• #31
So ein langer Text von einem Mann und ich denke nur trennen!
Grund dafür ist wirklich die enorme Detailverliebtheit. Ein Mann der seine Frau noch irgendwie mag und verzweifelt weil sie sich gehen lässt, hätte geschrieben:
Sie hat sich mehr als verdoppelt und ist mit 130kg schon im gefährlichen Bereich.
Sie pflegt ihren Körper nicht und liegt nur noch rum. Ich bin sportlich und achte auf mich...
Hätte es auch getan und da würde noch die Chance zu sehen sein, dass mit Hilfe ein Paar auch ein Paar bleibt.
Die Wortwahl und eine Beschreibung nahe an: der Schöne und das Biest, drückt aber schon Verachtung aus.
Auch bei mir drängte sich so sofort der Gedanke auf: sie wählt noch die Kuchengabel, denkt aber ans Messer.
Ich sehe keinen positiven Raum für Ratschläge.
Trennt euch, denn die Zuneigung ist weg. Sie muss sicher erstenmal etwas für ihre Seele tun, dann wenn sie sich wieder mag wird sich wahrscheinlich etwas ändern.
Ich kann verstehen, dass Du keine Partnerin möchtest, die sich derart gehen lässt.
Solange Du Dich aber selbst für Dorian Gray hälst, wird Deine Aussenwirkung nie schön sein.
Ein gutes Produkt braucht nicht viel Werbetext.
 
P

Papillon

Gast
  • #32
...alten, folglich unattraktiven und kaltherzigen Frau, die im Forum durch teils menschenverachtende Beiträge auffällt, eine Beziehung zu führen?
Aha, alt heißt jetzt automatisch unattraktiv? Spasseshalber mal jetzt übertragen auf den FS...? So wie du siehst, hat es Nichts mit der Realität zu tun. In meinen Beobachtungen gibt es genügend Menschen schon mit 18 Jahren, welche ziemlich unattraktiv sind und genauso umgekehrt. Du kennst Vikky nicht selber auch kaltherzig finde ich Vikky nicht. Sie ist direkt und bei dieser Frage hat sie Dinge angesprochen, worüber der FS wirklich nachdenken sollte. Vier Kinder sind nicht ohne für beide Partner, besonders der Körper einer Frau leidet da schon. Für den FS, waren die Kinder auch ein Höhepunkt in der Ehe, oder?
Seine Frau kann sich vielleicht auch selber nicht mehr leiden und hat sich aufgegeben. Ich denke da ist viel Psychologie im Spiel, mit ein Ausflug ins Spa / Wellnesshotel wird das Nichts, da schämt sie sich sicher nochmehr.
Bei 25 Jahren gemeinsamer Ehe kann man nicht so einfach vergessen. Das wird auch dem FS früher oder später bewusst werden. Es ist oft so, dass was man hat weiß man irgendwann nicht mehr zu schätzen.Einbisschen MLC unterstelle ich auch ihn. Von Liebe lese ich von seiner Seite wenig. Sonst wären da Sätze gefallen, wie kann ich ihr helfen? Ich denke, der FS sollte unbedingt mit seiner Frau Klartext reden. Das wäre der erste Schritt. Vielleicht finden Sie noch einen gemeinsamen Weg, aber wenn keine Gefühle nicht mehr füreinander existieren, dann fehlt die Basis.
 
  • #33
Wenn sich jmd auf > 100kg anfrisst hat dies etwas mit Disziplinlosigkeit zu tun.

Grusel....oh nein!
Die Ehefrau des Threaderstellers ist morbid adipös mit einem BMI von 45. Und eigentlich zeigt selbst der kurze Thread schon, woher das mit einiger Sicherheit kommen könnte. Sie hat ihren "Job" immer "brav", wie der Ehemann schreibt, gemacht. Sie war nämlich alles andere als "disziplinlos", lieber gast_m. Bitte verifiziere mal 4 Kinder, darunter ein Zwillingspaar, einen sechs-Personen-Haushalt mit allem Drum und Dran - das ist mehr als ein Vollzeitjob. Es hat sie "aufgefressen" und nun isst sie dagegen an. Eine starke Adipositas ist eine Ess-Störung, eine schwerwiegende Suchtkrankheit, der fast immer eine Depression zugrunde liegt.

So leicht kriegt er sie mit dezenten oder weniger dezenten "Hinweisen" und Wellness-Geschenken da nicht raus. Aber wenn sie nichts tut, wird ihr ihre Gesundheit das massive Übergewicht bald sehr übelnehmen. Und dann verfällt sie erst recht.

Dieser Thread ist ein Jammer. Wie kann es passieren, dass da zwei mehr als 25 Jahre nebeneinander her leben und die eine sich zu Tode frisst, während der andere, über sich erfreut, in den Spiegel schaut und unendlich mit sich zufrieden ist und meint, er hätte nun eine attraktivere Frau verdient?
 
  • #34
Ich sehe sehr viele dicke und adipöse Frauen wo ich mir denke: Um Gottes Willen, wie können die sich nur so gehenlassen....!???

Kinder und Unglücklichsein in der Ehe sind auch kein Grund sich auf 130! kg bei 169cm hochzufressen.

Ich habe auch drei Kinder geboren und zwei leben noch bei mir und war viele Jahre zuhause. Aber niemals hätte ich nur einen Tag lang nicht auf mich geachtet. Trage immer noch Größe 32 mit 47 kg bei 162cm.
Es gibt viele Menschen, die einfach nur unbeherrscht sind oder sich falsch ernähren plus null Bewegung. Aber wenn jemand auf Grund tiefer liegender Probleme eine Ess-Sucht entwickelt, dann ist das eine Sucht-Erkrankung, die derjenige oft allein nicht mehr in den Griff bekommt. Das normale Sättigungsgefühl ist dann auch weg. - Bei Mager-Süchtigen ist es genauso, nur in entgegen gesetzter Richtung. Niemand käme auf die Idee, dass es hilft, einer Magersüchtigen einfach ein gutes Kochbuch mit tollen Rezepten in die Hand zu drücken, damit sie wieder mehr essen kann! Ebenso wenig hilft es, Ess-Süchtigen tolle Diätpläne zu geben, damit sie weniger essen. - Die Ess-Sucht und die Mager-Sucht sind u.a. deshalb besonders schwer zu heilen, weil man die “Droge“ nie für immer völlig wird meiden können (im Gegensatz zu z.B. Alkohol bei trockenen Alkoholikern, oder Nikotin).
 
