• #1

Was will man eigentlich als Single? Sich verlieben oder sich verkaufen?

Oft sehe ich in meinen Bekanntenkreis viele Männer und Frauen, die trotz Möglichkeiten, immer noch Single sind. Dann kommen solche Alibiausreden wie: Der Mann ist ja ganz nett und wäre schon etwas, aber bei meinen Marktwert würde ich mich ja relativ unter Wert "verkaufen". Bei solchen Aussagen dreht sich immer mein Magen um. Erstens interessiert mich weder mein Marktwert noch der Marktwert des anderen. Vielleicht ist ja mein Marktwert sehr gering, sonst wäre ich ja nicht Single. Und 2. bleibe ich lieber Single und authentisch, bevor ich optisch meinen Marktwert an die jeweilige Zeit anpasse.

Also was will man eigentlich als Single? Sich verlieben oder sich verkaufen?
 
  • #2
Guten Morgen,

leider bin ich sehr romantisch veranlagt, nähe- und kuschelbedürftig, habt und kann noch träumen, liebe es die vielen kleinen Dinge im Leben zu geniessen, bereinige mein Leben von vielen Öberflächlichem sowie Erzwungenem und erlebe es auch immer wieder wie scheinbar berechnend, nicht nur in Beziehungsfragen, viele Menschen, Männer und Frauen, unterwegs sind - wahre Gefühle und Empathie Mangelerscheinung.
Doch wen wundert's, wenn in der Gesellschaft viele auf Höchstleistung getrimmt werden, nur Superlative zählen sowie wahrgenommen werden, der heilige Gral des Materialismus und Besitzens herumgereicht sowie bis aufs Blut verteidigt wird?

So hat dann schlußendlich und schlußfolgerichtig auch der "Single" seinen Preis.

Ist für mich für andere ok, aber gehört für mich zu den aus meinem Leben aussortierten Dingen. :)

PS: Zum Glück kann ich mir dies und einiges andere leisten: Es mir nicht zu leisten. ;)
 
  • #3
Natürlich ist es immer auch ein sich verkaufen. Man zeigt ja durch seinen Partner in gewisserweise was man selbst "wert" ist und das ist vielen sehr wichtig, was nix kostet ist auch nichts. Das ist zwar in vielerlei hinsicht Blödsinn und das freie Spiel des Marktes wird durch solchen Quatsch wie Liebe behindert, es ist aber durchaus eine verbreitete Ansicht. Das geht Hand in Hand mit dem Optimierungswahn dem unsere Gesellschaft immer stärker unterliegt. Dieser Kampf wird immer härter, befeuert durch Schönheitsoperationen, Styling und Designerkleidung, die die Attraktivität durchaus aufwerten, dadurch aber in gewisserweise das evolutionäre Auswahkriterium der Attraktivität ad absurdum führen.

Beruflich wird der soziale vergleich immer wichtiger und die Tendenz geht stark dahin sich mit den "Besseren" zu vergleichen.

Es muss alles perfekt sein heutzutage, der Lebenslauf, die LEbenssituation, der Partner, selbst Kinder werden für die Optimierung richtig gehend gequält.

Ich wurde auch schon von einer Partnerin "optimiert", da ich potentiell ein hüscher Kerl bin, meine Attraktivität aber hinter Brille, bestimmten Klamotten und unvorteilhaften Haarschnitten verbarg. So wollte sie mich nicht mal Ihren Freundinnen zeigen, insofern war Ihr die Außendarstellung sehr wichtig. Es spielt heute häufig keine Rolle mehr wer und wie du bist, sondern nur noch was du darstellst. Schöne neue Welt.
 
G

Gast

  • #4
Nicht unter Marktwert verkaufen ist doch nichts anderes als wenn ich sage, sie ist ganz nett, aber doch nicht so ganz mein Gechmack.

Liebe funktioniert nicht mit Vernunft wie bei einem Auto wo ich sage, ok, eigentlich wollte ich nen BMW aber ein Opel fährt doch auch. Ich denke, ich habe einige Chancen vertan in meinem Leben, aber manchmal passt es eben einfach nicht, auch wenn andere das vielleicht meinen und einem dann gerne schmackhaft machen möchten.
 
