• #1

Was soll ich nur machen?

Hallo, ich bin seit 20 Jahren verheiratet. Wir haben 3 Kinder (18, 16 und 15).
Ich liebe mein Mann sehr und wir haben schon viel erreicht. Vor 10 Jahren haben wir uns ein Haus gekauft.
Natürlich ist nicht mehr alles rosarot, aber wir sind wirklich ein gutes Team, wir kochen gerne zusammen und haben auch viel Spaß. Ich liebe die Zweisamkeit. Sein Hobby das PC spielen habe ich akzeptiert, auch wenn er da öfters lange rum daddelt.
Vor 6 Jahren hat er den Motorrad Füherschein gemacht. Das Motorrad hat immer wieder Konflikte mit sich gebracht. Sei es dies oder das für das Motorrad oder hier oder da hinfahren. die ein oder andere Tour hat er gemacht und natürlich konnte er zubehör kaufen, aber eben nach und nach. Und ja ich fand es scheiße, wenn er wieder mehrere Tage los wollte, weil ich zu Hause mit den Kindern sitze.
Er hat immer das Gefühl ich gönne ihm nichts.
Nun ja, jetzt plötzlich im Januar, will er Frei sein, jederzeit machen können was er will, sich kaufen können was er will, hinfahren wohin er will, er liebt mich angeblich nicht mehr. Träumt davon in der Welt umher zu reisen mit seinem Motorrad.
Es gab viele Gespräche, natürlich habe ich auch Fehler, aber viele Argumente sind von mir auch richtig. Er weiß das sein Denken grade total Egoistisch ist, aber er kann wohl den Schalter nicht umlegen.
Ich könnte noch so viel Hintergrund schreiben. Für mich sieht es nach der Mitlife Crises aus, weil sein Vater vor 8 Monaten sehr krank geworden ist. Er will keine Therapie.
Wir haben die letzten Wochen viel ausprobiert um wieder zueinander zu finden, aber meistens von mir ausgehend. Mir ging es teilweise sehr schlecht und er hat das alles ignoriert. Er wohnt im Keller, so bekommt er oben nichts mit.
Geht ihm irgendwas gegen den Strich ist er total schlecht gelaunt. Zwischenzeitlich hatten wir wunderbaren Sex und sind uns auch so nahe gekommen, aber dann gib es was und zack, drei Schritte zurück.
Er gibt einfach Geld für das Motorrad aus. Er will im April seinen Urlaub jetzt mit einer Tour verbringen. Dazu für über 1000€ sich neue Motorrad Klamotten kaufen. Redet nicht mehr richtig mit mir. Ich finde sein Verhalten nur noch Assi und verletzend. Seine Eltern wissen bescheid und können ihren Sohn auch nicht mehr versehen. Sein Vater sagte er sei undankbar, weil er doch viel besitze und immer mehr will, da kommt als Antwort, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und für ihn ist das alles normal und deswegen will er mehr!
Auch weiß er nicht, ob er als Single wirklich glücklich wird.
Ich kann langsam nicht mehr. Ich bettel um Liebe, um unsere gemeinsamen Träume und Ziele und fühle mich durch ein Motorrad ersetzt. Und ich liebe ihn so. Ist es denn so verkehrt von mir, das ich sage, man kann nicht mehr Geld raushauen, als man hat und Urlaube nicht nur getrennt voneinander gemacht werden?
Man kann doch nicht einfach sagen, ich habe mich verändert und ich will jetzt so leben?
 
  • #2
Klingt für mich nach Midlife Crisis und einer sehr verfahrenen Situation. Möglicherweise ist das ganze Familienleben und die Beziehung schon länger nicht mehr erfüllend für ihn und das Motorrad ist das Ventil geworden.
 
  • #3
Ich will alle Freiheiten der Welt. Das ist mein Grundrecht, ich muss ja glücklich werden mit mir. Und ich bin z.B. eine Frau, die sehr viel Freiheiten braucht und nicht immer jemand, der nervt und fragt, warum ich das und das mache. Das ist ja, als wäre man ein Kind, aber nicht mehr autonom.

Ich kann deinen Mann sehr gut verstehen. Wer möchte denn ständig um Erlaubnis fragen, ob er sich was mit seinem Geld kaufen darf? Der letzte Typ, der mir was befehligste, habe ich mit 23 verlassen. Ist ja ekelhaft.

Ich weiß auch nicht, was dein Problem mit Motorrädern, Urlauben, PC, neue Kleidern ist. Ist das jetzt dein Lebensproblem? Ich gehe mehrfach im Jahr für einige Tage alleine fort, wo niemand mit darf, weil ich auch mal zur Ruhe für mich alleine kommen muss.

Komm mal klar! Kein Wunder, haben Männer hysterische Weiber satt!

Was gönnst du dir so? Bestimmt nichts oder?
 
  • #4
Liebe FS,
super, er wohnt im Keller, er kümmert sich nicht mehr um die Familie sondern nur um seine Interessen. Damit lebt ihr offiziell getrennt (Sex geht dann aber nicht mehr) und das solltest Du ihm durch ein paar Massnahmen klarmachen:

- Fordere ihn auf, für die Kinder den Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle zu zahlen.
- fordere ihn auf, sich an der Finanzierung des Hauses hälftig (gehört ihm zu Hälfte) und den Nebenkosten zu einem Fünftel zu beteiligen.
- Vom Kindergeld wird die Hälfte gegengerechnet.
- Koch' nicht mehr für ihn, dulde nicht, dass er den Kühlschrank plündert sofern er nicht auch von seinem Geld einkauft, wasch' seine Wäsche nicht.
- Nimm' Dir einen Anwalt, der Dir ein Schreiben an ihn aufsetzt und die Dinge klärt.

