• #61
Glaubst Du das junge Mädchen geht mit Mitte 20 zum Therapeuten und erzählt dem was von Rotkäppchen?
Natürlich nicht. Aber sie erzählt natürlich ihre subjektive Sicht, und die „Diagnose“ bei den Eltern wurde, wenn ich das richtig verstanden habe, ohne deren Anwesenheit beim Therapeuten gestellt. Natürlich kann es sein, dass es so ist - ich sag nur, dass man da vorsichtig sein sollte. Der Therapeut kann sich auch irren.
w45
 
  • #62
Wie soll sie dann überhaupt noch ihr Studium schaffen? Ein Studium ist harte Arbeit!
Arbeiten gehen, ich habe mein Studium auch selber finanziert von vorne bis hinten. Und ein Ing.-Studium ist nicht das leichteste.
Kein Kind auf dieser Welt bricht grundlos den Kontakt zu den Eltern ab
Woher willst du das wissen. Ich kenne ganz andere Fälle. Wenn man erwachsen ist redet man miteinander und bricht nicht einfach den Kontakt ab.

Und dann noch irgendwelche Psychologen, die per Ferndiagnose irgendetwas unterstellen, die sollte man in die Klapps stecken. Ein Psychologe, der sinnvoll arbeitet hätte wohl eher auf ein Monitoring zwischen allen Beteiligten bestanden.
 
  • #63
Und den Kontakt hält sie ausschließlich um die Kohle abzugreifen- doch, dass ist hässlich!
Würde mir mein Selbstwert, mein Stolz glattwegs verbieten- die junge Dame ist inkonsequent und ein Stück weit skrupellos, find ich abstoßend!
Bis zu einem bestimmten Alter sind die Eltern sogar verpflichtet Unterhalt zu zahlen. Die Unterhaltspflicht endet doch nicht mit dem 18. Lebensjahr. Vollkommen egal wie das Verhältnis ist.
Das meinte ich damit. Man darf auf den Unterhalt gar nicht verzichten. Das ist auch richtig. Ansonsten müsste ja der Steuerzahler dafür aufkommen. Das wäre ja auch nicht richtig.
 
  • #64
Natürlich nicht. Aber sie erzählt natürlich ihre subjektive Sicht, und die „Diagnose“ bei den Eltern wurde, wenn ich das richtig verstanden habe, ohne deren Anwesenheit beim Therapeuten gestellt. Natürlich kann es sein, dass es so ist - ich sag nur, dass man da vorsichtig sein sollte. Der Therapeut kann sich auch irren.
w45

Trixie, und selbst wenn da keine gesicherte Diagnose ist, was macht es für einen Unterschied.
Die junge Frau hat ihre Geschichte mit ihren Eltern, sie kommt aus einem lieblosen Elternhaus, sie hat Erfahrungen gemacht, dass sie Therapiebedarf hat - und diesen Kontaktabbruch wohl überlegt hat.

Es steht niemandem von außen zu, ihre Entscheidung in Frage zu stellen.

Ich hatte in längerer Therapie auch die Erlebnisse meiner Kindheit aufzuarbeiten.
Sicher hilft die Ferndiagnose zum Verständnis, mein Vater war Choleriker, er hatte in seiner Kindheit einige Traumata erlebt, echte Traumata, meine Mutter hatte wohl eine Psychose entwickelt...

Verstehen hilft, die definierten Diagnosen braucht es nicht. Die Tendenz reicht.

Hoffentlich lassen mich meine Kinder später mal nicht diagnostizieren...
Das wünsche ich mir auch, nicht weil ich eine Ferndiagnose befürchte, sondern weil dann meine Kinder mit mir bzw. aufgrund von mir und meinem Verhalten größere Probleme hätten, so große, dass sie psychisch relevante Schwierigkeiten haben.

Das hoffe ich, dass das nie eintritt...

