G

Gast

Gast
  • #31
Ganz ehrlich: als Frau ist Dein Weg auch heute noch weitaus weniger etabliert. Deine Mutter hat nicht gearbeitet ("musste nicht arbeiten", im Grunde aber: "durfte nicht arbeiten"). Was macht die Frau Deines Bruders beruflich (nur eine rethorische Frage)? Ist sie auch Ärztin oder Vergleichbares? Vielleicht ja, wahrscheinlich nicht. Du leistest enorm viel. Dennoch gilt: schaue, ob Du intelligenter arbeiten kannst. Bleibe nur bei dem Mann, wenn er echt der Richtige ist.
 
  • #32
Habe hier eine interessante Kurzgeschichte:
Bis die Seele nachkommt!
Ein europäischer Biologe hatte für eine Himalaja- Expedition eine Gruppe indischer Träger angeheuert.
Der Forscher war in großer Eile, denn er wollte schnell an sein Ziel kommen. Nachdem die Gruppe den ersten großen Pass überschritten hatte, erlaubte er ihnen eine kurze Rast. Nach einigen Minuten rief er aber wieder zum Aufbruch.
Die indischen Träger blieben aber einfach auf dem Boden sitzen, als hätten sie ihn gar nicht gehört. Sie schwiegen und ihr Blick war zu Boden gerichtet.
Als der Forscher die Inder schärfer aufforderte, weiterzugehen, schauten ihn einige von ihnen verwundert an. Schließlich sagte einer: „Wir können nicht weitergehen. Wir müssen warten, bis unsere Seelen nachgekommen sind.“
Ich verstehe, im Zusammenhang mit der Geschichte, darunter die eigenen Gefühle. Die meisten Menschen treiben sich selbst mit dem Kopf ständig an, weil sie glauben, Ziele erreichen zu MÜSSEN – und zwar in einer vom KOPF vorgegebenen Zeit. Es geht dabei, so habe ich es verstanden, um vorgegebene Zeiten von außen, die wir uns selbst, mit unserem eigenen Kopf annehmen und ausführen mit denen wir uns selbst antreiben – OHNE unsere Gefühle wahrzunehmen oder gar Rücksicht darauf zu nehmen.
 
  • #33
Dear Kasy,
mein Leben ist aber so etwas von anders gelaufen als gedacht - bis hin zum größten Einschnitt: Mein Bruder, Internist, jung, umschwärmter Frauentyp, kämpft seit November letzten Jahres mit einer unheilbaren Erkrankung. Nichts ist mehr wie es war. Das gesamte Familiensystem (einst heile Welt wie bei dir beschrieben) ist am Wanken.
Was mir in deinem Post fehlt, ist ein Hinweis die Haltung deines Freundes. Wenn du eine Familie gründen möchtest, warum legt ihr nicht einfach los mit der Umsetzung?
 
  • #34
Eine meiner Klassenkameradinnen ist Frauenärztin (mit Facharzt); nachdem sie länger mit ihrer Jugendliebe zusammen als alleine im Leben war, trennten sie sich, weil sie nicht in das Dorf seiner Eltern ziehen wollte.

Sie hat sich in einen Nicht - Akademiker verliebt - einen Mechaniker für Flugzeuge; beide leben in Ingolstadt, das ist in Fahrdiszanz für ihn zum Flughafen München. Beide haben ein Haus und zwei Kinder.

Sie selber arbeitet etwas als Frauenärztin, aber nicht viel (ich glaube so 2 Tage die Woche). Vielleicht ist das eine Option für Dich, weil das Budget der Ärzte richtet sich glaub ich irgendwie nach der Zahl der Ärzte; wenn Du einen Arzt mehr im Team hast und wenn alle weniger arbeiten sollte es so sein daß alle das gleiche Geld verdienen.

Abgesehen davon bleibt natürlich die Option, als Frau einfach schwanger zu werden; wenn Du eine Beziehung hast bleibt zu klären, was das Ziel der Beziehung ist. Ehe ? Kinder ?

Auch ein Mann mit 45 (beste Grüße von mir) kann noch Kinder wollen, aber keine Frau dafür gefunden haben. Deswegen würde ich das mit ihm besprechen. Und wir haben es in der Familie - selbst wenn er 20 Jahre älter ist funktionierts.

Aber ich denke, insgesamt ist es wichtig, daß Du Dir einen Plan machst. Wie soll Dein Leben mit Kind aussehen ? Blende erst mal den Mann aus, dann siehst weiter. Weil so verläßlich sind Männer ja auch nicht wenn man an all die Alleinerziehenden denkt.
 
