• #31
Liebe FS, lass dich bitte nicht von realitätsfernem Wunschdenken runterziehen. Haakon von Norwegen hat seine Mette Marit auch mit Kind geliebt und sich allen Widerständen zum Trotz zu ihr bekannt. Er war/ist weder hässlich, noch arm, noch dumm. Beide waren damals 26. Dies ist ein prominentes Beispiel, es gibt im Alltag unzählige davon. Entweder lieben sich zwei wirklich oder eben nicht, Liebe ist kein Deal. Eher bleibt man mal ne Weile allein, geht die Welt nicht von unter.

Überlege dir dafür bitte gründlich:
Möchtest du einen 16 Jahre älteren Mann, der mit 40 noch NIE den Wunsch und Mut hatte, eine Familie zu gründen, Verantwortung zu übernehmen? Warum hat er dies nicht vorher realisiert, in jungen Jahren, in einer tragfähigen Partnerschaft? Hat er Ängste vor Verantwortung und Nähe, warum und wie will er die überwinden? Warum hat er zwei Jahre Süßholz geraspelt und kriegt nun kalte Füße?

Bitte starte keine Experimente, sondern prüfe gründlich, wie tragfähig und belastbar diese Beziehung ist. Deine beiden Kids sind einem sehr süßen Alter und aus dem gröbsten raus. Er muss sie nicht lieben wie ein Vater, wie kommt er denn auf die Idee? Entweder er mag sie, kommt im Altag gut mit ihnen zu recht, ist gern für sie da oder nicht. Sieh das Problem und die Lösung dessen nicht bei dir und deinen Kindern. Es ist seine Baustelle. Es gibt sichere Bindungstypen und unsichere bzw. vermeidende. Zu welchem Typ wird er wohl gehören?

Eine dritte Schwangerschaft, ein Neugeborenes, ein drittes Kind in der Familie - mit diesem Mann? Einem 16 Jahre ältern Zweifler? Da müssten dir eher Zweifel kommen.

Mein Freund wollte ( so er mir das eben erzählt hat ) zuerst Karriere machen! Er hat sich zw 25 und 40 eig nur in die Arbeit gestürzt, große Unternehmen geleitet,...

Er hatte immer wieder mal Beziehungen, allerdings keine richtig langen. 2 Jahre war die längste. Die anderen Beziehungen trennten sich, weil Werte, Zukunftspläne,... nicht zusammenstimmten. Er sagte mir, er sei mit einer Frau einfach nie soweit gekommen über eine Kinderplanung
Nachzudenken.

Er sagte mir auch, dass er sich mit noch keiner seiner Ex so gut verstanden hat wie mit mir. Er sagt er fühlt sich rundum wohl, wir können reden, lachen, Spass haben, durch Schwierigkeiten gehen, leidenschaftlich sein,... es stimmt alles!
Zum Altersunterschied. Wir haben das beide nicht so geplant. Wir haben uns kennengelernt und natürlich anfangs Zweifel gehegt wg dem großen Altersunterschied. Ab und zu habe ich schon Zweifel, ob sich unsere Lebenswelten nicht auf kurz oder lang in verschiedene Richtungen bewegen, aber das Posiive hat immer überwiegt.
 
  • #32
Hoppla. Er ist also 43. Bevor ich sein Alter gelesen habe dachte ich mir, sein Verhalten ist normal für einen jüngeren Mann, der eben selbst noch die Option auf eine eigene Familie hat.

Aber jetzt ist er schon 43 und träumt von einer eigenen Familie. Und warum hat er es sein ganzes Leben lang nicht verwirklicht??? Mit diesem Wunsch kommt er aber spät um die Ecke. Würde er jetzt loslegen, bis er alles in trockenen Tüchern hat und sein Kind geboren würde, wäre er locker 46 Jahre alt.

Wobei wir wieder bei meinem Lieblingsthema sind: liebe Fragestellerin, bitte erzähle mir was von seiner Beziehungsvergangenheit. Sollte er einen sicheren Bindungsstil haben, dann hätte er eigene Kinder und eigene Familie längst gewuppt, behaupte ich mal.

