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  • #61
Frauen dürfen sich wegen mir Tag und Nacht mit Genderthemen befassen - aber sie mögen bitte aufhören, meine Steuergelder dafür einzufordern, dass sie anschließend die Männer umerziehen wollen; ich bin volljährig, übernehme für mich selbst die Verantwortung und brauche keine Erzieherin(nen) mehr.

Solange ein Mann so schreibt, wehrt er was ab, was ihm vielleicht ganz tun würde. Ich lese mehr Angst und sich selbst nicht als erwachsen sehen, ansonsten würde ihn das Thema gar nicht so interessieren bzw. Triggern ,-).

w
 
  • #62
...seltsam, dass Männer immer nur dann eine "emanzipierte" Frau wollen, wenn es ihnen in den Kram passt - aber ansonsten schön weiblich, anschmiegsam und folgsam...
Beispiele:
- hier gibts einige Threads, wo von Männern vehement gefordert wird, dass frau spätestens 1 Jahr nach Geburt des Kindes wieder voll zu arbeiten hat, damit sie ja bei einer Scheidung nicht zur Kasse gebeten werden - da scheint Emanzipation und damit volle Berufstätigkeit ja sehr genehm zu sein
- aber im Bett, in der Küche, bei der Kinderbetreuung da sollen wir schön weiblich sein und in Röckchen und hohen Hacken den müden Herren abends noch ein lecker Abendessen kochen (nach ebenfalls 8 Stunden in der Arbeit, wohlgemerkt...)

Nein, meine Herren, so läuft das nicht mehr! Entweder - oder! Aber nur das Beste aus beiden Welten absahnen wollen, machen wir Frauen nicht mehr mit!
 
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  • #63
Das ist interessant. Der Mann muss etwas machen, um es der Frau recht zu machen. (!) Warum eigentlich?
Wir sind doch eine pluralistische Gesellschaft.
Man kann doch die emanzipierten Frauen auch alleine lassen in ihrer Emanzipation.

Wenn Du richtig liest, dann hast Du wohl bemerkt, dass viele Frauen diesen Schritt schon gegangen sind. Sie bleiben lieber alleine.
Nur glaubt ihnen das niemand. Das macht die Wahrheit aber nicht weniger wahr.
Außerdem verzerrst Du einen an sich guten Gedanken zu Deinem Vorteil in ein MUSS.
Niemand muss irgendwas tun, jeder trifft seine eigenen Entscheidungen.

Bloß irgendwann will man ja als Frau von den Ressourcen des Mannes profitieren (Heirat) und die schweißtreibende Arbeit in der Sozialpädagogik höchstens nur noch 20 Stunden die Wochen ausüben. Da stößt dann die Emanzipation an ihre Grenzen.

Das tut sie in jungen Jahren tatsächlich. Wir müssen hier ja nun nicht so tun, als ob Männer sich niemals Familie und Kinder wünschen. Und wir wissen ja, dass Männer immer noch die Besserverdiener sind und auch immer noch nicht bereit sind, eine Auszeit für ein Elternjahr zu nehmen. Ergo macht Frau das, einer muß ja, wenn Kinder da sind. Über Sozialpädagogik brauchen wir jetzt nicht reden, ist ein anderes Thema, ich arbeite im Sozialbereich und kriege oft genug zu hören...Oh Gott, das könnte ich niemals, das wäre mir viel zu anstrengend.
Wenn ein Mann nur über die Ressource "ausreichendes Einkommen" verfügt, dann braucht den heutzutage keine Frau mehr, denn das haben , auch junge, Frauen selber.
Und die ganzen Ü45 -Frauen? Die leben emanzipiert und suchen sich die Partner sehr genau aus. Mit gutem Einkommen kann Mann da nicht mehr punkten.
Was natürlich zu Frust führt bei Männern wie Dir. Ich verstehe das sehr gut.

So ein Mann bin ich nicht. Unterdrückung und Zwang lehne ich ab. Da bleibe ich lieber beim unverbindlichen Sex. Und wir alle geniessen unsere Emanzipiertheit.

Du verpaßt dabei eine schöne Beziehung mit einer wahren gleichberechtigten Frau:) Selbst schuld.
W
 
  • #64
Mir ging es hier aber hauptsächlich darum, aufzuzeigen, dass Emanzipation und Weiblichkeit zusammen gehen können

Frankreich ist dafür in der Tat ein gutes Beispiel. Man wird kaum sagen können, dass Französinnen heute weniger emanzipiert sind als Deutsche – der Unterschied ist aber, dass die hinter dieser emnazipatorischen Entwicklung stehende Ideologie in beiden Ländern eine andere war. In Frankreich konzentrierte man sich auf die gleichen Rechte und Pflichten, entwickelte aber nicht gleichzeitig die Maßgabe, dass Frauen auch die Eigenschaften und die Rolle der Männer übernehmen müssen, weil alles Weibliche als unemanzipiert gebrandmarkt wurde.
 
  • #65
Nicht nur Männer! Viele Frauen ebenso.

Manche Frauen meinen, dass Sie ja so emanzipiert sind und dabei ihre Weiblichkeit vergessen.Das eine schließt nämlich nicht das Andere aus.
Da hast Du recht. Ich meine, zu diesem unemanzipierten Mann passt auch nur eine unemanzipierte Frau, die ihn in die Versorgerpaparolle drängt bzw. ihn darin halten will. Inwieweit die Gesellschaft nun den Anteil daran trägt, dass gerade diese Paare zu was kommen, während es den autonomeren Menschen schwerer gemacht wird (Stichwort Kinderbetreuung), sei noch dahingestellt.

Die äußerte sich dann so: "Emanzipation ist für mich nur sinnvoll, wenn ich meine Vorteile habe."

Sowas nervt extrem. Wenn dumme Frauen über Emanzipation reden, treten sie der Frau, die sich ernsthaft darum bemüht, mal so richtig schön in die Hacken.
 