  • #35
Tja, Augen auf bei der Studien- respektive Jobwahl. Wer Medizin studiert und sich nicht vorher damit auseinander setzt, was das später im Job bedeutet, der darf nicht jammern. Ist eben nicht so wie in der Schwarzwaldklinik.
Dein Post ist für mich auch ein weiteter Beweis, dass ein absolviertes Studium kein echter Intelligenzbeweis ist (sorry manches lässt sich echt nicht netter ausdrücken).
Die Lösung für dein "Problem" steht zu 100% in deinem eigenen Text. Ansonsten ist es natürlich völlig rücksichtslos vom Universum dich nach einer perfekten Kindheit nicht weiter glücklich zu machen. Mit besten Voraussetzungen so kapital zu scheitern, da kommt eben wenig positives Feedback. Denn du alleine hast dir Job und damit Lebensstil ausgesucht. Everything comes with a price. Erstaunlich wie lange es bei machen dauert bis sie in der Ralität aufschlagen.
 
  • #36
Sprich mit deinem Freund dass du gerne heiraten und eine Familie gründen möchtest, vielleicht kannst du deine Arbeitszeit auf Teilzeit reduzieren. Oder sag ihm dass du schwanger werden möchtest und steig dann eine Weile aus dem Job aus.....es ist wichtig dass du mit ihm darüber sprichst. Und wenn er partout keine Familie gründen möchte, würde ich mir überlegen ob ich weiter bei ihm bleiben möchte.
Genau so werden die meisten Männer in ihr Unglück manipuliert und getrieben, das Problem ist jetzt schon hausgemacht! Wo ist hier nur ein Funke Liebe zu spüren von Frau zu Mann? Ehe auf Zweck- und Missbrauchsbasis! Der Mann ist also ganz schnell im Aus wenn er den Wunsch der Frau nicht erfüllt, echt super toll. Die treibende Kraft für Kinder und Ehe ist die Frau das war meine These schon immer, obwohl sich viele Frauen diesbezüglich mit mir anlehnten!
 
  • #37
Naja, sie haben da einen Job, das jeden mit einem Helfersyndrom endgültig fesseln kann. Sie müssen sich dann überlegen, ob sie so weitermachen können, oder ob es abseits des Weges noch andere Dinge gibt, die für Sie möglich wären. Bedenken Sie aber auch, dass jede Freizeit irgendwie gefüllt werden will, sonst geraten sie vom Burnout direkt in den Boreout.
 
  • #38
Als, im Krankenhaus angestellte Ärztin kannst du doch jedes Jahr deinen Urlaub nehmen! Das sind 5-6 Wochen jedes Jahr. Das ist ja nun gerade der Vorteil am Angestelltsein! Ich arbeite auch im Krankenhaus und alle Ärzte nehmen ihren Urlaub, nur solche seltsamen Typen nicht, die scheinbar nichts anderes im Leben haben und daher mit Freizeit wahrscheinlich noch schlechter umgehen können, als mit Arbeitsstress, und die sich daher auch für unabkömmlich halten.
Geld genug, um im Urlaub dann etwas, für dich Erholsames zu machen, ist ja wohl da!
Wenn dein Freund, wegen seiner Selbständigkeit, keinen Urlaub machen kann, solltest du wenigstens ein Mal im Jahr alleine 1-2 Wochen verreisen, um mal völlig aus der Tretmühle herauszukommen, mal ganz und gar abzuschalten und dich richtig zu entspannen. Dieses Auftanken brauchst du unbedingt!

Davon unabhängig, finde ich auffällig, dass du deine Kindheit und Familie so völlig uneingeschränkt idealisierst. Ich glaube nicht, dass da wirklich alles so toll und ideal war, dann wärst du nämlich auch glücklich. Meistens ist in solchen Familien vieles unter den Teppich gekehrt worden, vielleicht nicht mal bewusst, und darunter "fault" es vor sich hin …
Wie hier schon viele schreiben: Du solltest mal anfangen, einiges in deinem Leben, an deinen Zielen und Idealen zu hinterfragen! Mit deinem Beruf hast du die Möglichkeit, wesentlich weniger zu arbeiten und trotzdem genug Geld zum Leben zu haben. Nutze dieses Privileg, welches es in anderen Berufen nicht gibt!

w50
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #39
Wer immer nur das Gleiche weitermacht kann nicht erwarten, dass was anderes passiert.
Tolles Zitat von Albert Einstein, was? Zwar etwas abgewandelt, aber immerhin. :)Das ist das große Problem von vielen, denen es eigentlich sehr gut geht.Die nichts ändern möchten, ist ja auch so bequem in der Opferrolle zu verharren. Ich verstehe die FS absolut nicht und war heute früh ehrlich gesagt empört darüber, auf so hohem Niveau zu jammern.
 
  • #40
Hab mal gerechnet, bei ca. 320 Arbeitsstunden im Monat inkl. WE, Sonntage, Feiertage bei nur 30 € in der Stunde musst du ca. mind. 10.000 € im Monat verdienen, ist das nicht der Fall, so bist du total unterbezahlt und rackerst dich für nichts ab, was sich jetzt schon rächt und später noch viel mehr! Denk mal darüber nach! Zum Nachdenken: Für nur € 3o/Std. bewege ich mich nicht!
 
