• #31
standesamtlich heiraten, danach noch schön essen gehen und schließlich ab auf unsere Hochzeitsreise.

Naja, vielleicht fehlt der Verwandtschaft neben dem kirchlichen Aspekt etwas Feierliches. Vielleicht kannst du euren Eltern ein bisschen "Beschäftigungstherapie" geben? Beispielsweise einen Abriss aus eurer Kindheit für die jeweils andere Familie vorzubereiten- In kurzer Form vor dem Essen oder zwischen Hauptgang und Dessert? Oder der (Schwieger)vater kümmert sich um einen schönen Oldtimer- Natürlich Cadillac-Cabrio? Und bindet Büchsen ran, wenn ihr zur Hochzeitsreise abfahrt? Irgenwas in der Art? Dann hat jeder seinen Spaß und trotzdem habt ihr euch nicht verbogen.
 
  • #32
Macht es genau so wie ihr beide das wollt. Seid euch einig und demonstriert das gemeinsam vor der Familie.
Die werden euch nicht verstoßen.
Bleibt „ EUCH“ treu.
Schöne Flitterwochen :)

M47
 
  • #33
Da nehme ich mir gleich mal allen Mut zusammen und besuche nach Feierabend seine Eltern und meine Eltern und sage es ihnen.
...Drückt mir die Daumen, dass ich den Kopf nicht abgerissen kriege.
Kann schon sein, dass sie dir den Kopf abreissen = beleidigt sind, aber wenn schon ?
Sie werden sich wieder einkriegen und zu eurer Hochzeit kommen, auch wenn die ihnen nicht gefällt.
Sie werden Geschenke mitbringen, sie werden vor Rührung heulen und sie werden euch beglückwünschen.
Und wenn nicht, dann halt nicht.
Ganz sicher werden sie wegen so einer Lappalie nicht den Kontakt zu euch abbrechen.
Man kann es gut aushalten, wenn mal jemand eine Weile sauer auf einen ist. Umso schöner ist es dann, wenn man sich wieder verträgt.

Ich finde es sehr gut, dass du mutig bist und nichts vor dir herschiebst, allerdings würde ich warten, bis mein Freund auch Zeit hat und es seinen und meinen Eltern dann mit ihm zusammen sagen.
Wichtig ist, dass ihr beide euch einig seid und dass ihr so etwas, was doch nicht komplett unwichtig ist, gemeinsam macht.
Oder willst du später auch allein zum Standesamt gehen und den Namen eures Kinds nach deinem Gusto eintragen lassen, obwohl dein Mann einen anderen besser findet ?
Das hat mein Vater gemacht, obwohl meine Mutter beim Würfeln um meinen Namen gewonnen hat.
Ich hatte Glück, Vaters Idee war tausendmal besser als Mutters, aber das war in der Sache extrem mies, typisch mein Vater halt.
Sorry, was du vorhast, erinnert mich ein kleines bisschen daran.

w 51
 
  • #34
Und, was ist bei dem Gespräch rausgekommen?

Ich schließe mich ansonsten der Mehrheit an. Ich würde mir das nicht gefallen lassen. Übrigens auch nicht, wenn die Eltern die Hochzeit bezahlen. Geschenke (Hochzeit bezahlen) werden ohne Gegenleistung verteilt und lieber würde ich es dann nicht annehmen. Kirchlich heiraten finde ich schrecklich - wollt ihr an dem Tag im Mittelpunkt stehen oder Jesus?

Übrigens..was den meisten Leuten in Deutschland scheinbar beim Thema Hochzeit NIE in den Sinn zu kommen scheint: Ihr könnt auch neben dem Standesamt eine freie Trauung haben (mit oder ohne religiöse Bezüge) oder - wie in einem anderen Beitrag schon anklang - eine Ambiente-Standesamt-Hochzeit. Die meisten Standesämter haben mehrere Außenstellen in sehr schönen festlichen Gebäuden (für einen kleinen Preisaufschlag) und dort hat es oftmals auch weniger von Fließbandabfertigung wie im Hauptbüro des Standesamtes. Eben weil viele das nicht wissen oder eh groß kirchlich heiraten. Dort ist ein "richtiges" weißes langes Brautkleid auch keinesfalls deplaziert. Wäre eine Idee, sofern es der Familie um das Fest an sich geht und nicht um die Religion. Und natürlich, wenn ihr beide es auch gut findet.
 
  • #35
Ihr seid ja einhellig einer Meinung, auch Danke für alternative Anregungen. Da nehme ich mir gleich mal allen Mut zusammen und besuche nach Feierabend seine Eltern und meine Eltern und sage es ihnen....
Drückt mir die Daumen, dass ich den Kopf nicht abgerissen kriege.

