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  • #1

Weibliche Vorbilder für Frauen um die 40 ohne Kinder?

Es ist mir schon sehr häufig passiert, dass Frauen so zwischen 35 und 44 in guter beruflicher Position und ohne Kinder gesagt haben, dass leider einfach ein weibliches Vorbild im postiven Sinne fehlt. Die eigene Mutter sei es nicht, erfolgreiche Frauen ohne Kinder häufig auch nicht, weil die oft zu hart wirken würden. Die meisten führen dann Margot Käßmann an, die sei authentisch, stark, weiblich etc. Kurz gesagt: es fehlt eine Frau in der Öffentlichkeit und privaten Umfeld, die man als Mentorin haben wollte, deren Werte und Auftreten man wirklich sehr bewundert etc. Muss sich diese Generation Frau selbst ein Vorbild sein?

Mich würde eure Erfahrung diesbezüglich interessieren. Frauen, um die 40, habt ihr ein weibliches Vorbid?

Bin gespannt auf eure Antworten.
 
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  • #2
Die Künstlerin Ina Müller finde ich ein positives Vorbild. Mitte 40, nicht verheiratet, keine Kinder.
Herzlich, gutaussehend und sehr erfolgreich...

Angela Merkel mit Einschränkungen auch.
 
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  • #3
Margot Käßmann hat doch ein paar Töchter, oder nicht? Ich würde sie trotzdem auch nicht als Vorbild sehen.
 
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  • #4
Eine Professorin an meiner Hochschule. Unkonventionell, intelligent, attraktiv, selbstbewusst, menschlich.
 
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  • #5
Die Frage nach dem Vorbild kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Ich gehöre auch zu der genannten Gruppe von Frauen um die 40, die beruflich eine gute Position haben und kinderlos sind, könnte aber nie behaupten, dass ich ein Vorbild brauchen würde. Wozu denn?

Sicher hat meine Mutter ein ganz anderes Leben geführt als ich. Sie ist mit den Werten der 50er Jahre groß geworden, hat sich nach der Heirat dem Mann angepasst und war nach der Geburt der Kinder Hausfrau. Trotzdem hat sie mir einige Werte vermittelt, die auch heute für mein Leben wichtig sind, wie z.B. Ehrlichkeit, Fleiß, Pünktlichkeit usw.

Ein prominentes Vorbild brauche ich nicht. Was hätte ich denn davon? Ich komme mit meinem Leben klar und möchte gar niemanden, dem ich "nacheifern" sollte/wollte. Halte ich eher für kontraproduktiv. Jeder soll so leben, wie er es für richtig hält und nicht das tun, was ein anderer in derselben Situation getan hat. Margot Käßmann käme für mich schon mal gar nicht in Frage, da ich aus der Kirche ausgetreten bin, eine Politikerin sowieso nicht.
 
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  • #6
Frauen unter 35 und über 45 fehlt es wohl nicht an einem weiblichen Vorbild?????

Bin w/35, Single ohne Kinder und wusste bisher gar nicht, dass man als alleinstehende Frau ein weibliches Vorbild braucht, schon alleine das hört sich für mich sehr nach Kampfemanze an.
 
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  • #7
Ilse Aigner, CSU-Bundesministerin, Jahrgang 1964, ledig, keine Kinder.
 
  • #8
Mir fällt in diesem Zusammenhang die Journalistin Bettina Böttinger (Moderatorin und Produzentin des Kölner Treffs) ein. Sie ist klug, empathisch, profiliert sich nicht auf Kosten anderer und ist, wie ich finde, eine "Powerfrau"


@FS: Käßmann hat 4 Kinder!
 
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  • #9
Die eigene Mutter sei es nicht, erfolgreiche Frauen ohne Kinder häufig auch nicht, weil die oft zu hart wirken würden.
Wieso sollen denn diese Frauen zu hart wirken. Ich kenne einige Frauen aus dem Realleben (keine berühmten Frauen), die um die 40 sind und eine gute berufliche Position haben, aber gar nicht so hart wirken, sondern ganz normal und nett, weiblich. Sie haben halt nicht den passenden Mann zwecks Familiengründung gefunden, so sind sie kinderlos geblieben. Sie üben einen normalen akademischen Beruf aus, ohne eine steile Karriere jemals angestrebt zu haben. Eben ganz normale Frauen, die eine gute Arbeitsleistung erbringen, keine Führungspositionen kleiden wollen und gewollt oder ungewollt keine Mütter geworden sind. Übrigens auch in der Generation meiner Mutter (sie ist 68 J.) gab es einige Freundinnen von ihr, die ganz nett und normal beruflich etabliert waren. Eben nicht dem Traummann begegnet und somit sie ehe- und kinderlos geblieben. Auch im Alter sind sie heutzutage ganz normal, weder verbittert noch unglücklich.

