• #1

Was sind die Gründe für Fremdgehen?

Warum gehen Menschen fremd? Anlässe, Ursachen, Gründe, Verhaltensweisen... vom Paar, vom Täter, vom Opfer. Analysen, Tatsachenberichte, Geständnisse. Theorie, Vermutungen, Praxis.
 
  • #2
Meine eigenen Ideen dazu in absteigender Reihenfolge der Häufigkeit:

1. Sexuelle Unzufriedenheit in der Beziehung -- entweder will der Partner nicht bzw. nicht oft genug oder es ist zu langweilig, eintönig, lustlos geworden.

2. Zu gute Gelegenheiten -- z.B. bei Außendienstlern, die viele Gelegenheiten und Zeit haben und dann nicht den Charakter, nein zu sagen, sondern mitnehmen, was kommt.

3. Reiz des Verbotenen gekoppelt mit Verlieben -- z.B. wenn Flirten mit der Kollegin, Freundin zu weit geht, man sich wirklich verliebt oder zumindest den Reiz des Verbotenen, Unbekannten, Neuen so stark spürt, dass man die Kontrolle verliert. Gerade auch bei Affären im Freundeskreis oder in der Firma, die an sich völlig wider der Vernunft sind.

4. Seltsame sexuelle Präferenzen -- z.B. Männer, die bisexuell sind oder auf Praktiken stehen, die nur Prostituierte bieten und die auch nicht in der Ehe ausgelebt werden könnten (dies als Differenzierung zum ersten Punkt).

In der psychologisch tieferliegenden Ebene erkennt man, dass nicht immer Unzufriedenheit (Bsp: oft bei 1 und 4) entscheidend ist. Natürlich wird eheliches Sexualleben oftmals nicht so abwechslungsreich bleiben, aber gerade Punkte 2 und 4 zeigen, dass es eben nicht an der Ehe oder am Partner liegen muss, sondern einzig in der Person des Täters begründet sein kann.

Ein Außendienstler, der aufgrund von Charakterlosigkeit einfach einen ONS mitnimmt, macht das teilweise sogar in frischen, sexuell ausgeglichenen Beziehungen. Hier tritt einfach sein Charakter hervor.
 
  • #3
#
mich interessiert dein Punkt 4 brennend!
Wie um Himmelswillen sehen Praktiken aus, die nur bei Prostituierten und nicht in der Ehe (Beziehung) ausgelebt werden können? Bisher dachte ich immer, daß es sich bei Prostituierten um Frauen mit einer ganz normalen Anatomie handelt.

ansonsten bin ich der Ansicht, daß es so viele Gründe für´s Fremdgehen gibt, wie es Menschen gibt. Traurigerweise ist ein häufiger Anlaß einfach die Gelegenheit, die sich bietet.
 
  • #4
@#1: Dies Liste von Gründen und deren Reihenfolge mag bei Männern vielleicht stimmen. Bei Frauen spielen eher emotionale Gründe die wichtigste Rolle, warum sie fremdgehen.

Das fängt meistens so an, dass der Mann irgendwann anfängt, nicht mehr so viel Zeit in die Beziehung zu stecken. Er entdeckt neue Reize wie etwa neue Hobbys, interessante Freizeitbeschäftigungen oder lernt interessante Menschen kennen (nicht notwendig Frauen), die einen Kick in seinem tristen Leben darstellen. Sie fühlt sich dann vernachlässigt, hat aber nicht den Mumm, die Beziehung zu beenden. Es ist ein universelles Problem mit Frauen, dass sie um jeden Preis offene Konfliktsituationen vermeiden. Das stelle ich in vielen Lebenssituationen fest. In ihrem Dilemma sieht sie dann ihre einzige Lösung in einem ONS oder einer Affäre. Letztens hat das hier mal jemand mit einer Kopfschmerztablette verglichen. Irgendwann lässt die Wirkung der dauerhaften Einnahme dieser Tablette nach und dann wird die Affäre beendet.
 
  • #5
@#2: Ja, siri, natürlich haben Prostituierte eine normale Anatomie. ;-) Aber sie machen eben Praktiken mit, die die Partnerin schon längst abgelehnt hat oder für die sie als unpassend empfunden wird, z.B. Analverkehr (hat sie vielleicht abgelehnt) oder Domina-Spiele (funktionieren bei der eigenen Partnerin für viele Fetischisten einfach nicht), ebenso wie Sado-Maso-Einlagen, die eben nur klappen, wenn die Partnerin dabei auch sexuell erregt wird, also wirklich drauf steht.

@#3: Du kannst recht haben, dass meine Liste recht Männer-zentriert war. Du ergänzt also für Frauen den Punkt "Vernachlässigung" kombiniert mit mangelnder Konfliktbereitschaft. Interessanter Aspekt und ich stimme Dir zu, da kann was dran sein. Sie möchte mal wieder als Frau behandelt und wahrgenommen werden.
 