Liebe FS,
no panic, Köpfe wachsen nach. Ich würde schon mehrfach geköpft und muss immer noch regelmäßig zum Friseur gehen.

Wie geheiratet wird, entscheidet das Paar, sonst niemand. Die Familie soll sich mit ihren Forderungen zurückhalten. Wenn sie eine andere Hochzeit wollen sollen sie selber heiraten.

Sie machen Drohgebaerden, die sie nicht ernst meinen - sie brechen den Kontakt nicht ab, wenn ihr nicht kirchlich heiratet und auch nicht, wenn Kinder nicht getauft werden. Das sind leere Drohungen, die nie umgesetzt werden. Lass' Dich nicht einschüchtern.
Brechen sie wirklich den Kontakt ab, dann sind sie so gestört, dass der Kontaktabbruch nur von Vorteil für euch sein kann.

Ich wollte erst später heiraten, nach einer Evaluationsphase (Zusammenleben mit dem Partner). Nun ist es so, dass es meiner Schwiegermutter in spe alterbedingt schlecht geht, sodass der ursprüngliche Termin gecancelt werden musste, weil das Risiko besteht, dass sie ihn nicht mehr erlebt (80+).

Im Termin bin ich variabel, in der Zeremonie nicht. Letztere bestimmt das betroffene Paar.
Die Familie meines Partners hat eine gewisse religiöse Affinität - ich exakt das Gegenteil (Opfer institionalisierter Gewalt mit religiösem Background). Den Hintergrund kennt mein Partner. Insoweit versteht er, warum eine kirchliche Zeremonie für mich ein Nogo ist.

Wir machen es, wie ihr es plant und heute kaum üblich ist: sehr großer Polterabend und standesamtliche Trauung im engeren Familienkreis mit wenigen guten Freunden, anschließend essen gehen in gutem Restaurant - keine Hochzeitsreise weil kurzfristige Umplanung und wir beide im Somer keinen Urlaub bekommen.

Damit geht es uns gut und das zählt.
 
  • #36
Da kann man doch einfach und bestimmt nein sagen?

...kann man, muss jeder so händeln wie er will. Ich würde die Hochzeit verschieben wollen, wenn es keine einvernehmliche Eingikeit gibt, bzw. die Familie sich nicht damit arrangieren kann, ohne dass es schwelt und eine Hochzeit mit unguten Gefühlen beginnt.

Für mich bedeutet Familie ein Stück *Wir* und ich denke, wenn man freundlich aufeinander zugeht, mit einer Melody im Ton, die es erlaubt, miteinander eine Lösung zu finden. Das miteinander teilen sollte im Vordergrund stehen und die gute Absicht.
 
  • #37
Guten Morgen,
mein Partner und ich waren in einer sehr ähnlichen Situation, weil wir uns entschieden hatten nur zweit zu heiraten. Der Gegenwind, den wir bekommen haben, war immens. Es gibt Freunde und auch Familienmitglieder, die sich abgewendet haben. Es ist noch alles recht frisch, insofern weiß ich nicht, ob und wie lange dies andauern wird. Einige von Ihnen ignorieren die Hochzeit völlig und verweigern jegliche Anteilnahme im Nachhinein. Der Großteil hat sich aber für uns gefreut und war zwar verständlicherweise traurig, aber konnte es verstehen. Nicht zuletzt, weil wir nie ein Geheimnis draus gemacht haben und auch nie der Typ Mensch waren, der groß heiratet. Viele haben uns vermittelt, dass sie es im Grunde selbst so gemacht hätten, aber sich aufgrund der Konventionen und elterlichen "Gegenmaßnahmen" nicht getraut haben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es war sicherlich nicht die einfachste Situation, aber letztlich haben wir uns die Frage gestellt, was die Alternative wäre. Eine Hochzeit zum Gefallen allen anderer, die wir aber gar nicht wollen? Der Gedanke kam uns reichlich absurd vor. Der schönste Tag im Leben ist eben der schönste Tag im Leben des Brautpaares und nicht der der Verwandschaft/Freunde.

Ich bin froh, dass wir es so gemacht haben. Für uns war es der perfekte Tag und wir würden es wieder so machen!
 
  • #38
Jede Entscheidung kommt mit gewissen Kosten. Als ich mit 14 aus der Kirche ausgetreten bin, zu der ich als Kind hingezwungen wurde, gab es sowas wie das Ausstoßen aus dem Familienverband und eine formidable Ketzerverfolgung. Das Verhältnis hat sich nie wieder völlig gebessert.

Meine Entscheidung... Ihre Entscheidung...