Sieh Dich im Realleben um-diese Frauen findest Du bestimmt. Früher mussten die Frauen einen Mann ehelichen, damit sie genug zum Essen und ein Dach über den Kopf haben konnten. Hetzutage können sich die Frauen auch selber versorgen und so bleiben einige ohne Überlebensangst kinderlos und Single.
Solche Frauen hätte es bestimmt auch früher häufiger gegeben, wenn es nur die Option der Liebesheirat damals gegeben wurde und nicht die Überlebensnotwendigkeit einer Heirat mit automatischer Kinderzeugung.

w/39
 
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  • #10
Meine Mutter. In jeder Hinsicht.
Ich kann mir auch vorstellen, das Frauen andere Frauen wie Margot Käßmann angeben.
Ich denke, in erster Linie, sind es Frauen, die die Erziehung beeinflusst haben.
 
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  • #11
Ich w/36 habe wahrlich kein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, wir sind einfach zu verschieden.

Dennoch bin ich der Meinung, dass eine jede Mutter dieser Zeit vorbildlich war. Hat in ihren jungen Jahren geheiratet, Kinder in die Welt gesetzt und ist bei Mann und Kind geblieben, auch wenn sie das nicht wollte, weil sie sich und ihre Bedürfnisse hintenangestellt hat.
 
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  • #12
Ich weiss nicht genau wie ich meine Gefühle beschreiben soll. Ich habe mir alle Beiträge durchgelesen und alle Erklärungen hier sind mir zu oberflächlich, ich sage das nicht um jemanden hier zu beleidigen. Ich fühle mich oft nur so unverstanden und alleine vor allem als Frau. Es gibt Tage da spüre ich eine tiefe Traurigkeit und Unzufriedenheit meiner Seele, dass ich am liebsten alles hinschmeissen würde. Ich bin 35 Jahre alt, gut ausgebildet, arbeite, lebe und doch muss es als Frau doch mehr geben, als dann irgendwann Kinder in die Welt zu setzen und dann versuchen allem gerecht zu werden - das kann doch nicht alles im Leben einer Frau sein? Letztendlich kann ich aus meinen Freundes- und Bekanntenkreis nur bestätigen, das viele Frauen sich mit dem alten Trott zufrieden geben, nach außen hin aber so tun als wäre es ihre Wahl gewesen- und spreche ich dies bei diesen Frauen an, bekomme ich als Antwort Zorn und Spott -so nach dem Motto ich als alleinstehende Frau ohne Kinder habe keinen Wert und sowieso keine Ahnung vom Leben...Obwohl nur eine Frau wirklich verstehen kann was in einer Frau vorgeht, ein Mann wird das nie wirklich nachvollziehen können, er kann eine Frau respektieren, aber nachfühlen kann er nicht. Und doch reagieren Frauen oft feindselig auf solche Frauen die eben mehr wollen und durchschauen, wenn ein weiblicher Lebensentwurf nicht echt ist und unglücklich macht. Ich bin verzweifelt auf der Suche nach weiblichen Vorbildern, ich suche Frauen die sich nicht an Männern, Familie und Beruf orientieren, die sich auf die Suche nach sich selbst machen, unabhängig von gesellschaftlichen Konventionen, die uns seit so langem versklaven, dass wir glauben das ist das normale und richtige Leben und alles ist gut....Ich will nicht sagen, alles ist schlecht, aber ist das wirklich ALLES was ich als Frau erwarten kann-nein da muss es doch mehr geben, ich will mich nicht damit zufrieden geben. Ich will nicht als verrückt oder schwierig abgestempelt werden, gemieden werden, weil ich eben nicht wie eine Prinzessin schlummern will, bis der Prinz mich wachküsst, ich ihm Kinder schenke und dann bis ans Ende meiner Tage mit Belangen anderer beschäftig bin und mir Zeit frei kämpfen muss.....wo sind die wirklichen weiblichen Vorbilder, die neue Wege beschreiben, einer selbstbewussten Weiblichkeit und Weichheit, die gute Männer an der Seite haben, die sie lieben und unterstützen ohne Kampf und Argwohn, die Mütter sind ohne sich selbst aufzugeben oder eben keine Mütter sind...Gibt es solche Frauen überhaupt, oder bin ich einfach doch nur verrückt, weil ich mir das Wünsche und mich mit weniger nicht zufrieden geben möchte. Ich hoffe ich bin niemandem zu nahe getreten.
 
