• #1

Was steckt hinter der Ablehnung?

Ich möchte mal ein ziemlich trauriges Thema ansprechen, was mich besonders momentan beschäftigt, da es mein ganzes Leben schon eine Rolle spielt und ich es nicht schaffe dahinter zu kommen woran es liegt.
Es geht um das Thema Ablehnung.
Zurzeit befinde ich mich in einer emotionalen Krise und das Thema kann nicht mehr verdrängt werden, das merke ich jetzt.
Es zerreißt mich!

Manche haben sicher Beiträge von mir gelesen, in denen das Thema eine Rolle gespielt hat und ich mich dazu schon mal geäußert habe.
In Bezug auf Männer bin ich sehr ambivalent habe ich festgestellt.
Meine Kindheit war das auch, ich bin es auch.
Deswegen bin ich ziemlich zerissen.
Meine Mutter war alleinerziehend und ziemlich überfordert, Ablehnung und Nähe wechselten sich ab.
Ich fühle mich zu liebevollen Männern zeitweise hingezogen, kann aber nicht zu viel Nähe ertragen und bin ein sehr direkter Mensch manchmal, ich arbeite aber dran, diplomatischer zu werden, weniger zu urteilen etc.
Ich habe vieles früher zu verbissen gesehen und es manchmal auch geäußert, nicht immer und nicht bei jedem.
Ich treffe oft Männer, die das Gegenteil von mir sind, eher keine direkte Kommunikation bevorzugen, was ich sehr vermisse.
Auf der anderen Seite bin ich zeitweise manchmal super abhängig von Männern, die mich natürlich überwiegend ignorieren, freiheitsliebend sind, nein, keine, die jede abschleppen, aber einfach sich sehr distanziert generell verhalten, von denen nichts kommt, wo ich gebe und nichts zurück kommt.
Irgendwie ertrage ich beide Arten von Männern nicht, obwohl ich mich sehr nach Liebe sehne.
Ich bleibe deswegen auch Single, weil ich keinen Mann mit meiner Instabilität belasten will und ihn auch nicht zurückweisen will, wenn mir die Nähe zu viel wird.

Jetzt kommt noch ein sehr schlimmes Problem.
Frauen haben ein Problem mit mir.
Die meisten Frauen meiden mich wie der Teufel das Weihwasser und ich verstehe nicht warum.
Ich wurde früher in der Schule öfter mal von Frauen gemobbt und ausgeschlossen.
Was strahle ich aus, was mache ich falsch?
Eigentlich lehne ich mich selbst nicht ab, wenn ich merke, ok, muss hier und da was an mir ändern, wie oben schon erwähnt z. B. mit der direkten Art, dann arbeite ich auch daran, aber auch wenn ich freundlich rüberkomme und so gut wie noch nichts gesagt habe sind viele auf Distanzmodus.
Ich kann meist nicht wirklich gut mitlästern, ich mag das irgendwie nicht, aber ich denke auch nicht, dass das der Grund ist.
Da steckt sicherlich einiges dahinter, aber ich komme nicht dahinter.
 
  • #2
Guten Morgen, ich kann alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Ich denke, du weißt selber dass du aufgrund deiner Kindheit einen u sicheren Bundungsstil hast. Ich finde du kommst sehr sympathisch, tiefgründig und reflektiert rüber.. Suche dir doch einen Therapeuten,mit dem du diese Themen bearbeitest. Ich denke do würdsedt wirklich weiterkommen, weil du dich entwickeln möchtest. Auch ich habe mein ganzes Leben schon mit Ablehnung zu kämpfen. Ich denke das kommt daher wenn man in seiner Kindheit wenig Wertschätzung erfahren hat.ich weiß trotzdem mittlerweile, dass auch Ich ein liebenswerter Mensch bin und lasse solchen Gedanken keinen Raum. Ich war aber bei Frauen nie unbeliebt , vielleicht liegt es daran dass ich keune Konkurrenz darstelle. Siehst du sehr gut aus ? Das reicht manchmal schon für Ablehnung bei Frauen, oft ist Neid im Spiel. Gibt es Menschen, die dich schätzen?bestimmt gibt es die. Am besten fragst du sie mal was du verbessern kannst.
Ich habe auch oft im Leben unnereichbare, distanzierte Männer gesucht. Und war immer enttäuscht. Ich glaube wenn du innerlich Heilung erfährst wirst du nicht aus einem Mangel suchen und andere Männer anziehen.. Ich habe mich zum Beispiel hinterfragt warum ich immer Männer suche, denen ich helfen muss. Kann ich nur geliebt werden, wenn ich helfe. Jetzt habe ich einen Mann kennen gelernt , der genauso gerne gibt wie ich.Viele Frauen haben ihn ausgenutzt. Das würde ich nie tun. Und deshalb passt es auch. Such dir einen Mann, der Nähe zulassen kannn, dir aber auch Freiheiten gibt. Manche Männer haben viel in mir getriggert und wir hatten ständig schlimmen Streit. Wenn ich aber merke , dasss dem Mann etwas an mir liegt und er an mein Wohlergehen denkt , bin ich friedlich und ausgeglichen. Wenn du an Ablehnung leidest nimm keinen kühlen? distanzierten Mann. Nimm einen Mann, der sich liebevoll verhält .. Stelle dich deinen Themen und geh vorwärts.. Wir sind mehr als unsere Kindheit und unsere Natben.
 
  • #3
In Bezug auf Männer bin ich sehr ambivalent habe ich festgestellt.
Meine Kindheit war das auch, ich bin es auch.
Deswegen bin ich ziemlich zerissen.
Meine Mutter war alleinerziehend und ziemlich überfordert, Ablehnung und Nähe wechselten sich ab.
Ich fühle mich zu liebevollen Männern zeitweise hingezogen, kann aber nicht zu viel Nähe ertragen und bin ein sehr direkter Mensch manchmal, ich arbeite aber dran, diplomatischer zu werden, weniger zu urteilen etc.
Ich habe vieles früher zu verbissen gesehen und es manchmal auch geäußert, nicht immer und nicht bei jedem.
So sehe ich mich auch, kaltes Verhältnis zur AE-Mutter, daher immer wieder fasziniert von unnahbaren Frauen.
Bin auch sehr direkt und habe oft gespürt, dass ich damit bei vielen Menschen angeeckt bin, da diese so eine direkte Art nicht gewohnt sind.
Je besser man mich kennenlernt, desto eher kann man meine direkte Art in der Kommunikation bewerten.

Habe oft gehört, dass Menschen, die heute zu meinen Freunden zählen oder ehemalige Partnerinnen einige Zeit brauchten um mit mir und meiner Art klarzukommen.

Diese direkte Art war aber auch ein Muster von mir meine eigene Unsicherheit und Unzufriedenheit mit mir selbst zu überspielen. Zwischen 18-25 habe ich mich selbst oft nicht gemocht. Später habe ich gelernt mich zu lieben und damit wirst Du automatisch diplomatischer, wie Du es nennst.

Ich treffe oft Männer, die das Gegenteil von mir sind, eher keine direkte Kommunikation bevorzugen, was ich sehr vermisse.
Denke die meisten Menschen lieber eher den indirekten Weg, weil er ihnen höflicher erscheint und sie sich eine Hintertür offenhalten können. Viele gehen lieber einem Konflikt aus dem Weg als sich ihm zu stellen. Du hattest ja mal selbst so ein Thema hier aufgeworfen und ich kann mich noch an die Antworten erinnern, die mehrheitlich in diese Richtung gingen.

Von vielen Menschen wird ein Interpretieren ihrer Gesten und ihrer Körpersprache gefordert, die oft nicht leicht zu durchschauen sind. Und am Ende liegt man daneben und macht alles noch viel schlimmer, ob doch EIN direkter Kommentar beiden helfen würde.
 
