• #31
Ich vermisse eigentlich nur Waldmeisterbrause. Den Rest vom alten Krempel kann ich verschmerzen: Casetten mit Bandsalat, verkratzte Langspielplatten, ratternde, diafressende Diaprojektoren, brummende Röhrenfernseher - schwarzweiss natürlich - nebst Lassie, Flipper und Konsorten, Mamas stinkenden Käfer mit der sagenhaften Höchstgeschwindigkeit der heutigen Rufnummer der Feuerwehr, schimmliges Brot, kalte Duschen, Kohleöfen, all das Zeuch. Puh was gehts uns gut heute, solange wir die Welt nicht nur durchs Smartphone wahrnehmen. Von wegen gute, alte Zeit...

Das "Festnetz" war noch gar nicht erfunden, der Begriff kam groteskerweise erst mit dem Handy auf, es gab nur Telefone mit Schnur, angebunden im kalten Flur und Rufnummern und Ferngespräche, ja.
 
  • #32
Ich vermisse so vieles! Mit meiner Clique durch das Viertel rennen und nichts vom Alltag wie er heute ist, mitzubekommen. Wohnte mit der Familie im Mehrfamilienhaus. Überall waren Schlüssel von außen an den Eingang Türen. Alle kannten sich und haben aufeinander geachtet. Mit fünfzig Pfennig zum Kiosk zu rennen und Süßigkeiten noch zu genießen. Einfach diese Unbeschwertheit und die tägliche Entdeckungsreise zu erleben. Das war Luxus pur ohne Geld!
 
  • #33
Ich vermisse die Solidarität untereinander. Vertrauen statt Misstrauen, Interesse statt Desinteresse, Einfühlungsvermögen statt Egoismus.
Ich vermisse die Ruhe in öffentlichen Verkehrsmitteln. Überall piept und klingelt es. Jeder führt seine Privatgespräche via Handy wann, wo und wie laut er will. Das nervt mich gewaltig. Wenn ich da an lange und ruhige Bus- und Zugfahrten in meiner Kindheit und Jugend denke...
 
  • #34
Ich vermisse von Januar bis März die klirrende Kälte, verschneite Tannen, Tiefschnee und mit meinen Brüdern und ein paar Nachbarskindern täglich nach der Schule loszuziehen und in unserer menschenleeren, bergigen Gegend im Schnee Schlitten oder Ski zu fahren oder auf Eisflächen zu spielen.
Ich vermisse im April die Osternestsuche am Ostersonntagmorgen, die oft viele Stunden dauerte weil das Grundstück zu riesig war, und man manchmal deshalb auch Monate später noch ein Schokoladenei fand.
Froschlaich in Tümpeln zu suchen um in Plastiküten mit nach Hause für unseren eigenen kleinen Teich nehmen.
Ich vermisse im Mai die hunderten schwirrenden Maikäfer über unseren Köpfen als meine Brüder und ich versuchten diese einzufangen und sie danach 1, 2 Tage in grossen Schuhschachteln aufzubewahrten, zu beobachten und dann wieder frei zu lassen.
Ich vermisse von Juni bis August die langen Sommerferien die ich nur zum Schlafen und Essen in unserem Haus verbrachte. Draussen Zuhause, im grossen Garten zu helfen, Gras mit der Sense mähen um Futter für mein Pony zu machen, im Heu mit Freundinnen übernachten, beim Honig ernten helfen und die Waben auszuzeln dürfen.
Ich vermisse im September die Freude wieder in die Schule gehen zu können, zu Mitschülern die man wochenlang nicht sah.
Ich vermisse im Oktober das Klettern auf und herunterfallen von unseren Obstbäume um auch an das letzte Obst zu kommen. In Maisfeldern Verstecken zu spielen, und über die abgemähten Wiesen der Bauern zu galoppieren. Ohne Sattel, barfuss in kurzen Jeans und natürlich ohne Helm.
Ich vermisse im November den heissen Kakao und die Apfelküchle von meiner Grossmutter und was sie uns Kindern beim Essen dazu erzählt hat und welche furchtbar altmodische Musik dazu in ihrem Radio lief.
Ich vermisse im Dezember die riesige Vorfreude auf Weihnachten, das Plätzchenbacken mit meiner Mutter, das Geschenkebasteln und Karten schreiben und meinen feuerroten Filzmantel mit Kapuze für die Schule oder Sonntag für die Kirche, in dem ich aussah wie Rotkäppchen.