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  • #13
...auch wenn ich einem Traummann begegne, habe ich keinen Grund Kinder zu bekommen. Gerade dann nicht! Ich bin bald 41 Jahre alt und arbeite hart wie ein Tier. Das heißt noch lange nicht, daß ich innerlich hart bin. Das wird nur von der Gesellschaft so empfunden, da kinderlose erwachsene Frauen eben nicht sooooo häufig vorkommen.
Und ein Vorbild? Keine Ahnung....hab für sowas keine Zeit, hab eh keinen Fernseher.

Ich will in Ruhe meine Fassaden, Dächer und Mauern restaurieren. Eine Fortbildung für Fachwerk strebe ich auch noch an. Ich bin in der Baubranche und stelle Gerüste, woher sollte ich da ein Vorbild nehmen?
Nicht jeder Mensch muß heiraten und Kinder bekommen. Was soll diese ganze Zeugerei? Das ist doch nur, weil die Leute nicht allein leben wollen und können. Kinder und Ehemann sind der Ersatz für fehlende Freundschaften. So war es und so wird es immer bleiben, leider.
 
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  • #14
Liebe FS, ich bin zwar Mann, Mitte 40, und Du hast sicher recht, dass ich mich nicht wirklich in Dich hineinversetzen kann - aber abgeshen von den Geschlechterunterschieden gibt es da ja eh natürliche Grenzen. Jeder Mensch fühlt und denkt und handelt letztlich auf eigene Weise.
Zuerst habe ich mich gefragt, was soll das? Sollte ein Mensch in dem Alter nicht darüber hinaus sein, sich an Vorbildern orientieren zu wollen, statt inzwischen sein eigenes Profil entwickelt zu haben, das aber nie fertig wird, sondern in Bewegung bleibt, wenn der Mensch lebendig bleibt?
Deine längere Darstellung unter #11 kann ich aber ganz gut nachvollziehen, meine ich sagen zu können.
Es ist nicht einfach, nicht mainstreammäßig dahinzuleben, wenn man andere Ansprüche und Erwartungen ans eigene Leben spürt.
Letztlich denke ich, dass es tatsächlich darum geht, mutig und auch durch Schwierigkeiten hindurch das eigene Profil zu entwickeln statt andere zu kopieren. Dazu helfen dann z.B. coaching/therapeut./Biographie-Arbeit-Prozesse, also sich Räume schaffen, wo es gut möglich ist, sich diesen Fragen mit Unterstützung zu stellen.
Wenn ich an beeindruckende Frauen denke, sind es weniger jetzt Lebende als z.B. Frida Kahlo oder Niki de Saint Phalle - also Künstlerinnen, die sehr unkonventionell ihre eigenen Wege gegangen sind (ach ja, und Pina Bausch fällt mir ein). Dies hat aber immer auch mind. zwei Seiten, einfach war das für die auch nicht.
"Wasch mich aber mach mich nicht nass" geht wohl nicht, also welchen Preis bist Du bereit zu zahlen für einen anderen Lebensentwurf? Inspirationen dazu können vielleicht die genannten oder viele andere Frauen geben, die Spuren hinterlassen (haben).
Alles Gute für DEINEN Weg!
 
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  • #15
Finde diese Frage überaus interessant. Allerdings bin ich noch weit von der 40 entfernt, was aber nicht heißt, dass ich oft Vorbilder vermisst habe.