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Gast

  • #6
@3: (Nicht als pauschaler Angriff auf Männer gemeint, sondern echte Unwissenheit und Ratlosigkeit:)

Dann erkläre doch bitte einmal, WARUM die Männer hier nicht vorbeugen. Warum beginnen sie, die Partnerin zu vernachlässigen und gleichgültig zu behandeln? Warum werden andere Sachen ganz schnell wieder wichtiger als die Freundin? Schlichtweg weil ihnen die Beziehung nach einiger Zeit den Stress nicht mehr wert ist? War ja ganz nett, aber ach, soll sie doch gehen, dann krieg ich meine Ruhe und kann wieder Sex mit anderen haben... ? Frauen sind doch auch ewig besorgt, sie könnten für den Mann nicht mehr attraktiv genug sein etc. - sie hören selten nach den ersten Monaten Beziehung auf, sich die Beine zu rasieren usw. Wieso seid ihr in diesem Punkt so anders?
 
  • #7
@#5: Ich bin auch gespannt auf die Erklärungen der Männer dazu, aber schon mal vorab die Frage, ob Du wirklich meinst, dass Frauen so anders sind: Nimmt bei ihnen nicht auch die sexuelle Experimentierfreudigkeit, die Koitusbereitschaft, die Selbstpflege ab? Verführen Sie ihre Männer wirklich noch so oft wie zu Beginnn einer Partnerschaft? Ich sehe wahnsinnig viele nicht sehr gut zurechtgemachte Mütter, viele Frauen, die sich in Beziehungen gehen lassen. Ich glaube, Deine These aus dem letzten Satz geht leider an der Lebenswirklichkeit vorbei.

Insgesamt trifft auf beide Geschlechter wahrscheinlich das gleiche zu: Was man meint sicher zu haben, pflegt und umkämpft man eben weniger. Der Alltag siegt über das Besondere.
 
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Gast

  • #8
Gerade weil Männer Frauen nach einer gewissen Zeit vernachlässigen hören manche Frauen auf sich für ihren Mann schick zu machen!
"Wozu soll ich mich schön machen wenn er doch keine Augen mehr für mich hat"
So denken sicher viele Frauen
 
  • #9
@#5: Na ja, ich hab's ja schon angedeutet in #3. Es fehlt ihnen der Kick, das Besondere, das Excitement. Die Freundin liefert oft diesen Impuls nicht mehr und so sucht man dann nach einer anderen Quelle, wo er herkommen kann. Es ist natürlich auch nicht ihre Aufgabe, ihn zu unterhalten. Statt selbst ein bisschen mehr Beziehungsarbeit zu leisten, wählt er dann den bequemeren Weg und sucht diese Impulse anderswo. Der Mensch ist nun einmal von Natur aus faul.

Hinzu kommt noch zwei Dinge.

1. Gerade Männer, die sich innerhalb einer Beziehung weniger Gedanken um selbige machen als Frauen, wissen oft gar nicht, dass der Langeweilezustand eigentlich sehr bedrohlich ist. Sie sehen deswegen beispielsweise kein Problem darin, plötzlich viel mehr Zeit in ihr Hobby Fußball zu stecken.

2. Und generell machen sich sowohl Männer als auch Frauen vor einer Beziehung einfach zu wenig Gedanken, ob diese Beziehung überhaupt langfristig tragen kann. Auch hier im Forum merkt man das ganz deutlich an solchen Sätzen wie "Wenn du erst mal verliebt bist, denkst du nicht mehr darüber nach ob jemand <setze ein beliebiges No-Go ein> ist." Früher oder später wachsen einem aber genau diese Probleme über den Kopf und dann kommt zum Langeweileproblem noch eine gewisse Frustration hinzu, die einem das Fremdgehen dann noch weiter erleichtert. Aber das soll natürlich nicht als Ausrede herhalten.
 
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Gast

  • #10
Ich finde ja die Begriffe "Täter" und "Opfer" spannend.

Auf so was würde ich nie kommen.

Betrogen werden ist nicht etwas schicksalhaftes, was einem Menschen passiert (wie eine Lawine), es hat immer mit ihm/ihr zu tun. Wer die Verantwortung für sein Leben übernimmt, wird nie Opfer sein, sondern seine Anteile erkennen und ist damit auch geschützt vor Ent-täuschung (Ende der Täuschung). Wenn jemand sein/ihr Leben so lebt, dass er/sie Opfer werden kann, dann wird sich auch Täter finden, der betrügt.

Was ist man denn für ein Opfer?
Opfer seiner Blindheit dem Partner gegenüber? Opfer seiner Hoffnungen (auf ewige Treue)? Opfer, nicht sehen zu wollen, die Augen zu zumachen und wegzusehen (um die ersten Signale nicht wahrzunehmen)? Opfer seiner eigenen Kommunikationsunfähigkeit (wann war noch mal der richtige Zeitpunkt, erkannte Partnerschaftsprobleme mit dem Partner -und nicht mit der besten Freundn- zu besprechen)? Opfer mangelnden Selbstwertes (wenn ER/SIE mich verlässt, dann gehe ich zugrunde)? Opfer der eigenen materiellen Präferenzen (wir haben schließlich ein Haus, das muss reichen für Paarbeziehung und Treue)? usw.