Sollte er keinen sicheren Bindungsstil haben, dann ist es völlig normal, dass er nach zwei Jahren die Sinnkrise bekommt und sein Lebensmodell in Frage stellt. Aber bevor ich hier wild weiterspekuliere, warte ich lieber auf Deine Antwort diesbezüglich liebe Fragestellerin.

Danke für die Antwort.
Seine Beziehungsvergangenheit habe ich weiter unten beantwortet!
Grundsätzlich ist er ein sehr stabiler, pragmatischer und gefestigter Mensch! Er betonte immer wieder, er habe keine Lust mehr auf irgendwelche seichten Bekanntschaften, er möchte jemanden mit dem er den Rest seines Daseins teilen kann. Eine Familie gründen. Nach vielen Jahren sehr! viel Arbeit einfach mal privates Glück genießen und leben!
 
  • #33
Er hatte immer wieder mal Beziehungen, allerdings keine richtig langen. 2 Jahre war die längste. Die anderen Beziehungen trennten sich, weil Werte, Zukunftspläne,... nicht zusammenstimmten. Er sagte mir, er sei mit einer Frau einfach nie soweit gekommen über eine Kinderplanung
Nachzudenken.

Bingo. Damit hätten wir es. Er hatte also niemals eine längere Beziehung als zwei Jahre. Da hast Du die Antwort. Natürlich wird er Dir in jedem einzelnen Fall ganz genau erklären können, warum es auseinanderging. Und ich kann Dir auch schon sagen, was er seiner künftigen Ex über Eure Trennung sagen wird. Das ist sein Muster und die Antwort auf Dein Problem. Leider nicht die Lösung ausser mein Vorschlag, das bei Deinen künftigen Beziehungsanbahnungen zu berücksichtigen. Viel Glück.
 
  • #34
Er hat sich zw 25 und 40 eig nur in die Arbeit gestürzt, große Unternehmen geleitet,...

Er hatte immer wieder mal Beziehungen, allerdings keine richtig langen. 2 Jahre war die längste.

Andere erfolgreiche Menschen haben trotzdem Familien gegründet. Barack Obama brachte es sogar zum PräsidentoUS. Und selbst wenn er die Kinderfrage rausgeschoben hat: Warum hielten Beziehungen nur max. zwei Jahre?

Meiner Meinung nach sind das unbewusste Ausreden. Man merkt, dass du deinen Freund liebst und nicht verlieren möchtest. Er hingegen ist nach zwei Jahren augenscheinlich nichtmal bereit, mit dir und deinen Kindern den Alltag zu teilen. Dazu müsstet ihr einfach zusammenziehen, er müsste es mal wagen und nicht deine Kinder und die damit verbundene Verantwortung vorschieben. Bitte immer schön einen Schritt nach dem anderen. Und wenn er den - so wie es aussieht- nicht von sich aus gehen möchte, sondern sogar einen Schritt zurückmacht, solltest du dich nicht verbiegen.

Er wurde sich immer mehr und mehr bewusst wie viel Verantwortung das mit sich bringt und wie viel man von seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen womöglich hinten anstellen müsste. Er möchte auch gerne selber noch Kinder, ... Eine Frau kennen lernen, ein paar Jahre glücklich zu zweit sein, eigene Kinder bekommen, ein normales Familienleben zu führen.
Das ist ehrlich, aber deutlicher geht es kaum. Erstens hätte er das längst haben können. Zweitens würde das Verständnis für den armen Mann bei mir dann so langsam der ENTTÄUSCHUNG weichen. Sollst du deine Kinder jetzt wegzaubern, damit er sich weiterhin entspannen kann? Wäre es bei zwei eigenen Kindern nicht die gleiche Verantwortung und Einschränkung? Wenn es ihn mit Ü40 stört, wie wird ihn das erst mit Ü50 stören? Ist es nicht normal, dass in jede Beziehung, egal ob mit Kind oder ohne irgendwann Alltag einzieht, dabei habt ihr einen gemeinsamen Alltag ja noch nichtmal kennengelernt? Können Kinder nicht auch eine unglaubliche Bereicherung sein?