Ob als junges Mädchen, Jugendliche oder junge Frau. Die Frau heute hat in der Tat immer noch sehr wenige Vorbilder mit denen sie sich identifizieren kann. Es gab keine weiblichen Helden, außer vielleicht Pippi Langstrumpf und auch heute gibt es sie noch nicht. Ich orientiere mich da an den Medien, mag mich ungern mit Radio- und Fernsehmoderatorinnen identifizieren. Manche Professorin vielleicht, aber man hat zuwenig Einblick in deren Privatleben, als dass man sich mit ihnen identifizieren könnte.

Der mediale Bereich, fiktive Figuren finde ich als Identifikationsfiguren besser, weil sie doch großen Einfluss auf die Menschen haben, neue Denkanstöße, Lebensmodelle liefern. Aber leider gibt es auch hier keine wirklichen weiblichen Vorbilder. Die Serie Sex and the City war hier ja revolutionär in einer Form, dass sie die Frauen das erste Mal nicht nur als Beiwerk des Mannes zeigten. Allerdings dreht es sich in der Serie ja auch wiederrum nur um Männer bzw. um Sex mit Männern. Was ich echt schade finde, weil wieder viele junge Frauen sich damit identifizieren. Ein weiblicher Serienheld, der tatsächlich besseres zu tun hat, als ausschließlich über Männer zu reden wäre mal nicht schlecht.
 
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  • #16
Ich habe kein Vorbild.
Ich habe einfach nie das Bedürfnis gehabt Kinder in die Welt zu setzen.
Mittlerweile zweifele ich sogar daran für eine Beziehung geeignet zu sein und bin nach 27 Jahren mit Ehe und Beziehungen wieder solo.
Ja, wieviele wollen DEN Richtigen finden. Den Richtigen für was? Familie gründen und wie meine Mutter den ganzen Tag die Kinder und den Mann umtüddeln. Oh Gott, bloss nicht.
Für viele das Idealbild.
Ich sage immer, dass ich mich dafür nicht eigne.
Genau, man stösst auf Unverständnis, man ist in deren Augen verantwortungslos.
Aber als selbstbewusste Person interessiert mich das nicht und mach mir meine Welt, wie sie MIR gefällt. Dazu gehört es nun mal nicht Ehefrau und Mutter zu sein.
Ich will keinem meine Einstellung aufs Augen drücken, aber manche beneiden mich dafür.
Es gibt nur keine Frau zu, die in ihrer Ehe mit ihren Kids unzufrieden ist.
 
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  • #17
Der mediale Bereich, fiktive Figuren finde ich als Identifikationsfiguren besser, weil sie doch großen Einfluss auf die Menschen haben, neue Denkanstöße, Lebensmodelle liefern. Aber leider gibt es auch hier keine wirklichen weiblichen Vorbilder. Die Serie Sex and the City war hier ja revolutionär in einer Form, dass sie die Frauen das erste Mal nicht nur als Beiwerk des Mannes zeigten. Allerdings dreht es sich in der Serie ja auch wiederrum nur um Männer bzw. um Sex mit Männern. Was ich echt schade finde, weil wieder viele junge Frauen sich damit identifizieren. Ein weiblicher Serienheld, der tatsächlich besseres zu tun hat, als ausschließlich über Männer zu reden wäre mal nicht schlecht.
Entschuldigung, aber was soll das? Man kann doch sein Leben nicht orientieren an irgendwelchen Fernsehfiguren? Im übrigen: Wer sieht so einen Quatsch und nimmt das für echt?
Sollen die doch weiter ihre dummen Spielchen spielen, davon muss man sich ja nicht beeinflussen lassen.
 