M

Mooseba

Gast
  • #41
Ich verstehe das Jammern nicht. Viel und harte Arbeit gehören selbstverständlich zum Leben. Nichts darf es geschenkt geben!
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #42
...und befinde mich jetzt in einer Lebenssituation die absolut nicht dem damals vorgelebten Bild einer Familie entspricht.
...und bei mir sieht es immer nach Lebensabschnittspartnern aus?

Du hast klare Prioritäten auf den Job gesetzt, die im Grunde doch die "heile Familie" unmöglich machen. Bei einer 80-Stunden-Woche hast Du im Grunde doch gar keine Zeit, eine Beziehung aufzubauen. Männer, die eine engere Beziehung wollen, werden sich dann logischerweise die dazu passende Frau suchen. Die anderen eben die "Lebensabschnittsgefährtin".
 
  • #43
Ich arbeite in einem Krankenhaus, nicht selten 80 h die Woche, viel Schicht- und Wochenendarbeit,
@FS -Kasy-: Stell Dir vor, das Krankenhaus würde einen weiteren Arzt einstellen, und du nur noch 40 Stunden/Woche arbeiten. Wie würde sich dein Leben verändern ?

Vielleicht gibt es Jemanden, der sich freut, das Kasy so viel arbeitet ?
Weil er dadurch einen weiteren Arzt einspart ?
Wieso hat es bei meinem Bruder und meinen Eltern geklappt auf Anhieb eine unkomplizierte, glückliche Beziehung zu führen
Weil sie eine ausgewogene Work-Life-Balance hin bekommen. z.B. nur 40 Stunden/Woche arbeiten, damit genug Geld verdienen, und Zeit für ihre Familie haben.
@FS: Stell dir vor, wenn deine Mutter 80 Stunden/Woche gearbeitet hätte ?

Welcher Mann will eine Frau, die im Beruf 80 Stunden/Woche arbeitet ? = sie braucht viel Erholung, ansonsten wenig Freizeit.
Aber womöglich Kinder haben will ? Dann wird der Mann ja zum Hausmann = muß er Haushalt, Kinder etc. versorgen, anstatt Job.

Arzt sein, mag schön sein, und eine Berufung. Aber in vielen sozialen Berufen scheint mir, dass das soziale Engagement der Mitarbeiter ausgenutzt wird. Sie schuften bis zum umfallen, um die hilfsbedürftigen Menschen nicht hängen zu lassen. Das freut die Verantwortlichen, weil sie dadurch Personal = Geld einsparen. Aber die Verantwortlichen sind auch für die Versorgung verantwortlich.

Fachkräftemangel ? Ich sah ein Krankenhaus und mehrere Alten- und Pflegeheime - ohne Fachkräftemangel. (Sofern Keiner sich krank meldet.)

Ein einziges Wort kann Einem im Leben viele Probleme lösen, persönlich enorm helfen, und Einen entspannen. Dieses Wort lautet..... "Nein !" Ich benutze es aktuell immer öfter, und es geht mir besser.

Auch wenn ich mich dafür von einem Teil meines Freundeskreis trenne. Denn deren Probleme haben kein Ende. Also sage ich "Nein" = für mich zu Ende.
 
  • #44
@INSPIRATIONMASTER
Was ist daran falsch wenn die FS mit ihrem Freund über ihre Wünsche und Bedürfnisse offen spricht?
Und natürlich kommt der Wunsch nach Ehe und Familie meist von uns Frauen, sorry aber das ist von der Evolution so gewollt, sonst wäre die Menschheit schon längst ausgestorben. Und wenn deine Mutter kein Kind gewollt hätte, gäbe es dich wohl kaum auf dieser Welt. Ich glaube nicht, dass wir Frauen uns für den natürlichen Wunsch nach einer festen Bindung und Kindern rechtfertigen müssen, es gibt nichts Natürlicheres!

Liebe FS, lasse dich nicht beirren und kommuniziere deine Wünsche und Sehnsüchte, und versucht eine für euch beide befriedigende Lösung zu finden. Wenn du nicht redest wird dein Freund nie wissen was dir fehlt!

Alles Gute!
 
G

Gast

Gast
  • #45
Genau so werden die meisten Männer in ihr Unglück manipuliert und getrieben, das Problem ist jetzt schon hausgemacht! Wo ist hier nur ein Funke Liebe zu spüren von Frau zu Mann? Ehe auf Zweck- und Missbrauchsbasis! Der Mann ist also ganz schnell im Aus wenn er den Wunsch der Frau nicht erfüllt, echt super toll.
Das siehst Du falsch.
Wenn eine Frau Kinder will und der Mann nicht, ist es nicht Manipulation, sondern eine andere Lebensrichtung. Man kann direkt sagen, dass diese Menschen nicht zusammen passen. Die Frau wird genauso ins Unglück manipuliert und getrieben, wenn sie mit dem Mann zusammenbleibt, aber Kinder möchte. Es passt dann einfach gar nicht und wurde nur bislang nicht gemerkt.

