• #31
Keine Ahnung, was Jugendsünden sein sollen. Zum einen, wenn es sich um Kleinigkeiten handelt, würde mich irritieren, dass der Gesprächspartner, die Kleinigkeiten so hoch hängt, um es als Jugendsünden zu titulieren. Vielleicht schwingt da ein bisschen Stolz mit, dass man (zumindest früher) kein Braver oder Langweiliger war?
Und wenn es tatsächlich keine Kleinigkeit war, wie Körperverletzung, schwerer Betrug oder was anderes, wo ein anderer massiv Schaden genommen hätte, wäre ich skeptisch. So wirklich gänzlich transformieren sich die meisten ja doch nicht vom Jugendlichen zum Erwachsenen.
Wenn ich einen Erwachsenen kennen lerne, beurteile ich ihn doch nach dem, wie er jetzt ist. Ist er jetzt okay, passt es doch. Wenn er jedoch noch von Verfehlungen der Vergangenheit redet, zeigt das, dass er noch nicht über diese Geschehnisse hinweg ist und das nicht wirklich verarbeitet hat.
 
  • #33
@Sirella
Ich denke Du solltest mal schauen wieso Du Meinungen anderer Leute oft als persönlichen Angriff auf Deine Person verstehst. So kommt es mir jedenfalls vor.

Ich stelle mich freiwillig. Ich gebe zu, ich würde den ersten Stein ohne zu zögern werfen, aber ich hab auch nix zu verlieren. Wofür sich und seine Seele aufsparen?

Das Gefühl hab ich auch bei Dir. Du stehst schon außerhalb des Spielfeldes.

Also ich habe mal kurz nach der Wende bei uns im Westladen gegenüber zwei Überraschungseier und ein Micky-Maus-Heft geklaut. Was sagt das jetzt über meine Persönlichkeit aus?

Nachdem @mokuyobi letztens schon die Karten auf den Tisch gelegt hat, jetzt Du. 😲

Ich bin schockiert, aber Danke für das Foto. Du hast wirklich nicht zu viel versprochen. Siehst Klasse aus, aber das muss schon etwas älter sein 🙄 oder trägt man solche Kleider heutzutage noch? 😉
 
  • #34
@Sirella
Ich habe mal eine Frage an dich.
Wie seid ihr eigentlich auf dieses Mobbing-Thema gekommen? Hat er einfach so frei heraus darüber geplaudert oder gab es dafür einen Aufhänger, dass das zur Sprache kam?

Was den Stein angeht:
Sei bitte vorsichtig.
Nicht dass er dir zur Stolperfalle wird.
Das meine ich wirklich ernst.
 
  • #35
Mobbing scheint leider sehr weit verbreitet - als Jugendsünde würde ich das nicht bezeichnen. Gemobbt wird auch bei älteren Semestern.

Unter "Jugendsünde" verstehe ich: mal im Discounter eine Tüte Weingummi mitgehen lassen. Vielleicht am Ende mit schlechtem Gewissen und froh, dass es niemand bemerkt hat. Und festgestellt: Ehrlich schmeckt doch irgendwie besser.

Oder den ersten richtigen Schwipps unter 18. Und am verkaterten Tag danach die Frage: War es das eigentlich wert?

Nur zwei Beispiele von Jugendsünden, wie sie sicher viele erzählen könnten.
 
  • #36
Ich hätte da schon Besseres zu bieten ......
Das will ich, ehrlich gesagt gar nicht wissen!

Dir sage ich die Wahrheit. Wir beide haben uns nicht mit Ruhm bekleckert. Und ja ich habe auch meine Vergangenheit.

Aber ich ich kann es nicht akzeptieren, wenn sich einer an Unschuldigen rächt. Das geht einfach nicht. Wie gesagt...wir meiden uns nun gegenseitig.
 
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  • #37
Normalerweise wird alles relativiert nach dem Motto, es ist nun mal so und sowas gibt es überall und Ähnliches.

Das habe ich auch erlebt.
Ich wurde mal eine zeitlang von ein paar Schüler/innen aus der Jahrgangstufe über mir schikaniert, wurde geschubst usw. Ich habe mich dann an meine Klassenlehrerin gewandt (das war in der 5. Klasse auf dem Gymnasium). Sie hat es sich kurz angehört und das war es. Mehr ist von ihrer Seite aus nicht gekommen. Ich habe schon ein paar Mal aus heutiger Sicht darüber nachgedacht und finde ihre Nicht-Reaktion pädagogisch eine Vollkatastrophe. Wie kann man als Lehrer den Hilfeschrei eines Schülers ignorieren?