  • #35
Wieder mal: Der Mann ist verantwortlich, daß die Frau glücklich ist.
Das ist er nicht, und es besteht auch kein Grund, reflexhaft wieder mal den Mann in Schutz zu nehmen.

Das Zusammenleben mit einem lieblosen Menschen ist ein konstanter, aber stetiger enormer Stressor. Besonders, wenn diese Lieblosigkeit sich nicht in brachialen Gewaltausbrüchen, lauten Streits oder Untreue äußert, sondern sich subtil einschleicht und auf einer subtilen Ebene bleibt. Mangelndes Interesse, nicht Zuhören, dem Partner keine Freude machen, passive Aggressivität, Ich-Bezogenheit, leicht abwertende, wenig wertschätzende Äußerungen etc.

Du merkst, er schaut dich immer seltener verliebt an, Komplimente, Blumen oder sonstige Aufmerksamkeiten werden zur Mangelware. Er kümmert sich um sich selbst und seine Belange, während du den Haushalt wuppst, ihm Essen kochst, seine Wäsche wäschst, ihm immer seinen Lieblings-Pudding vom Einkaufen mitbringst. Nette Worte erntest du dafür nicht.

Als Frau stehst du da und denkst dir: okay, die Beziehung ist nicht rosarot und voller Schmetterlinge, aber irgendwo ist es ja normal, dass Alltag einzieht. Immerhin ist er treu und hat Arbeit, schlägt dich nicht und säuft nicht. Du schaust dich um und stellst fest, dass es in anderen Beziehungen ähnlich läuft und denkst dir, du solltest nicht so hohe Ansprüche stellen. Während innerlich immer mehr in dir abstirbt.

Dasselbe gibt es natürlich auch in gegengeschlechtlicher Konstellation, und es gibt viele Paare, die so nebeneinander her leben. Es nicht schaffen, sich daraus zu befreien. Gerade mit 4 Kindern, wie bei der Frau des FS, ist das ein folgenschwerer Schritt.

Natürlich ist es nicht richtig, sich deswegen gehen zu lassen. Und natürlich sollte man sich trennen, wenn man nicht glücklich ist. Selbstverständlich sollte man sich seine Hobbies und Freuden auch neben der Ehe erhalten. Wenn nur alle so klug und so straight wären, gäbe es diese Probleme ja gar nicht.

Das Fiese an schleichenden Prozessen ist aber nunmal eben, dass man sie gar nicht so richtig bemerkt. Es heißt z. B. nicht umsonst "der Alltag habe sich eingeschlichen". Irgendwann wird das zum Selbstläufer, der nicht selten in körperlicher Vernachlässigung endet. Wozu sich noch schick machen, wenn es sowieso keine Komplimente gibt? Wozu sich schöne Wäsche kaufen, wenn sie keine Beachtung findet? Und umso weniger traut der Mensch sich, den Partner zu verlassen, aus Angst, wegen des Alters/der mangelnden Attraktivität/der Adipositas keinen anderen mehr zu finden. Das Selbstvertrauen ist völlig im Eimer. Es ist ein Teufelskreis.

Das ist keine Entschuldigung, und der FS selbst muss entscheiden, ob er der Stein des Anstosses war, der seine Frau lieblos behandelt und vernachlässigt hat. Es ist aber eine Erklärung, wie solche Dinge sich überhaupt erst entwickeln. Und dabei trägt der Partner ganz gewiss eine Mitschuld.
 
  • #36
Ich bin von den Beiträgen immer wieder erstaunt. Mann ist Schuld dass Frau fett und und verwahrlost ist. Na klar.

Frau hat schließlich großartiges geleistet und ihm mit Kindern und Haushalt den Rücken freigehalten. Na klar.
Schon mal drüber nachgedacht dass er vielleicht IHR den Wunsch nach 4 Kindern erfüllt hat und er nicht sie IHM den Wunsch nach Berufstätigkeit und Familie? Schon mal dran gedacht dass Madame nicht alles im Haushalt allein gemacht hat, sondern dass er sich genauso mit Haus- und Gartenpflege sowie den Hausaufgaben und Elternabend der Kinder beteiligt hat?
Tut mir leid, aber dieses typische Bild, dass Mann natürlich immer Schuld an der Situation der Frau ist, kann ich echt nicht mehr lesen. JEDER ist seines Glückes Schmied. Ohne Ausnahme.

Lieber FS, ich würde mich trennen. Ich kann auch sehr gut verstehen dass dir inzwischen ein gutes Stück Respekt vor deiner Frau fehlt.
Würde es mir auch wenn mein Freund so aussähe. Bei deinen Ausführungen ist mir sogar stückweise schlecht geworden, so ekelhaft finde ich das.
Und nein, nicht jede Frau pflegt sich automatisch und macht sich zurecht wenn sie "glücklich" ist. Es gibt auch genug Frauen die das generell nicht für nötig erachten. Man muss sich nur mal im Sommer in der Stadt umschauen, was dort zum Teil für ekelhafte, ungepflege Füße in Sandalen zur Schau gestellt werden. Zusammen mit unrasierten Beinen. Aber diese Frauen sind ja natürlich alle unglücklich mit ihren Ehemännern...
Niemand ist gezwungen in einer Beziehung zu verharren. Sie nicht und du erst recht nicht. Viel Glück!
 
  • #37
Happy Wife, happy Life! Das vergessen so viele Männer! Vor allem die, welche wie selbstverständlich davon partizipieren, dass sich ihre Frauen für Familie und Haushalt aufopfern und sich darüber leider auch manchmal "vergessen". .

Immer die gleiche Leier. Der Mann "opfert" sich genauso auf. Und der Mann ist nicht dafür zuständig, ausschließlich die Frau glücklich zu machen, auch wenn das viele Frauen natürlich gerne so hätten. Insofern, stimmt Dein Spruch zwar, aber ohne Vergabe von Zuständigkeiten. Wenn also die Frau nicht mehr happy ist, muss der Mann sich Gedanken machen, woran das liegt, aber auch, welche Konsequenzen er zieht. Beide sind zunächst für sich selbst verantwortlich und dann natürlich für die Beziehung. Ich habe auch erlebt, dass Frauen sich "vergessen", sobald der Ehering am Finger ist...
 
  • #38
Mangelndes Interesse, nicht Zuhören, dem Partner keine Freude machen, passive Aggressivität, Ich-Bezogenheit, leicht abwertende, wenig wertschätzende Äußerungen etc.