W, 51
 
  • #65
Natürlich nicht. Aber sie erzählt natürlich ihre subjektive Sicht, und die „Diagnose“ bei den Eltern wurde, wenn ich das richtig verstanden habe, ohne deren Anwesenheit beim Therapeuten gestellt. Natürlich kann es sein, dass es so ist - ich sag nur, dass man da vorsichtig sein sollte. Der Therapeut kann sich auch irren.
w45
Wahrscheinlich sind die Eltern auch völlig gesund und benehmen sich ihr gegenüber trotzdem unmöglich. Was zählt ist mE, wie sie sich ihr gegenüber verhalten und nicht ob und welche Persönlichkeitsstörung sie haben könnten.
 
  • #66
Natürlich nicht. Aber sie erzählt natürlich ihre subjektive Sicht, und die „Diagnose“ bei den Eltern wurde, wenn ich das richtig verstanden habe, ohne deren Anwesenheit beim Therapeuten gestellt. Natürlich kann es sein, dass es so ist - ich sag nur, dass man da vorsichtig sein sollte. Der Therapeut kann sich auch irren.
w45
Was zählt ist mE nur, wie sie sich die Eltern der Tochter gegenüber verhalten. Und das scheint nicht „normal“ zu sein. Ob sie an einer Persönlichkeitsstörung leiden und an welcher würde mich als Tochter nicht groß interessieren.
 
  • #67
Arbeiten gehen, ich habe mein Studium auch selber finanziert von vorne bis hinten. Und ein Ing.-Studium ist nicht das leichteste.

Woher willst du das wissen. Ich kenne ganz andere Fälle. Wenn man erwachsen ist redet man miteinander und bricht nicht einfach den Kontakt ab.

Und dann noch irgendwelche Psychologen, die per Ferndiagnose irgendetwas unterstellen, die sollte man in die Klapps stecken. Ein Psychologe, der sinnvoll arbeitet hätte wohl eher auf ein Monitoring zwischen allen Beteiligten bestanden.
Menschen, die nicht verstehen können, was ein schlimmes Elternhaus mit einem macht, sollten hier gar nichts posten. Man weiß nur, wie heiß es auf dem Grill ist, wenn man daneben steht oder drauf fasst.
 
  • #68
So wie ich das verstanden habe, sind die Eltern hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt und nicht fähig, der Tochter Geborgenheit und Empathie entgegen zu bringen.
Auch der spirituelle Weg des Buddhismus scheint hier nicht zu echtem menschlichen Mitgefühl zu führen, sondern wird möglicherweise als eine Art Karriere eben im Spirituellen gesehen, um ein bestimmtes Level zu erreichen.
Alles lässt sich dazu benutzen, um " Erfolge" zu erlangen.
Ich würde ich allerdings in die Sache nicht einmischen und die Freundin mit Materiellem überschütten. Aber darauf achten auf der menschliche Ebene zu geben, Aufmerksamkeit, fröhliche Gespräche beim Essen, Wärme, Anteilnahme.
 
  • #69
Es steht niemandem von außen zu, ihre Entscheidung in Frage zu stellen.
Das sehe ich ja auch so. Natürlich muss die junge Frau selbst entscheiden, ob sie den Kontakt abbrechen will und darf das auch.

Ich bin nur vorsichtig, wenn die Eltern hier direkt als lieblos/narzisstisch/„böse“ stigmatisiert werden, obwohl wir hier nun wirklich nicht allzu viel über sie wissen. Gerade einige der hier von der FS genannten Argumente finde ich nun ehrlich gesagt nicht soo katastrophal schlimm.