Das wird vom sog. "Opfer" häufig vergessen: die eigene "Unzulänglichkeit" macht den Partner zum "Täter".

Die "Tätersicht": Einmal ist kein Mal, das hat mit der Beziehung nichts zu tun/schadet ihr nicht, mein Ego braucht mehr Aufmerksamkeit, als ein(e) Partner(in) mir geben kann ich hole mir anderswo, was ich zu Hause nicht bekomme, Langeweile, Nutzen von Gelegehneiten... Womit wir wieder beim Opfer sind, dem Opfer der eigenen Blindheit. Erkenne den Menschen hinter dem Partner und du wirst nie enttäuscht. Erkenne den Selbstwert, den dein Partner hat, das Pfund Oberflächlichkeit, seinen Anspruch an Ethik, seine Wertschätzung dir gegenüber, seine sexuellen Bedürfnisse, seine Prioritäten, wenn er eine Wahl hat...

Mag sein, dass, wenn wir den wahren Menschen hinter der Fassade erkennen, wir von vielen No Goes im Vorfeld der Partnerwahl Abstand nehmen müssen - weil die nämlich allesamt nicht funktionieren.

Ich weiß, ich bin eine Exotin. Schon lange fordere ich von einem Partner keine Treue. Dies ist kein Thema, welches ich von meiner Seite bei irgendwelchen Dates vorab besprrochen hätte. In meiner Partnerschaft gebe ich Treue und ich schaue, ob sie so in mein Leben zurück kommt. Ich vergebe keinen Freibrief. ich wünsche mir Treue, aber ich fordere sie nicht. Ich stelle es meinem Partner frei, von sich aus treu zu sein. Wenn ich merke, dass in der Partnerschaft etwas nicht stimmt, dann spreche ich es an.

Als ich noch suchte: Wenn in einem Profil stand "Suche treue Partnerin", dann stieß mich das seltsam ab. Es hatte für mich den Touch, dass Treue eine bloße Vereinbarung und keine Selbstverständlichkeit ist. Es hatte den Touch, dass ein Treuebruch ein Katastrophe sein würde und nicht das, was eben in diesem Moment ist, wenn es denn passiert (ich mag schon keine Bewertungen in der Gegenwart, damit schon gar kene Vorabbewertungen für künftige fiktive Geschehnisse).

Bisher hat es funktioniert. Untreue war noch nie Thema in einer meiner Partnerschaften.

w/48
 
  • #11
@#9: Meines Erachtens durch und durch falsch, aber genau das Thema dieses Threads.

Sicherlich gibt es Fälle wie bereits in #1 angedeutet, die auf sexuelle Verweigerung seitens der Frau zurückzuführen sind oder auf Kommunikationsmangel, gegenseitiges Desinteresse und so weiter. Nichtsdestotrotz gilt: Man hat sich Treue und Exklusivität versprochen, daher muss man sich erst trennen und dann einen neuen Partner suchen, nicht umgekehrt. Und die Kommunikation suchen oder erzwingen, bevor man fremdgeht.

Aber es gibt eben auch viele Fälle von Fremdgehen, in denen der Partner rein gar nichts dafür kann. Beispiele wären zum Beispiel:

a) Es gibt mannigfache Fälle, in denen sich ein Mann TROTZ glücklicher Partnerschaft auf einer Dienstreise verführen lässt oder sich im Ausland in einen Puff einladen lässt (VW-Betriebsrat). Da hat die Frau keine Schuld, da muss die Beziehung nicht an Kommunikation leiden -- das kann man ein Mann einfach so abziehen.

b) Ein heimlich bisexueller Mann verheimlicht seine Neigung und geht ab und zu zum Stricher. Wie soll die Frau darauf kommen? Was hat sie falsch gemacht? Kommunikation, Sexualität?

Nein, es ist schlichtweg zu kurz gedacht, immer beiden die Schuld oder gar gleich viel Schuld zu geben. Sicherlich sind die Ursachen oft komplex, aber fast immer ist es einer, der die Grenzen der Moral überschreitet und der andere hat höchstens sekundäre Fehler gemacht (Kommunikation, Desinteresse, Langeweile).

Ich kann diese "das Opfer ist Schuld"-Schwadroniererei bei Fremdgehen exakt genauso wenig hören wie bei Vergewaltigungen oder häuslicher Gewalt. Man muss niemanden vergewaltigen, egal was er für Kleidung trägt, man muss niemanden schlagen, egal was er gesagt hat. Derjenige, der die Grenze zu Moral so überschreitet, begeht den Fehler, nicht der andere.
 
G

Gast

  • #12
@#10: Du lebst in einer Welt, in der, wenn ein "Fehler" im System ist, auch automatisch einer die Schuld haben muss. Da denke ich anders.

