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  • #1

Wechseljahre mit 42 - welche Erfahrungen vorhanden?

Die Frau kommt in die Wechseljahre - Gefühlsschwankungen, urplötzlich unkontrollierte Gewichtszunahme usw. Wie kommt man als Frau gut durch und wie fühlen Männer sich in dieser Zeit, wenn die Partnerin sich verändert? Gibt es Tipps und Tricks - bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich über die Wechseljahre, denn der Kinderwunsch ist erledigt, die Partnerschaft gefestigt, neue Ziele im Blick. Doch es interessiert mich, wie andere damit umgehen, bzw. umgegangen sind? Danke!
 
  • #2
Meine Erfahrung: Zweite Pubertät. Da ist Frau mitunter nicht leicht zu nehmen.
Dazu kommen Dissonanzen zwischen Eigenwahrnehmung (ich bin fit wie ein Turnschuh) und tatsächlicher Leistungsfähigkeit (Männer in der MIdlife-Crisis ticken ähnlich). Die hormonelle Umstellung erfordert sehr viel Energie, Frauen sind über Jahre anderweitig beschäftigt.
Mein Freund beschrieb mir seine Wahrnehmenung von Frauen in den Wechseljahren mal ganz gut anhand von ADFC-Fahrradtouren: Die neu hinzukommenden Damen "um die ..." werden vorher immer gefragt, ob sie die Strecke mithalten können. Sie reagieren hochgradig empört auf die Frage. Dann schwächeln sie und verlangen von den anderen, daß das Tempo angepaßt wird. Zuletzt bleiben sie zurück und sind sauer, daß keiner der Herren sie auf Händen weiterträgt. Das ist zwar sehr subjektiv, deckt sich aber auch mit meinen Beobachtungen.
 
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  • #3
Wechseljahre mit 42?

Komisch, ich bin 48 und spüre davon relativ wenig. Ich treibe allerdings viel Sport, ernähre mich seeeehr gesund, merke aber schon, dass ich nicht mehr so belastbar bin, wie vor 2 Jahren. Hinsichtlich des Gewichtes muss ich schon aufpassen, aber mir passen immer noch die Sachen, die mir schon vor 10 Jahren gepasst haben.

Aber ich bin auch AE-Mutter, mit 2 Jobs und Teenie und das kostet schon seine Kraft.

Probleme mit der Eigenwahrnehmung hat m.E. nichts mit Wechseljahren zu tun. Wer solche Probleme hat, hatte die auch schon mit Mitte 20zig.

Sollte es richtig schlimm werden, gibt es ja genug Mittel, z.B. gewisse Salben, die dafür Sorgen, dass es einem psychisch und physisch wieder besser geht. Wer schon seit seiner Jugend auf sich geachtet hat, wird so viel wie ich gehört habe und auch selber erlebe, weniger Probleme mit den Wechseljahren bekommen, als Übergewichtige und Zucker-Cola-Brot-Liebhaberinnen.

w 48
 
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  • #4
Hallo Bäärbel, danke, dass mit der Leistungsfähigkeit habe ich auch schon festgestellt. Aber da ich seit einer schweren Erkrankung (wieder vollständig genesen) sowieso mehr auf mich und meinen Körper achte, respektiere ich diese Unzulänglichkeit und gehe damit auch bewusst sorgsam um. Dass die hormonelle Umstellung viel Energie erfordert, das Gefühl habe ich derzeit auch. Ich hatte vor zwei Jahren schon einma so eine Phase, dann ging es wieder. Und jetzt, seit drei Monaten habe ich das Gefühl, alles dreht sich, mir geht es schlecht, obwohl es mir objektiv betrachtet garnicht schlecht gehen kann usw. Mein Partner meint auch, es wäre nicht leicht mit mir, wird das aber gemeinsam mit mir durchstehen. Gruß FS
 
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  • #5
Es gab gestern eine tolle Dokumentation bei super RTL eigentlich nicht mein Sender Expedition durch den Körper. Da habe ich mich als Frau auf einmal wiedergefunden. Erschreckend, was wir Frauen da durchmachen in unserer Biologie und daher müssen wir auch das starke Geschlecht sein, wir haben gar keine Wahl. Ehrlich gesagt habe ich Bammel davor und ich traurere heut schon um meine Fruchtbarkeit, obwohl sie mir gar nichts mehr nützt mit fast 48. Ich hätte gern ein Kind mit meinem neuen Lebensgefährten gehabt. Mir tut das weh.
 