Im Ganzen vermisse ich heute die damaligen Werte, weil ich denke, dass wir uns (Deutschland) diesbezüglich zum Negativen verändert hat.
Was ich in meiner Kindheit sehr vermisste war Freiheit und Unabhängigkeit. Die würde ich auch nicht mehr eintauschen wollen, denn alles hat seine Zeit, und schöne Erinnerungen bleiben.
 
G

Gast

  • #35
Ich habe lange überlegt, ich vermisse sehr wenig. Ich habe meine Kindheit in der DDR verbracht. Mein Elternhaus war nicht gut, die Anerkennung, wirkliche Wärme, habe ich durch Erzieher, Schule, Ausbildung und auch die Jugendorganisationen erhalten. Meine ehem. West-Psychotherapeutin sagte mir, dass ich, wenn ich damals in der BRD gelebt hätte, garantiert unter die Räder gekommen wäre.

Ich will die DDR nicht verherrlichen, sondern nur einen anderen persönlichen Blickwinkel zur Frage zeigen.

Ich vermisse die Zeit ohne Handy, ohne Telefon, weil das Miteinander verbindlicher, zuverlässiger, nicht so spontan und willkührlich war. Es wurde mehr miteinander gesprochen, gehandelt, heute ist jeder mehr für sich, es hat sich viel Egozentrik und Infantilität gebildet.

Ja, ich vermisse auch die damaligen positiven Werte, egal ob Ost- oder West.

Das Keksebacken, das schöne Gestalten der Weihnachtszeit, ohne viel Konsum, habe ich mir und meiner Familie bis heute erhalten. Als Kind hatte ich einen tollen Hund, inzwischen habe ich wieder einen tollen Hund.

Für mein Kind habe ich die gute und hochwertige Schulausbildung, die ich hatte, das wenige Ausfallen von Lehrern, wegen Alter, Krankheit, sowas kannte ich aus meiner Schulzeit einfach nicht, vermisst.

Ich vermisse die Obst- und Gemüse-Märkte, wo es so gut roch. Ansatzweise rieche ich das heute noch in der Gemüseabteilung eines Bio-Supermarktes.

Trotz aller Umstände bin ich sehr froh und dankbar, dass ich später so viel gutes gefunden und erfahren habe.

w
 
  • #36
NICHTS!

Ich fühle mich wohl, gut und zufrieden so wie es ist.

Wenn ich körperlich und geistig meine alten "Wirkungsstätten" besuche, merke ich wie weit das alles weg ist und sich verändert hat. Es war eine geile Zeit. Diese ist es aber auch, wieder.

Heute lebe ich wesentlich bewusster und gelassener, liebe das Sein, das Leben und den Augenblick. Austoben, Übermut, Sturm und Drang war.

Alles hat und braucht seine Zeit. Sie hat sich damals mit ihrem Wesen gefüllt und tut es heute wieder.

m46
 
M

MissFourty

  • #37
1970 geboren:

Ich vermisse den Bach mit dem kleinen Wasserfall, der neben meinem Elternhaus verlief. Das Plätschern des Wasser und das Quaken der Stockenten. Vor allem den Geruch des Wassers, an lauen Sommerabenden besonders intensiv.

Ausserdem vermisse ich das Eingebundensein in eine Gemeinschaft (Geschwister/Nachbarn). Hier hab ich niemanden, nur meinen Sohn (17), aber der ist meist bei seinem Vater.

Auch vermisse ich die Obstbäume, an denen man sich im Herbst bedienen könnte nach Herzenslust, Kirschen, Zwetschgen, Äpfel, alles wuchs direkt neben dem Haus. Ebenso verschiedene Beeren, Rhabarber, Kräuter und so. Das war schon geil ...
 
W

wahlmünchner

  • #38
Nichts absolut nichts
Weil wir in viel schöneren Wohnungen wohnen, besseres Essen auf dem Tisch haben, unverblümter sprechen können..und die Abhängigkeiten von den Eltern nicht mehr haben.
 
G

Gast

  • #39
Das Gefühl, endlos Zeit zu haben.
 
