• #61
Erschrocken bin ich jedoch darüber, wie hier einige das Thema Mobbing verharmlosen.
Das liest du falsch, liebe Hanna: es geht hier nicht um Mobbing im Allgemeinen (viele von uns haben Mobbing-Erfahrungen gemacht, das war immer schrecklich!), hier geht es tatsächlich um eine »Jugendsünde«, also um das Verhalten eines bestimmten Menschen, vor vielen Jahren.

Das macht zwar, im Nachhinein, dieses Verhalten nicht harmloser, aber der »Täter« hat das inzwischen längst erkannt, würde es gerne rückgängig machen. Nur ist das nach der langen Zeit nicht möglich. Aber es zählt für mich mehr, als wenn er heute (!) drauf loszöge, um sich bei den - vermutlich verdattert aus der Wäsche guckenden - Opfer aus grauer Vorzeit zu entschuldigen.

Ja, es gibt »Jugendsünden«. Doch ein gesunder Jugendlicher wächst daran, so geht Erwachsenwerden.
 
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  • #62
Liebe FS,
ich würde an Deiner Stelle genau hingucken, warum das Thema Dich so auf Zinne bringt.

Ich halte es ähnlich wie @Lebens_Lust und @Hanna_17 - Jahre bis Jahrzehnte nach dem Mobbingerlebnis keinerlei Interesse an Kontakt mit den Mobbern und erst Recht kein Interesse, mich nochmal damit auseinanderzusetzen, geschweige denn ihnen das zu verzeihen, was sie mir angetan haben und was großen und keinen erfreulichen Einfluß auf mein Leben hatte.

Es gibt kein Recht auf Entschuldigung und Verzeihen - müsste vom Opfer ausgehen nicht vom Täter. Ich denke, er weiß das und dass er höchstwahrscheinlich entweder auf massive Ablehnung oder Agression stoßen würde.

Zu mir wollten vor einigen Jahren ehemalige Klassenkameraden Kontakt aufnehmen. Mangels Onlineerreichbarkeit für sie haben sie es über meinen Vater versucht.
Er hat auf meinen Wunsch meine Kontaktdaten nicht weitergegeben, verstand aber nicht, warum ich keinen Kontakt zu ihnen wollte - wo die doch so nett gefragt haben. Ich soll mich doch mal melden, wenn ich im Heimatort bin - nee, mach ich nicht. Er konnte die Gründe nicht wissen, weil ich mich ihm aus gutem Grund als Kind nicht anvertraut habe.

So wie sie mit 12 waren, waren sie auch mit 16 und mit 18 - danach war ich weg. Wann immer ich sie in den 20ern aus der Ferne sah, waren sie immer noch rücksichtslose Großmäuler.
Ich glaube einfach nicht, dass aus ihnen Jahrzehnte später gute Menschen geworden sind und will sie garnicht auf die Probe stellen. Wir hatte früher keine gemeinsamen Interessen und werden sie heute noch viel weniger haben - also noch weniger Anlass, mit ihnen in Kontakt zu treten.
Damit ist das Thema für mich durch.

Für mich ist mobben keine verzeihbare Jugendsünde sondern ein übler Charakterzug und erst recht, wenn man vom Opfer (weiß wie das ist) zum Täter wurde (endlich selber Macht haben). Der Charakter hingegen ist im Jugendalter weitgehend festgelegt.
Selbst wenn das Tier im Menschen domestiziert ist, in der Krise bricht der wahre Charakter durch und mit so einem Partner hast Du dann den Salat.
Darum käme jemand der meint, mobben sei eine lässliche Jugendsünde für mich weder als Partner noch enger Freund infrage.

Ich habe keinen Drang mich zu rächen oder abzuurteilen, ich will sowas einfach nicht mehr als Risikofaktor in meiner Nähe haben und muss das ja auch nicht.
 
  • #63
Ich denke die FS meint...wenn er es wirklich bereut, dann hätte er sich entschuldigt.

Was bei mir mitschwingt ist das Thema Rache.
Dass ihr gerade das aufstösst und ggf überlegt ob man das Verhalten ablegt= würde er auch heute noch zur Rache greifen und Tuck wieder Tuck machen.

Im Zusammenhang mit dem anderen Thread der FS, kommt mir aber grundsätzlich der Gedanke, dass ihr Vertrauen fehlt mittlerweile.
Es wäre schön wenn sie...still für sich mal überlegt, ob sie instinktiv nach Dingen sucht um anlehnen zu können.
 
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  • #64
Menschen tragen in der Regel das weiter, was sie selbst erlebt haben.
So ist es, und von daher würde ich sagen, dass jemand, der selbst gemobbt wurde und dann andere mobbt, "nur einfach auch" auf diese Weise reagiert - unreflektiertes Abreagieren mit dem Bestreben, die innere Verletzung loszuwerden. Aber er kann sich ja ändern, indem er irgendwann über seine Taten reflektiert und es ihm dann auch wirklich leid tut.

Es gibt Menschen, von denen man hören will, dass sie was falsch gemacht haben und dass es ihnen leid tut. Ich würde hier an oberster Stelle die Familienmitglieder sehen. Aber wenn das von denen nicht kommt oder wenn sie sogar schon tot sind, sollte man mE damit auch nicht so hadern, dass die Verletzung ewig bestehen bleibt. Braucht man eine Entschudigung für sein Seelenheil? Hm. Schwierige Frage. In manchen Fällen würde ich sagen, ja. Aber nicht immer. Wenn man sehen kann, wie seelisch kaputt diese Person selbst gewesen sein muss/ist, versteht man vielleicht, dass sie es nicht konnte/kann, um Verzeihung zu bitten. Es setzt ja auch immer voraus, sich zu erforschen, WARUM man so war, und dann kommt raus, dass man selbst ein Opfer mit verletzter Seele ist.

Will man von allen Menschen eine Entschuldigung? Ich würde sagen, nee. Wenn mich früher ein anderes Kind gemobbt hat, dann ist das längst vergessen. Ich finde diese Leute (beim späteren Klassentreffen gesehen) immer noch unangenehm, sie sind auch noch wie früher gewesen.

Es gibt Dinge, die nicht entschuldbar sind. Wenn ein Mobber das Leben eines anderen nachhaltig beeinflusst hat, kann das nicht weggewischt werden mit einer Entschuldigung. Und wenn ein Lehrer z.B. Schüler mobbt, sollte er dafür in die spezielle Lehrerhölle kommen, ohne je die Chance auf Vergebung zu kriegen, es sein denn, der gemobbte Schüler vergibt ihm.
Mal weniger dramatisch gesagt: M.E. ist derjenige längst in seiner Privathölle, weil Menschen, die andere mobben oder sonstwie gemein sind, das ja auch nicht sind, weil sie freie, glückliche, zufriedene Menschen sind. Und wenn ihm doch irgendwann ein Licht aufgehen sollte, was er da gemacht hat, dann geht es erst richtig los, weil er sich das selbst verzeihen muss, und das ist auch eine sehr schwere Übung: Damit leben, dass man sich schuldig gemacht hat. Es ist viel einfacher zu sagen, das Opfer sei selbst schuld gewesen, dass man so mit ihm umgehen musste, da es zu schwach, zu schlecht, zu enttäuschend, zu anders ... war.
Ich würde sagen, man erkennt es an dem "aber" in dem Satz der Entschuldigung, ob es jemandem wirklich leidtut. Und ob derjenige dann entscheiden will, dass es nun mal wieder gut sein muss mit dem Thema. Wenn das Opfer noch reden will, ist es nicht gut, Punkt. Dann kann der Schuldige entscheiden, ob er genug Entschuldigung geliefert hat, sich also selbst verzeiht, und der andere aus anderen Gründen drauf rumreiten muss, oder ob es eben doch noch Gespräche geben sollte.
 