G

Gast

  • #5
Für mich sind das einfach Vermeidungsstrategien um nicht aus der Komfortzone zu müssen. Ich fand das Wort "Marktwert" für Menschen schon immer unappetitlich und abstoßend, denn es erinnert mich an Sklavenhandel oder sonstige Verwertungsmaschinerien. Ich käme nie auf die Idee das auf mich oder andere anzuwenden. Damit ist auch sicher nicht nur die Optik gemeint, die Leute finden sich, solange sie noch ein Gehalt haben und zum Sport rennen, auch sonst ganz makellos. Auch charakterlich. Wenn man selber der Meinung ist man würde sich verkaufen (eigentlich vermietet man sich und seine Zeit und seine Arbeitsleistung doch sowieso schon mindestens 5 Tage die Woche) Es geht bei uns nicht nur darum optisch angepasst zu sein. Auch wenn Konfektionsgröße 36 (in anderen Ecken der Welt wird reger Gebrauch von Bleichcreme verlangt, also nicht "besser" oder "edler" in dem Sinne) bei Frauen viel vergessen macht. Es geht hier bei uns den "Marktwertlern- und innen" auch darum das du nur Bequemlichkeiten bietest. Der Espressoautomat nicht auf dem selben Niveau? Das gibt Minuspunkte! Bei Urlaubsfahrten finanziell mithalten, keine Verpflichtungen pflegebedürftigen Verwandten gegenüber, noch wichtiger: Nicht zu viel Mitleid und bloß nicht drüber reden, wie es einem dabei geht, keine Arbeitslosigkeit, Teilzeit, Freiberuflichkeit ("dann bist du also arbeitslos"), etc. In solchen Fällen haben einige Menschen die german Angst sie müssten dich subventionieren um ihre Hobbies wie teuer essen gehen, teure Luxusreisen, eine Eigentumswohnung, ein Haus, weiter ausüben zu können. Mein Fall ist das auch nicht und wenn jemand raushängen lässt, was er doch toll ist und was andere doch für Nieten sind, in welcher Form auch immer, inspiriert mich das zum diskreten Rückzug. Glücklicherweise habe ich so was im direkten Bekannten und Freundeskreis nicht gehört. Glaube, solche Verirrungen kommen auch erst, wenn man lange genug allein in seiner Wohnung saß und langsam sein eigenes Brett zurechtgeschnitzt hat. Wenn es für mich Merkmale für eine Beziehungsfähigkeit gibt, dann heißen diese Mitgefühl, Liebenswürdigkeit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. In den ärmsten Gegenden der Welt schaffen die Leute das noch. w48
 
G

Gast

  • #6
Das ganze "Marktwert"-Getue nervt mich schon seit Jahren. Ich bin nicht käuflich und bin auch nicht bereit zu kaufen.
Natürlich meinen es die meisten Menschen nicht so, wenn sie von "unter Marktwert verkaufen" sprechen. Aber der Begriff "Marktwert" ist trotzdem sehr ernst gemeint. Da geht es darum, was man selbst bieten kann und dass sich daraus ein Recht auf einen bestimmten Partner ableitet. Und schon sind wir eben wieder beim Kaufen.
"Ich biete Schönheit und guten Sex und erwarte dafür Geld und Status" oder "ich kann nur durchschnittliches Aussehen und Hauptschulabschluss bieten und darf daher nicht mehr erwarten als einen duchschnittlich aussehenden Arbeiter"
Irrtum - so läuft es eben nicht. Wer bei einer Beziehungsanbahnung so denkt, muss sich nicht wundern, wenn die Beziehung dann auch nicht mehr als ein Kuhhandel wird.
Ich habe keinen Marktwert, ich habe einen menschlichen Wert und ich habe immer nach einem menschlich wertvollen Mann gesucht. Ich habe ihn gefunden. Ich habe nicht danach geschaut, was er ist und wieviel er verdient, ich habe geschaut, WER er ist. Er ist ein wertvoller Mensch mit großem Herz statt großem Geldbeutel, hoher Intelligenz statt hoher Bildung und einer Großzügigkeit im Handeln statt Prahlen.
Mein Singledasein wurde nicht geprägt von dem Gedanken, mich nicht unter Wert verkaufen zu wollen. Ich habe die Singlezeit als Gelegenheit gesehen, mein Leben alleine zu ordnen und ich habe mir offen gelassen, Single zu bleiben oder mich wieder zu binden. Die Entscheidung darüber hat das Schiksal getroffen.
 
  • #7
Quark!

Wäre die Mehrzahl der Menschen wirklich anspruchsvoll und wählerisch würde es nicht so viele Trennungen, Scheidungen und Warmwechsel geben - dann hätten diese Leute den oder die Richtige gefunden - fürs Leben.