  • #4
Das ist etwas, was dir wahrscheinlich am besten jemand aus deinem näheren Umfeld beantworten kann, weil diese Abweisung anderer natürlich viele Ursachen haben kann, die man, ohne dich zu kennen, schwer erraten kann. Vielleicht meiden dich die Frauen weil du fiese Warzen im Gesicht hast (tschuldigung :D) oder weil du so umwerfend bist, dass sie sich in deiner Gegenwart eingeschüchtert fühlen. Was die Männer bzw potenziellen Partner angeht, wenn sich das Verhalten immer ähnelt würde ich mal davon ausgehen, dass es eine Reaktion auf dein Verhalten ist. Vielleicht sprichst du mal mit einem Psychologen, wenn dich das so belastet, das ist keine Schande :)
 
  • #5
Ich wurde früher in der Schule öfter mal von Frauen gemobbt und ausgeschlossen.
Was strahle ich aus, was mache ich falsch?
Eigentlich lehne ich mich selbst nicht ab, wenn ich merke, ok, muss hier und da was an mir ändern, wie oben schon erwähnt z. B. mit der direkten Art, dann arbeite ich auch daran, aber auch wenn ich freundlich rüberkomme und so gut wie noch nichts gesagt habe sind viele auf Distanzmodus.
Ich kann meist nicht wirklich gut mitlästern, ich mag das irgendwie nicht, aber ich denke auch nicht, dass das der Grund ist.
Wenn Du an Frauen denkst, denkst Du ans Lästern? Das ist lustig. Das ist in meinen Gedanken nicht typisch weiblich. Bei Männern ist es eben "beurteilen".

Was auffällt ist, dass Du mit Frauen nicht gut klar kommst, aber auch mit Männer läuft es nicht rund...
Man müsste dich im RL erleben um zu erkennen, was bei Dir in der zwischenmenschlichen Beziehung passiert.

Hast Du im Augenblick tragfähige Kontakte zu Verwandte, Arbeitskollegen, Freunden etc?

Bei überforderten Eltern haben Kinder oft das Gefühl, dass ihre Grenzen, Wünsche, Bedürfnisse innerhalb der Beziehung nicht geachtet werden. Das Kind muss eher nach Wille des bestimmenden Erwachsenen funktionieren. Das Kind soll brav sein und aushalten, obwohl es gerade Pipi muss, oder spielen will. Wenn das Kind die eigenen Wünsche, Bedürfnisse ignoriert, wird es gelobt und geliebt und ist gut.
Diese Vorstellung nimmt das Kind ins Erwachsenenalter. Vielleicht merken sie es selbst nicht. Sie sind eben hart zu sich selbst.

Diese Kinder tun sich später in Beziehungen oft schwer, als Erwachsene die eigenen Wünsche zu äußern. Sie denken, sie verletzen den Partner, wenn sie einen Wunsch abschlagen oder eigene Wünsche äußern, die dem Partner nicht gefallen können.
Das ist natürlich sehr anstrengend, immer nach dem Wunsch des Partners zu leben.

Vielleicht kannst Du ein paar Gedanken davon für Dich brauchen
 
  • #6
Meine Mutter war alleinerziehend und ziemlich überfordert, Ablehnung und Nähe wechselten sich ab.
Was strahle ich aus, was mache ich falsch?
Bezogen auf den Umgang von Frauen mit Dir kann ich nicht weiterhelfen.. Ich denke aber, dass viele Kinder von AE im späteren Leben Probleme mit Bindungen haben, weil ihnen einfach eine Rolle in ihrem Leben fehlt, die Mütter nicht ersetzen können: die des Vaters.

Dass viele Frauen Probleme mit uns Männern haben, kannst Du hier ja täglich lesen. Dass die dann oft als AE enden, überfordert sind und ihren Kindern keinen sicheren Bindungsstil vorleben können, ist für mich logisch. Wenn sie dann noch das Männerbild, das sie hier von sich geben, auch ihren Kindern weitergeben, woher soll dann für die die Fähigkeit zu einer "normalen" Partnerschaft kommen? Ich denke, da bleiben mangels männlicher Vorbilder sowohl bei Jungs als auch bei Mädchen reichlich Schäden zurück.

Was könnte da helfen? Der Standardansatz wäre wohl irgendeine Form von Therapie. Was für eine, weiß ich wiederum nicht. Vielleicht eine Familienaufstellung? Vielleicht hilft auch einfach schon, sich das Problem bewusst zu machen und zu versuchen, unbefangener auf Männer zuzugehen?
 
  • #7
Auch ich würde denken, eine Therapie zur Aufarbeitung wäre das beste. Da kannst du der Kindheit auf den Grund gehen. Denn alleine diese Muster durchbrechen, das ist schwer bis unmöglich. Nur Mut!
Zu den Frauen: es fällt auf, dass du scheinbar auch negative Gedanken zu Frauen hast, wenn du lästern als typische Tätigkeit der Frauen bezeichnest. Es gibt doch genug Frauen, die das nicht machen? Vielleicht kommst du auch rüber, als ob du Frauen eher doof findest und darüber stehst? Das kann auch dazu führen, dass sie dich wiederum ablehnen. Wär auch ein Thema für die Therapie.
Ich kenne einige sehr schöne Frauen und keine von denen wurde deshalb von allen anderen Frauen gemieden, wenn sie gleichzeitig nett sind. Es kann sein, dass fremde Frauen auf Partys oä mal negativ weil eifersüchtig reagieren, ja, aber die haben alle Freundinnen. Das glaube ich also nicht als Grund.
Vielleicht bist du auch in den falschen Kreisen unterwegs? Ich konnte zB mit den Frauen im Studium super, die Biologinnen waren nie an Make-up und Lästern interessiert; die Frauen, die ich in meiner Ingenieur-Stadt teilweise getroffen habe dagegen sind manchmal gar nicht mein Fall... da gehts wirklich nur um oberflächliche Sachen und besser sein als die andere usw. Glücklicher Weise sind auf meiner Arbeit ganz andere. Aber wenn ich nur Kontakt zu den anderen hätte durch Arbeit oder Hobby, dann hätte ich auch keine weiblichen Freunde :D

w, 36
 
  • #8
Man kann ja nur raten. Vielleicht bist Du zu vereinnahmend und willst immer in den Mittelpunkt? Vielleicht versuchst Du die Aufmerksamkeit, die Du gewollt aber von der Mutter nicht bekommen hast, von der Welt einzuholen, also eben auch von Frauen, die sich dann emotional um Dich kümmern sollen, aber natürlich keine Lust haben auf jemanden, der sie vereinnahmen will.

Ich würde fast sagen, nicht Frauen haben ein Problem mit Dir, sondern Du hast eines mit Frauen. Da Du nicht selbstsicher und glücklich wirkst, würde ich Neid ausschließen. Denn selbst wenn Du gut aussiehst - mangelndes Selbstwertgefühl, mangelndes Selbstvertrauen und mangelnde Selbstliebe bringen JEDEN Menschen auf Abstand, es sei denn, er tickt auch so und braucht einen Gefährten, der sich noch schlechter in seinem Leben fühlt.

Hier finde ich den Hinweis auf eine Therapie wirklich mal angebracht, weil Du dann hoffentlich gut mal in aller Ausführlichkeit über Dich als Opfer reden kannst. Sowas geht ja schlecht bei Bekannten (Freundinnen scheinst Du nicht zu haben), ohne dass man einen Eindruck hinterlässt, der einem nichts Gutes bewirkt. Entweder nervt es, weil Du Dich damit in den Mittelpunkt setzen willst, oder es langweilt oder es erzeugt Mitleid. Aber Spaß macht es nicht.

Ich hoffe, das klingt alles nicht zu hart. Das soll es nicht. Wie gesagt, man kann nur vermuten und raten. Und wenn Du das lösen willst, bringt es ja nichts, Dir zu sagen, mit Dir sei schon alles toll und die anderen sind bestimmt irgendwie doof.

Vielleicht unterliegst Du auch einem Irrtum:
aber auch wenn ich freundlich rüberkomme und so gut wie noch nichts gesagt habe sind viele auf Distanzmodus.
Vielleicht denkst Du, dass alle sofort total freundlich und liebevoll an Dir interessiert sein müssen. Das ist auch "ich will in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit".
Wenn Du irgendwohin kommst und neue Leute kennenlernst, sind die vielleicht gar nicht distanziert, sondern normal. Du empfindest das nur als distanziert, weil sie ihre Aufmerksamkeit nicht gleich total auf Dich lenken.
Um ein "Publikumsliebling" zu werden, der viel Aufmerksamkeit und Interesse von anderen bekommt, muss man ja mehr machen, als nur freundlich zu sein.
Vielleicht sind auch viele der Leute gesättigt an Bekanntschaften, dh. Du müsstest besonders gut zu ihnen passen, damit sie sich näher für Dich interessieren.