Das wünsche ich mir auch, nicht weil ich eine Ferndiagnose befürchte, sondern weil dann meine Kinder mit mir bzw. aufgrund von mir und meinem Verhalten größere Probleme hätten, so große, dass sie psychisch relevante Schwierigkeiten haben.
Ja, so sehe ich das natürlich auch.
Auf der anderen Seite bin ich aber auch nicht allmächtig und nicht für alles verantwortlich, was meine Kinder tun, fühlen und denken, vor allem, wenn sie denn mal erwachsen sind. Sie sind ja eigenständige Wesen und mein Einfluss ist begrenzt.
Man macht als Eltern ja nie alles richtig oder alles falsch. Und die allermeisten Eltern lieben ihre Kinder und wollen, dass es ihnen gut geht - auch wenn gut gemeint sicher nicht immer gut gemacht ist. Und ja, natürlich gibt es auch tatsächlich katastrophale Eltern, vor denen man ein Kind schützen muss (oder es sich eben selbst, wenn es alt genug ist wie die junge Frau hier). Zu welcher Kategorie die Eltern hier gehören, wissen wir nicht so recht.

Ich hab mich halt gefragt, ob es nicht noch zur Unzufriedenheit der jungen Frau beigetragen hat, als sie sah, wie es dem Sohn der FS geht. Vielleicht fand sie es ursprünglich gar nicht so schlimm, kein Geschenk zum Abitur bekommen zu haben, aber nachdem sie hörte, dass ihr Freund etwas bekommen hatte, plötzlich doch. Man kann Unzufriedenheit auch nähren.

Ist jetzt natürlich auch nur Spekulation, und ich behaupte nicht, dass es so ist. Gänzlich ausgeschlossen ist es aber auch nicht.
w45
 
  • #70
Woher willst du das wissen. Ich kenne ganz andere Fälle. Wenn man erwachsen ist redet man miteinander und bricht nicht einfach den Kontakt ab.

Ich finde es unverschämt, was Du da von Dir gibst.
Du weißt nicht, was war. Du kannst es nicht beurteilen.
Irgendwelche Psychologen? Es ist der Therapeut der jungen Frau - und KEIN:E Therapeut:in macht Ferndiagnosen. Sie junge Frau ist die Patient :in, um sie geht es, und wenn nahegelegt weiß,, den Kontakt abzubrechen, dann hat es aus fachlicher Sicht Gründe. Es
Ist keine Diagnose, sondern eine Einschätzung, wenn es heißt Narzisstische Tendenzen.

Es gibt etliche Menschen, die die wäre es gesünder gewesen, den Kontakt abzubrechen...

So, und nur weil Du Dir Dein Studium finanziert hast, müssen andere Menschen nicht auf den rechtlichen Unterhaltsanspruch verzichten.

Es ist der Kindesunterhalt, der dieser jungen Frau rechtlich (!) zusteht, exakt von den Eltern nach Düsseldorfer Tabelle berechnet.

Das ist kein Geschenk!!! Darauf zu verzichten, wäre idiotisch. Besteht auch keine Veranlassung.

Und bitte lesen - Chris, die FS, findet sie sehr nett, sympathisch.
Ihre Frage ist eher motiviert davon,, dass sie solche destruktiven Familien nicht kennt, sich schwer vorstellen kann und sie vermitteln würde.

@lilli2000, bist Du neidisch?!

W, 51
 
  • #71
Menschen, die nicht verstehen können, was ein schlimmes Elternhaus mit einem macht, sollten hier gar nichts posten. Man weiß nur, wie heiß es auf dem Grill ist, wenn man daneben steht oder drauf fasst.
Im Grunde bin ich deiner Meinung und wirklich entsetzt über die Ansicht von @lilli2000 , andererseits ist dein Argument nicht das Beste: ich muss nicht vergewaltigt worden sein, oder jemanden kennen, dem dies widerfahren ist, um zu wissen, dass dies ganz schrecklich ist und wie es einem danach geht.
Das hat einfach was mit Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu tun. Man hat es, oder man hat es nicht. Pädagogisch - wissenschaftlich betrachtet rührt sowas übrigens auch aus Erziehungsdefiziten her, oder, es sind angeborene Wahrnehmungsstörungen vorhanden, die die frühkindliche Ausbildung von Empathievermögen im Laufe der Entwicklung behindert haben. Das meine ich auch wirklich nicht zynisch, dies begegnet einem ja täglich.
 