Haben sie aber nicht, weil sie eben nicht wählerisch, anspruchsvoll und sozuagen "berechnend" waren. Sie hatten sich aus vielfältigen Gründen für jemanden "entschieden", gepasst hat es dann doch nicht, logisch die Berechnung fehlte.

Ich glaube somit nicht an den groß wählerischen Single, ich bin da bei vielen Frauen meiner Generation die Ausnahme, entweder finde ich das was ich will oder ich bleibe weiterhin solo.
Die Mehrzeit der Frauen sieht das aber nicht und stapelt lieber tief, wird auch fündig, logisch, je weniger Anspruch, je eher habe ich einen Partner, nur was für einen, hm....muss jede selbst wissen.

Männer sind ohnehin wesentlich weniger anspruchsvoll als Frauen, ab einem gewissen Alter nehmen sie alles was sie finden können.

Den super wählerischen und berechnenden Single kenne ich, wenn ich mal von mir ausgehe, überhaupt nicht, die Mehrzahl sucht verzweifelt und nimmt dann auch gerne Übergangslösungen - sorry aber mit Berechnung hat dies für mich nichts zu tun.

Gruss sehr wählerische H. und in meinem Alter, 51, die Ausnahme.
 
  • #8
Liebe FS,
ich finde, Du dramatisierst unangemessen die Wortwahl, die manche benutzen, beim Versuch sehr persönliche Aspekte in ihrer Partnerwahl zu beschreiben. Insbesondere Menschen gegenueber, die einem nicht sehr nah sind, flüchtet man sich doch eher in abstrakte Formulierungen, als sich mit seinen persönlichen Dingen zu zeigen. In diesem Zusammenhang haben sich wirtschaftliche Begrifflichkeiten zur Situationsbeschreibung durchgesetzt - gilt ja nicht nur für die Partnerwahl.

In erster Linie bin ich als Single angenervt von der übergriffigen Fragestellung, warum, denn wohl eine so "tolle Frau" wie ich schon so lange allein sei. Erstens bin ich garkeine so tolle Frau, sondern im breiten Spektrum der Normalität durchschnittlich und zweitens geht das niemanden was an, der mir persönlich nicht sehr nahe steht, also maximal 3 Menschen.
Leider verhält es sich so, dass ausgerechnet diese 3 nicht fragen, sondern diejenigen, die es rein garnichts angeht und die bekommen dann auch abstrakte Antworten, weil den meisten auch Intellekt, Selbstreflektiertheit und Anspruch ans Leben fehlt, um nachvollziehen zu können, was ich meine. Es ist sozusagen eine Gesprächsabkuerzung.

Ich will mich weder verlieben noch verkaufen. Ich will mein Leben in Freiheit leben. Wenn ich mich verliebe, dann heisst das noch lange nicht, dass ich daraus was werden lasse, denn ich bin alt genung und habe ausreichend Lebenserfahrung, um zu wissen, welche Partner(Eigenschaften)-Konstellation gut laufen kann und welche nicht. Daher lasse ich mich allein durch Verliebtheit nicht in eine Beziehung steuern, die mich dann maximal unglücklich macht, sondern der Kopf entscheidet mit.

Ich denke, es hängt wesentlich damit zusammen, dass mir das Singlesein nicht unangenehm ist. Es ist viel angenehmer als eine schlechte Partnerschaft.
 
G

Gast

  • #9
Ich war gestern bei einer Freundin die auf ***angemeldet ist und dort auch einige Dates hatte. Ich selbst hatte mich damals bei FB abgemeldet, als es um die Datensammlung usw. ging. Daher könnte ich mich gar nicht bei Tinder anmelden.

Ich wusste bereits vorher, wie *** funktioniert und sie zeigte mir dann - nachdem sie den Umkreis auf 1 bzw. 3 Km festlegte - was für Menschen dort suchen. Später zeigte sie mir auch, wie die meisten Männer sie anschreiben.

Das ist wirklich eine krasse Selbstvermarktung da. Selbst hübsche Männer und Frauen haben sich so überzogen und künstlich präsentiert, dass wir meist lachen mussten.

Ein wirklich gutaussehender Typ zeigt sich in den verschiedensten Posen; mit seinen Katzen, lässig an einem Gebäude in der Stadt lehnen, verwegen in die Kamera lächelnd, usw. Das war einfach zu viel. Am liebsten hätte ich ihm gesagt 'Oh Mann, ey du bist ein gutaussehender Typ...was machst du da nur. Du wirkst seltsam so wie du dich hier zeigst boy!'