Ich würde ihm die Last der Entscheidung abnehmen und meinerseits seinen Gaststatus in meinem Leben beenden. Ganz oder gar nicht. Du verbaust dir sonst nur den Weg zu einer tragfähigen, unbeschwerten Beziehung mit einem Mann der dich liebt, wertschätzt und auch danach HANDELT. Nicht nur von Familie redet oder träumt.
 
  • #35
er möchte jemanden mit dem er den Rest seines Daseins teilen kann. Eine Familie gründen. Nach vielen Jahren sehr! viel Arbeit einfach mal privates Glück genießen und leben!
Bei allem, was er so über Dich sagt und bei seinem Ansinnen versteh ich seine Zweifel nicht. Es sei denn, er hat sich entliebt, also rosa Brille ab.

Ich frage mich auch, ob das "ich wollte mich auf meine Karriere konzentrieren" nicht nur eine Ausrede ist - für sich selbst auch, weil er einfach kein Familientyp ist. Oder ob es das "Ich mach alles richtig und schön hintereinander und konzentriere mich dann 100%" ist. Wenn das letztere vom Kopf her festgelegt ist, geht er ja überhaupt nicht mit dem Gefühl und will es perfekt machen. Und Familie wird vielleicht im Kopf nur perfekt, wenn die Frau noch keine Kinder hat, so wie aus dem Bilderbuch?
Keine Ahnung, ist nur eine Gedankenanregung.
Mich stört das Bedenken wegen der Verantwortung, die hat er wohl bei eigenen Kindern auch. Und das hier
wie viel man von seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen womöglich hinten anstellen müsste
lässt mich an seinen Bedenken in Richtung "eigene Kinder mehr lieben" zweifeln. Es geht mE eigentlich um seine eigene Interessen und Bedürfnisse. Ich denke, er ist einfach kein Vater-Typ, auch nicht bei eigenen Kindern. Denn der Gedanke "bei denen würde ich meine Interessen zurückstellen" ist für mich Blödsinn - bei ALLEN Vätern, die ich in meiner Umgebung beobachten konnte, habe ich gesehen, dass die sich gern zurückziehen aus der Betreuungsarbeit, wann immer es geht, und es der Frau überlassen. Nicht nur der. Ich war mal mit meinem Partner bei seinem Freund, der mit seinem kleinen Kind auf dem Spielplatz war. Das Kind kletterte und schlingerte und er blieb sitzen. Ich sah zu ihm, ob er das nicht mitkriegen würde, und er meinte "ja, aber ich dachte, du als Frau hättest da so einen Instinkt und passt schon auf" (hatte ich auch, aber als Mensch, weil ich Angst hatte, das Kind fällt runter).
 
  • #36
Im Wesentlichen kannst du gar nichts tun. Und ich sehe auch nicht, dass du irgendetwas falsch gemacht hättest. Du kommst hier sehr sympathisch und reif rüber. Wenn er nicht will, dann will er eben nicht.

Die für dich in Frage kommenden Männer wollen meist entweder eine eigene Familie gründen oder wollen keine Kinder. Dann wollen sie vermutlich noch weniger die Kinder von anderen. Also die Interessentengruppe ist schon naturgegeben etwas kleiner.

Das Gute ist, dass sich deine Eckdaten für eine Alleinerziehende mit zwei Kindern ganz gut anhören. Du wirkst sehr ausgeglichen und mit dir und deiner Situation im Reinen. Es gibt ein stabiles Verhältnis zum Kindesvater. Du kannst gut alleine für dich und deine Kinder sorgen. Man hat das Gefühl du suchst einen Mann für dich und keinen Ersatzvater. Passt im Wesentlichen alles. Es hat halt bei diesem nicht gepasst. Beim nächsten passt's vielleicht besser ..

Welche Frau Ü50 hat noch Kinder im Schulalter?

Mach mal die Augen auf. Mehr als genug.
 