Immer wenn man das ganze auch mit vertauschten Rollen sehen kann und es um so wichtige Lebensentscheidungen geht, wird sich das entzweien, weil derjenige, der sich dem Wunsch des anderen in dieser Sache anpasst, ein falsches Leben führen und es später bereuen wird. Egal, ob das nun der Mann ist, der keine Kinder will und sich um die Beziehung zu erhalten doch drauf einlässt, oder ob es die Frau ist, die den Mann nicht verlieren will und deswegen auf Kinder verzichtet, obwohl sie welche will.

Diese Beziehungen sind aufzulösen, weil sich nicht die richtigen Menschen zusammengefunden haben.
 
G

Gast

Gast
  • #46
Ich verstehe die FS absolut nicht und war heute früh ehrlich gesagt empört darüber, auf so hohem Niveau zu jammern.
Aber Du kannst doch nicht davon ausgehen, dass jeder gleich geprägt ist. Wenn sie bislang noch nie Schwierigkeiten im Leben empfunden hat, woher soll es denn kommen mit der Erkenntnis?

Mich regen die Leute, bei denen immer alles glatt ging, auch auf, wenn sie andere aussortieren wollen als Loser, nur weil sie ihr Studium nicht in der Regelstudienzeit machen konnten oder weil sie angeblich den falschen Beruf gewählt haben, der nicht so viel Geld abwirft. Wenn bei einem immer alles glattging, scheint es normal zu sein, den "Losern" ihr Schicksal selber zuzuschreiben. Aber wenn da irgendwann die Erkenntnis kommt in Form von "in meinem Leben läuft zum ersten Mal was nicht, warum?", dann ist das doch die Chance, auch mal zu sehen, dass nicht jeder mit Problemen einfach ein Depp ist oder ein Mensch zweiter Klasse (auch gern gemacht: Aussortieren, weil Probleme in der Familie auftraten - Sippenhaft sozusagen.)

Wie man aufwächst und wo, spielt nunmal eine entscheidende Rolle dabei, wie man die Welt und andere sieht. Man kann niemandem vorwerfen, dass er bestimmte Erkenntnisse, für die es erstmal Krisen braucht und Erfahrungen, noch nicht gemacht hat. Wichtig ist doch, dass das irgendwann kommt und dieses Menschenbild korrigiert wird. Demut eben. Dann erwartet man auch nicht mehr, dass im eigenen Leben alles glatt läuft.

Das finde ich auch immer komisch, dass manche Schreiber hier nicht schaffen, sich von ihrer eigenen Sicht der Dinge mal zu lösen und Dinge schreibt wie "für dein Alter bist du naiv" und dergleichen. Als müssten alle Menschen eines Alters die Welt genauso kennen wie der Schreiber, der von sich natürlich meint, alles schon gesehen zu haben.
 
  • #47
Ich verstehe die FS absolut nicht und war heute früh ehrlich gesagt empört darüber, auf so hohem Niveau zu jammern.

Als erstes Impuls kann ich das nachvollziehen. Jedoch muss sich ein leidender oder trauriger Mensch nicht durch (eine vermeintliche) "Objektivität" seiner Lebenshärten legitimieren! Wer dürfte dann überhaupt noch depressiv, ausgebrannt oder orientierungslos sein? Zunächst mal würde ich jeden Ernst nehmen, dem es schlecht geht und nach einem neuen Weg in seinem Leben sucht. Wenn man freilich das Gefühl hat, dass das Jammern zum Daseinsprinzip geworden ist, dann ist auch mein Mitgefühl irgendwann aufgebraucht. Diesen Eindruck habe ich hier allerdings gar nicht.

Ich glaube auch, dass bei der Fs der Schlüssel in der Reduzierung ihrer Arbeitsbelastung liegt. Sie kommt ja so gar nicht zum Denken und erst recht kann sie nicht in sich hineinspüren, was ihr wirklich wichtig ist.
Aber ein wenig irritiert es mich schon, dass man in ihrem Alter, sich noch so gar keine Gedanken über die Zukunft gemacht hat. Liebe Fs, Du musst doch wissen, willst Du alles dran setzen Karriere in der Klinik zu machen (um bspw. OÄ zu werden?), willst Du Kinder? Willst Du beides erreichen? Dann brauchst Du einen exzellenten Lebensplan, Mut und am besten einen unterstützenden liebevollen Partner. Bevor Du aber einen Plan schmieden kannst, musst Du Dich klären! Deine intakte und liebevolle Kindheit ist eine große Ressource, für die Du sehr dankbar sein kannst. Auch aus ihr kannst Du Kraft schöpfen!
 
  • #48
Tolles Zitat von Albert Einstein, was? Zwar etwas abgewandelt, aber immerhin. :)Das ist das große Problem von vielen, denen es eigentlich sehr gut geht.Die nichts ändern möchten, ist ja auch so bequem in der Opferrolle zu verharren. Ich verstehe die FS absolut nicht und war heute früh ehrlich gesagt empört darüber, auf so hohem Niveau zu jammern.

Weil du kein Arzt bist. Du kannst es nicht verstehen.
Ich will die Fs in Schutz nehmen.