Auch mir ist aufgefallen, dass das Vorrangige, das Dir zu Frauen einfällt, ist, dass die lästern und Du diese negative Eigenschaft nicht hast. Letzteres ist ja auch gut, aber kennst Du wirklich keine Frauen, die nicht lästern?
 
  • #9
@Engel125
Ich würde dir zu einem positiven Ausgleich im sportlichen oder künstlerisch-kreativen Umfeld raten. Das mag ein Yoga Kurs sein oder Autogenes Training oder aber eine Fotogruppe. Gibt es da ein Hobby für dich? Da kannst du in entspannter Atmosphäre wieder Energie auftanken und dir neue Bestätigung holen. Ich bin in meinen 30ern sogar mit meiner Yoga Gruppe in den Sylt Urlaub gefahren und an die, Oberitalieniscgen Seen. Sportler und Yogis mobben in der Regel nicht. Fairplay ist angesagt. In meinen 40ern war ich dann abends 3x die Woche im Reitstall und habe dort klasse Freundinnen gefunden. Ich habe auch als Single Urlaub im Sport Hotel gemacht und mich wohl gefühlt. Wichtig ist, dass du für einen Ausgleich sorgst. Zu Menschen, die dich mobben, solltest du soweit machbar, Abstand halten. Oder sehr selbstsicher auftreten! Dafür kann ich dir einen Rhetorik Kurs nahelegen oder Präsentationsschulungen. Ein gutes Auftreten kann man heute lernen. Dann wirst du sicher weniger oft Zielscheibe von Angriffen und Anfeindungen. Aber bösartige und dumme Menschen gibt's ja überall. Mit denen musst du keinen Kontakt haben. Distanziere dich und grenze dich gut ab. Nix Privates erzählen, kurz angebunden sein, nicht zu freundlich. Oft ist es Neid, oft Gehässigkeit gepaart mit Dummheit. Mich mögen beispielsweise Frauen mit Adipositas zwischen 40 und 55 nicht! Erst im Indien Urlaub zickte mich so Eine beim Essen an. Sie war auf Diät, ihr Leben lang Dauersingle und in den Wechseljahren und leider unerträglich... Ich vermute auch, dass ich zu nett war zu Beginn, denn ich fand sie und ihren Beruf, Kleidungsstil, weitgereist ad hoc sympathisch. Ansonsten giftete mich noch eine ältere Ehefrau an, mit deren Mann ich kurz Small Talk hatte. Sie war eifersüchtig ohne Grund. Da wurden dann schon mal die Sitzplätze neben ihr mit Handtaschen und Einkaufstaschen belegt, als ich zum Abendessen kam. So etwas ist mir lange nicht mehr passiert. Mobbing ist kein guter Stil! Ich denke, wenn du deinen eigenen Weg gehst und dich für Fortbildungen oder Zusatzqualifikationen entscheidest, bist du auf der sicheren Seite! Gebildete Menschen aus gutem Hause mobben auch nicht! Ansonsten kann ich nur raten, regelmäßig Zeitung zu lesen und gute Bücher und an deiner Sprache zu arbeiten. Suche dir einfach einen besseren Umgang. Vielleicht hilft dir die Affirmation "Ich bin immer in guter Gesellschaft" weiter. Oder "Mein Leben ist in Ordnung." Ich persönlich mag die Bücher von Louise Hay ganz gern. Und wenn dir alles zuviel wird, nutze deine Freizeit, um den Balkon neu zu bepflanzen und die Wohnung zu verschönern oder besorge dir ein Haustier.
 
  • #10
Mir ist noch was eingefallen. Wenn Du eine Frau sein solltest, die viel Aufmerksamkeit einfordert zur Selbstbestätigung, dann kann das sein, dass Du das auch bei Männern machst. Das kriegst Du vielleicht gar nicht mit, wie Du von ihnen gemocht werden willst, Aufmerksamkeit willst und ihnen vielleicht nach dem Mund redest oder immer nur Bestätigung an sie gibst, und Frauen stehen daneben und wundern sich. Insbesondere, wenn sie die Partnerin dieses Mannes sind. Oder wenn sie das Gefühl haben, Du willst sie ausboten.

Ich weiß nun nicht, was Du genau damit meinst. Aber URTEILEN würde ich gar nicht. Du weißt nicht, was ein anderer erlebt hat und nur, weil er es Dir nicht erzählt und so locker leicht und fröhlich rüberkommt, heißt das nicht, dass er kein schweres Leben hatte. Und nur, weil er nicht der richtige Mensch für Dich ist, ist er ja nicht abzuurteilen oder sowas.

Du hattest ja auch in dem anderen Thread geschrieben, dass Du noch hoffst, nur weil Dir einer sagte "nein, alles in Ordnung", nachdem Du ein komisches Gefühl hattest und noch mal nachfragtest.
Dazu kann ich Dir auch hier nur sagen: Feiere Dich nicht für Deine Direktheit und bedauere nicht, dass die anderen nicht so sind und aber so werden sollten. Dass Du direkt und höflich absagen kannst, ist gut. Aber Du musst auch diese andere Sprache lernen, die nonverbale Ablehnung, sonst fällst Du immer wieder auf die Nase. Es gibt Menschen, die sind eben anders. Und die wollen nicht drüber diskutieren oder es noch laut aussprechen, sondern bevorzugen den Weg "bitte merke von allein, dass ich dich nicht will". Das kann sehr unhöflich sein, aber es bringt wirklich nichts, damit zu hadern. Dir bleibt nichts anderes, als das auch begreifen zu lernen, denn Du kannst andere nicht ändern nach Deinem Gusto.

Wenn einer Dich nicht will, ist das auch nichts Schlimmes. Passt nicht. Du darfst ja auch sagen "ich will nicht" und denkst dabei nicht "so, nun ist dir hoffentlich klar, dass du das Letzte bist".
Allerdings kann man eben auch nicht erwarten, dass alle vor Wonne vergehen und sich sofort kümmern wollen, wenn sie einen kennenlernen, falls Du das erwarten solltest - nur weil Du interessiert bist, muss es ja der andere nicht sein bzw. er muss sich vielleicht auch erst noch begeistern lassen von Dir. Dieses MÖGLICHE Problem habe ich in meinem vorigen Post schon angesprochen.
 
  • #11
Guten Morgen, ich kann alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Ich denke, du weißt selber dass du aufgrund deiner Kindheit einen u sicheren Bundungsstil hast. Ich finde du kommst sehr sympathisch, tiefgründig und reflektiert rüber..
Auch ich habe mein ganzes Leben schon mit Ablehnung zu kämpfen. Ich denke das kommt daher wenn man in seiner Kindheit wenig Wertschätzung erfahren hat.ich weiß trotzdem mittlerweile, dass auch Ich ein liebenswerter Mensch bin und lasse solchen Gedanken keinen Raum. Siehst du sehr gut aus ? Das reicht manchmal schon für Ablehnung bei Frauen, oft ist Neid im Spiel. Gibt es Menschen, die dich schätzen?
Ich habe auch oft im Leben unnereichbare, distanzierte Männer gesucht. Und war immer enttäuscht. Ich glaube wenn du innerlich Heilung erfährst wirst du nicht aus einem Mangel suchen und andere Männer anziehen.. Such dir einen Mann, der Nähe zulassen kannn, dir aber auch Freiheiten gibt. Wenn du an Ablehnung leidest nimm keinen kühlen? distanzierten Mann. Nimm einen Mann, der sich liebevoll verhält .. Stelle dich deinen Themen und geh vorwärts.
Ich danke dir für deine freundlichen Worte! ☺❤
Wie hast du es geschafft diesen Gedanken keinen Raum mehr zu geben?
Liegt das an deinem liebevollen Partner?
Ich würde mich nicht als sehr attraktiv bezeichnen, ich denke eher durchschnittlich.
Ich denke Aussehen ist sehr subjektiv, Geschmackssache.
Gibt viele hübsche Frauen, die nicht mit Ablehnung kämpfen. Daran liegt es eher weniger.
Ich habe noch Kontakt zu meiner Mutter, aber bin etwas distanzierter geworden.
Ich habe irgendwann ehrlich gesagt die Suche nach neuen Kontakten aufgegeben, da ich einfach keine weiteren Enttäuschungen mehr erleben wollte.
Zumindest in erster Linie zu Frauen, die haben damals echt Spuren in meiner Seele hinterlassen.
Des Wegen fiel mir zu Frauen auch gleich das fiese Lästern ein.
Klar nicht alle Frauen lästern, aber man erlebt es irgendwie doch immer wieder.
Ich kann es nicht leiden, vielleicht weil ich es auch selbst erleben musste und manches lästern kann so fies werden, dass zerstörerische Gerüchte entstehen.
Ich bin kein Mensch, der konkurriert, ich nehme mich eher zurück und vorallem will ich keinen Menschen psychisch kaputt machen.
Das Problem mit den Männern ist, ich mag die liebevollen Männer, aber ich kann dauerhaft die Nähe nicht ertragen und bei den distanzierten suche ich verzweifelt die Nähe.
Ich habe leider noch keinen Mann getroffen, der liebevoll, direkt ist und manchmal mir Freiraum gibt bzw. sich distanzierter verhält ohne dass es sich schlecht anfühlt.
 