Ansonsten wurde in unserer Klasse klassenintern fast jeder mal gemobbt. Ich auch eine zeitlang. Ich war jedoch nicht so schwach, dass ich dauerhafte Beeinträchtigen davongetragen hätte. Mir werden einige dieser Leute gelegentlich bei Facebook als Freunde vorgeschlagen, es hat jedoch gute Gründe, warum wir nicht befreundet sind. Heute empfinde ich für diese Leute Verachtung, insbesondere für eine Person. Ehrlicherweise verschafft es mir Genugtuung, wenn ich sehe, was aus dieser Person geworden (bzw. eher nicht geworden) ist.

Wenn ich an einige der Aktionen meiner Mitschüler denke, finde ich sie aus heutiger Sicht absurd und lächerlich. Ein Mitschüler hatte eine überstrenge Mutter und wurde deswegen zum Mobbing-Opfer. Einmal warfen ein paar Leute aus unserer Klasse seinen Schuh in die Toilettenräume der Mädchen. Er heulte (war nicht die einzige fiese Aktion) und traute sich nicht, dort reinzugehen. Ich habe ihm den Schuh dann rausgeholt. Da ich dem ein oder anderen mal beistand, wurde ich dann selbst gemobbt.

Konkret zu deiner Frage: Ich hatte mal ein Date mit einem, der mir erzählte, dass er früher gemobbt hat. Er fand seine Taten rückblickend nicht toll. Ich habe es zur Kenntnis genommen, aber in dem Moment nicht weiter hinterfragt. Gut gefunden habe ich es natürlich nicht, aber es war halt Vergangenheit.

Interessant wäre, wie Mobbing-Täter reagieren, wenn sie erfahren, dass ihre Kinder jemand anderes mobben. Unterbinden sie das dann oder ignorieren sie es?

W35
 
  • #40
Du magst ja Recht haben. Sich etwas zu wünschen, es aber zu tun, sind doch verschiedenen Dinge.
Sind sie das?
Damit jemandem was Schlechtes zu wünschen fängt es doch irgendwie immer an. Auch ich habe mich schon dabei ertappt mich allerdings sehr schnell dafür geschämt.

"Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal."

Charles Reade
 
  • #41
Er meint es war eine Jugendsünde und dass er es gerne rückgängig machen würde.
An den Punkt kommen viele noch nicht mal.
Was ist dein Motto, Sirella?
Auge um Auge, Zahn und Zahn?
Er muss selber wissen; was er tut.
Wer in Rachegedanken hängen bleibt, schadet sich selber.
Jeder hat sein eigenes Schicksal.
Wer den Racheengel spielen will, hat in dem Moment sein Licht verloren, ist selber Dunkelheit geworden.
Deine Wahl, wo du stehst.
Festhalten an Vergangenen macht dich selber grau.
Und- es ändert nichts. Die Vergangenheit ist rum; voebei.Jeder Mensch hat solche Gedanken mal. Aber es ändert nichts; ausser dass du selber zum Täter wirst.
Steig aus aus dem Täter- Opfer- Kreislauf.
 
  • #42
Ich kenne seine Situation, doch ich habe mich anders entwickelt. Obwohl ich weiß, dass jeder sich selbst verteidigen sollte... so stehe ich oft auf der Seite der Schwächen, nicht der Masse. Ich kenne nämlich die andere Seite.
Ich habe den Thread nur überflogen -- @Sirella verstehe ich es richtig, dass dich das Mobbing-Thema so triggert, weil du selbst die Opfer-Seite kennst und von Leuten wie ihm schlecht behandelt wurdest, der alte Stachel noch immer schmerzt? Das erklärt natürlich, warum es dir in diesem speziellen Fall schwer fällt, das zu vergeben (naja, eigentlich bist du nicht in der Position dafür, aber darüber hinwegzusehen).

Ich meine immer, wenn der Mensch heute gut und nett und reflektiert und vernünftig ist und ggf. Dinge bereut oder aus ihnen gelernt hat, dann kann man ihm auch seine "Sünden" vergeben, ja, im Grunde waren sie sogar gut und notwendig, um ihn zu dem tollen (falls es so ist) Menschen zu machen, der er heute ist. Und schließlich hat es ja Gründe, warum jemand etwas "Schlimmes" getan hat, meistens die eigene Not oder Bedürftigkeit, mangelndes Selbstbewusstsein, der Wunsch nach Anerkennung etc., irgendeine innere Not oder Naivität, weswegen Täter eher bemitleidenswert sind. Kein Mensch ist einfach so böse, es gibt doch immer Gründe ...