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  • #6
Ich bin 56 und ich habe von den Wechseljahren nichts gemerkt - außer, dass meine Regelblutung unregelmäßig wurde und dann ausgeblieben ist, allerdings mit Anfang 50 und nicht Anfang 40.

Weder von Stimmungsschwankungen noch von Gewichtszunahme kann ich berichten. Meine Pubertät war schrecklich, und ich hatte ein bisschen Angst vor den Wechseljahren. Sie hat sich als vollkommen unnötig erwiesen.

Allerdings: ich ernähre mich gesund, bewege mich viel, rauche und trinke nicht und schlafe ausreichend. Klingt langweilig? Ist es nicht.

ich bin glücklich verheiratet mit einem etwa gleichaltrigen Mann, ich habe viele Interessen, einen großen Bekanntenkreis, eine kreative, selbstbestimmte Arbeit.
 
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  • #7
Ernährung und schon vorher vorhandene Einstellung (!!) zu diesem ganz natürlichen Prozeß spielen hier eine ganz große Rolle: ich merke mit 50 noch kein bischen davon, keine Frau in unserer Familie hatte damit je ein einziges gesundheitliches Problem (durchschn. Alter der Menopause: Ende 50!!)

Allerdings leben wir allesamt gesund, sind sportlich, nicht übergewichtig und mit einer großen Portion Gelassenheit ausgestattet, was nun einmal unumgängliche Veränderungen im Laufe des Lebens betrifft.

PS:
Die Schreiberin, die jetzt schon 'Bammel' davor hat, hat die besten Chancen, dafür auch tatsächlich Gründe zu bekommen!
 
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  • #8
Ja Weschseljahre mit anfangs 40 gibt es!

Bin w/42 und merke auch das es sich langsam verändert. Hab leichte Wallungen, wobei nicht so ganz schlimm, bin sicher auch erst am Anfang.

Nimm das aber bis jetzt ganz gelassen, muss manchmal über mich selber lachen wenn mich eine Hitzewelle erfasst und ich mir dann einfach denke: DANKE FÜR DIE ENERGIE!!! ;-)

Meine Pupertät war auch ganz heftig und bin nicht böse wenn es die Wechseljahren nicht so werden. Mal schauen was da noch auf mich zu kommt.

Ich kenne von meinen Schwestern und Freundinnen dass es sehr unterschiedlich sein kann.
 
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  • #9
mit der pubertät mag ich es nicht vergleichen, denn die pubertät der kinder wird mit nachsicht der gesellschaft behandelt. die folge der pubertät ist das gesamte "erwachsenen"-leben noch vor sich.

die wechseljahre werden lieblos -nebenbei- von der gesellschaft übergangen; am liebsten gar nicht thematisiert, denn die aussicht ist der darauf folgende alterungs-prozeß.
(alt möchte vielleicht jeder werden, aber keiner will es sein.)

vielleicht weil ich so sensibel bin, stellte ich bereits mit mitte dreissig die ersten veränderungen fest.
es war nicht körperlicher natur, sondern innere sichtweisen, zeigten einen wechsel an.
äussere veränderungen fanden statt; ich ließ mich scheiden.

mit anfang vierzig begannen die difusen blutungen und wurden immer uneinschätzbarer.
in diesem prozeß stecke ich gegenwärtig noch.
phasenweise leide ich unter hitzewallungen, schlafstörungen, fressattacken + haarausfall.

männer behängen sich mit diesem thema wechseljahre nicht wirklich und äugen eher jüngeren frauen nach, wenn es zu unbequem würde. das sehe ich nüchtern so, vielleicht fehlt mir aber auch nur der hormoncocktail für rosarote liebeswölkchen.
( mag sein, daß das in festen bindungen anders gehandhabt wird?!!)

in erster linie sollte frau selbst schauen, dass sie gesundheitlich fit bleibt und ihr wohlbefinden nicht von äußeren faktoren abhängig machen.
mit vergangenen geschichten nicht hadern und ihr leben annehmen.
 