  • #72
Im Grunde bin ich deiner Meinung und wirklich entsetzt über die Ansicht von @lilli2000 , andererseits ist dein Argument nicht das Beste: ich muss nicht vergewaltigt worden sein, oder jemanden kennen, dem dies widerfahren ist, um zu wissen, dass dies ganz schrecklich ist und wie es einem danach geht.
Das hat einfach was mit Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu tun. Man hat es, oder man hat es nicht. Pädagogisch - wissenschaftlich betrachtet rührt sowas übrigens auch aus Erziehungsdefiziten her, oder, es sind angeborene Wahrnehmungsstörungen vorhanden, die die frühkindliche Ausbildung von Empathievermögen im Laufe der Entwicklung behindert haben. Das meine ich auch wirklich nicht zynisch, dies begegnet einem ja täglich.
Da hast du natürlich recht, leider erlebe ich das oft bei Menschen, deren Elternhaus ganz wunderbar war, die können sich unisono nicht vorstellen, was möglich ist.
 
  • #73
Da hast du natürlich recht, leider erlebe ich das oft bei Menschen, deren Elternhaus ganz wunderbar war, die können sich unisono nicht vorstellen, was möglich ist.

Das ist leider wahr.
Und natürlich erzählt man sehr selten, was so war.
Vieles hielt man vielleicht selbst für ganz normal, oder - sehr oft - man hat das Gefühl, es verdient zu haben.
Dazu noch Schamgefühle.

Wenn in einer Runde von Kindheit und den tollen Familien erzählt wird, komme ich zumindest nicht daher, und erzähle von Schlägen, etc.

W, 51
 
  • #74
Das ist leider wahr.
Und natürlich erzählt man sehr selten, was so war.
Vieles hielt man vielleicht selbst für ganz normal, oder - sehr oft - man hat das Gefühl, es verdient zu haben.
Dazu noch Schamgefühle.

Wenn in einer Runde von Kindheit und den tollen Familien erzählt wird, komme ich zumindest nicht daher, und erzähle von Schlägen, etc.

W, 51
Ich habe zum Beispiel sehr sehr oft erlebt, dass Menschen trotz häufigen Schlägen und cholerischem Vater/ Mutter von einer glücklichen Kindheit sprachen. Das sind dann meistens die Leute, die an der Kaffeetafel verlautbaren, dass mal eine schallernde Ohrfeige niemandem schaden würde.🙈
 
  • #75
Menschen, die nicht verstehen können, was ein schlimmes Elternhaus mit einem macht, sollten hier gar nichts posten. Man weiß nur, wie heiß es auf dem Grill ist, wenn man daneben steht oder drauf fasst.


Jeder sollte in diesem Forum seine Meinung respektvoll ausdrücken dürfen, auch wenn sie diskutabel ist.
Dafür ist dieses Forum ja sicherlich da, oder?

Wir lernen andere Sichtweisen kennen, was für den alltäglichen Umgang mit anderen Menschen sehr hilfreich sein kann.
 
  • #76
Jeder sollte in diesem Forum seine Meinung respektvoll ausdrücken dürfen, auch wenn sie diskutabel ist.
Dafür ist dieses Forum ja sicherlich da, oder?