Und was sind schon Sünden ? Ich sehe das sicherlich ganz anders als ein Priester.
Ich hatte ja mal kurz meine Kirchen-Phase und habe da auch mal versucht zu beichten. Am Ende habe ich gebeichtet, dass ich nichts bereue, was irgendwie verständlicherweise das Thema verfehlt hat und nicht so recht gutgeheißen wurde ... Jeder Fehltritt bringt einen doch weiter, manche Erfahrungen muss man machen, einfach weil es in dem Moment so ist und man oder der andere nicht anders kann. Ich habe auch schon illegale, verwerfliche, gemeine, dumme und peinliche Sachen gemacht und manches, was andere gemacht haben, hat mich verletzt und betrübt, aber irgendwie lernt man ja immer eine Lektion, und sowieso meine ich immer: Was einen nicht umbringt, macht einen stärker. Warum ständig über die Grausamkeit der Welt aufregen? Auch die ränkeschmiedende Verworfenheit der Menschen hat eine gewisse Ästhetik und macht die conditio humana so spannend. Ich weiß noch, dass ich mich als Kind gerne im Spiegel angeschaut habe, wenn ich geweint habe, weil ich es auf eine gewisse Art wunderschön fand. Wenn ein Mensch eine Träne vergießt, wird in dem Moment gleichsam seine Seele Materie, eigentlich total faszinierend. Ich würde diese Erfahrungen nicht missen wollen, sie sind so genuin menschlich irgendwie.

w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #44
Deshalb haben so viele Menschen Probleme, weil sie nicht auf ihren Charakter achten und deshalb auch nicht auf den Charakter des anderen achten können!! Alles fängt ausschließlich bei einem selbst an, meine Devise!!
 
  • #45
Jeder Fehltritt bringt einen doch weiter, manche Erfahrungen muss man machen, einfach weil es in dem Moment so ist und man oder der andere nicht anders kann.
Ich verstehe den Gedanken dahinter. Ich habe aber kein Verständnis dafür. Und ich will es auch nicht.

Wenn es einen Menschen zu dem Macht, was er ist, z.B. kleine Welpen zu quälen, mag das manchen gefallen, mir aber nicht.
Dann ist er kein Mensch für mich.
 
  • #46
Weshalb nicht?! Meinst Du das jetzt nur hier im Forum, weil Du hier anonym bist?!
Was genau meinst Du damit?! Klingt sehr arrogant.
Darum etwas zu suchen, was mir nicht bestimmt ist: Hoffnung
Hoffnung ist Dir nicht bestimmt?! Wow, so was Trauriges hab ich ja selten gehört! Du tust mir leid!

Darf ich fragen, wann Du das letzte Mal eine GLÜCKLICHE BEZIEHUNG zu einem Mann hattest und wie lange die angedauert hat? Du wirkst sehr frustriert auf mich und suchst nun anscheinend Kanäle, dies zu kompensieren.
 
  • #47
Ich habe mehr Angst vor denen, die denken, sie könnten den ersten Stein werfen.
Wenn ich werfe, dürfte keiner hinter mir stehen;-)

Liebe FS, würdest Du bei jedem Thema so reagieren?
Ich bin nicht wirklich gemobbt worden, bzw nur kurzfristig mal...irgendwie war da immer mal ein Mädchen oder eine Frau, die es versuchten.
Allerdings eher mit Intrigen, was ich echt schlimm fand, weil so grundlos und ungerecht...und ich etwas machtlos.
Ich hatte aber immer Glück, nie alleine zu stehen und irgendwann flogen die Giftspritzen von alleine auf.
Aber die eine, hab ich in Gedanken schon verhauen und auch über die Schule hinaus.
Eine Entschuldigung von ihr hätte ich ne Zeit eher von oben herab gefunden aber dann wurde es mir egal. Zumal sie auch nicht glücklich geworden ist, da wird sie echt wichtigeres zu tun haben

Kurz ich hätte auf einen Menschen, der ähnliches getan hat, nur so heftig reagiert, wie es mir noch selbst in den Knochen saß.

So wie ich heute rund um Kinder oder Tiere, langes Fremdgehen...noch scharf reagiere.
Also bin ich da subjektiv ablehnend und "hart" und bei anderen Dingen wäre es "lange " her und vergessen.
 
  • #48
Nachdem @mokuyobi letztens schon die Karten auf den Tisch gelegt hat, jetzt Du. 😲
Oh Hilfe, welche Karten waren das? 😱 ich hab’s vergessen. Vielleicht war es die Impfung letzte Woche, hatte heute schon einige Gedächtnislücken..