Frauen schnitten auch nicht wirklich besser ab. Jede zweite Frau macht das sog. Duckface, streckt die Zunge raus oder zeigt sich extrem süß in ihrem Kuscheligen Bett oder guckt völlig ausdruckslos a la 'Miss Universe.'

Von 100 Leuten haben wir wirklich fast gar keine 'normalen' Männer und Frauen gesehen.

Es muss an *** liegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich auch auf anderen Plattformen Männer und Frauen so extrem unvorteilhaft und künstlich präsentieren??!

Ich sah ca 20 - 30 Frauen, die ich draußen sofort angesprochen hätte. So, wie sie sich allerdings zeigten (seltsame Ansammlung von Selfies 'Vanity...anybody??'), hatte ich vor allem stets negative Assoziationen wie etwa 'Diese Frau ist einfach zu selbstverliebt, arrogant, künstlich, geschminkt, eingebildet, unnatürlich, oberflächlich, komisch, etc.'

Die Kombination hübsch + authentisches, sympathisches Auftreten und Lächeln? Fehlanzeige. Weder bei Männern noch bei Frauen. Ich sah eine einzige Frau, die meinen (zo hohen?) Ansprüchen gerecht wurden.

Jedenfalls mit Blick auf diesen kleinen Ausschnitt muss ich sagen, ja, viele Menschen wollen sich zwanghaft verkaufen und machen sich so unfreiwillig extrem unattraktiv. Selbst ihre physischen Attribute können das nicht ausgleichen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #10
Zitat von Claudia069:
Dann kommen solche Alibiausreden wie: Der Mann ist ja ganz nett und wäre schon etwas, aber bei meinen Marktwert würde ich mich ja relativ unter Wert "verkaufen".
So drücken die das aus? Ich würde nie von einem Marktwert reden, wenn es einen Menschen betrifft. Vielleicht ist es besser, wenn diese Menschen Singles bleiben, wenn sie einen anderen Menschen als Unterhaltungsprogramm, Wunscherfüller oder Objekt, das mein Leben angenehmer machen soll, sehen.
Zitat von Claudia069:
Vielleicht ist ja mein Marktwert sehr gering, sonst wäre ich ja nicht Single.
Wieso sollte Dein Marktwert deswegen gering sein? Vielleicht bist Du auch wählerisch und nicht so leidensfähig wie so viele, deren Beziehungen ich nicht verstehe, was die Respektlosigkeit dem anderen gegenüber und die Rollenverteilung in der Beziehung angeht.
Zitat von Claudia069:
Also was will man eigentlich als Single? Sich verlieben oder sich verkaufen?
Ich will mich verlieben und das passiert mir auch mitunter. Nur kann ich es mir ja nicht aussuchen, ob der, in den ich mich verliebe, auch Single ist oder z.B. hier um die Ecke wohnt und ich ihn damit häufig genug sehe um rauszufinden, ob da mehr ist als nur erste Anziehung.
Außerdem: Je mehr man an sich gearbeitet hat durch Selbstreflexion, umso schwieriger wird es, jemanden zu finden, der das auch getan hat und nicht irgendwo im Alter von Mitte Zwanzig oder Mitte Dreißig stehengeblieben ist. Auf die Weiterentwicklung, was Charakter und emotionale Intelligenz betrifft, wird ja häufig keinen Wert gelegt, weil es keine sichtbaren Ergebnisse bringt wie mehr Lohn bei erfolgreicher Karriere. Was will man z.B. mit einem 50jährigen auf dem emotionalen Entwicklungsstand eines Teenagers, der weibliche Bestätigung für sein männliches Ego braucht statt einer Frau auf partnerschaftlicher Augenhöhe zu begegnen?
Interessant fände ich auch die Frage, wieviele von den Menschen in Partnerschaften sich verkauft haben, entweder richtig für finanzielle Absicherung oder für emotionale Sicherheit, und sich nun vormachen, es sei Liebe.
 
A

Ars_Vivendi

  • #11
Dann kommen solche Alibiausreden wie: Der Mann ist ja ganz nett und wäre schon etwas, aber bei meinen Marktwert würde ich mich ja relativ unter Wert "verkaufen".
Interessante Aussagen. Ich würde mit "Marktwert" mal die ganzen "objektiveren" Kriterien umschreiben, die von vielen für die Vorauswahl genutzt werden (Aussehen, Beruf, Bildung, etc.).
In Partnerschaftsbörsen sortiere ich nach diesen Kriterien einfach, weil die "Auswahl" sonst zu groß ist. Wenn ich eine Frau direkt persönlich kennenlerne, spielen diese Kriterien zunächst weniger eine Rolle, aber auch dann sortiere ich für mich z. B. bestimmte Berufsfelder oder Bildungsabschlüsse aus. Weniger, weil ich mich dann "unter Wert" verkaufen würde als weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass die Weltanschauungen dann einfach unterschiedlich sind. Ein aus meiner Sicht simples Beispiel sind sozialpädagogische Berufe, die sich einfach von meiner eher technisch geprägten Weltsicht unterscheiden.