Was er dann mit dem Rest seines Geldes macht, welche Motorradteile er sich kauft etc, wohin er reist, ist dann allein seine Sache - ihr seid getrennt, bzw. eine WG.
Eure Kinder sind groß. Die benötigen keine Dauerbetreuung mehr. Wenn er zuhause ist, fährst halt Du in Urlaub.

Dein Mann will ein Singleleben führen, weiß aber nicht, ob er Single sein will oder nicht?
Nun, dann gib' ihm die Chance, das Singleleben kennenzulernen. Streich' ihm den gesamten Komfort des Familienlebens, und gib' ihm die Chance, das Singleleben kennenzulernen: kein gemeinsames Kochen mehr, keine gemeinsame Zeit, kein Sex. Lass' ihn Motorradfahren und im Keller am PC daddeln.
Die Kinder sind alt genug und können Kontakt und gemeinsame Unternehmungen mit ihm selbst organisieren.
Nur so kann er feststellen, ob er Singleleben kann und will und Du übrigens auch.

Man kann doch nicht einfach sagen, ich habe mich verändert und ich will jetzt so leben?

Ich finde Deine ängstliche Eifersucht auf das Motorrad und sein Konsumverhalten lächerlich.
Ergreif' die oben geschilderten Gegenmaßnahmen. Diese setzen allerdings voraus, dass Du selber ein Einkommen hast, von dem Du Deine Kosten und Deinen Beitrag zum Unterhalt für eure Kinder bestreiten kannst.
Oder bist Du Hausfrau und klammerst Dich darum ängstlich an ihn, verzweifelst an seinem Ausgabeverhalten, weil der Familie das im Alltag benötigte Geld fehlt und verwechselst Deine Angst vor Veränderung mit Liebe?

Doch, man (w+m) kann einfach sagen, dass man sich verändert hat und anders Leben will - das erlebst Du doch grade. Es ist Deine Sache, ihm wirksam klarzumachen, dass er leider die Pflichten aus seinem vorherigen Leben nicht so einfach ablegen kann sondern, dass er sie weiterhin erfüllen muss.

Darüberhinaus würde ich die Situation nur zeitlich eng begrenzt mitmachen und dann auf offizieller Trennung und seinem Auszug bestehen, damit Dein täglicher Ärger über ihn entfällt. Diesen Zustand kannst Du nicht lange aushalten, ohne dass es Dir richtig schlecht damit geht.
Dann könnt ihr euch aus dem Abstand überlegen, ob ihr nochmal zusammenwachst, unter welchen Bedingungen oder ob es auf Scheidung hinausläuft.
 
  • #5
Reden anstatt streiten.
Mal ein Beispiel: Du siehst nur die 1000€, die er für Motorradklamotten ausgibt. Hast Du mal überlegt, wieso die so teuer sind? Nein, die sind nicht von Gucci. Die sind so teuer, damit er lebend wieder nach Hause kommt. Hier ist das Problem zwischen Euch Beiden; scheinbar redet ihr nicht miteinader, sonder gegeneinander.
 
  • #6
Mein Rat wird dir gar nicht schmecken ...
Lass ihn seine Riesentour fahren. Sich seinen Traum erfüllen. Er hat 2 Jahrzehnte für die Familie gebuckelt - jetzt ist er mal dran.
Das gibt euch beiden Zeit - und vielleicht ist sein Freiheitsdrang dann erstmal gesättigt.
Was spricht dann eigentlich dagegen, dass du auch Motorrad fährst? Eure Kinder sind fast erwachsen - wann, wenn nicht jetzt??
Überlege doch mal in Ruhe - auch wenn dir das jetzt nicht gefällt.
Und ja, ich habe eine Freundin, die mein Mopped auch nicht leiden kann. Und wir kommen dennoch klar ....
 
  • #7
h will alle Freiheiten der Welt. Das ist mein Grundrecht, ich muss ja glücklich werden mit mir.
So weit, so schön. Ich bin auch ein sehr freiheitsliebender Mensch. Ich hab aber auch nicht geheiratet und immer mein eigenes Bankkonto gehabt, über das ich dann natürlich frei verfüge.
Allerdings endet die Freiheit des einen dort, wo sie die Freiheit des anderen beschneidet. Es klingt ja so, als würden sie gemeinsam wirtschaften und als wäre das Geld für das Motorrad nicht einfach übrig, sondern fehlt dann an anderer Stelle. Außerdem soll sie sich dann selbstverständlich um Haus und Kinder kümmern während er sich ne schöne Zeit macht.

Ich würde da mal ausrechnen, wie viel Geld nach Abzug der laufenden Kosten übrig ist, das durch 2 teilen und von meinem Teil auch nen schönen Urlaub und schöne Wochenenden machen. Allein natürlich, damit er auch die Gelegenheit hat, sich wieder um seine Kinder zu kümmern.
 
  • #8
Wer möchte denn ständig um Erlaubnis fragen, ob er sich was mit seinem Geld kaufen darf?

Äh, es ist vermutlich eine Familie zu finanzieren? Raten für das Haus? Teenager sind teuer, und vermutlich verdienen beide Ehepartner nicht sechsstellig, sondern normal. Dann muss das Geld eingeteilt werden!

Ich fahre auch sehr gerne und habe schon viel Geld dafür ausgegeben - aber nur das, was ich mir leisten konnte, NACHDEM notwendige Dinge bezahlt waren.