  • #12
Oberflächlich kann man vermuten, dass du durch die einseitige mütterliche Dominanz und das Fehlen eines Vaters geprägt wurdest.

Ob das stimmt, wie sich dies auswirkt und was wie änderbar ist kannst du nur mit therapeutischer Hilfe herausfinden.
 
  • #13
@Kimi 48
Ja das kann man nicht ändern und nicht erwarten, dass die Menschen direkt eine Absage erteilen.
Ich muss an meiner Erwartungshaltung arbeiten und lernen es zu akzeptieren.
Das Problem war immer, dass ich mich in solchen Situationen zerrissen gefühlt habe, wenn dann doch ein mini Häppchen mal kam, hab ich danach wie eine Abhängige gegriffen und gehofft.
Ich muss solche Situationen schneller loslassen lernen und verlassen.

@Tomyi
Doch ich kann meine Wünsche und Bedürfnisse äußern, es ist auch nicht so, dass ich mich übermäßig anpasse, ich weiß schon was ich will und was nicht.
Aber das mit dem braven Kind passt, dafür wurde ich gelobt, ansonsten bekam ich zu hören: Aber was sollen denn die Nachbarn von uns denken?
Ich war schon immer auch irgendwo eine kleine Rebellin.
Meine Mutter kann mich nicht so akzeptieren wie ich bin, sie schwankt sehr zwischen Freundlichkeit und dann wieder Ablehnung mir gegenüber.
Das macht sie für mich unberechenbar.
Genau so betrachte ich auch andere Menschen, am Anfang mit Vorsicht und erstmal die Lage checken.

@void
Vielen Dank, ich habe alle deine Beiträge gelesen und zum Teil kann ich dir zustimmen bzw. empfinde es so.
Ich bin niemand, der gerne im Mittelpunkt steht, ich mag keine Gruppentreffen, ich mag es auch nicht Vorträge vor Publikum zu halten.
Nein, ich möchte nicht beklatscht werden, nur akzeptiert.
Niemand muss mich lieben oder eine Freundin werden, aber mich akzeptieren und in Ruhe lassen, ignorieren.
Ich akzeptiere andere auch und lasse sie in Ruhe, auch wenn es mir nicht gefällt, wenn sie über jemanden lästern oder was auch immer.
Klar sehne ich mich danach mit Frauen Kontakt zu haben, die mütterlich sind, die vermitteln eine Wärme, die mich anzieht, was ist daran falsch?
Aber diese Art Frauen sind auch nicht das Problem, die sind offen für jeden.
Ich meine die Art von Frauen, die mich eben nicht akzeptieren kann.
Leider treffe ich ständig auf diese.
Und nein es klingt nicht zu hart, ich kann damit umgehen, ausserdem bin ich ja auch hier um auch konstruktive Kritik zu erhalten.
Das mit dem Irrtum kommt hin, ich habe wenig Geduld, dass sich die Dinge erstmal entwickeln können und ja ich erwarte, dass, wenn ich freundlich bin, dass man es zu mir dann auch sein müsse, weil es was mit Respekt zu tun hat.
Ich urteile innerlich viel, ich will das gar nicht.
 
  • #14
Hallo Engel,

sich sehr distanziert generell verhalten, von denen nichts kommt, wo ich gebe und nichts zurück kommt.
Es könnte natürlich sein, dass du das genau so in deiner Kindheit erlebt hast. Wenn deine Mutter phasenweise sehr distanziert war, wirst du als Kind darum gekämpft haben "alles richtig" zu machen, um die Liebe der Mutter zu erlangen. Zurück kam dann aber auch nichts, oder nicht genug.

Diese Mutter-Kind Beziehung ist prägend. Das Kind kann das nicht einordnen und erlebt dieses Verhalten als "normal". Es kennt es nicht anders. Natürlich leidet es unter der Zurückweisung und es entwickeln sich auch Ängste vor Zurückweisung.

Später als Erwachsener kann es dann sein, dass unterbewusst genau solche Beziehungs-Konstellationen gesucht werden.
Da denkt dann jeder ""Was wieso? Da suche ich doch endlich jemanden bei dem ich die Liebe bekommen, die ich gebraucht hätte".
Leider spielt einem das Gehirn da einen Streich.
Denn als "richtig" wird das empfunden wovon wir geprägt wurden. Zu viel Nähe, zu viel Liebe, zu viel Aufmerksamkeit wird von jenen Erwachsenen dann manchmal als "nicht normal" empfunden. Es fühlt sich nicht an wie "Zuhause". Das innere Kind will sich aber fühlen wie zuhause. Auch dann wenn dieses Zuhause nicht günstig war, in Bezug auf die Beziehung.

Ich vermute, das ist genau der Umstand, der deine Instabilität verursacht hat. Du sehnst dich nach Liebe, wie du dich als Kind danach gesehnt hast. Jedoch empfindest du Nähe unterbewusst als "fremd"/"nicht normal"/"nicht wie zuhause":
Im Endeffekt ist es ein fortgesetztes Buhlen um die Liebe der Mutter, übertragen auf einen Partner. Fast schon Automatismen.
Gleichzeitig hast du große Angst vor Zurückweisung.
Die fehlende Kommunikation kennst du womöglich ebenfalls aus deiner Kindheit. Auch das ist distanziertes Verhalten.
Während du direkt bist. Du möchtest ja die Aufmerksamkeit nach der du dich sehnst. Gleichzeitig würdest du diese nicht ertragen.
Ein Zwiespalt.

Diese Aufmerksamkeit suchst du womöglich sogar mit einem direkten/provokanten Verhalten. Weil du dann eine Reaktion bekommst. Und diese negative Reaktion ist für dich womöglich besser, als gar keine. So bekommst du wenigstens Beachtung.

Gleiches gilt natürlich auch für die Beziehungen zu Frauen/Freundinnen. Das spiegelt sich in allen Bereichen.
Die Angst vor Zurückweisung und vor Mobbing strahlst du sicherlich auch aus. Gleichzeitig verhältst du dich womöglich distanziert, weil du es so kennst und dich auch schützen willst. Vielleicht lehnst du dich auch selbst mehr ab, als du glaubst.

Liebe FS, das was ich hier schreibe, soll dich nicht erschrecken.
Ich würde dir wirklich auch zu einer Therapie raten.
Es gibt wirklich gute Methoden wie man diesen Nähe/Distanz-Zwiespalt behandeln kann. Wie man Vertrauen aufbauen kann. Zudem wie man die Mimik und Gestik der Menschen besser verstehen kann.

LG
 
  • #15
Engel, dein Problem ist sehr schwer und kann hier, glaube ich, nicht behandelt werden. Da scheinen zu viele Punkte zu sein, die in die Selbsthilfe gehören.