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  • #65
Aber für "wisch und weg und wieder gut" sind Entschuldigungen vielleicht auch nicht immer da, sondern dafür, was zu erklären.
Also wenn Dein Bekannter den anderen Kindern erklären könnte, wie er so wurde, dann kann das dahingehend helfen, dass sich das Opfer nicht mehr in gewisser Weise schuldig fühlt, wenn sie das so empfanden, weil SIE ja ausgewählt worden waren, die anderen Kinder nicht.
Eigene Erfahrung: Erst, als ich einen Täter selbst als Opfer sehen konnte (ich wusste natürlich nicht, was genau ihm passiert war, aber es war offensichtlich, dass da was gewesen sein musste, wenn sich einer so verhält), verlor er auch seine Macht über mich, ich konnte es als weitergegebenes eigenes Leid und eigene seelische Probleme begreifen und es als SEIN DING betrachten, also ich war sein "Statist" geworden bei dem Versuch, sein Problem zu lösen oder sein Leid zu mindern. Nicht ich persönlich war ausgewählt worden, sondern ihm spielte in die Hände, dass ich schwächer war als er und dass ich da war. Mehr war an Auswahl nicht.

Wenn man in einem sozialen Gefüge lebt, Familie, Schulklasse, dann bilden sich meist Hackordnungen, wenn die Menschen nicht gerade besonders emotional entwickelt sind. Also hier gibt es schon die Außenseiter, die dann meist Mobbingopfer werden. Da ist was anders an dem Menschen oder es fehlt die Wehrkraft oder die große Klappe. Selbstwertgefühl haben vermutlich die wenigsten Kinder entwickeln dürfen. Naja, und wenn es das Kind in der Familie ist, das von den Angehörigen gemobbt wird, ist es ja klar - es ist viel schwächer und abhängig.
Das ist nur eine Erklärung, keine Entschuldigung oder Aufforderung zu "wisch dein Leid einfach weg".

Es gibt auch Menschen, die anderen Menschen Schwäche und Abhängigkeit übelnehmen und dann darauf rumhacken. Wenn es das Kind ist, ist das natürlich komplett abartig, aber wenn es gleichauf Erwachsene sind, dann fragt man sich schon, warum sich die andere Person so behandeln lässt bzw. warum sie nicht mal reflektiert, dass sich hier was aus der Kindheit wiederholt, das es im Leben nicht mehr braucht. Aber das zu erkennen, ist eben auch sehr schwer.
 
  • #66
Um zu sehen, dass man Opfer war, muss man sich ja erstmal in dieser Rolle auch akzeptieren können. Ich würde sagen, Männer haben damit eher Schwierigkeiten.
Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb manche Behandlungen von Ehepartnerinnen so lange ertragen: Frauen werden seltener als mächtige Täter gesehen (absichtlich nicht gegendert, weil "Täter = männlich" in vielen Köpfen verankert ist und damit Frauen gleich mal genauso wegfallen im Denken wie bei bestimmten Berufen, wenn da nicht die weibliche Form oder die gegenderte Form genannt wird). Ein Mann, der zugibt, dass seine Frau oder seine Mutter komplett die Macht über ihn hat/te, er hilflos ausgeliefert war/ist und nicht weiß, wie er sein Leben ändern soll, weil er sich unglücklich fühlt? Und das, wenn man erfolgreicher Berufstätiger ist, der gut verdient, eine Familie ernährt und Kinder gezeugt hat? Das ist schon ein Erkenntnisschritt.

Dein Bekannter hat es eingesehen. Es war ja bei ihm und den Opfern auch sehr sichtbar, was er tat. Er hätte wen haben müssen, der sich sein Leid anhört, damit er es nicht weitergeben "muss".
Viel zu oft sieht aber ein Mobber gar nicht ein, dass er einer ist. Insbesondere, wenn es um echte Abhängigkeiten geht, in denen sich einer mit Macht nicht aus seiner Überlegenheit wegbewegen will durch ein Bitten um Verzeihung beim anderen, den er "minder" einstuft. Oder wenn er sich als mieser Machtmissbraucher nicht sehen will, so selbstbildmäßig. Man kann seine "Maßnahmen", also das Gemobbe immer gut vor sich verkaufen als "Motivierungsversuch" oder indirekte Technik, den anderen zu mehr Stärke zu bringen. Das ist für mich besonders zum Würgen. Ich quäle dich zu deinem Besten. (sieht man "schön" in der Erziehung früher, deren ganze Unmenschlichkeit weitergegeben wurde mit dem Gefühl, das sei richtig und man sei im Recht. Eine komplette Spaltung von Kind und Erwachsener, also ob bei dem Übergang irgendwo irgendwas passiert, das den Menschen dann auch berechtigt, jüngeren, kleineren Menschen Gewalt anzutun.)

Wenn einer die Macht zu irgendeinem Handeln hat, denkt er vielleicht auch, sein Verhalten sei gerechtfertigt. Manchmal ist auch in den Paragraphen keine Menschlichkeit, so dass sich trotzdem "schuldig" gemacht wird, obwohl man nicht gegen das bestehende Recht handelte. Das kommt dann wieder, wenn der "Täter" anfängt, darüber zu reflektieren, wie sehr er anderen wehtat.

Es gibt dieses Experiment, in dem Probanden anderen Leuten (scheinbar) Elektroschocks gaben, wenn sie eine Lernaufgabe nicht richtig erfüllten. Und es war erschreckend, wieviele der Probanden bereit waren, den Leuten richtig wehzutun, einfach weil "die Obrigkeit" ihr grünes Licht dazu gegeben hatte.
Es wird nur eine Rechtfertigung gebraucht, grausam zu sein - der Chef, der Kunde, die Paragraphen, das Gehalt - schon ist die Eigenverantwortung abgegeben.
 
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  • #67
Ziemlich übel sind Leute, die sich für supergut und gerecht halten, die klammern sich besonders hart an ihr Bild von sich und negieren, wenn sie andere Leute verletzen. Negative Eigenschaften haben sie nicht, oder es wird damit kokettiert, dass es eigentlich cool sei, sie zu haben. Sie können sich gut als immerwährendes Opfer sehen und das auch anderen vormachen. Ihre eigenen Gehässigkeiten sind für sie keine oder Sonderfälle, wo es der andere aber mal wirklich verdient hat.

