• #31
ich möchte sehr kurz mitteilen, dass ich mit Oper und dem ganzen Parkett der Klassischen Musik eine Eleganz verbinde, die entweder von zu Hause aus vorhanden ist oder die man durch beobachten und lernen ergänzen kann.

Es gehört zur Tradition, dass eine Dame- wenn Sie denn eine Dame ist und sich auch bewegen kann wie eine Dame- sich für solche Anlässe fein macht.

Man muss selbstverständlich bedenken, dass die heutige moderne Dame auch teilweise keine Zeit mehr übrig hat, nach Arbeitstag und -verkehr, dennoch möchte ich als berufstätige Frau erwähnen, dass ich selbst beobachte, wie die Künstler sich nun auch - besonders bei Konzerten zu beobachten- nicht mehr die Mühe machen, und Damen einen Pferdeschwanz tragen, bzw. sich die Haare überhaupt nicht aus dem Gesicht holen. Können wir in wenigen Jahren damit rechnen, dass eine Violoncello-Virtuosin sich ihrem Publikum passend macht und mit Blue Jeans auftritt??? Aber, nein sie spielt ja so bezaubernd.... :)
 
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Gast

  • #32
bin ich froh, dass ich mich nicht als einzige über das Statement Nr. 14 (Peter) vom 30.4. gewundert habe.
Manch grosser Komponist einer Oper würde sich im Grabe umdrehen. Nicht wenige von ihnen mussten damals um ihr Überleben kämpfen (auch gegen die damalige Oberschicht, deren Geschmack sie zu jener Zeit vielleicht gerade nicht trafen) und manche Stücke wurden geschrieben um gerade diese Schichtenproblematik dem Publikum näher zu bringen. Ich rate Herrn Peter sich mit den Biographien bekannter alter Komponisten näher auseinanderzusetzen z.B. Mozart, der gerne auch Stücke für die sog. Unterschicht schrieb und in Armut starb. In der Oper geht es nicht nur um die Musik sondern auch um den Inhalt des Stückes.
Was soll das heissen Freizeitbeschäftigung für die oberen Schichten??? In Wien gibt es viele Studenten und Interessierte, die aus Bildungsgründen in die Oper gehen und sich halt keine noble Bekleidung dafür leisten können, aber den Text in der Hand halten und die Oper sogar mitlesen zum besseren Verständnis des Inhaltes.
Kennen sie den Inhalt der letzten von ihnen besuchten Opernvorstellung und die Vorgeschichte des Komponisten?
Übrigens haben sich bei der WM die höchsten Schichten im Fussballstadium begeistert sehen lassen.

In diesem Sinne: la prossima volta prima di scrivere devi pensare un po di più
 
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Gast

  • #33
Ich bin begeistert. Ein wahrhaft vielschichtiger Austausch samt italienisch für Anfänger.

Sich elitär kleiden, nur um des Elitären wegen, finde ich albern. Entspricht aber dem Zeitgeist und der Adligen-Hysterie, die sich in D wieder auftut, vielleicht. Ebenso, wie sich die Elite offenbar krampfhaft bemüht, möglichst entfernt von dem Bodensatz der übrigen Bevölkerung zu bleiben. Naja, wir sind ja hier auch bei elite.partner.....

Ich kenne viele Künstler, die sich mehr darüber freuen, dass man Eintrittskarten oder ihre CDs kauft, anstatt das Geld für Klamotten auszugeben.

Unabhängig davon kann mann und frau sich doch ruhig schick machen wollen für einen besonderen Anlass? Wieso so verbissen da ran?

Die Diskussion um den dresscode finde ich dennoch bereichernd hier.
Und danke für die italienischen Sätze und Sprichwörter.
 
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Gast

  • #34
Opernbesuch und Dresscode,

Die vielen unterschiedlichen Beiräge und Meinungen veranlassen mich meine Ansicht auch mitzuteilen.

Der Besuch einer Opernaufführung ist für mich ein nicht alltägliches kullturelles und sinnliiches Ereignis.Gerade bei Premieren liest man immer wieder auf den Einladungen den Vermerk "black tie". Kleidung steht für Individualität. Was ich trage, stellt in gewisser Weise auch meinen Charakter nach außen zur Schau und bestimmt beiläufig auch wie andere auf mein Auftreten reagieren.