Ihr könnt Euch für eine Hochzeit außerhalb der Kirche entscheiden, solltet Euch dann aber mal fragen, warum ihr da überhaupt noch Mitglieder seid. Denn da ist die kirchliche Hochzeit schon ein zentrales Sakrament. Und wenn man das ablehnt, ist man ehrlich gesagt falsch in dem Verein. Das ist ein bisschen so, wie wenn man darauf besteht Mitglied in einem Skatclub zu sein, aber nur ohne Buben spielen will.

Ansonsten gilt: Macht ihr keine kirchliche Hochzeit, so wird das Verhältnis lange Zeit belasten. Und Dein Freund, der das nun so vehement ablehnt und dann als Schuldiger verortet wird, wird bei Deinen Eltern keinen Fuss mehr auf den Boden bekommen.
 
  • #39
Zu schnell finde ich uns nicht, wir sind doch schon 30.

Ich sehe, ihr lasst Euch vom Alter unter Druck setzen.

Drückt mir die Daumen, dass ich den Kopf nicht abgerissen kriege.

Wenn dem so wäre, über Kontakteinschränkung zu den Schwieger eltern oder Eltern nachdenken.
Es ist Euer Leben, Eure Hochzeit. Das sollze Dir klar sein, dass sollte Deinem Partner klar sein. Notfalls soll er als Mann eine klare und selbstbewusste Ansage machen. Mit 33 hat er das hoffentlich raus.

m, 39
 
  • #40
Ob es bei den Evangelischen auch so ist, weiß ich nicht.
In jedem Fall:
Das katholische Ehegelübde gilt bis zum Tod eines der Ehepartner. Die katholische Trauung ist jedoch ungültig bzw. kann später annulliert werden, wenn einer oder beide Partner das Gelübde nur aus Zwang abgelegt hat/haben. Dazu gehört auch, wenn aus familiären oder gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Gründen kirchlich geheiratet wurde.
Die katholische Trauung ist nur gültig, wenn beide Ehepartner freiwillig und aus eigener Entscheidung in das Ritual einwiligt haben.
Zeremonien von Gemeinschaften haben ihre Gründe und sie sind kein Spiel.
Die Zeremonie ist ein Ritual von hoher Kraft - es findet ein Gelöbnis statt und dieses beinhaltet auch, die aus dieser Ehe entstehenden Kinder im Glauben zu erziehen.
Ein Gelöbnis ist ähnlich stark in seiner bewußten und unbewußten Bindung wie ein Eid (Fahnen-Eid, Amts-Eid, Logen-Schwur, ...)
Die sichtbaren und unsichtbaren Angehörigen einer Gemeinschaft wirken dabei mit. Mit Gemeinschaft ist nicht unbedingt die Familie gemeint - aber es kann ein starke Bindung an die Sippe entstehen, wenn die Sippe den Glauben intensiv pflegt.
Es kann durchaus sein, dass für manche Menschen es angenehmer und hilfreich ist, in einer Gemeinschaft bzw. Glaubensgemeinschaft zu leben.
Aber man darf das nicht von anderen verlangen. Du musst dein Leben lang ehrlich zu dir selber stehen.
Ich hatte mich damals entschieden nur standesamtlich zu heiraten, aber mit
sehr schöner Umgebung und einer interessanten Rede des Standesamtvorsitzenden. Es war rundum angenehm.
Grundsätzlich sollte kein Mensch einen Eid ablegen, den er später eventuell nicht halten kann. Grundsätzlich sollte kein Mensch einem anderen Menschen einen Eid abverlangen, den dieser eventuell später nicht halten kann.
Es wäre große Anmaßung und es kann bei Eidesbruch oder Trennungswunsch zu psychischen Störungen führen, durch bewußte oder unterbewußte Schuldgefühle. Es fördert dann nicht die Klarheit & Wahrheit für den eigenen Weg.
Hilfreich ist die passende Robert Betz CD zu diesem Thema.
Sie klärt in respektvoller Weise mit solchen Hierarchien.
 
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  • #41
allerdings würde ich warten, bis mein Freund auch Zeit hat und es seinen und meinen Eltern dann mit ihm zusammen sagen.
Ich hab ihn gestern angerufen bevor ich FA gemacht habe und ihm gesagt was ich vorhabe. Er ist dann schnell noch dazu gekommen. Seine Eltern haben es ziemlich ruhig aufgenommen, mein Vater ist ärgerlich, aber das kriegt meine Mutter bestimmt wieder hin. Es war erstaunlich wie ruhig es geblieben ist, wenn noch etwas kommen sollte, steck ich mir einfach die Finger in die Ohren.
Die meisten Standesämter haben mehrere Außenstellen in sehr schönen festlichen Gebäuden
Ja unser Standesamt hat auch in einem Schloss eine Aussenstelle, sonst bliebe uns ein Hochhausbüro gegenüber dem Bahnhof;-(

Für uns ist der Polterabend mit das wichtigste, da wünschen wir uns das alle kommen und wir bis in den Morgen feiern.