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  • #18
Alice Schwarzer. Sie hat sich nie verbiegen lassen. Immer für ihre Ideale und eine bessere Welt gekämpft. Nun höre ich einige hier aufschreien: Radikal-Emanze, Männer-Gegnerin. Doch all das IST sie nicht. Es ist erstaunlich, wie viel Kritik Alice Schwarzer und ihre Zeitschrift, Emma, bekommen von Menschen, die noch nie auch nur eine einzige Zeile darin gelesen haben. In den 70ern und 80ern war die Anti-Haltung der Menschen noch heftiger. Und seinen Glauben an die Menschen trotzdem nicht zu verlieren und weiterzukämpfen -auch wenn man von allen Seiten her angefeindet wird...das schafft kaum eine/r. Unter anderem deshalb bewundere ich Alice Schwarzer.
Und ich glaube auch, dass sie mittlerweile glücklicher als viele der Menschen ist, die sich in den 70ern und 80ern in irgendwelche Rollen hineinzwängen haben lassen. Alice Schwarzer zeigt mir, dass es sich lohnt für seine Ideale einzustehen und sich nicht verbiegen zu lassen. Dass dieser Weg zwar der beschwerlichere sein kann, aber am Ende der, der mehr Glück stiftet.
Generell habe ich aber auch Männer als Vorbilder und nicht nur Frauen. Zum Beispiel Janusz Korczak.
An seine Vorbilde reicht man -oder frau- sowieso nie heran, weil man selber eben ein ganz anderer Mensch ist. Doch man kann sich einzelne Eigenschaften (Idealismus, Nächstenliebe, Loyalität, usw) "abschauen" und versuchen diese in sein eigenes Leben zu integrieren. Ob besagte Eigenschaften von einer Frau oder einem Mann kommen, ist mir letzten Endes egal. Auch ob es ein älterer oder jüngerer Mensch ist oder ob jener Mensch noch lebt...all das ist zweitrangig. Warum soll ich mich nur an Menschen orientieren, die ein paar Äußerlichkeiten, zB Geschlecht und Alter, mit mir gemeinsam haben?
w,36
 
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  • #19
Meine Mutter ist mein Vorbild.

Jede Frau wünscht sich eine Familie, vorausgesetzt, Frau findet den passenden Mann dazu, der ebenso denkt. Ich würde gerne für meine Familie da sein, sie "umtüddeln" wie man das so schön sagt, ja, das würde ich und finde ich auch richtig. Egal, wie lange ich studiert habe, wieviele Abschlüsse ich vorweisen kann, wie gebildet und gut ich verdiene, in mir schlummerte immer der Gedanke, dass ich auch eine Familie will. Ich will nicht alleine bleiben, nur verheiratet sein mit meinem Job und in Bars Cocktails mit meinen Freunden trinken, schlussendlich will ich eine Famiile, das ist der Sinn meines Lebens, der mich komplett erfüllt. Mein Job füllt mich aus, ja, macht mich glücklich aber niemals wird mich mein Job glücklich machen, wenn ich ohne eigene Familie da stehe.

w, 34
 
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  • #20
Welche Frauen in dem Alter brauchen denn noch Vorbilder? Da sollte frau doch erwachsen sein und ohne Vorbilder wissen, wo es lang geht.

w, 55
 
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  • #21
Wer zu sich selbst gefunden hat, braucht keine Vorbilder mehr.

Mein Vorbild wäre wenn, dann mein eigener Partner, zu dem ich aufsehen kann, jedoch niemals meine Mutter. O Gott!

Außerdem kenne ich eigentlich keine Frau in dem Alter, der in nacheifern wollen würde. Und schon gar keinen öffentlichen Karriakturen.

Und wenn, dann würde ich mir als Frau lieber ein männliches Vorbild suchen.
 
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  • #22
#20 Die Fragenstellerin meint sicher keine Vorbilder im Sinne von Idolen, wie manche sie in ihrer Jugend hatten.
Ich würde es ein einfachen Worten so ausdrücken: Welche Frau hat mein Leben gelenkt und unbewusst, durch Ihre Erziehung oder ihr Vorbild beeinflusst.
Bei mir war es meine Oma und nicht meine Mutter. Dies ist mir erst mit 45 Jahren bewusst geworden.
Die Frauen der 50iger oder Anfang der 60iger Jahre haben sich meistens ihren Männern angepasst und Ihr Leben hinten angestellt. Das hat auf die Generation der Töchter langweilig gewirkt.
Wir wollten mehr!
Die Großmuttergeneration (meine 1905 in Ostpreußen geboren) waren durch die Geschichte geprägt. In den Großfamilien war man damals viel offener. Geburten, Leben und Sterben viel präsenter. Es wurde weniger unter den Teppich gekehrt. Viele Frauen gingen vom Land in die Stadt und waren dann auf sich alleine gestellt. Es folgten Drittes Reich, der Verlust des Partners durch die Kriegsgeschehen und Flucht und Vertreibung. Die meisten Frauen damals haben nicht aufgegeben.
Ihre Kinder allein groß gezogen und wie bei uns noch teilweise die Enkel.
Somit habe ich Kinder und Beruf verbinden können. Es geht immer weiter, eine Frau gibt nicht auf. Sie geht ihren Weg. Kinder haben für mich immer dazu gehört. Doch auf eine funktionierende Partnerschaft wurde ich nicht richtig vorbereitet. Die Ehe der Oma dauerte nicht lange. Schon nach fünf Ehejahren war sie Kriegswitwe. Meine Beziehung dauerte zumindest 16 Jahre.
Beim Beziehungsaufbau, und später bei Trennung und Scheidung, lebte Oma nicht mehr. Vielleicht hätte sie mir einen Rat geben können.
w47
 
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  • #23
Hallo FS

Erwachsene sollten sich um Gotteswillen nicht an anderen orientieren..

