• #1

Was sind die Themen beim 1. Date?

Der Professorinnen-Thread bringt mich auf diese Frage: Welche Themen haben für Euch Platz beim ersten Date? Ich lese immer mal wieder, was offenbar gar nicht geht (Beruf höchstens 2 min, Ex niemals etc), aber wie bringt ihr denn die Zeit rum? Bei meinen Dates habe ich immer über Familie und Arbeit berichtet und danach gefragt, die füllen ja die meiste Zeit unseres Lebens aus. Aber vielleicht war ich - deformation professionelle - zu pragmatisch? Muss dazu sagen, dass ich nicht so die Hobby-Person bin; etwas Sport, Reisen, sonst Lesen und Filme; da war oft das Problem, dass die Dates zB gar nicht lasen, oder nur "Berufsliteratur". Politik finde ich auch nicht geeignet... Tipps?
 
  • #2
Genau das ist es doch, was (zumindest für mich) - eine Frau beim
1. Date interessant macht: Die Fähigkeit (ohne in Small-Talk abzugleiten) spannende Gespräche außerhalb potentieller "Reizthemen" zu führen. Eine glatte Empfehlung für ein zweites Date, wo dann auch tiefere Einblicke erwünscht sind.

Tipps kann ich nicht geben, Frau hat es oder nicht.
 
W

wahlmünchner

  • #3
Rede über irgendetwas..besser: tue was mit den Männern.
( Bootfahren, Wandern, Besichtigen, Tanzen,, Bowlen, Billiardspielen und usw
Die vielen Dates, die ich hatte, waren total verschieden. Über die Arbeit wollte ich oft nicht reden, das wurde mir bei den ersten Dates aber aufgezwungen, auch das Thema Familie und München und und und.
Irgendwann hab ich das Heft selbst in die Hand genommen und über irgendetwas geredet, was mich gerade interessiert hat:
- Kunstaustellungen, die gerade aktuell waren und die Künstler..( z.B Dokumenta)
- Bauvorhaben in München/ Stuttgart...
- Architektur..
- Über Psychologische Artikel
- Über unnützes Wissen...
- über Gärten...
....oder/und viel gefragt:
- was war deine schönste Reise und wieso
- Wann hast du dir gedacht: ich will wieder eine Frau und warum
- was wäre die schrecklichste Aufgabe für dich und warum...
- oder über bestimmte Hobbys Details wissen wollen..
Ab da hatte ich sehr viel Spass am Date, wir haben viel gelacht..
Gepasst hat es trotzdem nie wirklich und die meisten Männer waren sich einig das ich schräg bin ;)
Mach die keinen Kopf. Wenn es passt passt es je authentischer du bist um so besser
 
  • #4
Man redet halt über die Dinge, die einen interessieren und womit man so seinen Alltag und seine Freizeit verbringt. Was man für Träume hat, die witzigsten oder peinlichsten Erlebnisse. Ist doch normaler Weise so, dass man viele verschiedene Themen anschneidet, bis man eins gefunden hat, über das Beide gerne sprechen. Je schneller das geht um so lebendiger wird das Gespräch.
 
E

EarlyWinter

  • #5
Wenn es passt ergeben sich die Themen von alleine. Oder eben auch nicht. Ich hatte mal ein Date mit einem eigentlich netten Mann aber er sagte alle Nasenlänge "Was gibt es sonst so zu erzählen?" Das war dann verkrampft weil er meinte, irgendwelche besonders tolle Dinge erzählen zu müssen und als würde er innerlich eine Themen-Checkliste abhaken. Bloß nichts vermasseln. Und genau dadurch vermasselt man es. Dafür konnte ich mich mit jemand anderem stundenlang toll unterhalten und wußte am Ende gar nicht mehr, worüber wir überhaupt gesprochen haben.
Ich stimme Dr. House zu. Es passt oder es passt nicht.
 
  • #6
Ich finde das ergibt sich, hatte nur ein paar wenige Dates wo ich genervt war wegen Themen wie Ex oder sonstiges. Damit die Luft nicht raus ist und ich vorher nicht schon alles weiß, halte ich auch nichts davon langeTexterei per SMS zu liefern. Finde ich unpersönlich und langweilig.
 
  • #7
Man redet halt über die Dinge, die einen interessieren und womit man so seinen Alltag und seine Freizeit verbringt.
Ja, gut zusammengefasst.
So vermittelt man einen ersten Eindruck, wie ggf. die Zweisamkeit mit diesem Kandidaten/in sein könnte.