Wir lernen andere Sichtweisen kennen, was für den alltäglichen Umgang mit anderen Menschen sehr hilfreich sein kann.
Ich denke, vielleicht lernen die, die hier posten, dass Eltern doch über allem stehen, ja davon was.
Ich kann es total verstehen, dass man ohne Kontakt zu "schlimmen" Elternhäusern davon ausgeht, dass Eltern immer das beste für ihr Kind wollen und auch Fehler nur aus Versehen passieren und nie sooo zerstörerisch sein können, dass das Kind den Kontakt abbrechen sollte. Ich finde zwar, das zeugt von etwas begrenzter Vorstellungskraft, aber natürlich gibt es Leute, die so denken. Schlimmer finde ich aber, wenn Eltern so denken, die ihre Kinder unterdrücken, schlecht behandeln und dann noch denken, die seien ihnen aber trotzdem immer was schuldig, einfach, weil sie von Grund auf dankbar für ihre Geburt sein müssten. Da geht mir echt die Hutschnur hoch. Ich habe in meinem Leben schon einige Dinge mitbekommen, bei denen ich den Kontaktabbruch absolut verstanden habe bwz. die Distanz der Kinder zu ihren Eltern. Wenn man mit offenen Augen durch diese Welt geht, ist das auch nicht so schwierig zu finden.
Man trifft doch im Leben auch selbst immer mal auf Menschen, die einem nicht gut tun, weil sie gemein sind, cholerisch, ihr geringes Selbstwertgefühl mit dem Erniedrigen anderer aufbauen, einen manipulieren oder Energie ziehen. Denen geht doch dann jeder aus dem Weg, wenn er kann. Da reicht es doch sich vorzustellen, das wären die Eltern? Denn auch diese Leute haben ja Kinder.
 
  • #77
E
Jeder sollte in diesem Forum seine Meinung respektvoll ausdrücken dürfen, auch wenn sie diskutabel ist.
Dafür ist dieses Forum ja sicherlich da, oder?

Wir lernen andere Sichtweisen kennen, was für den alltäglichen Umgang mit anderen Menschen sehr hilfreich sein kann.
Eben, genau deshalb ist es für Menschen, deren Vergangenheit nicht so toll war, immer wieder wie ein Stich, wenn das eigene Erleben verneint oder übergangen wird. Von Menschen, die das nicht erlebt haben und nicht nachvollziehen können. Hilfreich wäre es gewesen, zu sehen, dass es anderen anders ergangen sein könnte.
 
  • #78
Jeder sollte in diesem Forum seine Meinung respektvoll ausdrücken dürfen, auch wenn sie diskutabel ist.
Dafür ist dieses Forum ja sicherlich da, oder?

Wir lernen andere Sichtweisen kennen, was für den alltäglichen Umgang mit anderen Menschen sehr hilfreich sein kann.

Zwischen diskutabel und Banalisieren von Themen, unter denen Menschen leiden, ist ein himmelweiter Unterschied.

Und dann darf man durchaus anmerken, dass diese Banalisierung Opfer verletzt - verhöhnt möchte ich nicht schreiben.

W, 51
 
  • #79
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein studierter Therapeut eine Ferndiagnosse stellt. Auch die Begriffe Narzismus kommen da kaum vor.
Es gibt viele traumatische Erlebnisse im Elternhaus, die die Kinder für immer prägen.
Jedoch ist eine Trennung von den Eltern nie vollständig möglich, auch wenn ein Kontaktabruch stattfindet.
Viel sinnvoller ist es, alles mit einem studierten Therapeuten, Psychologen vollständig aufzuarbeiten.
Alles andere schlummert sonst im Unterbewustsein und lässt eine vollständige Heilung nicht zu.
Außenstehende sollten sich grundsätzlich heraushalten und alles Fachleuten überlassen.
Im übrigen müssten Eltern, Kinder auch nach einem Kontaktabruch finanziell unterstützen, wenn dies im rechtlichen Rahmen liegt.
 
  • #80
Jedoch ist eine Trennung von den Eltern nie vollständig möglich, auch wenn ein Kontaktabruch stattfindet.
Viel sinnvoller ist es, alles mit einem studierten Therapeuten, Psychologen vollständig aufzuarbeiten.
Das tut das Mädchen doch? Sie ist doch bei einem Therapeuten in Behandlung. Und es gibt durchaus den Fall, dass ein Kontaktabbruch gut sein kann und auch unterstützt wird vom Therapeuten.
 
  • #81
Mitleid, also " mit leiden " bringt nichts.

