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  • #1

Was sind starke Frauen und gibt es sie wirklich ?

Hallo, aufrgund meiner Erfahrung gibt es die "starke Frau" überhaupt nicht. Alle die ich bisher kennen gelernt habe, oder nennen wir sie nicht stark sonder "taff", waren eine Mogelpackung. Nach außen im Alltag und im Job standen sie ihren Mann, aber in den eigenen vier Wänden kommt das kleine Mädchen raus. Letztens ist mir ein Büchlein in die Hände gefallen mit dem Titel "Wenn starke Frauen lieben" oder so ähnlich, und darin stand geschrieben, dass im Endeffekt doch hinter jeder straken Frau ein kleines Mädchen steckt, das sich nach einer straken Schulter sehnt. Irgendwo ist das doch eine Mogelpackung, oder ? M/41
 
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  • #2
Och, Mogelpackung würde ich das nicht nennen - es ist vielleicht menschlich, dass auch die starken Frauen mal - so ganz im persönlichen Rahmen - schwach sein dürfen. Dies natürlich nicht immer - denn dann stimme ich dir mit der Mogelpackung zu. Ich bin dominant, stark und taff, wie du es nennst, kann mich selbst finanzieren und für mich kämpfen, doch meinem Partner gegenüber - und nur ihm, bzw. noch meiner besten Freundin - kann ich mich auch mal fallen lassen. - ohne, dass ER mit Finger auf mich zeigt und mich anprangert, Im Gegenzug darf er dies bei mir auch - selbst wenn er draußen in der großen weiten Welt der starke Mann und ggf. Macho ist. Denk bitte mal darüber nach - man könnte es auch LIEBE und VERTRAUEN nennen sowie respektvoll miteinander umgehen.

Wenn du natürlich nun ein hilfesuchendes Etwas dein Eigen nennst, ok, dann gebe ich dir Recht.
 
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  • #3
Nein, keine Mogelpackung, sondern ein absolutes MUSS um in der heutigen Job-Welt als Frau bestehen zu können. Wir verdienen immer noch weniger als die Männer und werden nach wie vor nicht so ernst genommen. Deshalb müssen wir diesen Schutz aufbauen - im job. Zu Hause möchte ich SELBSTVERSTÄNDLICH eine Frau sein dürfen und mich anlehnen können.
Und "stark" darf nicht mit "hart" verwechselt werden, das ist eine andere Geschichte. Die Stärke besteht darin, sich im job zu behaupten und zu Hause sich auch mal fallen lassen dürfen.
Bei Männern ist es doch auch nicht anders, die hartgesottenen business-Männer sind zu Hause meistens ganz lieb. Also nicht zu streng sein :)
w.29
 
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  • #4
Wieso nennst Du das Mogelpackung? Darf ein starker Mensch nur stark sein und nie Schwäche zeigen? Ich denke, kein Mensch ist immer gleich in allen Situationen. Ob man jetzt zu Hause schwach ist oder woanders - egal. Und im Übrigen ist das wie immer bei den meisten dieser Fragen: es gilt nicht nur für ein Geschlecht. Auch Männer sind nicht immer gleich stark. Jeder hat seine Stärken und auch seine Schwächen. Aber deshalb gleich von Mogelpackung zu sprechen deutet wieder auf Schwarz-Weiß-Denken hin.

7E2158CE
 
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  • #5
Wie soll denn eine taffe Frau zuhause aussehen? Was genau meinst du damit?
Ich halte mich für eine starke Frau, sorge für mich selbst, krieg mein Leben gebacken, ich kann eine Bohrmaschine von einem Handrührer unterscheiden (und beides bedienen), ich kann einem Mann auch mal eine starke Schulter zum Ausweinen bieten.
Also was soll ich denn noch?
Ist man schwach, weil man es genießt, einmal etwas umsorgt zu werden, einem die Tür aufgehalten wird oder in den Mantel geholfen wird? Ich brauch das nicht, ich finde es nur schön und wenn ich gut drauf bin, helfe ich auch mal einem Mann in den Mantel.

Also was ist schwach und was ist stark?
 