Einige von Ihnen ignorieren die Hochzeit völlig und verweigern jegliche Anteilnahme im Nachhinein.
Da fühl ich mit Dir und hoffe, dass es bei uns nicht so sein wird.
Ihr könnt Euch für eine Hochzeit außerhalb der Kirche entscheiden, solltet Euch dann aber mal fragen, warum ihr da überhaupt noch Mitglieder seid. Denn da ist die kirchliche Hochzeit schon ein zentrales Sakrament. Und wenn man das ablehnt, ist man ehrlich gesagt falsch in dem Verein
Ich glaube, hab aber oft meine Probleme mit dem Bodenpersonal und ich zahl gern meine Kirchensteuer, besser als die Sektsteuer. Und beim Skat spiel ich auch mal ohne Viere.
Ich sehe, ihr lasst Euch vom Alter unter Druck setzen.
Lieber Forist, ich bin eine Frau und hab nicht noch ewig Zeit. Wir wollen mindestens zwei Kinder, Pille ist abgesetzt und wenn ich schon vor der Hochzeit schwanger bin, nehmen wir das Kind eben mit auf die Hochzeitsreise. Es kann aber auch dauern bis es soweit ist also tun als ob ich endlos Zeit hätte wäre doch naiv oder?
 
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  • #42

...dein Post hat mich sehr berührt und inspiriert,
darüber nachzudenken.

Jegliche Form von Gemeinschaft funktioniert nur, wenn man gleichermaßen umeinander bemüht ist und Entscheidungen,gemeinsam in der Mitte getroffen werden. Wenn jeder in einer Gemeinschaft sein Ding macht, bricht diese auseinander, genauso, wie in einer Beziehung, wo das WIR fehlt.
Gemeinschaften haben heute nicht mehr so den Wert, weil man autark sein möchte und nicht aufeinander angewiesen. Dabei geben diese Halt und entlasten sich gegenseitig. Wenn einige in dieser Gemeinschaft ihr Ding durchziehen wollen, fühlen sich die anderen vielleicht ausgegrenzt, nicht mit einbezogen, nicht beachtet....und die Gemeinschaft zerbricht.

Ich kann mir vorstellen, dass der Anfang nicht so günstig gelaufen ist. Die Eltern schwelgten in Vorbereitungen und Abläufen, wie sie es kennen und das Pärchen kommt mit einem schnittfesten NEIN, wir wollen unser eigenes Ding. Das fühlte sich bestimmt ein bisschen wie Tür vor der Nase zuknallen, an. Denn die Eltern, freudig erregt darüber, dass die Tochter von der Straße wääch kommt und der Sohn in ein anständiges Ehegefüge, wo er Enkelkinder produzieren kann, ist begleitet mit viel auch teilen wollen. Aber auch gleichzeitig ein kleiner Abschied, der mit dem Segen des Herrn und der Vollmacht, damit dieser schützend eine Hand über die beiden legt, einhergehen soll.
Wenn man die Strenge da rausnimmt, dann ist es doch eigentlich ganz schön, dieses Engagement der Eltern und das der beiden Brautpaare, was sich jetzt als Paar in der Gemeinschaft aufstellen muss und entsprechend weise und erwachsen handeln könnte. Ein Vorfreudeevent mit allen Beteiligten, hätte vielleicht dazu beigetragen, dass es von beiden Seiten ein Aufeinanderzugehen ermöglicht.
Es ist ja nicht so, dass die beiden demonstrieren müssen, dass sie schon groß sind.
Ich denke, sie werden froh sein, in den Turbulenzen des Lebens auf diese bauen zu können. Wenn die ersten Strapazen durch Kinder auftauchen, wird man froh sein, wenn die Eltern hilfreich einspringen und nicht sagen, *wir wollen unser eigenes Ding machen*. Es wird so oder so, immer etwas nachziehen, was schwer wieder zu richten ist.
 
  • #43
Ich hab ihn gestern angerufen bevor ich FA gemacht habe und ihm gesagt was

...nah siehste liebe FS, geht doch, alle Aufregung umsonst . Dein Papa wird sich beruhigen, Mensch Mädel, der kämpft gerade damit, dass er dich an einen Mann verliert, streichel seine Seele und die Mama lass ihn heute Abend einen Trabener Brautrock einschenken, den er sich über den geschwollenen Knorpel gießt, am besten gleich zwei, oder mehrere. ;-) das versöhnt Kopf, Hand und Fuß. Und ihr Zweibeiden gönnt euch den Nackenheimer Stiel, 8%ig, dann klappt das mit dem Storch richtig fix.