Früher musste ich bei meiner Arbeit manchmal zu Hausbesuchen, und habe mich schon mal gewundert, wie unfreundlich oder kalt Töchter zu ihren alten Müttern waren, die sich als arme alte, sehr, sehr nette Frauen präsentierten, die nie einer Fliege was zu leide getan hatten. Nunja, wenn sich Machtverhältnisse umkehren, sollte man als ehemalige Machtinhaberin vielleicht mal was klären, was man falsch gemacht hat und was einem leidtut. Sonst muss man sich nicht wundern, dass das einstige Opfer jetzt Mühe hat, nicht selbst seine Macht zu missbrauchen und daher lieber gefühlsmäßig hinter einer Betonwand bleibt. Wenn Eltern Kinder immer noch herabwürdigend behandeln wollen, wenn diese schon erwachsen sind, was leisten und sich nun kümmern sollen, funktioniert das halt nicht.
Das ist dann wohl der Unterschied zwischen Liebe und Respekt. Letzterer geht schnell verloren, wenn einer offensichtlich seine Überlegenheit verloren hat.

Es heißt, man sieht sich immer zweimal im Leben. Oder: Setz dich an den Fluss und warte, bis die Leichen deiner Feinde vorbeischwimmen. Naja. Nee, ich denke nicht, dass das funktioniert, jedenfalls nicht immer. Und ehrlich gesagt, interessieren mich manche Leichen auch nicht bzw. ich habe keinen Bock, da am Fluss zu sitzen.
Eher würde ich sagen: "leb möglichst dein Leben, als hätte es den nicht gegeben". Was aber auch nicht funktioniert, wenn er nunmal so viel Einfluss hatte, dass man psychische Probleme bekam, die die Leistung, das Leben, das Selbstbild beim Aufwachsen beeinflussten.

Opfer sind nicht allein, und manchmal sind sie dann auch Täter. Mit manchen Tätern will man keinen Frieden schließen, was ja eine Entschuldigung bzw. deren Annahme bewirken könnte. Das machen manche Täter auch aus purem Eigennutz, um sich wieder im Spiegel anzusehen oder weil sie jetzt die Liebe gefunden haben, ein Seminar in einem Kloster machten oder sowas. Der Weg zum Seelenfrieden funktioniert sowieso nicht so, dass ein anderer einem nur vergeben muss und dann ist man wieder super.
 
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  • #68
Generell würde ich Mobben auch eher wie @Ehrenrunde , @Laubsk und @Vikky einstufen, also schon als Charakterzug. Mir ist auch noch nie jemand begegnet, der erzählt hätte, er wäre in seiner Kindheit Mobber gewesen.

Zu meiner Kindergartenzeit hat mich so ein kleines Menschlein regelmäßig auf dem Nachhauseweg geärgert und als Höhepunkt einmal richtig verprügelt. Meine Mutter ging dann zu seiner Mutter, und ich wollte sowieso schon aus anderen Gründen gar nicht mehr in den Kindergarten. Drama ohne Ende.
Dieser Mensch und ich besuchten dann noch die gleiche Grundschule und das Gymnasium, aber in unterschiedlichen Klassen. Ich hatte dann nichts mehr mit ihm zu tun und er fiel auch m.W.s nicht durch Mobbing in der Schulzeit auf. Wir machten gemeinsam Abitur und saßen im Leistungskurs auch 2 Jahre einträchtig nebeneinander und verstanden uns ganz gut.
Irgendwann unterhielten wir uns über die Kindergartenzeit und er hat sich dann tatsächlich so ca. 15 Jahre später für sein damaliges Verhalten bei mir entschuldigt. Fand ich ganz nett. Die Entschuldigung passte aber auch, da wir eh nebeneinander saßen.

Den beruflichen Werdegang dieses ehemaligen kleinen Menschleins darf ich seit einigen Jahren regelmäßig in sämtlichen Zeitungen bewundern. Und wenn es wieder soweit ist, dass mir sein Bild in irgendeiner Zeitung entgegen starrt, denke ich wahlweise " Du kleiner Prügelwicht" oder "ach, eigentlich war er ganz nett."
Ich hoffe mal, dass er seine Karriere aufgrund seiner Fähigkeit des sich Entschuldigens machte und nicht aufgrund seiner Mobbingqualitäten im Kindergartenalter.
W 56
 
  • #69
Ich halte es ähnlich wie @Lebens_Lust und @Hanna_17 - Jahre bis Jahrzehnte nach dem Mobbingerlebnis keinerlei Interesse an Kontakt mit den Mobbern und erst Recht kein Interesse, mich nochmal damit auseinanderzusetzen, geschweige denn ihnen das zu verzeihen, was sie mir angetan haben und was großen und keinen erfreulichen Einfluß auf mein Leben hatte.
Ich sehe es anders. Eine wirklich echte Entschuldigung würde mir helfen loszulassen, die Vergangenheit zu akzeptieren und nach vorne zu schauen.
Als meine Ehe zerbrach, hätte ich schon gerne eine Entschuldigung von meinem Ex-Partner bekommen. Die Heilung hat sehr lange gedauert und ich habe es auch mittlerweile akzeptiert und sehe mich auch nicht als Opfer aber dieser Heilungsprozess wäre viel schneller gewesen, wenn von ihm eine echte und aufrichtige Entschuldigung gekommen wäre.
Ich hatte auch oft Mobbingopfer gesehen, die zu Tätern mutiert sind sobald sie Gelegenheit dazu bekamen.
Ich möchte jetzt keine Geschichte aus meinem Leben erzählen (ich habe schon ein Paar filmreife Geschichten), aber ich lasse es. Ich möchte niemanden triggern.
Für @Sirella wünsche ich jedenfalls alles Gute 🍀.
 
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  • #70
Eine wirklich echte Entschuldigung würde mir helfen loszulassen, die Vergangenheit zu akzeptieren und nach vorne zu schauen.
Ja, verstehe ich. Das setzt aber voraus, dass Du demjenigen glauben würdest, dass er es ernst meint und sich auch anders verhalten kann (nicht nur will, weil bei ihm angekommen ist, dass es nicht mehr "in" ist so asozial zu sein).
Darin unterscheiden wir uns, weil ich das nicht glaube, sondern so ein Verhalten als Charakterzug sehe, d.h. ist in der Persönlichkeit verankert und passiert immer wieder unter bestimmten Bedingungen, womit ich sein "tut mit Leid" garnicht ernst nehmen kann, weil nicht belastbar.

Derjenige kann sich eh nicht entschuldigen, d.h sich von der Schuld befreien. Er kann nur um Entschuldigung bitten. Entschuldigen kann nur das Opfer, nicht der Täter.
Als meine Ehe zerbrach, hätte ich schon gerne eine Entschuldigung von meinem Ex-Partner bekommen. Die Heilung hat sehr lange gedauert..... dieser Heilungsprozess wäre viel schneller gewesen, wenn von ihm eine echte und aufrichtige Entschuldigung gekommen wäre.
Aber hättest Du ihm diese Entschuldigung abgekauft - ich meinem Ex nicht? Und darum ging es rein über verstehen und ohne Wünsche oder forderungen an ihn.
Wenn es ihm wirklich Leid täte und er anders könnte, dann hätte er sich doch anders verhalten. Konnte er nicht, weil er ist wie er ist, inkl. seines Charakters.