  • #37
Liebe FS
Ich sehe das ganze nicht so schwarz wie manch Anderer hier, würde dir aber raten das Gespräch mit deinem Freund zu suchen und auch konkret! EURE Zukunft zu besprechen, so dass er ein wenig aus seinen Zweifeln heraus kommt und Ängste ablegt.
. Das er aber in naher Zukunft ändern möchte. Er möchte Familie und betonte mir gegenüber immer, dass er natürlich auch eigene Kinder möchte, aber meine 2 ihn nicht "verscheuchen".
Er möchte gerne Kinder! Du auch! Wenn ihr also in naher Zukunft ein gemeinsames Kind bekommt, ändert sich sein Leben ja sowieso, diesbezüglich machen also deine Kinder nicht den Unterschied aus. Problematisch wäre, wenn er keine Kinder wollen würde und ein Leben mit dir und deinen Kindern Verzicht und Einschränkungen bedeuten würde, die er ohne euch nicht hätte. Wobei es auch da Männer gibt, die das in Kauf nehmen würden, weil sie von Herzen lieben. Ihr möchtet aber gemeinsam ein Kind, wo ist also sein Problem? Dass er sein Kind mehr lieben würde als deine? Vielleicht, vielleicht auch nicht! Mag er deine Kinder? Ist er liebevoll zu Ihnen? Das reicht doch! Nimm ihm seine Ängste, in dem du seine eigene Erwartungshaltung entschärfst. Er macht sich selbst Druck und hat Angst sich und dich zu enttäuschen. Das gilt es aufzulösen. Du suchst nicht einen Ersatzvater für deine Kinder, denn die beiden Süßen haben einen Vater der sich kümmert. Es bleibt also auch Zeit für euch, Zeit mit eurem (evtl) gemeinsamen Kind alleine und ihr habt Zeit als Familie zu fünft. Ich würde das Thema gemeinsames Kind auch konkretisieren. Vielleicht hilft ihm das, weil er unbewusst sorge hat, du möchtest erst in xy Jahren Kinder. Bis dahin könntest du es dir ja noch anders überlegen. Das ist nur ein Gedanke von mir, vielleicht auch völlig abwegig, trotzdem solltet ihr reden und euch vielleicht auch etwas mehr Paarzeit gönnen, wenn es irgendwie geht um euch nicht zu verlieren, wo all die Zweifel seinerseits da sind.

Du sieht's, viele Dinge gibt es anzusprechen und zu besprechen.
Rede mit ihm und zähle ihm positive Dinge auf.... nehme ihm seine Ängste.

Ich drück dir die Daumen dass alles gut wird.

Alles liebe dir....
 
  • #38
Wenn ihr noch ein gemeinsames Kind wollt, dann fällt ja vorerst dein Einkommen fort, somit muss er insgesamt drei Kinder un dich finanzieren. Das ist ein ganz schön schwerer Rucksack.
 
  • #39
Ich würde aus der Warteschleife raus gehen, mich rar machen und versuchen mein Leben zu genießen. Du bist in keiner Bittsteller- Position. Du bist jung, verdienst dein eigenes Geld, hast wieder mehr Freiraum, da deine Kinder im Grundschulalter sind, die schwierigsten Jahre sind geschafft , bis zur Pubertät wird es jetzt einfacher. Wenn er sich nicht mehr sicher fühlt wird ihm eher bewusst was er an dir hat. Und wenn nicht dann geht die Welt auch nicht unter. Du hörst dich gut aufgestellt und empathisch an. Alles Gute dir und deiner Familie!
 
  • #40
Bei allem, was er so über Dich sagt und bei seinem Ansinnen versteh ich seine Zweifel nicht. Es sei denn, er hat sich entliebt, also rosa Brille ab.

Ich frage mich auch, ob das "ich wollte mich auf meine Karriere konzentrieren" nicht nur eine Ausrede ist - für sich selbst auch, weil er einfach kein Familientyp ist. Oder ob es das "Ich mach alles richtig und schön hintereinander und konzentriere mich dann 100%" ist. Wenn das letztere vom Kopf her festgelegt ist, geht er ja überhaupt nicht mit dem Gefühl und will es perfekt machen. Und Familie wird vielleicht im Kopf nur perfekt, wenn die Frau noch keine Kinder hat, so wie aus dem Bilderbuch?
Keine Ahnung, ist nur eine Gedankenanregung.
Mich stört das Bedenken wegen der Verantwortung, die hat er wohl bei eigenen Kindern auch. Und das hier