Man liefert dabei Gesprächsthemen, auf die der Gegenüber einsteigen kann, und man sich gemeinsam mit diesem Thema beschäftigen kann.
Also Themen suchen, die nicht geschlechtsspezifisch sind.
Bei meinen Dates habe ich immer über Familie und Arbeit berichtet
Ok, aber nicht zuviel davon. Besser wären persönliche Interessen (müssen keine Hobbies sein), oder z.B. frühere Reisen.

Dabei wichtig: Nicht nur was man sagt, sondern wie = Gesprächsatmosphäre schaffen. Denn es sollen sich Beide beim Date wohl fühlen.

Das Date etwas abwechslungsreich gestalten. z.B. mit einem gemeinsamen Spaziergang oder Stadtbummel verbinden. Also nicht die ganze Zeit frontal gegenüber vgl. wie ein Bewerbungsgespräch.
(m,53)
 
G

Gast

  • #8
Was ich ehrlich gesagt nicht verstehe, weshallb trifft man sich überhaupt mit jemandem, mit dem man nicht von vorneherein mehrere Gesprächsthemen hat, die beide interessieren und verbinden?

Werde ich vermutlich niemals verstehen... da wäre mir jede Minute zu schaden, mich mit jemandem zu treffen, mit dem ich von vorneherein keine interessanten Verknüpfungspunkte und Themen habe... o_O

Oder geht es nur darum, jemanden zu treffen, der einem Kinder macht?
 
W

wahlmünchner

  • #9
Für mich sind solche 1. Date Begegnungen absolute NOGO´s und würden für mich so nicht in Frage kommen!
Das wundert mich nicht und ist für mich noch mehr die Bestätigung, dass jeder manche sollte was zu ihm passt, dann sortieren sich die Unpassenden schneller aus.
Man darf auch nicht vergessen, das ich zwischen 27 und 29 auf Suche war. Das ist jetzt nicht das Alter, in dem man nur rumsitzen und essen möchte. Schliesslich wollte ich kein Bewerbungsgespräch, sondern einen Menschen kennenlernen.
Es gibt sogar Studien darüber das bei Aktion mehr Liebesgefühle gespürt werden als bei ruhigen Gesprächen
http://www.welt.de/lifestyle/article4183022/Schmetterlinge-im-Bauch-oder-Drogen-im-Hirn.html
Mal abgesehen davon das Menschen in Bewegung und bei Interaktionen mit verschiedenen Leuten mehr sie selbst sind..
 
  • #10
Je mehr mich ein Mann wirklich interessiert, desto mehr interessiert mich natürlich auch, welche Vergangenheit er in Sachen Beziehung hat. Also für mich ist das durchaus ein Thema in den ersten Gesprächen.
Ab ca. 35 J. fände ich es sogar eher absurd, bei der Partnersuche dieses Thema unter den Tisch fallen zu lassen. Es interessiert mich am Anfang vielleicht sogar noch mehr, als sein Beruf. Denn natürlich sind die Unterschiede zwischen einem Mann, der 20 Jahre verheiratet war und Kinder hat, oder einem, der nie eine längere Beziehung hatte, oder einem, der längere Beziehungen hatte usw. … enorm. Das sagt mir doch eine Menge über den Mann. Ich merke dabei auch, wie er über seine Ex-Frauen redet, wie er überhaupt über (seine) Beziehungen redet, was ihm wichtig ist, wie viel oder wenig er das reflektiert usw.
Das muss gar nicht stundenlang besprochen werden, und man kann durchaus über seine Beziehungsvergangenheit reden, ohne indiskret oder unangemessen detailliert dabei zu werden, aber Thema ist es in den ersten Gesprächen unbedingt.
Beruf ist das zweitwichtigste Thema und natürlich spricht man auch darüber in den ersten Gesprächen. Muss ebenfalls nicht ausufernd sein, kann aber, wenn sich darüber ein interessantes Gespräch ergibt.
Nur Smalltalk mache ich lediglich mit Männern, die mich nicht besonders interessieren.
Aber natürlich kann der Gesprächseinstieg auch mit den Männern, die mich ernsthaft interessieren, über eher harmlose Themen, gemeinsame Interessen etc. laufen, vielleicht auch 2 Stunden lang, aber wenn man darüber ein steigendes Interesse aneinander empfindet, kommt man automatisch auch noch am selben Abend zu den "wichtigeren" Themen.