Man kriegt im Studium schon ackern, ackern, ackern eingebläut. Man "liebt" seine Patienten und die Arbeit bleibt einfach liegen, wenn man sie nicht macht.

Bei einer Freundin fehlen 6 Assistenzärzte und es wird keine Stelle ausgeschrieben. "Kein Geld da" und es geht ja auch so. Ja, aber mit 80 Stunden die Woche und keiner darf Ferien nehmen und einem dreistelligen Überstundenkonto.

Klar, kann man um Punkt 4 gehen, aber dann sterben die Patienten wirklich. Die "Opferrolle" wird einem schon geschickt übergestülpt, damit die Arbeit bewältigt werden kann. Die vielen Millionen Überstunden (50 % unbezahlt) machen die Ärzte sicherlich nicht, um ihre Opferrolle
zu kultivieren. 30% unseres Medizinsystems würde ich als reines Engagement aus Nächstenliebe beziffern, sonst wäre unser System schon vor 10 Jahren zusammengebrochen.
 
  • #49
Liebe Kasy, ich weiß genau, was Du meinst! Lass Dich nicht von den ganzen Kaputten hier verunsichern, dass Deine Ansprüche an das Leben überzogen wären und Du schon das bessere Ende erwischt hast.

Dieses Forum (und natürlich auch Singlebörsen) besteht nicht aus Leuten wie Deinen Eltern und auch nicht aus Leuten, wie Deinem Brude rund Frau. Es besteht auch nicht aus Leuten wie meinen Eltern, meinen Schwiegereltern, oder der Schwester und Cousine meiner verst. Frau nebst Männern.

Jetzt habe ich einen 10 Jahre älteren Freund, der selbstständig ist. Er arbeitet noch mehr als ich, allerdings bei viel geringerer Bezahlung. Er ist lebenslustig, gebildet und sehr liebevoll.

Als die Welt für mich noch in Ordnung war und meine Frau noch lebte (bzw. noch nicht krank war) war ich vermutlich genau das, was Du bei Deinem Bruder siehst, bzw. womit Du haderst, dass Du es mit Deinem ersten und/oder zweiten Freund nicht erreichtest...

...doch jetzt bist Du weiter als ich und das ist Deine (Eure!!!) Chance! Redet lieber heute als morgen darüber, wie ihr aus euren beiden Leben ein gemeinsames machen könnt. Mit Heiraten, Haus, Hund und Kindern ....das volle Programm halt.

Ich beneide Dich darum, denn ich habe bislang nicht einmal eine Person gefunden, mit der ich überhaupt erstmal anfangen könnte, über eine gemeinsame Zukunft zu reden!

V.m45
 
  • #50
Hab mal gerechnet, bei ca. 320 Arbeitsstunden im Monat inkl. WE, Sonntage, Feiertage bei nur 30 € in der Stunde musst du ca. mind. 10.000 € im Monat verdienen, ist das nicht der Fall, so bist du total unterbezahlt und rackerst dich für nichts ab, was sich jetzt schon rächt und später noch viel mehr! Denk mal darüber nach! Zum Nachdenken: Für nur € 3o/Std. bewege ich mich nicht!

Es gibt solche tollen Sachen wie Minusstunden und Bereitschaftsdienst.

Arbeitest 24 Stunden, kriegst aber nur 12 erfasst (Offiziell
wenig gearbeitet, inoffiziell keine ruhige Minute gehabt)

Wenn du nach der 24 Stunden-Schicht nach Hause gehst, "fehlen" dir 8 reguläre Stunden des nächsten Tages. Das sind dann Minusstunden. (Anstatt alles auf ein Positivkonto zu rechnen)

Wenn der Dienstplaner es geschickt macht, bezahlt du deinen eigenen 24 Stunden-Dienst selbst und hast keine Minute geschlafen. Und von deinem wöchentlichen 40 Stunden "Sollkonto" nicht eine Stunde weggekriegt.
 
  • #51
...bei ca. 320 Arbeitsstunden im Monat inkl. WE, Sonntage, Feiertage bei nur 30 € in der Stunde musst du ca. mind. 10.000 € im Monat verdienen

Die Rechnung geht bei Ärzten so nicht. Mit dem normalen Bruttostundenlohn werden nur die normalen Arbeitsstunden (je nach Tarifvertrag 38,5-40 h/Woche) vergütet. Überstunden werden sehr oft überhaupt nicht bezahlt oder abgefeiert. Dafür müsste der Chefarzt die Überstunden offiziell anordnen, aber genau dies wird ihm gerne von den Verwaltungsdirektoren der Kliniken einfach untersagt. In den 10 Jahren meiner Klinikzeit in der Inneren habe ich 10-25 Überstunden pro Woche gemacht und bekam keine einzige bezahlt, geschweige denn konnte ich eine abfeiern. Nur in meiner Anästhesieweiterbildung wurden Überstunden aufgeschrieben und abgefeiert.
Bereitschaftszeit wird nicht als reguläre Arbeitszeit gewertet und entgolten. Vielmehr ist es Freizeit (im neuen BAT heißt es gnädigerweise nur noch "Zeit"), die ein Arbeitnehmer an einem vom Arbeitgeber vorgeschriebenen Ort (der Klinik) verbringt, um gegebenenfalls anfallende Arbeiten zu verrichten. Es gibt ein Stufensystem A-D je nach Arbeitsbelastung. Höchste Stufe ist D, da dürfen 40 bis max. 49% der Bereitschaftszeit gearbeitet werden. Bei mehr Belastung muss Schichtdienst eingeführt werden.
Realiter arbeitet man viel mehr, da man im Dienst versucht, das tagsüber aus Zeitmangel Liegengebliebene (Briefe diktieren, Bürokratie, abendliche Gespräche mit Patient/Angehörigen) zu erledigen.