  • #66
....den müden Herren abends noch ein lecker Abendessen kochen (nach ebenfalls 8 Stunden in der Arbeit, wohlgemerkt...)

Vor ein paar Jahren war ich in einer SB angemeldet, bei der im Profil die Frage nach der "Kochkunst" gestellt wurde.
Ich hatte sie nicht beantwortet.
Bekam viele Nachrichten unter anderen fragten mich die Herren, ob ich kochen könne.
Ich dachte, damit nicht extra gefragt werden muss, beantworte ich die Frage im Profil.
Kannst du kochen?
Meine Antwort: " Ich kann mit dem Dosenöffner umgehen und eine Pizza kriege ich auch noch in den Ofen.
Es reicht zum überleben."

Danach nahmen die Nachrichten rapide ab.
Emanzipation ist scheußlich ;)
 
  • #67
Zitat von Zwerg:
Was ist denn "Tussi"-Kram?
...
Ich mag dieses Zeug auch nicht, aber meine Weiblichkeit leidet nicht darunter.
Unter "Tussi"-Kram verstehen die von mir beschriebenen Frauen alles, was eine Frau ausmacht und sie vom Mann unterscheidet. Das hat nichts mit Rüschen zu tun, wenn ihr keine Rüschen stehen. Es ist Aussehen, Verhalten und irgendwelcher Aufwand, den eine Frau, die gern Frau ist, für sich macht, um sich schön zu finden (hat nicht automatisch mit Aufbrezeln und Styling zu tun). Genau diesen weibliche Charme und das Ausstrahlen, dass man sich wohlfühlt als Frau, wird dann von den "männlicheren" Frauen als Schwäche verachtet. Und natürlich auch die Männer, die auf diese Frauen stehen und nicht auf sie, obwohl sie alle Sportergebnisse auswendig können oder Differenzialgleichungen lösen. Manche Männer verachten das Weibliche übrigens auch.

Ich rede hier nicht von mit gekünstelt hoher Stimme reden und Klein-Mädche-Getue. Das ist für mich nichts Weibliches, sondern manipulatives Schwachtun, damit der große Junge das kleine Mädchen beschützt und ihm die Arbeit abnimmt, weil es naturgegeben vom Geschlecht her so unbedarft ist.

Zitat von bigger:
Bloß irgendwann will man ja als Frau von den Ressourcen des Mannes profitieren (Heirat) und die schweißtreibende Arbeit in der Sozialpädagogik höchstens nur noch 20 Stunden die Wochen ausüben. Da stößt dann die Emanzipation an ihre Grenzen.
Die stößt viel mehr an die Grenzen, wenn die Frau ernsthaft was anstrebt in ihrem Beruf bzw. ihr Studium nicht nur macht, um einen Mann kennenzulernen und ihn dann zu unterstützen. Der Partner zieht da nämlich nicht unbedingt mit bzw. er fährt das Modell, was hier ja auch angepriesen wird: Er will die anstrengende berufstätige Frau nicht, also sucht er sich die Frau, die das alte Rollenmodell als Umsorgefrau gern hätte, will sie aber nicht heiraten, was eigentlich die Konsequenz sein müsste, wenn man eine zweite Mutter möchte, und beklagt sich aber, dass sie das will. Mag ja sein, dass sie bequem ist, aber er ist es auch, will nur nicht dafür zahlen.

Wenn eine Frau ihre Arbeit ernst nimmt, kriegt ein "normal geprägter" Mann die Krise, dass sie sich nicht genug um die Beziehung und ihn kümmert.
 
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Ars_Vivendi

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  • #68
Männer wissen nicht mehr, wie sie sich verhalten sollen. Seine alte Geschlechterrolle mit dazugehörigen Rechten und Pflichten passt nicht mehr zum Leben der emanzipierten Frau.
Jungs und Männer brauchen Rollenvorbilder um zu merken, wie sie mit einer emanzipierten Frau umgehen können. Diese fehlen noch.

Die Verunsicherung ist klar erkennbar. Sie liegt nicht nur auf Seite der Männer. Wie ist sie denn, "die" emanzipierte Frau? Wo ist bei den Frauen ein klares Rollenverständnis erkennbar? Welche "emanzipierten" Frauen (und mittlerweile müssten ja eigentlich alle unter 40 so weit sein) ziehen denn ihre Söhne und Töchter mit welchen Rollenbildern groß?
Es ist zu einfach, die Anpassung als Aufgabe an die Männer abzuschieben, das ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Meine Verunsicherung kommt auch daher, dass bei der einen Frau völlig falsch ist, was bei der andern unbedingt erforderlich ist.

Vor 40 Jahren war alles "schön" geordnet. Heute ist alles durcheinander. Für uns alle, die wir in dieser Übergangsphase stecken und wahrscheinlich als ganze Generation ein Problem haben.
 
  • #69
Ich hatte auch mal eine französische Freundin und kann die Stellung des FS schon nachvollziehen. Es ist weniger das modische Auftreten oder die Kinderbetreuung, als vielmehr die gesamte Einstellung, die letztlich den Unterschied in der Weiblichkeit ausmacht.

Ich sehe den Grund für die Verweichlichung der deutschen Männer bei gleichzeitiger Verhärtung der deutschen Frauen eindeutig in der Frauenbewegung begründet. Alice Schwarzer & Co. haben sich nicht nur einfach für die Frauenrechte eingesetzt, wie es andernorts erfolgreich geschehen ist. Nein, sie konnten nicht widerstehen, außerdem ein männliches Feindbild zu schaffen.

Den Jungen wurde Männlichkeit systematisch abrainiert, weil schlecht, den Mädchen wurde dagegen eingetrichtert, alles Männliche sei von Grund auf böse und demnach zu bekämpfen. Diese Vorgehensweise hinterließ natürlich ihre Spuren.

