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Darf ich dich, interessehalber fragen was genau deine Definition unter „etwas nennenswertes geleistet haben“ ?
Gerne, das darfst du:
Zu einer Bank oder sonstwohin zu gehen, sich Geld zu leihen, für etwas (egal was), was man sich sonst gar nicht leisten könnte (diese Summe ist mit 26 einfach durch ehrliche Arbeit gar nicht möglich, und ohne Ehepartner erst recht nicht), ist halt einfach keine Leistung. Man lebt auf Pump, ob du dir das Geld bei Privatleuten oder beim Kreditinstitut besorgst, ist erstmal irrelevant. Es ist Geld, was du nicht hast. Daraus will ich dir keinen Vorwurf machen, unsere ganze Wirtschaft funktioniert so, auch ich war schon mehrere Male im Leben froh, dass es den Ratenkauf gibt. Aber es ist eben keine Leistung. Nach Geld fragen kann jeder.
Auch ein Baby kriegen kann jeder, der weiß, was man dafür machen muss (es sei denn man ist krank oder so). Auch dafür muss man sich selbst nicht auf die Schulter klopfen und sich über andere stellen. Überall die Jüngste zu sein (im Baugebiet, im Geburtsvorbereitungskurs😂🤷‍♀️) ist doch an sich noch kein Verdienst.
Wenn du mal 40 oder 50 bist, auf dein bisheriges Leben zurückschaust und guckst, dass du Kinder vernünftig großgezogen hast, im Beruf vorangekommen bist, dich nützlich in die Gesellschaft eingebracht hast, ein gewisses Standing im Leben hast, das Haus abbezahlt ist, du eventuell sogar deine Mutter gepflegt hast, deine Ehe noch ganz Okay läuft, dann, ja dann kannst du mal über deine Lebensleistung nachdenken und wenn alles gut ist, dir auf die Schulter klopfen. Und dann bist du eventuell auch in der Position, über andere zu urteilen, wie sie ihr Leben führen. Dann hast du deine Erfahrungen im Leben gemacht und kannst vielleicht andere auch besser verstehen. Mit Mitte 20 denkt man immer, man sei schon soo erwachsen und erfahren, und unterschätzt, wie lang die nächsten 20 Jahre sind und was in denen alles passieren kann. Dann hast du vielleicht auch ein wenig Weitsicht und Differenzierungsvermögen gewonnen, um zu sehen, dass du - obwohl du eventuell sehr eng mit der Mutter verbunden bist - doch gar nicht alle Hintergründe kennst, und dich einfach über Dinge aufregst, die dich Punkt 1 gar nichts angehen, an denen du Punkt 2 gar nichts ändern kannst und Punkt 3 getan hast was du konntest. Lass den Typen seinen Stiefel durchziehen, deine Mutter muss mit dem klarkommen. Und wenn sie nix macht, dann so what? Dann ist es so. Komm damit klar.

Entspann dich und kümmer dich nur um dich. Ob du dich für einen konservativen oder hedonistischen Lebensstil entschlossen hast, spielt dabei eigentlich keine Rolle. Es ist deine Sache, ob du mit Mitte 20 verheiratet sein möchtest und mit Baby ein Eigenheim bauen willst. Sowas ist nicht zu verurteilen oder überhaupt zu bewerten. Ich finde aber, du solltest dich um dich und deine Angelegenheiten kümmern und deine Mutter ihrem eigenen Kram überlassen.
 
  • #62
Auch dafür muss man sich selbst nicht auf die Schulter klopfen und sich über andere stellen
Mag sein, dass Mr. 🧽 ein paar Jahre gearbeitet hat, zwei Söhne großgezogen hat, ist alles schön und gut, das möchte ich nicht mies reden, allerdings ist er meiner Meinung nach kein guter Mensch.

Man lernt immer dazu, egal wie alt man ist, scheinbar hat er genauso wie er ist, gelernt am besten durchs Leben zu kommen... (parasitär)

Letztendlich muss meine Mutter mit ihm zurechtkommen.

Ich bin froh meinen Mann an meiner Seite zu haben, er ist ein herzensguter Mensch, würde mich niemals ausnutzen, steht immer hinter mir, jetzt wo es nicht so gut um meine Gesundheit gestellt ist und auch vorher und andersrum wäre es genauso.

Man kann nicht immer davon ausgehen ein gewisses Alter zu erreichen, es können unvorhergesehen Dinge passieren (Unfälle, Krankheit) und deshalb, bin ich der Meinung, sollte man nicht nur darauf warten 50 zu sein und zurückblicken, deshalb finde ich, sollte man ganz bewusst im hier und jetzt leben (alles aufsaugen was geht, so leben wie man möchte, glücklich sein) es gibt viel zu viele schlechte Menschen, aber es gibt auch ein paar gute.
Ein Beispiel: ich war tanken und sah einen älteren Mann in der Tankstelle (bei Glätte hingefallen) meinst du irgendwer hat mehr als den Notruf gesetzt? Nein! Alle (5 Leute) standen um ihn herum, haben ihn sogar gehen lassen (er nimmt Blutverdünner)
Ich bin sofort zu ihm hin (er stand unter Schock) habe den Verbandskasten aus dem Auto geholt und erste Hilfe geleistet, danach habe ich mich um seine völlig aufgelöste, verwirrte Frau gekümmert. Der Sanitäter sagte mir: Platzwunde und Gehirnerschütterung.
Ich kann es nicht verstehen wie so viele Menschen nichts machen!
NEIN! Dafür möchte ich keinen Orden, Lob etc. das ist eine Selbstverständlichkeit, keine gute Tat! So hat man einfach zu handeln!
Es gibt mehrer solcher Erlebnisse in meinem Leben, ich scheine Unglück magisch anzuziehen.

Ein Kumpel ist mit Anfang 20 tödlich verunglückt, er hat nicht die Chance auf ein langes Leben zurück zu blicken, doch hatte er die Chance glücklich zu sein, mit sich im reinen zu sein und das war er!
Man muss stets dankbar sein, dafür das man lebt, für das was man hat, was man gerade erreicht hat, es können auch nur kleine Ziele/Augenblicke/ Erinnerungen sein.
Weißt du? Es ist mir eigentlich völlig egal was andere über mich denken, fachsimpeln was ich im Leben erreicht habe oder nicht. Es zählt nur eins und das ist, dass du glücklich sein musst mit dir, mit dem was du tust. Man darf natürlich stolz auf sich sein, wenn man bestimmte Ziele erreicht hat, aber das Leben besteht nicht nur aus langfristigen Zielen.
Mein Sohn hat mein Leben verändert, er ist für mich das beste und größte Geschenk meines Leben und ich könnte vor stolz platzen.❤ Ich lebe für ihn, für meinen Mann und für mich, nicht für andere und wenn ich morgen nicht mehr da bin, habe ich gelebt!