Touren etc spreche ich mit meinem Mann ab und bislang haben wir immer eine gute Lösung finden können.

Liebe FS, das Motorrad ist nicht das Problem, es könnte auch Fischen, die Jagd oder eine andere Frau sein. Dein Mann hat riesige Schwierigkeiten mit sich selbst und seinem Leben als Familienvater. Er setzt sich nicht damit auseinander, sondern läuft weg.

Bitte lass ihn einfach laufen, hör auf zu kämpfen, leb Dein Leben, versuche irgendwie mit den Finanzen klar zu kommen. Vielleicht könnt ihr in einem halben Jahr wieder reden, im Moment scheint es nicht zu gehen.

Lass los, für Dich und die Kinder. Alles Gute.
 
  • #9
Liebe Fs,
Schau das du auch ein Hobby für dich findest, etwas dass dir Spaß macht. Eure Kinder sind schon groß, Zeit jetzt wieder gemeinsam etwas zu unternehmen, fahr doch mit?!
 
  • #10
Lass ihn seine Reise machen! Für ihn ist das der Traum und der darf nicht an Vorgaben seiner Familie scheitern. Nur wenn du ihn freiwillig gehen lässt, gibt es eine Chance, dass er zu dir zurück kommt.

Vielleicht kannst du mit ihm eine Art Abkommen treffen: jetzt reist er, in ein paar Jahren reist du. Ob du das dann wirklich durchziehst, kannst du dann immer noch entscheiden.

Zwei »Fehler«, wenn ich das so nennen darf, machst du in meinen Augen: du rechnest ihm vor, was das alles kostet (wer ein Leben lang geschuftet hat, muss auch mal über die Stränge schlagen dürfen) und du besprichst das alles mit seinen Eltern. Absolutes NoGo!! Du suchst Verbündete, die sich dann auch noch gegen ihn stellen. Also: ich würde auch abtauchen wollen.
 
  • #11
Hallo FS,
dein Mann wohnt schon im Keller. Er ignoriert dich und will jetzt endlich sein Ding machen, und zwar ohne dich. Er denkt,du gönnst ihm nichts.
Sein Geld steckt er in sein Hobby, er möchte alleine Urlaub machen.
Du hockst mit den Kindern oben rum.
Viele Ehen funktionieren so. Jeder macht sein Ding und fertig.
Ich fürchte, dass du da gar nichts mehr machen kannst. Lass ihn einfach in ruhe und fertig.
w 45
 
  • #12
Lass deinem Mann doch seine Freiheiten, liebe FS, aber gleich so richtig, dass er merkt, was das eigentlich bedeutet! Schmeiß ihn raus, sag ihm, er kann zurückkommen, aber erst, wenn er seine Midlife crisis überwunden hat und weiss, was er will. Er soll sich eine kleine Mietwohnung nehmen, dann kann er ja schauen, ob er sich noch 1000 Euro für eine neue Motorradkluft leisten kann.... Er soll selber seine Wäsche waschen, etc. Und schauen, ob das freie Leben als Single wirklich so toll ist.

Er muss spüren, dass sein Verhalten Konsequenzen hat, und zwar nicht nur für dich, sondern auch für ihn selbst! Im Moment lebt er seine Bedürfnisse aus, ohne Konsequenzen spüren zu müssen. Er musste nicht ausziehen, sogar Sex bekommt er noch von dir, du bemühst dich ständig um ihn. Hör auf damit. Warum schläfst du mit deinem Mann, wenn er dir sagt, dass er dich nicht mehr liebt? Die einzige Chance, die ich hier sehe, ist die, dass er merkt, was er riskiert zu verlieren. Im Moment hat er das Gefühl, dass du und deine Liebe ihm ganz sicher sind, das engt ihn sogar ein. Lass ihn los, dann kommt er vielleicht zurück, und dann soll er sich gefälligst um dich bemühen.
 
  • #13
Nach 20Jahren eine harte und kalte Veränderung für Dich.
Das ist traurig!
Leider ist man in so einer emotionalen Krise nicht klug.

Du möchtest den Mann behalten, den Du seit 20Jahren liebst und willst ihn festhalten aber er ist anders und egal was Du aus Verzweiflung tust, Du hast nur rohe Seife in der Hand.

Erstmal muss Du Dich befreien, sehen das "der" Ehemann nicht mehr da ist.

Sei keine Ehefrau mehr.
Nicht kochen, waschen und Co.
Zeig ihm was 50:50 bezüglich auch grösserer Kinder heisst.
Plane selbst eine längere Auszeit und sag ihm: ok dann nacheinander Weltreise.
Stell den Finanzierungsplan auf und lege das in den Keller bevor Du für ein paar Tage zu einer Freundin fährst
 
  • #14
Männer lassen sich was einfallen, wenn sie von ihrer Frau weg sein möchten, da ist doch das Argument Motorrad ein sehr gutes Argument.
Ja, das habe ich auch beobachtet. Immer, wenn ein Mann in den 40ern anfing zu reiten, trog mich mein Bauchgefühl nicht: er war dann auch auf der Suche nach einer familiären Veränderung, wenig später kamen dann immer entsprechende Meldungen.

Liebe FS, es gibt zwei Möglichkeiten, hier wieder Land zu sehen.