Okay, im Ernst: auch ich habe das Gefühl, dass das hier die Erweiterung deines anderen Themas ist, da du in dir so viel Groll gegen die Welt hegst und nicht weißt, wohin mit deiner Wut. Das haben ja einige dort auch angemerkt, dass du dich selbst so extrem isolierst und nicht glücklich wirkst, sonst würde dich sowas doch nicht so beschäftigen?
Ich war immer eher ein Außenseiter an der Schule, aber gern gemochter, kein gemobbter (introvertiert, Klassenstreber). Täter war ich daher aber auch nie (an unsrer Schule war mobbing aber auch extrem selten). Ich würde daher denken, wenn sich jemand geändert hat, ist das doch schon mal gut. Ob er sich entschuldigen sollte.. das kann ich nicht beurteilen, ob das den Opfern hilft. Das wär ja in erster Linie für ihn selbst und sein Gewissen. Ich verstehe, dass dich das Thema sehr triggert; würde aus dem gleichen Grund aber wieder vorsichtig sagen: du solltest vielleicht doch was ändern in deinem Leben…
W, 37
 
  • #49
Ich verstehe den Gedanken dahinter. Ich habe aber kein Verständnis dafür. Und ich will es auch nicht.
Ich weiß gerade nicht, mit wem ich größere Probleme hätte: mit einem Menschen, der »für nichts Verständnis hat«, dies auch noch mit aufstampfendem Fuß unterstreicht, dabei den Stein schon wurfbreit in der Hand hat ...
wie du, @Sirella, das gerade vorführst ...
... oder mit einem Menschen, der mobbt?

Ich würde um beide einen riesigen Bogen machen.
 
  • #50
Ich habe mehr Angst vor denen, die denken, sie könnten den ersten Stein werfen.
Ja, das ist ein aktuelles gesellschaftliches Phänomen. Egal ob in der Politik, im Forum oder bei Coronaregeln.

Die FS hat ihre Sicht auf sein Verhalten. Jetzt möchte sie hier ihre Moralvorstellungen bestätigt haben. Und irgendwie ist auch der Ton dazu passend.

Als von Mobbing ehemals Betroffener bleibe ich dabei: Täter können sich nicht entschuldigen. Sie können lernen und sich anderen gegenüber anders verhalten. Diese anderen betrifft das Verhalten in der Vergangenheit, gerade der weit entfernten, erstmal nicht. Wenn wir alle in der Vergangenheit unserer Mitmenschen zu sehr herumwühlen, entsteht daraus nichts gutes. Für sich persönlich kann man Konsequenzen ziehen und den Kontakt abbrechen. Letztlich ist das aber schnell Gutmenschentum, wenn man das als nicht Betroffene moralisierend beurteilt.

Wenn mich jemand in meiner Vergangenheit sehr verletzt hat, will ich mit derjenigen nichts mehr zu tun haben. Das ist meine persönliche Konsequenz. Ob sie ihr Gewissen erleichtern möchte, ist nur begrenzt mein Problem. Wer sich selbst entschuldigen möchte, kann das ja ohne mich tun.
Ich halte aber nichts von Cancel Culture. Die fängt da an, wo jemand einen anderen Menschen für seine Vergangenheit gesellschaftlich geächtet haben möchte. Letztlich ist das genau das Mobbing, das ich auch erlebt habe. Pure Rache. Da ist die FS nicht besser. Sie möchte den Mann bestrafen für etwas, das sie nichts angeht. Ich stelle mich freiwillig.
Ich gebe zu, ich würde den ersten Stein ohne zu zögern werfen, aber ich hab auch nix zu verlieren. Wofür sich und seine Seele aufsparen?
Irgendwie haben wir zu viele Menschen, die sich gerne als Richter aufspielen. Natürlich nur bei anderen.

Noch dazu haben wir den von Tom schon genannten guten gesellschaftlichen Grundsatz, dass fast alles verjährt.
 
  • #51

Vor allem reden wir über einen heutigen Erwachsenen, der
ALS JUGENDLICHER gemobbt wurde.
ALS JUGENDLICHER dann auch mobbte.
Ein Opferverhalten, das nicht selten ist. Den inneren Schmerz kompensieren durch Aggression, gleiches Tun. Der Geschlagene der zum Schläger wird. Usw. Der Effekt ist bekannt.
(Sieht man an den Threads der FS, by the way).
Der heute erwachsene Mann bereut das.
Wie sah sein Mobben damals aus?
Das Gespräch, bei dem er es im Vertrauen erzählte, kennt nur Sirella. Er wird sich nicht gebrüstet haben. Ihm tut es leid.
Für Sirella eine Gelegenheit wieder einen Menschen abzubügeln, abzuwerten und zu verachten.
Steine zu werfen.
So viel Hass, selten.
Ich weiß gerade nicht, mit wem ich größere Probleme hätte: mit einem Menschen, der »für nichts Verständnis hat«, dies auch noch mit aufstampfendem Fuß unterstreicht, dabei den Stein schon wurfbreit in der Hand hat ...
Mit diesem. Sicher.