Man kommt sonst leicht in Versuchung sich zu vergleichen und diese Vergleiche sind völlig verkehrt....

Schon gar nicht wenn hier Schauspieler und Promis genannt werden.

Es stecken verschiedene Erziehungen in uns, wir haben verschiedene Wege beschritten, andere Schicksale , wir sind anders, haben verscheidene Möglichkeiten, Einkommen usww...eine endlos lange Liste die zeigt das solche Vergleiche völliger schwachsinn ist..

Irgendwo hab ich mal gelesen " Zieh Du meine Schuhe und geh den Weg den ich gegangen bin..Dann weisst Du warum ich bin wie ich."



M47
 
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  • #24
Warum soll man eigentlich immer Vorbilder haben ? Das wird schon in der Kindheit oder im Teenageralter abgefragt ... Gilt sogar eine Frau über 40 ohne Kinder als unreife, nicht eigenständige Persönlichkeit die zu anderen emporschauen muss und Ansporn nimmt ihnen ähnlich zu werden? Wenn es gerechtfertigt ist - o.k. Leider sind es jedoch oft zu oberflächliche Dinge die von anderen nachgeäfft werden.
 
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  • #25
Liebe FS, finde doch Deinen eigenen Weg! Ich habe 12 Jahre mit einem Mann zusammengelebt, hatte mehrjährige andere Beziehungen, auch mal Affären in langen Singlezeiten, nie einen ausgeprägt starken Kinderwunsch, mit einem Mann hätte ich mir eine Familie vorstellen können, dieser konnte jedoch keine Kinder zeugen, hätte nur eigene gewollt und dann wurde eben nichts daraus-und wer weiß, ob es nicht gut war so?.. Mit meinem Job bin ich zufrieden, gehe gerne zum Sport, habe liebe Freundinnen, einen sehr guten Draht zu meiner Schwester, eine sehr innige emotionale Verbindung und tiefe Freundschaft mit einem Mann, der Männer liebt wie ich-und an ihnen auch manchmal verzweifelt wie ich :), und einen netten und attraktiven Studenten, der gerne mit mir schläft und von dem ich meine Streicheleinheiten bekomme (natürlich auch umgekehrt). Ja-mit 20 habe ich mir alles anders vorgestellt. Und jetzt..nach so mancher Berg-und Talfahrt kenne ich meine Bedürfnisse und bin meistens zufrieden und oft sogar richtig glücklich. Und vielleicht erlebe ich irgendwann noch einmal die große Liebe-aber wenn nicht, ist es auch nicht tragisch. Hauptsache, wirklich leben, anstatt IRGENDEINE Rolle zu spielen..
Was hilft mir der Vergleich mit anderen?
w/44
 
S

sjinx

  • #26
Hallo FS!
Hierzu möchte ich eine Antwort geben.

Rosa Luxemburg, Sonja Liebknecht, Virginia Woolf u.v.m

Gleichwohl den männlichen Pendant!

w47
 
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  • #27
@11

Liebe 11,

allein im 20. Jahrhundert gab es jede Menge super charismatische und erfolgreiche Frauen, berühmte und weniger berühmte, die rastlos eigene Wege gesucht haben und nicht zuvorderst an Familiengründung dachten. Vor der Pille hatten auch sehr abenteuerlustige und wißbegierige Frauen Kinder aus Zufall bekommen. Die Merian-Sibylle reiste aber lieber mit ihrem Forschungsschiff herum. Das Kind brachte sie bei Verwandten unter und sah es als es fast erwachsen war erst wieder. Du kannst nicht leben wie Alexander von Humboldt und dabei dein kleines Kind mit in den Busch nehmen. Viel zu gefährlich für das Kind.