Ich beobachte in meinem Umfeld, dass relativ viele Männer entweder gar keine Beziehung führen möchten und eher Siegmunds Methode anwenden oder aber auf ausländische Frauen (nicht Migrantinnen) ausweichen (UK, USA, Japan, Frankreich, Italien ... keine einzige ist "gekauft"). Natürlich steht diese Option nicht jedem zur Verfügung. Sind halt meist Männer mit internationalen Geschäftsbeziehungen oder internationalem Bekanntenkreis.
 
  • #70
Solange ein Mann so schreibt, wehrt er was ab, was ihm vielleicht ganz tun würde. Ich lese mehr Angst und sich selbst nicht als erwachsen sehen, ansonsten würde ihn das Thema gar nicht so interessieren bzw. Triggern ,-).

w
Das haben Sie richtig erkannt: ich lehne den Gender-Gaga-Wahnwitz ab. Wer glaubt, dass die Unterschiede zwischen Mann und Frau ausschließlich sozialisationsbedingt seien, glaubt auch an Homoeopathie und Sternzeichen.

Was mich daran wirklich ärgert, ist die versuchte Bevormundung unter Inanspruchnahme meiner Wirtschaftsleistung (via Steuern), sowie die unsäglich übersteigerten Kampagnen wie die zum angeblichen Gender Pay Gap.

Ansonsten - und zum Eingangsthema - lassen mich diese Frauen völlig kalt. Sie mögen nur bitte auf eigenen Füßen stehen und sich nicht quersubventionieren lasse.

Wenn ich hier so mitlese, werde ich wohl in eine Katzenfutterfabrik investieren müssen. [Kicher.]
 
  • #71
In Frankreich konzentrierte man sich auf die gleichen Rechte und Pflichten, entwickelte aber nicht gleichzeitig die Maßgabe, dass Frauen auch die Eigenschaften und die Rolle der Männer übernehmen müssen, weil alles Weibliche als unemanzipiert gebrandmarkt wurde.

Ja, die Französin ist so emanzipiert, dass sie Beruf UND Haushalt wuppt und dabei toll aussieht, während der Herr Gemahl nach der Arbeit die Füße hochlegt. Dass das die Männer als "wahre Weiblichkeit" gerne sehen, glaube ich unbesehen. Aber die französischen Frauen sind gar nicht mehr so wild drauf, alles machen zu dürfen, wie du denkst.
 
  • #72
Kannst du kochen?
Meine Antwort: " Ich kann mit dem Dosenöffner umgehen und eine Pizza kriege ich auch noch in den Ofen.
Es reicht zum überleben."

Danach nahmen die Nachrichten rapide ab.
Emanzipation ist scheußlich ;)

Es ist doch eine wahrlich großartige "Errungenschaft" der Emanzipation, wenn eine ach so tolle Frau erst gar nicht mehr kochen kann und sich auf das Aufwärmen von Fertiggerichten beschränkt.

Alles darüber hinaus verkneife ich mir an dieser Stelle. Niemand hat hier geschrieben, dass er jeden Abend bekocht werden wolle. Was für eine absurde Idee angesichts der Kochkünste so mancher Frau!!!
 
  • #73
Er will die anstrengende berufstätige Frau nicht, also sucht er sich die Frau, die das alte Rollenmodell als Umsorgefrau gern hätte, will sie aber nicht heiraten, was eigentlich die Konsequenz sein müsste, wenn man eine zweite Mutter möchte, und beklagt sich aber, dass sie das will. Mag ja sein, dass sie bequem ist, aber er ist es auch, will nur nicht dafür zahlen.

Wenn eine Frau ihre Arbeit ernst nimmt, kriegt ein "normal geprägter" Mann die Krise, dass sie sich nicht genug um die Beziehung und ihn kümmert.

Ich gebe ihnen Recht. Auch Männer sind vor dem Rosinenpicken nicht gefeit. DIe Geschlechter nehmen sich da nicht viel.

Mir geht es hier nicht um Schuldzuweisungen.
Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden.
Dazu gehört aber auch, dass Männer Karrierefrauen,
"emanzipierte" Frauen, etc. ablehnen dürfen. Das wird hier von Frauenseite aber nicht gerne gesehen.

Die Einstellung von Siegfried ist für die emanzipierte Frau tödlich (deswegen wird sie auch bekämpft).
Bis hin zu solchen blödsinnigen Vergleichen bei denen man
im Alkoholikerheim landet, wenn man sich keine Emanze anlacht. :D

In meiner (Akademiker-)Familie ( die es sich leisten können) bleibt die Frau FREIWILLIG selbstverständlich zu Hause. Was auch vollkommen in Ordnung ist.
Das wird nur gerne von Frauenseite später so verkauft, als
ob sie an den Herd gezwungen wurde und die Kinder des Mannes austrug, gleichzeitig der Mann aber praktisch nicht lebensfähig gewesen wäre, hätte seine Frau ihm nicht ab und an mal die Hemden gebügelt.

Die eigenen weiblichen Wahlmöglichkeiten als Zwang verkaufen, das kreide ich an.
 
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  • #74
Alice Schwarzer & Co. haben sich nicht nur einfach für die Frauenrechte eingesetzt, wie es andernorts erfolgreich geschehen ist. Nein, sie konnten nicht widerstehen, außerdem ein männliches Feindbild zu schaffen.

Ich glaube eher, dass Frauen angefangen haben, genauer hinzugucken. Sicher dank Alice & Co., keine Frage, die haben kein Blatt vor den Mund genommen und auf aggressive, leider meistens männliche, Verhaltensweisen sehr laut hingewiesen. Es hat sich seitdem viel verändert für Frauen. Vergewaltigung in der Ehe ist strafbar, Männer, die ihre Frauen verprügeln, kriegen eine Bannmeile, etc., etc. Alles wichtige Dinge im Leben einer Frau.