Ich habe die Ausgangsfrage so verstanden, dass wir von Paaren sprechen, die einander freiwillig ausgesucht haben (also nicht etwa von Zwangsheirat). Damit auch nicht im Geringsten vergleichbar mit Vergewaltigung. Die Freiheit im Vorfeld, den anderen zu wählen gilt bei der Paarbeziehung für beide, auch für den später Betrogenen.

Vielleicht habe ich einfach ein Stück mehr Vertrauen in mich selbst, als es andere haben. Wenn ich mir einen Partner aussuche, nach meinen Kriterien, wenn ich jemanden liebe, nach meiner Wertigkeit von Liebe, dann glaub mir, der wird kein heimlicher Puffgeher oder Bi sein. Und wenn, dann habe ich aber gehörig die Augen verschlossen und mich blenden lassen von all den schönen hier üblichen Auswahlkriterien.
Darüber hinaus ist für mich Untreue nicht gleichzusetzen mit Mord (an der Partnerschaft). Ich würde erst mal hinschauen, was warum passiert ist, schauen, wie es mir damit geht und dann entscheiden, wie ich weiter gehe..

Dazu kommt: du setzt voraus, dass man sich vollautomatisiert Treue und Exklusivität verspricht. Ich hingegen bevorzuge eine andere Variante. In einer Partnerschaft, in der beide den internen Default auf Treue eingestellt haben ist dieses Versprechen nach außen gar nicht nötig. Versprechen sind nur Worte, es kommt allein auf die Umsetzung an. Mir ist ein Partner lieber, der mir nichts verspricht, aber treu sein will, als einer, der verspricht und dann betrügt.

Das einzige, worauf ich mich verlassen kann bin ich selbst (ich bin treu) und meine Intuition (die mir jederzeit sagt, wie mein Partner ist). Ich wünsche mir eine Beziehung, die im Vertrauen stattfindet, ohne Kontrolle, jeden Tag auf freiwilliger Basis, mit Achtung vor meinem Partner und vor mir selbst.

Wenn du etwas liebst, lass es frei. Kommt es zu dir zurück, gehört es dir. Wenn nicht, hat es dir nie gehört. (sehr weises chinesisches Sprichwort)

Sich freiwillig jeden Tag neu auf seine Partner einlassen ist mehr, als sich moralisch an ein einst gegebenes Versprechen zu binden oder dieses bei Bedarf heimlich zu brechen. In meiner Welt ist das jedenfalls so.

w/48
 
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Gast

  • #13
Hormonelle Verwirrung gepaart mit der Dummheit zu vergessen, dass wir Menschen und keine Tiere sind und somit nicht ausschließlich triebhaft handeln müssen.
 
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  • #14
Mittlerweile kenne ich mehr Frauen, die fremd gehen und ONS haben, als Männer. Obwohl die Statistik sagt, dass es nahezu 50/50 steht. Eine Frau sagte mir, dass sie einen spontanen ONS nicht als fremdgehen sieht - für sie ist es erst fremdgehen, wenn eine emotionale Verbindung über einen längeren Zeitraum aufgebaut wird (SMS, Mail).

Meine Thesen: Frauen haben oft mehr Gelegenheit, bekommen mehr Komplimente, dürfen sich öffentlich exhibitionisch zeigen und ihre Reize subtil einsetzen - sie können besser lügen, schauspielern und entgehen dank ihrer Intuition oft der Entdeckung. Sie gehen fremd, um ihren Partner für seine Abwesenheit (gleichbedeutend mit Vernachlässigung) zu bestrafen. Sie kompensieren auswärtigen Sex mit Schuhkauf und umgekehrt. Obwohl sie normalerweise viel reden, können sie auch mal nichts sagen - Verschweigen ist eine größe Domäne der Frauen. Deshalb reagieren sie ja auch so allergisch, wenn ihr Partner ihnen etwas verschweigt.

Ich kenne zwei Frauen, die es IMMER auf vergebene Männer abgesehen haben. Die anderen sind ihnen zu langweilig. Eine der beiden hatte letztes Wochenende ein intimes Date (ONS) mit einem verlobten Mann und machte sich danach lustig über ihn und dessen Freundin, deren Kettenanhänger er trug. Er hat sich danach nicht mehr gemeldet, was ihn natürlich jetzt vor ihren Augen zum Schlappschwanz macht. Der nun folgenden moralinsauren Abkanzelung enthalte ich mich hier bewusst.
 
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Gast

  • #15
@8 & 11

Glückwunsch!

Eine schöne Welt, die Du lebst und hier auszugshaft dargestellt hast. Es schimmert die Philosophie durch, die man auch bei Eva-Maria Zurhorst, Gary Renard, Chuck Spezzaro und Neale Donald Walsch findet.

Vor allem befindet sich diese Welt im angenehmen Kontrast zu einer, in der vieles einer gnadenlosen und unumstößlichen Bewertung unterzogen wird, in der Vergebung anscheinend außerhalb des auch nur Andenkbaren liegt, in der Liebe an klare Bedingungen gebunden ist.

Jeder möge sich seine eigene Welt schaffen. Das ist legitim.