Viele Regisseurinnen, Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Schauspielerinnen und Politikerinnen hatten und haben "symbolische Kinder" mit der Kultur gezeugt ohne jemals eigene leibliche gehabt zu haben. Ich finde aber die Frage nach dem Vorbild für kinderlose Frauen dumm gestellt. Wieso sollen kinderlose Frauen sich kinderlose Frauen als Vorbild aussuchen ? Der Umstand ob Frau mit oder ohne Kind blieb hängt doch stark vom Zufall statt vom Vorsatz ab.
 
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  • #28
Meine Mutter ist mein Vorbild.

Jede Frau wünscht sich eine Familie, vorausgesetzt, Frau findet den passenden Mann dazu, der ebenso denkt.
w, 34
Nein, da muss ich Dir leider wiedersprechen. Nich "jede" Frau wünscht sich das - auch wenn ein passender Partner da ist. Vielleicht wünscht sich das sie Mehrheit der Frauen aber sicherlich nicht jede einzelne.
w, 36 (deren Mutter - obwohl eine sehr gute - nicht ihr Vorbild ist).
 
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  • #29
An die FS:

Nein, über Vorbilder habe ich mir NIE Gedanken gemacht. Ich habe aber mal ein halbes Jahr mich gründlich damit beschäftigt, welche Ziele ICH im Leben habe und habe festgestellt:

Ich hatte nie das Bedürfnis, mich zu vermehren, auch wenn es viele einem vormachen. Mein eigentliches, tiefes inneres Bedürfnis ist es, die Welt in der ich lebe, besser zu verstehen, verschiedene Kulturen, verschiedene Länder, meinen Hobbies nachgehen, Berichte schreiben, Sport zu treiben, mich für Dinge zu interessieren.

Ich reise gerne mit meinem Partner, welcher ebenfalls nicht das Bedürfnis hat, Kinder in die Welt zu setzen.

Es ist immer leichter, einen Weg zu gehen, der schon ausgelatscht ist. Ich musste viel darüber nachdenken, welchen Lebensweg ich gehen möchte. Ich habe nie nach Vorbildern gesucht, denn ich muss mir meinen eigenen Weg ganz indivduell machen.

Meine Mutter sagte einmal, wenn man keinen Weg sieht, muss man sich eben einen machen.

Obwohl, ich hatte eine nette Kollegin: Um die 50 Jahre alt, geschieden, keine Kinder. Diese Frau hatte eine Lebenfreude, viele Freundinnen und sie ging bei jeder Gelegenheit reisen. Ich hatte mir damals gedacht, so könnte ich auch leben, da freue ich mich schon drauf.

Frauen, welche mir irgendwas einreden wollen, lasse ich links liegen oder gestehe frei, dass ich keine Lust habe, mich zu vermehren weil ich darin keinen Sinn sehe. Solche Frauen haben aber oft im Leben - meiner Meinung nach - den Aktionsradius eines Bierdeckels.

Ganz wenige Ausnahmen, eine Freundin von mir hat Mann, Kind aber sie hat eben auch andere Thema und wir verstehen uns super, gerade weil wir das Leben aus verschiedenen Gesichtspunkten sehen.

w,40

P. S. Viel Spass beim Machen Deines eigenen Weges, und vergiss bitte die dicke Haut nicht, die wirst Du schon brauchen, aber es lohnt sich definitiv :)
 
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  • #30
Liebe FS

Mentorinnen sind teilweise Vorbilder, aber nur für ganz abgezirkelte Bereiche. Im Job. Was die Weltläufigkeit anbelangt können Vorgesetzte, Chefinnen oder die Bankdirektorin, die befreundete Familienunternehmerin und die Investmentbankerin Hinweise geben wie man leben kann.

Was den Lebensmut anbelangt, sich niemals aufzugeben und immer weiter zu machen, viele Berufe zu ergreifen und immer tapfer zu sein
ist meine Mutter für mich das grösste Vorbild. Mit Anfang 30 Witwe, hochverschuldet mit sehr kleinen Kindern dastehen und quasi vor dem Nichts zu stehen ist nicht lustig. Es prägt das ganze weitere Leben massiv. Was für ein Theater die Politiker heute um jetzige junge Mütter machen leuchtet mir nicht ein. Die meisten haben es sehr bequem.