  • #10
Nach ein Nachtrag: 42 ist sehr früh. Schau mal, ob es nicht an etwas anderem liegt: Stoffwechsel, Streß, Arbeitsbelastung. Ich hatte deshalb schon mit 37 von meiner Internistin mal die Wechseljahre avisiert bekommen. Jetzt, 11 Jahre später, bin ich dabei.
 
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  • #11
Bin die 7en.

hab eine Bekannte welche schon mit 45 in der Menopause war, also alles vorbei und es geht ihr gut damit. Sie hat zwei Kinder und somit die Kinderplanung abgeschlossen und hatte ausser Wallungen keine weiteren Beschwerden.

Die Frauen sind nun mal verschieden, wir sind 3 Schwestern (52/49/42) und es verhält sich bei jeder anders.

Warum muss man sich denn alles schlimm reden?! Ich kann mit meinen, bisher, leichten "Beschwerden" gut leben. Hab auch kein Problem älter zu werden. Ich geniesse jeden Tag so wie er ist.

w/42
 
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  • #12
Vielen Dank für Eure Antworten - mich interessiert jedoch mehr, wie ihr bzw. euer Partner damit umgegangen ist und nicht, ob ich mit 42 angeblich noch zu jung bin. Wie gesagt, jede Frau ist nunmal anders. Wenn doch alles so easy für die ein oder andere war, wunderbar. Ich merke sehr wohl die Veränderung: Hitzewallungen habe ich bereits seit drei Jahren, immer mal wieder. Aber vielleicht registriere ich einfach auch nur feinfühliger die Veränderungen in/an meinem Körper, während anderen dies völlig gleichgültig ist. FS
 
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  • #13
Die Wechseljahre sind ein ganz normaler physiologischer Vorgang, vor dem man weder wie oben beschrieben Angst, Bammel oder sonst was haben muss, noch ist es eine Krankheit. Jede reagiert auf ihre Weise. Die guten Tipps zum Sporttreiben und gesund Essen passen in jede Lebenlage, der Ratschlag, sich selber wahrnehmen zu können auch. Also, alles ganz normal. Keine Panik Mädels.

Und dieses ADFC Beispiel finde ich ein wenig merkwürdig.

w58
 
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  • #15
männer reagieren recht verständnislos, wenn frau körperlich und energetisch zu schwächeln beginnt, ist meine erfahrung.
vielleicht wäre das etwas anderes, wenn eine wunderschöne junge frau in ohnmacht fällt, sicherlich eilten sie dann schnell als retter herbei.
ich bin in den wechseljahren und "meiner" ist provokativ. er betitelt mich schon mal als "oma", nur um mich so wieder zu animieren, wenn ich ihm seiner meinung nach zuviel "vorjammere".
w46
 
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  • #16
Liebe FS,

Menopause mit 42 ist gar nicht so ungewöhnlich, lass Dir nicht einreden, dass dies an der Ernährung liegt. Dies kann sicher ein Faktor sein, aber eben nur ein Faktor von vielen. Unsere Körper sind eben keine Maschinen und funktionieren eben nicht immer gleich.

Spontan kam mir noch folgende Idee: Du sprachst von einer schweren Krankheit, die Du überstanden hast. Kann es sein, dass Du in diesem Zusammenhang Steroide, sprich Cortison, genommen hast oder gar noch nimmst? Dies könnte eine Ursache sein, warum Du momentan das Gefühl hast, in die Wechseljahre zu kommen, obwohl dies noch nicht der Fall ist. Nebenwirkungen von Cortison sind zB "Flushs", die gerne mit Hitzewallungen verwechselt werden, ausbleibende Menstruation, Gewichtszunahme etc. Auch wenn die Einnahme schon etwas her ist, kann dies eine Erscheinung der Einnahme sein. Am besten suchst Du diesbezüglich mal Deine Gynäkologin auf und besprichst dies mit ihr.