Zu Narzissten gehoeren oft auch co Narzissten, oder auch Emphaten genannt. Menschen die auch nicht ganz "gesund" sind. Denn gesunde Menschen wurden sich das nicht bieten lassen. Es geht bei beiden um viel zu tiefen Selbstwert.
Sagt dir Tochter wenigstens danke fuer Eure Leistungen oder ist alles selbstverstaendlich?

Echter Narzissmuss ist echt schlimm.
Aber gerade Partner und Familienmitglieder koennen kaum sich befreien. Man ratet offiziell in solchen Faellen cut total. Es ist also der beste Weg!!

Wenn Co Narzissten Mitleid bekommen von anderen Personen besteht die Gefahr, dass sie es irgendwie aushalten beim Narzissten.

Und werden krank.

Also klar raushalten, weil in solchen Faellen nur Fachpersonen helfen koennen, und selbst da nicht immer mit Erfolg. Narzissten haben den Ruf, sich nicht aendern zu koennen und quasi unheilbar zu sein. Sie koennen nicht sich selber reflektieren, koennen nicht emphatisch fuehlen und leiden unter sich selber Selbstillusionen machen und Besitzdenken. Selbst wenn sie wollen, sie KOENNEN es nicht... das Verstehen und Begreifen vom Gegenueber...Schuld sind immer die Anderen, sie nicht. Narzissten koennen sich veraendern bei Einsjcht, aber es sind schwere, lange Prozesse.

Wir werden solche Menschen nie verstehen. Hoere auf das zu versuchen. Investiere Deine Energie anders.
 
  • #82
Natürlich nicht. Aber sie erzählt natürlich ihre subjektive Sicht, und die „Diagnose“ bei den Eltern wurde, wenn ich das richtig verstanden habe, ohne deren Anwesenheit beim Therapeuten gestellt. Natürlich kann es sein, dass es so ist - ich sag nur, dass man da vorsichtig sein sollte. Der Therapeut kann sich auch irren.
Es geht ja niemand "kerngesund" in dem Alter zum Psychologen. Die Abwesenheit der Eltern sehe ich da weniger kritisch als die Abwesenheit der FS, die sicher kaum Einblick in die Familie hat und der die junge Dame sicher auch keine persönlicheren Details erzählen wird.

Ja, der Psychologe kann sich irren. Aber auch wenn es für manche hier völlig unvorstellbar ist (wahrscheinlich in erster Linie Mütter, für die das unvorstellbar wäre), gibt es im realen Leben reichlich Situationen, in denen man den Kontakt auch zu den Eltern runterfährt oder beendet. Aus reiner Willkür macht das kaum jemand. In meinem Umfeld habe ich mehrere Fälle. Auch wenn es für die Fraktion "Sowas macht man doch nicht" unvorstellbar ist.
 
  • #83
Aber auch wenn es für manche hier völlig unvorstellbar ist (wahrscheinlich in erster Linie Mütter, für die das unvorstellbar wäre), gibt es im realen Leben reichlich Situationen, in denen man den Kontakt auch zu den Eltern runterfährt oder beendet.
Doch, das ist für mich durchaus vorstellbar. Natürlich hat die Tochter jedes Recht dazu, den Kontakt einzustellen. Wenn das für sie besser ist, sollte sie das auch tun. Was mir nicht gefällt, ist der implizierte Zusatz „weil die Eltern so schrecklich sind“. Das wird hier einfach so als Tatsache angenommen, obwohl wir weder die Tochter noch die Eltern kennen. Das ist mir einfach zu einseitig, und es stört mein Gerechtigkeitsempfinden, dass den Eltern da so selbstverständlich die Schuld gegeben wird. Ich empfinde das als Vorverurteilung.