Ich wusste, irgendwann warum er sich nur so und nicht anders verhalten konnte. Und ich denke, das findest Du auf eine Weise bei jedem Mobber.

kommt mir aber grundsätzlich der Gedanke, dass ihr Vertrauen fehlt mittlerweile.
Ja, natürlich, wenn Du sowas in wirklich schlimmer Form erlebt hast, nicht als kindliche, vorübergehende Nickeligkeiten, dann hinterlässt das dauerhaft Vertrauensverlust in andere Menschen und man vertraut wegen der großen schweigenden Mehrheit die auch dabei war nur noch wenigen handverlesenen Menschen.
Man muss lernen gut damit umzugehen (die meisten sind einem doch vollkommen egal), statt sich das Leben zu verleiden.
 
  • #71
Ziemlich übel sind Leute, die sich für supergut und gerecht halten, die klammern sich besonders hart an ihr Bild von sich und negieren, wenn sie andere Leute verletzen.
Ich weiß zwar, was du meinst und sehe es ähnlich aber ich würde denken, dass fast alle so denken. Selten laufen die Menschen rum und geben es zu schlechte Menschen zu sein. Fast jeder sieht sich im Recht. Das wäre auch komisch, wenn es anders wäre.
Vielleicht ist mobben auch Erziehungssache?
Ja, sehr richtig 👍.
 
  • #72
als kindliche, vorübergehende Nickeligkeiten
Genau das dürfte Jeder erlebt haben. Und in etwas anderer Form auch heute erleben.
Normales menschliches Verhalten. Ich bin nicht überall willkommen - Du auch nicht.
Jeder von uns müsste auch die Menschen kennen, die überall dazwischen drängen wollen wie die Kälte. Manchmal will man sich eben direkt mit ein paar Personen austauschen - ohne weitere Personen dabei zu haben. Dieses aufdringliche Gehabe kommt meines Erachtens eben auch davon, dass man nie gelernt hat, andere Menschen auch mal in Ruhe zu lassen. Die Akzeptanz, dass jemand mal nicht erreichbar ist ausser für seinen engen Kreis - die fehlt auch, weil Kinder gescholten werden, wenn sie ihre Abneigung gegen jemanden offen zeigen.
Die Kehrseite der Medaille ......
man vertraut wegen der großen schweigenden Mehrheit die auch dabei war nur noch wenigen handverlesenen Menschen.
Natürlich - und das ist auch richtig so. Vertrauen und Respekt, das hat man verdient und jeder, dem man sein Vertrauen schenkt, Respekt zollt hat ebenfalls einige Dinge richtig gemacht. Sollen Kinder ruhig lernen ....
Denn den meisten Menschen bist Du genauso egal wie ich - und diese sind dir und mir absolut schnurzegal.
Siehe
Man muss lernen gut damit umzugehen (die meisten sind einem doch vollkommen egal), statt sich das Leben zu verleiden
Die Grundlagen dazu werden in der Kindheit gelegt. Man lernt spielerisch, sich abzugrenzen, ein Nein oder ein Ja bewusst zu geben - und muss akzeptieren, dass andere Menschen dieses Recht auch haben.

Manchmal erscheint es mir so, dass es viel weniger "Jugendsünden" als "Versündigungen an der Jugend" gibt. Lasst die jungen Menschen lernen - auch wenn mancher Lernprozess weh tut. Auswüchse kann man immer noch stoppen ....
Und ja, zum Lernprozess würde auch gehören
Er kann nur um Entschuldigung bitten. Entschuldigen kann nur das Opfer, nicht der Täter.
.... inkl. der Tatsache, dass niemand der Bitte um Entschuldigung entsprechen muss.
 
  • #73
ch sehe es anders. Eine wirklich echte Entschuldigung würde mir helfen loszulassen, die Vergangenheit zu akzeptieren und nach vorne zu schauen.

Es kommt ja immer darauf an, warum er sich entschuldigt und wer das angestoßen hat. Wenn andere wegen ihm die Schule gewechselt haben, muss das Mobbing sehr massiv gewesen sein. Diejenigen werden sehr darunter gelitten und evtl. psychische Schäden davongetragen haben. Bei manchen prägt das den gesamten späteren Lebensweg.
Wie andere schon schreiben, könnte ich in dem Fall getrost auf eine Entschuldigung verzichten. Ich habe jedoch eine Doku gesehen, da hat das Mobbing-Opfer später die Täter angeschrieben. Die meisten haben ihre Taten verharmlost oder bestritten. Nur einer war zu einem Gespräch bereit und hat sich entschuldigt. Wenn der Weg der Entschuldigung so herum verläuft, ist es sicher etwas anderes, als ob der Täter dem Opfer die Entschuldigung aufdrängt.

Irgendwann unterhielten wir uns über die Kindergartenzeit und er hat sich dann tatsächlich so ca. 15 Jahre später für sein damaliges Verhalten bei mir entschuldigt

Konnte er einen Grund für sein Verhalten nennen? Kindergartenalter ist aber auch noch einmal etwas anderes als Teenageralter. Von einem Teenager erwarte ich, dass er sein Verhalten reflektieren kann und weiß, was er tut.

Ps: @HeidiBerlin und andere: Ich entschuldige mich für den ein oder anderen Tippfehler, den ich hinterher entdecke (auch dass/das). Ist der Schnelligkeit und dem Schreiben auf dem Handy geschuldet

W35
 
  • #74
Ich weiß nicht, irgendwie sehe ich hier mittlerweile mehr Steinewerfer als am Anfang. Wenn man in der Schule von seinen Mitschülern nicht nett behandelt wurde, mir auch passiert, so kann ich doch nach 40 oder 50 Jahren nicht hin gehen und sagen: du hast dich sicher nicht verändert. Oder ich lauere quasi im Gebüsch und suche nach Zeichen, dass der Kandidat immer noch fies war. Ich denke, die meisten hier sind sich gar nicht bewußt, dass sie mit Sicherheit auch mal fiese Möpp waren. Ich habe eine ehemalige Freundin, die vor der Depression Begebenheiten neutral bis positiv besprach, als ihre psychische Erkrankung ausbrach aber alles aus einem anderen Blickwinkel sah. Hm, was soll ich da sagen? Zurück zum Mobbing in der Schule. Ich kann vergeben, auch wenn die Kandidaten gar nicht wissen, was sie getan haben. Das ist jetzt so lange her, und seien wir ehrlich, keine von uns war ein Lämmlein, irgendwann darf gerne mal Schluß sein. Nein, niemand war ein Lämmlein, das dürft ihr mir glauben. Besonders die, die es nicht glauben wollen.
 
  • #76
Kindergartenalter ist aber auch noch einmal etwas anderes als Teenageralter.
Da bin ich ganz bei Dir. Ich hätte das hier gar nicht erwähnt, wenn er sich nicht tatsächlich entschuldigt hätte. Warum das damals zwischen uns dermaßen eskalierte, wussten wir nach 15 Jahren auch nicht mehr. Er wusste aber noch, dass sein Gesicht nach der Prügelei ganz schöne Kratzspuren aufwies. Da hatte ich meine Krallen gut ausgefahren.
Hätte er mich mit 12 oder 13 Jahren vermöbelt, hätte ich ihn salopp gesprochen auch 5 Jahre später mit dem A...nicht mehr angesehen. Aber im zarten Alter von 4,5 Jahren ist Verzeihen noch leicht.