Huraha, huraha, alles Gute für euch und ganz viel Glück und einen Strauß Rosen packe ich oben drauf...@-->-->- @-->-->- @-->-->-
 
  • #44
Liebe @Pia62 und auch alle anderen
ich möchte auch überhaupt nicht den Eindruck erwecken als wären uns unsere Eltern und die Familie egal. Beide haben wir ihnen viel zu verdanken, meine Eltern haben mir ein Auslandsjahr ermöglicht, wofür sie ganz schön sparen mussten. Seine Eltern bezahlten ihm ein Freiwilligenjahr, sein größter Traum seit seiner Kindheit. Ohne dies hätten wir uns nie getroffen.

Wir werden bestimmt gerade mit Kindern noch oft auf sie angewiesen sein. Den größten Fehler hab ich hier gemacht, indem ich ohne Wissen meines Freundes einfach solche Zusagen gemacht habe.
 
  • #45
Wir werden bestimmt gerade mit Kindern noch oft auf sie angewiesen sein. Den größten Fehler hab ich hier gemacht, indem ich ohne Wissen meines Freundes einfach solche Zusagen gemacht habe.

....alles gut liebe Jelica, es waren nur Gedankenimpulse von mir.

Du hast es doch wunderbar hinbekommen und Fehler, meine Güte, du bist ein Mensch in einer besonderen Ausnahmesituation. Dein Liebster wird es nachsichtig erfassen können. dass du ihm nicht vorsätzlich und willentlich in den Rücken gefallen bist. Es Recht machen zu wollen, ist nicht immer einfach. Den Eindruck hast du auf mich auch nicht gemacht, dass dir deine Eltern egal sind.
Ich freue mich sehr, dass es ein gutes Ende genommen hat.

Alles Liebe euch!!
 
  • #46
Ich würde es anders sehen als meine Vorpostern. Es ist zwar richtig, dass es eurer Tag ist aber es ist auch der Tag, wo eure Eltern euch endgültig abgeben müssen und ich kann verstehen, dass vielleicht eine Mutter und ein Vater diesen Tag auch mit euch mitgestalten möchte. Ich wäre bestimmt mega beleidigt, wenn meine Kinder mich zu ihrer Hochzeit nicht einladen würden oder sagen würden, ich soll nach dem Abendessen wieder gehen. Es ist doch eine Hochzeit und die beiden Familien sollen sich willkommen fühlen und sich wohlfühlen. Ich würde es so machen, wie die Familien verlangen und sie zahlen es ja sowieso oder?
 
  • #47
Würde mich auch sauer machen.

Ihr beide macht pläne, ihr wollt heiraten und eure Familie will das irgendwie genau so oder so?!

Geht's noch?

Da würde ich mal auf den Tisch haun und sagen, dass das genau so läuft wie ich/wie wir das wollen. Die sind herzlich eingeladen, aber wie das abläuft entscheiden wir. Und niemand sonst. wer das nicht akzeptiert bleibt zu Hause. Und gut ist.
 
  • #48
Was erwartest du? Und vor allem, was denkst du, warum so viele Menschen heutzutage aus der Kirche ausgetreten sind? Hast du dir darüber schon mal nähere Gedanken gemacht, warum das so sein könnte? Das Christentum steht generell für Bevormundung und blinder Gehorsam. Ich hatte mal eine christliche Freundin, die sehr erpicht darauf war, mein ganzes Leben zu planen, und zwar nicht zu meinen Vorteilen! Eher schädlich, forsch, vereinnahmend und ausbeuterisch ... und wenn ich nicht mitgemacht habe, war ich die Schlechte und wurde traktiert und gestalkt.
Wenn die Familie den Kontakt abbricht, wäre mir das sehr recht. Viele Straftäter sitzen im Knast weil ihr Leben von christlich dominierter Erziehung versaut und missbraucht wurde. Nimm das bitte sehr ernst! Mit bibeltreuen Christen ist nicht zu spaßen. Es geht um deinen schönsten Tag und ja, dieses Ave Maria wird definitiv gespielt! Du weißt es nur noch nicht, weil du leichtgläubig bist!
 