Ein Mensch macht Fehler. Menschlich. Als Kind, Jugendlicher noch mehr. Das ist menschliche Entwicklung. Wir haben (fast) alle unsere Fehler gemacht. Als Kind uns über andere lustig gemacht, gelacht, jemanden ausgegrenzt. Nicht mitspielen lassen. Das ist bereits Mobbing.
Man kann nicht rückgängig machen. Aber Reue, geändertes Verhalten muss reichen.
Soziales Verhalten lernt man. Steine werfen gehört nicht dazu. Aber Toleranz, Verständnis.

Irgendwie haben wir zu viele Menschen, die sich gerne als Richter aufspielen. Natürlich nur bei anderen.
Eindeutig.

M, 56
 
  • #52
Ich habe dich jetzt so verstanden, dass dieser Mann ein potenzieller Partner ist/war und das Gespräch mit ihm hat gezeigt, dass es nicht passt.
Warum dann diese Grundsatzdebatte über Richtig und Falsch? Er hat nicht zu dir gepasst. Abhaken, weitersuchen. Next please.
Dieser Mann hat sich dir gegenüber geöffnet und hat über seine Vergangenheit und Jugend erzählt. Er hatte Fehler gemacht und er bereut diesen Fehler jetzt. Er hat dich danach auch nicht mehr kontaktiert, also alles gut. Weiter suchen. Es gibt so viele Menschen, die auf der Suche sind. Der richtige Mann lässt sich nicht finden, indem Du hier deine Energie abgibst. Nutze die Zeit und Deine Energie um einen Partner zu finden.
 
  • #53
Schon komisch - nicht im Sinne von "zum Lachen" - wie wenig gerade die Menschen, die sich grösster Empathie rühmen und diese immer und ständig einfordern, wie Menschen, die geringfügiges und völlig normales Verhalten schon als "Mobbing" deuten hier mit Wonne Steine schleudern. Sirella hat ihren noch in der Hand .....
Meine Sicht der Dinge - es geht weniger um die Jugendsünden an sich sondern um Dinge, die Sirella erlebt hat. Und sie fragt, inwieweit sich Menschen ändern können. Sie hat etwas erlebt, das sie zu dem Menschen gemacht hat, der sie ist. Ohne Hoffnung, dass es besser wird - was ich persönlich schlimm finde. Aber wirklich zufrieden mit ihrem Leben wirkt das Mädle nicht. Und wieder erlebt sie, dass sie abgelehnt wird. Soviel habe sogar ich verstanden, der ich nun wirklich andere Stärken habe. Meine Hand ist wohl zu grob, die von Inanna zu jung, die von Lebenslust und Hanna sind zu pragmatisch ..... Aber wo sind die ganzen Hände, die sich um vermeintliche "Ungerechtigkeiten" kümmern, die anscheinend zu gerne helfen, wenn es nur um eine Gruppe geht, die gerade gehypt wird. Wo sind die Selfmadepsychologen ? Teilweise bei den Steinewerfern, die diese ja so verachten.
Ja, die Sirella ist keine einfache, pflegeleichte Mainstream Persönlichkeit - hat sie deshalb kein freundliches Wort, keine Hilfe verdient ?
Ich gebe ja zu - ich bin befangen. Ich mag die Sirella, die vor einem Jahr hier mitgeschrieben hat. Und will genau die wieder haben. Hier im Forum. Und hoffe, sie bekommt viele Hände gereicht. Eine wird schon die richtige sein, ergriffen werden.
 
  • #54
Ein Mensch macht Fehler. Menschlich. Als Kind, Jugendlicher noch mehr. Das ist menschliche Entwicklung. Wir haben (fast) alle unsere Fehler gemacht. Als Kind uns über andere lustig gemacht, gelacht, jemanden ausgegrenzt. Nicht mitspielen lassen. Das ist bereits Mobbing.
Man kann nicht rückgängig machen. Aber Reue, geändertes Verhalten muss reichen.
Soziales Verhalten lernt man. Steine werfen gehört nicht dazu. Aber Toleranz, Verständnis.


Eindeutig.

M, 56
Ich stimme Dir zu und gerade das mit dem Ausgrenzen von anderen Kindern hat mich auch sehr deutlich an früher erinnert (Brille, x-Beine und zur Krönung eine Zahnspange - ich muss nichts mehr sagen, oder?).
Du hast Recht: Es bedarf Toleranz und Verständnis, um Deine Sichtweise zu erreichen. Aber auch Selbstreflektion, Reife und den Willen dazu. Außerdem Menschen, die einen auf dem Weg dahin begleiten, hinweisen, kritisieren. Einem klarmachen, dass man nicht nur in der Vergangenheit rumkramen sollte, sondern abschließen sollte.
Und dieser Weg ist nicht in drei Wochen gelaufen.
Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es jemanden, der ähnlich wie die FS redet.
Er kommt nicht aus seiner Haut und es ist bedauerlich. Er macht sich damit vieles im Leben kaputt.
Ich sehe es wie @Lebens_Lust ; die, die mich damals getrietzt haben, brauchen sich heute nicht mehr zu entschuldigen.
Würde ich ihnen begegnen, würde ich ihnen sachlich gegenüber treten.
Diese Episoden sind vorbei; ich karte nicht nach.
Vielmehr freue ich mich über die guten Entwicklungen in meinem Leben; Wut und Hass machen zu viel kaputt, als dass ich sie in mein Leben lassen will.
Ich würde @Sirella wünschen, dass sie auch dahin kommt. Und wenn man für sich an einem anderen Menschen etwas ablehnt und damit nicht klar kommt, sollte man konsequent sein und den Kontakt beenden.
 
