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Was treibt gewalttätige Frauen?

Im näheren Bekanntenkreis wurde ich durch Zufall unfreiwilliger Zeuge eines körperlichen Übergriffs einer Frau gegen ihren Freund. Ich kenne beide, für sich freundliche Menschen, "Sie" scheint seit einiger Zeit ein Alkoholproblem zu haben (wohl arbeitsbedingt). Beide Akademiker. Er lässt (ließ) es über sich ergehen, blieb freundlich, sprach beruhigend auf sie ein, was offensichtlich ihre Wut steigerte. Der Anlass schien mir zu sein, dass sie im Beruf eine Idee hatte, die nun von einem Kollegen als die seine ausgegeben wird, ihr Partner vorschlug (er ist Arzt), sich juristischen Rat eines zu holen, da er keinen anderen Vorschlag hatte, sich erfolgversprechend gegen den Ideenklau zu wehren. Ich habe etwas noch nie erlebt, dass ein Mensch dermaßen ausrastet und sich in seiner Wut gegen einen Dritten an seinem (in dem Fall ihrem) Partner auslässt.
 
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Oh, für die Dame scheint die Arbeit ja einen enormen Stellenwert zu haben?

Hat sie allerdings ja allgemein und da bleiben Ellenbogenkämpfe auf dem Weg nach oben nicht aus. So ist unsere Arbeitswelt nun einmal. Das Schmücken mit fremden Federn ist gang und gäbe.

Der Freund Arzt? = Am Hungertuch werden die beiden also nicht gerade leiden müssen?

Ich schlage vor, die Dame besinnt sich darauf, dass es neben der Arbeit noch etwas anderes gibt. Ein angemessenes und schönes Verhältnis zu ihrem Freund z. B.. Dann könnte sie ihren Job evtl. etwas gelassener sehen und auch von der Flasche lassen.
 
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Gewalttätige Frauen treibt das selbe wie Männer: sie müssen ihre Aggressionen ausleben, ihnen Luft verschaffen und sei es durch Gewalt. Dein Beispiel verdeutlicht, dass Frauen "VON NATUR AUS" eben keine friedfertigen Geschöpfe sind! Einzig Erziehung und sozialisationsbedingte gesellschaftliche Normen führen dazu, dass die meisten Frauen ihre aggressiven Triebe in der Regel besser unter Kontrolle haben als Männer. Gewalttätige Frauen sind ein viel selteneres Phänomen, als gewalttätige Männer. Gewalt ist auch nicht auf die unteren sozialen Schichten begrenzt, sie äussert sich in den Bildungsschichten nur etwas anders.

Dieser individuellen Frau mangelt es in erster Linie an Selbstbeherrschung! Sie fühlte sich durch die ruhige überlegene Art ihres Freundes provoziert, nicht ernstgenommen mit ihrem Problem, vielleicht hat er den Sachverhalt auch abgewiegelt und banalisiert. Sie fühlte sich unverstanden, im Stich gelassen, dies mag wohl zu ihrem Ausbruch geführt haben. Sie hat emotional und nicht rational reagiert. Wird Frauen nicht stets dieses Verhalten unterstellt? In diesem Fall sind eben die gesellschaftlich unerwünschten negativen Emotionen mit ihr durchgegangen!

#1 Für einen Mann nimmt der Beruf einen hohen Stellenwert im Leben ein - je besser die Qualifikation, desto höher dürfte dieser Stellenwert ausfallen. Weshalb sollte dieser Stellenwert bei einer Frau geringer sein, zumal diese o. g. Frau scheinbar einen äusserst anspruchsvollen Beruf ausübt?
 
Was ist denn das für eine merkwürdige Geschichte? Ihr Kollege klaut ihr eine Idee, ihr Partner schlägt ihr vor, zum Anwalt zu gehen, und sie verprügelt ihren Partner dafür? Hab ich das richtig verstanden?

Nee, sorry, das glaube ich so nicht. Das ist entweder komplett ausgedacht oder es gibt da noch mehr Details, die zu dem Übergriff geführt haben. Und außerdem: Wie genau sah denn die Gewalt aus? Wenn Frauen überhaupt mal handgreiflich werden, dann handelt es sich doch nur um Backpfeifen und dergleichen. Und dabei steht weniger der körperliche Schmerz im Vordergrund als vielmehr die Erniedrigung.

