• #91
Angenommen ich würde heiraten und meine Eltern hätten einen Wunsch, würde ich versuchen deren Wunsch in meiner Planung zu berücksichtigen. Natürlich würden auch meine Eltern nie mich zu etwas zwingen. Das haben sie niemals gemacht. Vielleicht reagiere ich auch so, weil ich dankbar bin für die Liebe und Unterstützung, die meine Eltern mir gegeben haben.
Persönlich hatte ich bei meiner Hochzeit mehrere Hochzeiten gefeiert, damit alle glücklich waren. Es war mir wichtig und heute würde ich es vielleicht eher die Wünsche meinen Eltern zuerst berücksichtigen. Denn sie waren immer für mich da gewesen.

Einen Wunsch - etwas bestimmtes zu essen oder Spiele? Oder Kirche oder nicht? Da liegen Welten dazwischen. Hätten deine Eltern gesagt, keine Kirche, dann hättest du die Kirche ausgelassen? Das glaube ich dir einfach nicht..
Und ich war froh, wenn ich etwas alleine machen wollte, und dann auch durfte, ob das schief ging oder nicht. Sonst hätte ich meine Eltern dann um Hilfe gebeten. Was Leute als schöne Party empfinden, geht ja sehr auseinander, wie du hier im Forum siehst. Dein schön muss nicht das deines Sohnes sein, dass du das aber als Maßstab nimmst, finde ich da eher gruselig und extrem aufdrängend.
 
  • #92
Nicht so schön? Für wen? Für deinen Sohn? Oder für dich, damit du vor deinen Freundinnen auch mal so richtig auf die Pauke hauen konntest?

Und woher nimmt du die Beurteilung, dass es mit deinem Eingreifen viel schöner geworden ist? Hat dir dein Sohn das so gesagt? War er ehrlich? Oder nimmst du das an?

Meinst du nicht, dein Sohn ist erwachsen genug, um zu wissen, was er will und was nicht?

Mag ja sein, dass ich da etwas vorbelastet bin. Aber dieses "gutgemeinte" ungefragte an sich ziehen von Dingen, bewirkt oft das pure Gegenteil. Vorschläge gerne, aber dieses "wenn ich das nicht mache, dann wird das nichts" kann mir gerne erspart bleiben.
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich ihn machen ließ. Nur bei einigen organisatorischen Sachen, habe ich nachgeholfen. Er hat sein Feier allein und so gestaltet wie er es wollte. Ich habe meine Ideen gar nicht durchsetzen wollen/können. Er hat sich am Ende jedenfalls bedankt. Aber letztendlich gebe ich euch Recht. Ich habe meine Pflichten erledigt, meine Kinder sind erwachsen und sollen ihre Erfahrungen machen dürfen......
Ich habe meine Erfahrungen auch gemacht und die Antwort auf diesen Thread ist vielleicht auch aufgrund der Erfahrungen, die ich gemacht habe.
Ich denke jedoch, dass wir genügend darüber diskutiert haben. Es ist auch gar nicht mein Thread und die FS hat sich ja auch schon längst entschieden.
Also liebe FS, ich wünsche dir eine schöne Hochzeit :)
 
F

Frau43

Gast
  • #93
Ok, ich habe mir eine Zeitlang alles angeschaut und sein Vater war auch auf seiner Seite. Letztendlich musste ich einschreiten und wenn ich es nicht gemacht hätte, wäre alles nicht so schön geworden. Das habe ich für ihn gemacht damit er glücklich ist und es wäre alles viel schöner geworden, wenn er auf mich gehört hätte.
Fazit: Die Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder und manchmal sollte man einfach auf seine Eltern hören. Besonders wenn es um Partygestaltung geht :).

Das finde ich witzig!
Es geht hier darum dass die Eltern sich nicht einzumischen haben, es explizit gesagt wird aber die Eltern es trotzdem machen!
DU findest dass es nur durch dich schöner geworden ist und hast den Wunsch deines Sohnes ignoriert! Dein Einmischen hat es also für dich schön gemacht, dein Sohn hatte sich zu fügen und wahrscheinlich einfach aufgegeben da du eh machst, was du für richtig hälst.
Klar sagt er irgednwann das es besser war wegen deines Einmischens aber ich bezweifle dass er es so sieht.
Ob es für ihn das Beste war oder ist, interessiert dich nicht, hauptsache deine Vorstellung wurde umgesetzt.
Genau dies wollten die Eltern der FS auch mit dem Gasthaus: Für die Eltern ist es perfekt und das Paar wurde übergangen.

