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Gast

  • #61
Nur um eins klarzustellen: Man sieht als Sänger in der Oper sehr wohl, was die Leute im Publikum tragen, zumindest die in den vorderen Reihen. Ob die Sänger darauf Wert legen oder nicht dürfte wohl individuell verschieden sein, mir war es eigentlich immer ziemlich egal. Der Frack der Orchestermusiker ist Berufskleidung, ob man allerdings in der Semperoper mit ihrem Interieur im Trainingsanzug nicht doch etwas deplaziert wird, die Frage muss wohl jeder für sich selbst beantworten.
 
  • #62
In der Oper muß man nicht grad im Frack und Zylinder erscheinen. Es reicht eine gediegene Kleidung. Für Damen ein hochgeschlossenes Kostüm, für Herren ein eher konventionelles Jackett und eine Hose zw. schwarz bis beige. Anzüge sind auch ok, wenn man damit gut ausschaut. Ich trage keine Anzüge mehr, sondern liebe für festliche Anlässe Kombinationen.
 
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Gast

  • #63
Ich sehe in der Oper oder im Konzert gern gut angezogene Menschen. Seit ich nicht mehr berufshalber in viele Vorstellungen gehen muß, da war ich oft lässig gekleidet, trage ich gern ein kleines, schlichtes Abendkleid. Und ein Mann im gut sitzenden Anzug, mit schöner Krawatte und feinem Hemd ist, wie ich finde, sehr erotisch.
Das sind doch die wenigen Möglichkeiten, mal aus dem Alltag auszusteigen und mit Haltung und Stil in eine besondere Atmosphäre einzutauchen.
Nur, man muß es können und wollen. Wer aus seinem schlampertsein eine Ideologie macht, soll es tun. Mein Fall ist das nicht.

Konkret würde ich nach folgenden Kriterien entscheiden:
Vordere Plätze?
Ist er Opernliebhaber?
Ist er sonst sehr gut gekleidet und etwas konservativ?
Großstadt?
Inszenierung mit besonderer Besetzung?
Dann auf jeden Fall ein zurückhaltendes, aber elegantes Kleid, hohe Schuhe, gute Frisur und Schmuck.
 
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  • #64
...auch wenn das Kleid eher schlicht und einfach gehalten ist...Strumpfhosen, gepflegte schöne Highheels, ein elegantes Makeup und Haare sowie Schmuck sind ein MUSS!
 
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  • #65
Ich trage fast immer Hosen- oder Rockanzug und wahren Schmuck und gehe auch so in die Oper. [mod]
 
  • #66
Es ist schon entsetzlich und widerlich, wie viel Wert unsere Gesellschaft auf das Äußere legt?!!

"Adieu," sagte der Fuchs. "Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!" (Quelle: Der kleine Prinz)

Also, zieht euch an wie es euch beliebt, den Gegebenheiten angemessen... und ich gehe doch davon aus, dass hier niemand unter uns weilt, der im Fitness-Outfit in die Oper geht und sich mit der feinen Abendrobe aufs Laufband stellt.
Entsetzlich ist, wie unsere Gesellschaft immer mehr verbödet, siehe Pisa, dies wirkt sich auch auf das tägliche Leben aus, was man auch in der Oper beobachten kann. Ich für meinen Teil würde jedenfalls nicht einmal so gammlig gekleidet zur Arbeit oder in den Garten gehen. Da ich stets sportlich elegant gekleidet gehe ist der Opernbesuch für mich ein Höhepunkt in meiner Freizeitgestaltung, was ich auch durch meine Kleidung ausdrücken möchte. Also in jedem Falle elegant, egal ob Kleid, Rock oder Hose. Achso und noch was, ich tue das für mich und mein Wohlbefinden und nicht um anderen Menschen zu imponieren oder mich zu präsentieren. Es ist einfach Einstellungssache.
 