  • #49
Prinzipiell ist es mir persönlich sehr wichtig, ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern zu haben. Das vorab. Vielleicht liegt das aber auch mit daran, dass meine Entscheidungen immer respektiert und ernst genommen wurden.
Religion war bei uns zu Hause nie besonders wichtig, meine Mutter hat einen leichten Hang dazu, mein Bruder jetzt auch. Mein Vater und ich - wir sind Zahlen / Daten / Fakten Menschen. Können damit nichts anfangen. Eine Annahme ja .. die dann verifiziert werden muss. Glauben können wir wohl gar nicht. Wollen es auch nicht können. Der Deal bei mir war - ich lasse mich konfirmieren, es wird mein Schaden nicht sein. Und es war so - Vater hat Wort gehalten. Weder er noch ich waren vom Inhalt der Konfirmation überzeugt - aber wir haben das für meine Mutter gemacht. Sie wusste das natürlich - hat es geahnt ist wohl richtiger. Ausgesprochen wurde das nicht.
Meine Freundin ist ein wenig wie meine Mutter in dem Bereich. Nicht nur in dieser Frage .. grins. Und ich ziemlich altersmilde ihr gegenüber. Aber irgendwo gibts Grenzen.
Die hat der Bräutigam hier auch für sich festgelegt. Schön, dass seine Braut sich an das hält, was sie mit ihm vereinbart hat. Jemandem einen Schritt entgegen zu kommen ist das Eine, vor allem, wenn es wichtige Menschen im eigenen Leben sind. Sich zu verbiegen ist aber immer nichts. Deals müssen jeder Seite etwas Gutes tun.
Mit den Eltern zu reden ist wichtig. Auch für die Eltern ist die erste Hochzeit eines Kindes ein grosser Tag. Die sogenannte "bucklige Verwandschaft" hat aber nicht mitzureden. Das ganze Dorf ebenfalls nicht.
Insofern - alles richtig gemacht. Viel Glück dem Brautpaar
 
  • #50
Ich würde es so machen, wie die Familien verlangen und sie zahlen es ja sowieso oder?

Ich würde nicht machen was die Familien "verlangen", sondern so machen wie meine Zukünftige und ich das machen möchten.
Wenn mein Sohn mal heiraten sollte, werde ich als Elternteil den Teufel tun und mich ungefragt, weder in Zeremonie oder Feier einmischen. Völlig unabhängig ob ich was zahle oder nicht.
Ich stelle mich bereit um in jede Richtung helfend zu sein.
Ich kann und darf max. Ideen mit einfließen lassen, aber die Entscheidung liegt ohne Ausnahme bei meinen Kindern (Schwiegertochter und Sohn).
Ich finde die Familie hat da die Backen zu halten. Sie können unterstützen und helfen auf Teufel komm raus. Aber das Kommando hat ganz klar das Brautpaar. Es ist ihr Leben, ihre neue kleine Familie die sie gründen und Ihr besonderer Tag.
Und selbst wenn mein Sohn in aller Stille nur mit Trauzeugen heiraten würde, wäre ich max. traurig, weil ich mein einziges Kind doch gerne dabei begleitet hätte, aber ich würde es ohne Nachgeschmack akzeptieren.
Jede ungefragte Einmischung finde ich übergriffig und bevormundend und kann einige Kommentare hier überhaupt nicht nachvollziehen.
Noch einmal. Es ist ihre Hochzeit. Punkt!

m47
 
  • #51
vielleicht eine Mutter und ein Vater diesen Tag auch mit euch mitgestalten möchte.
Ich glaube da können die Unstimmigkeiten schon ihren Anfang finden. Beim Brautpaar sind ja im Normalfall zwei Schwiegereltern da. Heißt zwei Parteien, die unterschiedliche Erwartungen haben. Wenn es jetzt eine alte, starre Tradition geben würde, gäbe es kaum ein Problem.

Ich würde es so machen, wie die Familien verlangen und sie zahlen es ja sowieso oder?
Mit so einem Arrangement könnte ich mich auch anfreunden, das Brautpaar braucht sich um nichts einen Kopf machen. Die Bezahler bestimmen und planen natürlich.
 
  • #52
Ich würde es anders sehen als meine Vorpostern. Es ist zwar richtig, dass es eurer Tag ist aber es ist auch der Tag, wo eure Eltern euch endgültig abgeben müssen und ich kann verstehen, dass vielleicht eine Mutter und ein Vater diesen Tag auch mit euch mitgestalten möchte. Ich wäre bestimmt mega beleidigt, wenn meine Kinder mich zu ihrer Hochzeit nicht einladen würden oder sagen würden, ich soll nach dem Abendessen wieder gehen. Es ist doch eine Hochzeit und die beiden Familien sollen sich willkommen fühlen und sich wohlfühlen. Ich würde es so machen, wie die Familien verlangen und sie zahlen es ja sowieso oder?
Gerade als Elternteil will ich doch, dass mein Kind den schönsten Tag ihres/seines Lebens hat & selbst glücklich & zufrieden mit der eigenen Hochzeit ist oder? Da kann man sich ja etwas zurück nehmen.
Ich kann mir vorstellen, dass Eltern bei Deko usw mitgestalten, Kleid mit aussuchen gehen etc. Ich würde selbst nie auf die Idee kommen anderen Leuten, schon garnicht meinem eigenen Kind vorzuschreiben, wie es seine Hochzeit zu feiern hat.. & erst recht nicht, wenn es um etwas geht, was das Kind selbst komplett ablehnt.
Mitgestalten ja. Vorschriften machen, wie es zu sein hat, nein.