lässt mich an seinen Bedenken in Richtung "eigene Kinder mehr lieben" zweifeln. Es geht mE eigentlich um seine eigene Interessen und Bedürfnisse. Ich denke, er ist einfach kein Vater-Typ, auch nicht bei eigenen Kindern. Denn der Gedanke "bei denen würde ich meine Interessen zurückstellen" ist für mich Blödsinn - bei ALLEN Vätern, die ich in meiner Umgebung beobachten konnte, habe ich gesehen, dass die sich gern zurückziehen aus der Betreuungsarbeit, wann immer es geht, und es der Frau überlassen. Nicht nur der. Ich war mal mit meinem Partner bei seinem Freund, der mit seinem kleinen Kind auf dem Spielplatz war. Das Kind kletterte und schlingerte und er blieb sitzen. Ich sah zu ihm, ob er das nicht mitkriegen würde, und er meinte "ja, aber ich dachte, du als Frau hättest da so einen Instinkt und passt schon auf" (hatte ich auch, aber als Mensch, weil ich Angst hatte, das Kind fällt runter).

Ich habe ihn als sehr verantwortungsbewussten Menschen kennengelernt! Ich weiß, dass er ein guter Vater sein würde. Ob nun Stief,- oder "echt". Er ist bemüht, interessiert, hilfsbereit, unterstützt mich in allen Lebensbereichen,.... er ist kein "Typ" der unüberlegt handelt. Ganz im Gegenteil, er ist sehr reflektiert, überlegt und denkt eher "zuviel" nach. Ich habe sas Gefühl die Zweifel kommen aus seinem Kopf, nicht aus dem Bauch. Er ist einfach ein sehr realistischer Mensch. Der Kopf wurde vlt vom Verliebtsein übertönt und jetzt nach der anfänglichen rosarote Brille Phase kommt da vlt wieder einfach der Realist durch...
 
  • #41
Dass er mit über 40 nur kurze Beziehungen hatte und keine länger als 2 Jahre dauerte, sollte dir schon zu denken geben, bzw. hätte dir eigentlich schon viel früher zu denken geben sollen. Er dürfte einer der vielen bindungsscheuen Männer heutzutage sein. Viel Arbeit und die Karriere sind vorgeschobene Gründe.

Ich meine damit nicht, dass du dich gleich trennen solltest oder dass die Sache aussichtslos ist. Aber es ist einfach so, dass es mit ihm sicher schwieriger ist, eine stabile Familie aufzubauen als mit so manch anderem Mann. Eine Beziehung mit einer Frau, die schon 2 Kinder hat, ist sicher komplizierter als mit einer kinderlosen Frau, sogar für Männer, die Beziehungs- und Familienmenschen sind. Und erst recht für so einen Spaetzuender wie deinen Freund. Wenn du ihn unbedingt willst, wirst du Geduld und Toleranz brauchen. Du musst überlegen, ob du das so willst. Oder ob du lieber einem jüngeren Mann suchst, denn ein jüngerer Mensch ist im Allgemeinen flexibler, kann sich leichter auf deine Situation einstellen. Ich frage mich sowieso, was die jungen Frauen immer mit den älteren Männern wollen.

W, 43
 
  • #42
Liebe FS,
mein Eindruck ist, dass Du den Mann ziemlich falsch einschätzt in seinen sozialen und emotionalen Kompetenzen.

Er hat bis Mitte 40 keine Beziehungen zustande gebracht, die mehr als 2 Jahre hielten. Das ist eine extrem schlechte Beziehungsvita und so ziemlich das Gegenteil von familientauglich. Und daran sind nicht nur die Frauen schuld, denn die hat er sich selber ausgesucht.

Er hat sich über einen längeren Zeitraum gut in eure Familie eingefügt, an vielen Unternehmungen teilgehabt und konnte sehen, ob er das will. Er will nicht.
Jetzt fängt er an, dass er erstmal "2 Jahre mit der Frau eine reine Paarbeziehung" führen will, bevor es mit Kindern losgeht.
Ein Mittvierziger, der bereits länger mit einer Frau mit Kindern eine Bezihung führt und dann mit solchen Sprüchen kommt, erscheint mir nicht besonders intelligent und was Du ihm sonst noch an positiven Eigenschaften andichtest.