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  • #67
Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Es hat guten Stil, sich ordentlich zu kleiden. Das gilt schon für den Alltag; ich gehe nicht in abgerissenem Outfit in die Stadt oder im Jogginganzug zum Bäcker. Ich stimme zu, dass man am Overdressing die Anfänger in der Oper erkennt. Leute die regelmäßig gehen sind ordentlich aber leger gekleidet. Auf jene, welche die Oper als Forum um gesehen zu werden missbrauchen, kann man eigentlich verzichten. Wenn man mal was von deren Pausengesprächen aufschnappt (pseudointellektuelles Gefasel), kräuseln sich die Fussnägel. Wenn den Opernbesuch anlässlich eines Dates zu etwas Besonderem machen will und sich schick macht...be welcome.
 
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Gast

  • #68
Opernpremiere:
Sie - langes Abendkleid
Er - Smoking/Dinner Jacket

Oper:
Sie - langes Abendkleid oder schlichtes Kleid (nicht zu kurz)
Er - Smoking oder dunkler Anzug
 
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  • #69
Das hängt davon ab, in welche Oper.
In Berlin kann man alles anziehen. Die Leute dort kommen teilweise im Lehreroutfit (Strickpulli usw.) daher.
In München (und vermutlich auch Hamburg) kann man eigentlich nie overdressed sein, weil die Leute sich dort fast ausnahmslos gut kleiden.
Auf der anderen Seite ist es vollkommen egal, was man anzieht, weil 95% der Leute, die in die Oper gehen, eh Banausen sind und keine Ahnung hat und immer dann klatscht, wenn man es gerade nicht passt.
 
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Gast

  • #70
Ich war zwar noch nie in einer Oper aber ich würde mich auch eher eleganter kleiden,denn ich finde man geht nicht allzutage in die Oper.Wie gesagt ein Kleid etwas länger vielleicht oder halt Bluse und rock.
Aber ich hätte auch noch eine Frage,denn kann man in der Oper einen Hut aufsetzen oder wirkt das zu overdressed?
 
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Gast

  • #71
Also, es ist ja absolut interessant die unterschiedlichen Meinungen zu lesen. Anläßlich meines Geburtstages habe ich für nächste Woche eine Einladung in die Semperoper bekommen, zu einer Ballettaufführung. Da gibt es für mich gar keine Frage, es ist einfach ein Muss, mich dem Anlass entsprechend zu kleiden - und das ist ein schickes, langes Kleid, passend zum Anzug meines Partners.
 
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Gast

  • #73
Inzwischen bin ich selbst auf "auf der anderen Seite", und sehe die Zuschauer meist von der Bühne aus...ja, man kann da manchmal (je nach Licht) die ersten paar Reihen schon sehen, aber solange ich singe bzw. auf die Szene konzentriert bin, ist das das letzte, auf das ich achte, oder das mir wichtig ist.
Meine Opernbesuche haben sehr früh begonnen, und solange ich mit familiärer Begleitung (meist in Wien), als Kind und Jungendliche in die Oper gegangen bin, war es selbstverständlich, dass ich mein schönstes Kleid anhatte, und auch mein Vater ging nie ohne Anzug. Je öfter ich dann ging, auch aus eigenem Berufswunsch in diese Richtung, desto billiger wurden die Karten, und desto mehr wurde es zur Routine - und oft kam es vor, dass ich spontan, von einem anderen Termin kommend, mir noch eine Restkarte kaufte, und einfach in Alltagskleidung ging. Das hat auch nie gestört oder wäre auf merkbaren Unmut der anderen Zuschauer gestoßen. Ich finde es aber immer schön und begrüßenswert, wenn Menschen die Oper oder das Musiktheater als Anlass sehen, eine besondere Stimmung zu erleben und einen besonderen Abend zu verbringen, egal wieviel jemand nun von Musik versteht oder nicht. Deshalb ist schöne Kleidung immer richtig am Platz und nie ein Fehler...trotzdem finde ich, dass man leger gekleidete Zuseher nicht verurteilen sollte, sondern alle unterschiedlichen Hintergründe, weswegen jemand in die Oper geht, respektieren soll!
 
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Gast

  • #74
<MOD: Nebenthema gelöscht.>

In die Oper gehe ich immer im Kleid oder ziehe einen Rock an. In Jeans war ich dort noch nie, obwohl mein bester Freund dies so handhat. Generell schließe ich mich den Vorrednern an. Die Kleidung sollte auf einander abgestimmt sein.