  • #41
Ich vermisse den Sonnabend ! Es gibt nur noch Samstage.
Überhaupt fehlt mir meine Sprache Ich bin in einer kleinen Stadt in Norddeutschland aufgewachsen - zweisprachig. Zuhause, in der Familie und mit den Kumpels , am Hafen und in der Stadt wurde platt gesprochen, in der Schule, im Fernsehen und im Rest der Welt Hochdeutsch.
Ich lebe nun wieder in Norddeutschland in einer Großstadt, aber die Menschen reden wie in Köln, Frankfurt oder Berlin.
Ich vermisse 'keine Angst'. Heute haben viele Menschen vorallen Möglichen Angst, insbesondere vor anderen Menschen (Kinderschänder, Terroristen). Nach einem sehr unschönen Erlebnis mit einer Mütterschar und der Polizei, spiele ich nicht mehr Fußball oder anderes mit den Kinder in meiner Strasse oder im Park - den ich könnte ein Kinderschänder sein. Mann muss heute vorsichtig sein mit dem was man tut oder macht. Nacktbaden und in der Nähe sind angezogene Menschen geht heute nicht mehr. Es könnte sich irgendjemand belästigt fühlen.
 
  • #42
Auch vermisse ich die Obstbäume, an denen man sich im Herbst bedienen könnte nach Herzenslust, Kirschen, Zwetschgen, Äpfel
Schade, daß Du all diese Dinge aus Deiner Kindheit verloren hast. Mir geht es nämlich genauso, aber der Traum einer Rückkehr ist mit der Frau, mit der ich mein Leben teile, leider unmöglich – Obstbäume bedeuten ihr nichts.

All die unerfüllten Sehnsüchte sind für mich ein Symptom dafür, daß ich wohl irgendwann in meinem Leben eine falsche Entscheidung getroffen habe. Oder auch nicht, denn mit einer obstbaumaffinen Frau an meiner Seite hätte es sicher andere Probleme gegeben.
 
F

Fiona72

  • #43
Ich vermisse gar nichts aus meiner Jugend. Zu Schulzeiten wurde ich immer nur gemobbt, obwohl damals das Wort "Mobbing" noch gar nicht existierte. Beim 10. Jahrestreffen nach dem Abitur war dies dann ein wenig anders, da ich mittlerweile Kontaktlinsen trug und nicht mehr eine Brille mit Gläsern wie Panzerglas.:)

Auf jeden Fall konnte ich dann den Jungs meine Meinung "geigen", als die dann mit mir flirten wollten. Aus dem hässlichen Entchen ist jetzt eine Frau mit Designierklamotten geworden.
 
  • #44
Ich hatte keine schöne Kindheit, daher vermisse ich diesbezüglich auch nichts, denn Liebe und Unbeschwertheit und Co habe ich nie kennengelernt.

Doch auch ich vermisse ein paar Dinge von früher, ich vermisse...

- den Winter. Das ist doch heute nur mutschig-kühl oder mutschig-schwül

- blauer Himmel. Dieses verwaschene von Smog getrübte bräunlich-blau bis gräulich-blau ist doch kein Himmel mehr...

- weisse Weihnacht.

- die Ruhe, die Samstags um Punkt 14.00 in den Innenstädten einzog, am 1. Samstag im Monat um 16.00, aber es wurde dann immer so schön friedlich.
Das betraf auch die Sonntage.

Die Menschen sind um diese Uhrzeit aus den Städten geflohen, wie die Kakerlaken vor dem Licht fliehen.
Mit einem Schlag war alles ruhig und leer.

- auch wenn ich kein Weihnachten feier, so habe ich die Ruhe, die am Heiligen Abend ab 12.00 überall einzog auch immer genossen, heute müssen Beschäftige im Verkauf teilweise bis 18.00 arbeiten.

Aber diese Stille war etwas Besonderes und man ging gerne durch die Strassen.

- ich vermisse feste Arbeitsverträge und Jobs die auch wenn sie einfach waren, einen Menschen dennoch ein Auskommen boten.

- ich vermisse Perspektiven für Kinder und Jugendliche auch mit Hauptschulabschluss.

- ordentliche Backwaren und richtige Brötchen.
Bin froh, dass ich einen Biobäcker in der Nähe habe, der hat noch ordentliches Brot, Brötchen und Gebäck und das schmeckt alles auch noch richtig gut!

- ich vermisse die Zeit vor der Agenda 2010

- vor allem vermisse ich Ruhe, nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart.
Ich empfinde die Welt und die meisten Menschen als schrill, überkandidelt und rücksichtslos.
Überall Lärm, Hektik und künstlich geschaffene Betriebsamkeit....gruselig....
 