Die erste versuchst du gerade: Du kämpfst um deinen Mann mit allen Mitteln. Das habe ich vor inzwischen knapp 2 Jahren auch gemacht. Ich hatte mich damals gegen den Ratschlag meiner Mutter (Rückzug, lass ihn alles alleine machen, mach dich rar, bleibe gelassen) entschieden, und ihm mit allem, was mir möglich war, gezeigt, wie wichtig er mir ist, jeden Tag, ihn andererseits nach einer Weile bei der Betreuung seines Sohnes regelmäßiger in die Pflicht genommen als vor der Kurztrennung.
Unsere Beziehung ist wieder eng- manchmal offener als je zuvor, manchmal, wenn die Stimmung gerade nicht gut ist, holt mich die Erinnerung an die schwere Zeit aber ein. So unbeschwert, wie ich früher war, bin ich nicht mehr in Bezug auf ihn, jetzt muss auch von ihm mehr Belastbares für die Beziehung kommen- das tut es aber.
Generell kann ein zweiter Anlauf also klappen.

Die zweite Möglichkeit hat u.a. Vikky beschrieben, wohl vor dem Hintergrund, dass sie eurer Beziehung keine Chance mehr gibt.

Vielleicht ist auch eine Mischung im Vorgehen sinnvoll:
Du lässt ihm erst einmal seine Freiheit, sortierst dich und dein Leben, lernst, auch allein glücklich und finanziell unabhängiger zu werden,
dann setzt du ihm ein Ultimatum, Erinnerung an seine finanziellen Pflichten über einen Anwalt-
und entscheidest dann bzw. lernst, mit seiner Entscheidung umzugehen.

Viel Kraft dir!
 
  • #15
Hallo liebe FS,

ich sehe es zum Einen wie @Vikky , weil Deinem Mann auch die Konsequenzen seines Handelns bewusst werden sollten. Zum Anderen muss ich aber auch @Tom26 zustimmen... Wie wäre es denn, wenn Du einen Mittelweg finden würdest? Erst mal sachlich, ganz ohne Aufrechnerei und Gemoser, nachfragen, was ihn tatsächlich bewegt. Und dann Deine Ängste und Gefühle darlegen, natürlich ebenso ohne anzuklagen. Gib ihm das Gefühl, dass Ihr in einem Boot sitzt - falls Du selbst überhaupt noch so empfindest. So oder so, ein klärendes Gespräch, ein echter Austausch, wären meiner Meinung nach nötig, sonst steigert Ihr Euch auf Dauer in etwas hinein, das vielleicht doch zu lösen wäre.

Noch etwas off topic, richtet sich vor allem an @Vikky , deren Beiträge ich sehr schätze. Bitte sieh es nicht als Besserwisserei oder gar Angriff, aber der Imperativ wird im Deutschen ganz ohne Apostroph gebildet. Also: "Sieh, sprich, geh, komm, lass" etc. etc. Und nicht "geh'/sieh'/komm' " etc., in Anlehnung an die zweite Person Singular. Mir fällt das seit längerem auf, und ich als Deutsch-Fetischistin musste jetzt einfach darauf hinweisen. Ich hoffe, Du weißt, dass ich das nicht böse, sondern wertschätzend meine. Vielleicht hilft Dir mein Hinweis ja sogar... So, meinen Streber-Punkt für heute habe ich mir jetzt verdient ;-)

Uns allen ein entspanntes Wochenende und denen, die arbeiten, eine stressfreie Zeit! :)

Herzlichen Gruß
LadyFrohsinn (45)
 
  • #16
Hm, ein bisschen habe ich das Gefühl, ihr behandelt das konkrete Problem schon 6 Jahre falsch und deswegen "eskaliert" das jetzt so. Damals hat er sich das Motorrad gekauft und fing an, seine Runden damit zu drehen. Es klingt so, als hättest Du damals einfach eifersüchtig reagiert, statt in der Beziehung neue Freiräume zu besprechen, dass Du auch welche bekommst. Du hast vielleicht auf "Mutti" gemacht, die was verbieten will, weil Du mit der Veränderung des Mannes eine Abwendung von Dir verbunden hast. (wenn er allerdings schon vorher ständig vorm PC saß und spielte, statt sich für seine Familie zu interessieren, ist es ja nicht so neu)

Jetzt hat sich das alles ausgewachsen. Das Thema "Motorrad" ist zu einem Reizwort geworden und da ihr keinen guten Umgang mit neu gegebenen Freiheiten gefunden habt, treibt es euch immer weiter auseinander.

Ihr bräuchtet mE zur Rettung der Ehe einen Dritten, der Ahnung davon hat, wie man mit sowas umgeht und euch Tipps geben kann. ABER: dazu braucht es beide und Dein Mann hat sich bereits ausgeklinkt. Er sieht nur noch seinen Wunsch nach Weg-Sein. Also denke ich auch, dass Du ihn nur machen lassen kannst. Ihn dahingehend beeinflussen zu wollen, machst Du ja schon seit 6 Jahren. Ob Du ihn danach wiederhaben wolltest, FALLS er zurückkommen will, ist eine andere Frage.
Hör bitte auf rumzubetteln und ihn für Dein Gefühlswohl hinbiegen zu wollen. Das wird genau das Gegenteil bewirken, weil ihm das gerade so sehr auf die Nerven geht und überhaupt nicht sein Interesse ist. Überlege Dir, wie Du diesen Zustand für Dich beenden kannst, also ohne dass er sich wieder umkrempelt. Das wird er nicht tun.

Er hat 2 Jahrzehnte für die Familie gebuckelt - jetzt ist er mal dran.
Weil sie die ganze Zeit dran war und nicht für die Familie gebuckelt hat, oder wie meinst Du das? Klingt so, als leiste der Mann mehr als die Frau für eine Familie, nur weil sie ne Weile zu Hause bleibt wegen der Kinder.