Dies alleine schon ist für mich der persönliche Aufruf wieder mal meinen Gehrock oder Smoking aus dem Kleiderschrank zu holen. Ob in der bayrischen Staatsoper, auf den Bayreuther Festspielen oder den Opernfestspielen in Glyndebourne trage ich so der künstlerischen Darbietung und dem Charme der guten alten Zeiten rechnung .

Mein Zartgefühl und mein Traditionssinn mag vieleicht einigen Menschen antiquert und verstaubt erscheinen, und mir und meiner ebenfalls meist stilvoll gekleideten Begleiterinnen sogar den einen oder anderen abschätzenden Blick einbringen. Vieleicht bewege ich mich auch "overdressed" an diesen für mich besonderen Anlässen, aber es macht mir Spaß auch formvollendet bei einem nachfolgenden Candlelight Dinner den Abend ausklingen somit zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.

Unverständlich für mich und verbunden mit einem allseits zu beklagenden Kulturverlust, bemerke ich die, um sich greifende Achtlosigkeit der Besucher, die z.B. mit einem Minikleid oder scheinbar einer Lumpensammlung entnommenner Kleidung unsere Theater und Opernhäuser betreten.
Davon grenze ich mich letztlich vermutlich von einigen als Außenseiter gesehen, aber gerne ab.
 
  • #35
@33 , das ist doch ganz wunderbar, dass du dich in "unseren Opernhäusern" wohlfühlst, tue ich auch und zwar auf meine Art , ich fühle mich von deiner Kleidung nicht gestört und es wär nett wenn das umgekehrt auch so wäre. Ich besitze noch nicht einmal einen Smoking und gedenke das auch nicht zu ändern. Zartgefühl das sich in Kleidern ausdrückt, spassig.
 
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Gast

  • #36
In die Oper gehört die entsprechende Kleidung, punkt. Und wer keine Abendrobe hat, soll sich eine leihen oder zuhause vor dem Fernseher bleiben.
 
  • #37
@ 35, ich hab keinen Fernseher.
Ich mag Fragezeichen Menschen lieber als Punkt Menschen !
 
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Gast

  • #38
Jeans und Kapuzenpulli am Fahrrad; weiße Jeans und Polo in der Arbeit; alte Jeans und T-Shirt bei der Blumentopfarbeit; Wohlfühlklamotten beim Italiener ums Eck; absolut gestylt von den geraden Locken bis zum kleinen Zehennagel bitteschön in die Oper/Operette/Musical/Theater. Ich find, diese Kulturstätten haben Flair, ein gewisses Etwas, einen Reiz, eine Geschichte. Würde ich in Jeans und Sweater darin rumlaufen, käme ich mir höchstens vor wie ein Teenager auf Kulturwoche. Wie welche Leute nun tatsächlich dort anwesend sind, ist nebst den Darstellern die Überraschung des Abends (manchmal mehr, manchmal weniger). Aber da nunmal etwaige Garderobefragen ziemlich individuell zu beantworten sind, schließe ich mich kurzerhand ALLEN Vorschreibern an, weil überall ein bisschen etwas steckt, dem ich zustimmen kann :))

Trotz alledem wünsche ich einen zauberhaften Opernbesuch, viel Vergnügen an der Musik und einen absoluten Wohlfühlabend in der Robe ;-)
Lg.
[Mod. = Signatur gelöscht!]
 
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Gast

  • #39
Ich mag lange Kleider und wo, wenn nicht in der Oper kann man sie tragen? Nach meiner Beobachtung in Hannover sollten sie allerdings schlicht sein, die meisten sind zweiteilig, Rock mit stilmäßig passendem Oberteil. In den oberen Rängen tragen die meisten Frauen kurze festliche Kleidung.
 
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Gast

  • #40
ich wuerde auf alle faelle ein schoenes kleid anziehen.. gehoert einfach dazu finde ich..
 
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Gast

  • #41
Die Oper ist ein Singspiel basierend auf klassischen Vorbildern der Antike (Toga?). Später wollte man dem niederen Volk auf diese Weise die Bibelgeschichte anschaulicher machen (Lumpen?). Der früheste dokumentierte Versuch in Deutschland, eine dramatische Handlung mit singenden Protagonisten und Musik in einem Bühnenbild aufzuführen, ist die Aufführung von Orpheus und Amphion auf einer Simultanbühne anlässlich der Jülichschen Hochzeit (Hochzeitskleid?).