  • #55
Ich kann und will keinem vertrauen, der im nächsten Moment was Schlimmes anstellen könnte. Wie kann ich da ich und ehrlich sein?
Ich kann dich da gut verstehen.
Eine zeitlang wurde ich in der Schule auch getriezt. Und kenne die Hilflosigkeit, Angst und Scham.
Danach hab ich mich sehr oft vor die Mobbing Opfer gestellt und sie verteidigt. Das kann aber nur jemand, der einen guten Stand in der Klasse hat. Und den hatte ich damals.
Mir hat sich bisher noch keiner offenbart, dass er so etwas getan hat. Erstaunlich eigentlich...
Eine Beziehung würde ich da auch nicht anfangen wollen.
Allerdings würde ich schon gerne wissen, was er da getan hat, dass andere sogar die Schule wechseln wollten und auch wie es ihm damit ging.
Das sind für mich menschliche Abgründe.
Mit Jugendsünden hat es für mich nichts zu tun.
Jugendsünden sind für mich harmloser Natur. U-Bahn schwarz fahren, Schule schwänzen oder so was.
Tiere oder Menschen absichtlich schlecht behandeln..finde ich unverzeilich.
Immerhin reflektiert er. Ich könnte wetten, dass die Mehrheit der Mobber, diese später runter spielen und gar nicht so bewerten.

Die Sache mit dem Steinwerfen verstehe ich übrigens nicht. Was ist damit gemeint?
Kann mir das jemand erklären?
Verurteilen? Angreifen?
Um welches Thema geht's da im Moment?
Nur ums Mobben? Oder auch um generelle Verstöße?
( zb gehe ich immer noch ganz erwachsen, unerlaubt bei Rot über die Straße und fahre ohne Fahrkarte eine Station Bus, wenn mir das Kleingeld fehlt....)
? Das verstehe ich auch nicht 🙈
 
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  • #56
Wenn jemand die Stärke finden zum Täter zu werden, dann sollte er doch die Verursacher bekämpfen, finde ich.
Wie jemand agiert, hängt von seinem persönlichen Charakter und Temperament ab. Es gibt empfindliche Personen, mit denen ist nicht gut Kirschen essen, wenn man sie zu lange ärgert.

Menschen tragen in der Regel das weiter, was sie selbst erlebt haben. So machen es auch alle Eltern. Sie misshandeln ihre Kinder, wie sie selbst misshandelt worden sind. So funktioniert nunmal die menschliche Psyche.
Nicht jeder Mensch ist reflektiert, bewusst, lieb und nett. Das wird man auch nie schaffen. Das ist viel harte Arbeit an sich selbst, das nicht jeder machen kann und das man auch nicht von jedem verlangen kann.

Er meint es war eine Jugendsünde und dass er es gerne rückgängig machen würde. Darauf hin habe ich ihn gefragt, warum er sich denn nicht entschuldigt hat. Er meinte, es wäre ja schon so lange her und und er könnte die Leute nicht finden. Ich habe das mal so stehen lassen, bei den Zeiten von Facebook und Co. Ich hatte den ernsthaften Eindruck, das er es nicht wirklich bereut, weil er es damals gebraucht hat.
Wenn mich meine Mobbing-Täter nach Jahrzehnten wieder kontaktieren würde (womöglich sogar noch über Facebook), würde ich ihnen den Vogel oder Stinkefinger zeigen. Entschuldigungen werden selten angenommen. Lasst die Leute auf Facebook endlich mal in Ruhe. Ihr seid doch sowieso unerwünscht und die Leute leben heute ein ganz anderes Leben heute und wollen von euch nix wissen.

Was sollte er sich heute entschuldigen? Um sich anzubiedern? Freundschaft aufbauen? Jede Kontaktanbandlung bringt auch wieder neue Verantwortung mit sich, die er nicht stemmen könnte.
Deine Aufgabe wäre, diesen Mann nicht mehr zu retten oder ihm zu sagen, was er besser tun sollte.
Möglich, dass er immer noch ein Mobber ist. Sein Unwille zur Entschuldigung zeigt ein großes Selbstbewusstsein, dass evtl. dir mal zum Verhängnis werden kann, wenn er dich attackiert, wenn du seinen Wunden Punkt triffst.