Sonst würde ich Dir raten Sport zu machen und mich mit meinem Köprer anzufreunden und gewisse Abweichungen zu tolerieren. Von Sojaprodukten oder einer Hormonersatztherapie würde ich abraten, aber dies ist meine persönliche Meinung, verlängert die Wechseljahre nur, also Augen zu und durch!

w, 31 (Ärztin)
 
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  • #17
@15 - danke für dein Posting - nein, ich habe nie Cortison genommen, zudem war die Krankheit vor fünf Jahren. Jedoch war ich in allem früher als andere, warum dann nicht auch mit den Wechseljahren. Wie schon gesagt, es macht mir grundsätzlich auch nichts aus, dass es jetzt schon so weit ist. Meine Kinderplanung ist erledigt, meine Ziele liegen in Partnerschaft und Karriere , dafür muss Frau nicht mehr fruchtbar sein!

@14 - schade, dass die Männer überwiegend, wie du schreibst, verständnislos reagieren. "Meiner" sagt zwar auch, es ist schwierig (unberechenbar) mit dir, hat aber für sich gerade eine Strategie der Toleranz und der Zärtlichkeit entwickelt, die mir gut tut. Ich brauche seine Nähe und er gibt sie mir. Es hat ja irgendwie auch etwas mit "geliebt" und "gewollt" werden zu tun. Frau möchte ja auch noch begehrt und nicht nur alltagsmäßig gebraucht werden, selbst wenn sie mit sich gerade mal nicht ganz im Reinen ist. Wenn der LG sich angewidert, genervt und verständnislos abwendet, wie soll dann die Beziehung Bestand haben. Zum Glück haben wir noch viele gemeinsame Ziele und viel Liebe und Nähe zueinander. Daher denke ich, stehen wir auch diese Phase zusammen durch.
 
  • #18
Wenn der LG sich angewidert, genervt und verständnislos abwendet, wie soll dann die Beziehung Bestand haben.
Na nun sind Frauen, wenn Männe in die Midlife-Crissis kommt und sich plötzlich ein Motorrad kauft oder tiefe existenzielle Probleme unter der Überschrift "Ist das jetzt schon alles gewesen?" wälzt, auch nicht gerade ein Ausbund an Verständnis.
So lange du nicht der Meinung bist, du müßtest dein Leben auf den Kopf stellen oder ausgeprägte Schrullen entwickelst, auf den Eso-Trip kommst oder so, mag es gehen.
 
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  • #19
@Bäarbel - wir erleben diese Zeit gemeinsam - Motorrad, neue Ziele im Leben usw., weil wir uns erst nach den Trennungen von unseren Partnern kennengelernt haben. Er, von seiner Ex ausgetauscht und entsorgt worden - musste sich vor ein paar Jahren also zwangsläufig den neuen Herausforderungen eines 2-WE-Papas mit großem Singlelebenanteil stellen - ich habe mich von meinem Mann getrennt, weil er ohne Ziele einfach nur noch zu langweilig, zu spießig, zu unflexibel, wenngleich ein charakterlich einwandfreier Mann war. Mein LG und ich haben uns also wirklich gefunden und leben unser neu ausgerichtetes Leben ganz bewusst. Ich stelle mein Leben nur noch gemeinsam mit meinem LG auf den Kopf und der Eso-Trip ist sowieso nichts für mich. Daher dürfte die Midliftcrissis bei meinem LG ausfallen, und ich habe in dieser Hinsicht Glück - meine körperlichen Veränderungen, die es in diesem Ausmaß beim Mann nicht gibt, werde ich jedoch trotzdem durchleben und möglicherweise ein weiteres Mal gestärkt für Leben daraus hervorgehen. FS
 
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