Dein Problem mit Männern vor Nähe ist, dass du nicht für deine Bedürfnisse einstehen kannst. Man kann nett sein, aber trotzdem sagen: "Du ich brauche die nächsten 2 Tage Ruhe für mich. Ich schreibe tagsüber keine SMS, daher gibt es von mir keine Nachrichten." Das geht auch superfreundlich.
Ich nehme mir meinen Freiraum und die liebevollen Männer haben ihre klare Anweisung von mir.

Wie geht das? Die Direktion kommt doch von dir. Du kannst direkte Kommuniktion mit Entschlossenheit durchsetzen.
Wenn der Mann sich nur sporadisch meldet, dann ist von dir Entschlossenheit gefragt. Wenn er sich komisch benimmt, dann musst du die Führung übernehmen.


Die meisten Frauen meiden mich wie der Teufel das Weihwasser
Ich stelle es mir als Frau sehr unbehaglich vor, als alternde Frau eine so abhängige Freundin zu haben, die mich für ihr Leben braucht, sich zudem ständig die falschen Männer herausnimmt, weil sie ihre Kerle unsouverän wählt und mit ihrer Abhängigkeit ständige Bespaßung von mir verlangt. Sowas halte ich mir vom Leib. Das sind Energiesauger.


Ich habe jetzt auch keine weiblichen Freunde, aber einfach, weil ich es nicht will und ich keinen Vorteil darin sehe.
Ich hatte mal eine Freunde, die wollte beim Training ständig Pause machen, wollte, dass ich langsamer mache, mich ihrem Tempo anpasse, und mit ihr Kekse essen gehe. Das hat mich so genervt, dass die Freundschaft bald Geschichte war.

Du wirst nicht abgelehnt, wenn du die passenden Leute findest, die auf deiner Welle sind, aber sich nur die aussuchen, die einem selber gefallen, das funktioniert nicht. Du musst ja auch gucken, ob diese Personen überhaupt Freunde suchen und offen sind. Nicht jeder sucht.
 
  • #16
@Kimi 48

Doch ich kann meine Wünsche und Bedürfnisse äußern, es ist auch nicht so, dass ich mich übermäßig anpasse, ich weiß schon was ich will und was nicht.
Weisst Du, Engel, das hier hat mich darauf gebracht, dass dort vielleicht ein Thema ist:

Ich bleibe deswegen auch Single, weil ich keinen Mann mit meiner Instabilität belasten will und ihn auch nicht zurückweisen will, wenn mir die Nähe zu viel wird.
Viele Menschen brauchen mal Zeit für sich ohne Partner und wollen dann wieder Nähe zum Partner. Viele Menschen halten das für ganz normal und leben das auch ganz normal und harmonisch innerhalb der Beziehung. Wenn Menschen zuviel vom Partner haben, schauen Männer traditionell Fußball mit ihren Kumpels oder reparieren in der Garage. Frauen gehen traditionell mit der Freundin Shoppen oder ins Wellness oder zum Kaffeekränzchen, oder man geht zum Sport etc.
Vielen Menschen gelingt die feine Abstimmung, die Balance zwischen Nähe und Abstand innerhalb der Beziehung. Da entsteht kein Streit und keine Trennung, keine Holzhammer-Methode, sondern sie suchen einfach bisschen Abstand vom Partner innerhalb der Beziehung.

Du berichtest, dass Du in der Vergangenheit damit Mühe hattest und jetzt lieber ganz auf Beziehung verzichtest. Das könnte eher die Holzhammer-Methode sein.
 
  • #17
Vielleicht hilft es Dir zu ergründen, WARUM Deine Mutter distanziert war. Denn als Kind beziehst Du das ja mit Sicherheit auf Dich, also Du bist nicht gut genug, nicht lieb genug, nicht liebenswert genug usw.. Vielleicht war sie einfach zu kaputt und musste sich mit ihren Sorgen beschäftigen, wie sie euch beiden ein ordentliches Leben ermöglichen kann und Du hast immer gedacht, wenn sie dann ihre Rückzugsphase hatte, um mal aufzutanken, dass es an Dir liegt, dass Du gerade nicht die Aufmerksamkeit bekommst, die Du hättest haben müssen. Ein Kind will zurecht beachtet und geliebt werden, und wenn aber die Eltern das nicht geben können, weil sie selbst Stress haben, denkt das Kind, es läge an ihm. Es hat ja keine Ahnung von der Welt und den Problemen.

Klar sehne ich mich danach mit Frauen Kontakt zu haben, die mütterlich sind, die vermitteln eine Wärme, die mich anzieht, was ist daran falsch?
Es kann die Augenhöhe verhindern. Die sind ja nicht Deine Mutter und Du kannst nichts nachholen bei denen. Und mütterliche Typen, die durch ihren Gegenpart, das "Kind", "aktiviert" werden, sind auch immer dominant. Dh. sie geben dir Ratschläge oder wollen was von dir, und wenn du "nein" sagst dazu, ist die Beziehung gestört.

Die anderen Frauen, die mit Dir nicht klarkommen - was willst Du mit denen. Du brauchst die doch gar nicht. Falls es Kolleginnen oder Mitstudentinnen sind, versuche NIE zu vermitteln, dass Du dazugehören oder gemocht werden willst. Ich denke mal, sowas strahlst Du aus und solche Leute verachten Dich dann dafür. Mach Dein Ding, und wenn Du mit ihnen zusammenarbeiten musst, sei freundlich, aber distanziert. Du musst niemandem hinterherrennen, dass er Dich mag. Das klappt eh nicht.

Vielleicht wiederholst Du auch, was Du bei Deiner Mutter gemacht hast, wenn sie kühl war: Du willst sie animieren, wieder warm und nah zu sein bei Dir. Und wenn Du jetzt auf einen distanzierten Menschen triffst, läuft dasselbe Muster im Untergrund ab? Ein Trigger sozusagen: Du hast was gemacht, dass derjenige kalt zu Dir ist, also streng Dich an, dass er wieder auftaut?
Wenn Leute distanziert zu Dir sind, lass sie einfach. Die Welt muss Dich nicht lieben, damit Du existieren kannst (Deine Mutter musste das schon, sonst wärst Du ja verhungert). Niemand MUSS Dich mögen. Und es wird doch aber Leute geben, die das tun, und die sind die Richtigen für Dich. Nicht der Rest, den Du auch noch für Dich begeistern willst und "musst", um weiterzuexistieren.
Du darfst auch Menschen aussortieren, wenn sie Dir ein schlechtes Gefühl geben.
 
  • #18
Du musst ja auch gucken, ob diese Personen überhaupt Freunde suchen und offen sind.
Das denke ich auch. Ich glaube, Du bildest dir vielmehr die Ablehnung ein, als real davon da ist und das meine ich so, Du suchst Kontakt und Du willst gefallen und von anderen das Feedback nett gefunden werden, also die Außenmeinung von Fremden ist dir wichtiger, als deine eigene Meinung. Nun triffst Du auf eine Frau, die mitten im Leben steht, deren eigene Meinung mehr für sie zählt, als irgendwelche Meinungen von Dritten. Diese wird dich und deine Befindlichkeiten gar nicht auf den Schirm haben, dass sie dich mögen, rücksichtsvoll willkommen behandeln soll und muss, oder Dir eine Freundschaft anbieten. Du bist für sie eine Fremde, entfernte Kollegin oder flüchtige Bekannte, wenn man es so will, der chinesische Sack...sie denken überhaupt nicht über Dich nach und es wäre ihr egal was du denkst, tust oder sucht, weil zumeist lässt man sich in friedlicher Koexistenz leben und sterben.
So interpretierst Du ihre Gleichgültigkeit dir ggü., als Ablehnung, was nicht stimmt. Die Frau beschäftigt sich nicht mit Dir, warum, wenn Du für sie fremd bist?
Und auch, dein distanziertes Verhalten und dein Alleingang, um zu Beobachten und die Situation zu sondieren. Wenn Du irgendwo dabei sein willst, warum gehst Du nicht einfach dahin und fragst, ob du nicht dabei sein kannst und gern bei und mit ihnen gern "bei was auch immer" dabei wärst. Wenn Du dich immer selbst zurück ziehst und zurück hältst, kommt das auch desinteressiert und arrogant rüber, oder das Du keinen Kontakt willst. Gehe einfach auf die Leute zu und sprich mit ihnen, denn Du willst Kontakt und Du denkst, sie würden Dich ablehnen und ausgrenzen, was nur deine Einbildung ist, weil dafür & davor müsstest Du erst einmal zu dem Kreis dazugehört haben, was bei dir nicht der Fall ist. Du grenzt dich selber aus, erwartest aber von anderen eine persönliche Einladung.