In diversen Politsendungen habe ich in den letzten Jahren ab und zu mal gesehen, wie sich jugendliche Mädchen regelrecht zu Banden organisieren und dann gezielt handgreiflich gegen andere Frauen vorgehen. Das ist natürlich ziemlich bedenklich, aber dass man sich großartig Sorgen machen müsste, dass einzelne Frauen in Partnerschaften oder sonstwo generell immer öfter gewalttätig werden, sehe ich eigentlich nicht. Dazu sind Männer zu sehr körperlich überlegen.
 
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@1
In welchem Jahrhundert lebst du denn? Wenn eine Frau eine Frau Stress im Beruf hat (noch dazu durch so eine Unkollegialität) dann soll sie doch lieber wieder Hausfrau spielen.

Hast du schon einmal etwas davon gehört, dass ein frustriertes, langweiliges Hausfrauendasein mehr Frauen zur Flasche greifen lässt als beruflicher Stress?

Ich finde Gewalttätigkeit immer schlimm, egal ob bei Frau oder Mann. Da sollte man keine Unterschiede machen. Die Frau braucht, genauso wie gewalttätige Männer, eine professionelle Hilfe, die ihr hilft, ihren Frust in angemessene Bahnen zu lenken.
 
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@#3
ich bin nicht die FS.
So ein Fall ist mir auch bekannt, es gibt auch erfolgreiche, extrem hysterisch-aggressive Frauen. In meinem weiten Kollegenkreis gibt es eine habilitierte Kollegin, die schon mehrfach bei Stress im Job auf Situationen, in denen es nicht so gelaufen ist, wie sie sich das vorgestellt hat, mit körperlichen Attacken auf Mitarbeiter reagiert hat. Einer davon ist ihr Mann, dem sie als Oberärztin überstellt ist. Sie bekommt das nicht in den Griff, klasse Medizinerin, aber ...
Ich weiß nicht, wie es in anderen Branchen ist, aber in der Medizin, besonders in der forschungslastigen Hochleistungsmedizin geht es auf dem Weg nach ganz oben in einigen Fachrichtungen zu wie im Guerillakrieg, und dazu den täglichem Leistungs- und Versagensstress in der Patientenversorgung. Gewalttätigkeiten sind da natürlich die absolute Ausnahme, ich kenne auch nur diesen Fall.

Aber unabhängig von der Branche, je nach Frustrationstoleranz und aus der Hilflosigkeit heraus, trittst Du irgendwann, wenn Du trotz großem Ehrgeiz und sehr vielen, jahrelang erbrachten Opfern dem Psychostress nicht gewachsen bist, obwohl Du vielleicht fachlich brilliant bist, gegen alles und jeden, der sich Dir zusätzlich in den Weg stellt oder Dich versucht auszbremsen. Das ist natürlich große Hilflosigkeit, nicht Überlegenheit.

Menschen sind nicht anders als die meisten Rudeltiere.
Dräng mal einen unsouveränen, angstagressiven, großen, kräftigen Hund in seinem Zwinger in eine Ecke. Obwohl Du ihn vielleicht streicheln oder füttern möchtest, passiert genau das gleiche. Wenn der Psychostress zu groß wird und Dein Verhalten falsch verstanden wird, geht er auf Dich los, ob Freund oder Feind.

Solche "Patienten" brauchen Hilfe.
 
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Es ist kein Einzelfall. In Deutschland gibt es vielmehr männliche Opfer wie man denkt. Doch leider werden diese nicht so wahr genommen. Diese Männer schämen sich viel mehr wie Frauen und es ist ein Tabu Thema-leider.
Versuche deinem Freund zu helfen, wer weiß, vielleicht war es nicht das Erste Mal. Und ob er Arzt ist oder nicht gewalt ist überall vertreten, in jeder Schicht.
 
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Noch eine kleine Ergänzung: Frauen sind nicht wie Männer, sie wollen keine Lösungsvorschläge, sie brauchen in dem Moment emotionale Wärme. Also bedudeln , bedudeln, bedudeln.........
 