Ich habe den Wunsch nach echter und offener Begegnung.
"Du muss mich nicht brauchen, aber WOLLEN"
steht in meinem Profil.
 
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Gast

  • #16
<MOD: Gekürzt. 3000 Zeichen sind Limit.>

Prinzipiell seh ich beim Fremdgehen die "Gruende" im Fremdgaenger und seiner Unfaehigkeit seine Gefuehle und Wuensche und auch Unzufriedenheit dem Partner zu gestehen und mit ihm da auf einen Nenner zu kommen und an der Beziehung zu arbeiten. <>

Man hat die Wuensche und Vorlieben mehrmals geaeussert und es kommt kein entgegenkommen (zB Mensch mit tiefgang und Partner der eher einfach gestrickt ist). In dieser Situatino waere logischerweise eine Trennung sinnvoll, aber wie alle wissen ist das garnicht mal so einfach, wenn man dem anderen noch sehr verbunden ist...kostet halt bisl Kraft da konsequent zu sein und zu realisieren, dass es in der Zukunft nicht besser wird...in dem Falle liegt aber der Missstand der Beziehung offen und ist beiden bekannt. Da kann ich mir sogar vorstellen, dass dann einer fremdgeht um die Entscheidung, sich zu trennen, zu erzwingen...aber auch nicht weniger verwerflich und sehr feige.

egal ob Mann oder Frau, es sind oft Menschen, die ihr Selbstwertgefuehl von anderen abhaengig machen. Ich nenn es mal "labil" oder "nicht sehr selbstbewusst" ohne abwertend sein zu wollen. Dazu kommt noch die Angst alleie zu sein. Die brauchen die Bestaetigungen von anderen, die sie in der Beziehung, aus eventuell oben genannten Gruenden, nicht bekommen. <>

Leider sehe ich da heutzutage oft Frau als "Taeter"...ich weiss nciht wo das Vorurteil herkommt, dass Frauen mehr ueber sich und ihre Beduerfnisse redeen als Männer. Ich habs immer andersrum erlebt. Wenn ich meine Freundinnen fragte, warum sie so und so handelten, wussten sie meist nciht ueber die Gruende ihres Handelns bescheid...getrieben von unkontollierten/nicht erkannten Emotionen und Beachtungssucht.

es liegt halt im CHarakter des Fremdgaengers und weniger in den Umstaenden...ich behaupte sogar, dass die Umstaende spaeter mal JEDEN treffen werden und jeder eine schwere Zeit durchmacht, die halt dann ein labiler Mensch nicht "alleine" bewaeltigen kann und dann eben zum Fremdgehen neigt. (egal aus emotionalen oder sexuellen Gruenden)

zu CHarakter:
Wenig selbstreflektiert (weiss vielleicht nicht mal was ihn unzufrieden macht), wenig Kommunikationsfaehig (aus Angst in Konfrontationen zu geraten und trotz unzufriedenheit lieber heile Welt spielen) schwaches ICH (Psychoblabla), sehr inkonsequent (bleibt obwohl es ihm schlecht ergeht und nicht reden will), wenig Einfuehlvermoegen oder schlechter EQ (ist sich selber wichtiger (was auch oft ok ist) und verliert die psychischen Konsequensen, die sein Verhalten dem Partner antuhen, total aus den Augen (das geht garnicht in Ordnung))

Jeder ist fuer sein Handeln selbst verantwortlich und so gibt es eigentlich keinen wirklichen Grund fremd zu gehen...Nach meiner Meinung liegt der "Grund" fremd zu gehen in Defiziten bezueglich EQ, soziales Verhalten und Verantwortungsgefuehl etc...es gibt eiegntlich nur Gruende Schluss zu machen oder zu Reden und damit eine Beziehung zu retten. Aber ich schlage und demuetige keinen, den ich an der Leine hab und nicht loslassen will.. das machen labile Menschen die nicht wissen wo hinten und vorne ist. Da kommen mir dann auch persoenliche Problemchen wie ADHS, Borderline, Narzissmus oder anderen unentdeckten Persoenlichkeitsstoerungen in den Sinn, die einem das Miteinander erschweren.
 
G

Gast

  • #17
@14 Ich sehe schon, allein anhand der Autoren-Nennung, du verstehst mich :)

Du schreibst in deinem Profil:
"Du muss mich nicht brauchen, aber WOLLEN"

Hast du da ein Copyright drauf oder darf ich den Satz benutzen, sollte ich jemals wieder auf einer Partnerbörse suchend sein?

@all
Die Gelegeheiten, in denen gemeinhin fremdgegangen wird, sind mehrheitlich viel banaler als diese Ausnahmensituationen (Außendienst und kollektiver Puffbesuch, Partner führt Doppelleben).

Oft hört/liest man von Ehen, in denen einer untreu ist, obwohl man gerade mal drei Jahre verheiratet ist oder obwohl man gerade ein Wunschkind bekommen hat.