Du merkst, er schaut dich immer seltener verliebt an, Komplimente, Blumen oder sonstige Aufmerksamkeiten werden zur Mangelware.

Wo liest du das beim Fs?
Ich sehe seinerseits durchaus Bemühungen für schöne Zweisamkeit, wie Wellnessurlaube.

Du merkst, er schaut dich immer seltener verliebt an, Komplimente, Blumen oder sonstige Aufmerksamkeiten werden zur Mangelware.

Was ist mit der Wertschätzung der Frau dem Mann gegenüber? Einen nicht nur dicken, sondern auch ungepflegten Körper "anzubieten " ist mMn auch nicht wertschätzend.

Wo sollen da verliebte Blicke herkommen, wenn man nichts liebreizendes anbietet ?

Ebenso, wenn man jegliche gemeinsamen Aktivitäten /Urlaube ablehnt.

Warum soll man dafür Verständnis haben, dass sie sich nicht trennt, wenn denn das Verhalten des FS ursächlich ist und sie aus Frust alles in sich reinstopft? 130 kg sind ja keine kleine Disziplinlosigkeit.

Selbst wenn man die Leistung der Frau als Mutter und Hausfrau anerkennt, soll der FS deswegen jetzt bis zu seinem Lebensende auf Sex und einen Partner, mit dem man gemeinsame Erlebnisse haben kann verzichten ?

Gerade jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind und dafür eigentlich Zeit ist?

Hat er nicht auch gearbeitet und Geld für die Familie verdient und verdient dafür Anerkennung?
 
  • #39
Mich hat beim lesen des Beitrages geschaudert. So viel Gefühlskälte und Respektlosigkeit gegenüber Deiner Partnerin. Das drückst Du ja nicht nur hier in diesen Zeilen aus, sondern das teilst Du ihr durch Blicke und Körpersprache mit. Ich glaube auch nicht an 130 Kilo, das sind vielleicht 80, aber damit unternimierst Du sie. Was Du schreibst ist eine Art von Grausamkeit.
Vom Forum möchtest Du jetzt gern die Absolution erteilt bekommen um Dich zu trennen. Übernimmst keinerlei Verantwortung für Euer scheitern.
Jetzt sind die Kinder aus dem Haus, was ja den Unterhalt, den Du zahlen müsstest sehr viel geringer ist und nach ein oder zwei Jahren völlig ausläuft, nicht wahr? Passt zeitlich super zu dem Zeitpunkt, an dem Dir ihre Unattraktivtät auffällt.
Deiner Frau wünsche ich von Herzen, dass sie noch einmal ihr Lebensglück und zu Glück und Zufriedenheit findet.
Mir hat der Beitrag von Jana09/15 sehr gefallen. Du hast diese Mechanismen sehr gut beschrieben.
 
  • #40
Sogar die Körperkosmetik kommt zu kurz. Um die Fersenrändern hat sie z. B. fingerdicke Hornhautkränze.
Bei dem Gewicht ist das vermutlich normal. Und sie wird sich selbst unattraktiv finden, deswegen nichts investieren in ihr Aussehen. Ich weiß von Menschen, die mit ihrem Körper unzufrieden sind, dass sie sich nicht mal im Spiegel ansehen.

Mal ne Frage: Wann hast Du Deine vielen Aktivitäten gemacht, den Sport, die vielen Interessen, das fordert ja Zeit. Du schiebst ihre Interessenlosigkeit auf die viele Arbeit mit Haushalt und Kindern. Hast Du Dich auch daran beteiligt, ich meine, hätte sie Deiner Ansicht nach genügend Zeit dafür überhaupt gehabt? Wenn jetzt die Kinder gerade mal ein paar Monate aus dem Haus wären, müsste sie ja ihre Interessen erstmal entwickeln und realisieren, dass jetzt genügend Zeit wäre.

So, wie Du klingst (ich hoffe echt, das ist ein Fake, weil ich diesen Thread ziemlich unerträglich finde), warst Du auch in der Vergangenheit ein ziemlich selbstbezogener Mann. Dass Deine Frau sich passiv dem Leben ergeben hat und vielleicht nie für sich gekämpft hat, ist natürlich ein Fakt. Aber ich schließe mich @Jana_09/15 #35 an.

Vielleicht noch dazu was:

Dazu paßt folgender Dialog, der diese Grundeinstellung hier offenlegt:

Sie: Es gibt da ein paar Dinge, die mußt Du bei Dir ändern.
Er: Du könntest Recht haben, das sollte ich wirklich tun. Aber da gibt es auch etwas, was Du bei Dir ändern könntest....
Der passt ganz genau, aber anders, als Du hier meinst. Denn wenn einer sofort davon anfängt, was ihm beim anderen alles nicht passt, obwohl der gerade mal erzählen will, was er für ein Problem mit dem Partner hat, also darüber geredet werden soll, bügelt er ihn weg mit "ja, könntest recht habe, ABER". Er hört überhaupt nicht mehr zu, was er selber alles Schlechtes bietet, denn er ist geistig damit beschäftigt, all das aufzuzählen, was ihm schon lange nicht an der Frau passt. Das ist typisch bei solchen Dialogen, wenn derjenige nichts ändern will. Es geht nur darum, die Diskussion zu "gewinnen". (Geht natürlich auch geschlechtermäßig umgekehrt und wird gern von Eltern mit Kindern gemacht)
 
  • #41
Ich finde dich, FS, in deiner Selbstverliebtheit, auch nicht rasend sympathisch. Jünger aussehend, grusel. Das sagen mir auch alle, weil sie denken, dass Frauen ab 40 das als Kompliment betrachten müssen. In Wahrheit sehe ich aus wie eine überschlanke, sportliche 50-Jährige, die ein bisschen auf sich schaut, eben aussieht. Basta. Jünger aussehen tut niemand von uns, maximal schlank und gepflegt.

