G

Gast

  • #1

Weiblicher Orgasmus = erfüllter Sex

Ich weiß, dass das Thema hier schon mehrmals diskutiert wurde - das Ausbleiben des weiblichen Orgasmus beim Sex. Die Quintessenz der Diskussionen war jedoch immer, dass die Frauen sich nicht fallen lassen können oder die Männer etwas falsch machen.

Mir wollte ein Mann weismachen, ich könnte ja keinen Spaß beim Sex haben, da ich ja nie komme. Aber das Gegenteil ist der Fall. Für mich als Frau ist der Sex auch so erfüllend.

Daraufhin habe ich mir Literatur zum Thema zugelegt. Dort wird dargestellt, dass der Glaube, der weibliche Orgasmus sei von der Natur ebenso vorgesehen und selbstverständlich wie der männliche, anders dargestellt. Unter anderem wird die These in den Raum gestellt, Frauen wären nur zum Orgasmus fähig, da menschliche Föten sich in der ersten Entwicklungsphase aus gleichen Anlagen bilden. Das wäre auch der Grund, aus dem Männer noch Brustwarzen haben - ohne wirkliche Funktion und Notwendigkeit. Der weibliche Orgasmus sei also ein Überbleibsel der Frühentwicklung und deshalb keineswegs so schnell erreichbar und häufig weniger ausgeprägt erreichbar als beim Mann.

Es gibt diverse Umfragen (Durex usw.) nach denen nur jede dritte Frau regelmäßig beim Sex zum Orgasmus kommt. Zwei Drittel der Frauen haben ihrem Partner schon einen Orgasmus vorgetäuscht. Auch bei der Selbstbefriedigung kommen viele Frauen nicht immer, ca. zehn Prozent nie.

Ich persönlich kann mir aber nicht vorstellen, dass die zwei Drittel der Frauen, die beim Sex keinen Orgasmus erleben, den Sex deshalb als schlecht oder minderwertig empfinden. Auch mit Leidenschaft, Häufigkeit oder Intensität hat es nichts zu tun. Warum setzen sich sowohl Männer, als auch Frauen also so unter Druck und erheben den weiblichen Orgasmus zum Nonplusultra? Haben wir alle falsche Vorstellungen durch die Medien und Pornoindustrie? Ich habe dazu auch viel im Internet gelesen und nicht längst jede Frau explodiert beim Orgasmus, schreit, erbet und verdreht die Augen. Es gibt genau wie bei Männern z.B. auch stille Exemplare. Aber sowas erwartet ja scheinbar auch kein Mann, da soll schon etwas zu sehen sein.

Meine Frage: Warum nimmt man die Sache nicht lockerer und aktzeptiert, dass Frauen und Männer unterschiedlich sind? (Ich weiß, die Orgasmusfähigkeit ist bedingt steigerbar - aber eben nur bedingt. Manche sind gesegnet und haben immer einen, sicherlich anatomisch begünstigt. Andere erst nach der ersten Schwangerschaft. Das möchte ich nicht zur Diskussion stellen. Auch keine Techniken.)
 
G

Gast

  • #2
Klar ist eine Orgasmus angenehm entspannend. Ein verhinderter Orgasmus durch Ignoranz des Mannes ist sogar höchst frustrierend.
Ein Orgasmus entsteht jedoch v.a. durch richtige mechanische Sitmulation.
Zum wirklich erfüllenden Sex gehört viel, viel mehr. Mit einem Partner mit dem Dich eine nicht gekannte Leidenschaft und große Liebe verbindet, ist der Sex ein Feuerwerk an Gefühlen unterschiedlichster Qualitäten. Da schwingen zwei Menschen auf einer Welle in dem Begehren, miteinander körperlich-geistig zu verschmelzen und einander dabei höchste Lust zu bereiten. Das ist echte Erfüllung! Ist diese gekrönt vom Orgasmus, ist das die perfekte Vollendung eines Gesamt kunstwerks.
Natürlich kann man auch bei einem ONS Orgasmen haben, und es kann im Idealfall dabei auch leidenschaftlich liebevoll zugehen.

Sagen wir so, aus meiner weiblichen Sicht ist Sex ohne Orgasmus nur das Hauptgericht eines möglichen Menüs, langweiliger Sex mit Orgasmus das Dessert allein, und leidenschaftlicher Sex mit Orgasmus ein Menü mit Dessert :)
 
G

Gast

  • #3
Wer setzt sich denn unter Druck?
Ich hab das auch schon bei Männern erlebt, dass sie nicht gekommen, sind, gerade, wenn man schon mehrfach Sex hatte. deswegen fanden sies trotzdem toll!
Und wer sagt, dass man sich als Frau da unter Druck setzen muss - dann geht bei mir gar nix mehr.
Man muss sich eben kennenlernen und dann weiß man schon, wie man auf seine Kosten kommt.
w
 
