eine Investition, die ich in € tätige, kann aber vielen Zwecken dienlich sein. Ich kann mich an dem Kind erfreuen, an ihm selbst, an seiner Entwicklung, seinem Charakter und seinen Leistungen. Und ja, es wird auch die eine oder andere Niederung zu durchwandern sein. auch das nennt man Leben.

Ich für mich ziehe eine unwahrscheinliche Freude daraus, heute die Ergebnisse unserer Erziehung zu sehen. Zu sehen wie unsere Tochter im Leben steht und mit dem Handwerkszeug, welches wir ihr mit auf den Weg gegeben haben, geistig wie empathisch in der Gesellschaft arbeitet. Und das aus unserer Sicht sehr erfolgreich. Auch wenn diese Betrachtung natürlich einseitig ist und man die Eltern zunächst mal als persönlich befangen betrachten kann. Es gibt ja dennoch Ergebnisse die sich messen und bewerten lassen.

Rendite ist eine kalte, nackte Zahl. Ein Kind eine warme und herzliche Angelegenheit, die nur nackt zur Welt kommt.
 
  • #18
Und doch kann auch dieses Kind eine Rendite sein. Du hast schon Recht, Rendite ist finanztechnisch belegt und das ist hier nicht zutreffend. Aber Du investierst Geld und möchtest einen Ertrag in Form von Lebensfreude dafür erzielen.

Das wollte ich auch so zum Ausdruck gebracht haben. Auch wenn ich die Pubertät meiner Tochter als schwarzen Freitag mit folgender Repression sehen kann. Alles in allem ist sie, gemessen an ihrer Laufzeit (Scherz), Sonnenschein, Jackpot und gute "Investition" in einem Rutsch. Und sie bereichert heute die gesamte Familie. Und wenn man es richtig sieht, gab es sogar Mitinvestoren. Oma, Opa, Onkel, Tante, Freunde und Bekannte sogar. Wenn das so weitergeht wird noch eine Holding aus ihr. Ich hoffe, das meine Worte jetzt hier nicht 1:1 als bare Münze genommen werden. Es waren lediglich Anwendungen an den finanztechnischen Tenor hier.
 
  • #19
Meine Jungs haben gerade im Doppelpack Wanderschuhe zu je 170€ bekommen. Es folgen noch Halbschuhe (ca 75€), Turnschuhe für drinnen und draußen (ca 100€), Sandalen (ca 50€), Gummistiefel (ca 20€), Fußballschuhe drinnen und draußen (ca 100€), Hausschuhe (ca 20€), Lederschuhe (ca 60€), dann kommen die nächsten Halbschuhe (ca 75€), Winterstiefel (100€)....

Ein Hobby der Buben verschlingt im Jahr ca 1500€/ Kind, das andere ca 600€, Instrumente müssen mitwachsen und werden ca alle 2 Jahre gekauft, derzeitige Größe kostet etwa 5500€.
Wiederverkaufswert allerdings auch hoch.

Diese Handys, iPads, iPods und lautsprecherdingens kosten gefühlt ein kleines Vermögen.

Funktionskleidung zum schifahren und wandern ist auch sehr teuer.
Im Moment essen die zwei wie Mähdrescher...
Die Buben brauchen wenig Alltagsgewand, wenig Toilettartikel.
Dafür beide Physiotherapie und Osteopathie, Gott sei dank keine Zahnregulierung.

Fazit: mein Haus war billiger.
 
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  • #20

Geht mir haargenauso. Mit dem Unterschied, dass auch noch eine teure Zahnregulierung dazukommt.
Das Durchschnittskind kostet laut Forschung so um die 150000€, bis es 18 Jahre ist, in Großstädten sicher das Doppelte.
Dazu muss man noch rechnen, dass man v.a. als Frau Verdienstausfälle durch Elternzeit und Teilzeit in Kauf nehmen muss, dazu noch nach der Elternzeit schlechter bezahlt wird (dein Arbeitsmarktwert als Frau sinkt) oder du kurz nach der Elternzeit deinen Job verlierst:
Meine Freundin ist Anwältin und nach dem Jahr Elternzeit freudig wieder in ihre Kanzlei gekommen und am ersten Arbeitstag gekündigt worden. Einfach so. Mütter wollten die nicht.
Du brauchst eine höhere Miete, die Kinderbetreuungskosten sind ebenfalls teuer. Kitas kosten im Krippenbereich über 1000€ im Monat für Kinder unter 3, sie werden zwar bezuschusst, aber ich musste damals so 540€ pro Monat und Kind zahlen - dazu kamen noch Babysitter und Nannys. Eigentlich ging der ganze Verdienst für die Kinderbetreuung drauf. Das muss einem bewusst sein - wars mir aber nicht.
Ich kann @Beigeschmack nur voll zustimmen und es ist reichlich naiv, zu sagen, man solle die finanzielle Belastung außer Acht lassen, wenn man Kinder will.
Günstiger wird es natürlich, wenn man viele Großeltern hat, die gerne einspringen und ab und an auch mal was springen lassen für Kleidung, Urlaub, Extra-Anschaffungen wie Fahrräder oder Sportausrüstungen.
Deswegen kann ich auch jeder Frau nur raten, nicht unverheiratet schwanger zu werden und auch keinen Mann zu heiraten, der nichts/wenig verdient.
 