In Berlin ist das Abendkleid fehl am Platz, in Frankfurt (a.M.) jedoch nicht ausgeschlossen. Die Semperoper besuche ich immer in einem langen Kleide, schlicht sollte es jedoch sein.

w27

[Mod.= Signaturen sind nicht gestattet. Bitte registrieren Sie sich, wenn Sie erkannt werden möchten.]
 
  • #75
Aber ich hätte auch noch eine Frage,denn kann man in der Oper einen Hut aufsetzen oder wirkt das zu overdressed?
Das wäre nicht overdressed, sondern völlig deplaziert. Zum einen versperrt man den hinter einem sitzenden Gästen die Sicht. Zum anderen werden Hüte (wenn hier schon mit irgendwelchen Kleidervorschriften, Knigge etc. argumentiert wird) eher tagsüber, aber nicht abends getragen.

Für die Oper liegt frau im Zweifel mit dem kleinen Schwarzen (vielleicht auch mit einer anderen möglichst dunklen Farbe) richtig, und zwar erst recht, wenn es zugleich ein Date ist.
 
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Gast

  • #76
Abendkleid? Auf jeden Fall.

Man muss sich heute nicht mehr aufbrezeln? Ohhhh doch!

Hier geht es darum, der Aufführung und den Schauspielern/Sängern den nötigen Respekt entgegen zu bringen und den Abend und die Kunst entsprechend zu würdigen.
Und wenn man in die Oper kein Abendkleid mehr anziehen kann, dann könnte man deren Herstellung eigentlich einstellen, weil wo sonst sollte man sie denn tragen?

Ja, es gibt Menschen mit Jeans in der Oper.
Aber will man wirklich auf dieser Stufe stehen?
Abgesehen davon, finde ich es auch persönlich schön. Man freut sich anders auf einen Abend (und schätzt ihn auch anders) wenn man sich dafür "aufbrezelt" und nicht einfach das gleiche anlässt mit dem man schon den ganzen Tag herumläuft.

Ich sag das alles als Mann (28 Jahre).
Ich habe auch schon Smoking in der Oper angehabt.
Und so sollte das auch sein!
 
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Gast

  • #77
Hallo liebe Opernbesucher, ich antworte zum Dresscode in der Oper mal aus der Perspektive einer Programmverkäuferin: ich finde es zwar wichtig dass die Kleidung sauber und ordentlich ist, also alle Knöpfe dran und auch gebügelt wenn nötig. Der Stil ist unwichtig und auch teuer tut nicht Not! Ich freue mich immer total wenn ich sehe, dass langsam auch jüngere Besucher kommen und alle Spass haben in der Oper und bei Ballettvorstellungen. Oper ist nicht mehr nur für Elite gedacht und deshalb sollte jeder so erscheinen wie Frau/Mann sich wohlfühlt (Einschränkung sehe ich bei Sportklamotten oder vielleicht Schlafanzug
 
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Gast

  • #78
Hallo,

ich verstehe Ihr Problem, da ich bald mit der Schule in die Oper gehen werde.
Natürlich sit da gerade das große Thema, was wer anzieht.
Aber im Prinzip bin ich der Meinung, dass man sich nciht verstellen sollte, sondern sich immernoch wohlfühlen sollte.
Das heißt nicht das dafür bin im Jogginganzug in der Oper aufzukreuzen, aber wie Shakespeare bereits sagte:

Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in Gesellschaft tragen kann.

Damit möchte ich nicht sagen, dass man rumalbern soll, sondern eher, dass es vor Allem auf das richtige Verhalten ankommt.

Viele denken sie sollten wie ein Gentelmen gekleidet dorthin gehen, aber wie bereits gesagt, sind taten doch wichtiger als Kleidung.

Eine Bluse und eine schwarze Hose plus ein angemessenes Verhalten und Respekt gegenüber den Sängern ist vollkommen in Ordnung.

Den wie bereits George Bernard Shaw sagte:



A gentleman is one who puts more into the world than he takes out.

Ein Gentlemen ist jemand, welcher der Welt mehr gibt, als er von ihr nimmt.
 