Ich lasse mich nicht von einer Bewegung beeinflussen, wenn ich die Dinge nicht sinnvoll finde. Gleichberechtigte Frauen sind nicht minderbegabt und machen sich ein eigenes Bild. Ein Feindbild nützt mir nichts, dazu mag ich -einige- Männer viel zu gerne, außerdem habe ich im Job ausschließlich mit Männern zu tun. Wäre ja fatal, wenn ich da ein Feindbild hätte:)
Emanzipation bedeutet für mich, dass alle Menschen gleich sind, mit allen Rechten, allen Pflichten, allen Verantwortungen. Viele Männer glauben aber immer noch, gleicher als gleich zu sein. Nun, mir kann es egal sein, in meiner Welt kann ich gut emanzipiert leben, finde die Menschen, die zu mir passen und bin glücklich.
Das reicht mir.
Wenn ich hier so mitlese, werde ich wohl in eine Katzenfutterfabrik investieren müssen. [Kicher.]

Kannste machen, halte ich persönlich für sinnbefreit. Aber jeder wie er mag.
Was mich daran wirklich ärgert, ist die versuchte Bevormundung unter Inanspruchnahme meiner Wirtschaftsleistung (via Steuern), sowie die unsäglich übersteigerten Kampagnen wie die zum angeblichen Gender Pay Gap.

Ich bin auch Steuerzahlerin und halte so manch eine Investition, die mich persönlich einschränkt, für völlig sinnbefreit. Und? Wir sind eine soziale Gesellschaft und haben eine Demokratie.
Laß Dich aufstellen und vom Volk wählen. Dann kannst Du Einfluß nehmen. Solange man nur meckert, ändert sich nichts. Das hat Alice ja deutlich bewiesen:)
Wer hat hier eigentlich ein Feindbild? Die Frauen oder die Männer?
Einzelne Personen?
W
 
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  • #75
Ich sehe immer nur, das innerfamiliäre Aufgeaben welche früher meine Mutter wahrgenommnen hat, heute ich als emanzipierter Vater übernehme, vor allem hinsichtlich Kinderbetreuung, Kochen , Waschen ... und anderen hauhaltsaufgaben. All das mus ich (gegenüber meinem Vater) eben auch können und leisten.

Die Partnerin hingegen hat in der Familien keine zusätzlichen Aufgaben erhalte, aber die bisherigen Aufgaben des Familienvaters hinsichtich Reparaturen, Wartungen und allgemein schweren , gefählichen, ekelbefaftenen oder unangenehmen Aufgaben (Angefangen von der Instandsetzung kaputter Hauhaltseinrichtungen, Spilegräte der Kinder, Gartengeräte, aber auch Gartenpflege oder Holspalten, Müll wegbringen...etc) muss doch weiter der Mann (nach seiner beruflichen Tätigkeit) völlig alleine machen; gerne auch abends, wenn die Frau schon lange "Tatort" guckt und sich vorn der anstrengenden Erziehungsarbeit erholt.

Ich sehe, dass bei allen bisher infrage gekommene Partnerinnen gegenüber dem Stand vor 40 Jahren keinerlei handwerkliche Fähigkeiten und erst Recht keine Motivation dazu hinzugekommen sind, statt dessen qualifizieren sich die Frauen beruflich höher und weiter, allerdings sehr selten in praktischen Berufen, oft ohne vernünftige Ausbidlung (nur Studium) und wollen unbedingt Führungskräfte sein.

Nagut, wenn das alles so sein soll , dann finde es dann auch völlig in Ordnung, wenn die Frauen resultierend auch eine guten Anteil des Familieneinkomemens durch eigene Erwerbsarbeit beisteuern und Arbeiten gehen.
Ja, ich weiß das geht etwas zu Lasten der Kinder, aber wie man in Frankreich sieht, geht auch das....
 
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  • #76
Das ist interessant. Der Mann muss etwas machen, um es der Frau recht zu machen. (!) Warum eigentlich?
Wir sind doch eine pluralistische Gesellschaft.
Man kann doch die emanzipierten Frauen auch alleine lassen in ihrer Emanzipation.

Natürlich kann man die Frau in ihrer Emanzipation alleine lassen! Aber hier hat ein Mann mit dem Schimpfen über die Emanzipation angefangen, nicht eine Frau.

Früher waren die Rolle zwischen Mann und Frau klar geregelt. Ein paar Frauen fanden diese Regelung nicht gut und haben dagegen was unternehmen.

Wenn beide Geschlechter weiter miteinander leben wollen, weil sie sich ja doch brauchen, dann müssen sie auch aufeinander zugehen und nicht auf ihr Recht bestehen.

Wenn nur ein Geschlecht sich verändern will und es auch schafft, dann muss es das andere Geschlecht automatisch auch.

Gut da nicht alle von einem Geschlecht sich verändern wollen oder nur die schönen Seiten der Verwendung mitnehmen, haben wir das kleine Dilemma, in dem wir zurzeit stecken.

Und die Rosinenpicker sind nicht automatisch die Frauen hier!

So wie ein Mann nichts machen muss, um der Frau zugefallen, muss ein Frau das genau so viel machen. Gut dann haben wir eine sehr spannende Gesellschaft - okay, das Problem ist zum Teil da.

Ich bin mir auch nicht sicher, wie ein emanzipierter Mann sein sollte. Ich bin mir da sogar bei der Frau nicht sicher.

Aber Männer sollten sich von Frauen verabschieden, die ihnen aufs Wort gehorchen, lieb und anschmiegsam sind. Denn eine Frau muss sich nicht mehr so verhalten, damit sie überleben kann.

Leider gib es immer noch sehr viele Frauen, die so Harmonie -Süchtig sind, dass sie einem Mann alles Recht machen und dabei voll Finanzielle für sich selber verantwortlich sind.