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  • #6
Das kenne ich zur Genüge! Männer können nicht damit umgehen und fühlen sich hilflos, wenn eine Frau einen starken Eindruck macht und zu Hause auch Mal schwach sein möchte. Zu Hause will ich keine Rolle spielen- da will ich ich sein dürfen. Vom Partner erwarte ich, dass er mir das nicht verübelt oder gar vorwürft. Es ist doch schon schlimm genug, dass es "draußen" so rau ist, dass es eine schwache Frau extrem schwer hat, wenn sie nicht die Rolle des Dummchens spielen will. Ich nehme es den Männern doch auch nicht übel, wenn sie Mal schwach sind. Schön, wer seine Gefühle sich traut zu zeigen. Üblicherweise zeigt man diese Gefühle nicht jedem. Fühle Dich lieber aufgewertet.
 
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  • #7
@ FS
Hast du denn damit ein Problem, wenn sie bei dir schwach sein kann?
 
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  • #8
Mit der Mogelpackung kann ich nicht viel anfangen. Gehört nicht zur Stärke auch eine ehrliche Schwäche? Ist ständige Stärke überhaupt wirkliche Stärke oder macht sich da der- diejenige nicht sich und den anderen was vor?
Ich behaupte von mir, stark zu sein, meine Frau zu stehen, zu wissen, was ich möchte und was nicht und dennoch gibt es immer wieder Phasen, in denen ich dann Zweifel habe, mich selbst nicht so leiden kann und die Dinge mir nicht so von der Hand rutschen.
Ist das jetzt Schwäche? Oder wenn ich das Bedürfnis habe, mich an einer starken Schulter anzulehnen, ist das jetzt Schwäche? Vielleicht sind dies einfach nur alles Seiten des menschlichen Seins!
Finde die ganze Fragestellung seltsam und ich finde auch, dass dies nicht geschlechtsspezifisch abzuhandeln ist.

7E26D9F0
 
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  • #9
dann haben wir ja das gleiche Erleben. Alle Männer denen ich bisher begegnet bin, egal wie sehr sie coole Machos waren, am Ende sind sie doch alles wehleidige Jammerlappen die nur so tun als wären sie die Supermänner aber in wirklichkeit bekommen sie alleine nichts auf die Reihe und brauchen immer den Tritt in den Hintern. [mod]
 
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  • #10
du sollst das Buch "die sehnsucht einer strarken Frau nach einem starken Mann"von Maya Storch lesen,dort wird auch von einer kleinen Mädchen in jeder starken Frau berichtet

w/32
 
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  • #11
Wieso Mogelpackung?

Frauen haben es, glabe ich, schwerer als wir Männer, weil sie doppelt so viel arbeiten müssen um dieselbe(!) Anerkennung zu bekommen. Dann müssen sie sich oft mit der Frage " wann kriegen sie KInder?" rumschlagen, etc. .... da haben wir Männer es sicher wesentlich einfacher. Soviel zum Thema "tough".

All dies ändert aber nichts daran, dass eine Frau trotzdem begehrt, umworben und erobert werden will und das tut sie typischerweise in den eigenen vier Wänden oder sonst privat. Wir Männer sind doch gar nicht anders, privat verhalten wir uns der Frau gegenüber eher vertraut als im Job und fallen wir alle in die Geschlechterrollen rein: umwerben- umworben werden!

Was ist daran eine Mogelpackung? Willst Du so ne Sowjetbraut vom KGB ? :)

m/41
 
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  • #12
@9 :
Das ist in der Tat ein interessantes Buch.
Auf den Punkt gebracht geht es in dem Buch darum, daß " starke" Frauen aufgrund biographischer Erfahrungen bestimmte Anteile ihrer Persönlichkeit nicht haben entfalten können.