Später war dann unter ehemaligen Schulkameraden eher das Thema, warum gerade er vor ca.10 Jahren so raketenmässig in seiner Karriere in die Höhe schoss. Seine Leistungen waren weder besonders gut noch besonders schlecht in der Schule, er fiel auch nicht durch irgendwelche Führungsqualitäten auf, er war einfach nur spießig unscheinbar.
W,56
 
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  • #77
Nein, niemand war ein Lämmlein, das dürft ihr mir glauben. Besonders die, die es nicht glauben wollen.
?
Was ist das denn für ein Gerede?
Was Schule angeht: doch da gab es Lämmchen. Brave Mädchen, die niemanden etwas taten, sowie nerdige Jungs, die sich nicht von ihrem Buch weg bewegten.
Warum denkst du das alle mal was Blödes machten? Konnte ich nicht beobachten. Du bei dir vielleicht schon?
Wird heute als geflügeltes Wort benutzt.
Eine Ermahnung, Es ist kein Mensch ohne Schuld, ohne Fehler.
Damit steht es niemandem zu, zu richten.
Danke für deine ausführliche Erklärung, sehr nett von dir!
Mir ist die Geschichte aus der Bibel schon bekannt gewesen, eigentlich....aber den Sinn dahinter konnte ich mir nichtmehr zusammenreimen ;).
Manchmal will man sich eben direkt mit ein paar Personen austauschen - ohne weitere Personen dabei zu haben.
kann ja jeder handhaben wie er will und auch offen sagen.
Aber in der Schule, in der Arbeit werden Menschen zu Gruppen zusammengefügt, die dann auch als Gruppe funktionieren sollten.
Wenn da von 4 Kollegen, 3 meinen, der vierte passt uns nicht, dann ist es eben ihrer Professionalität geschuldet, dies nicht in der Arbeit auszuleben.
Ganz einfach.
Der vierte hätte nämlich oft gerne ebenso keinen Kontakt zu den anderen dreien, muss nun aber leider Teamarbeit mitmachen oder im Büro nah bei den anderen sitzen.
Diesen in kein Smalltalkgespräch einzuschliessen, tja
da beginnt Mobbing für mich. Schleichend...man ist froh, wenn der andere weg ist, redet hinter seinem Rücken usw..
macht blöde Witze. Nichts ist verbindender als ein gemeinsamer Gegner.

Nicht erlebt, aber sehr häufig beobachtet und dagegen gesteuert.
Nunja, in deinem Arbeitsumfeld sollte das vermutlich nicht das Thema sein ;)
Denn den meisten Menschen bist Du genauso egal wie ich - und diese sind dir und mir absolut schnurzegal.
Mir ist kaum jemand wirklich egal, den ich kenne und täglich sehe (sprich: würde ihm/ihr etwas Schlimmes passieren, wäre ich schon sehr betroffen)
Mir ist auch kaum jemand wirklich unsympathisch. Die meisten Menschen liegen mir nicht sonderlich. Richtig nah an mich ran, kommen natürlich nur wenige. Das meinst du vermutlich auch.
Aber nett kann ich zu jedem sein, ohne mir was abzubrechen.
 
  • #78
Man sollte nicht von sich auf andere schließen. Ich habe definitiv niemanden gemobbt.
Jugendsünden sicherlich, gemobbt nein. Das ist ein Verhalten, was ich verabscheue. Ich schließe aus, dass sich meine Wahrnehmung in der Hinsicht verschoben hat.
Das muss ja nicht nur Mobbing sein. Die Liste von Verfehlungen ist in der Bandbreite der Möglichkeiten recht lang. Ich hoffe auch, niemanden verletzt zu haben, aber darauf wetten würde ich nicht.
 
  • #79
Ich denke, die meisten hier sind sich gar nicht bewußt, dass sie mit Sicherheit auch mal fiese Möpp waren.
Das ist was anderes als Mobbing. Dass man nicht immer nett über andere geredet hat, ist mE was Normales. Wenn mal gelästert wurde, war das doch keine Sache, die lange nachwirkte. "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich". Aber andere aufhetzen, Schüler aus höheren Klassen auch noch drauf hetzen, gruppenmäßig demütigen usw., das ist doch jenseits von "mal fies gewesen sein".

Bei mir war es so, dass das Verhalten der bestimmten Leute beim Klassentreffen 15 Jahre später wieder so ansetzte wie damals. Die waren halt gewohnt, mich als Person zu sehen, mit der man "es machen kann" und dachten entsprechend, dass ich mich wieder so wie damals verhalte - mir ihr Benehmen gefallen lassen, mich selbst schlecht machen, sie in ihrer Ansicht bestätigen, dass ich Sch*** bin. Als das nicht so war, waren sie sauer, riefen mir über die Stühle hinweg zu, dass mein Studienfach beschissen sei (hatten sie mitgekriegt, weil ich das anderen erzählt hatte), lachten, und waren sich einig wie damals. Das Schlimmste, was einem passieren konnte, war ja, dass man als eingebildeter Streber galt. Aber das eben dann zum Preis, dass man selbst sagt, man sei Sch***. Es gab nur diese zwei Möglichkeiten. Oder man nimmt halt nicht teil an der Wahl und lässt die denken, was sie wollen. Es gab ja auch nette Leute in meiner ehemaligen Klasse, da habe ich mich eben lieber mit denen unterhalten.
 
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  • #80
ehemalige Freundin, die vor der Depression Begebenheiten neutral bis positiv besprach, als ihre psychische Erkrankung ausbrach aber alles aus einem anderen Blickwinkel sah.
Was es bei dieser Freundin nun war, weiß ja niemand außer sie. Aber vielleicht fing sie an "zu sehen" und sah dann ALLES unter diesem Blickwinkel.

Ich meine, mir ist früher auch nicht aufgefallen, WAS ich alles wirklich ertragen habe, einfach weil ich kein Selbstwertgefühl hatte und mit meinen Aggressionen gar nicht in Kontakt war. Ich habe sogar mitgemacht dabei, mich runterzumachen, weil ich mich selbst nicht für einen Menschen hielt, der was anderes verdient hat und weil ich Angst hatte vor Ausgrenzung, die längst stattfand. Aber ich war irgendwie schon immer abseits der Kerngruppe, die den Ton angab, überall. Ich war größer als die anderen Mädchen, ich war besser in der Schule, ich war mitfühlender mit Tieren und bin deswegen oft ausgelacht worden. Ich habe im Musikunterricht geheult, wenn die Musik traurig war, oder wenn wir schulmäßig traurige Filme gucken mussten. Konnte auch nur noch ein anderes Mädchen verstehen, dem es genauso ging.
Ich bin nicht gern zur Schule gegangen, obwohl ich sehr gern gelernt habe. Es war wegen der Mitschüler.