Er durfte auch Familie und Partnerschaft genießen. Und es ist nicht nur er, der Zugeständnisse machen musste dafür.
Beziehungen gehen zu Ende und andere Menschen kann man sich nicht wie Knetfiguren hinbasteln, damit sie einen glücklich machen, wenn sie es nicht mehr wollen. Aber was der Mann da macht, ist verantwortungslos. Er tut so, als hätte er keinerlei Verpflichtungen. Die hat er aber nunmal, ansonsten hätte er kinder- und fraulos bleiben müssen. Sich in diesen Zustand setzen zu wollen, kann man zwar innerlich machen, aber das geht einfach nicht im realen Leben, sie sind ja nunmal da, diese Verpflichtungen.
 
  • #17
Leider sind deine Angaben nicht wirklich konkret - ist das Geld, das in sein Hobby fliesst - "sein" Geld - oder fehlt es der Famiie ... ?
das wäre für mich der erste Ansatz ... ist das Geld übrig - gönne es ihm !!!
gönne ihm auch seine Pläne/seine Reisen - von Herzen, mit vollstem Verständnis ...
so wie du schreibst ... sein Vater ist vor 8 Monaten sehr krank geworden ... kann sich seine Lebenspläne nicht mehr erfüllen .. - klingt für mich völlig logisch nach : " ich erfülle mir meine Träume, solange, ich es noch kann "
da hilft auch kein Psychologe ,,, nein ... in solchen Lebensphasen möchte ich keinen Fremden, der mich durchleuchtet ... sondern, dass die Menschen, die mir am Nächsten stehen - mir zuhören/mich verstehen !!!
Es geht überhaupt nicht um ... "was habe ich erreicht - was besitze ich " ... Haus/Boot ... etc. ...
sein Gerede "ich liebe dich nicht mehr" ... ich vermute, dies ist nur Selbstschutz ... sich mit aller Gewalt, den Weg ... in seine - was er jetzt braucht - Freiheit/nichts verpassen - bahnen ...

hin- und hergerissen zwischen Familie/Verantwortung und "was brauche ich - für mich selbst"...

es geht um die Momente, die Leben bedeuten ...

natürlich ... Sicherheit ... Verlässlichkeit ... Zukunftsplanung ...
dies Fundament muss stehen ...

darüber hinaus gibt es aber so viel mehr - die Dinge/Momente... die wirklich "flashen" ... spüren lassen - dass man lebt !!!

wenn mein Partner dafür eine Reise über 2 Monate bräuchte ... road 666 .... warum nicht ... wenn ich ebenso auch meine eigenen Träume ... er hütet Haus/Hof/Kinder ... erfüllen darf - gangbar ...

und wieder einmal ... klare Kommunikation ... der unendliche Knackpunkt ... wer will was - wie unter einen Hut ...

anscheindend funktioniert es wirklich nur auf diese Art ... die Theorie ist auch fantastisch - doch sobald die Gefühle auf beiden Seiten querschiessen ... wird die Umsetzung verdammt schwierig ...
 
  • #18
Liebe Sabrina, erst dachte ich du hast die Faxen dicke, weil er so viel daddelt und sonst nichts läuft. Das fände ich nämlich total arm und unsexy. Darüber hinaus hätte ich Sorge, dass dieses Vorbild auf die Söhne abfärbt, zumal Computerspiele und Internetnutzung ohnehin schnell Suchtcharakter annehmenkönnen.

Stattdessen stört sich das Motorrad. Lass ihm doch seinen Spaß, lass ihn seinen Traum einfach leben. Bedenklich finde ich viel eher, dass er sagt, er liebt dich nicht mehr, lieber allein oder mit anderen unterwegs ist und gar nichts mehr mit dir unternehmen möchte. Das hat doch nichts mit dem Motorrad zu tun, siehst du das nicht? Da hätte ich vor allem Angst, er hätte oder will eine andere Frau und Lebensgefährtin. Da wären mir Haus und Geld zweitrangig.

Euer Problem ist der neue Lebensabschnitt: Haus gebaut, Kinder längst groß und die Ehe, das Begehren, die Neugier und der Respekt vor dem anderen sind eingeschlafen. 20 Jahre sind eine lange Zeit, das muss man erstmal hinkriegen. Ich wünsche dir, dass ihr gemeinsam wiederfindet, was euch am Anfang und während der schönen Zeiten verband. Da ging es doch auch ohne Haus und Geld, da hatte jeder auch eigene Freunde und Interessen. Das scheint ihm mehr zu fehlen als dir.

Also schau, was dich begeistert, dir früher immer viel Freude machte und worauf durch Familie, Beruf und Haushalt verzichten musstest. Ich würde ihm das Motorrad von Herzen gönnen, mir selbst aber auch Freiräume für Freunde und Hobbies schaffen.

Will er überhaupt das Haus halten, gemeinsam mit dir essen? Wenn ja pass auf, dass die Haushaltspflichten gerecht verteilt sind, du nicht die Gratisköchin, Putze, Waschfrau und Haushälterin bist. Bring dich lieber als attraktive, lebenslustige Frau in Form. In die hat er sich doch verliebt- Oder?
 