Aber: Ein ungepflegter adipöser Partner würde mich auch abstoßen, der damit einhergehende passive Lebensstil noch mehr als die Tatsache selbst.
Im Unterschied zu einigen Kommentaren hier, bin ich nicht der Meinung, dass 4 Kids plus Haushalt automatisch Adipositas und Vernachlässigung rechtfertigen. Und wenn sie gefrustet ist, weil ihr die flügge werdenden Kinder, sprich: der Lebensinhalt verlorengehen, liegt es immer noch in ihrer Verantwortung, sich etwas Erfüllendes zu suchen.
Hat sie je gearbeitet? Ich halte Versorgungsehen nebstbei für eine Pest.
Mein Rat: Sprich offen mit ihr.
Sag, was dich abstößt, und warum. Frag sie, wie es so weit kommen konnte, ob du indirekt daran beteiligt warst.
Hör ihr zu.
Trennen kannst du dich immer noch, aber ich denke, 26 Jahre Ehe sind die Mühe wert.

w, 50
 
  • #42
Was mich eher wundert ist, das er trotz dieser enormen Gewichtszunahme noch mit ihr schläft und Lust auf sie hat.
Andere Frauen beschweren sich, das sie sich nicht verändert haben und trotzdem im Bett NIX läuft.

@merz484 , wie oft war es denn am Anfang und nun jetzt?
 
  • #43
Lieber FS,

wie du deine Frau beschreibst, lässt nicht gerade auf einen liebevollen Ehemann schließen. Warst du das überhaupt in all den Ehejahren?

Dass eine Frau so viel zunimmt, muss nicht unbedingt mit Disziplinlosigkeit zu tun haben. Oft ist übermäßiges Essen auf psychische Ursachen zurück zu führen. Zum Beispiel, wenn sie sich ungeliebt und vernachlässigt fühlte und in eurer Ehe unglücklich war.

Du schreibst z.B. nichts darüber, wieso ihr vor 50 Jahren so bald geheiratet habt. Vielleicht weil sie schwanger war?

Als euer einziges gemeinsames Projekt, die Erziehung eurer Kinder vorbei war, (alle sind inzwischen aus dem Haus), war demnach nichts mehr vorhanden, was euch zusammen gehalten hätte.
Deine Frau hat sich wahrscheinlich Familie und Kinder (mit einem Vater, der mehr ab - als anwesend war), völlig untergeordnet und nie an sich selbst gedacht.

Während du dich als Hauptgewinn beschreibst, ist deine Frau, deiner Ansicht nach, nicht mal ein Trostpreis. Für sie warst du offensichtlich nicht das Non plus Ultra, sonst hätte sie sich mehr Mühe mit ihrem Aussehen und ihrer Figur gegeben, um dir zu gefallen. Meinst du nicht?

Wie auch immer:
In Anbetracht eurer gemeinsamen Zeit, rede mit deiner Frau.
Ihr seid beide erwachsene Menschen und solltet euch über eventuelle Veränderungen unterhalten können.

Anstatt hier im Forum dein Schicksal zu bejammern, solltest du ihr offen sagen, dass du so wie bisher nicht weitermachen willst, damit sie die Möglichkeit hat darauf zu reagieren. Das wäre fair.

Wenn es wirklich so ist, wie du es beschreibst, z.B. dass sie nie auf Anregungen von deiner Seite eingehen wollte, dann muss sie sich auch nicht wundern, dass du für dich etwas ändern willst.
 
  • #44
ehrlich? Ja da hast Du Dich aber gut gehalten. Weisst Du, was das Rezept für die ewige Liebe ist? Schönheit ist vergänglich und man sollte es sich gut überlegen, ob man heiratet und Kinder in die Welt setzt. Natürlich ist ein Mann meistens attraktiver geblieben als die Frau. Aber auch Du bist vor Krankheit nicht gefeit. Sie kann Dich von heute auf morgen treffen. Du kannst jetzt noch einmal eine Beziehung beginnen. Eine knackige Barbie. Eine weltoffene Europäerin,etc... und auch die können Dinge mit sich bringen die dich ruinieren können. Aber weisst Du was ich rate dir sogar verlasse sie denn Du weisst die Jahre und die tollen Kinder nicht zu schätzen, die sie Dir geschenkt hat. Das liest man ganz deutlich aus deinem Text.
 
  • #45
Lieber FS
Ich kann dich sehr gut verstehen und ich lese aus deinem Post NICHTS arrogantes oder hochnäsiges raus. Ich denke eher du hast dich deshalb so genau beschrieben, um den Fragen vorzubeugen a la " wie gut und gepflegt bist du denn heute noch?" Ich lese auch nichts liebloses von dir, außer dass du versuchst uns ein genaues Bild von deiner Frau zu machen. Von einer übereilten Trennung oder ihr die Pistole auf die Brust zu setzen, würde ich dir aber (vorerst) abraten.

Ich finde die Veränderung deiner Frau schon sehr drastisch, wobei man ihr bitte zu gute halten muss, dass 4. Schwangerschaften einfach ihre Spuren hinterlassen, denn nicht jede Frau hat eine derart gute Veranlagung dass man ihr die Kinder nicht ansieht.
Dennoch, sollte natürlich eine Grundatraktivität vorhanden sein und ein gewisses Maß an Körperpflege betrieben werden.

Ich glaube, deine Frau hat es einfach verlernt auf sich zu achten, denn mit 4 Kindern hat man alle Hände voll zu tun. Sehr wahrscheinlich war es dir all die Jahre auch nicht so wichtig, oder zumindest hast du es früher nicht so geäußert. Deine Frau hat die Kinder versorgt, das Haus sauber gehalten und dir den Rücken frei gehalten. War dir damals wichtig, dass sie Zeit für sich hat? Für Hobbies und für schöne Dinge wie zur Kosmetikerin zu gehen, den Friseur zu besuchen, shoppen zu gehen oder Sport zu machen. Und wann hast du dich das letzte mal richtig um deine Frau bemüht? Ihr gezeigt, dass sie dir wichtig war und ist? Bitte frag dich diese Dinge mal ehrlich?!

Was kannst du also tun? Erstmal würde ich das Gespräch mit ihr suchen und zwar in schöner Atmosphäre, nicht zwischen Tür und Angel oder beim Befüllen der Waschmaschine.
Redet mal über euer Leben, was ihr geleistet habt, wie toll eure Kinder sich entwickelt haben und frag sie dabei, wie sie sich ihr Leben in Zukunft wünscht? Frag sie wie sie dich heute sieht und was sie für dich empfindet? Dann sagst du ihr, wie stolz du auf sie bist, dass sie dir all die Jahre den Rücken gestärkt hat und dankst ihr für die vielen gemeinsamen Jahre. Erzählst ihr von deinen Wünschen u Träumen für die Zukunft und dass du gerne die Frau zurück hättest, die du vor 25 Jahren geheiratet hast. Sag ihr, dass sie jetzt Zeit hat sich wieder mehr um sich zu kümmern, abzunehmen, Sport zu machen, zum Friseur zu gehen. Sag ihr, dass Attraktivität in einer Partnerschaft einfach wichtig ist und du sie so wie sie derzeit aussieht, einfach nicht mehr attraktiv findest.
Frag sie, ob sie selbst so mit sich im reinen und glücklich ist? (DAS GLAUBE ICH NÄMLICH NICHT). Biete ihr an, dass du ihr hilfst, wenn sie etwas verändern möchte!