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  • #79
Doch, in die Oper sollte man nur gut gekleidet gehen. Welche Anlässe sind es denn sonst noch, zu denen man sich schick machen kann? Und so macht man sich selbst und den anderen Menschen, die einen sehen, eine Freude. Ich mag sehr gern gut gekleidete Männer. Und Männer lieben Frauen im Abendkleid.
 
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Gast

  • #80
Man sieht wirklich alles, nicht nur in der Oper, sondern auch auf allen anderen Veranstaltungen. . Die Mutigsten tragen tatsächlich Jeans, und kaputte Turnschuhe dazu. Ich trage noch nichtmal im Alltag Jeans und Turnschuhe. Das besitze ich noch nichtmal.

Andersrum ist ein Kleid genauso übertrieben, wenn man sonst nie Kleider trägt oder gar nicht der Typ Frau für ein Kleid ist. Nur wegen der Oper muss man sich garantiert nichts neues kaufen. Man muss sich vor allem wohl in dem fühlen, was man trägt. Ein regluärer Jeansträger, wird garantiert niemals im Ballkleid erscheinen, und ein eleganter Kleidträger wohl niemals in löchrigen Jeans, das würde auch irgendwie nicht passen.

Wie ich es mache: schlichte schwarze Hose, schlichtes schwarze Oberteil, schwarze Pumps oder im Winter eben schlichte Halbstiefel mit kleinem Absatz. Vielleicht auch einen kurzen Rock oder ein kurzes schwarzes Kleid.

Ich würde dagegen nichts Farbiges anziehen. Außer schwarz oder tiefdunkle Farben, gehört für mich nichts Buntes zu einer abendliche Veranstaltung. Röcke und Kleider nicht zu lang, sonst wirkt es schnell hippiemäßig. So hat eben jeder seine Eigenarten.

Ist man als Frau etwas stämmiger, würde ich eine schöne Bluse nehmen und eine gut geschnittene Hose. Ich denke, jeder weiß, wie man sich einigermaßen zurecht macht. Und das ist ja eigentlich auch das Interessante, zu sehen, wie ein Mensch sich zu gewissen Anlässen zu herrichten pflegt. Daraus kann man schon einiges heraus lesen.
 
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Gast

  • #81
Wie ich es mache: schlichte schwarze Hose, schlichtes schwarze Oberteil, schwarze Pumps oder im Winter eben schlichte Halbstiefel mit kleinem Absatz. Vielleicht auch einen kurzen Rock oder ein kurzes schwarzes Kleid. ... Ich würde dagegen nichts Farbiges anziehen. Außer schwarz oder tiefdunkle Farben, gehört für mich nichts Buntes zu einer abendliche Veranstaltung.
Ich dachte immer, ein Opern-, Ballett- oder Theaterabend würde sich zumindest von der Idee doch etwas von einer Trauerveranstaltung unterscheiden - selbst wenn's manchmal eine ist, jedenfalls aus Sicht des kritischen Zuschauers/Zuhörers. Als reglmäßiger Besucher solcher Events darf ich darauf hinweisen, dass die farbliche Gestaltung des Outfits keine Rolle spielt, solange durchschimmert, dass die TrägerInnen Gespür für Stil und Styling haben ... (die SängerInnen sehen übrigens immer nur die ersten Reihen, denen ist es also sowieso egal).
 
  • #82
Huch, wie alt der Thread schon ist, aber nach wie vor spannend.
Mein Standardoutfit für Oper/Theater/Ballett: ein Kleid, kurz, eng, schwarz. Dazu hohe Pumps, feine Strümpfe/Strumpfhosen,Clutch, schöne (große) Ohrringe. Haare offen und schön geschminkt. Fertig. Geht ganz schnell ohne viel Aufwand und passt immer. Nach Laune auch mal ein knöchellanges Kleid, die schönen Pumps sollte man dabei noch sehen.
Bei Männern. Anzug mit/ohne Krawatte oder als legere Variante hochwertige schwarze Stoffhose du feines schwarzes Hemd. Auf Jeans-Träger in der Oper stehe zwar ich nicht, aber jeder sollte sich so kleiden, wie es zu ihm passt. Oper ist für mich nichts Elitäres, sondern hat eher etwas mit feingeistigen Interessen zu tun. Die günstigsten Plätze kosten ja oft weniger als eine Kino-Karte, was ich gut finde. Oper ist für alle da.
 