Das Wichtigste für mich ist aber, dass das Gespräch generell gut "fließt" und ich das Date nicht anstrengend und stockend finde, wobei es durchaus Schweigepausen geben darf, die aber nicht unangenehm empfunden werden dürfen.
Ich trage meinen Teil dazu definitiv bei - der Mann muss seinen Teil ebenso beitragen!

w50
 
  • #11
Mit einem Plan zu einem Date zu gehen wäre mir im Traum nicht eingefallen. Gespräche zu konstruieren halte ich für verfehlt. Wenn sich mit meinem Gegenüber nicht von selbst ein Gespräch entwickelt, wie soll das dann später sein. Wie spontan und flexibel jemand ist, das erkennt man auf keinem besseren Weg. Das Thema war mir immer schnuppe, mit Manchen kann man mit unsinnigsten Themen spannende und kurzweilige Gespräche führen, mit anderen eben nicht.
Nicht der Inhalt, sondern die Reaktionen auf Gesagtes waren für mich immer das Wichtige. Wenn erkennbar war, dass sich mein Gegenüber ach so wichtig nimmt und ein Augenzwinkern nur ein nervöses Zucken ist, na dann wars das. Ich bin zu anstrengend als dass ein verbissener Mensch mit mir klar käme;-)
 
  • #12
1) sicher gibts Themen die nicht gut sind - Ex z. B. aber mich würd das nicht stören.

2) ich denk beide sind für interessante Themen zuständig; wenn sie z. B. 2014 in Schottland in Urlaub war und ich in Pakistan den Karakorum Highway hochgeradelt bin (um dann weiter nach Kashgar zu fahren) dann bekommt sie die Frage "oh wie wars in Schottland ? was hat Dir da gefallen ? warum bist da hin" während ich umgekehrt die gleiche Frage erwarte (über Pakistan gibts genug zu berichten) dann ergeben sich zwangsläufig Themen.

Aber oft kommt nicht mal die Frage aus Höflichkeit; dann schweigt man sich an; aus diesen dates wird auch nichts mehr.
 
  • #13
Wir sind hier nicht beim Bewerbungsgespräch und schon gar nicht beim Verhör. Im Vorfeld des Treffens sollte man schon ein paar Gesprächsthemen gefunden haben. Wie ist das denn bei ganz normalen Zufallsbegegnungen? Hat man sich da auch nichts zu sagen? Da weiß man noch viel weniger außer daß man sich zumindest anziehend findet. Ich brauche auch keine Beziehung, um mich endlos über meine berufliche Aktivität auszulassen. Schon gar nicht verliere ich Worte über mein partnerspezifisches Vorleben. Das geht das Gegenüber nichts an. Zudem könnte es den Eindruck hinterlassen, daß man damit noch nicht abgeschlossen habe. Ich sitze doch nicht auf dem Beichtstuhl.

Es geht um ein ganz simples Kennenlernen und einfach nur zu schauen, ob man sich nett, anziehend findet, die Chemie stimmt und so weiter.
 
  • #14
Liebes Schneesternli,
Bei einem Date kenne ich grundsätzlich keine "Tabu"-Themen. Gar keine. Aber ich bin jemand, der sehr fein darauf achtet, WIE der Mann sich über diese Themen äussert.
Ein Beispiel: Von mir aus kann ein Mann gern über seine Ex reden, aber wenn er dabei voll verbittert rüberkommt, dann hake ich ihn innerlich ab. Wenn jemand gegenüber einer Fremden einseitige Schuldzuweisungen macht und eine potentielle Partnerin, anstatt sie zu umwerben, mit seiner Opferstory zutextet, dann wirkt das kindisch und übermässig bedürftig. Wenn ein Mann mir sagt, dass er sich immer noch mit seiner Ex versteht, finde ich das hingegen cool. Zeigt, dass er nicht übermässig dramatisch ist und sich seine Partnerinnen so aussucht, dass auch Freundschaft da ist.
Egal über was ein Mann redet, ich möchte am Ende den Eindruck haben, dass er psychisch einigermassen stabil ist, Frauen und der Liebe gegenüber mehrheitlich positiv eingestellt, und dass er nicht nur stundenlang vor sich hinlabert, sondern sich auch für mich interessiert. Ich will nur jemanden in mein Leben einladen, der einigermassen positive Vibes verströmt.
 
  • #15
....nur rumsitzen und essen möchte. Schliesslich wollte ich kein Bewerbungsgespräch, sondern einen Menschen kennenlernen.
Dem kann ich nur zustimmen und ich war 20 Jahre älter, als ich auf Partnersuche war. In Aktion bekommt man mehr vom anderen mit.
Es wird hier immer soviel von "Chemie muss stimmen" geredet. Das sind die nonverbalen Komponenten, die keinerlei Entfaltungsraum haben, wenn man sich im Cafe gegenüber sitzt.

Mein unterhaltsamstes Date hatte ich mit einem Mann im Hochseilgarten. da gab es echte Interaktion mit zwangsläufigem Körperkontakt (Rettungsaktionen), mich so ein verkrampfter, abturnender und unbeholfener Grabschkram. Da war die Berührung beim erste Date angemessen. Ich habe sofort alle guten Eigenschaften an ihm gesehen, die im Cafe beim verkrampften Smalltalk garnicht aufgefallen wären - er ist nicht so ein großer Erzähler sondern eher ein Machertyp.