Ich denke, man kann Kompromisse machen, wenn die halbe Verwandschaft Steak nicht beissen kann und Paprika und Gurke nicht bekommt, dann sucht man halt was anderes aus.
Ob die Torte Erdbeeren oder Schokolade hat, ist völlig wurscht. Wenn die Mama eine Erdbeerallergie hat, dann gibts halt was anderes, interessiert wirklich niemand.
Diese Auswahl würde ich komplett den Eltern überlassen, dann haben sie eine Aufgabe und fühlen sich wichtig, sind abgelenkt und ich kann den Rest machen wie ich will.

Aber ob kirchlich oder standesamtlich hat NUR das Paar zu entscheiden.
Ich wäre auf Nimmerwiedersehen verschwunden wenn ich in die Kirche müsste und da im weissen Kleid den Schmarren vom Priester und dem lieben Gott hören müsste! Klar wollen die jedes Paar segnen damit es viele Kinder kriegt, die Steuereinnahmen müssen ja gesichtert werden und Frischfleisch braucht es auch ab und zu!
Die Hochzeit ist für das Brautpaar und vom Brautpaar und genau diese 2 Personen sollten entscheiden und einfach nach Hilfe fragen wo es benötigt wird.
 
  • #94
Vielleicht hat jemand in der großen Gemeinde hier einen guten Tipp für uns. Bei uns hängt der Haussegen schief, ich schilder Euch das mal aus meiner Perspektive.
Ich bin ev und mein Freund rk, beide schon gläubig aber keine Kirchenrenner. Wir wollen einen altmodischen Polterabend haben, dann standesamtlich heiraten, danach noch schön essen gehen und schließlich ab auf unsere Hochzeitsreise. So haben wir das abgesprochen als er mir den Antrag gemacht hat, leider ist die Familie überhaupt nicht begeistert davon. Weder seine noch meine, sie haben sich sogar schon zu verschiedenen konspirativen Treffen eingefunden um zu planen wie sie uns von einer rauschenden kirchlichen Hochzeit überzeugen können.
Mal eine kruze Gegenfrage, die möglicherweise noch gar nicht gestellt wurde:

Wie wäre es NUR mit kirchlicher Hochzeit, ohne die standesamtliche Komponente?
Oder ist es Bürgerpflicht, dasselbe Versprechen zweimal zu machen oder zählt das Versprechen ewiger Liebe und Treue nur vor Bevollmächtigten der Staatsmacht aber nicht vor Bevollmächtigten des HERRN?

mMensch50
(der bekennender Agnostiker ist - was schon in dieser Formulierung ein Widerspruch darstellt - aber trotzdem dem Schwur vor einem möglicherweise vorhandenen höheren Wesen einen größeren Stellenwert einräumt, als einem Schwur vor, vom Staat benannten Interessen- und Sachverwaltern)
 
  • #95
Wie wäre es NUR mit kirchlicher Hochzeit, ohne die standesamtliche Komponente?

Das geht in Deutschland nicht.
Ganz schlichte Antwort .

Und warum sollte man kirchlich heiraten, wenn man genau DAS nicht will?
Weil andere es erwarten?
Das ist dann tatsächlich Heuchelei.

Die Frage hier gibg ja in den Erwartungsdruck der kirchlichen Hochzeit, erobert wohl weniger die kirchliche Zeremonie gemeint war, sondern das klassische große Fest .
Und das wird es jetzt geben, mit romantischem Ja auf einem Schloss - Standesamt, und Braut in schicken Kleid.

Wird ganz sicher toll .
 
  • #96
Wie wäre es NUR mit kirchlicher Hochzeit, ohne die standesamtliche Komponente?

Das ist natürlich möglich. Allerdings erhält man dann nicht die Privilegien, die der Staat den Eheleuten einräumt, wie z.B. eine andere Steuerklasse.

Oder ist es Bürgerpflicht, dasselbe Versprechen zweimal zu machen oder zählt das Versprechen ewiger Liebe und Treue nur vor Bevollmächtigten der Staatsmacht aber nicht vor Bevollmächtigten des HERRN?

Eine kirchliche Hochzeit ist nur Privatvergnügen. Sie hat weder rechtliche Vorteile noch Nachteile. So heiraten viele Rentner beim 2. Mal 'nur' kirchlich, weil sie nicht wollen, dass ihre Renten durch die Ehe prozentual gekürzt werden oder sie ihre 'Witwenrenten' verlieren.

- aber trotzdem dem Schwur vor einem möglicherweise vorhandenen höheren Wesen einen größeren Stellenwert einräumt, als einem Schwur vor, vom Staat benannten Interessen- und Sachverwaltern)

Selbst wenn es ein größerer Stellenwert ist, sind Passagen "Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen" oder "Bis dass der Tod euch scheidet", für die meisten heute nur noch abstrakte Floskeln. Es ist eher das ganze Drumherum oder der Wunsch einer Tradition ihrer Eltern zu entsprechen, was Paare dazu bringt kirchlich heiraten zu wollen, besonders, wenn sie selber weder Kirchgänger sind, noch mit Kirche irgend etwas am Hut haben. Eine weitere Farce ist das weiße Hochzeitskleid. Es sagt heute schon längst nicht mehr aus, dass die Trägerin noch unschuldig vor den Altar tritt. (Wie das von der Kirche gewünscht wird).