Wenn ein Mann eine Frau haben will, die sich selber versorgen kann, dann sollte der Mann auch mit ihrer Meinung klarkommen.
 
  • #77
Vor ein paar Jahren war ich in einer SB angemeldet, bei der im Profil die Frage nach der "Kochkunst" gestellt wurde.
Ich hatte sie nicht beantwortet.
Bekam viele Nachrichten unter anderen fragten mich die Herren, ob ich kochen könne.
Ich dachte, damit nicht extra gefragt werden muss, beantworte ich die Frage im Profil.
Kannst du kochen?
Meine Antwort: " Ich kann mit dem Dosenöffner umgehen und eine Pizza kriege ich auch noch in den Ofen.
Es reicht zum überleben."

Danach nahmen die Nachrichten rapide ab.
Emanzipation ist scheußlich ;)

Es geht nicht um Emanzipation. Was hat den Emanzipation mit Kochen zu tun? Genausoviel wie Fahrradfahren mit Emanzipation. Nichts.

Wenn ich 10.000 € verdiene, setze ich ein Signal. "Ich könnte dich als Frau und Mutter und unsere Kinder versorgen." Das macht Männer attraktiv.

Wenn Frau kochen kann, setzt sie ein Signal: "Ich habe die Fähigkeit zu umsorgen und kümmere mich um Menschen"
Das macht Frauen attraktiv.

Ob dabei nun die Frau 8 Stunden jeden Tag in der Küche stehst oder nur ein wenig kochen kannst, ist unerheblich.
Es geht um die Einstellung der Frau an sich.

Viele Hardcore-Feminstinnen brüsten sich damit, nicht kochen oder andere umsorgende Tätigkeiten zu können.
Da darf man sich aber auch nicht wundern, warum die Männer nicht Schlange stehen.
 
  • #78
Aber die französischen Frauen sind gar nicht mehr so wild drauf, alles machen zu dürfen, wie du denkst.
Ich schätze, dass diese Frauen trotz Beziehung, trotz ggf. Kinder resolut bestimmen, was sie machen wollen, und was nicht. Und was sie nicht machen wollen, bleibt halt liegen.

Und wenn eine Frau auf ihr Äußeres besonderen Wert legt, auch wenn sie Mutter von x-Kindern ist, dann ist das ein normales, und ggf. sehr weibliches Bedürfnis.

Ich schätze, da muß der Mann sich selbst emanzipieren, weil seine Partnerin bereits so weit emanzipiert ist.

Eine Ministerin in Frankreich nahm wenige Tage nach ihrer Niederkunft die Arbeit wieder auf. Was in Frankreich zu großer Verwunderung und Vorwürfen wie "Rabenmutter" führte.
d.h. soo emanzipiert ist es selbst dort nicht unbedingt.

Andererseits: Ein Ministeramt, was die ganze Nation betrifft, ist weit mehr Wichtigkeit und Verantwortung, als ein üblicher Job.
 
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  • #79
Dazu gehört aber auch, dass Männer Karrierefrauen,
"emanzipierte" Frauen, etc. ablehnen dürfen. Das wird hier von Frauenseite aber nicht gerne gesehen.

Ich glaube, in der ganzen Diskussion geht es nicht darum, dass emanzipierte Frauen sich nicht abgelehnt fühlen wollen. Denen ist es ziemlich egal, ob ein Bigger oder Siegfried sie wollen oder nicht.
Grundlage einer Diskussion hier ist ja nicht, jemanden von sich zu überzeugen, man lernt sich eh nicht kennen.
Ich kann nur von mir ausgehen, mir sträuben sich hier teilweise die Nackenhaare, was ich so zu lesen bekomme von Männern.
Entweder haben diese eine sehr selektive Wahrnehmung oder noch nicht verstanden, was es für Frauen bedeutet, frei und gleichberechtigt zu leben. Wie auch, sie waren ja nie Frauen. Deshalb versuchen hier viele Frauen ihnen das deutlich zu machen.

Die eigenen weiblichen Wahlmöglichkeiten als Zwang verkaufen, das kreide ich an.
Heutzutage hat man vielleicht Wahlmöglichkeiten, aber auch nur, wenn man einen emanzipierten Mann an der Seite hat. Die Generation meiner Mutter hatte diese Wahlmöglichkeiten noch nicht.
W
P.S.: ich kann es mir nicht verkneifen.....auch eine Familie ohne Akademiker kann es sich manchmal leisten, dass jemand zu Hause bleibt:)
W
 
  • #80
Es ist doch eine wahrlich großartige "Errungenschaft" der Emanzipation, wenn eine ach so tolle Frau erst gar nicht mehr kochen kann und sich auf das Aufwärmen von Fertiggerichten beschränkt.

Es geht nicht ums kochen können oder nicht, sondern darum, was in vielen Männerköpfen vorrangig auf den ersten Plätzen der Ansprüche gegenüber Frauen steht.
Die Männer, welche mich angeschrieben haben, waren Anfang 40 bis Mitte 50.
Getrennt/geschieden und wollten sich nach der Ehefrau einfach nur ein neues Körbchen suchen.
Die Beantwortung meiner Frage zum Thema kochen habe ich extra so dargestellt, um zu sehen, welche Reaktionen kommen.
Von wenig bis "Was soll der Scheiss, das kann ich selbst."

Im übrigen ist bei mir noch kein Mann verhungert, weil ach so tolle Frau kochen kann ;)
 
  • #81
Ich schätze, dass diese Frauen trotz Beziehung, trotz ggf. Kinder resolut bestimmen, was sie machen wollen, und was nicht. Und was sie nicht machen wollen, bleibt halt liegen.

So, schätzt du das?
Google doch mal den Artikel, den wahlmünchner im Beitrag #39 erwähnt hat. Er heißt "Liebe auf Distanz", musst bei den Ergebnissen ein bisschen runterscrollen, weil zuerst Beiträge über Fernbeziehungen kommen.