  • #19
Weil sie die ganze Zeit dran war und nicht für die Familie gebuckelt hat, oder wie meinst Du das? Klingt so, als leiste der Mann mehr als die Frau für eine Familie, nur weil sie ne Weile zu Hause bleibt wegen der Kinder.
Ich meine das ganz einfach so:
Er hat 20 Jahre geschafft, immer musste er seinen Wunsch (Motorrad) zurück stellen, weil die Kinder etwas benötigten, das Haus bezahlt werden musste etc. Jetzt sind die Kids halbwegs erwachsen. Etwas Geld frei zur Verfügung. Und er gönnt sich nun seinen Traum.
Meine Erfahrung im Bekanntenkreis isst übrigens sehr wohl die, dass die Frauen ein Haus meist nach ihren Wünschen möblieren. Dekorieren. Kaum ein Mann würde seine Kohle für beleuchtete Nikoläuse raushauen. Auch unbequeme Designerstücke sind meist Frauendinger. Und scheisseteuer. Dafür ist oft die Qualität mässig.
Wir wissen es nicht - aber wenn SIE 250 Paar Schuhe und 50 Handtaschen gehortet hat - dann kann er sich auch ein Mopped kaufen. Oder?
 
  • #20
..seit 20 Jahren verheiratet. Wir haben 3 Kinder (18, 16 und 15).
Vor 10 Jahren haben wir uns ein Haus gekauft.
....
Nun ja, jetzt plötzlich im Januar, will er Frei sein, jederzeit machen können was er will, sich kaufen können was er will, hinfahren wohin er will

Ich will alle Freiheiten der Welt. Das ist mein Grundrecht, ich muss ja glücklich werden mit mir.
Wenn beide Partner alle Freiheiten jederzeit haben, wer kümmert
sich dann um Haus und Familie?
Wenn einer alle Freiheit haben will, dann hat er diese Freiheit zu Lasten eines anderen Menschen, der dann das erledigen muss, wozu der Freiheitsliebende keine Lust hat?

Ein Haushalt für eine fünfköpfige Familie ist doch auch Verantwortung und macht sich nicht von allein, ebenso laufen drei (wenn auch schon größere) Kinder nicht problemlos nebenher irgendwie mit.
Freiheit ohne Absprachen ist dann nur die Freiheit des einen
 
  • #21
Vor 6 Jahren hat er den Motorrad Füherschein gemacht. Das Motorrad hat immer wieder Konflikte mit sich gebracht. ... Er hat immer das Gefühl ich gönne ihm nichts.
Als dein Mann seine Vorliebe fürs Motorradfahren entdeckt hat, hättest du dir ebenfalls ein Hobby suchen können, statt ihm seines mies machen zu wollen. Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit, Haus, Familie, Kindern.

Nun ja, jetzt plötzlich im Januar, will er Frei sein, jederzeit machen können was er will, ... hinfahren wohin er will, er liebt mich angeblich nicht mehr. Träumt davon in der Welt umher zu reisen mit seinem Motorrad.
Das wird er wohl auch tun, ob du dagegen bist oder nicht.

Klüger wäre es gewesen, ihm mehr Verständnis entgegen zu bringen, statt radikal gegen sein Hobby zu sein. Dann hättet ihr euch nicht immer weiter voneinander entfernt.

Motorradtouren sind für die Liebhaber dieser Maschinen ein Symbol für Freiheit, Ungebundenheit, Abenteuer und Aufbruchstimmung. Es kann gut sein, dass die Krankheit seines Vaters deinen Mann wachgerüttelt hat. Er wird sich darüber klar geworden sein, wenn er jetzt nicht seinem Traum nachgeht, er vielleicht nie wieder die Gelegenheit dazu haben wird. Irgendwann kommen viele an den Punkt, an dem sie über ihr Leben nachdenken und sich sagen: Das kann doch nicht alles gewesen sein. Ich kenne Männer, die kommen ins Schwärmen, wenn sie von ihrer Tour über die Route 66 erzählen, die sie alle paar Jahre buchen - ohne ihre Ehefrauen, die allerdings ihren Männern diesen Spaß lassen.

Man kann doch nicht einfach sagen, ich habe mich verändert und ich will jetzt so leben?
Doch das kann man, weil Menschen sich durch gewisse Lebensumstände verändern können. Dein Mann z.B. durch die Krankheit seines Vaters.

Du schreibst, du bettelst um gemeinsame Träume und Ziele.
Anscheinend waren/ sind die nicht vorhanden. Ihr habt zusammen ein Haus und drei Kinder. Das ist das, was euch verbindet. Trotzdem kann jeder von euch eigene Träume haben. Er ist jetzt soweit, dass er seinen persönlichen Traum leben will, bevor es zu spät ist. Eure Ehe hätte doch sein neues Hobby oder auch gelegentliche Touren überstehen können, wenn du ihn so sehr liebst, wie du angibst.

Wieso fühlst du dich durch ein Motorrad ersetzt?
Wenn er eine andere Frau hätte, könntest du dich ersetzt fühlen.

Wie auch immer. Macht eine nur eine Tour im April, ist eure Ehe dadurch doch nicht am Ende. Warum gönnst du ihm dieses Erlebnis nicht?
Kommt es allerdings dadurch zur Trennung oder Scheidung, sind natürlich finanzielle Regelungen zu treffen.
 
  • #22
Mich würde jetzt auch mal interessieren, ob das Geld, dass er fürs Motorrad ausgibt, für die Familie & gemeinsame Urlaube fehlt.
Wenn alle anderen verzichten müssen, weil er alles für sein Hobby auf den Kopf haut, ist das natürlich nicht fair. Dann muss es einen Kompromiss geben.
Wie oft geht er denn fahren?
Geht es jetzt nur um die Tour im April, oder ist er jedes Wochenende unterwegs?