Es mag sein, dass manchen Menschen ihre Partner oder Partnerinnen schon beim kennenlernen völlig unabhängig davon rein "als Mensch" wahrnehmen, ich ganz ehrlich nicht. Vermutlich hängt das auch von den eigenen Erfahrungen in Beziehungen ab und auch vom eigenen "Status", denn daran hängt ja der Statusunterschied letztlich auch.

Vielleicht umschreiben Frauen auch damit einfach, dass der Statusunterschied in der falschen Richtung zu groß ist? Es ist sicher auch heute noch so, dass ein zu großes Statusgefälle Frau-Mann eher ein Problem ist und dass Frauen eher auf mehr Status und Geld bei Männern schauen. Kaum ein Mann wird eine besser gebildete oder beruflich erfolgreichere Frau wollen, weil dieser Unterschied besteht, sondern er wird eher nur maximal bestimmte Unterschiede in Kauf nehmen wollen.
 
  • #12
Viele Menschen beziehen ihr Selbstvertrauen aus ihrem Aussehen. Ganz besonders Frauen laufen Gefahr in diese Falle zu tippen.

Irgendwann hat man dann völlig vergessen, was Liebe ist und es geht nur noch um den Wettbewerb am Markt.
 
  • #13
Viele Menschen beziehen ihr Selbstvertrauen aus ihrem Aussehen. Ganz besonders Frauen laufen Gefahr in diese Falle zu tippen.

Irgendwann hat man dann völlig vergessen, was Liebe ist und es geht nur noch um den Wettbewerb am Markt.
Sehe ich nicht so, es gibt jede Menge schöner Frauen, die gar nicht auf dem Markt sind, Singlefrauen, die nicht suchen und sich somit auch nicht über ihr Aussehen definieren müssen.

Sie sehen halt gut aus und fertig, leben ihr Leben, lieben ihren Beruf, haben ihre Hobbys und Freunde und sind im Grunde ganz normal, nur dass sie super aussehen - so what.

Nicht jede tolle Frau sieht sich auf dem sogenannten "Markt", sie steht auch nicht im Wettbewerb oder sonstwas, sie lebt einfach ihr Leben als Single "ohne aktive Partnersuche".
 
  • #14
Wer sich verlieben will hat es schwer, wenn er nach seinem "Marktwert" bewertet wird. Egal ob er viel oder wenig zu bieten hat. Eine Beziehung die nur auf "Marktwert" baut, ist schnell auseinander, wenn der "Marktwert" nicht mehr stimmt.
Es ist leider ein "Marktplatz":"Ich biete das - was hast du mir dafür zu bieten ?" Entsprechend bilden sich die Paare. Selbst bei meinem Eltern und Großeltern war es ein "Marktplatz", und weniger die Liebe.
Wer "zuwenig" bietet, der muß sich mit Gleich"wertigem" zufrieden geben.
Manche Frauen meinen, es genüge schon, daß sie eine Frau sind = "höchster" Marktwert. Also eine Art Prostitution. Ansonsten investieren sie z.B. in den Schönheitschirurgen, um ihren "Marktwert" zu erhöhen. Das mag in manchen Fällen angemessen sein, aber nicht unbedingt in jedem Fall.
Liebe ??? . ... das interessiert erst nachrangig. Zuerst zählt Sex Appeal, dann o.g. bieten.
Ich habe lange geglaubt, daß Liebe das Wichtigste wäre. Es ist der größte Irrtum meines Lebens gewesen. Aber ich lerne dazu. Trotzdem kann ich mich nicht ändern, auf diese "Marktplatz-Mentalität" auch wenn ich dadurch künftig Single bleibe.
Was für einen "Quatsch" ich machen müsste, um meinen "Marktwert" zu erhöhen. Und was bekäme ich dafür ? Eine dumme Frau, der "Marktwert" wichtiger ist, als das, was (mir) wirklich wichtig ist.
Als Standesbeamter würde ich die Hälfte der Paare nach Hause schicken wollen, anstatt sie zu trauen. Weil sie sich nicht lieben, bzw. die Liebe nicht ihr wichtigster Grund dafür ist.
 