Ich wette, du wirst mit den Ohren schlackern bei dem beschriebenen Tagesablauf einer jungen, berufstätigen Mutter mit Kleinkind und Baby.

Das hat nichts mit Emanzipation zu tun. Dafür sehr viel mit immensem gesellschaftlichem Druck.
 
  • #82
Die Partnerin hingegen hat in der Familien keine zusätzlichen Aufgaben erhalte, aber die bisherigen Aufgaben des Familienvaters hinsichtich Reparaturen, Wartungen und allgemein schweren , gefählichen, ekelbefaftenen oder unangenehmen Aufgaben (Angefangen von der Instandsetzung kaputter Hauhaltseinrichtungen, Spilegräte der Kinder, Gartengeräte, aber auch Gartenpflege oder Holspalten, Müll wegbringen...etc) muss doch weiter der Mann (nach seiner beruflichen Tätigkeit) völlig alleine machen; gerne auch abends, wenn die Frau schon lange "Tatort" guckt und sich vorn der anstrengenden Erziehungsarbeit erholt.
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...das ist doch vom Zeitaufwand nicht zu vergleichen, während meiner Ehe hatten wir über viele Jahre ein Haus gemietet (mit Garten), hier der summierte Reparaturaufwand:
-2 x Glühbirne wechseln
- 1x im Monat Rasen mähen

Holzspalten muss kaum ein Haushalt, Reparaturen von Haushaltsgeräten übernimmt in den meisten Haushalten (die ich kenne) der bezahlte Fachmann, das Auto repariert die Werkstatt.
Sowas wie Einkaufen, Putzen, Essen kochen, Betten überziehen, Bügeln, Hausaufgabenhilfe usw. fällt dagegen regelmässig und täglich an - solche Vergleiche finde ich echt hanebüchen!
Ich übernehme gern die sogenannten Reparaturarbeiten, wenn mann statt dessen die gesamte Hausarbeit übernimmt!!
 
  • #83
Viele Hardcore-Feminstinnen brüsten sich damit, nicht kochen oder andere umsorgende Tätigkeiten zu können.
Da darf man sich aber auch nicht wundern, warum die Männer nicht Schlange stehen.

Du machst den Wert einer Frau also am Kochen fest. Wundert mich nicht, denn Du rufst hier immer am Lautesten nach dem Marktwert. Der sinkt ja, Deiner Meinung nach, bei Frauen ab 25. Nun wunderst Du Dich, dass Du an keine Köchin gerätst. Tja, dumm gelaufen, kochen können meist die Frauen ab 25 und natürlich AE. Da die für Dich keinen "Marktwert" mehr haben, siehst Du eben in die Röhre. Bei Deiner Einstellung können übrigens auch 10.000 € nicht locken und Deinen Marktwert erhöhen.
 
  • #84
Vergewaltigung in der Ehe ist strafbar, Männer, die ihre Frauen verprügeln, kriegen eine Bannmeile, etc., etc. Alles wichtige Dinge im Leben einer Frau.

Das alles wurde im europäischen Ausland ebenfalls erreicht. Auch ohne Radikalfeministinnen wie Alice Schwarzer.

Ich glaube eher, dass Frauen angefangen haben, genauer hinzugucken. Sicher dank Alice & Co., keine Frage, die haben kein Blatt vor den Mund genommen und auf aggressive, leider meistens männliche, Verhaltensweisen sehr laut hingewiesen.

Ziemlich laut sogar und dazu noch in pauschalisierender und sexistischer Art und Weise. Hier mal eine ihrer zahlreichen Anfeindungen: "Alle Männer sind Vergewaltiger, auch die Netten".

Ja, tolle Frau.
 
  • #85
Ja, die Französin ist so emanzipiert, dass sie Beruf UND Haushalt wuppt und dabei toll aussieht, während der Herr Gemahl nach der Arbeit die Füße hochlegt.

Ach, von wegen. Es ist eine freie Erfindung, dass das in Frankreich wesentlich anders ist als hier. Die meisten französischen Familien, in denen ich verkehre (und ich verkehre zwangsläufig nahezu ausschließlich in französischen Familien), funktionieren auch nicht anders als ihre Pendants bei uns, in denen beide berufstätig sind, ceteris paribus, also Milieu usw. Mit dem Unterschied: Die Frau legt großen Wert darauf, weiblich zu wirken.

Dass das die Männer als "wahre Weiblichkeit" gerne sehen, glaube ich unbesehen. Aber die französischen Frauen sind gar nicht mehr so wild drauf, alles machen zu dürfen, wie du denkst.

Was die Männer in Wirklichkeit gern als "wahre Weiblichkeit" sehen, ist Folgendes (auch wenn Du das sichern nicht gern glauben wirst): Die französischen Frauen legen bei aller Emanzipiertheit und Karriere wesentlich mehr Wert auf ihre Weiblichkeit, als Du denkst. Ein kleines Beispiel zur Illustration: Wenn eine berufstätige, moderne, emanzipierte Französin plötzlich nicht mehr als Mademoiselle tituliert wird, sondern als Madame, dann löst das für gewöhnlich eine heftige Krise aus (Ich bin Tag für Tag auf der Arbeit von ca. 90 Exemplaren umgeben, ich weiß also ungefähr, wovon ich rede.) DAS ist der signifikante Unterschied zur teutonischen Variante der Emanzipation.

Hier dagegen hat frau sich mit Wollust auf öffentlichkeitswirksame Scheingefechte eingelassen wie die idiotische mechanische Gleichsetzung von grammatischem und biologischem Geschlecht, oder darauf, dass es ein zivilisatorischer Fortschritt ist, im privaten Bereich nicht mehr weiblich-weich aufzutreten, sondern männlich-hart, und dass es eine Art männlicher Unterdrückung und Erniedrigung ist, der Frau auf die gute, alte höfliche Art in den Mantel zu helfen.