Auch im 17. Jahrhundert kamen vornehmlich Angehörige der nichtadeligen Stände zur Oper, den Spielplan bestimmte der geldgebende Adel anhand des Publikumsgeschmacks (Blaumann?) Zu Verdis Zeit haben die Strassenjungen die besonders eingängigen Arien in Spelunken und auf öffentlichen Plätzen zum Besten gegeben. Somit könnte man die Oper mit einiger Phantasie auch als Wegbereiter für LadyGaga bezeichnen (Lack und Leder?).


Wenn alles richtig läuft, wird dich die Musik berühren. Bei Verdi sollten dann immer ein paar Tränen fließen, bei Wagner wird sich der Brustkorb spannen, die Füße können schon mal einschlafen. Mein Tipp: Spare mit dem Make-up. Sieht doch doof aus, wenn die halbe Pampe auf dem 2000€ teuren Versace-Kleidchen landet, der zu engen Cavalli-Bluse hinterher ein paar Knöpfe fehlen und die High-Heels nach dem Ring des Nibelungen nichtmalmehr zum Sektschlürfen taugen.
 
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Gast

  • #42
Für ein Date auf jeden Fall etwas Elegantes. Ein Abendkleid oder wenigstens einen schönen Hosenanzug, schließlich willst Du vor Deinem Date glänzen ;o). Übrigens finde ich das ja eine ganz tolle Idee von ihm. So etwas ist echt selten geworden.

Ist für Dich aber eher die Örtlichkeit ausschlaggebend, so müsste man in Leipzig in der Oper sagen, zieh einen Kartoffelsack an ;o). Damit würde man sich dem derzeitigen Programmniveau bestens annähern ;o). Aber das ist hier ja nicht der Punkt ;o)
 
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Gast

  • #43
Zur Premiere auf alle Fälle (je nach Typ natürlich) Abendkleid oder etwas ähnlich Elegantes. Zur regulären Aufführung würde ich eher elegant/schlicht gehen. Heute nimmt zwar auch kaum noch jemand Anstoss daran, wenn man in Jeans kommt, aber ich persönlich finde, es gehört zum Theater dazu, dass man sich zumindest etwa schick macht. Einfach aus Repsekt vor dem Anlass.

Wenn ich auf der Bühne stehe kostet es mich schließlich auch Mühe bis ich fertig bin mit Maske und Kostüm. Also finde ich es auch schön, wenn die Besucher auch aussehen, als hätten sie mehr als 2 Minuten mit der Wahl des Outfits verbracht.
 
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Gast

  • #44
Ich halte die Oper für etwas einzigartiges und dementsprechend sollte man(n), Frau sich kleiden. Wie viel Liebe dahinter steckt und wie viel Engament der Darsteller, wird doch erst durch die Gäste belohnt. Sollten es nicht solche Momente sein, in denen wir Stil und etwas "BESONDERS" miteinander verbinden. Ob H& M, C&A oder Chanel, wir bleiben( egal wo..!!) es den Darstellern schuldig!
Es ist als kultivierter Mensch doch der Anstand und der stumme Anteil an etwas wunderbaren!
Jeder Jeanstyp und" ÄÄÄh, ich bin so wie ich bin Freak" sei gesagt: Lerne dazu!!!!
Sollte noch so´n langweiliger, schlechtangezogener und stylischer Legastheniker Kommen, verkauft ihm keine Karten.
Viva Verdi!!!
 
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Gast

  • #45
Ja mensch, ist die Frage immer noch nicht geklärt?

Mich trügt das Gefühl, dass die FS dieses Event bereits im März erfolgreich hinter sich gebracht hat.

Und, liebe Fragestellerin, wenn dem so ist, klär uns doch bitte auf. Wie war dein Style? Bin mir sicher, dass du nicht over- oder underdressed warst und der Oper zeitgemäß den nötigen Respekt ewiesen hast.
 
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Gast

  • #46
Moment mal. Ich zolle den Darstellern Respekt, wenn ich mich elegant kleide? Mir kommt das vor wie eine Ausrede, oder der fadenscheinige Versuch zu erklären, warum Jeansträger in der Oper nicht gern gesehen werden.