Du wirst nicht abgelehnt, wenn du die passenden Leute findest, die auf deiner Welle sind, aber sich nur die aussuchen, die einem selber gefallen, das funktioniert nicht.
Es ist besser sich gleich mit passenden Freunden zu umgeben, die auch einen selbst gut tun, am Herzen liegen und mit denen man sich wohlfühlt, sonst hängst Du schnell mit Leuten zusammen, die alle ihre Defizite haben und ihr seit eher der Club der Einsamen, Außenseiter, Vergessenen (Loser); dann verbringst Du deine Zeit, zwar mit Menschen, denen es ähnlich geht wie dir, doch du fühlst dich nicht mit ihnen wohl, vertraust ihnen nicht und ihre Probleme ziehen dich runter. Deshalb suche nach Menschen mit denen Du dich verstehst, die ähnlich ticken wie Du und einfach mit ihnen nur Spaß und Wohlfühlen; und die gibt es für Dich. Du brauchst auch nur bei deiner Bindungsangst und Kontaktscheu 1-3 gute Freundinnen, und keinen Kreis.
 
  • #19
Ich finde es nicht ungewöhnlich, wie Du bist
Ein Mensch der Dich emotional verhungern lässt, spornt Dich an wie es wahrscheinlich immer schon war.
Sich anstrengen damit Deine Mama etc Dich sieht...ohne Anstrengung kennst Du es ggf nicht.
Zumindest war es bei mir so, wenn auch nicht von der Mutter, sondern vom Vater.
Und wer so aufgewachsen ist und länger Single, der bekommt Platzangst, wenn jemand aufeinmal dauernd ganz nah ist.
Unemotionaler Vergleich aber ich habe immer nur Urlaub an der Nordsee/Atlantik etc gemacht, schon als Kind...weite breite Strände, 100m zur nächsten Windmuschel und dann war ich in Nizza...
So viele schwärmen von der Cote d' Azur...und ich bekam die Krise spätestens am Strand....liegen wie Sardinen.
Tolles Wetter, schöne Gebäude und hübsche Menschen aber ich musste da weg

Also such ich niemand der mit mir nur dorthin fahren möchte

Die gibt es und so gibt es auch genug Menschen die weder ablehnend sind, noch 100% Nähe suchen
 
  • #20
Hallo Engel,
Es könnte natürlich sein, dass du das genau so in deiner Kindheit erlebt hast. Wenn deine Mutter phasenweise sehr distanziert war, wirst du als Kind darum gekämpft haben "alles richtig" zu machen, um die Liebe der Mutter zu erlangen. Zurück kam dann aber auch nichts, oder nicht genug.

Die fehlende Kommunikation kennst du womöglich ebenfalls aus deiner Kindheit. Auch das ist distanziertes Verhalten.
Während du direkt bist. Du möchtest ja die Aufmerksamkeit nach der du dich sehnst. Gleichzeitig würdest du diese nicht ertragen.
Ein Zwiespalt.

Diese Aufmerksamkeit suchst du womöglich sogar mit einem direkten/provokanten Verhalten. Weil du dann eine Reaktion bekommst. Und diese negative Reaktion ist für dich womöglich besser, als garkeine.
So bekommst du wenigstens Beachtung.
Hallo und danke für deinen Beitrag!
Da sprichst du etwas sehr Interessantes an!
Tatsächlich gab es Probleme mit der Kommunikation in meiner Kindheit.
Meine Mutter ist jemand, der nicht viel über sich redet, eigene Gefühle und Sorgen für sich behält, auch jetzt wo ich Erwachsen bin erzählt sie ungern etwas von sich, Gefühle zeigt sie wenig.
Ich bin da ganz anders, ich drücke meine Gefühle deutlich aus, gut als Kind konnte ich meine Sorgen noch nicht in Worte fassen, weil ich auch selbst gar nicht wusste, warum ich jetzt mal geweint habe.
Sie hat mit mir glaube gar nicht darüber geredet, wie ich mich gerade fühle, wieso ich weine, was mich beschäftigt.
Sie dachte ich weine um meinen Willen zu bekommen.
Manchmal war das bestimmt so, aber nicht immer.
Meine Mutter hat sich auch nicht so viel mit mir beschäftigt, sie war viel arbeiten.
Ich hab vieles im Kindergarten denke ich gelernt, Kommunikation, Verhaltensweisen, Tischmanieren.
Ich bin in einer recht konservativen Gegend aufgewachsen, wo Regeln und Anpassung wichtig waren.
Ich habe mich aber nicht immer so angepasst, manchmal ja, manchmal nein.
Das hat Nachbarn oft nicht gepasst.
Vielleicht bin ich etwas sonderbar und muss akzeptieren, dass ich zu wenigen Menschen passe, ich mag tatsächlich auch eher tiefgründigere Menschen und Gespräche, tue mich mit oberflächlicheren Aktivitäten und Gesprächen schwer, Feiern ist z.B. gar nicht meins, vorallem, wenn es dort hauptsächlich ums betrinken geht.


Danke auch dir @void
Ja das ist sicherlich so, dass sie oft mit allem überfordert war.
Klar Distanzmenschen triggern die Ablehnung, aber sicherlich ist auch das lange Mobbing in der Schule mitverantwortlich.
Ich war als Kind auch sehr schüchtern, zurückhaltend, konnte nie gut offen auf Menschen zugehen, war immer auch vorsichtig bei allem.
Naja kein Wunder, dass man dann in der Schule zur Zielscheibe werden kann.
Mir fällt auch auf, dass ich tatsächlich bei Distanz versuche besonders lieb zu sein um Wärme zu erlangen oder zurück zu erlangen.
Ja das stimmt schon.

Ich danke auch allen anderen für ihre Beiträge und Anregungen!
 
  • #21
Ich war als Kind auch sehr schüchtern, zurückhaltend, konnte nie gut offen auf Menschen zugehen, war immer auch vorsichtig bei allem.
Naja kein Wunder, dass man dann in der Schule zur Zielscheibe werden kann.
Vielleicht neigst du ein wenig zum Einzelgänger.
Einzelgänger sind nicht in jedem Fall Eremiten, die mit keinem was zu tun haben wollen. Im Gegenteil sind sie harmoniebedürftig, möchten mit den Mitmenschen gut auskommen, können aber aufgrund Ihrer Introvertiertheit eigentlich auch ganz gut allein sein. Und sie merken, dass sie in gewisser Weise "anders" sind, vor allem wenn man es sie spüren lässt. Wenn man von anderen nicht angenommen wird. Gerade in der Schule erlebt man die Ausgrenzung besonders heftig. Und das kann einen Menschen für das ganze Leben prägen.
 
  • #22
Dazu kann ich Dir auch hier nur sagen: Feiere Dich nicht für Deine Direktheit und bedauere nicht, dass die anderen nicht so sind und aber so werden sollten. Dass Du direkt und höflich absagen kannst, ist gut. Aber Du musst auch diese andere Sprache lernen, die nonverbale Ablehnung, sonst fällst Du immer wieder auf die Nase. Es gibt Menschen, die sind eben anders. Und die wollen nicht drüber diskutieren oder es noch laut aussprechen, sondern bevorzugen den Weg "bitte merke von allein, dass ich dich nicht will".
Das hast Du gut beschrieben Frau Void.
Auch ich bin an dem Satz " Ich habe eine direkte Art" kleben geblieben.
Ich mag auch direkte Menschen, Menschen die schnell auf den Punkt kommen.
Aber das ist was völlig anderes, als die Menschen die meinen, jemandem alles völlig ungefiltert vor den Latz knallen zu müssen.
Richtig, sie können nicht wissen warum ihr Gegenüber gerade diese oder jene Aussage getroffen haben.
Solche immer direkte Menschen können mich schon etwas rasend machen. Von manch solcher Menschen fühle ich mich durch ihre immer währende Direktheit sogar belästigt.