  • #16
Interessant fände ich auch die Frage, wieviele von den Menschen in Partnerschaften sich verkauft haben, entweder richtig für finanzielle Absicherung oder für emotionale Sicherheit, und sich nun vormachen, es sei Liebe.
z.B. die Männer boten finanzielle Sicherheit, auch für die Ehefrau. z.B. als Beamter mit Pensionsanspruch. (Bei zwei Paaren erfahren)
Unterhalb dieses "Marktwertes" hätten diese Frauen keinen Mann genommen. Obwohl sie selber nur Hauptschulabschluss, und keinen Beruf hatten. Und nur einfache, kurze Jobs.
Eine Frau lockte mit einem großen Darlehen (verschafft von ihrem Vater) womit sich ihr Ehemann erfolgreich selbständig gemacht hat = das Geld war der Heiratsgrund. Das der Ehemann dann in der Ehe oft fremdging, wußte seine Ehefrau, aber sie schwieg darüber. Denn sie profitierte enorm vom wirtschafltichen Erfolg ihres Ehemannes.
Eine meiner Partnerinnen war nur deswegen mit mir zusammen, weil ich eine eigene, größere Mietwohnung für uns Beide bieten konnte. Und ein wesentlich höheres Einkommen, als sie. Aber das wusste ich von Anfang an.
Meiner letzten Partnerin war Geld und Status ziemlich egal. Sie war sehr ehrgeizig, all ihre Belange und für ihr Kind selber zu bezahlen, und NICHT von meinem Geld. Sogar auf einer gemeinsamen Reise.
 
G

Gast

  • #17
Wenn ich einen wirklich tollen Menschen entdeckt habe, dann zeige ich ihm nur das Beste von mir, gebe mir große Mühe etc. Das gehört für mich zum Anwerbungsprozess dazu. Was will man denn mit einem Menschen, der sich noch nicht einmal während der Anbahnungsphase auf seinen potentiellen Partner einlassen und sich von seiner besten Seite präsentieren kann?
 
  • #18
Mein erster Gedanke war, daß die Freundin narzisstische Züge aufweist.

Nach dem Durchlesen der Beiträge komme ich zu der Schlußfolgerung, daß sich die Freundin so einschätzt, daß sie meint, der durchaus sympathische Mann passe nicht in ihre Preisklasse.

Leute, die so denken, sollten lieber Single bleiben. Da fehlt noch einiges an Reife, und wenn es soweit sein sollte, ist ihr Putz womöglich schon abgeblättert.

Worauf wartet die Dame? Daß ein arabischer Prinz kommt?
 
G

Gast

  • #19
Von seiner besten Seite zeigen ist eine Sache lieber Gast 16, aber für diese blenderische Leistung kommt dann auch immer die Quittung.
Ich will keinen Mann, der sich mir gegenüber wochenlang top präsentiert (beruflich sehr erfolgreich, sportlich aktiv usw., nur um mich zu beeindrucken) und in Wirklichkeit ein ganz armer Schlucker und Stubenhocker ist... leider zu häufig bei den Männern erlebt und ein absolutes no go diese blenderische Haltung.
w30
 
G

Gast

  • #20
Die beste Seite zeigen klappt max. so lange, bis die Verliebtheit langsam weniger wird und dann kommt das Übel zum Vorschein.

Also, ein Stück weit gehört das Bemühen am Anfang natürlich dazu, aber im Grunde bringt es mehr, einfach so zu sein, wie ich bin, fertig.
 
G

Gast

  • #21
Gewissermaßen hast du recht. Aber letztendlich juckt das den Mann, für den du dich interessierst nicht! Der schaut auch nur: wer sieht am besten aus, wer ist am besten im Bett, wer ist die Topfrau. Ob du besonders intelligent, belesen, liebenswert bist, interessiert in dieser Welt nunmal keinen in der Partnersuche! Ich finde schon, dass man etwas mehr Kampfgeist mitbringen muss, sonst musst du dich halt auch selber mit dem Durchschnittsmann begnügen.

Gewissermaßen will jeder Mann eine erotische Frau/ eine geile Schnecke... wenn du das nicht bist, ist das nicht schlimm, aber eben enttäuschend für den Mann.
 