Meiner Erfahrung nach
a, können die Darsteller überhaupt nicht erkennen, ob jemand Jeans oder Ballkleid trägt
b, ist es den Darstellern wichtiger, FALLS sie mit einem ins Gespräch kommen, z.B. weil man mit jemandem bekannt ist, dass man musikalischen Sachverstand beweist.

Das ist eine OPER. Es geht um Musik.
Und kein Schaulaufen, bei dem es um Abendkleid und Anzug geht.

Ich amüsiere mich gerne z.B. bei Konzerten über extrem schick angezogene Personen, die nach einem Satz klatschen, und dann zurückzucken, wenn sie merken, dass schon weitergespielt wird. Ähnliches auch schon in der Oper erlebt.
Da hab ich doch lieber Jeansträger, die Ahnung haben, wissen, wann sie klatschen sollen, und Mozart nicht in die Romantik einordnen.
 
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Gast

  • #47
Auf den Eintrittskarten der Mailänder Scala steht:

"Formal dress is required at premiere performances. Gentlemen are requested to wear a jacket and tie at all other performances."

DAS finde ich gut! Das sollte man auch mal in deutschen Opernhäusern anregen.

(Fast) nichts ist sexyer als ein gepflegter Mann in einem eleganten, gut sitzenden Anzug. Und die Vorfreude darauf, was darunter nach der Oper zum Vorschein kommt :).

w54
 
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Gast

  • #48
Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschliessen... Bitte, liebe Opernfreunde, kleidet Euch doch wieder dem Anlaß angemessen: Abendkleid und Smoking bei den Herren, ggf. auch ein schöner Anzug... Bitte keine Pullis oder dgl. Was ist daran so schwer? Es geht ja auch niemand mit einem schwarzen Anzug auf ein Rockkonzert?
Wer dies nicht akzeptiert, sollte doch zuhause bleiben und eine CD hören...

m, 34
 
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Gast

  • #49
Ich kann mich meinem Vorredner nicht anschließen. Wichtig ist doch nicht, was die Leute anziehen, sondern, dass sie überhaupt in die Oper gehen. Und schön aussehen kann jeder für sich. Ich war erst dieses Wochenende In Puccinis 'Il Trittico' und habe ein schönes Kleid angezogen. Allerdings nicht für die anderen, sondern, weil ich mich darin einfach totschick fand. Jeder genießt halt anders.
 
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Gast

  • #50
Die Elite sollte doch eigentlich wissen,wie man sich bei individuellen Anlässen zu kleiden hat. Eine Oper ist ein Highlight, wenn da jemand mit Jeans kommt, sorry, dem fehlt es doch da echt an Elementarem. Es muss ja kein Smoking sein, aber einen Anzug wird oder ein Abendkleid wird ja unter 100 Klamotten im Schrank noch zu finden sein oder?

Wenn man beruflich ein wichtiges Meeting hat mit Außenkontakt weiss man(n) sich doch auch anzuziehen oder wenn man in ein teures Restaurant geht.

w (45)
 
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Gast

  • #51
Eine interessante Diskussion hat sich hier entsponnen. Und vielen der Vorrednern kann ich nur recht geben. Ich persönlich kleide mich für Theater oder Oper in einer schlichten Eleganz, weil es mein Kleiderschrank hergibt und ich mich darin wohlfühle. Meine Mitgänger erscheinen zum Teil einfach in ordentlicher Freizeitkleidung, weil sie sich darin wohlfühlen. Weder das "Aufgebrezelte", noch das "Legere" ist unangebracht oder gar anstößig, solange man nicht ungepflegt erscheint oder sich selbst unwohl fühlt. Ich kann die zum Teil aufgebrachten Kommentare nicht ganz verstehen. Jemand, der die Oper besucht, tut dies bestimmt nicht, weil es ihm am Elementaren fehlt, sondern um der Kunst willen. Und die wird von Person zu Person eben anders interpretiert. Und Person zu Person ist eben unterschiedlich und kleidet sich so, wie es ihr selbst entspricht. Alles andere dagegen hat nur mit Selbstdarstellung oder dem kläglichen Versuch um Anpassung zu tun.

Absprache mit deinem Date-Partner ist dir auf jeden Fall zu empfehlen, dann kann auch nichts schiefgehen. Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend!
 