Mal abgesehen davon das Menschen in Bewegung und bei Interaktionen mit verschiedenen Leuten mehr sie selbst sind.
Unbedingt - ich bin in Aktion viel lockerer.
Die Datingsituationen, in die manche Männer sich reinmanövrieren sind für sie weniger artgerecht als für die Frau. Ich hatte x-mal den Machertyp, der in der Cafehaussituation Null Entfaltungsraum für seine starken Seiten hatte.
Entweder waren die Männer Vielredner wie auf Speed (hatten wohl ein vorgefertigtes Programm) oder sie waren vollkommen unvorbereitet/ungeübt und quälten sich durch eine für sie ungünstige Situation mit einer Frau für die das ein Heimspiel ist.

- Tabu sind für mich alles was mit den Exen (von beiden Seiten) zu tun hat. Außer dass ich mich vor vielen Jahren in einer einvernehmlichen Scheidung nach einer Langzeitehe von meinem Mann trennte, hört man nichts von mir und ich möchte dazu von ihm auch nichts weiter hören.
- Job in Kurzform: was ich mache, dass ich es gern, dass ich manchmal viel Zeit dafür brauche und dann wieder Sabbaticals nehme bis zum nächsten Projekt. Ich will nichts über doofe Kollegen, miese Chefs etc hören - den Fehler machen aber viele Männer, wenn sie beruflich ihre Ziele nicht erreicht haben.
- Kultur, Reisen, Sport, soziales Engagement, Freizeitbeschäftigungen, familiäre Einbindung, Freundeskreis, das sind die Themen, die für eine Partnerschaft relevant sind. Da muss es passen.
 
  • #16
Tabuthemen gibt es für mich auch nicht, sondern es kommt auf die Gesprächsführung und Gesprächskultur an. So habe ich keine Lust, ständig den Alleinunterhalter spielen zu müssen. Entweder man kann sich gegenseitig inspirieren oder es wird langweilig/einseitig.
 
  • #17
Genau das ist es doch, was (zumindest für mich) - eine Frau beim
1. Date interessant macht: Die Fähigkeit (ohne in Small-Talk abzugleiten) spannende Gespräche außerhalb potentieller "Reizthemen" zu führen. Eine glatte Empfehlung für ein zweites Date, wo dann auch tiefere Einblicke erwünscht sind.

Tipps kann ich nicht geben, Frau hat es oder nicht.
Hast Du es denn :) ? Das klingt, als müsste die Frau alles tun und Du bewertest.

Ich finde dieses "Dating" je länger je mehr unnatürlich. Ich bin es gewohnt, Gespräche zu führen, wo Anküpfungspunkte bestehen. Beruflich oder im Freundeskreis. Aber mit fast Fremden nach Gemeinsamkeiten zu stochern ist eher öd und Treffer sind sehr unwahrscheinlich.

Alle meine Freunde und mein Mann waren Schul- oder Studienkollegen oder über solche kennengelernt, da wusste ich schon grob, ob es passt, ehe man sich zu zweit traf. Ich würde auch nie auf Anmache an einer Bar oder im Urlaub reagieren, da geht's doch eh nur um Sex.

Ich möchte den Mann in "Action" sehen: Wie geht er mit anderen um? Was kann er gut? Wie reagiert er bei Problemen? Was macht ihn einzigartig? Sehe das wie wahlmünchner und Vicky. Erstgespräch beim Essen war meist zäh und wenn nicht, meist wegen meiner Gesprächsmoderation. Auch sich als lustig einstufende Männer (die das beim Schreiben noch waren) waren völlig humorbefreit und angestrengt, andere einfach langweilig. Mit zwei oder drei war der Abend nett, aber niemals so, dass ich mich verliebt hätte.
 
  • #18
Bevor das Gespräch richtig in Fluß geraten kann, schaue ich in die jeweiligen Profile nach, was der Person gefällt und was für Hobbies von Interesse sind. Das wäre ja schon mal ein Ansatzpunkt auf den man eingehen kann... Wenn man sich gegenseitig da warmgeredet hat, würde ich schon ganz gerne wissen, wie die Familiensituation aussieht. Ein bisschen Ex sollte auch sein, schließlich würde,es mich schon interessieren, woran die Beziehung denn gescheitert ist und wie der Gegenüber damit umgeht/umgegangen ist. Beruf sollte auch kurz erwähnt werden. Gesundheitsprobleme will ich zu diesem Zeitpunkt nicht wissen.