Mit bibeltreuen Christen ist nicht zu spaßen.
Meine Eltern sind auch Christen, die nach der Bibel leben, aber die wissen wo es Grenzen gibt & würden mir (oder anderen) nie etwas aufzwingen. Nicht alle in einen Topf werfen.
 
  • #53
In diesem Fall finde ich eher, dass der Bräutigam sich entschieden hat und die Braut sitzt zwischen den zwei Stühlen und weiß nicht so genau. Sie ist hin und her gerissen und schwankt zwischen ihm und den Familien. Sie kann sich mit der Kirchlich light Version anfreunden aber er blockt.
Ich persönlich habe bei meiner Hochzeit meinen/unseren Kopf auch durchgesetzt und mein Mann hat auch alles so gemacht wie er wollte, obwohl meine Eltern fast die gesamte Hochzeit bezahlt haben. Im Nachhinein, denke ich, dass es ein Fehler war. Ich habe die Wünsche meiner Eltern nicht berücksichtigt und sie auch enttäuscht. Mein Vater hat sogar geweint. Heute würde ich alles anders machen. Letztendlich sind sie meine Eltern gewesen. Die Männer kommen und gehen, eine Familie, eine Mutter und ein Vater bleibt für immer. Aus der heutigen Sicht, denke ich, dass es ein Fehler war nur meinen Kopf durchzusetzen. Aber wie ich sehe, bin ich mit meiner Meinung allein. So what, so denke ich eben.
 
  • #54
Liebe @Lavieestbelle
man ist auch oft halt ein Kind seiner Erfahrungen.
Die Männer kommen und gehen, eine Familie, eine Mutter und ein Vater bleibt für immer.
Im Moment oder vor der Hochzeit ist das ja nicht so. Ja, mit Sicherheit gehen viele Kompromisse ein, geben nach bei irgendwas, setzten sich durch bei das was einem wichtig ist.

Wir haben ja zumindest unser Geschenke-Problem geregelt, aber ich sehe ja, obwohl es erst nächsten Sommer ist, es ist ständig ein Gesprächsthema. Ich weiß nicht wer es schrieb aber manche planen gerne, so auch meine Schwiegermutter wohl. Ich möchte gerne einen Caterer haben, damit alle entspannt sind. Aber sie kann sich wohl nicht damit abfinden und ich geh davon aus, sie hat schon Listen wer was macht, mit Zutaten, die dann und dann gekauft werden müssen.

Guck mal ich hab das nicht, kein Eltern bleiben für immer. Und für Dich wird auch mal wieder die Sonne scheinen. Ich bin jetzt so ein wenig sentimental, weil meine Frau seit anderthalb Wochen mit dem Kleinen bei einer Freundin in Berlin ist. Und im Nachbarthread kommt der Vater von einem kleinen Baby ohne weiteres damit klar, dass es jetzt ne Tagesreise weg ist. Ich bin doch glaub ich ein Weichei.
 
  • #55
Hat das jemand von Euch schon erlebt, dass die Familie den Kontakt abbricht weil das Brautpaar andere Vorstellungen hat? Leise haben sie ja schon anklingen lassen, dass auch eine Taufe mit schon festgelegten Paten stattzufinden hat.

Ja. Das gibt es.
Zu allererst würde ich mal sagen, dass es eure Hochzeit ist und da bestimmt ihr, was ihr macht und was nicht.
Ich persönlich halte wenig von irgendwelchen Schauspielen, sei es wegen der Familie oder um die Nachbarn zu beeindrucken.

Was ich mich frage: Aus welchem Land kommt die Familie. Ich weiß von Freunden aus südosteuropäischer Herkunft, dass es dort in den Familien eine ganze Menge an ungeschriebenen Regeln und Traditionen gibt, die bis dahin gehen, welchen Namen die Kinder bekommen. Da muss man sich nicht daran halten. Die meisten schauen, dass man irgendwie einen Mittelweg findet.

Das Problem ist: Grenzen müssen irgendwann einmal gesetzt werden und den idealen Zeitpunkt dafür gibt es nie. Wenn ihr euch jetzt bequatschen lasst, dann geht das munter weiter.
 
  • #56
Guck mal ich hab das nicht, kein Eltern bleiben für immer.
Eben, das ist es ja, Die Eltern machen sehr viel für ihre Kinder, warten und entscheiden sich sehr oft für etwas, damit den Kindern gut geht, sind selbstlos und es ist doch nicht viel verlangt, wenn sie auch mal einen Wunsch von ihren Kindern erfühlt bekommen.
Ich mag diese Wegwerfmentalität nicht. Man kann auch die Eltern wegwerfen, weil man denkt, diese werden nicht mehr gebraucht aber man braucht sie immer noch........
Übrigens, alles Gute für euch. Die Catering ist zwar gut aber die Schwiegermama kann es bestimmt besser und keine Sorge, Deine Familie wird bald wieder da sein :).
 