Ja solche Menschen "lehne" ich persönlich auch ab.
Ich fühle mich nicht Wohl in ihrer Gegenwart und zeige das dann auch.

Es gibt Menschen die glauben, sie seien durch ihre direkte Art besonders Taff und Selbstbewusst.
Ich finde aber oftmals, dass sie eher Dämmlich und Empathielos sind und hinter ihrer Direktheit sich nur ihre eigenen Schwächen verstecken.
m49
 
  • #23
Ich mag auch direkte Menschen, Menschen die schnell auf den Punkt kommen.
Aber das ist was völlig anderes, als die Menschen die meinen, jemandem alles völlig ungefiltert vor den Latz knallen zu müssen.

Ja solche Menschen "lehne" ich persönlich auch ab.

Es gibt Menschen die glauben, sie seien durch ihre direkte Art besonders Taff und Selbstbewusst.
Ich finde aber oftmals, dass sie eher Dämmlich und Empathielos sind und hinter ihrer Direktheit sich nur ihre eigenen Schwächen verstecken.
m49
Ich denke nicht, dass ich mich deswegen besonders taff fühle oder besonders selbstbewusst rüberkommen will!
Empathie habe ich ebenfalls, meine direkte Art ist mein Wesen, aber mein Wesen ist umfangreich und besteht nicht nur aus einer direkteren Kommunikation.
Ich bin ehrlich und sage oft was ich denke und der andere weiß woran er ist.
Finde ich nicht falsch, ich habe sicherlich nicht das Ziel jemanden zu verletzen.
Ich arbeite aber auch daran diplomatischer zu werden, manche Menschen sind aber auch ziemlich empfindlich.
Man will nicht verletzen!!
Du scherst mit deiner Aussage alle über einen Kamm!
 
  • #24
Es gibt Menschen die glauben, sie seien durch ihre direkte Art besonders Taff und Selbstbewusst.
Ich finde aber oftmals, dass sie eher Dämmlich und Empathielos sind und hinter ihrer Direktheit sich nur ihre eigenen Schwächen verstecken.
Das ist auch irgendwie dasselbe mit "ich bin ehrlich". Schön, aber bitte nur dann, wenn man die Meinung auch hören will. Ungefragt zu allem immer seine Meinung zu äußern, was ein anderer so gut findet, sagt oder entschieden hat, finde ich auch völlig daneben.
Oder wenn die Aussage "ich bin ehrlich" nur noch ein Rettungsversuch ist, sich durch Zugeben der eigenen Schuld gut darzustellen, weil eh schon alle sehen, was da schiefgegangen ist.

Ich war als Kind auch sehr schüchtern, zurückhaltend, konnte nie gut offen auf Menschen zugehen, war immer auch vorsichtig bei allem.
Vielleicht werden andere Leute dann auch vorsichtig. Das kann sogar Sensibilität sein von anderen, dass sie respektieren, dass Du in Deinem Schneckenhäuschen bleiben willst. Oder sie sind misstrauisch, weil Du misstrauisch bist.
Ich will nun bestimmt nicht sagen, dass es an Dir läge, schon gar nicht das blöde Mobbing. Ich meine, wenn Du heutzutage irgendwohin kommst und Dich nicht alle gleich mit offenen Armen empfangen und Dir ein sicheres Gefühl geben, dass Du sehr willkommen bist. Das kann daran liegen, dass sie Deine zurückhaltende Art nicht einordnen können.
Hinzu kommt auch, dass andere auch unsicher sein können. Wenn man selbst irgendein Problem hat und die Erfahrung gemacht hat, sich deswegen ausgegrenzt gefühlt zu haben, dann denkt man mitunter unbewusst, dass alle anderen dahingehend kein Problem haben. Das ist keineswegs so.
 
  • #25
Lieber Engel, habe den Thread jetzt erst gelesen, schalte mich auch noch ein.
Ich habe irgendwann ehrlich gesagt die Suche nach neuen Kontakten aufgegeben, da ich einfach keine weiteren Enttäuschungen mehr erleben wollte.
Zumindest in erster Linie zu Frauen, die haben damals echt Spuren in meiner Seele hinterlassen.
Wenn Du heute neue Leute kennen lernst, strahlst Du das aus. Du nimmst Dich ängstlich zurück, und die Menschen bemerken es unbewusst und werten das deinerseits als Desinteresse, da sie ja Deine Vergangenheit nicht kennen. Es ist wie der Hund, der immer seinen eigenen Schwanz jagen muss, das eine bedingt das andere, auch wenn Du es nicht möchtest.
Ich rate nicht immer pauschal zur Therapie, aber Dir rate ich dazu, denn bei Dir sieht es nach Erfolg aus. Du kannst das schaffen, viele Dinge für Dich aufdröseln, neue Strategien lernen- und Deinen Schmerz loslassen und freier werden. Und Du wirst Freude finden, ich bin sicher.
Ich denke aber, durch den Schmerz wirst Du einmal noch hindurchmüssen, aber nicht allein.
Auch den Post von @Andere Frau fand ich für diese Situation sehr aufschlussreich, ich hätte Dir gleiches geschrieben, brauchte ich aber nicht, sie hat mir die Worte aus den "Tasten" genommen. :)

Das Problem mit den Männern ist, ich mag die liebevollen Männer, aber ich kann dauerhaft die Nähe nicht ertragen und bei den distanzierten suche ich verzweifelt die Nähe.
Du bist in der Kinderzeit, als Du in Deinem Bedürfnis nach Nähe am abhängigsten warst, nicht sicher getragen worden, daher kannst Du die Nähe nicht aushalten. Es katapultiert Dich in Deine Kindersituation. Für ein Kind bedeutet es quasi eine Todesgefahr, wenn es in seinem Bedürfnis nach Nähe nicht sicher angenommen wird. Das läuft aber gerade bei Mädchen oft im Stillen und unsichtbar ab. Du landest gefühlt als Erwachsene wieder in dieser bedrohlichen Situation. Das kann man aber aufarbeiten und frei und glücklich werden. Such Dir gute Hilfe Engel, bei Dir lohnt es sich. Alles Liebe.
w45
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #26
Danke nochmal an alle, ich denke ich werde einfach damit leben müssen.
Vielleicht kann ich mit den meisten Frauen nichts anfangen und sie mit mir nicht.
Lästern, Diskussionen über Beziehungskisten etc. sind nicht meins.
Ich bin ehrlich, ich unterhalte mich auch gar nicht so gerne über für mich Belangloses und über andere reden ist nicht meins.
Ich mag wie gesagt auch keine Gruppentreffen noch feiern.
Ich bin eher die, die sich mit einer Person trifft und austauscht.
Mit Männern kann ich besser reden.
Aber den für mich richtigen Mann habe ich einfach noch nicht getroffen!

Mögen hier alle sofern sie wollen den richtigen Partner/die richtige Partnerin irgendwann finden!
 
  • #27
Lästern, Diskussionen über Beziehungskisten etc. sind nicht meins.
Ich bin ehrlich, ich unterhalte mich auch gar nicht so gerne über für mich Belangloses und über andere reden ist nicht meins.
Ich mag wie gesagt auch keine Gruppentreffen noch feiern.
Ich bin eher die, die sich mit einer Person trifft und austauscht.
Mit Männern kann ich besser reden.
Du stellst es schon wieder so da, als würden fast alle Frauen nur lästern und über Belangloses reden. Das ist einfach nicht wahr. Es gibt genauso viele oberflächliche Männer, mit denen man sich nicht tiefergehend unterhalten kann, auch wenn die nicht so oft lästern. Diese Gedanken wirst du ausstrahlen, so eine Art Überheblichkeit oder Desinteresse gegenüber anderen Frauen, nehm ich mal an. Kannte ich beim Studium auch eine, die nur männliche Freunde hatte, weil sie sich mit Männern besser verstand. Dabei hatten alle Männer und Frauen bei uns ähnliche Interessen und daher auch ähnliche Gespräche. Sie wurde aber von den Männern eben immer ein bisschen angehimmelt, und ich denke, das war das, was sie eigentlich genoss. Ich will dir nichts unterstellen, aber diese Einstellung zu "Frauen lästern immer nur und sind uninteressant", das finde ich ziemlich negativ.
 