Irgendwann kennt man die Straßen um seinen Wohnort schon auswendig & dann muss man zwangsweise mal weiter weg, um neue Straßen zu fahren. Dann gibt es auch so tolle Strecken im Ausland usw. wieso sollte man die nicht mal fahren, wenn es doch Spaß macht?
Irgendwann wird auch er sterben & wird es dann bereuen es nicht gemacht zu haben.
Also das verstehe ich durchaus & das macht meiner auch.
Allerdings darf Zeit & Geld für alles andere nicht zu kurz kommen.

Andererseits frage ich mich auch, warum du alleine mit den Kindern zu Hause sitzt, wenn er nicht da ist.. Hast du selbst keine Freunde oder Hobbys für die Zeit? Die Kinder sind doch auch schon groß & brauchen dich nicht mehr ständig bei ihnen zu Hause. In deren Alter war sogar ich selten zu Hause.

Also falls es jetzt nicht am Geld scheitert, sehe ich kein Problem damit, dass er nicht mal eine Zeit lang alleine weg sein kann im Jahr..
Problematisch fände ich es dann, wenn er jedes Wochenende unterwegs ist, oder das Geld dann wie gesagt in der Familie fehlt.
Wie ist es?
Oder hast du die letzten 6 Jahre vielleicht etwas zu viel an seinem Hobby rumgenörgelt, es ihm wirklich nicht gegönnt & jetzt hat er keine Lust mehr sich das anzuhören, will es einfach machen können & will daher weg von dir, weil du ihm da im Weg stehst?
 
  • #23
Wir wissen es nicht - aber wenn SIE 250 Paar Schuhe und 50 Handtaschen gehortet hat - dann kann er sich auch ein Mopped kaufen. Oder?
Ach, Dir ging es ums Geld. Ich dachte, Dir ging es darum, seine Zeit komplett so zu verbringen, wie man will.
Stimmt, sie ist viel auf dem Geld rumgeritten. Solange er seinen Anteil am Haushalt zahlt, finde ich es normal, dass er sein Geld dafür ausgibt, woran er Spaß hat. Man weiß nicht, wie sie ihre Kasse führen, also wenn er bislang immer alles abgeliefert hat, sie zu Hause war und nichts in die Kasse hineinarbeitete, zieht er jetzt große Summen ab, die sie nicht mehr mit ausgeben kann. Dann stimme ich Dir zu.
Das müsste die FS klären, ob sie arbeitet, wieviel sie für ihren ganz privaten Spaß von seinem Geld ausgibt (die Dekonikoläuse sind für alle, nicht ihr Privatspaß, auch wenn es ihre Idee war). Aber wiedermal ist das seit über ner Woche ein Ein-Beitrag-Thread, wo keine relevanten Infos mehr kommen. Ich denke mir zwar, dass wenn man solche Probleme wälzt, man kaum den Kopf frei hat für Nebensächliches, aber wenn man irgendwo Hilfe sucht, hätte ich eigentlich gern wenigstens ein "danke, hilft mir aber alles nicht, was ihr schreibt, und tschüss". Dazu muss man es nicht mal lesen, was die Leute hier geschrieben haben. Das ist einfach nur, damit der Schreiberling weiß, dass er nicht mehr auf weitere Fakten warten muss und alles, was er schreibt, reines Rumspekulieren wird.
 
  • #25
Eine kluge Frau lässt ihrem Mann eine gewisse Menge Freiheit im Rahmen der Möglichkeiten. Und im Gegenzug freut sie sich, wenn sie auch etwas Freiheit bekommt und einen Mann hat, der richtig zufrieden ist und auch in der Midlifecrisis nicht das Gefühl hat, ausbrechen zu müssen..
Eine weniger kluge Frau lamentiert und diskutiert den ganzen Tag und ist stolz darauf, dass "aber viele Argumente von ihr auch richtig" sind,selbst wenn er im Keller hockt und die Beziehung am Ende ist.

Ich kann Frauen nicht verstehen, die nicht in der Lage sind, mit größer werdenden Kinder das Leben wieder etwas zu ändern, die neu gewonnene Freiheit zu geniessen und ihrem Partner auch etwas mehr Freiheit zu gönnen. Mir ist bewusst, dass von weiblicher Seite Gegenwind kommen wird. Das sind die Frauen, die irgendwann hier solche Fragen stellen. Natürlich geben sie das Geld für Deko, Schuhe, Handtaschen und sonstigen Firlefanz nur zum Wohle der Familie aus.
 
  • #26
Ich habe erwartet, dass meine Kinder sich um die Schule kümmern.
Dafür durften sie mit Recht erwarten, dass sie unterhalten werden.
Natürlich verursachen Kinder und wertet recht Teenager Kosten
Klamotten, die schnell verschlissen sind, oder zu klein,
Die Berge an Lebensmitteln, die gerade Jungs vertilgen können
Das, was die Schule alles so fordert.
Falls es noch ein Hobby gibt, wie Sport, oder Musik, kommen da noch mal Kosten hinzu.
Und vom Zeitaufwand, der gerade in Bayern von Schülern verlangt aus, ist ein Nebenjob kaum mehr drin, und nicht zumutbar.

Wenn sie natürlich exklusive Wünsche haben , dann mussten auch meine Beiden schauen, wie sie diese finanziert bekommen. Ggf. gab es das dann nicht.