Es geht ja niemand "kerngesund" in dem Alter zum Psychologen.
Ja. Trotzdem finde ich den kausalen Schluss „da müssen dann die Eltern schuld sein“ nicht zulässig.
Es gibt ganz grundsätzlich auch junge Erwachsene, die trotz liebevollem, guten Elternhaus (wie auch immer man das definiert) Probleme haben und zum Psychologen gehen.
w45
 
  • #84
Doch, das ist für mich durchaus vorstellbar. Natürlich hat die Tochter jedes Recht dazu, den Kontakt einzustellen. Wenn das für sie besser ist, sollte sie das auch tun. Was mir nicht gefällt, ist der implizierte Zusatz „weil die Eltern so schrecklich sind“. Das wird hier einfach so als Tatsache angenommen, obwohl wir weder die Tochter noch die Eltern kennen. Das ist mir einfach zu einseitig, und es stört mein Gerechtigkeitsempfinden, dass den Eltern da so selbstverständlich die Schuld gegeben wird. Ich empfinde das als Vorverurteilung.


Ja. Trotzdem finde ich den kausalen Schluss „da müssen dann die Eltern schuld sein“ nicht zulässig.
Es gibt ganz grundsätzlich auch junge Erwachsene, die trotz liebevollem, guten Elternhaus (wie auch immer man das definiert) Probleme haben und zum Psychologen gehen.
w45
Wer sich derartig vehement von den Eltern trennt, hat auch einen guten Grund dazu. Niemand macht das einfach so. Sei froh, dass du das nicht nachvollziehen kannst. Das bedeutet, dass bei dir alles gut lief. Nicht jeder hatte so ein Glück.
 
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  • #85
Jetzt bräuchte ich auch mal Eure Gedanken oder Einschätzungen.
Es geht um die Freundin unseres jüngeren Zwillingsohnes.
Sie ist eine wundervolle junge Frau, die wir alle sehr in unser Herz geschlossen haben.
Von Anfang an haben wir mitbekommen, dass das Verhältnis zu ihren Eltern sehr ambivalent ist.
Mittlerweile ist sie so weit , dass sie den Kontakt nach Studienabschluss abbrechen will. Sie hat Termine bei einer Psychologin, die ihre Eltern als narzisstisch einschätzt.
Wir haben die Eltern einmal persönlich getroffen und mehrfach telefoniert. Nicht unangenehm; sehr ruhige Menschen. Beide gehören dem Buddhismus an, sind gebürtige Deutsche. Die Unterstützung der Tochter beschränkt sich auf die Kosten des Studiums. Alles andere, z.B. Bewerbung für Praktika, Kleidung oder auch Urlaub, zahlen mein Mann und ich. Sie wohnt umsonst in der Wohnung unseres Sohnes.
Einmal die Woche telefoniert sie mit den Eltern. Das letzte Mal haben sich die drei Anfang Dezember gesehen.
Über unseren Sohn sprechen die Eltern immer sehr positiv.
Wir haben versucht, auch die Konsequenzen des Kontaktabbruchs aufzuzeigen. Sie möchte daran festhalten.
Ich kann jetzt natürlich nicht die ganzen Umstände schildern; das würde das Gerät sprengen. Gerne schreibe ich aber mehr, wenn es Fragen geben sollte.
Nur frage ich mich, ob man ihre Einstellung unterstützen sollte, dagegen argumentieren sollte oder sich ganz heraushalten sollte.
Unser Sohn plädiert übrigens auch für den Kontaktabbruch. Momentan bin ich tatsächlich unsicher; so eine Situation hatte ich noch nicht im Leben.
Ich freue mich auf Eure Gedanken!
Ich finde ihr (als seine Eltern) solltet euch da raushalten
Aber natürlich zum Kind stehen
Und seine Freundin unterstützen.
Aber klar aufzeigen- dass es IHRE ENTSCHEIDUNG ist
Die ihr akzeptiert.
Egal wie sie ausfällt.
Sie wird schon Gründe haben warum sie sich nun doch so entscheiden möchte.
Wahrscheinlich gestärkt durch eine gute und stabile Beziehung zu ihrem freund ( eurem Sohn ) und somit auch zu euch.
Möglicherweise sieht sie euch wie ihre (neue) Familie an
 
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