Deine Aufgabe ist es nur, rechtzeitig zu erkennen, ob er noch wunde Trigger-Punkte in sich trägt, die ihn schmerzen und wo er dann dich eines Tages mobben könnte.

Du hast auch Mobber-Sympathien, evtl. passt ihr gut zueinander, um euch gegenseitig den Rest zu geben, damit ihr daraus lernt und euch weiterentwickelt.

Meine Antwort ist klipp und klar: Weitersuchen. Du hast jetzt schon das Bedürfnis, ihn anders haben zu wollen oder ihm zu sagen, was er zu tun hat.
Das will keiner in einer Beziehung.
 
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  • #57
Liebe @Sirella, ich habe mir jetzt mal einen älteren Thread von dir durchgelesen (Beziehungsangst nach dem Dauersingle-Leben) und begriffen, dass du offensichtlich einen ganzen kleinen Berg von Steinen neben dir aufgetürmt hast - damit dir die Wurfgeschosse nie ausgehen.

Du bist voller Wut!

Lerne, dich selbst zu lieben, lerne, deine eigenen Werte zu erkennen ... und sie, ganz ohne Steine, einzusetzen. Mach eine Therapie und du wirst nach-und-nach die schöne Welt wieder entdecken. Du weißt, dass es die gibt, schreibst aber in dem von mir angeführten Thread, »dass es sie für die Anderen, aber nicht für dich gibt«. Damit hast du dich abgefunden - und jetzt wirfst du Steine. Selbst auf diejenigen aus deiner Jugend, denn du magst und brauchst niemanden.

Denkst du.

Aber es türmen sich ja nicht nur Steine in dir, du hast auch Fragen (die du einem anonymen Forum anvertraust).
Die Welt wird sich ändern, wenn du dich endlich dir selbst einmal zuwendest.

Dauert halt. Doch Geduld lässt sich üben.
 
  • #58
Die Sache mit dem Steinwerfen verstehe ich übrigens nicht. Was ist damit gemeint?
Kann mir das jemand erklären?

Wikipedia - Evangelium nach Johannes
"8:1 Jesus aber ging nach dem Ölberg. 2 Frühmorgens aber kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie. 3 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte 4 und sagen zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? 6 Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. 8 Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie aber dies hörten, gingen sie, einer nach dem anderen, hinaus, angefangen von den Älteren; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt? 11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr! "

Wird heute als geflügeltes Wort benutzt.
Eine Ermahnung, Es ist kein Mensch ohne Schuld, ohne Fehler.
Damit steht es niemandem zu, zu richten.

M, 56
 
  • #59
Ich auch und ich habe auch einmal (einziges Mal) eine Lehrerin erlebt, die in ihrer Klasse Courage gezeigt hat. Es gab in der besagten Klasse einen Schüler mit gewissen sozialen Handicaps in Richtung Asperger und es waren auch Kinder, die ihn gemobbt haben. Sie hat dann in einem Elternabend ganz klar sich auf der Seite diesen Jungen gestellt und gesagt, dass sie in ihrer Klasse keine mobbing akzeptiert. Sie hat zwar keinen Namen genannt aber jeder wusste Bescheid um wen es sich handelt und danach hat es aufgehört. Der Junge wurde sogar danach von vielen akzeptiert und aufgenommen und musste die Schule nicht wechseln und soweit ich gehört habe, hat er sich auch dann gut weiterentwickelt. Leider ist so eine Haltung sehr selten.
Meine Schulzeit ist seit 20 Jahren vorbei, aber das Verhalten der Lehrerin halte ich für selbstverständlich, wenn es um massives Mobbing geht, das wäre bei uns auch so gelaufen, denke ich.
Bei Jugendstrafen setzt man aus gutem Grund mehr auf den pädagogischen Effekt.
Was jemand mit 15 angestellt hat, ist irrelevant, wenn er daraus gelernt hat.
Ja, volle Zustimmung.
Wenn mir ein Erwachsener erzählt, dass er als Jugendlicher gekifft hat, jetzt aber mit Drogen nichts mehr zu tun hat, hätte ich kein Problem damit. Das ist für mich eine typische "Jugendsünde". Man probiert es aus und irgendwann hat es sich erledigt.
Wenn mir dagegen ein Erwachsenenr erzählt, erhabe mit 14 seine 8jährige Schwester vergewaltigt, wollte ich nichts mit ihm zu tun haben. Da "werfe ich auch nicht den ersten Stein", da halte ich mich komplett fern.
Jugendsünde ist für mich etwas, das man als Jugendlicher, also vor der Volljährigkeit "verbrochen" hat.
Sehr guter Post, gehe da mit.