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Offensichtlich ist bei deiner Bekannten eine Sicherung durchgebrannt... der Alkohol hat sicher dazu beigetragen. Aber darunter dürften noch verschiedene Gefühle brodeln: Stress, Frust, das Gefühl, ausgenutzt und ungerecht behandelt worden zu sein, Machtlosigkeit, Hilflosigkeit...
Die Folge: eine Menge Wut und Aggression und wenn dann die Sicherung, nämlich die Impulskontrolle nicht mehr stark genug ist, dann kommt es leicht zu so einem Gewaltausbruch. Ich denke, da ist es dringend notwendig professionelle Hilfe zu suchen. Schließlich hängt auch die Partnerschaft sicher am seidenen Faden, denn wenn der Partner oder die Partnerin mir gegenüber aggressiv wird, dann muss definitv etwas geschehen. Wenn ich die Situation des Partners nachvollziehen kann, wenn der Partner in einer schweren Krisensituation ausgerastet ist, erkennt, dass er da die Kontrolle verloren hat und die dringend wieder gewinnen muss - dann würde ich eine zweite Chance geben und dabei helfen und unterstützen so gut ich kann. Wenn der Partner mir gegenüber jedoch gewalttätig geworden ist, aber keine Reue zeigt, nicht versucht, seine Impulse wieder zu kontrollieren, dann hieße das für mich ganz klar Trennung
 
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@#6
Ich sehe es fast genau so, aber ....
Wenn dieser Mann es mit sich machen lässt, in der Öffentlichkeit, hat er für mich kein Rückgrat!
So eine dominante, agressive Person (ob Mann oder Frau) schicke ich in die Wüste!
w-46
 
Die interessantere Frage ist doch eher: Warum tut sich ein betroffener Mann das an? Komplette Selbstaufgabe zugunsten des Partners.
Ansonsten schließe ich mich dem exquisit analysierten Beitrag #5 an. Bei Männern nennt man das cholerisch.
 
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Tja, was treibt "Menschen" dazu, gewalttätig zu werden.. ich denke, die Ursachen werden bei Frauen und Männern nicht so unähnlich sein. Nur dass Frauen durch Erziehung und Rollenverhalten ihre gewalttätige Seite seltener ausleben.
Ich weiss nur eins, meine Partnerin müsste in solch einem Fall mit erheblicher Gegenwehr rechnen und würde es sich beim nächsten mal überlegen...
 
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@9 v.6 Ja, eine Trennung wäre optimal. Jedoch sind diese "Opfer" oftmals so verunsichert, dass sie sich nicht trennen können. Den meisten wird eingeredet, dass sie schuld seien oder das es nie wieder passieren wird. Es ist dann schwer sich zu trennen. Je nachdem wie oft es schon passiert ist, glauben sie es. Ich war selber Opfer oder eher gesagt, ich habe mich zum Opfer machen lassen. w
 
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Ich würde sagen in deinem Fall, haben die beiden bestimmt ein ganz anderes Problem.
Also ich bin immer sehr agressiv, oder vielleicht eher gereizt wenn ich lange kein sex habe. Vielleicht ist bei denen auch so etwas der Grund.
 
@#5: Solche Verhaltensweisen wie bei der Ärztin mögen unter Männern ja vielleicht vorkommen, aber für Frauen halte ich das für absolut untypisch. Frauen bekämpfen sich untereinander und Männer eigentlich nur dadurch, dass sie den "Feind" hinter seinem Rücken bei Kollegen schlechtmachen oder bei Vorgesetzten schlecht aussehen lassen. Frauen scheuen fast immer den offenen Konflikt.

Im Grunde ist das ja auch hochgradig gefährlich, wenn Frauen anfangen, Gewalt körperlich gegen Männer auszuüben. Wenn man selbst angegriffen wird, dann gilt das Prinzip "Frauen schlägt man grundsätzlich nicht" nicht mehr. Die Ärztin hat wohl eine Menge Glück gehabt bislang.
 
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@ Thomas
In welcher Realität lebst du denn? Frauen sind von Natur aus keine friedfertigen, "schwachen" Geschöpfe. Friedfertigkeit bei Frauen ist ein anerzogenes Luxusgut, was jederzeit über Bord geworfen werden kann. Weibliche Schlägerbanden sollte man nicht unterschätzen.
 
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