  • #45
Ich lebe immer in der momentan besten Zeit.

Freue mich über viele schöne, spannende, berührende Erinnerungen.
Gestalte und genieße den Moment.
Entdecke, genieße Neues.
Bin neugierig auf das, was kommt.

M, 54
 
  • #46
Auch ich vermisse die vielen Ferien. :)

Andererseits auch das hier:
- ich vermisse feste Arbeitsverträge und Jobs die auch wenn sie einfach waren, einen Menschen dennoch ein Auskommen boten.

- ich vermisse Perspektiven für Kinder und Jugendliche auch mit Hauptschulabschluss.
Genau. In den 80ern konnte man sich auch mit einer soliden Ausbildung (->Lehre) hocharbeiten. Und damit sogar eine Familie ernähren und Eigentum schaffen. Der Alltag war entspannter im Gegensatz zu heute, wo oftmals beide Elternteile Vollzeit ranklotzen müssen und dennoch das Geld knapper zu sein scheint. M.E. liegt das jedoch auch z.T. an den höheren kostspieligeren Ansprüchen. Ich jedenfalls hätte damals Beklemmungen bekommen, hätten mir meine Eltern ein derartiges Freizeitprogramm aufoktroyiert und mich überall hinchauffiert. Oder wären mit einem Kuchen in eine Klassenparty ("Üüüberraschuuung!") reingeplatzt. Natürlich just zu dem Moment, als man den ersten Kuss bekam... Nä.

Was ich richtig vermisse, sind die Jungs und Männer, die an ihren Autos und Mopets schrauben. Diese sind ja leider "dank" Elektronik und (manipulierter) Software gänzlich verschwunden, sieht man mal vom Oldtimerbereich ab.

Und doch denke ich, jede Zeit hat ihren Reiz. Auch heute. Was jedoch die unsäglichen Smartphones angeht, kann ich mich den Vorschreibern nur anschließen. Bei manchen Daddlern scheint sich da regelrecht ein neues Körperteil entwickelt zu haben, das wie ein Butterbrot vor sich hertragen wird.
 
  • #47
Ich wusste schon mit 16, dass ich nie Kinder haben werde und nie heiraten werde. Bis heute nicht.
Ich halte auch nicht lange in Beziehungen aus, ziehe irgendwie auch Männer an, die ebenfalls nicht wirklich Bindungsunfähig sind.
In den Phasen ohne Beziehung fühle ich mich wohl, es ist so als ob ich zu mir selbst zurückkehren würde. Diese “Pausen“ sind sehr wichtig für mich.
Bei meinen Brüdern ist es ganz anders, beide sind lange verheiratet und haben Kinder..
Ob das therapierbar ist weiss ich nicht.. Ich denke solange man keinen Leidensdruck verspürt muss man nicht zwingend zum Psychologen rennen.

Die Kindheit beeinflusst einen mit Sicherheit, nur jeder Mensch verarbeitet schwere Erlebnisse anders.
 
  • #48
Ja, ich kenne das nur zu gut. Mich beeinflusst meine miserable und lieblose Kindheit, jegliche Art von Familiensinn, Familiengründung und Zusammenhalt als etwas gutes zu sehen und mich dem vorbehaltlos zu öffnen. Einerseits Angst und andererseits kann ich andere, positive Erfahrungen weder mir selbst noch anderen einfach mal gönnen. Es ist furchtbar. Ich weiß auch nicht wirklich, wie ich das jemals überwinde.
 
  • #49
Manchmal vermisse ich meine kindliche Naivität. Einerseits ist es natürlich gut, sich weiterentwickelt zu haben, andererseits - vieles schien damals einfacher zu sein. Als man noch nicht so viel vom Leben wusste ...

Ich vermisse die Abwechslung. Die Abenteuer draußen mit den Cousins bei Verwandtenbesuchen, und dann wieder meine versponnenen Tagträume ganz für mich allein.

Die gönne ich mir ab und an auch heute noch. Bei der Arbeit sehr leistungsfähig - aber tief im Inneren immer ein Kind geblieben ... mit vielen Erinnerungen im Herzen, mit denen ich noch heute so manch einen verblüffen kann.
 