Wenn ich überlege, wie ich mit 15 war und welche Werte jetzt relevant sind, holla die Waldfee, da hat sich extrem viel getan. Manche Schwächen bekomme ich zwar nicht raus, aber meine Sicht auf Welt und Menschen ist durch und durch gewandelt und erweitert.
Grundsätzlich finde ich Menschen jeglicher Couleur zunächst mal interessant, man kann aus jeder Lebensgeschichte lernen.
Bei der Partnersuche würde ich eher auf den Alltag schauen, wie oben gesagt wurde, wie geht er z.B. mit Dienstleistern um, das sagt viel mehr als einzelne Anekdoten.

Andere aus Rache mobben ist schon wirklich zu fies, aber selbst da kann mein imaginäres Auge sich zwei völlig verschiedene Erwachsene zu vorstellen:
1. Der, der immer noch im Alltag auf unauffällige Weise seine Mitmenschen fertig macht, nur halt subtil, weil er es perfider macht denn als Jugendlicher
2. Der wirklich damit abgeschlossen hat und sagt "war echt bescheuert, in den Jahren danach bin ich charakterlich sehr gereift". Denn in den jungen 20ern reift die Persönlichkeit noch mal stark nach - hat mich völlig verändert und das unterstelle ich auch anderen.
W37
 
  • #60
Jugendsünden hat es für mich nichts zu tun.
Jugendsünden sind für mich harmloser Natur.

Ob das als Jugendsünden zu werten ist, hat die FS selbst gefragt. Ich finde ebenfalls, nein.
Erschrocken bin ich jedoch darüber, wie hier einige das Thema Mobbing verharmlosen. Ich bin echt froh, heute kein Teenager mehr zu sein, denn das Thema hat mit Social Media noch viel mehr an Relevanz gewonnen als früher. Vielleicht haben diejenigen auch nur harmlose Streiche erlebt, dass sie Mobbing herunterspielen. Wir sehen es doch schon hier im Forum, wie hart sich die Foristen teilweise untereinander angehen. Habt ihr mal geschaut, was bei den Bloggern, Influencern usw. los ist? Ich folge keinem, bekomme aber am Rande durchaus die Diskussionen darüber mit. Da schreiben z.B. 11-jährige an die bekannte Frau eines Fußballers öffentlich Morddrohungen, Vergewaltigungswünsche, Folterfantasien und andere Dinge, wo ich mich frage, was in deren Kopf los ist. Und genau in diesem aggressiven Ton werden Gleichaltrige gemobbt. Da fragt der Schwarm nach Unterwäschefotos, die er dann auch erhält. Er nutzt sie aber nicht für sich, sondern schickt sie der ganzen Schule weiter, wieder andere stellen sie ins Netz und so wird daraus ein Lauffeuer, dass nie wieder einzuholen ist. Schl*** ist da noch eine der harmlosen Bezeichnungen, die das Mädchen dadurch ertragen muss. Es haben sich schon Teenager umgebracht, weil sie keine andere Lösung sahen, dem M. zu entgehen.

Danach hab ich mich sehr oft vor die Mobbing Opfer gestellt und sie verteidigt. Das kann aber nur jemand, der einen guten Stand in der Klasse hat. Und den hatte ich damals.

Mich hat keiner verteidigt, als ich mich vor die Gemobbten stellte. Alle hatten zu viel Angst, die nächsten zu sein. Ich war jedoch schon immer sehr selbstbewusst und konnte über die dummen Sprüche drüber stehen. Viel mehr habe ich zum Glück klassenintern nicht durchmachen müssen.

Aber die eine, hab ich in Gedanken schon verhauen und auch über die Schule hinaus.

Ich habe dem einen mal Prügel angedroht. Der hat richtig Angst bekommen, weil er wusste, dass ich Kampfsport machte. Danach hatte ich lange Zeit Ruhe vor ihm.

Der eine Mobber aus der Klassenstufe über mir, war übrigens bei mir im gleichen Sportverein. Wenn wir im Sport gegeneinander antreten mussten, hat er mich gerne mit unfairen, damals aber noch erlaubten, Griffen traktiert. Er war älter, größer und als Junge natürlich stärker als ich. Was muss man für ein schwaches Ego haben, um sich an offensichtlich schwächeren auszulassen?
Ja, wenn ich von einem Erwachsenen erfahre, dass er so etwas gemacht hat, würde ich den Kontakt zu diesem Menschen abbrechen. Egal, ob es Vergangenheit ist, oder nicht. Wobei ich bei solchen Menschen nicht einmal vermuten würde, dass sie sich geändert haben.
 
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