Im Grunde ist die Hochzeitszeremonie in der Kirche nur eine Inszenierung und hat rechtlich gesehen keinerlei Auswirkungen. Was zählt ist die Eheschließung vor dem Standesamt.
 
  • #97
Das geht in Deutschland nicht.
Ganz schlichte Antwort .
Geht in Deutschland sehr wohl.
Genauso wie freie Trauung.
Oder buddistische Trauung.
Oder islamische Trauung.
Oder Trauung nach den Regeln der Religion des fliegenden Spaghettimonsters.
Alle diese Trauungen sind rein privat und ohne rechtliche Einwirkmöglichkeit in die privat geschlossene Ehe durch den Staat.

nur dann nicht, wenn die Frau aus einer kirchlichen Hochzeit finanzielle Ansprüche gegen den Ehemann bezüglich Unterhalt oder Altersversorgung erwartet.

DAS wiederrum geht nämlich nur mit standesamtlicher Hochzeit. Weil nur die standesamtliche Hochzeit der Vertrag der beiden Eheleuten mit dem Staat ist, aus dem der Staat legitimiert ist, gegen den jeweils anderen Ehepartner rechtlich vorzugehen.

Bitte gern geschehen.

mMensch50 (der maximal nur noch eine freie Trauung akzeptieren würde - eine Ehe reicht halt für das ganze Leben)
 
  • #98
Ok, ich war nicht auf dem Laufenden, seit 2009 geht es auch in Deutschland.
Kirchlich, ohne Standesamt.

Früher ging es nicht , ich hätte tatsächlich die Variante gewählt, kirchlich und nicht vorher standesamtlich.
 
  • #99
Für mich gilt: eine Ehe kann man nur einmal vor Gott schließen - wenn sie scheitert - nun gut...aber man kann m.E.nicht mehrmals vor Gott treten, um in den ewigen und heiligen Bund der Ehe zu treten. Da liegt für mich ein Widerspruch.

Es ist schlicht eine ungültige Ehe, wenn man aufgrund des Drängens der Verwandtschaft und ohne den wirklichen Willen, eine Ehe entsprechend den Regeln der katholischen Kirche zu führen. Und damit annullierbar.

Ich würde nur genau so heiraten, wie ich das für richtig halte. Für die Taufe von Kindern gilt das gleiche. Die FS und ihr Partner sind erwachsen. Da lässt man sich nicht mehr vorschreiben, nach welchen Kriterien man zu leben hat. Ich selbst habe das leider auch gemacht und kann nur davor warnen.
 
  • #100
Per Zufall erfuhr ich von einem Paar, dass schon lange in einer Beziehung lebte und auch ein Kind hatte. Sie befürchteten genau die Diskussion, die ihr jetzt habt. Was machten sie, organisierten sich die erforderlichen Dokumente, planten Urlaub in Österreich, schickten von einem anderen Standesamt aus alle Dokumente zum Standesamt des Urlaubsortes und heirateten während des Urlaubsaufenthaltes zu dritt.
Natürlich waren die Eltern zu tiefst enttäuscht.
Nach der Hochzeit gab es mehrere kleine Hochzeitspartys im Familienkreis, Kollegenkreis und Freundeskreis.
Persönlich finde ich kirchliche Trauungen einfach schöner, feierlicher. Hab schon einige male an standesamtlichen Trauungen, auch Gartenhochzeiten teilgenommen, die nach Vorbild amerikanischer Filme ab liefen, die haben mir ehrlich nicht besonders gefallen, weil die Zeremonie unnötig in die Länge gezogen worden war, die in 5 Minuten zu erledigen ist und sehr kitschig bei mir ankamen.

Kommt es durch die Hochzeit zum Bruch mit den Familien, dann sollte man danach auch so cool sein und auf alles zu verzichten, was einem die Eltern eventuell noch bieten könnten, Liegenschaften, Bargeld, Hochzeitsfinanzierung, später eventuelle Unterstützung bei den Kindern usw.

Es ist eure Hochzeit, wem es nicht passt, der muss ja nicht daran teilnehmen. Basta.
 
  • #101
Ich glücklich und dankbar darüber, wenn Menschen verschwinden, die IHRE WILLEN über mich haben wollen. Genau deswegen sind Menschen ja aus der Kirche ausgetreten. Auch wenn es die eigene Familie ist, braucht sie Grenzen.
Es ist deine Hochzeit, niemand kann dir den "Kopf abreißen". Bist du ein Baby oder was? Werde mal noch sehr viel stärker erwachsen!
 
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