  • #50
Ich vermisse:
- als Frau die Wertschätzung als Arbeitskraft und als Frau allgemein
- die schönen kalten Winter und weiße Weihnachten
- den vielen Regen
- den Geruch in einem Metzgerladen
- den Geruch von Obst und Gemüse, wenn ich über einen Markt ging
- Insekten
- das Zusammengehörigkeitsgefühl der Frauen, es gab viel weniger
Neid und Gezicke sowie Mobbing
- sich über Kleinigkeiten freuen können (ich kann es noch, andere
Menschen konnten es noch nie)

Mir fällt nachher bestimmt noch mehr ein.

WÜ55
 
  • #51
Vertrauensvorschuß. Früher galt jemand so lange als vertrauenswürdig, bis sich irgendein Verdachtsmoment gegen ihn ergab. Und selbst dann wurde erst einmal vorsichtig sondiert, um den anderen nicht falsch zu verdächtigen. Heute ist es umgekehrt, heute steht man zuallererst einmal unter dem Generalverdacht, einer der unzähligen Trickser und Betrüger zu sein, und wird auch so behandelt. Man zermartert sich den Kopf, wodurch man das Mißtrauen wohl auslöst, kommt aber nicht dahinter, weil einem die Absichten, derer man verdächtigt wird, ja völlig wesensfremd sind.
 
  • #52
Das kommt darauf an, wie umfassend man den Begriff versteht. Entscheidend ist doch, dass man doch lernt, mit anderen gut zurecht zu kommen und sich zurecht zu finden. Dabei sind neben einer guten Umgebung gerade die ersten 15 bis 20 Jahre sehr entscheidend, würde ich mal sagen. Und ich denke schon, dass eine glückliche Jugend im Sinne einer geglückten Jugendentwicklung schon über "Hopp oder Top" mitentscheidet. Materielle Aspekte allein habe ich jetzt bewusst ausgeklammert und das ein Kind seine Zeit für sich und seine eigene Entwicklung wenigstens ausreichend zur Verfügung haben sollte, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Ohnehin ist seine Zeit das Wertvollste, dass man als Kind hat. Und in dieser Zeit sollte ein Kind auch nicht etwa über Gebühr arbeiten müssen oder so etwas. Das wäre Diebstahl an seiner Jugend
 
M

moobesa

  • #53
  • #54
Den ganzen Tag mit den Freunden zusammen sein - in der Schule, Freizeit, beim Sport ....
Die Eltern als sicherer Hafen - ich habe ja vor kurzem meinen Vater verloren
Die langen Ferien
Die Freude - Freude am Lernen, Vorfreude auf Weihnachten und Geburtstag, ....
Die Sorgenlosigkeit - für nichts verantwortlich zu sein war damals nicht das Ziel. Heute könnte man das geniessen
Die Toblerone vom Opa .....
 
  • #55
Ich vermisse:
- als Frau die Wertschätzung als Arbeitskraft und als Frau allgemein
- die schönen kalten Winter und weiße Weihnachten
- den vielen Regen
- den Geruch in einem Metzgerladen
- den Geruch von Obst und Gemüse, wenn ich über einen Markt ging
- Insekten
- das Zusammengehörigkeitsgefühl der Frauen, es gab viel weniger
Neid und Gezicke sowie Mobbing
- sich über Kleinigkeiten freuen können (ich kann es noch, andere
Menschen konnten es noch nie)

Mir fällt nachher bestimmt noch mehr ein.

WÜ55
damit schreibst du mir aus der Seele! Die heile Familie mit Mama, Papa, Großeltern, unseren Hund, die Fahrten in den Sommerferien zu unseren Großeltern ins grüne. Unser Vater reiste alleine (!) zum Bergwandern in die Schweiz und holte uns und unsere Mutter von den Großeltern wieder ab und verbrachte noch eine Woche dort, es war ein Fest! Bis wir alle wieder zusammen mit dem Zug nach Offenbach/Main fuhren, wo bald die Schule wieder begann. Da waren wir etwas traurig und glücklich zu gleich, weil wir unsere Freundinnen und Freunde wieder hatten....
 
  • #56
Es gab in meiner Kindheit noch die schönen Singleplatten und die vermisse ich sehr. Lieber Single als CD. Gut für diejenigen, die heute ü20 sind, hört wie jemand aus dem Museum.

Außerdem vermisse ich, die herzklopfende Unsicherheit eines ersten Kusses.