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Gast

  • #52
Ich bin nicht der Meinung, dass man das anziehen sollte, worin man sich besonders "wohl fühlt" wie viele meinen (wäre bei mir der Bademantel :)), sondern immer dem Anlaß entsprechend.

Ich bin an allen Orten und zu fast allen Gelegenheiten immer wieder entsetzt wie viele Leute gekleidet sind. - Manchmal komme ich mir vor wie jemand, der vor Jahrzehnten stehengeblieben ist, denn wenn ich nicht aufpasse, bin ich immer und überall overdressed. -

Ich habe öfter Leute auf Beerdigungen (sogar nahe Verwandte) gesehen, und das hatte bei denen nichts mit Schichtzugehörigkeit und mangelnden materiellen Mitteln zu tun, in beiger oder farbiger, normaler Kleidung und ich war total in elegantem outfit komplett in schwarz als Bekannte. - Gehe aber weiterhin in schwarz auf Beerdigungen weil ich diese Gleichgültigkeit unterirdisch finde.

Man bedenke mal, was die Kränze und das ganze Drumherum für ein Aufwand sind und was Angehörige es sich oft kosten lassen, jemanden stilvoll unter die Erde zu bringen und dann kommen da Leute in Pulli und Jeans an, während die Sargträger extra elegant in schwarzen Gewändern, Kopfbedeckung und weißen Kragen gewandet sind.
Ich finde, das ist eine RESPEKTLOSIGKEIT gegenüber dem Verstorbenen und denjenigen die die Feier ausgerichtet haben und genauso ist es mit dem Besuch in der Oper:
Ein Mann der in einer Jeans in der Oper aufkreuzen würde (das Jacket darüber reißt es auch nicht mehr raus), wäre für mich "raus". -
Was soll das sein, Jeans in der Oper ? Ein politisches statement "ich bin Sozialist, alle Menschen werden Brüder" ? "Mir sind Konventionen egal, ich bin Individualist und mache was ich will" ?

Es zeigt für mich jedenfalls, dass dieser Mann keine Kinderstube hat und das ist für mich generell inakzeptabel. - Ich würde mich nicht mit demjenigen vorher absprechen, wenn der dort in Jeans aufkreuzen würde, wüsste ich wenigstens sofort, dass der für mich absolut unmöglich ist und das würde eine Menge Zeit ersparen, also ist dies als Test sogar erwüscht.

Zeige mir, was Du zu welchen Gelegenheiten anziehst und ich sage Dir wer Du bist.

Ich würde mich für die Oper elegant kleiden aber nicht bodenlang und sicher nicht mit einem outfit für 100 EUR von C&A, wie das hier jemand als "festliche Kleidung" angepriesen hat. Áus welchem Material soll das denn sein ? Polyester ? Festkleidung von Tschibo ? - Das geht natürlich auch gar nicht, ist aber noch besser als Jeans.
 
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Gast

  • #53
Ich war gerade in New York in der MET und habe festgestellt, dass selbst dort die Kleiderfrage nicht abschließend beantwortet werden kann. Vom festlichen Abendkleid bis zur Jeans mit Pulli bei den Frauen sowie von Smoking bis zur ausgetragenen beigefarbenen Cord-Hose und grünem Pullunder bei den Männern war alles zu sehen. Nun war es nicht nur zufällig, dass der Cord-Hosen-Träger in meiner Box saß und schon kurz nach der Ouvertüre anfing zu schnarchen. Für mich als Mann ist ein Anzug Pflicht, unter Umständen geht es auch ohne Krawatte. Vielleicht auch ein bisschen abhängig vom Platz, denn im Parkett sollte man schon für eine gewisse Eleganz sorgen, dagegen im 4. oder 5. Rang, wo häufig auch Stehplätze zu finden sind, nicht unbedingt.

Just my 2 cents.
 
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Gast

  • #54
Meiner Meinung nach wird die Kleiderfrage oft überbewertet. Nicht was ein Mensch anhat ist wichtig, sondern wie er ist. Und noch etwas: mir ist aufgefallen, dass hier einige Damen bedauern schon länger nicht mehr in eine Oper eingeladen worden zu sein. Also, dazu fällt mir fast nichts mehr ein. Wenn ich in die Oper gehen will, dann tue ich das. Dazu brauche ich weder eine Einladung, noch männliche Begleitung.
 