Was mich zu der Frage führt, warum leben solche Menschen überhaupt als Paar zusammen und heiraten womöglich noch. Wie niedrig ist da die Messlatte angelegt für das Kriterium "Heirat"? Haben die Partner die Option "fremdgehen" als Ausweg, wenn es in der Beziehung mal nicht so läuft, etwa bereits vorher einkalkuliert? Gibt es den Default "ich bin treu" gar nicht mehr? Entsteht Treue wirklich erst, weil man ein Versprechen gibt? Ist das so, als würde ich meinem Arbeitgeber einen Verschwiegenheitsverpflichtung unterschreiben und erst dann vielleicht einmal mehr darüber nachdenken, was ich von meinem Job so alles erzähle?

Das würde die Ausgangsfrage ja dann vollumfänglich beantworten.

Also bei mir ist es zwar anders, aber ich frage nun mal das Publikum.

w/48

P.S. In #11 am Ende muss es natürlich lauten:
Sich freiwillig jeden Tag neu auf seineN Partner einlassen ist mehr, ...
 
G

Gast

  • #18
@ #11

Es wäre beneidenswert wenn du von Anfang an den Menschen hinter deinen potenziellen Partner kennen würdest, aber das glaube ich dir nicht, trotz aller weiblichen Intuition.

Niemand kennt einen anderen Menschen genau, weil sich jeder Mensch in jeder Sekunde weiterentwickelt. Neue Sinneseindrücke, Gedanken, Herausforderungen, schmerzhafte Erfahrungen. Und deshalb trägt m.E. auch nicht jeder Bedrogene eine Mitveranwortung an einer Außenorientierung des Partners, denn Freiraum lassen, heißt für mich auch den Partner nicht ständig zu durchleuchten und abzuscannen.

Wer kann schon von sich behaupten, dass er sich selbst kennen würde? Wer weiß von sich selbst, wie er sich in jeder sich denkbaren und undenkbaren Situation verhalten würde? Ich behaupte niemand! Und noch weniger wissen wir es von unserem Gegenüber.

Du schreibst, das einzige worauf du dich verlassen kannst bist du selbst (du bist treu).
Das hätte noch vor 1 Jahr von mir sein können, aber ich wurde eines besseren belehrt. Ich habe meinen Partner nicht betrogen, aber wenn sich mit diesem Mann die Gelegenheit ergeben hätte, hätte ich es getan und ich fühle mich noch immer zu ihm hingezogen.
In meinen Wertesystem ist das bereits Untreue. Ich habe es meinem Partner gesagt.

w33
 
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Gast

  • #19
Ich habe die Antworten überflogen ...
[]
Einige wenige fragen nach dem Warum.
Ich bin dann eine Sau (weibl./Schwein), die so eine frevelhafte Tat begangen hat.
Das Opfer, mein Exmann, ist Alki, hat mich förmlich getrieben.
Gespräche? Witz hoch 3!
Ja, ich habe ihn betrogen ...... aber zur selben Zeit ihm eröffnet, dass es vorbei ist.
Am nächsten Tag bin ich mit 2 Kindern ausgezogen .... die Kinder und ich sind von ihm noch mal richtig beiseite genommen worden.
Stellt Euch drunter vor was Ihr wollt.
Ich bedauere mein Fremdgehen in keinster Weise, es hat mir ein neues Leben eröffnet.
Mein Partner und ich haben uns hier kennen gelernt, niemals würde ich ihn betrügen!
w45
 
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Gast

  • #20
@18 Nun bin icb mal gespannt, ob du hier Absolution erfährst und die Richter hier im Forum noch ein "Verbrechen" über das des Fremdgehens stellen. Frau und Kinder schlagen oder Alkoholiker sein zum Beispiel. Oder ob das "im selben Moment ihm eröffnet" noch als sequentielle und nicht parallele Beziehung durchgeht" und es damit keine frevelhafte Tat gibt..

Von meiner Seite bestätigst du meinen Beitrag in #9, außer du wurdest zwangsverheiratet. Wenn du dir diesen Mann selbst ausgesucht hast, dann frage ich mich, was du übersehen hast, wo du weggesehen hast und sowieso frage ich mich, wie viele Gelegenheiten wohl verstrichen sind zu gehen, wie viele x andere "gute" Gründe es gegeben hat, es nicht zu tun. Sicher wegen der KInder, erst wegen des einen, dann wegen des anderen, sowie wegen x und wegen y etc. etc.

Wenn du die Trennung nur schaffst, in dem ein Neuer da steht, kannst du wohl nicht gut alleine sein und auch nicht alleine für dich und deine Kinder eintreten. In den Augen der Fragestellerin bist du eine Täterin, was das Fremdgehen angeht (wenn sie konsequent bleibt), ein Opfer, was den Alki angeht (mutmaße ich).

In meinen Augen bist du für dein Leben und für dein Glück selbst verantwortlich. Du hast dieses Leben gewählt, genauso wie dein Mann den Alkohol. Auch er hat wahrscheinlich 1.000 Gründe, warum er trinkt und schlägt und da hinein getrieben wurde.

