G

Gast

  • #1

Was meint ihr dazu?

Leiden Frauen oder Männer mehr (schlimmer) an Alleinsein, Nicht-begehrt-weden und 0-Sex (ungeachtet der Tatsache, daß Gefühle wie Leiden miteinander nicht vergleichbar sind)?
 
G

Gast

  • #2
Generell glaube ich, dass Frauen leichter alleine leben können als Männer. Aber du verknüpfst hier Dinge, die meiner Ansicht nach überhaupt nichts miteinander zu tun haben.
Wer Single ist, ist ja nicht unbegehrt. Er geht nur nicht auf alles ein. Und wer Single ist, muß auch kein Leben ohne Sex haben. Du kannst ja auch eine Affäre haben.

Nach meiner Scheidung habe ich das Alleinsein als positiv empfunden. Ich wollte erst mal meine Ehe verarbeiten und zu mir finden.
 
G

Gast

  • #3
Vom Fragesteller an #1

Es gibt aber nicht nur solche wie dich. Das Problem besteht trotzdem durch zunehmende Zerrüttung und/oder Zerstörung des sozialen Umfeldes von Individuen in allen europäischen Gesellschaften. Die vielgepriesene Flexibilität und Mobilität durch die Politik könnte man als deren Ursache bezeichnen. Ich könnte das auch Isolation oder, etwas höher gegriffen, Atomisierung des Subjektes nennen.
Demnach würden Beziehungen schnellebiger, unpersönlicher, lockerer, abstrakter usw. Wer nicht mithalten kann, sei er Mann oder Frau, bekäme die Folgen zu spüren.
 
  • #4
Also es gibt eine Sorte Männer, die ohne Partnerin kaum funktionsfähig sind. Angefangen von Haushaltsdingen bis hin zu Freizeitgestaltung. Solche Frauen gibt es meiner Meinung nach weniger.

Null-Sex könnte ich mir auch vorstellen, dass Männer schneller und mehr leiden, aber letztlich ist das schon ein sehr stark von Person zu Person streuendes Verhalten und man kann da wohl keine generelle Antwort geben. Ich denke aber schon, dass sich Frauen eher mal an ein Jahr ohne Sex gewöhnen können als Männer.
 
G

Gast

  • #5
Eines ist klar:
Männer kommen mit dem Alleinsein weniger gut aus als Frauen. Ich habe in meinem ganzen Bekanntenkreis und auch bei mir selbst über Jahrzehnte nichts anderes erlebt. Hängt wohl damit zusammen, dass der Mann genetisch bedingt ein Nest bauen will für Family etc. und wenn die Frau schon geboren hat, ob ein- oder zweimal, diese Bedürfnis abflaut.
Auch brauch ein Mann mehr die Nähe eines anderen Menschen, da kann man einer erzählen was er will.....
 
  • #6
@#1: Frauen können leichter alleine leben als Männer? Was führt dich zu dieser Einschätzung? Ich glaube eher, dass es umgekehrt ist. Im Gegensatz zu Frauen kommen Männer zum Beispiel mit Beziehungsproblemen öfter ohne Gesprächspartner klar (Indiz für mehr Unabhängigkeit). Zudem gibt es trotz Emanzipation eben doch noch öfter unter den Frauen die Versorgertypen.
 
  • #7
ich denke das leiden von dem du sprichts ist einfach nur gesellschaftlicher druck, in indien zb ist es ganz normal singel zu sein, niemand würde sich da schlecht fühlen weil er single ist.
 
A

alhanifa

  • #8
Das hat bestimmt nichts mit dem Geschlecht zu tun! Es gibt genauso Männer wie Frauen, die nicht alleine sein können und sehr darunter leiden!
 
G

Gast

  • #9
zu #1. es gibt halt Singles, für die das Gegenteil von Single sein eine Beziehung ist, inkl. Allem d.h. viel Zeit Freizeit miteinander verbringen, begehrt werden und Sex. Sich den Sex und das Gefühl begehrt zu werden von Personen zu holen, mit denen man gar keine Beziehung will, ist für die unbefriedigend und nicht erstrebenswert. Die Frage zielt wohl auch nur auf Singles ab, die sich einen Partner wünschen, und nicht auf Menschen mit freiwillig gewählter Pause von Beziehungen.

zu #Fragesteller
Ich denke auch, das im Alltagsleben / Haushalt Frauen besser zurecht kommen, beim "Leiden" kann ich keinen Unterschied feststellen, aber es ist definitiv einfacher für die Frauen den Zustand zu beenden .. müssen sich nur auf den "Markt" begeben und schon

lg F.
 