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Gast

  • #55
Mit einem kleinen Schwarzen liegst Du immer richtig. Besonders beim Date. Wenn es Dir zu trist ist, dann nimm einfach eine auffälligere Stola hinzu.

Es gilt weltweit: Abend- oder Galakleid nur bei Premieren. Jeans und ähnlichen Freizeitlook auf gar keinen Fall!!! wie kommen manche Leute hier auf die Idee, daß das auch nur ansatzweise ginge (# 12 unfassbar). Die Sänger und Musiker leisten großes- da sollte man schon den Anstand haben, sich etwas zu stylen. Ich verstehe nicht, warum manche Leute sich da so sträuben- es ist doch wunderbar, sich kultiviert zu kleiden. Ich gehe schließlich auch nicht im Bademantel zum Dinner....

Beim Schmuck: Schlicht aber schön- am besten schöne Ohrringe und dezente Kette.

Du solltest optisch nicht nur zu Deinem Date passen, sondern Dich auch wohlfühlen. Wenn Du als einzige im Abendkleid mit Riesenschleife am Podex erscheinst kann es auch schnell mal peinlich werden;-)

In großen Städten sieht man übrigens viel Business-Look, weil die Leute direkt von der Arbeit kommen. Das geht immer.

Viel Spaß und ich finde, daß die Oper ein ganz tolles erstes Date verspricht!!!
w/39
 
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Gast

  • #56
Hallo,
Ich will demnächst auch mal wieder in die Oper gehen. ,,Carmen''.Erstens weil ich kulturell wieder mehr machen will, auch Theater und Kleinkunstbühnen und weil ich zweitens einen unvergesslichen Abend erleben möchte.Und wann kann ich mich schon mal schön machen wenn nicht in der Oper.Ausserdem die meisten Männer freuen sich doch eine bezaubernde und charmante Abendbegleitung zu haben.Auch ein bisschen zum Angeben,na und? Ich finde es auch toll wenn sich ein Mann Mühe gibt und sich schick macht.Aber ein Freund von mir ist auch schon in Jeans und Allstars in die Oper.Also muss jeder selbst entscheiden ob er sich mal wieder schön machen will oder so rumlaufen will wie immer:)
 
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Gast

  • #57
Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass man in der Oper gar nicht overdressed sein kann.

Wenn ich mich hier in Würzburg aber mal umschaue ... einen Dresscode gibts nicht mehr. Vor kurzem hatte Verdis "Forza" Premiere. Ein, zwei Abendkleider bei den Damen, kein einziger Smoking bei den Herren, 10% gedeckter Anzug, bei den Damen kaum kleines Schwarzes, öfter mal Kostum/Hosenanzug. Wobei bei Damen wie Herren die Farbenblindheit stark zuzunehmen scheint. Der Rest: Straßenkleidung. Jeans plus irgendwas.

Also zieh dich an, wie du dich wohlfühlst. Da es ja nicht nur Oper, sondern auch noch Date ist, darfst du sicher etwas mehr Sorgfalt verwenden. Aber nie vergessen: Kostümiert sollen die Leute auf der Bühne sein, nicht die davor.
 
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Gast

  • #58
@56: Genau. Hier gehts in erster Linie um dich. Und du wirst bestimmt nicht im Trainingsanzug zu einem Date gehen.
Einen Dresscode gibt's nicht mehr und wenn, hat er nix mit der Musik als solcher zu tun. Und wenn ich im Orchester auf der Bühne sitze, dann ist mir das sehr egal, wie die Leute angezogen sind. Hauptsache, wir machen unsere Sache gut.
Alles andere kann man getrost vergessen, vor allem so Bemerkungen über beleidigt sein.
 
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Gast

  • #59
Es ist schon entsetzlich und widerlich, wie viel Wert unsere Gesellschaft auf das Äußere legt?!!

"Adieu," sagte der Fuchs. "Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!" (Quelle: Der kleine Prinz)

Also, zieht euch an wie es euch beliebt, den Gegebenheiten angemessen... und ich gehe doch davon aus, dass hier niemand unter uns weilt, der im Fitness-Outfit in die Oper geht und sich mit der feinen Abendrobe aufs Laufband stellt.
 
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Gast

  • #60
die Antwort ist einfach: Zieh an, worin Du dich wohlfühlst und wovon Du denkst, dass es auch Deiner Begleitung gefallen wird. Alles andere ist egal!