Wäre er intelligent, lebenserfahren und vor allen Dingen verantwortungsbewusst, dann hätte er sich mit genau dieser Frage vor dem Eingehen der Beziehung befasst und das für sich geklärt, statt zu Dir und den Kindern eine Bindung aufzubauen. Resp. an Verantwortungsbewusstsein hat er es gemessen an seinem Alter fehlen lassen sondern sich egozentrisch ausgelebt und das spricht gegen Familientauglichkeit.

So ist das Ganze nur ein Zeichen für das, was Du als Bauchgefühl spürst (nicht mehr so nah sein) - er zieht sich zurück aus der gemeinsamen Planung und wenn er noch eine Frau ohne Kind findet, dann ist er blitzartig weg. Schütze Dein Gefühlsleben vor so einem pragmatischen Mann.
Pragmatisch, ist die einzige Eigenschaft, die Du an ihm beschreibst, die ich auch gut erkennen kann.
 
  • #43
Ich habe auch den Eindruck, dass du ihn nicht realistisch einschätzt, sein egozentrisches Verhalten und das fehlende Entgegenkommen ausblendest.

Ich rate nicht zu einer Trennung deinerseits, aber zur Beendigung des "Gaststatus". Nach zwei bzw. drei Jahren liegt es nun an ihm, sich mit Haut und Haar zu ihr zu bekennen und nicht über die von Anfang an vorhandenen Kinder rumzuwundern bzw. die Verantwortung für ein eigenes Kind als unglaublich schwere Last zu befürchten. Der Mann ist über 40!

Die FS hingegen ist noch nicht mal 30, trägt die Verantwortung für ihre beiden Kids und würde wie selbstverständlich auch noch die Verantwortung und Einschränkungen für ein drittes übernehmen. Weil sie Kinder liebt, ihrem Freund vertraut und an eine schöne Beziehung glaubt, obwohl er deutlich älter ist. Aber irgendwann muss sie mal den Tatsachen ins Auge sehen, die er schafft bzw. geschaffen hat: Eine unverbindliche Schönwetterbeziehung.
 
  • #44
Weder etwas finanzielles, noch dass er Dinge in der Erziehung übernimmt, oder sonst was das er vielleicht nicht möchte!!
Da liegt vielleicht der Knackpunkt. Er ist Ü40 und brauchte bislang keine Verantwortung für eine Familie zu übernehmen. Aktuell kann er sich noch aussuchen, an welchen Stellen er Verantwortung übernimmt und an welchen nicht. Ab einem gewissen Punkt (Zusammenleben, weiteres Kind) kann er sich nicht mehr nach Belieben rausziehen, ohne dass Ärger aufkommt. Er scheint Probleme mit Verbindlichkeit und Verlässlichkeit zu haben.
 
  • #46
Nach ca einem 3/4tel Jahr stellte ich ihm meine Kinder vor, wir haben ab und zu etwas unternommen, jedes zweite Wochenende mit den Kindern gemeinsam verbracht, waren mittlerweile mehrmals miteinander im Urlaub, Sie haben sich gut verstanden.


Liebe FS,

wusste dein Freund bereits am Anfang eures Kennenlernens, dass du zweifache Mutter bist, bevor du ihm nach einem 3/4 Jahr deine Kinder vorgestellt hast oder hast du es ihm erst später gesagt?

Du schreibst, dass es für ihn klar ist, dass deine Kinder den größten Platz in deinem Leben einnehmen, was völlig normal ist, doch hat er es für sich auch akzeptiert?

Du erwähnst Schwierigkeiten und schwierige Umstände, die sich ergeben würden, wenn ihr zusammen ziehen würdet. Welche das sind, schreibst du nicht, doch anscheinend hat er jetzt Zweifel daran, diese Schwierigkeiten mit dir durchstehen zu können oder zu wollen.