Dann lass ihr etwas Zeit zum sacken lassen! Entweder greift sie das Thema von selbst nochmal auf oder sie sieht darüber hinweg, dann will sie nichts ändern.
Dann solltest du überlegen, ob die Beziehung mit ihr so noch Sinn macht, denn irgendwann wirst du Fremdgehen, weil Sex im Dunkeln nicht befriedigend ist.
 
  • #46
Der Mann ist doch nicht für das Glück seiner Frau verantwortlich. Jeder ist selbst für sich verantwortlich und miteinander kann man glücklich sein.
Wenn sie ihren Mann mit dem "gehen lassen" auf Abstand halten will, finde ich das eine extrem "eklige" Art. Aber bei ungepflegten Füßen mit einem dicken Hornhautkranz kriege ich schon einen kalten Schauer auf dem Rücken und was du sonst noch beschreibst klingt auch nicht appetitlich. Sie schadet sich damit ja nur selbst.
Ich finde es gut, dass du versucht hast mit Wellness, Erlebnisurlaub und Kur ihr Möglichkeiten zu geben, etwas für sich zu tun. Aber anscheinend will sie einfach nicht und fühlt sich so wohl, wie sie ist. Jedem das seine, aber ihr passt dann einfach nicht mehr zusammen.

Danke für den Beitrag. Dem schließe ich mich uneingeschränkt an! Hier werdem dem Mann ja reichlich Dinge unterstellt-aber- als erwachsener Mensch ist jeder für sich selbst verantwortlich! Außerdem kann er sicherlich keine Gedanken lesen. Und die Frau könnte auch mal den Mund aufmachen, sie ist alt genug ...

Lieber FS- Nach so vielen Jahren ist oftmals die Luft raus. Siehst du noch Potential für euch, dann würde ich es mit einer Paartherapie versuchen. Andernfalls rate ich auch zur Trennung. Aber es muss wohl wirklich was passieren und ich rate dazu, erst klare Verhältnisse zu schaffen bevor du dich umorientierst.
Unfassbar, wie sich manche Menschen gehen lassen, mir wäre die Lust da auch schon vergangen.

Lg blondblau (W,26)
 
  • #47
Natürlich ist ein Mann meistens attraktiver geblieben als die Frau. Aber auch Du bist vor Krankheit nicht gefeit.

Das ist kein Naturgesetz. Wenn ich mich so umsehe, tragen viele Männer ü50 auch eine ordentliche Bierwampe vor sich her. Ob da Männer oder Frauen insgesamt attraktiver bleiben, würde ich nicht pauschal beurteilen wollen.
Von Krankheit hat der FS nichts geschrieben.

Ich finde die Veränderung deiner Frau schon sehr drastisch, wobei man ihr bitte zu gute halten muss, dass 4. Schwangerschaften einfach ihre Spuren hinterlassen,...

Das ist so pauschal Unsinn. Es gibt reichlich Frauen, die trotz 4 Schwangerschaften noch attraktiv sind. Unsere Bundesverteidigungsministerin ist z. B. auch nicht adipös.

Ich glaube, deine Frau hat es einfach verlernt auf sich zu achten, denn mit 4 Kindern hat man alle Hände voll zu tun.

Das mag sein, dass sie es verlernt hat. Letztlich ist das aber eine Frage von Prioritäten. Körperpflege kostet nicht so viel Zeit, Adipositas hat gar nichts mit Zeit zu tun und ist dazu auch noch für die Kinder kein gutes Vorbild und eher peinlich. Und der Mann hat nicht die Schuld daran, wenn die Frau vergammelt. Sie könnte sich ja auch pflegen, um sich eine Affäre zu angeln, wenn sie in ihrer Ehe nicht klarkommt. So drastisches Übergewicht ist nicht zu entschuldigen, indem man andere beschuldigt.
 
  • #48
Also für Sex mit Licht-aus reicht sie noch und sie ist brav im Haushaltmachen.

Welche Frau, die hier den Mann so gut versteht, würde das alles so mit sich machen lassen, weil ihr Körper zu cellulitereich ist, ihre Haare zu dünn geworden sind, sie zu dürr ist, der Busen zu schlaff geworden ist? Mit geht es nicht darum, dass ein Mann sowas und auch das Übergewicht nicht abtörnend finden darf - keine Frage, dass das alles Schönheitsmakel sind und dass man sich zusammenreißen kann mit dem Essen, wenn es keine Krankheit ist und man Wert auf sich legt, weiß ich auch.
Mir geht es um das Gefühl einer Frau, wenn sie das dauernd gesagt bekommt, dass sie was an sich beheben soll (wobei bei 130 kg dann auch die Haut operiert werden müsste, denke ich), also weiß, dass der Mann es unattraktiv findet, und der Mann aber trotzdem Sex will und beim Sex das Licht ausmacht.

Mir geht es darum, dass die Frau schon lange keinen Selbstwert mehr empfindet, wenn sie trotz Licht-aus Sex mit ihm hat, was den FS anscheinend überhaupt nicht verwundert?! Da fehlt mir völlig das Achten auf den anderen, die Empathie.
Wer das Licht ausmacht, der befriedigt sich meines Erachtens auch nur am anderen. Sie vernachlässigt ihren Körper - kann so eine Frau Orgasmen haben? Ich denke, nicht. Was denkt der FS, was die Frau vom Sex mit ihm hat?
 
  • #49
Wo sollen da verliebte Blicke herkommen, wenn man nichts liebreizendes anbietet ?
Hättest du meinen Beitrag vollständig gelesen, hättest du wahrgenommen, dass ich dies keineswegs als stehenden Fakt dem FS zum Vorwurf mache.
Es ist ein Beispiel, wie sich solche Mechanismen entwickeln können, wie ein Ehepaar wechselwirken kann.

Außerdem hatten die Ereignisse eine Chronologie. Sie ist ja nicht über Nacht von 60 auf 130kg explodiert. Es wird einen Auslöser gegeben haben, oder mehrere.
Es liegt am FS, zu hinterfragen, ob eine solche Wechselwirkung stattgefunden hat.