Es gab aber auch anderes. Ich hatte später einen Schulfreund und der war sehr kontaktfreudig und hatte zu einer Klasse drunter guten Kontakt. Unter diesen Schülerinnen war eine, die aus der höheren Klasse einen Freund hatte, der mich gemobbt hatte. Wir sind mal alle ins Kino und sie schwärmte von ihm und er sei so toll. Ich habe nichts gesagt und sie wunderte sich und hakte mehrfach nach, warum ich ihn nicht toll finde. Ich habe es ihr dann erzählt, warum ich den nicht so cool finde. Sie war schockiert, hat es ihm erzählt und er hat sich dann bei mir entschuldigt. Und ich habe die Entschuldigung angenommen. Ein guter Kumpel ist er nicht geworden, aber das muss ja auch nicht, er war halt mit in der Gruppe, die zusammen ab und an was unternahm. Alles gut.

Wenn man einen anderen so erlebt hat, ist ein gewisses Misstrauen da, weil man sich nicht sicher sein kann, ob der Mensch sich geändert hat oder nicht. Es heißt doch: In einer Beziehung braucht es x gute Erlebnisse und ein negatives aufzuheben. So viel Nähe gibt es ja dann zwischen den beiden meist nicht, insofern ist der Fall von @Silly eine gute Chance gewesen, das auszuräumen. Bei meinem Fall war es nun auch zeitlich erst zwei Jahre her mit der Mobberei. So schnell ändert sich ja kaum einer. Aber er hatte sich halt entschuldigt und so war es auch gut mit dem Thema.
 
  • #81
Ich hoffe auch, niemanden verletzt zu haben, aber darauf wetten würde ich nicht.

Es werden sich manche schon durch Posts verletzt fühlen. Angegriffen.
Ich bin mir sicher, ich habe.
Als Erwachsener bemühe ich mich, es ist sicher trotzdem passiert. Passiert weiterhin. Auf Zehenspitzen laufe ich nicht.

Als Kind, Jugendlicher?
Mal geprügelt, über jemanden gelacht, im Sportteam nicht dabei haben wollen, geraucht, auf der Abifahrt gekifft, gelegentlich zuviel Alkohol, manchmal Auto gefahren, Glück gehabt, abgeschrieben/Spickergenutzt, ...
Das war damals. Lange her.

Wer daraus auf heute schließt, soll er, oder sie.
Ich rauche seit ewig nicht mehr, genieße gelegentlich ein Bier/, Wein, Gewalt lehne ich ab. Jede Art.

Menschen verändern sich laufend. Man kann bereuen. Sich aktiv ändern.
Mein Beruf wäre überflüssig, wäre es nicht so.

M, 56
 
  • #82
Das ist schon abscheulich. 15 Jahre später heißt ja auch: 15 Jahre älter. Und wenn sich dann diese sogenannten Erwachsenen noch genau so mies ihrem "Opfer" gegenüber verhalten wie damals in der Schule, ist das schon ziemlich charakterschwach.

Diese Leute sind aber nur in der Gruppe stark. Und sie suchen nur "Schwache". Gruppe gegen einen - feige. Bedauerlich, dass solche Leute eher nicht merken, dass sie sich erbärmlich verhalten haben. Weil sie es im Erwachsenenleben so fortgesetzt haben.
 
  • #83
Ich war größer als die anderen Mädchen, ich war besser in der Schule, ich war mitfühlender mit Tieren und bin deswegen oft ausgelacht worden. Ich habe im Musikunterricht geheult, wenn die Musik traurig war, oder wenn wir schulmäßig traurige Filme gucken mussten.
Liebe @void , weil Du so bist / warst, kannst Du heute hier im Forum so gut in jede Ecke gucken, und anderen beim Erkenntnisgewinn helfen. Du bist eine ziemlich gründliche Eckenguckerin.🎯

Für mich selbst habe ich erkannt, es gibt Menschen, die sich ändern können, und welche, die es nicht vermögen oder wollen.

Ein Risiko des Lebens besteht dann darin, sie zu unterscheiden und sich selbstschützend zu verhalten.

Ab einem bestimmten Erwachsenenalter und einem Grad von Intelligenz hat man die Wahl, was für ein Mensch man sein will.

Sorgenvoll betrachte ich Menschen, die sich Schmerz und Erfahrung nicht stellen, Traumata nicht aufarbeiten (wollen), Ohnmachtsgefühle nicht annehmen, sich daher von eigenen Gefühlen abschneiden und sich zu einer richterlichen Instanz aufschwingen.


Amokläufer stelle ich mir so vor.
Unschuldige Kollateralschäden inklusive.
w46
 
  • #84
Genau das dürfte Jeder erlebt haben. Und in etwas anderer Form auch heute erleben.
Normales menschliches Verhalten.
Du hast mal wieder geschickt-manipulativ zitiert, um andere mit Deiner Meinung zu impfen - nicht mit mir.
Genau darum geht es nicht. Mobben ist keine kindliche Nickeligkeit und überhaupt kein "normales menschliches Verhalten".
Was für einen Begriff von normalem Verhalten hast Du, wenn dazu gehört andere Menschen so zu traktieren, dass sie auf viele Jahre jegliche Lebensfreude verlieren, psychisch krank und dauerhaft misstrauisch gegen alles und jeden werden und man sie damit bis in den Selbstmord treiben kann?
Bisschen verschobene Werteskala, findest Du nicht selber?

..die überall dazwischen drängen ..... Dieses aufdringliche Gehabe....
Auch das rechtfertigt kein dauerhaftes mobben.
Mit geringfügiger sozialer Kompetenz kann man schon als älteres Kind dem "Lästigen" klarmachen, dass man ihn nicht dabei haben wil. Wer das als Jugendlicher immer noch nicht gelernt hat, der hat doch ein heftiges Sozialisationsdefizit.
Man muss es nur wollen und entsprechende Vorstellungen haben, was an eigenem Verhalten ok ist und was nicht.

...weil Kinder gescholten werden, wenn sie ihre Abneigung gegen jemanden offen zeigen.
Ich bin dafür, dass man andere ausgrenzen darf, weil man sie nicht mag, auch wenn sie krank, behindert oder sonstwie anders sind. Jeder hat die Wahl, mit wem er befreundet sein will und mit wem nicht.
Da haben Erwachsene heute eine verschobene Werteskala mit der ganzen politischen Korrektheit, die sie in ihrem eigenen Verhalten nicht erreichen, wohl aber von ihren Kindern fordern.

Nicht ok ist es aber, andere dann zu mobben um den eigenen Frust abzubauen.
Ich z.B. hatte als Kind eine ganz schlimme Neurodermits.
Die ganzen ach so scheinheiligen katholischen Kinder, die ständig zum beichten in die Kirche rannten, hatten nichts besseres zu tun, als zu behaupten, ich hätte Lepra, weil meine Eltern gesündigt hätten - sowas kommt dabei raus, wenn man außer der Bibel kein Buch liest.

Ich hatte jedes Verständnis der Welt dafür, dass keiner mit mir spielen wollte, dass keiner in der Schule neben mir sitzen wollte, dass sich beim Sport alle ekelten vor den wunden Körperstellen (durfte nicht mitmachen, musste aber auf Anweisung des pädagogisch hochkompetenten Leheres in kurzer Sportkleidung in der ungeheizten Halle die Zeit absitzen).
Es wäre ok gewesen, wenn sie mich in Ruhe gelassen und ihre Fr**** gehalten hätten. Haben sie aber nicht. Sie sind mir nachgerannt (nicht umgekehrt) um ihre ganze soziale Inkompetenz und Asoziälität auszuleben

Das Beschriebene sind keine kindlichen Nickeligkeiten, das ist allermiesestes Mobben, was Menschen das Leben zerstört.
 