  • #83
Ich war erst kürzlich in der Oper, in der Deutschen Oper in Berlin, nach längerer Abstinenz. Ich war überrascht, wie das Kleidungsniveau inzwischen gesunken ist.
Für mich ist Teil des schönen Abends, sich selbst auch schön zu machen (wann hat man schon mal die Gelegenheit): Ein schönes Kleid, nicht zu übertrieben, (Länge egal), festlicher Hosenanzug/Kostüm, je nach Typ und persönlichem Befinden.
Ich würde nicht auf die Idee kommen, in Jeans in die Oper zu gehen, obwohl viele es tun. Ich habe sogar welche in Trainingsjacken gesehen.

Für wichtig halte ich natürlich auch, wie bereits erwähnt, sich mit der Begleitung abzustimmen.

Als Mann würde ich zumindest ein (dunkles) Sakko tragen, dazu gehen auch dunkle (gute) Jeans, wenn's dann sein muss. Ich persönlich würde meinen Begleiter im Anzug sehen wollen.

Also, gegen den Trend: Macht Euch schön!

w, 42


Also mit den Trainingsjacken ist ja heftig. Aber das kommt hin, als ich in der Deutschen Oper anrief, meinten die, die Kleiderordnung sei schon lange abgeschafft.
Ich wollte am 11.11. hin zu Lohengrin. Wieder nicht geschafft. Aber wenn ich wieder gehe ziehe ich mir ganz normal Stoffhose an, also keine Jeans, Stiefel mit Absatz schön hoch und oben rum schön einfarbigen Pulli und dann Hugo Boss Mantel drüber.
Fertig ist man für die Oper.
 
  • #84
Da ich eine große Opern-Gängerin bin: In Berlin gilt überhaupt kein Dresscode mehr. Jeder kommt, wie er oder sie sich fühlt. Das entspricht dem allgemeinen Lebensgefühl in der Stadt. In der Deutschen Oper in der Bismarckstr. ist das noch besonders krass, denn da gibt es aus den Bezirken Charlottenburg und Wilmersdorf eine große Szene an schwulen Operngängern, die teilweise sehr exotisch zurechtgemacht sind. In der neueröffneten Staatsoper Unter den Linden mag es bei großem Wagner-Repertoire ein wenig aufgemotzter sein (Rollkragenpulli und Jeans findest du da trotzdem)- die Komische Oper ist eine bunte Mischung.

In München in der Bayerischen Staatsoper ist das schon ganz, ganz anders. Da werden noch Abendkleider getragen und die Herren kommen im Smoking.

Ich gehe grundsätzlich in Schwarz. Ich habe sehr gute Jacken, aus Brokat oder Samt - darunter trage ich dann auch normale Stoffhosen und meine Alltagsschuhe, weil ich meist sowieso aus dem Büro komme.
 
  • #85
Hm, also ich war bis heute noch nie in einer Oper.
Aber in den letzten Jahren sagte ich mir immer öfter, dass mache ich mal weil ich auch sehr Neugierig bin.
Leider wird unsere Oper in Köln genau so wenig fertig wie der Flughafen in Berlin, Kopfschüttel.

Aber wenn ich die Gelegenheit mal habe, ich möchte da nicht alleine hin, dann würde ich ein schönes Sakko mit passender Hose und ein Hemd anziehen. Keine Krawatte. Darauf ein paar schöne Schuhe, Schwarz mit Lippenstift roten Sohlen :)

Und dann würde ich gerne herausfinden, was Oper mit mir anstellt und wie die Leute dort so sind.