Interessant ist nur, dass das viele Vertreterinnen der germanischen Frauenwelt offenbar für erstrebenswert halten und damit glücklich sind. Aber sei's drum, à la bonne heure! Solange man nicht auf diese Frauen angewiesen ist, ist es ganz amüsant, das Ganze als unbetroffener Beobachter zu verfolgen.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #86
Die eigenen weiblichen Wahlmöglichkeiten als Zwang verkaufen, das kreide ich an.
das kann ich zum ersten mal wirklich nachvollziehen.
Diese Opfernummer der Frauen ist total armselig.
Aber da ist mein Verständnis gegenüber mancher Männer auch nicht größer.
Du wirst nicht glauben, wieviel Männer keinen Bock auf Hausarbeit, Kindererziehung etc neben der Arbeit haben, obwohl sie vorher unbedingt eine Familie wollten.
In meinem Freundeskreis gibt es leidenschaftliche Familienväter und Jammerer, die ihrem alten Leben hinterhertrauern.
Das die Frau von Beginn an sagte, sie wolle wieder arbeiten, wird plötzlich zum Problem.
Eigene Wahl sage ich nur.
Es ist ja auch ok, wenn jemand alleine bleiben will, oder nur Affären führen will, oder eben keine Kinder haben möchte. Aber dann soll er dazu stehen!
NUR: auch gerade Männer fühlen sich, wenn sie krank werden, teilweise plötzlich seelisch alleine und trauern einer nicht gehaltenen Partnerin und nicht gezeugten Kindern hinterher.

Männer in Heimen sind arme Schweine, die teilweise von selbst zu mir sagten ( also ihr Herz ausschütteten), dass sie die Weichen falsch gestellt hätten.
Nun und mein Ex, der immer Unabhängigkeit gepredigt hat, ist total unglücklich, weil seine Kumpels Familienvater sind und nicht mehr für ihn Zeit haben. Und er sucht nun fieberhaft nach einer Partnerin, seine Exen sind alle fest vergeben und nun wird gejammert.
Warum machst du denn da einen Unterschied?
 
  • #87
Zitat von bigger:
Dazu gehört aber auch, dass Männer Karrierefrauen,
"emanzipierte" Frauen, etc. ablehnen dürfen. Das wird hier von Frauenseite aber nicht gerne gesehen.
Nee :D Weil es die Frau vor ein Dilemma stellt. Man wählt ja diesen Weg der Karriere nicht unbedingt, weil man das andere nicht haben kann, sondern weil man unglücklich damit wäre. Und weil es ja sichtbar ist, dass Frauen, die sich auf die Verwirklichung im Beruf fokussieren, schwieriger einen Partner finden, jammern sie natürlich mitunter darüber, dass "die Männer" keine "emanzipierte" Frau haben wollen.
Die Männer wollen sie ja, aber die unbequeme Seite nicht. Mal davon abgesehen, dass Frauen da genauso inkonsequent sind und trotzdem "nach oben" daten wollen. Wäre frau emanzipiert, würde sie auch einen Mann wählen können, der nicht den gleichen Standard hat. Hier gibt es dann möglicherweise wieder das Problem, dass der Mann noch das Bild vom in allem überlegenen Part der Beziehung hat. Die daraus resultierenden Probleme liegen daran, dass einer oder vermutlich beide, sonst hätte sie sich nicht gefunden, ihre Persönlichkeit NUR über beruflichen Erfolg oder Intelligenz definieren.

Zitat von bigger:
In meiner (Akademiker-)Familie ( die es sich leisten können) bleibt die Frau FREIWILLIG selbstverständlich zu Hause.
Ich kenne Akademikerpaare, wo auch die Frau freiwillig zu Hause bleibt. Und das ist jetzt wirklich ernst gemeint und kein Neid auf diese Damen: Sie sind unzufrieden, kriegen Probleme, wenn eine andere Frau von beruflichen Erfolgen erzählt, kontrollieren ihre Männer extrem und weil alle so abhängig voneinander sind, sind Mann und Frau, was die Entwicklung der Persönlichkeit angeht, nicht viel weiter als vor zehn Jahren. Sobald sich einer in eine andere Richtung bewegt, als eine für die Situation weiterhin Sicherheit versprechende, gibt es Druck, damit das Erstarrte auch erstarrt bleibt.
Die Männer bleiben gern länger auf der Arbeit oder sind beim Sport, insbesondere die mit kleinen Kindern. Die Frauen müssen oder mussten - mittlerweile funktionieren die Männer ganz gut, weil sie Angst vor dem emotionalen Stress haben - dauernd daran erinnern, dass es Familien- und Paarzeit geben muss. Trennung DARF nicht in Betracht gezogen werden und das gibt irgendwann statt Sicherheit ein sehr starres Korsett fürs Leben.
 
H

Halbtrocken

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  • #88
Beispiele:
- hier gibts einige Threads, wo von Männern vehement gefordert wird, dass frau spätestens 1 Jahr nach Geburt des Kindes wieder voll zu arbeiten hat, damit sie ja bei einer Scheidung nicht zur Kasse gebeten werden - da scheint Emanzipation und damit volle Berufstätigkeit ja sehr genehm zu sein

Ja was denn nun? Ich denke, der Mann unterdrückt die Frau und zwingt sie zurück an Herd und Kochtopf? Jetzt lese ich, daß es verwerflich sei, ein Jahr nach Geburt die Gelichberechtigung so zu verstehen, daß BEIDE PArtner sich um Gelderwerb und Erziehung kümmern?
Könnt ihr Mädels euch mal in eurer Meinung festlegen?

Beispiele:
- aber im Bett, in der Küche, bei der Kinderbetreuung da sollen wir schön weiblich sein und in Röckchen und hohen Hacken den müden Herren abends noch ein lecker Abendessen kochen (nach ebenfalls 8 Stunden in der Arbeit, wohlgemerkt...)