  • #22
Ja, Claudia. Wie Du siehst sind die Menschen nun mal von dem geprägt was uns vorgelebt wird. Auch Medial. Umso erstaunlicher ist Deine Einstellung für mich. RESPEKT !!!. Wenn manche schreiben, so ist die Liebe halt, stelle ich mir die Frage was Liebe eigentlich wirklich ist. Ist es Liebe, wenn sich zwei gleiche "Marktwerte" gefunden haben und man sich gegenseitig wie die neue Handtasche oder den neuen Sportwagen vorzeigt. Was kann daraus dann in der Zukunft werden, wenn der eine mehr an Marktwert verliert als der andere. Mit Glück dann am besten beim Händler eintauschen und Abwrackprämie für den Partner kassieren. Nein, Ironie bei Seite. Liebe ist nichts anderes als GEBEN. Ja, das wars schon. Nur GEBEN. Und das hat nichts mit womöglich sogar jährlich zu prüfendem Marktwert des Anderen zu tun. Und Du, Claudia, weißt das anscheinend. Erhalte es Dir und wenn du auf jemanden triffst, der das genauso sieht, wird Euch nichts mehr auseinander bringen. Wetten...
 
G

Gast

  • #23
Die beste Seite zeigen klappt max. so lange, bis die Verliebtheit langsam weniger wird und dann kommt das Übel zum Vorschein.

Also, ein Stück weit gehört das Bemühen am Anfang natürlich dazu, aber im Grunde bringt es mehr, einfach so zu sein, wie ich bin, fertig.
Kann ich nur zustimmen.
Während meiner Partnersuche habe ich auch versucht, mich von meiner besten Seite zu zeigen, bis ich dann bemerkt habe, dass ich die falschen Männer damit anziehe. Ich bin eher etwas crazy und unkonventionell. Ich bin keine Modepuppe und bin auch nicht übermäßig sportlich. Natürlich dachte ich, dass Männer auf Optik und Sportlichkeit stehen und habe so immer wieder Männer getroffen, die so überhaupt nicht zu mir passen.
Dann habe ich mich so gegeben, wie ich bin, mit allen meinen Verrücktheiten. Ich hatte wesentlich weniger Kontakte, kaum ein Mann hatte Interesse an mir. Aber dann habe ich eben DEN EINEN getroffen, der genau zu mir passt und mehr wollte ich ja auch nicht haben.
 
  • #24
Doch - z.B. weil der einstige "Marktwert" nicht mehr stimmt, der zu dieser Partnerentscheidung führte.
Das Alter zahlt halt seinen Tribut, aber wahre Liebe stört das nicht.
Wenn sich jemand trennt, nur weil er nicht mehr so taufrisch ist wie einst im Mai war es keine Liebe und anspruchsvolle Menschen suchen nach der wahren Liebe ohne Haltbarkeitsdatum, quasi unbefristet.

Menschen, die sich nach Trends/Marktwert richten, suchen den Lebensabschnittspartner mit TÜV-Plakette aber keine Liebe - mich widert das an, da bin ich absolut ehrlich.
 
  • #25
Wenn ich einen wirklich tollen Menschen entdeckt habe, dann zeige ich ihm nur das Beste von mir, gebe mir große Mühe etc. Das gehört für mich zum Anwerbungsprozess dazu. Was will man denn mit einem Menschen, der sich noch nicht einmal während der Anbahnungsphase auf seinen potentiellen Partner einlassen und sich von seiner besten Seite präsentieren kann?
Da gebe ich Dir absolut recht.

Wenn ich einen Datepartner schon in obligatorischem Schlabberlook, sprich Jeans, die ich ohnehin nicht mag, aber dann noch wie Charlie-Chaplin in Falten um die ungeputzten und billigen Schuhe schlabbelt, Karohemd in rotweiß - brrrr - und beim Gespräch keinen Schimmer vom aktuellen Weltgeschehen oder Allgemeinbildung hat, wars das auch, dazu brauch ich kein 2. Date.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.
Im Job nicht und im privaten.
Einen bequemen, trägen, faulen und - ich nehm alles mit, auch Dich, weil grad nichts besseres da ist- Typ - kann ich zumindest getrost absacken lassen.

Ich mag Männer, die sich stilvoll kleiden und nicht nur beim ersten
Date, denn ich bin genau so, gut riechen, gepflegte Schuhe tragen, gepflegte Hände haben und eine gepflegte Konversation beginnen können. Sollte Standard sein - ist es leider nicht.
 
G

Gast

  • #26
Da gebe ich Dir absolut recht.