Irgendwann werde ich es machen wenn ich nicht vorher sterben sollte.
m48
 
  • #86
Ich gehe leidenschaftlich gern in die Oper und unterscheide zwei Varianten: Wenn ich allein gehe (ohne meinen Mann, meistens ins Ballett), dann schlichte Eleganz (schwarze Spitze oder irgendein Etuikleid. Schöne Perlen dazu, darauf abgestimmte Frisur, etc).
Wenn dagegen mit meinem Mann, dann auch gerne Abendkleid. Und passenden Schmuck finde ich wichtig, ebenso die Schuhe, feine Strümpfe etc. Das Gesamtbild muss stimmen. Ich genieße die Oper dann gleich doppelt so intensiv, mache mich auch gern auffallend hübsch, und das darf man in der Oper.
Ich war aufgrund einer bunten Biographie in allen möglichen Opern Europas und finde: Zu elegant geht fast nicht. Nicht in der Oper. Ausnahme Berlin: Liebe ich vom Programm her, aber outfitmäßig gehen viele eher schlicht, ganz anders als in Frankreich oder Italien. Da könnte man sich im Berliner Look nicht sehen lassen. Wünsche dir faszinierende Eindrücke!
 
  • #87
Hm, also ich war bis heute noch nie in einer Oper.
Ich glaube dies liegt auch am Wohnort. Ich bin regelmäßig in der Oper in Salzburg und dies habe ich auch bei einem Profilcheck vor ca. 3 Monaten geschrieben. Wenn die Dame unbedingt zu den Salzburger Festspielen möchte, dann könnte ich ja die ca. 5 Km gehen. Gut die Saison 2018 ist ja beendet, aber 2019 kommt sicherlich noch. Zum Abschluss des Profilchecks ist ja die Dame auf mein Angebot eingegangen, wenn sich kein anderer Mann zur Verfügung steht. Schauen mir mal was 2019 so kommt.:)


Gut dafür war ich seit ca. 15 oder 20 Jahren bei keinem Fußballspiel mehr. Das hat wieder etwas mit dem Standort zu tun. In Salzburg kommen ca. 5.000 – 7.500 Zuschauer pro Spiel und dies ist für Österreich schon sehr gut. Da kommen in Deutschland in der 3. Liga oder 4. Liga wohl mehr Menschen.
 
  • #88
Ich finde es unanständig und respektlos, in Alltagskleidern in die Oper zu gehen. Für einen Mann gehört sich ein dunkler Anzug mit weißem Hemd und einer Krawatte; für Premiere Smoking. Für eine Frau dunkler Rock oder ggf. Hosenanzug; für Premiere Abendkleid.
 
  • #89
Ich mache das für mich an der Aufführung selbst fest.
Meist eher schlicht und konservativ, damit kann nichts falsch gemacht werden. Keine aufdringlichen Farben.
Bei Musicals auch gerne in schwarzer Jeans und Bluse.
Wie gesagt, es kommt auf die Vorstellung an. Wir haben hier in Bonn an der Oper auch eine "kleine Theaterwerkstatt". Da ist das Outfit ganz egal.
Ich bin leider nie, auch nicht zu Ehezeiten, in den Genuss gekommen, mit männlicher Begleitung in die Oper zu gehen :(
Immer mit meiner Tochter, da wir viele Jahre ein gemeinsames 'Theaterabo' der Stadt hatten.
Das Outfit sollte bei gemeinsamen Besuchen auf jeden Fall aufeinander abgestimmt sein.
Ach, da möchte ich auch nochmal hin...:)

W, 46
 
  • #90
Har,Har... ja das wird Wohl der Grund sein :)
Die Oper hier bei uns in Köln und der Flughafen in @HeidiBerlin `s Stadt werden vermutlich niemals fertig gebaut werden.
während in China der größte Flughafen der Welt in 4 Jahren gebaut wird, diskutiert man hierzulande herum.
Deutsche Ingenieurskunst, wo bist du nur geblieben?
Aber Deutschland, Österreich und die Schweiz sind ja nicht weit auseinander gelegen, als das ich keine Ausweichmöglichkeiten hätte.
Ich denke das wird für das kommende Jahr auf meiner too do Liste stehen, zumal ich Österreich und die Schweiz sowieso sehr Schön finde.
Achte mal drauf bei Gelegenheit, ich bin der Kölner, der selbst die Blaue Piste mehr fällt als fährt :) und trotzdem nicht den Spaß dabei verliert.

m48