Irgendjemand hier wird nun schon richten, wer schlimmer dran ist, wer letztlich Gesamtopfer ist und wer den Hauptteil der Schuld hat.

Dann hoffe ich mal, dass deine "Wahl" diesmal besser ausfiel. Viel Glück und alles Gute.

w/48
 
  • #21
Tja, ist zutieftst menschlich andere für sein eigenes Fehlverhalten verantwortlich zu machen. Daraus leite ich auch die ganzen Ausreden ab, und es sind Ausreden, keine Gründe.

Gründe dafür sind Feigheit, Mangel an Selbstachtung, Davonlaufen wollen statt ein Problem zu lösen (liebe 18, Du hättest einen solchen Mann schon weit früher verlassen müssen, schon wegen der Sicherheit Deiner Kinder, völlig unabhängig vom Fremdgehen), Mangel an Empathie, Selbstsucht... Das sind Gründe, aber alle nicht gerade schmeichelhaft für einen selbst weswegen eben dann Ausreden herhalten müssen.

Sehr seltsam finde ich auch manche Schreiber die Treue nicht explizid einfordern sondern warten wollen was sich ergibt. Ich finde dass Treue so selbstverständlich in einer Partnerscaft sein muss daß es Tatsächlich keiner Erwähnung bedarf. Es sollte dann erwähnt werden wenn einer Treue als nicht essentiell für eine Partnerschaft ansieht.
 
  • #22
Ich bin mittlerweile etwas ernüchtert über das Phänomen "Fremdgehen". Grundlegend giobts 2 unterschiede,

1.) die Gelegenheitstäter
und die
2.) Vorsatztäter.

zu 1.) gehören auch die Puffbesuche oder der ONS der sich halt ergibt. Das ist durchaus unmoralisch aber dennoch menschlich und entspringt aus einer Schwäche heraus.. das sind die Seitensprünge die man in der Regel tatsächlich verziehen bekommen kann. (man beachte den konjunktiv)
bei 2.) wirds schwerer.. leider durfte ich im letzten jahr einige Frauen kennenlernen die was für "nebebei" gesucht haben und offiziell das "ich hab dich lieb" Bärchen an ihren ach so super tollen Ehemann überreicht haben. Da wird das schon wie eine sportliche Herausforderung betrieben.. Ich konfrontierte mal eine Dame mit der frage "und was ist mit deinem Mann und deinem Kind zuhause?", Wohl in der erwartung so ewtas wie ein "Uups ertappt" zu bekommen.. nein weit gefehlt, mit einem Charmaten Lächeln auf den Lippen bekam ich ein "Och, solange du es ihnen nicht erzählst...." entgegnet... Es ist teilweise erstaunlich wie offen über die eigentliche beziehung geredet wird.. "nee, da kann ich nicht da ist mein Kerl wieder da..".. (fürs Protokoll:. ich habe nicht mit irgendeiner der Damen etwas angefangen.. )
 
  • #23
@Kalle von 9,11,16

Du schriebst:
>Ich finde dass Treue so selbstverständlich in einer Partnerscaft sein muss daß es Tatsächlich keiner Erwähnung bedarf. Es sollte dann erwähnt werden wenn einer Treue als nicht essentiell für eine Partnerschaft ansieht.

Ganz meine Meinung. Das ganze Gerede ist in etwa so, als wenn ich ein Inserat aufgebe:
"Suche verschwiegenen Arzt, Buchhalter und Steuerberater, handwerklich begabten Handwerker und ordentliche Putzfrau."

Treue ist in einer Partnerschaft die Standardeinstellung, genau.

Wenn man der Meinung ist, nicht in einer Partnerschaft zu sein, der andere aber schon, sollte man darüber reden.

w/48
 
G

Gast

  • #24
@ #21

für mich sind deine 2 Einteilungen nicht einleuchtend, denn im Grunde sind beide Typen Vorsatz- und Wiederholungstäter.

Es gibt meiner Meinung nach nur den einmaligen Ausrutscher oder den Wiederholungstäter, auch hier können beide mit Vorsatz handeln. Und Puffbesuche sind doch keine Gelegenheiten. Es gibt Freier die besuchen über jahrzehnte hinweg immer wieder die gleiche Prostituierte. Das kann man schon als Zweitbeziehung sehen, obgleich dafür gezahlt wird.
 
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Gast

  • #25
Als Singlemann kann man vermutlich nur schwer fremdgehen, aber mal angenommen es fände sich doch eine Freundin dann könnte ich mir zwei wesentliche Gründe vorstellen fremdzugehen:

a) Mann verliert Bodenhaftung und hat den Charakter eines "Rotzlöffels mit schlechter Kinderstube". Es bedarf nur einer passender Gelegenheit und man läßt "die Sau raus". Dies kann man oft auf Dienstreisen in Osteuropa beobachten ("Erfolg macht sexy").

b) Mann glaubt etwas versäumt zu haben - eine Art Midlifecrisis - und probiert etwas anderes aus weil es wenig kostet oder billig serviert wird. Sicherlich bedarf es hier eines gewissen Charakters und einiger Zutaten (Streit in der Beziehung, ein Glas Wein zu viel, Gruppenzwang auf Malle weil es cool ist usw.).