  • #85
Ist was anderes als mobben. Ich habe nie gemobbt - wie hätte ich es tun sollen, wo ich froh war über maximalen Abstand zu den anderen und nur den anstrebte, um meine Ruhe zu haben.
Ich bin lieber oft zu spät zur Schule gegangen mit Eintrag im Klassenbuch, um den Bestien nicht in die Hände zu fallen.

Das muss ja nicht nur Mobbing sein. Die Liste von Verfehlungen ist in der Bandbreite der Möglichkeiten recht lang.
Es geht aber um den Thread und der widmet sich nunmal dem Mobben, nicht dem geklauten Ü-Ei.
Mag sein, dass Du gemobbt hast - ich nicht.

Bei mir war es so, dass das Verhalten der bestimmten Leute beim Klassentreffen 15 Jahre später wieder so ansetzte wie damals. Die waren halt gewohnt, mich als Person zu sehen, mit der man "es machen kann"
Genau das meine ich: unveränderlicher Charakterzug und wehe es bietet sich eine Gelegenheit.
Im Leben wäre ich nicht so verrückt gewesen jemals zu einem Klassentreffen/-fete zu gehen (habe ich noch nicht mal während der Schulzeit gemacht) - keine Ahnung, warum die Deppen mich immer wieder eingeladen haben. Ich habe überhaupt nicht verstanden, warum sie mich einladen, wenn ich ihnen doch so unangenehm war und bin ihnen viel lieber ferngeblieben. Heute durchschaue ich, dass sie einen Prellbock für ihre Frustrationen brauch(t)en.
Soviel @Tom26 zum Thema "sich aufdrängen".

Ich meine, mir ist früher auch nicht aufgefallen, WAS ich alles wirklich ertragen habe, einfach weil ich kein Selbstwertgefühl hatte und mit meinen Aggressionen gar nicht in Kontakt war.
Genau darum gerät man später ja auch in dysfunktionale Beziehungen und bleibt viel zu lange drin.
Die aus den Kindheit und Jugend fehlenden Basics muss man sich im laufenden Betrieb neben allem anderen sich aneignen. Und dann werden mit einem Mal all die Grenzen ganz drastisch gezogen, die man Jahrzehnte nicht gezogen hat.
 
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  • #86
Diese Leute sind aber nur in der Gruppe stark.
Ja, das stimmt. Ich hatte jetzt auch nicht wirklich damit gerechnet, dass das so läuft, aber es hat mich nicht mehr gekratzt. Von meiner Exklasse hatte auch nur noch die andere Klassenkameradin Abitur, die sich dann bei denen so richtig runtergemacht hat, wie sie es früher auch machte, aber aus Koketterie, damit man ihr Komplimente macht. Die hatte aber auch einen schlechten Tag, weil ich diese Tour ja auch irgendwann durchschaut hatte und sie nicht wie früher auf den Sockel hob. Es gab noch andere Szenen, dass mir Männer, die früher null Bock auf Lernen hatten und jetzt im Supermarkt arbeiteten, erklären wollten, warum ich mein Leben in den Sand setze mit dem Studium eines Faches, das kein Mensch braucht. Das war echt lustiges Mansplaining. Einer der beiden, der irgendwas Technisches gelernt hatte, war in die Kommunalpolitik gegangen, kam sich sonstwas vor, weil er den Bürgermeister kannte, und hat sich unglaublich arrogant verhalten.
Ich habe mich aber auch sehr, sehr nett mit anderen unterhalten, also das waren nicht nur solche Typen dort.

Ich kenne auch Leute, die sagen, dass sie nie zu einem Klassentreffen gehen würden. Nach dem Erlebnis wusste ich, warum.
Du bist eine ziemlich gründliche Eckenguckerin
Lieben Dank Dir :) Ich glaube auch, dass solche Krisen bewirken, dass man sich in gewisser Weise entwickeln muss und vielleicht andere mehr versteht als Leute, die solche Krisen nicht hatten.
Es gab auch einige sehr finstere Depressionsjahre, aber letztendlich bin ich freier als manch anderer dadurch, weil man sich ja durch solches Erleben auch irgendwann lossagt davon, anderen gefallen zu müssen, um in einer Gruppe akzeptiert zu werden.

Sorgenvoll betrachte ich Menschen, die sich Schmerz und Erfahrung nicht stellen, Traumata nicht aufarbeiten (wollen), Ohnmachtsgefühle nicht annehmen, sich daher von eigenen Gefühlen abschneiden und sich zu einer richterlichen Instanz aufschwingen.
Ich glaube, diese Phase muss jeder durchleben, so als Meilenstein auf dem Weg zur Änderung: Hass auf die Welt und alle, weil es alle anderen besser hatten. *)
Solange man sich dann nicht religiös oder anderweitig zusammentut, um sich selbst die Überlegenheit zu attestieren und um den Rest, der als minderwertig abgestempelt wird, zu vernichten, sehe ich die Gefahr eines Amoklaufs aber nicht.

*) Ich habe sowas bei vielen gesehen, die irgendwie Opfer waren: Sie sahen sich ganz allein mit diesem Problem und dachten wirklich, allen anderen geht es glänzend. Von daher finde ich es menschlich, dann sich Leidensgeschichten anzusehen, um zum einen zu begreifen, dass es auch anderen schlimm ergangen ist, schlimmer vielleicht sogar noch, und zum anderen, um Menschen zu sehen, die stark geworden sind trotz des Erlebens.
 
  • #87
Ich glaube auch, dass solche Krisen bewirken, dass man sich in gewisser Weise entwickeln muss und vielleicht andere mehr versteht als Leute, die solche Krisen nicht hatten.
Es gab auch einige sehr finstere Depressionsjahre, aber letztendlich bin ich freier als manch anderer dadurch, weil man sich ja durch solches Erleben auch irgendwann lossagt davon, anderen gefallen zu müssen, um in einer Gruppe akzeptiert zu werden.
Man ist auf jeden Fall sensibilisierter. Ich lebe nach dem Motto "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu". Ich kann mich nur zu gut in die Lage von Mobbingopfern heineinversetzen.

Ich finde es gut, dass sich in diesem Forum einige trauen, über Mobbingerlebnisse zu berichten. Ich habe Mobbingerfahrungen aus meiner Ausbildungszeit. Mich traf es, weil ich eines von diesen verträumten, etwas in sich gekehrten Mädchen war.

Ich hadere nicht damit. So wie ich war/bin, ist es gut. Es ist meine Persönlichkeit. Narben bleiben, aber es ist lange her.
 
  • #88
@Vikky

Ich glaube, manche Menschen können sich das auch nicht vorstellen, weil sie nie sowas erlebt oder gesehen haben.