Mit einem komplizierten System werden die Bereitschaftsstunden nach Arbeitsanteil bezahlt, bei Stufe D-Diensten kriegst Du max. 80% vom noralen Stundenlohn. Es gibt bei Bereitschaftsdiensten und Rufbereitschaften (da hält man sich daheim verfügbar) keine Nacht-, Wochenend-, oder Feiertagszuschläge. Ein Arzt, der Weihnachten oder Silvester arbeitet, bekommt das Gleiche, wie ein Kollege, der heute Nacht Bereitschaft hat.

Ich hoffe, der Beitrag wird freigeschaltet, denn über die miserablen Arbeitsbedingungen insbesondere von Assistenzärzten ist viel zu wenig bekannt. Kein Wunder, dass so viele deutsche Ärzte aus Deutschland flüchten oder (wie ich) aus diesem Kliniksystem flüchten.
 
  • #52
Hab mal gerechnet, bei ca. 320 Arbeitsstunden im Monat inkl. WE
Die 80-Stundenwoche ohne Urlaub ist doch ein Witz und fern jeder Realität. Was soll denn für eine Qualität bei 7 x 11-12 Stunden Arbeitszeit täglich herauskommen, zumal die FS von Arbeitszeit spricht, Pausenzeiten und Wegezeiten musst Du noch draufschlagen. Wer glaubt denn sowas? Das Risiko geht keine Klinik für ihre Patienten ein, wegen der drohenden Regresse.

Auch für Ärzte gibt es sowas wie eine Arbeitszeitordnung und deren Einhaltung wird kontrolliert, die Tarifverträge für Krankenhausärzte haben in den letzten Jahren viele Misstände aufgelöst.
Ich möchte mal wissen, was in den 80 Stunden drin sein soll - vermutlich sämtliche Pausenzeiten, Fahrzeiten zur Arbeit und die Hälfte als Rufbereitschaft, wo man sich nicht weit vom Ort entfernen kann, aber durchaus ins Kino oder essen gehen kann.
Ich habe einige Klinikärzte im Freundeskreis und war 2 Jahre mit einem Klinikarzt liiert: ja, kommt schon mal vor, dass einer von ihnen alles stehen und liegen lassen muss und in die Klinik, wenn wir gerade in einem Restaurant sitzen.

Wenn er am Wochenende 48-Stunden-Schichten hatte, war ich mit in der Klinik (Ärzteappartements) und faktisch hat er maximal 6-7 Stunden davon am Patienten gearbeitet und noch etwas Papierkram gemacht, d.h. hatte nicht mehr als 2 reguläre Arbeitstage, zwar zerstückelt, hat uns aber nicht wesentlich gestört. Dafür war der Freizeitausgleich überaus attraktiv oder wahlweise die Gage für die lange Schicht. Das sind keine schönen Arbeitstage, man ist nicht Herr seiner Zeit, aber es sind keine 48 Stunden produktiver Dauereinsatz sondern überwiegend warte- und Ruhezeiten.

Als angestellte Ärztin hat die FS mindestens 6 Wochen Urlaub, bei vielen Bereitschaftsdiensten entsprechende Freizeitausgleiche. Dass sie nur alle 2 Jahre in Urlaub fahren kann ist also ihr persönliches Missmanagement und keine Folge von Arbeitsüberlastung.
 
  • #53
Mir ist in deinem Text aufgefallen, dass du beschreibst, wie deine Kindheit war und wie dein Leben ist. Um die Titelfrage
Was mache ich falsch...? Das Leben läuft anders als erhofft.
zu beantworten müsste man wissen, was du dir erhoffst. Willst du eine Hausfrauenehe führen und viele Kinder bekommen? Willst du weiter an deiner Karriere arbeiten obwohl das zwar anders ist, als deine Kindheit, es aber besser zu dir passt? Willst du für immer mit dieser hohen Stundenzahl im Krankenhaus arbeiten oder irgendwann weniger arbeiten? Willst du eine eigene Praxis? Willst du Kinder?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