In meiner Ehe durfte ich diese Mechanismen live und in Farbe miterleben. Natürlich ist man hinterher immer schlauer, und nochmal passiert mir das mit Sicherheit nicht.
Ich selbst hab's zwar nicht auf 130 kg mit Schrunden an den Füßen gebracht, auch weil ich damals noch täglich Sport gemacht habe, aber dieses Hobby war aus heutiger Sicht eher eine Flucht vor dem Zuhause. Viel Lust auf Styling, Schminken, schöne Klamotten etc. hatte ich damals nicht. Erst nach der Trennung habe ich meine Weiblichkeit wieder entdeckt.

Ich war "nur" ca. 15 Jahre mit diesem Mann zusammen, wir hatten nicht mal Kinder. Nach dieser Zeit ohne Komplimente, ohne nette Worte, fühlst du dich wie der unattraktivste Mensch auf Erden, unsexy, geschlechtslos und keiner netten Geste wert. Das macht was mit dir. Es schrottet dein Selbstbewusstsein langsam und schleichend. Ich kann nachvollziehen, wie manche Menschen sich ihren Trost in der abendlichen Tafel Schokolade suchen. Immerhin ein Quentchen Endorphine.

Wie muss sich dann erst die Ehefrau des FS fühlen, über 50 Jahre mittlerweile und dick wie ein Walfisch, wenn ich mich mit knapp Mitte 30 schon unattraktiv fand?
Daher mein Rat an den FS: Pistole auf die Brust oder gleich trennen, damit diese Frau überhaupt noch eine Chance hat, ihr Leben umzukrempeln. Ohne einschneidendes Erlebnis wird das bei ihr mit Sicherheit nichts mehr, dafür hat sie viel zu sehr resigniert.
 
  • #50
Ich glaube, wir wären alle sehr erstaunt, den FS und seine Frau in real zu sehen. Da wurde wohl in beide Richtungen kräftig übertrieben.

Wenn deine Frau tatsächlich adipös geworden ist, hättest du doch schon vor vielen Jahren aufmerksam werden müssen. Was soll ein Wellness-Wochenende bringen, wenn für die Betroffene die Grundsituation so belastend ist, dass sie eine massive Essstörung entwickelt?

Leider sieht das gesamte Umfeld bei Suchtproblemen lieber weg und verharmlost solang wie möglich.

Übrigens fallen viele Vollzeit-Muetter (nicht nur die, aber eher) in ein tiefes Loch, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Nennt sich Empty-nest-Syndrom.

Eure Probleme dürften aber schon viel früher angefangen haben.

Hier wird oft geraten, dass man sich seines eigenen Anteils bewusst werden soll. Das könnte dir bestimmt nicht schaden.
 
  • #51
Welche Frau, die hier den Mann so gut versteht, würde das alles so mit sich machen lassen, weil ihr Körper zu cellulitereich ist, ihre Haare zu dünn geworden sind, sie zu dürr ist, der Busen zu schlaff geworden ist?

Das Problem der Frau ist mangelnde Selbstliebe /Selbstachtung / Selbstschutz. Wenn sie das selbst nicht empfindet, ist es nicht das Verschulden eines anderen.

Es liegt in der Verantwortung der Frau bzw eines jeden Menschen, sich selbst zu schützen und dafür zu sorgen, dass es einem selbst gut geht, physisch als auch psychisch.

Ich ernähre mich gesund, weil ich mir, meinem Körper und meiner Gesundheit etwas gutes tun will, um die Gesundheit möglichst lange zu erhalten.

Dazu füttere ich mit meinem Körper mit möglichst vielen guten Nährstoffen und vermeide nährstofffreie Lebensmittel wie Pommes und Chips weitestgehenst, die im Zweifelsfall auch noch schädlich und krebserregend sind und treibe etwas Sport, um bei meinem Schreibtischjob nicht einzurosten.
Wie sagt Loreal so schön: "weil ich es mir wert bin".

Und wenn ein Mann mich meiner Meinung nach schlecht behandelt dann trenne ich mich eben. Weil ich auch für meine psychische Gesundheit ich selbst verantwortlich bin.

Gegen dünnes Haar kann man sich eine gute Frisur schneiden lassen und gegen Cellulite hilft in erster Linie richtige Ernährung und Sport. Man kann aber auch einfach jammern.

Ich hätte auch kein Problem mit einer Schönheits OP wenn ich mich dadurch wohler fühlen würde.

Der Fragesteller bemängelt ja aber nicht mal solche Sachen, sondern einfach ungepflegte Füße und graue strohige Haare, Dinge die man problemlos abstellen und verbessern kann. Um die Haare zu färben, muss man auch nicht stundenlang zum Friseur gehen, das kann man selber auch mal an einem Abend machen.

Selbst wenn die Frau sich um die Kinder gekümmert hat und dem FS den Rücken freigehalten hat hätte es an ihr gelegen, entsprechende Freiräume mit dem Mann auszudiskutieren und auszuhandeln, sodass sie z.b. auch an ein oder zwei Abenden in der Woche zum Sport oder zum Wellness gehen könnte.

Die Kinder sind aber groß und bereits ausgezogen, bereits zwölfjährige Kinder brauchen keine permanente Betreuung mehr, die kann man auch mal stundenweise alleine lassen. Man kann also davon ausgehen, das seit mindestens 6 Jahren hinreichend zeitlicheFreiräume bestehen für die Frau.

Ich war auch immer voll arbeiten trotz Kind und habe es abends geschafft mal noch eine Runde um den um den Block zu joggen oder Inliner zu fahren. Das ist nur eine Frage des Wollens, der Abstimmung und Organisation.
 