Wenn ich einen Datepartner schon in obligatorischem Schlabberlook, sprich Jeans, die ich ohnehin nicht mag, aber dann noch wie Charlie-Chaplin in Falten um die ungeputzten und billigen Schuhe schlabbelt, Karohemd in rotweiß - brrrr - und beim Gespräch keinen Schimmer vom aktuellen Weltgeschehen oder Allgemeinbildung hat, wars das auch, dazu brauch ich kein 2. Date.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.
Im Job nicht und im privaten.
Du verstehst einfach nicht.
Was nützt es denn, wenn der Mann sich in Schale wirft, weil er dann deinen Vorstellungen entspricht? Wenn es dir so wichtig ist, dass der Mann auf Jeans und rot-weiße Karohemden verzichtet, dann ist es genau richtig, wenn er dieses Kleidung beim 1. Date trägt. Denn dann muss er sich nicht noch weitere Wochen oder Monate verstellen. Lass ihn doch sein wie er ist. Vielleicht mag er auch deine Kleidung nicht.

Wenn es dir wichtiger ist, dass er einen bestimmten Modestil pflegt, dann bist du genau das, was du immer verurteilst - oberflächlich und auf reine Äußerlichkeiten bedacht.
Stell dir vor, dieser Mann in Jeans und Karohemd läuft vielleicht die ganze Woche in Anzug herum, weil er seine Firma leiten muss. Lässige Kleidung ist nicht mehr als eine Hülle. Das Innere zeigt es nicht.
Es gibt diesen schönen Satz "man sieht nur mit dem Herzen gut" und das Herz schaut durch das Karohemd hindurch.
 
A

Ars_Vivendi

  • #27
Ob du besonders intelligent, belesen, liebenswert bist, interessiert in dieser Welt nunmal keinen in der Partnersuche!
So ist es, wichtig das letzte Wort. Ob die Frau von den "äußeren Daten" her passt, erkenne ich sofort, ob sie gut aussieht sowieso. Intelligenz und Belesenheit kann ich bei der Partnersuche kaum schnell feststellen, die inneren Werte zählen schlicht, wenn es darum geht, ob die Beziehung weitergeht und länger dauert.

Daher ist es Unsinn, wenn manche Frauen hier die Kriterien der Männer auf Äußerlichkeiten reduzieren. Selbstverständlich zählen die inneren Werte, aber eben weniger zu Beginn.
 
  • #28
Antwort 25

Das habe ich doch geschrieben, ein Mann, der nicht nur beim Date stilvoll gekleidet ist - sondern eben aus Routine - schick.

So ein Mann braucht sich nicht verstellen und einen Jeanstyp date ich erst garnicht, oft kleiden sich diese Männer generell sehr einfallslos und sind es auch im Charakter - mainstream - aber nicht individuell.

Das Alltägliche sieht man an jeder Ecke - für mich ist das reizlos und:
Kleider machen Leute - ich habe z.B. keine Jeans im Repertoire, was alle haben, interessiert mich garantiert gerade nicht.
 
  • #29
@Fs Der "Marktwert" von Menschen hätte für mich durchaus den Unwort - Preis verdient. Man kann doch den Langzeit - Singles zugestehen, ihren Ansprüchen entsprechend niemanden zu finden. Jedem das seine und lieber allein, als einen Kerl mit Jeanshose oder alten Auto, oder eine Frau, die ein paar Kilo zuviel auf Waage bringt, u.s.w.. Willkommen in der Katalogwelt, der Singles.
oft kleiden sich diese Männer generell sehr einfallslos und sind es auch im Charakter - mainstream - aber nicht individuell.
Hmm... da krieg ich echt ein schlechtes Gewissen aber, liebe Herakles, manchmal ist ein Blick hinter die Kulissen recht interessant. Ich bin erstaunt, dass inzwischen schon eine Jeanshose ein Markenzeichen für einen einfallslosen, langweiligen Menschen ist. Aber immerhin weiß Mann gleich, woran er ist.
 
G

Gast

  • #30
Also ich stehe total auf sexy/modische Kleidung bei Frauen. Aber großer Gott...wenn eine Frau eine Jeans trägt die gut sitzt sieht das nicht schlecht aus. Nichts besonderes, aber wäre doch einfach nur lächerlich, diese Frau dann kategorisch zu entwerten und sogar gleich ihren ganzen Charakter zu verdammen.

Eine Frau sofort aussortieren, weil sie eine Jeans trägt? Lach...

Also manchmal wundere ich mich nicht mehr, warum manche Menschen Jahrzehnte alleine bleiben. Da kann man nur noch mit den Schultern zucken.