Jedoch wird man am Morgen danach einen faden Beigeschmack verspüren, weil man auch ein Stück von sich selbst verkauft hat.
 
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Gast

  • #26
Ja, warum gehen Menschen fremd? Damuss ich mal ein bisschen nachdenken und mich an Fälle bei Bekannten oder Freunden erinnern.

Betrogene Frauen und Männer fallen meistens aus allen Wolkenund versuchen eine Erklärung dafür zu finden, meistens suchen sie die Gründe bei sich selbst, geraten in tiefe Depressionen oder bekommen Wutausbrüche. Die Schuldrage.

Bei älteren Semester würde ich eher auf Bestätigung tippen, Machtgefühle ausleben, Risiken eingehen um sich wieder jung zu fühlen, etwas nachholen wollen, wieder lebendig sein. Die Bestätigung, ich kann damit durchkommen und fühle mich gut dabei. Der / die Andere interessiert mich nicht mehr, ist nicht mehr anziehend, langweilig, schnippisch oder störrisch, zu alt, abstoßend. Wenn der Punkt gekommen ist, wo man den / die Andere verachtet und sich umschaut, dann ist der Punkt reif für eine Affäre.

Es gibt auch welche, die es ohne moralischen Gedanken wie oben beschrieben tun, als ob es einfach eine sportliche Angelegenheit wäre, mal hier oder da ins Bett zu gehen, ohne Rücksicht auf die Gefühle. Da tippe ich auf charakterlose Menschen, denen ihre Tat gar nicht verwerflich vorkommt, weil sie nicht in der lAge sind, tiefgründige Gefühle zu spüren, eher oberflächlich sind.

Gelegentlich gibt es aber auch diejenigen, die sich wirklich verlieben und in dem Moment keinen anderen Weg sehen, weil sie glauben, die Entscheidung später nehmen zu können, weil sie keinen Schaden den anderen geliebten Menschen zufügen wollen. Dassindiejenigen, die 2 Menschen unterschiedlich lieben und ihre Entscheidung auf die lange Bank schieben. Sie können nicht ohne den / die Andere, aber auch nicht ohne den / die Geliebte. Sie liegen in 2 Welten und wissen nicht, wie sie raus kommen können.Verstrickte Menschen.

Andere betrügen sich selbst in der Suche nach demPerfekten Mann oder die Perfekte Frau, obwohl sie schon vergeben sind und freiwillig es auch getan haben. Die schlimmste Sorte. Das sind die ewigen Sucher nach dem Glück und machen so viele auf ihren Weg unglücklich.
 
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  • #27
Seltsam, das Thema Treue scheint ja sehr wichtig zu sein.

Ich habe wohl von meiner ersten Beziehung mit 16 bis heute unbewusst und instinktiv meine Männer "frei" gelassen- wohl, weil ich sehr früh gespürt habe, dass ich selbst nur bleiben kann, wenn ich es vollkommen freiwillig tue. Das führte dazu, dass ich faktisch seit eineinhalb Jahren einen festen Freund hatte, aber immer noch völlig überzeugt verkündet habe: Ich und fester Freund- nie!

Der Ärmste hatte wirklich etwas auszustehen, wir waren aber dennoch mehr als sechs Jahre zusammen.

Irgendwo bin ich vermutlich immer noch so- ganz tief in mir muss ich mich frei fühlen, es darf kein Druck auf mich ausgeübt werden- dann kann ich bleiben, sehr lange. Die Männer spüren das- und bleiben auch, einfach freiwillig.

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine Diskussion über Treue gehabt- nach Beendigung von zwei sehr langen Beziehungen haben wir das Thema im freundschaftlichen Gespräch angesprochen und beiden Männern habe ich geglaubt, dass sie nie daran gedacht hatten- obwohl wir teilweise über Monate hinweg getrennt gewesen waren. Ich hatte da schon etwas mehr zu beichten, das war aber auch erst vorgefallen, als sich die Trennung schon anbahnte.

Wenn ich mich rundum wohl fühle in einer Beziehung, bin ich treu, auch wenn aus welchen Gründen auch immer über Monate hinweg höchstens Kuscheln möglich ist. Wenn ich anfange einen anderen Mann interessiert anzusehen, ist das Alarmstufe Dunkelrot- dann bin ich eigentlich innerlich schon weg. Ich wechsle aber nie "warm"- ich beende eine Beziehung, weil ich es nicht mehr ertrage- nicht wegen eines anderen Mannes!

Wen ich nicht verstehen kann, sind diese notorischen, quasi fröhlichen Betrüger- warum beenden sie eine Beziehung nicht, die ihnen doch emotional offensichtlich Nichts bedeutet? Oder sind sie so abgestumpft, dass sie es noch nicht einmal bemerken, wie verletzend ihr Verhalten ist? Ist mir ein Rätsel...