Wenn er schon sagt, dass er sich immer mehr und mehr bewusst geworden ist, wie viel Verantwortung das mit sich bringt und wie viel man von seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen hinten anstellen müsste, dann beschäftigt er sich vielleicht schon in Gedanken mit seinem Rückzug.

Mag sein, dass es daran liegt, dass die erste Verliebtheit inzwischen vorbei ist und es ernst wird.
Mag sein, dass es daran liegt, weil er ein pragmatischer Mensch ist.
Mag sein, dass des daran liegt, weil für ihn die magische Zahl 2 nun erreicht ist. Du schreibst ja, seine längste Beziehung dauerte zwei Jahre.

Wenn er sagt, er wisse nicht woher diese emotionale Unsicherheit nun kommt, sollte er einmal in sich gehen und das feststellen. Ein Mann in seinem Alter sollte wissen, woher seine Unsicherheiten kommen. Es angeblich nicht zu wissen, ist eine vage Aussage, um sich nicht festlegen zu müssen.

Vielleicht hat er aber auch eine andere Frau getroffen, die ihm gefällt, mit der er sich eine Beziehung vorstellen könnte und die keine Kinder hat und das hat in ihm diese Unsicherheiten ausgelöst.

Du spürst bereits, dass ihr euch nicht mehr so nah seid wie früher.
Ignoriere dieses Gefühl nicht, dass sich etwas zwischen euch verändert hat, denn es hat mit Sicherheit einen Grund.
 
  • #47
@Claire74 und #47
Der Mann arbeiter in einer Führungsposition und ist Mitte 40. Es ist viel zu nachsichtig, ihn jetzt als "naives Dummerle" hinzustellen und sein Verhalten zu entschuldigen. Der Mann ist ja kein Teenager mehr! Du schreibst "Er hat im vorhinein nicht richtig nachgedacht". Ich würde ihm sogar unterstellen, dass es ihm egal war. Er hatte seinen Spass und will eben keine Verantwortung für eine Partnerschaft mit Zusammenleben tragen. Die erste Verliebtheit ist vorbei und der Alltag mit der FS ist wohl nicht mehr soo verlockend und rosig für ihn. Er hat die FS einfach nur ausgenutzt und sie hat es mit sich machen lassen... Nach 1 1/2 Jahren Partnerschaft weiß ein erwachsener Mann, ob er zusammenziehen will oder nicht. Er hält sie weiter warm. Ich finde das nicht fair. Es gibt Männer, die von Anfang an sehr genau wissen, dass sie keine dauerhafte feste Bindung möchten. Da wird dennoch viel versprochen und nichts gehalten. Eine AE ist "einfach zu handeln" für so einen Typen, da sie immer zur Verfügung steht und emotional / finanziell sehr abhängig ist. Die Auswahl an Kandidaten ist nicht so groß bzw. nicht vorhanden. Ich denke, der Mann spielt nur mit ihr und genießt den unverbindlichen Sex, solange es geht. Die FS träumt von einer vermeintlich sicheren Zukunft mit einem gut verdienenden Mann. Der Traum platzt jetzt wie eine Seifenblase. Er hält ihr wie einem Esel die Mohrrübe vor die Nase. Er weiß ganz genau, dass er sie nicht wirklich will. Das hat er jetzt sogar kommuniziert, trifft sich aber weiter mit ihr. Der Mann weiß genau, dass zu dem Zeitpunkt wenn er eine Familie gründen und heiraten will, ihm eine große Auswahl an jungen Partnerinnen offen steht. Bis dahin vertreibt er sich die Zeit mit der FS und "übt" ein bisschen Beziehung, lebt sein regelmäßiges Sex-Leben an ihr aus. Ich denke wie viele andere, dass die FS zu verliebt ist und ihren "Freund" völlig falsch wahrnimmt. Da gibt es bald ein böses Erwachen. Schade.
 
  • #48
Ganz einfach: Macht doch mal mit Kindern zwei Wochen Urlaub in einem Ferienhaus. Frankreich oder auch Dänemark hat Schöne Objekte.

Danach seht ihr klar für eure Zukunft (wette ich....).

Alles Gute für deine beiden Kids und dich.
w54
 
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