  • #52
Holla, hier wird ja fleissig auf Dich eingedroschen.
Wer das Licht ausmacht, der befriedigt sich meines Erachtens auch nur am anderen.
Für mich hat es sich so gelesen, dass er nicht untreu werden möchte, aber seine Frau ihn körperlich nicht mehr so anspricht. Er möchte die Ehe erhalten und fragt sich, wie das geht. Sex gehört vielleicht für ihn dazu, damit sie sich weiter geliebt fühlt. Kann ja auch so sein, gibt es, selbst erlebt im männlichen Freundeskreis. Ich frag mich zwar, wie Männer das hinkriegen, aber irgendwie geht das wohl manchmal. Von eigener und eigennütziger Befriedigung des Mannes würde ich da wirklich nicht sprechen.
Die Frau wird hier ja fast von jeder Eigenverantwortung entbunden. Aufgeopfert hat sie sich. Er hat sich nur befriedigt an ihr. Usw.
Die beiden hatten scheinbar einen Deal, er schafft das Geld ran, sie hatte Haushalt und Kinder zu versorgen. Haben sie ja viele Jahre so gemacht. Die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus.
Hat sie versäumt, irgendwann mal über ihre Bedürfnisse zu sprechen? Hat sie selber den Zeitpunkt verpaßt, nicht so viel zuzunehmen? Auch Ehefrauen sind für sich selber verantwortlich, es gibt genügend Hilfen von außen,z.B. Mutter-Kind-Kuren, da wird über sowas geredet.
Hier wird pauschal einem Mann unterstellt, dass er nicht empathisch genug ist, sich in seine Frau einzufühlen. Muß das ein Mann, muß er Gedanken lesen können? Muß er alleine seine eigenen Mechanismen erkennen können und dementsprechend handeln? Das muß er genauso wenig wie sie. Er ist an einem Punkt angekommen, Fragen zu stellen, unter anderem fragt er....was soll er tun?
Wenn sie nicht mit macht und sich auch Fragen stellt, kann er gar nichts tun.
Es gibt auch Frauen, die so leben wollen und die sich darauf ausruhen, dass sie so lange verheiratet sind und der Mann das eben in Kauf nehmen muß, weil sie ja die Kinder bekommen und großgezogen haben.
Ich finde, dass der FS schon Anfänge gemacht hat und nach Lösungen gesucht hat, so gut er eben kann.
Ich glaube, ich würde eine Partnerberatung machen. Ich wäre an Stelle des FS neugierig, was ich dazu getan habe, aber ich würde auch wissen wollen, das die Frau dazu beigetragen hat.
Einer alleine kann keine Beziehung erhalten, die keine ist. Ich würde mich dann trennen, wenn langfristig nichts anders wird.
W
 
  • #53
Machst Du das wirklich bewusst und gesteuert?
..... Es wird auch nicht klar, wie grundsätzlich der Zustand der Ehe ist. Da kann ich mir Vikkys Variante durchaus vorstellen.

Nein, es ist ein Teil des Errosionsprozesses der Beziehung, der erst ziemlich spät anfing.
Ich habe mich nicht bewusst vollgestopft mit ungesundem Essen, um für meinen Exmann unattraktiv zu sein, sondern war schleichend über mehrere Jahre in eine schwere Depression gerutscht.
Schleichend daher, weil immer genug zu tun war, sodass es für mich unter den ganzen familiären und beruflichen Aktivitäten nicht wahrnehmbar war. Daher kann ich mir das schleichend auch bei der Frau des FS vorstellen - mit 4 Kindern bleibt wenig Raum sich um eigene Befindlichkeitsstoerungen zu kümmern.

Ich wurde zunehmend kraftlos, musste mich für alles mehr anstrengen, habe also beim kochen nachgelassen, bin mit dem Hund nicht mehr joggen sondern spazieren gegangen.
Die zur Depression gehörenden Schlafstörungen verhinderten sowohl mentale wie auch körperliche Regeneration. Das wiederum hat Veränderungen wie Gewichtszunahme zur Folge.

Weil ich im Berufsleben stand, könnte ich mir nicht solche Nachlässigkeiten leisten wie die Frau des FS, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, nicht mehr duschen. Ich tat es dann doch, aber nicht wegen des Exmannes sondern wegen der Kollegen. Auf Dinge wie Beine epilieren habe ich z.B. verzichtet und im Büro Hosen angezogen statt Röcke und Kleider.

Ich litt unter den körperlichen Veränderungen und der ständigen Mudigkeit.
Was ich aber recht spät gespürt habe: dass mein Mann mir nicht die geringste Anstrengung wert ist, mich für ihn zurecht zu machen und dass ich durch Attraktivität keinesfalls seine Aufmerksamkeit auf mich lenken wollte - im Gegenteil, ich hatte genug damit zu tun, ihn mir vom Hals zu halten, trotz meiner Nachlässigkeiten.

Den Zusammenhang von Depression und Gewichtszunahme auch ohne Fressorgien hat mir erst nach der Trennung ein Arzt erklärt. Daher kann ich auch gut verstehen, warum man in dem Zusammenhang mit Depression den Kampf gegen das Gewicht aufgibt - man hat einfach keine Chance und muss sich erst um die Beseitigung der Depression kümmern - in meinem Fall Trennung.
 
  • #54
Hm. Wie lief denn eure Ehe so? War deine Frau hauptsächlich für Haushalt und Kinder zuständig, oder hast du dich da auch mit eingebracht? Es klingt, als hättet ihr kein gemeinsames Leben gehabt. Extreme Rollenverteilung. Gab es denn früher ein Pasrleben?
Gibt es gemeinsame Hobbys? Das klingt alles ziemlich trostlos. War denn deine Frau früher für dich auch Geliebte, oder hauptsächlich Ehefrau und Mutter?
 
  • #55
Mir geht es um das Gefühl einer Frau, wenn sie das dauernd gesagt bekommt, dass sie was an sich beheben soll (wobei bei 130 kg dann auch die Haut operiert werden müsste, denke ich), also weiß, dass der Mann es unattraktiv findet, und der Mann aber trotzdem Sex will und beim Sex das Licht ausmacht.

Glaubt eine Frau mit 130 kg ernsthaft, dass ihr Mann sie so noch attraktiv findet, wenn er sie "normal" kennengelernt hat? Wäre es nicht bei einem Mann, der sich nicht pflegt, genau das gleiche? Wissen wir, ob die Frau nicht auch Sex will? Wie wären die Reaktionen, wenn er fremdginge?

Ich bleibe dabei, wer ohne Krankheit letztlich durch eigenes Verschulden so zunimmt (und der Mann wird nicht erst jetzt etwas sagen), der ist zunächst mal selbst für seinen Zustand verantwortlich. Wenn ein Mann über die Jahre immer mehr trinkt und irgendwann hochgradiger Alkoholiker ist, fragt auch niemand nach dem Gefühl, das er hat, wenn er gesagt bekommt, dass das nicht mehr geht. Und auch da wird die Frau sich irgendwann zurückziehen. Bestimmte Verhaltensweisen haben ziemlich logische Konsequenzen. Egal, ob Mann oder Frau. Zellulite, dünnere Haare, etc., alles Alterserscheinungen. Da hast Du völlig Recht, zu kritisieren, wenn jemand sich deswegen beschwert. Adipositas in dem Umfang nicht. Ungepflegtheit auch nicht.
 