W,49
 
  • #27
Mein Rat wird dir gar nicht schmecken ...
Lass ihn seine Riesentour fahren. Sich seinen Traum erfüllen. Er hat 2 Jahrzehnte für die Familie gebuckelt - jetzt ist er mal dran.
Das gibt euch beiden Zeit - und vielleicht ist sein Freiheitsdrang dann erstmal gesättigt.
Was spricht dann eigentlich dagegen, dass du auch Motorrad fährst? Eure Kinder sind fast erwachsen - wann, wenn nicht jetzt??
Überlege doch mal in Ruhe - auch wenn dir das jetzt nicht gefällt.
Und ja, ich habe eine Freundin, die mein Mopped auch nicht leiden kann. Und wir kommen dennoch klar ....
Eine gute Idee! Vermutlich hat sie Angst vor dem
Motorradfahren. Wäre ich keine Rollstuhlfahrerin hätte ich selbst Motorradfahren gelernt, mir eines und die entsprechende Ausrüstung gekauft und nichts hätte mich zurückhalten können. :-(. Bin sehr traurig und auch manchmal neidisch darüber, wenn ich Motorradfahrer sehe, die an mir vorbeifahren und ich könnte nur in einem
Dreisitz mitfahren. Hinten als Sozia geht nicht und ich hätte lieber selbst die Kontrolle über meine Maschine :). Es muss ein wunderschönes Freiheitsgefühl sein.

Liebe FS, dein Mann sieht ja alle gemeinsamen Ziele und Pläne bereits erreicht, die vermutlich bei allen verheirateten Menschen etwa die selben wären: Kinder und Haus. Er will das nicht mehr bzw. er braucht andere Ziele und Herausforderungen, weil er alles andere hinter sich hat. Welche gemeinsame Ziele meinst du noch? Zusammen alt werden?

Suche du dir auch andere Ziele oder ein Hobby - etwas, was du immer sehnlichst machen wolltest - singen, Bauchranz, Sprache lernen, Töpfern u.ä. und mach dich emotional von deinem Mann wenn möglich unabhängig, denn es könnte passieren, dass er sich in eine andere verliebt, wenn das nicht schon passiert sei und selbst die Scheidung einreicht. Im Leben gibt es viele andere Sachen als nur einen Mann, die sehr erfüllend und beglückend sind, Hobbys die dich mit Zufriedenheit erfüllen können! Wenn er merkt, dass du glücklich und ausgeglichen bist und nicht mehr meckerst und dich von ihm distanzierst, wird er vermutlich Verlustängste bekommen oder aber deine Attraktivität in seinen Augen wird wachsen. Er wird eine „neue“ Frau vor sich haben, die nur so vor Lebensfreude und Unabhängigkeit strotzt. Nur so habt ihr eine Chance wieder zusammen zu finden. Koche nicht mehr für ihn und mach ihm auch nicht die Wäsche, sondern sage ihm du hättest dich deinem neuen Hobby gewidmet neben den Kindern und hättest keine Zeit für alles.
 
  • #28
Der Mann schreit nach beinahe verzwefelt nach Trennung. Er steckt ganz tief in der Midlife -Crisis.
Hole Du ihn da nicht raus. Da muss er selbst. Es gibt Realitäten im Leben deen man sich stellen muss. Er will das gerade nicht.

Hole Dir eine Anwalt und realisiere diese Trennung.

Für Deine jüngeren Kinder wird es schwer werden. Versucht so veranwortungsvoll wie möglich mit der Trennung umzugehen, sonst beliben schwere Schäden bei den Kindern zurück.

Soviel Verantwortung muss er noch einsehen.
 
  • #29
... warum müssen Teenager teuer sein? Ist das heute üblich?
Ja, Kinder sind teuer. Selbst wenn sie etwas dazuverdienen. Minderjährigen wird oft nichtmal der Mindestlohn gezahlt und wenn sie außer der Schule noch ein Hobby(beispielsweise Sporttraining 2x die Woche, Spiele am WE) haben, ist die Zeit sehr knapp. Rechne mal allein den Führerschein a´ 2000 Euro oder die Klassenfahrt nach London a´ 600 Euro bei drei Jungs...

Zwischen der FS, ihrem Mann und den jugendlichen Söhnen sollten "Taschengeld" und Haushaltspflichten für alle gerecht geteilt werden. Vorausgesetzt alle sind berufstätig oder erbringen in der Schule ordentliche Leistungen.
 
  • #30
Ach, Dir ging es ums Geld. Ich dachte, Dir ging es darum, seine Zeit komplett so zu verbringen, wie man will.
Ich hab das so gelesen, dass es ihr ums Geld ging - siehe das Lamento um die Kröten für die Schutzkleidung.
Von der Zeit her gesehen - die Kids sind fast erwachsen, führen sowieso schon zum grossen Teil ihr eigenes Leben. Das sind keine Kinder mehr mit denen man Legoburgen baut.
Zeit kann man sich einteilen - beide können doch mal was alleine machen. Beispiel: Sonntag war geiles Wetter und Formel 1 Start. Mein Mädel hat geschlafen, ihre Tochter und ich haben unserem Seb die Daumen gedrückt. Sind dann bei dem herrlichen Wetter ne Runde mit dem Cabrio gefahren - und haben einen Zettel zurückgelassen, dass wir zum Mittagessen wieder da wären. Wo ist da das Problem? Ich muss nicht ihren Schlaf bewachen und sie nicht aufstehen, damit ich mich nicht langweile.
Wenn man will findet man immer Lösungen. Und ich stelle mir die Frage: Habe ich nicht mehr von meinem Mädel, wenn sie ausgeschlafen und damit zufrieden ist ? Und sie nicht mehr von mir, wenn ich glücklich von einer Tour zurück komme ? Ich persönlich sehe 2 glückliche und damit harmonische Stunden als viel kostbarer an als 5 Stunden Gemuffel und Stress.
 
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