  • #57
Jegliche Form von Gemeinschaft funktioniert nur, wenn man gleichermaßen umeinander bemüht ist und Entscheidungen,gemeinsam in der Mitte getroffen werden. Wenn jeder in einer Gemeinschaft sein Ding macht, bricht diese auseinander, genauso, wie in einer Beziehung, wo das WIR fehlt.
Es gibt höchstpersönliche Entscheidungen, die definitiv nicht gemeinsam in der Mitte getroffen werden müssen. Und dazu gehört für mich auch eine Hochzeit - da heiraten zwei Menschen und müssen miteinander leben. Als Elternteil würde ich da immer meine eigenen Befindlichkeiten zurückstellen, unterstützen wo gewünscht und es genauso machen, wie mein Kind es sich für diesen wichtigen Tag wünscht. Diesbezüglich dann Forderungen nach einer bestimmten Form der Feierlichkeiten zu stellen finde ich anmaßend.
 
  • #58
Eben, das ist es ja, Die Eltern machen sehr viel für ihre Kinder, warten und entscheiden sich sehr oft für etwas, damit den Kindern gut geht, sind selbstlos und es ist doch nicht viel verlangt, wenn sie auch mal einen Wunsch von ihren Kindern erfühlt bekommen.
Ich mag diese Wegwerfmentalität nicht. Man kann auch die Eltern wegwerfen, weil man denkt, diese werden nicht mehr gebraucht aber man braucht sie immer noch........
Übrigens, alles Gute für euch. Die Catering ist zwar gut aber die Schwiegermama kann es bestimmt besser und keine Sorge, Deine Familie wird bald wieder da sein :).

Ich verstehe wirklich nicht, warum man den Eltern zuliebe seine Hochzeit so feiern soll, wie die das gern wünschen. Muss man auch sein Leben so leben, das Studium so wählen, den Partner aussuchen nach dem Wunsch der Eltern? Das war früher einmal so, ja. Da hat man für die Gemeinschaft gelebt und wenn die was falsches entschieden hat, dann musste man damit leben. Ich bin froh, dass das nicht mehr so ist. Meine Eltern haben so geheiratet wie sie es wollten und wenn ich nun heirate und nicht feiere (ich hasse es, im Mittelpunkt zu stehen), dann wären sie vielleicht traurig, aber sie würden ja wollen, dass ich glücklich bin. Wie selbstsüchtig muss man sein, um seine Vorstellungen einem anderen aufdrücken zu wollen? Das kann man schon in der Partnerschaft nicht so einfach, und da ist man ja selbst betroffen. Ich habe dafür kein Verständnis. Eltern müssen loslassen können, dann lieben die Kinder sie umso mehr. Eltern, die alles bestimmen wollen, werden nicht gemocht. Und Kinder haben nie darum gebeten, geboren zu werden. Das ist immer eine absolut egoistische Entscheidung der Eltern. Daraus leitet sich doch kein Anspruch ab, das Leben des Kindes zu bestimmen - zumindest in westlichen Ländern.
Ich selbst liebe meine Eltern über alles, sie waren tolle Eltern und ich würde sie auch pflegen usw. aber sie würden sowas einfach nie verlangen. Und ich auch von ihnen nicht, wie sie ihren Geburtstag feiern. Das soll Ihnen ja Freude machen, denn es ist ihr Tag.
 
  • #59
Ich verstehe wirklich nicht, warum man den Eltern zuliebe seine Hochzeit so feiern soll, wie die das gern wünschen. Muss man auch sein Leben so leben, das Studium so wählen, den Partner aussuchen nach dem Wunsch der Eltern? Das war früher einmal so, ja. Da hat man für die Gemeinschaft gelebt.
Ich denke, dass man immer noch mit und für die Gemeinschaft lebt. Auch heute noch. Das siehst du jeden Monat wenn du deinen Gehaltzettel siehst. Niemand kann isoliert von anderen überleben. Weder in Europa noch woanders auf der Welt.
Ja, ich habe sehr oft Sachen gemacht, um meine Familie und auch meine Eltern glücklich zu machen. Ich denke, es ist nicht das verkehrteste.
 
  • #60
Wir reden ja nicht darüber, ob es Bratkartoffeln oder Kroketten als Beilage bei Hochzeitsessen geben soll. Da kann man sich nach dem Geschmack der Gäste richten.

Das heilige Sakrament der Ehe einzugehen ist eine erheblich bedeutendere Entscheidung.
 
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