  • #56
Das ist so pauschal Unsinn. Es gibt reichlich Frauen, die trotz 4 Schwangerschaften noch attraktiv sind. Unsere Bundesverteidigungsministerin ist z. B. auch nicht adipös
Du glaubst doch nicht im ernst, dass eine Frau die heute bei 1,65 m 130 kg wiegt solche Gene in sich trägt und genau so schlank hätte sein können wie dein aufgeführtes Beispiel!
Natürlich spielen Schwangerschaften und Veranlagung eine Rolle. Soll heißen, ich kann ein bisschen Bauch haben, ich kann 10 Kilo mehr haben als zuvor, ich kann ein paar Schwangerschaftsstreifen haben. Das ist alles normal. Nur das wollte ich dem FS vor Augen führen. Frau muss nicht eins zu eins so aussehen wie vor 25 Jahren und kann doch gepflegt und attraktiv sein.

Ich sage nicht, der FS hat Schuld am Gewicht seiner Frau und ich sage auch nicht 4 Kinder rechtfertigen das. 4 Kinder rechtfertigen aber, dass Frau nicht mehr aussieht wie vor 25 Jahren und durchaus ein paar Kilo mehr haben kann, ohne unattraktiv zu sein. Was genau die Vorstellung vom FS ist wissen wir ja nicht.

Im übrigen habe ich ihm nicht zur Trennung geraten, wie so viele andere hier. Sondern mit ihr zu reden, das Thema offen anzusprechen und Hilfe anzubieten. Ich kann mir nämlich beim besten Willen nicht vorstellen, dass seine Frau glücklich in ihrem Körper ist.
 
  • #57
Hallo merz484,
gibt es irgendein Problem in ihrer Jugendzeit? Weißt du da einen Vorfall? Wissen die Verwandten da mehr? Sprichst du einmal mit ihr? Meine Mama hat im Alter von Ü40 traumatische (Kriegs-) Kindheitserlebnisse selbst aufgearbeitet. Das reichte vom gewalttätigen Vater über Besetzung der elterlichen Villa mit Soldaten bis hin zu Bombardements und Flucht in den Bunker im Keller! Mein Vater hat das alles nicht mitbekommen, ich als junges Mädchen aber täglich zum Mittagessen. Als der Knoten irgendwann geplatzt ist, begann sie Weltreisen zu machen. Das war ihr ganzes Glück und Lebenselixier neben unserem wunderschönen Garten und einem grossen elitären, gebildeten Freundeskreis.

Benötigt Sie eine medikamentöse Einstellung oder aber kommt das Übergewicht von Medikamenten?

Ist es möglich, dass du zu sehr mit dir selbst beschäftigt bist?
 
  • #58
Eine Person so wie du sie beschreibst ist die körperliche Manifestation von langen Jahren in einem unerfüllten unbefriedigendem Leben, einfach tragisch.

Wenn ich so viele Jahre in einer für mich derart unglücklich machendenden Lage gesteckt wäre, würde ich erstens mich selbst nicht mehr mögen weil ich zu unfähig war etwas besseres hinzukriegen, und vor meinem Mann der mir auch nie eine Hilfe war (der aber offenbar FÜR SICH in der Lage war herauszufinden was ihm gut tut), hätte ich jeden Respekt verloren. Um ehrlich zu sein, ich hätte begonnen ihn im geheimen zu hassen, nur würde ich das auch unterdrücken weil ich mich demjenigen unterlegen fühlen würde.

Und ich glaube eigentlich hast du dich echt nicht wirklich tief dafür interessiert was deine Frau so gebraucht hätte um glücklich zu werden.
 
  • #59
Lieber Fragesteller. Ganz ehrlich: ich kann Euch beide sehr sehr gut verstehen. Inzwischen bin ich 52 Jahre alt und hatte auch sehr schlechte, kranke und auch dicke Phasen, was zum Teil an Krankheiten lag (Schilddrüse und enormen Eisenmangel.

Es ist verdammt schwer, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, vor allem ab einem bestimmten Alter. Aber es geht. Das erfordert einen gewissen Kampfgeist und enormes Durchhaltevermögen.

Deine Frau allerdings scheint aufgegeben zu haben. Und so traurig es klingt: das müsste sie selbst wollen und machen. Man kann solche Probleme für niemanden lösen.

Ich sehe da nur einen Ausweg: Klartext. Deutlich. Und zwar so deutlich, dass sie erkennt, dass der Zug bald abgefahren ist. Sag ihr, dass Du so nicht mehr weiterleben kannst und willst. Sag ihr, dass Du so nicht weitermachen willst und dass Du eine Änderung möchtest. Am liebsten mir ihr, aber zur Not auch ohne sie. Sag das ganz deutlich. Dann weiß sie, woran sie ist und kann sich selbst entscheiden.

Biete ihr alle Unterstützung an aber sag ihr auch die Konsequenzen, die Du für Dich und Dein Leben ziehen wirst.

Das ist so wie bei Alkoholikern. Die ändern meist auch erst was, wenn sie gar nicht anders können, wenn alle Coalkoholiker abgesprungen sind.

Ich denke, eine Veränderung würde auch ihr guttun. Ein Gewicht von 130 kg ist nicht nur gesundheitsfeindlich sondern auch lebensbedrohlich. Vermutlich würde sie in den nächsten Jahren noch dicker werden. Und krank sowieso.

Es scheint, sie hätte sich aufgegeben. Warum sie das tut, das weiß ich nicht. Über ihre psychische Verfassung kann ich nur spekulieren, auch über ihre Motive. Vielleicht ist sie mit der Ehe auch unzufrieden? Mit ihrem Leben? Keine Ahnung.
 
  • #60
Und ich glaube eigentlich hast du dich echt nicht wirklich tief dafür interessiert was deine Frau so gebraucht hätte um glücklich zu werden.

Sie wahrscheinlich auch nicht für ihn. Sonst wäre es wohl kaum so weit gekommen. Und was die Frau zum glücklichsein brauch, darum muss sie sich schon selbst kümmern. Der Mann ist nicht verantwortlich dafür.
Und ja, vier Kinder und Haushalt sind sicher anstrengend, aber eine 6köpfige Familie zu ernähren ist nicht minder anstrengend und ich kann mir nicht vorstellen, dass er TE nichts zu Hause getan hat. Das ist mit 4 Kindern nämlich kaum machbar.
 
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