Beate
 
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  • #13
besser als #1 kann man es nicht (be)schreiben.

ich für meinen teil würde auch und sogar erwarten, dass der mann auch mal schwächen zeigt. das dürfte er auch. ich als frau bin taff, stark, aber eben nicht immer. will ich auch nicht immer sein.

tja, so ist das mit liebe und vertrauen... ganz schön viel verlangt von euch männern, oder?

ach, und ich vergaß: ihr dürft auch ruhig mal was sagen in einer beginnenden beziehung. damit frau dann nicht zufällig feststellen muss, dass sie es doch nicht ist und er heimlich im www weitersucht... nicht immer nur die klappe halten und die frau beobachten - um ihr dann nach 8 wochen mitzuteilen: öh, ich glaub ich hab mir doch was anderes vorgestellt...

ich kann ja viel - nur mit dem gedankenlesen haperts noch ;-)

also erweitern wir um ehrlichkeit und kommunikationsfähigkeit... ok? oder wird's dann echt zuviel?

w, 42
 
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  • #14
@11

Und es trifft auch für "starke" (erfolgreiche) Männer zu. Die werden nie erwachsen. ;-)

Nur weil ich im Beruf erfolg habe, heißt das noch lange nicht, dass ich eine starke Frau bin. Ich mache meine Arbeit gerne und bin eben konsequent im Tun. Was ist daran bitte stark? Ich habe auch das Bedürfnis nach emotionaler Intelligenz und Kompetenz meines Gegeübers und vor allem bin ich genauso liebebedürftig.

Eine Mogelpackung ist für mich Schauspielerei.
 
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  • #15
Du schreibst doch selbst, daß die Frauen im Alltag und Job ihren Mann stehen. Daneben haben Frauen viel stärker als Männer die Fähigkeit, emotional zu reagieren. Was Du als Mogelpackung bezeichnest, ist in Wahrheit eine weitere Stärke.

m, 43
 
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  • #16
Ich habe das Gefühl, der FS meint nicht "taff" sondern hart und von Steinmauern umgeben - sowtwas wünscht sich aber hoffentlich kein (starker) Mann - der sollte nämlich auch mit den schwachen Seiten einer Frau umgehen können und vor allem mit seinen eigenen!
Lieber FS, ich glaube, Deine Frage war nur als Provokation gemeint - wenn überhaupt, aber ein erwachsener Mann glaubt doch nicht ernsthaft, dass ein anderer Mensch nur stark oder schwach ist, also, wenn Du Langeweile hast, dann setzt irgendwohin und entdecke Deine schwache ("weibliche", hahaha) Seite in Dir und verschone dieses Forum mit solchen Fragen....
w35
 
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  • #17
Ich denke, jeder Mensch hat seine Stärken und seine Schwächen und ich denke, daß man das nach Bereichen und Rollen unterteilen muß, weil Menschen lernen und sich an die Situation anpassen. So gesehen ist es erst einmal ein Definitionsproblem was eine "Starke Frau" ist.

Beispiele sind

- Job
- Haushalt
- Partner
- Freunde
- Sex
- ....

Kein Mensch kann überall stark sein. Wer sich nach außen stark gibt, kann dies tun, um eigene Schwäche zu verdecken. Aber richtig stark ist doch der, der Schwäche zuläßt.

Ist der Mann stark, der beim Sex der Frau zeigt, wo es lang geht, oder ist die Frau stark, die die Schmerzen und die Erniedrigungen erduldet ?

Aber wer sich in einer Partnerschaft immer als Stark gibt, wird wegen fehlender Kompromißbereitschaft schnell single sein. Und so gibt es auf deine Thesen keine pauschale Aussage.
 
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Gast

  • #18
Wo viel Licht ist, ist viel Schatten. Ich gehe davon aus, dass alle Mensch ungefähr den gleichen Anteil an Licht und Schatten in sich vereinen, nur bei dem einen sieht man eher das Licht, bei dem anderen eher den Schatten. Wenn mir ein starker Mensch begegnet, gehe ich deshalb davon aus, dass er sehr weiche und empfindsame Stellen hat, die er mit seiner Stärke glaubt schützen zu müssen. Im Umkehrschluss werde ich sehr misstrauisch, wenn ein Mensch gar so weich, sanft und "sensibel" ist. Ich warte dann darauf, dass mir ein Messer in den Rücken gerammt wird.
Männer scheinen das nicht zu begreifen. Sie stehen auf sanfte, liebe Mäuschen und wundern sich dann, wenn sie nach Strich und Faden verarscht und ausgenommen werden.
 