Die größten Verursacher der Probleme sind mE auch meist die Eltern und Lehrpersonen. Kinder brauchen Lenkung, nicht Abwertung und Bestrafung, und leider war in unserer Kindheit das ja gar kein in Frage gestelltes Thema, wie sowas vonstatten zu gehen hatte. Gewalt wird weitergegeben, und das teilt meiner Ansicht nach die Gruppen dann in die, die weiter Gewalt auch von anderen erdulden, und die, die die Gewalt dann ausüben, weil sie einen gefunden haben, der schwächer ist.
Falls damalige Lehrer reflektiert geworden sind, wird sich von denen sicher auch mancher entschuldigen wollen. Mit den heutigen Erkenntnissen sieht doch "Pädagogik" ganz anders aus als damals.

Ich finde es gut, dass sich in diesem Forum einige trauen, über Mobbingerlebnisse zu berichten.
Warum auch nicht, es ist Vergangenheit ohne Einfluss. Sollte hier dadurch jemand auf die Schiene kommen mit "ja, du bist aber auch irgendwie doof", wie es ja meist gemacht wird mit dieser Schuldumkehr, dann weiß man doch, wer hier reifemäßig weiter ist.
Es ist aber durchaus keine einfache Sache mit der Behandlung durch andere. Ich meine damit, dass wenn man von sich solche Dinge erzählt, man schnell einen Stempel bekommen kann. Die anderen Leute sehen dann so ein Opfer-O auf der Stirn des anderen und fangen an, sich nachsichtig zu verhalten oder zu denken, es sei ein Restschaden geblieben, wenn sie es gerade für sich brauchen, es so zu sehen.

Mich traf es, weil ich eine von diesen verträumten, etwas in sich gekehrten Mädchen war.
Kann ich mir vorstellen, dass Du dadurch das Mobbing erlebt hast. Manchmal sieht einer auch so aus, als würde er sich nicht wehren können, und dann denken die anderen, an dem können sie sich abreagieren.

Mal noch was anderes: Ich kann nur allen Eltern mit gemobbten Kindern, denen ihre Kinder auch am Herzen liegen, raten, zu den Kindern nie zu sagen "na irgendwas musst du doch gemacht haben, dass die anderen so böse zu dir sind, denn niemand ist so, wenn der andere sich richtig verhält", und das Kind soll dann bei sich den Grund suchen. Das treibt einen in Selbstmordgedanken, wenn nicht mal die Eltern verstehen, was Mobbing ist, und damit dem eigenen Kind - "wohlmeinend" - die Schuld zuschieben, dass ihm Mobbing passiert.
 
  • #89
Ich denke, dass das nur jemand in dem Ausmaß verstehen kann, der auch gemobbt wurde. Ich wurde es. 8 Jahre lang. 2 davon hab ich keinen Ton gesprochen (wegen Kiefermissbildung). Die Lehrer fragten nicht, schauten zu und gaben mir schlechte Noten.

4 Schüler wechselten komplett die Schule, 2 davon mussten in stationäre Psychiatrie, 2 davon kämpfen bis heute mit einer Therapie dagegen. Es wurden Zigaretten auf der Haut ausgedrückt. Man hat mir dreckige Erde in den Mund gestopft, während ich festgehalten wurde. Mein Kiefergestell ging dadurch 3x kaputt. Aber die psych. Gewalt fand ich schlimmer (Hänseleien, Beschimpfungen, Anspucken etc.). Meine ältere Stiefschwester machte dabei übrigens munter mit. Wenn sie dann privat bei uns war, tat sie so als wäre nix. Es kam nie eine Entschuldigung. Vor 6 Jahren habe ich den Kontakt komplett abgebrochen.

Zuhause psychische Gewalt, keinen Rückhalt Demütigung durch arbeitslosen Ex-Mann meiner Mutter, ich würde es zu nix bringen.
Die Lehrer unfähig, überfordert. Eltern der Täter sahen ihre Kinder als unantastbares Gottesgeschenk.

Nur mal als kleine Anekdote, wie es auf Schulen so abgeht. Und es wird nicht besser, sondern schlimmer.

Und ja, ich meide Mobber.
 
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  • #90
Genau darum gerät man später ja auch in dysfunktionale Beziehungen und bleibt viel zu lange drin.
Die aus den Kindheit und Jugend fehlenden Basics muss man sich im laufenden Betrieb neben allem anderen sich angeeignen. Und dann werden mit einem mal all die Grenzen ganz drastisch gezogen, die man Jahrzehnte nicht gezogen hat.
Kann ich bestätigen, gut formuliert "im laufenden Betrieb". Was man damals nicht mitbekommen hat, muss man sich später erarbeiten, wenn es eigentlich um ganz andere Themen gehen sollte.

Und was die Grenzen angeht - das war für mich ein echtes Erlebnis der Befreiung (mit Ü40), dass auch ich "nein" sagen kann zu anderen, statt jedem immer noch mal ne Chance zu geben, da ich ja auch gern Harmonie habe.
Irgendwann ist eine Grenze ausgereizt und dann gibt es kein Zurück, weil man auch keinen Wert mehr drauf legt, ein gutes Verhältnis zu haben.

Aber ich glaube, es gibt Menschen, die das gar nicht merken, dass sie wieder und wieder eine Grenze massiv überschreiten. Weil der andere auch nichts sagt bzw. WENN er sich wehrt, halt immer noch schwächer wirkt und den anderen zu noch mehr Triezerei reizt, denn nun hat der Mobber ja einen Grund, seinen Spaß auszubauen.
Nur wenn man mit ihnen das tut, was sie tun mit anderen, und dann auch wirklich besser als sie darin sein muss, oder sie enttarnt als Mobber, wozu eine Menge Nerven gehören, dann werden sie total empfindlich und wollen ihre Position mit allen Mitteln verteidigen.
Weil sie zuerst die "Waffen" gezeigt haben, wirken sie stark und so biedern sich auch die Leute bei ihnen an, die selbst nicht Ziel des Mobbens werden wollen, und machen vielleicht noch beim Mobben mit, um ihre Gefolgschaft zu zeigen. Das sind die, die den Mobbinghäuptling dann vorschieben, wenn sich das Blatt doch mal wenden sollte.

keine Ahnung, warum die Depppen mich immer wieder eingeladen haben. Ich habe überhaupt nicht verstanden, warum sie mich einladen, wenn ich ihnen doch so unangenehm war
Die haben vermutlich nie drüber nachgedacht, wie das bei Dir alles angekommen ist. Nach meinem Erleben damals auf dem KT würde ich sagen, sie finden die Welt so in Ordnung, wie sie war, und denken, dass "deine" Rolle für "dich" in der Gruppe eben richtig und ok ist, denn "du" bist anders, und - in meinem Fall - auch immer noch so besteht. Wenn man sich dagegen wehrt, ist man arrogant oder eingebildet (wird Abiturienten ja sowieso von solchen Leuten ohne Abi unterstellt). Wenn man sich nicht wehrt und das ganze Thema umgeht, indem man sich von diesen Leuten fernhält, ist man - Überraschung - arrogant oder eingebildet (war ja sowieso klar mit dem Abitur, dass man sich jetzt für was Besseres hält und nicht mehr mit jedem redet).
Man kann dort keinen Blumentopf gewinnen 🤷‍♀️ Und warum sollte man das auch wollen. Wie Du schon schreibst: Jeder darf wählen, mit wem er sich abgibt.
 
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