  • #28
(...)
Meine Mutter war alleinerziehend und ziemlich überfordert, Ablehnung und Nähe wechselten sich ab.(....) Ich fühle mich zu liebevollen Männern zeitweise hingezogen, kann aber nicht zu viel Nähe ertragen (...) Auf der anderen Seite bin ich zeitweise manchmal super abhängig von Männern, (...) wo ich gebe und nichts zurück kommt. Irgendwie ertrage ich beide Arten von Männern nicht, obwohl ich mich sehr nach Liebe sehne. (...)
Ich wurde früher in der Schule öfter mal von Frauen gemobbt und ausgeschlossen.
(...)
Liebe Engel125,
ich kann dich gut verstehen und die zitierten Punkte treffen auf mich auch so zu. Die Kindheit prägt uns für das ganze Leben. Beschäftigt man sich mal eingehender damit, erkennt man die Muster, die du ja bei dir auch schon festgestellt hast.
Ich habe in der Familie seit früher Kindheit psychische Gewalt und Verletzungen erlebt. Nun, als Erwachsene, kämpfe ich bis zur Erschöpfung um Anerkennung, v.a. von Männern und im Job, da ich das Gefühl habe, nie gut genug zu sein. Ich war ebenfalls ein sehr schüchternes (Scheidungs-)kind und wurde in der Schule- ausschließlich von Mädchen- gemobbt, geschlagen und bespuckt. Über Jahre. Seitdem habe ich auch etwas Probleme, Frauen zu vertrauen.
Heute kann ich alles etwas distanzierter sehen. Ich habe liebe Freundinnen und Freunde, über die ich wieder gelernt habe, anderen mehr zu vertrauen.
Ich schaffe es besser, mich von "bindungsunwilligen Problemmännern" fernzuhalten. Aber mich auf eine richtige Beziehung mit einem liebevollen Mann einzulassen, schaffe ich auch nicht. Ich bekomme an einem bestimmten Punkt Panik und Fluchtgedanken. Daher bleibe ich Single, weil ich auch niemanden verletzen will. Es ist schlimm genug, wenn in einem selbst so viel kaputt ist.
Ich habe schon eine Therapie hinter mir, mit der ich o.g. Erlebnisse gut aufarbeiten konnte. Das hat mir sehr geholfen, mich besser kennenzulernen und wieder gut klarzukommen. Oft habe ich mich gefragt, warum ich das nicht früher gemacht habe, da es sehr schnell Linderung bringt.
Ich möchte im zweiten Schritt auch noch einmal das Beziehungsthema angehen.
Du wirkst auf mich sehr reflektiert und ich denke, bei vielen Punkten bist du schon auf dem richtigen Weg. Das sind gute Voraussetzungen, um aus Gesprächen mit Therapeuten Nutzen ziehen zu können, denn du bist ja zur Veränderung bereit.
Ich kann dich daher nur ermutigen, es mal mit einem/r Therapeuten/in zu versuchen und wünsche dir ganz viel Erfolg dabei!

LG
 
  • #29
Du stellst es schon wieder so da, als würden fast alle Frauen nur lästern und über Belangloses reden. Das ist einfach nicht wahr. Es gibt genauso viele oberflächliche Männer, mit denen man sich nicht tiefergehend unterhalten kann, auch wenn die nicht so oft lästern. Diese Gedanken wirst du ausstrahlen, so eine Art Überheblichkeit oder Desinteresse gegenüber anderen Frauen, nehm ich mal an.
Danke @mokuyobi , das könnte ein Punkt sein für die FS noch mal hinzusehen. Eventuell für sich beschlossen zu haben: Ich will Euch Frauen ja gar nicht! Ich bin anders.... Das strahlt sie dann gegebenenfalls aus. Damit ziehen sich die anderen zurück und das wiederum sieht die FS, und fühlt sich bestätigt. Es gibt wirklich eine Menge netter Frauen, die keine Lästerschwestern sind, sondern wirklich Schwestern im Leben sein können, das Vertrauen dafür muss man in sich selbst finden.
Die Welt zeigt sich uns oft, wie wir sie uns erdenken.....
Ich habe schon eine Therapie hinter mir, mit der ich o.g. Erlebnisse gut aufarbeiten konnte. Das hat mir sehr geholfen, mich besser kennenzulernen und wieder gut klarzukommen. Oft habe ich mich gefragt, warum ich das nicht früher gemacht habe, da es sehr schnell Linderung bringt.
Du hast Dich getraut, Dich Deinen unglücklichen Erfahrungen zu stellen, das ist kein Spaziergang, aber den Lohn dafür hast Du Dir mit Deinem Mut und Deinem Eintreten für Dich selbst erarbeitet. Wünsche Dir weiterhin Glück auf Deinem Weg.
w45
 
  • #30
Deine letzte Antwort verstehe ich so, dass Du erstmal genug diskutiert hast. Lass es sacken, es waren ja einige Punkte, über die man erstmal reflektieren könnte, hier geschrieben worden.

Aber noch mal zu Frauen. Du kennst vielleicht viele Frauen, die lästern und über Beziehungskram reden. Aber nicht daraus eine ALLGEMEINE Sicht auf Frauen machen.

Frauen, die besser mit Männern können, kenne ich nur unter zwei Kategorien. Entweder sie waren unsexy Kumpelfrauen, oder sie waren Frauen, die Aufmerksamkeit wollten von jedem Mann und jede Frau als Konkurrentin sahen.
Die ersten bekommen nie den Mann, in den sie sich verlieben, weil sie sich nicht in das Pendant, den unsexy Kumpelmann verlieben, sondern den, der auf die verführerische Tour steht, auf Frauen, die sich auch als Frau fühlen und nicht versuchen, "cool wie ein Mann" rüberzukommen (es ist auch eine misogyne Ansicht, die angeblich männliche Eigenschaften zu erkennen meint wie Rationalität, Geradlinigkeit, Tatkraft usw. und sie aufwertet, während Frauen als "Tussis" mit langweiligen "Nagellackthemen" gesehen werden).
Die letzteren kriegen jeden Mann, den sie wollen, weil sie das Spiel perfekt beherrschen, sich beschützen zu lassen, Männer zum Komplimentemachen herauszufordern, ungefährlich für Männer auszusehen, was Konkurrenzthemen angeht usw..
Das sind meine Erfahrungen. Vielleicht trifft nichts zu auf Dich, vielleicht hast Du wirklich nur die falschen Frauen um Dich rum, die lästern und über "süße prominente Typen" quatschen.
Das wäre blöd, dann könntest Du aber in Vereine oder Clubs gehen, wo Du Gleichgesinnte triffst, z.B. politische Debattierclubs oder sowas. Wenn Du das hier überwindest:

Ich mag wie gesagt auch keine Gruppentreffen noch feiern.
Daran würde ich arbeiten. Ungesellig sein ist kein Vorteil, auch wenn man nicht jeden Monat zu ner Party gehen muss.
Ich halte das für eine Folge Deiner Ängste und denke, dass Du Dir damit was verbauen könntest.

Wenn es Kollegen sind, sehe ich eher keine Probleme, außer, es gibt Getuschel. Aber privat kann es sein, dass Du irgendwann keinen Mann mehr finden wirst, mit dem Du noch reden kannst. Denn die Frauen Deiner Bekannten könnten und würden unterstellen, dass Du Dich ranmachen willst an den Mann. Oder sie sind einfach so eifersüchtig und wollen nicht, dass ihr Mann, der mit ihnen nicht so gut redet, woanders Interessen entwickelt. Oder die Männer reden von sich aus nicht mit Dir, weil sie Machos sind und denken, sie reden lieber mit "richtigen" Gesprächspartnern, oder weil sie keinen Stress mit ihrer Partnerin wollen, oder weil sie denken, es passe themenmäßig eh nicht. Dann sitzt Du zwischen Frauen mit Kindern, die sich austauschen, während die Männer über Hausbau reden.