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Gast

  • #19
Mal grundsätzlich, was viele unter Stärke verstehen, gerade Frauen, hat eher was mit Härte, Egoismus, Dominanz oder falsch verstandenem Selbstbewußtsein zu tun.
Stärke ist Charakter, Aufrichtigkeit, zu jemandem und zu etwas stehen, nicht permanent seine Meinung zu ändern, und, eben auch, gerade als Frau die starke Schulter zu suchen...das ist doch keine Mogelpackung...was hat denn das Bedürfnis nach Anlehnung, Zärtlichkeit und "sich fallen zu lassen" mit Stärke oder Schwäche zu tun?
Tough oder taff im Sinne von den Schwachsinnstussen aus Sex and the city hat nichts mit Stärke zu tun, eher was mit Ewigkeitsunreife...die Frau ist der Lottogewinn, die zärtlich, liebevoll, lebenslustig, eigenständig, ehrlich und nicht manipulierbar ist, aber auch mal schwach, grantig, müde und unlustig ist, die sich zurückzieht und zu allen ihren Facetten steht.
Gott bewahre mich vor der toughen, die über Leichen geht und jeden Tag aufsteht, im krampfhaften Bewußtsein, sich in einer harten Männerwelt durchsetzen zu müssen...gilt übrigens auch für uns Jungs..
"Vertrauen ist Mut und Treue ist Kraft" - und das ist Stärke...

Carabinieri
 
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  • #20
@#18: stimmt, wo du recht hast, hast du recht. dasselbe erwarte ich auch von (m)einem partner...
habe ich leider mit meiner einzigen schlechten erfahrung hier nicht erlebt (er hat mich nur beobachtet, ob ich ihm in seinen kram passe - also konnte ich auch nicht so sein, wie ich bin).

nur in deinem letzten satz nicht - ich halte dagegen: liebe ist, wenn treue spaß macht. und was spaß macht, kostet normalerweise gar nicht soviel kraft ;-)

und übrigens: vertrauen muss man sich verdienen - nicht im voraus vergeben, nur weil man mutig ist...

w,42 - ps, #18: wie stellst du fest, ob eine frau manipulierbar ist...? falls du es durch ausprobieren feststellst, finde ich das nicht sehr anständig!
 
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  • #21
@19: Ich gebe Dir schon Recht, Treue will man, man muß sich nicht zwingen dazu, das ist ja etwas, was man gerne gibt...bin da aber auch schon etwas von meiner Schwarz-Weiß-Sicht dazu übergegangen, daß es mehr Grauzonen gibt....auch bei mir selbst, wobei ich Treue empfinden kann und keine Probleme damit habe, aber durchaus weiß, daß ich auch gerade na mir arbeiten muß.
Kraft ist es dann, übrigens stammt der Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach, einer österreichischen Schriftstellerin, wenn die Beziehung über längere Zeit vehement gestört ist und dann eine Versuchung kommt, aber auch hier arbeite ich lieber an mir, als daß ich schwach werden möchte.
Das Thema, bei dem viele gar nicht treu sein können, besser wollen, aus diversen Gründen, berühre ich gar nicht, weil es mir fremd ist und ich so einen Partner nicht möchte.
Vertrauen verdienen - richtig.
Wie ich feststelle, ob eine Frau manipulierbar ist?
Sicher nicht durch das Ausprobieren - das wäre ja schon Manipulation und entspräche nicht mehr dem Bild, das ich von mir selbst haben möchte.
Nö, vielmehr durch das Zusammenleben und die Beziehung selbst...und eine Garantie, selbst nach vielen Jahren, hast Du nie, wenn dann das "richtige" Ereignis kommt...dann wird es interessant, wie jemand sich verhält, den man eigentlich als stark eingeschätzt hat ...sei es ein anderer Mensch bei ihm, eine Krankheit, hetzende Freunde oder Verwandte, Krisen oder sonst irgendwas...aber dann war das halt auch nur ein begrenzter Weg mit diesem Menschen, denn dann ist die gemeinsame Schwingung nicht mehr da und ich könnte da auch gehen, weil ich den Sinn dann verstehe.
Darum - nur durch das bedingungslose Einlassen auf die Beziehung findest Du es heraus ( Vertrauen ist Mut... )...tut mir leid für Dich mit diesem Fehlgriff...wünsche Dir einen, den Du Dir wünschst!

Carabinieri
 
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