  • #10
@#3 und #8:

Ihr glaubt, dass Frauen im Single-Haushalt besser zurecht kommen? Interessant. Ich glaube eher, dass Single-Männer manche Dinge nicht mehr so genau nehmen. Essen kochen findet seltener statt, die Bude wird nicht mehr so oft aufgeräumt und auch seltener und weniger penibel sauber gemacht. Das Geschirr wird seltener abgewaschen/geschirrspült und der Wäschevorrat, hm, sagen wir mal, "besser ausgenutzt". *g*

Aber zurechtkommen tun sie doch nach wie vor mit ihrem Haushalt? Oder gibt es sie tatsächlich noch, die Männer, die ihre Feinwäsche in die Waschmaschine stecken, auf 90°C stellen und 1400 U/min schleudern einstellen?
 
G

Gast

  • #11
@Fragesteller: Alleinsein/-leben oder meinst Du das Gefühl von Einsamkeit?
Ich glaube, Alleinsein kann eine Frau besser, bei Einsamkeit leiden beide gleich.

@5, Thomas HH: Als Indiz der Unabhängigkeit würde ich es nicht bezeichnen, wenn Männer bei Beziehungsproblemen ohne Gesprächspartner klarkommen. Oft fehlt ihnen die „beste Freundin“. Vielleicht versuchen Frauen durch Gespräche einen anderen Blickwinkel zu bekommen, während für Männer nur der eigene Standpunkt entscheidend ist?

Nach meiner Beobachtung, Einschätzung und leider persönlichen Erfahrung, gehen vorwiegend Männer, vor allem wenn sie in langen Beziehungen gelebt haben, gerne sofort/schnell in eine nächste Beziehung, inkl. gemeinsamer Wohnung.
Angst vor dem Alleinsein (nicht Einsamkeit!)? Bequemlichkeit? (w, 51)
 
  • #12
@#10, 2. Absatz: Das mag die Begründung sein für das unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen beim Verarbeiten von Beziehungsproblemen. Aber es bleibt ein Indiz dafür, dass Männer mit dem Alleinsein besser klarzukommen scheinen als Frauen.
 
G

Gast

  • #13
@11 von @10: Wieso soll das ein Indiz dafür sein, dass Männer besser allein sein können? Für mich sagt das nur aus, dass Männer mehr mit sich alleine ausmachen, nicht dass sie besser damit klarkommen.
Und ehrlich gesagt (@5, letzter Satz) glaube ich, dass der von Dir angesprochene „Versorgertyp“ besser damit klarkommt, nicht mehr zu versorgen, als der andere Typ „ich werde versorgt“. ;-)
 
  • #14
@#12, 1. Absatz: Also wenn wir uns darüber einig sind, dass Frauen eher als Männer das Gespräch und die Hilfe anderer bei Beziehungsproblem in Anspruch nehmen, dann liegt es doch wohl nicht so fern, dass dies auch bei anderen Alltagsproblemen der Fall sein dürfte. Und dies ist unabhängig davon, ob Mann und Frau in einer Beziehung leben oder nicht. Deswegen dürfte das auch außerhalb einer Beziehung so sein, woraus dann die Erkenntnis folgt, dass Frauen eher Alltagsprobleme bekommen, wenn sie alleine leben, als Männer. Hast du vielleicht weniger ein Problem, das zu verstehen, als mehr, es einzusehen? Ich behaupte ja nicht, dass das auf alle Frauen zutrifft - und für die allermeisten Mitglieder hier bei EP wird das auch nicht zutreffen -, aber tendenziell sollte es so sein.

Und zu deinem 2. Absatz: Wir sind da einer Meinung. Du hast nur den Begriff "Versorgertyp" anders verstanden, als ich ihn gemeint habe. Ich meinte damit nicht den Typ, der versorgt, sondern den, der versorgt wird. Hier bei EP wird ja im Persönlichkeitstest zwischen Versorgung und Autarkie unterschieden. Darauf habe ich mich bezogen.