Aber auf Arbeit und bei Erledigung schwerer Arbeiten, Reparaturen etc solle wir Männer weiter schön männlich sein? Wann kommen die ersten Kanalarbeiterinnen? Wann die ersten Müllfrauen? Sind sich Frauen dafür zu schade?
Falls jetze einer die Frage stellt: solange wie ich mit meiner zukünftigen Ex am WE die gemeinsame Wohnung gesäubert habe, war ich für die Reinigung der beiden Bäder und Toiletten und sonstigen Schmutkram zuständig und sie für das Staubsagen der Wohnräume - ist das jetzt gerecht oder nur emanzipiert?

Und wie war das noch: einerseits wird immer wieder beklagt, daß Männer kaum auf ihre Gesundheit achten und daher eine kürzere Lebenserwartung haben, hat man aber mal eine mittlere Erkältung und will sich flachlegen kommt von der liebsten aller emanzipierten Ehefrauen der Kommentar, er solle ich mal nicht so haben, an einer Erkältung wäre noch keiner gestorben?

Nein, meine Herren, so läuft das nicht mehr! Entweder - oder! Aber nur das Beste aus beiden Welten absahnen wollen, machen wir Frauen nicht mehr mit!

Nein, meine Damen, so läuft das nicht, wer damit prahlt, die Emanzipation als Nichtkönnen ehemals weiblicher Arbeiten zu verstehen und gleichzeitig aber nicht mal normaler Erwerbstätigkeit im selben Rahmen wie Männer nachgehen will, bekommt von heutigen Männer keinen Blumentopf.
 
H

Halbtrocken

Gast
  • #89
Ob dabei nun die Frau 8 Stunden jeden Tag in der Küche stehst oder nur ein wenig kochen kannst, ist unerheblich.
Es geht um die Einstellung der Frau an sich.

Viele Hardcore-Feminstinnen brüsten sich damit, nicht kochen oder andere umsorgende Tätigkeiten zu können.
Da darf man sich aber auch nicht wundern, warum die Männer nicht Schlange stehen.

Und genau das ist es!
Ich als mittlerweile alleinerziehender, vollzeit berufstätiger Mann, der von seiner Frau wegen eines anderen Mannes und wegen der "Auseinanderentwicklung" und "Selbstverwirklichung" verlassen wurde, betrachte mich alle Vollzeit-Emanzipiert, weil ich alles das tue, was Frauen beklagt haben, das Männer nicht tun würden:
Ich koche gut, haushalte gut, erziehe und betreue meine Kinder und gehe Vollzeit arbeiten. Daneben zahle ich noch etwas Unterhalt an meine zukünftige Ex - so sieht Deutschlands Männerideal aus.

ABER: da ich mich und meine Restfamilie vollständig selbst ernähren kann, z.B. besser koche als meine Ex, sei mir die Frage gestattet, was ich denn mit einer Frau anfangen soll, die stolz darauf ist, keine der ehemals "typisch weiblichen" Fähigkeiten und Fertigkeiten zu besitzen und sich deswegen als emanzipiert betrachtet?
Und die es zudem noch als Zumutung betrachtet, das Kind in eine Betreuungseinrichtung zu geben und eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, die der Erwerbstätigkeit des Mannes an Intensität und Dauer gleicht? (Antwort von bergfex)
Die es als Zumutung betrachtet (weil sie es nicht kann), umsorgende Tätigkeiten im gemeinsamen Haushalt auszuüben? (Beitrag von Zwerg)

Ich habe nämlich bereits zwei Kinder und ein drittes Kind in Form einer emanzipierten Frau ist nichts, was mir fehlt.
Aber ein Trost für alle "emanzipierten" Frauen im Sinne des obigen Zitates: mir wird es nicht schlecht gehen, denn ich habe gerade eine Frau kennengelernt, die nicht nur ihren Lebensunterhalt selbst bestreitet und ihre Kinder bertreut, sondern auch kochen/backen etc. und besser mit der Maschine nähen kann, als ich UND die darauf stolz ist, weiblich zu sein - und glaubt mir, sie ist eine weibliche Frau :) Uuund wir arbeiten auf eine gemeinsame Zukunft hin.
Also, wieder eine Versorger vom Markt. :p
 
  • #90
Trotzdem gibt es in Norwegen genug Scheidungen und viele der weichen norwegischen Männer versuchen in Deutschland eine Frau zu finden und denken mit dem norwegischen guten Lebensstandard punkten zu können. Wie selbst erlebt.

Man war das ein Weichei, dazu hochgradig depressiv und natürlich waren alle Frauen in Oslo doof, die Ex dazu verrückt. Schon war ich weg.

w


das schliesst sich ja nicht aus oder widerspricht dem was ich geschrieben habe.. Etliche norwegische Männer nehmen eine "pflegeleichte" Asiatin, der Trend ist recht deutlich zu sehen. (ich wohnte selbst mit 2 Studenten zusammen die sich eine Asiatin "hielten" ) und ja sie versuchen natürlich mit Geld, Reichtum und Status zu Punkten. Und ja, hier gibt es eine hohe Zahl an "single moms" mit sogar 3 Kindern.. der Staat bezahlt ja. Das sind nun eben die Schattenseiten wenn Menschen unabhängig von allem werden.. man tut sich keine "downsides" mehr an.. und das sind auch nörgelnde Frauen oder nervende Männer.. Zwischen 20 und 30 sind etliche Norwegierinnen und Norweger eh nicht durchgehend in Norwegen und tingeln durch die Weltgeschichte. Studium im Ausland ist fast ein Muss, dazu entweder eine Freundin aus Peru oder China, oder einen Freund aus Chile oder Spanien, passt einfach besser als Accessoire.. Als "Exot" hat man da einen Haufen Pluspunkte.. =)
 
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