Gast
  • #54
FS, du bist an einem Punkt, wo es Zeit ist grundlegend die richtigen Weichen zu stellen.
Es kann sein, dass dein derzeitiger Partner mit seinem zeitraubenden Job nicht der richtige ist für die Familiengründung. Das solltest du herausfinden und danach handeln.
Für deine Wünsche brauchst du jemand an deiner Seite, der euch eine Zeit tragen kann.
Ich sehe nicht den Job als Problem, denn als Medizinerin kannst du wunderbar Teilzeit bei guter Bezahlung arbeiten. Ich sehe eher dein privates Umfeld.
Ebenso wie du bin ich sehr behütet aufgewachsen - nur relativ zeitig in der Realität angekommen auf die harte Tour. Daher weiss ich jetzt, dass man nichts geschenkt bekommt und ein Leben, was du ganz dem Job widmest, das dankt dir niemand! Wie ein gut verdienendes Paar wie ihr sich so wenig Urlaub gönnen kann, das ist mir ein Rätsel! Ja, das Leben zieht an euch vorbei. Steh auf und tu was.

w, selbstständig
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #55
Weil du kein Arzt bist. Du kannst es nicht verstehen.
Ich will die Fs in Schutz nehmen.

Man kriegt im Studium schon ackern, ackern, ackern eingebläut. Man "liebt" seine Patienten und die Arbeit bleibt einfach liegen, wenn man sie nicht macht.

Bei einer Freundin fehlen 6 Assistenzärzte und es wird keine Stelle ausgeschrieben. "Kein Geld da" und es geht ja auch so. Ja, aber mit 80 Stunden die Woche und keiner darf Ferien nehmen und einem dreistelligen Überstundenkonto.

Klar, kann man um Punkt 4 gehen, aber dann sterben die Patienten wirklich. Die "Opferrolle" wird einem schon geschickt übergestülpt, damit die Arbeit bewältigt werden kann. Die vielen Millionen Überstunden (50 % unbezahlt) machen die Ärzte sicherlich nicht, um ihre Opferrolle
zu kultivieren. 30% unseres Medizinsystems würde ich als reines Engagement aus Nächstenliebe beziffern, sonst wäre unser System schon vor 10 Jahren zusammengebrochen.

Da hast Du ja Recht bigger! Als ich am Sonntag früh den Text las, war ich etwas sprachlos darüber, wie man sein Leben mit dem der Eltern vergleichen kann und ein ebensolches erwarten kann.Hat man ein Anrecht auf Glück und auf eine glückliche Kindheit? NEIN!
Dass die FS sehr hart und unterbezahlt arbeiten muss, mag sein. Ich bin keine Ärztin. Aber im Augenblick bin ich etwas genervt über die vielen anderen Luxussorgen der Fragesteller: Schönheit im Alter, Schlankheit, schlank machende Klamotten, Schönheits-OP s, usw.Dann die arroganten menschenverachtenden Antworten..okay, das ist ein Forum hier, aber es ist zunehmend nicht mehr meine Liga, denn ich komme mit so vielen wirklichen Sorgen in Berührung. Vielleicht muss ich mal ne Pause einlegen oder hier alles nicht mehr so nah an mich ran lassen! Ich verstehe, dass Du FS helfen wolltest, wir brauchen dringend gute Ärzte!
 
  • #56
Hallo nochmal,
Ich wollte mich ganz herzlich für die vielen und auch sehr hilfreichen Kommentare bedanken! Es hat mir tatsächlich einige neue Denkanstöße gegeben... Da ich nicht einen unendlich langen Text verfassen konnte musste ich mich kurz fassen, aber natürlich merke ich schon länger, dass etwas nicht stimmt und ich unzufrieden bin. Wie bereits angesprochen ist das ein Problem des Arztberufes. Ich arbeite nicht bis zu 80 h weil ich das "gewählt habe". Ich werde in Dienste eingeteilt! Wie ALLE anderen Kollegen auch! Das ganze nennt sich Bereitschaftsdienst und zählt somit gar nicht offiziell als Arbeitszeit. Somit habe ich oft minusstunden dabei. Wer nur 70% arbeitet, muss einfach öfter einspringen und hat dadurch einfach 200 Ü-stunden mehr - aber SICHER nicht mehr Freizeit. das ist leider keine Option. Ich habe mich auch nicht für eine Karriere entscheiden. An der uni war ich nur 6 Monate und habe gekündigt, aus genau diesem Grund. Das Problem ist, dass man im heutigen Gesundheitssystem (im Krankenhaus) heute so arbeiten muss!
Mein Problem ist außerdem, dass ich mein leben lang nie nach mir gefragt habe. Ich habe gearbeitet und geleistet was von mir verlangt wurde. Nennt das doof, aber eigentlich war ich eben nur "eine gewissenhafte Schülerin und Studentin". Ich wollte nie jemandem schaden, ich wollte nur einen guten Job machen. Auch jetzt will ich einfach nur guteArbeit leisten UND (wenigstens) ein bisschen Privatleben! Ist das zuviel verlangt? Wahrscheinlich ist die Lösung tatsächlich sich einen Job außerhalb des Krankenhauses zu suchen...
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #57
Klar, kann man um Punkt 4 gehen, aber dann sterben die Patienten wirklich. Die "Opferrolle" wird einem schon geschickt übergestülpt, damit die Arbeit bewältigt werden kann. Die vielen Millionen Überstunden (50 % unbezahlt) machen die Ärzte sicherlich nicht, um ihre Opferrolle
zu kultivieren
Das sehe ich leider auch täglich. Es wird bei uns im Haus Assistenzärzten sogar verboten Überstunden zu nehmen, denn sie müssten halt schneller arbeiten und andere schaffen es ja auch..( manche ja an manchen Tagen, wenn sie sich beim Patienten stumm und taub stellen um schnell weiter zu kommen)
Natürlich könnten sie sich auflehnen, denn erlaubt ist dies nicht,
.. Doch viele wollen auch einfach mal ihren Facharzt fertig bekommen und schlucken den Frust...denken die paar Jahre halten sie durch.
Tatsächlich "gewöhnt" man sich auch irgendwie an ein hohes Arbeitspensum.
Nicht umsonst brechen immer mehr Leute dann körperlich / seelisch zusammen und haben einen " Burn out"..
Liebe FS in . Auch wenn es Mühe macht, versuche weniger zu abrieten, zur Not auch bei neuem Arbeitgeber.
Dann siehst du ja worauf du Lust bekommst ( Hobbys, Freunde, Reisen, Kinderwunsch)
 
