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Gast

  • #1

Was muss ich ändern, dass ich häufiger angesprochen werde?

Ich bin eher der zurückhaltende Typ. Eigentlich verbringe ich gerne den Abend zu Hause. Ich bin kreativ. Gehe nun aber häuftiger Abends und an den Wochenenden spazieren... z. B. an den See, an Veranstaltungen Konzerte, Ausstellungen. Ich bin schlank und nicht unattraktiv. Mache nicht so Sport. Spüre dass mich Männer ab und zu anschauen. Doch in letzter Zeit fast nie angesprochen im realen Leben. Im Ausland geschah dies häufiger. Naja, wenn mir ein Mann gefällt,... werde ich auch etwas verlegen. Schrecke ich dadurch die Männer ab? Doch öffne ich mich dann auch schnell, wenn ich jemand näher kennen lernen. Wie erleben dies andere Frauen in der Schweiz? Geht es anderen ähnlich? Wo erhöhe ich trotzdem meine Chancen? ...Wo kann man in der Herbstzeit Männer im Real live kennenlernen.

w33
 
G

Gast

  • #2
Entgegen anders lautender Gerüchte, ist es für einen Mann so einfach auch wieder nicht, eine vollkommen fremde Frau anzusprechen (z. B. eine Passantin auf der Straße). Das ist eher eine Sache für schmerzfreie Machos, nichts für das deutsche Durchschnittsmännchen.

Sehr viel einfacher ist das Ansprechen bei einer Frau, zu der man bereits eine flüchtige, oberflächliche Beziehung aufgebaut hat. Als Beispiel könnte man sich eine Frau vorstellen, mit der man zusammen im Zugabteil gefahren ist und einige zufällige Worte gewechselt hat. Ein anderes Beispiel wäre eine Frau, die man vom Sehen her aus dem Sportverein kennt.

Alleine in eine Ausstellung zu gehen, erscheint mir daher keineswegs vielversprechend. Als Mann kommt man schwer an eine Frau heran, die einfach herumsteht und ein Bild betrachtet.

Erfolgversprechender wäre z. B. ein Malkurs. Ein Mann kann sich problemlos erst mal unverbindlich mit der Frau an der Nachbarstaffelei unterhalten. Eine unproblematische, oberflächliche Beziehungsebene ist sofort da. Von da aus können beide dann erst mal schauen, wie es weitergeht.

m
 
  • #3
Hmmm, ich finde das nicht so schön, wenn ich beim Einkaufen oder so von Männern angesprochen werde. Wie soll es dann weiter gehen. Nimmst du ihre Telefonnummer ? Würdest du dann anrufen ? Oder gehst du direkt aus dem Supermarkt einen trinken ? Nee...Ok. in einer Ausstellung könnte man sich zunächst über die Bilder unterhalten und dann im Museumscafe echt noch was trinken.

Aber mal im Ernst: Männer, die sich sowas trauen, sind dreist, und wer will schon nen Dreisten ? Die quatschen nach dem Gießkannenprinzip wahllos eine an, bei hundert Versuchen sagt vielleicht eine 'ja'. Wer will das schon ?

Also, das klassische Kennenlernfeld ist ne Kneipe ( am Tresen, nicht am Tisch, daher ist das mit Cafes auch nicht so gut ) und ne Disco ( heißt jetzt 'club' ). Jedenfalls ein Terrain, in dem man umhergeht oder steht und länger bleibt. Prinzipell würde eine Ausstellung schon gehen, denke ich. Aber da dürftest du eher introvertierte ernste Männer treffen. Die würden ja auch eher zu dir passen, oder ? Aber die trauen sich halt nicht...Also mußt du du aktiv werden. Oder zumindest deutlich Interesse signalisieren, ihn anlächeln oder so. Du sagst ja, du wirst angesehen. Dann guck halt zurück, wieder weg, wieder hin, lächeln usw.

Viel Erfolg
 
  • #4
Erst zwei Antworten zu so einem wichtigen Thema?! Über andere Themen wird doch auch so rege diskutiert...!

Also ich weiss ja nicht, ob die FS überhaupt nochmals reinschaut hier - aber für alle Fälle:

Ich denke, dass es Männern gerade in der heutigen Zeit, wo ja kaum mehr irgendwelche traditionellen Konventionen und Normen gelten und man obendrein Angst haben muss, irgendwas falsch zu machen, einfach extrem schwer fällt, eine Frau anzusprechen. Was soll Mann sagen? Darf Mann überhaupt etwas sagen? Es gab Zeiten, da wurde den Männern eingetrichtet, es sei nur schon ein aggressiver frauenfeindlicher Akt, eine Frau in einer Bar zu fragen, ob der Platz neben ihr noch frei sei - solche Dinge wirken immer noch nach! Usw.!

Ich würde mich freuen, wenn mich mal eine Frau ansprechen würde. Selber getraue ich mich nicht (mehr). Vielleicht könntest Du auf einer Ausstellung oder an einem Konzert in der Pause mal versuchen mit einem Mann ins Gespräch zu kommen. Es muss nicht immer der Mann den ersten Schritt machen. Und anders als #1 und #2 bin ich nicht der Meinung, dass Ausstellungen oder Konzerte ungeeignete Orte für ein erstes Ansprechen wären - der Vorteil solcher Örtlichkeiten bzw. Veranstaltungen ist nämlich, dass die Chance, jemanden zu treffen, mit dem man das Heu auf derselben Bühne hat, wesentlicher höher sind als einfach irgendwo in einem Club oder in einer Bar, wo man an 'irgendwen' geraten kann.
 
G

Gast

  • #5
Ansprechen - interessantes Thema und wirklich erstaunlich wenig Antworten.

Ich finde Ort/Gelegenheit egal. Es ergibt sich irgendwie. Ideal, wenn es Stoff für den ersten Satz gibt - ein Bild oder Foto in einer Ausstellung, was will man mehr?

Ich bin ein bischen dreist. Ich spreche manchmal Menschen an. Einfach so, wenn eine Frau mir gefällt. Manchmal auch einfach so, ohne tiefere Absicht, eine Frau oder durchaus auch einen Mann - für smalltalk, wenn jemand sympathisch erscheint.

Bei Frauen... dann, wenn sie mir auch kurz in die Augen geschaut haben und ich irgendwie das Gefühl habe, sie ist offen dafür. Ich achte nicht bewusst auf körpersprachliche Signale, das passiert automatisch. Ein leichtes Lächeln, ein kurzer scheuer Blick mit kokettem Abwenden, leich schief gestellter Kopf beim Ansehen, sowas.

Zur Frage "Wollen wir einen Dreisten?" - meine Dreistigkeit passiert wenige male im Jahr. Oder auch nicht. Also eher selten und garantiert nicht schnell zweimal hintereinander. In der richtigen Stimmung muß ich auch sein dabei. Vielleicht verpasst Frau Frei auch was mit ihrer Meinung. Ich verstehe aber Frauen, die eine besondere Ausstrahlung haben und daher sehr oft angesprochen werden - es ist bestimmt richtig nervend. Man sieht es manchen an ihrem Blick sehr gut an. daß sie das nicht möchten und das respektiere ich auch. Außerdem ist eine brüske Ablehnung nicht schön, sowas spare ich mir lieber. Fast immer habe ich nette Reaktionen erlebt. Die für mich unangenehmste war, daß mich eine Frau wie Luft behandelte - also schwieg und mich nicht ansah. Dabei dachte ich in diesem Fall ausschließlich an smalltalk. Vielleicht hatte sie auch was mit den Ohren.

M/50