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  • #21
Ich wohne grösser, als ich es alleine müsste. Trotz Camping und coolen Klamotten ohne Designer-Lable, essen sie wie die Scheunendrescher, waren auf Klassenfahrten, kursfahrten und skifreizeit.
Die Bücher und den PC, die 100 verschließener Fussballschuhe...
Schokoticket und bald die erste Studiengebühren
Sie kosteten mich Nächte und Nerven, viel Zeit und höher dotierte Jobs ( pünktlich an Hort und Co)
Sozusagen kosteten sie mich eine ordentliche Rente und wenn sie vielleicht gute jobs ergattern, werden sie nicht mich ernähren sondern genug Steuern zahlen.
Früher haben einige Mütter sogar mit dem Leben bezahlt.
Ich bin aber in der Kette unserer Art nur ein Wimpernschlag und vielleicht werden noch 2 wimpernschläge sich an mich erinnern.
Ich fühle mich trotzdem reich...wenn wir lachen, schmusen oder ich als reisebegleitung gewünscht bin.
Von meinen Gästen in meinem Leben, die gekommen sind und irgendwann gehen. Mit meinem Lächeln, meinen Sommersprossen auf der Nase ihr Leben aufbauen.
Sie waren und sind meine Energiespritze und mein Antidepressiva.
Ich werde lieber mal Oma, als die reichste Leiche auf dem Friedhof.
 
  • #22
Hi,
Echt eine interessante Frage,
Also wenn ich da eine Hochrechnung vornehme bei unserer 10 jährigen
Krippe Kindergarten und Hort waren bisher knapp an 30000.
Feiertage, Geburtstagsfeiern, Ausflüge plus Urlaub mindestens 20000. Essen und Klamotten mit Sicherheit auch nochmal 25000
Sparbuch nochmal 12000
Auha meiner Frau würden bestimmt nochmal ein paar Sachen einfallen die irgendwo ausgegeben wurden.
Heftig, und das bei unseren relativ niedrigen Gehältern kein Wunder das ich mit so alten Schuhen rumlaufe.
 
  • #23
Was kostet ein Kind durchschnittlich bis es selbst Geld verdient und keins mehr braucht? Soviel wie ein kleines Haus oder eine große ETW.
Ganz genau - und zwar auch die Kinder, die nicht (mehr) in einer intakten Familie leben - die kosten nicht etwa die Hälfte. Deswegen sollten sich vor allem die Männer, die jammern, dass sie das bisschen Düsseldorfer Tabelle von lächerlichen 500€ im Monat zahlen müssen mal überlegen, wieviel ein Kind wirklich im Monat kostet.
Und diejenigen Männer, die kein Kind wollen, sollten das schnell und offen und mehrfach deutlich sagen. Und nicht ihre Freundinnen auf "irgendwann mal" vertrösten, denn viele Frauen sehen das dann als Freifahrtschein für "entscheide du!". Oft erlebt.
Die Frage nach den Kosten ist eine wichtige. Ich verdiene ja schon eher gut, aber das Geld geht komplett für die Kinder drauf, 2 Halbwüchsige fressen einem die Haare vom Kopf und abgesehen von den Klamotten und Lebensmitteln und der 3fachmiete kommen ja auch noch SPort-, Musikunterricht, Klassenfahrten, Austauschprogramme usw. dazu. Dazu kann man schwer Vollzeit arbeiten, ist mit dem Urlaub an die Ferien gebunden, in denen alles das Dreifache kostet. Ein Kind muss wohl überlegt sein und vor allem muss der Partner passen und beide müssen dazu finanziell in der Lage sein.
 
  • #24
Deswegen sollten sich vor allem die Männer, die jammern, dass sie das bisschen Düsseldorfer Tabelle von lächerlichen 500€ im Monat zahlen müssen mal überlegen, wieviel ein Kind wirklich im Monat kostet.

Die "lächerlichen 500€" pro Kind im Monat ist der Anteil des Mannes zum gemeinsamen Kind. Die anderen 500 benötigten € muss die Frau erwirtschaften - ihr Anteil zu ihrem Kind.
Eine Frau, die damit nicht hinkommt kann nicht wirtschaften.

Darüber hinaus - alles eine Luxusdebatte. Wer nicht soviel Geld hat, bekommt seine Kinder auch großgezogen und oft sind das wertvollere, respektvollere Menschen als die überverwöhnten Luxusgören, die kein Maß kennen.

Und wie viel Unterhalt bekommt man vom Staat, wenn der Vater mittlerweile verstorben ist?
Hängt von den Rentenbeiträgen des verstorbenen Elternteils ab, die dieser bis zum Todeszeitpunkt gezahlt hat. Bei früh verstorbenen elternteilen oder Geringverdienern ist das dann nicht so viel.
 
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