  • #58
Ich finde es gut, dass du dich trotz der vielen Arbeit und der Tretmühle in der du dich befindest, dich selbst noch spürst.
Ist doch toll, dass dein Selbsterhaltungstrieb funktioniert.

Nimm dir Zeit! Du bist doch sicher in der komfortablen Situation (finanziell), und kannst es dir leisten.

Entziehe dich doch für eine Weile dieser Tretmühle, schenke dir selbst Zeit um heraus zu finden was genau du anders haben willst, in deinem Leben! Und dann los!

Kraft hast du doch genug, wie wäre es mal, wenn du sie für dich einsetzt und nicht nur für die anderen.....







 
  • #59
Und natürlich kommt der Wunsch nach Ehe und Familie meist von uns Frauen,
Das ist genau der Grund, warum überwiegend dann die Frauen es sind, die später die Scheidung einreichen, weil sie nur einen Zeuger für ihren Kindewunsch dafür gebraucht haben, das war es dann, von Liebe später keine Spur mehr! Mann wurde einfach als Mann dafür missbraucht, genau dasselbe, wenn jemand nicht alleine leben kann, missbraucht er genau jemand dafür und das kann und wird niemals auf lange Sicht gut gehen. Sind die Männer erst mal aufgeklärt, lassen sie sich nicht mehr so einfach auf so ein Spiel ein! Das ist in der heutigen Zeit schon so zu erkennen! In meinem Umfeld haben junge Männer, sagen wir mal so zwischen 25 - 35 keinen Bock weder zu heiraten noch den Kinderwunsch einer Frau zu erfüllen! Da ich in versch. Vereinen aktiv bin kenne ich mindestens 50 solche Männer, die da nicht mehr mitmachen!
 
G

Gast

Gast
  • #60
Mein Problem ist außerdem, dass ich mein leben lang nie nach mir gefragt habe. Ich habe gearbeitet und geleistet was von mir verlangt wurde.
Ich kenne das von mir. Das sind genau die Menschen, die nie zur Ruhe kommen, weil sie eine gute Leistung abgeben wollen. Ich hab inzwischen so viele Leute getroffen, die ihren Job weniger als halbherzig machen. Die leben auch und viel entspannter. Es muss ein Mittelding geben, dass Leute wie Du Entspannung nicht als verschwendete Zeit ansehen, aber trotzdem nicht so abstumpfen wie die Halbherzigen.
Ich wette, Dein Bruder ist jünger als Du.


Mann wurde einfach als Mann dafür missbraucht,
Nein, die Frau hat sich vielleicht auch wirklich verliebt. Ich will das überhaupt nicht ausschließen, was Du schreibst, denn "sich verlieben" heißt in diesem Fall entweder, Mann sah nach geeigneten Genen aus und es war kein besserer da oder aber Mann brachte die nötigen sekundären Geschlechtsmerkmale mit (ganz nett, dankbar für Zuneigung, da kein Womanizertyp und auch emotional nicht erwachsen, finanziell vielversprechend) und es war kein besserer da.

Die einzige Chance, die ein Mann hat, diesem Schicksal zu entgehen, ist sich Menschenkenntnis anzueignen. Nicht blind in einer Beziehung stolpern, ohne zu wissen, wer wirklich passt. Sonst musst Du Dir nach drei Jahren einreden, dass auch bei anderen das Sexleben müde geworden ist, man doch "eigentlich" gut zusammenpasst, ein Mann rechtlich hintenan ist wegen der Kinder, Veränderungen schrecklich sind etc.
Wie kommt man an die Menschenkenntnis? Genau wie Frauen, man geht eine Beziehung ein und lernt. Über sich, darüber, dass andere Menschen anders sind, ...
 
Top