G

Gast

  • #4
Liebe FS,

mein Freund macht einen regelrechten Leistungspegel daraus und will dass ich einen kriege. Ihm ist das sehr wichtig dass er die Frau zum Höhepunkt bringt und es wird dadurch nicht mehr so leicht und spielerisch, sondern immer gleich anstrengend. Ich gab aber ein Problem: ich kann mich nicht komplett fallen lassen. Inzwischen ist es etwas besser, weil wir nun 6 Monate zusammen sind und ich keine Angst habe, dass er es nicht ernst meint mit uns. Ich bin als Jugendliche sexuell missbraucht worden, daher ist Sex für mich wohl unbewusst immer noch eine Gefahrensituation in der ich versuche alle Signale gleichzeitig zu verarbeiten und die Lage zu kontrollieren. Beim ersten Mal war ich total aufgeregt und blockiert, mit der Zeit konnte ich aber die Bremsen lockern. Wir haben viel Freude miteinander im Bett und ich bin experimentierfreudig, aber ich selbst habe da so eine innere Schranke - als wäre es gar nicht mein Körper.
 
G

Gast

  • #5
Für mich gehört mein Orgasmus natürlich genau so zum Sex dazu, wie der meines Partners. Ich kann mich beim Sex fallen lassen und ich komme in 8 von 10 Akten genau so auf meine Kosten. Manchmal klappt es auch nicht, weil der Kopf nicht ganz mitspielt. Geht den Männern ja auch nicht anders.

Warum soll ich als Frau verzichten, nur weil andere Frauen nicht richtig wissen, wie sie ihrem Kerl klar machen können, wie es bei Ihnen funktioniert? Weil der Typ nur rumstochert? Weil sie ihm garnicht sagen, wie er es richtig machen kann? Ihr reicht euch die Männer alle durch, aber keine bringt es ihm mal bei, sondern hält halt die Klappe und spielt noch was vor. Sex hat was mit Lernen zu tun. Wenn mir keiner sagt, wie ich es besser machen kann, kann ich es nur so machen, wie ich glaube, es sei richtig.

Fast jeder Mann möchte seine Partnerin befriedigen. Die meisten wissen bloß nicht wie oder wissen es nicht besser, weil sie immer angelogen wurden. Ich belüge meine Männer nicht, ich habe ein erfülltes Sexualleben. Mit anderen Frauen habe ich kein Mitleid, sie sind selbst schuld. Hier ist Reden wirklich Gold wert. Kommuniziere dem Partner was du willst und er wird sich bemühen es dir zu geben. Die meisten sind meist viel zu verklemmt.
 
G

Gast

  • #6
Mir ist mein Orgasmus sehr wichtig. Allerdings komme ich auch leicht. Ich bin aber auch der Meinung, dass das Übungssache ist und dass die Frau selbst für ihren Höhepunkt verantwortlich ist. Selbst, wenn es nur durch Nachhilfe per Hand ist.

w,29
 
G

Gast

  • #7
Mir (w) ist der Orgasmus natürlich wichtig!
Es gibt nichts unangenehmeres, als stark erregt zu sein, ohne Chance auf Orgasmus.

Zum Glück habe ich auch keine Orgasmusprobleme, unsere langjährige liebe- und vertrauensvolle Ehe ist immer eine gute Basis, sich völlig fallenlassen zu können.
 
G

Gast

  • #8
Mir wollte ein Mann weismachen, ich könnte ja keinen Spaß beim Sex haben, da ich ja nie komme.

Auf solche Meinungen geben ich nichts!
Der Mann will nur provozieren. Oder dich ins Bett bekommen.

Ich weiß ja immerhin besser über meine Sexualität bescheid. Jeder Mann würde lachen, wenn ihm eine Frau etwas über seine Lust erklären wollen würde!

Er hat im Prinzip erreicht, was er wollte. Du bist maßlos verunsichert, nun auch verklemmt und kannst den Sex nicht mehr richtig genießen, weil du unter Druck stehst, und hast massenweise Literatur nachgeschlagen, um dich vom Gegenteil zu überzeugen. Scheinbar hat er einen Wunden Punkt getroffen, den du mal unter Augenschein nehmen solltest.

Ansonsten Leute, ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen, wie einfach manche beeinflussbar sind!
Ich komme als Frau natürlich auch erst routiniert nach einer Stunde Penetration. So lange hält kein Mann durch. Macht mir aber nichts, da ich zusätzlich die Selbstbefriedigung noch mehr genieße, und da auch wunderbar mehrfach zum Höhepunkt kommen kann. Also wenn du es genau wissen willst: ein Mann hat es noch nie geschafft mich zum Orgasmus zu bringen. Bei der Selbstbefrieidung schaffe ich es aber bis zu 6 mal zu kommen.
 
G

Gast

  • #9
Liebe FS, ich glaube, das können die Männer nie richtig nachvollziehen, da sie es am eigenen Leib so nicht kennen-wenn ihnen der Sex mit einer Frau gefällt und sie die Frau attraktiv finden, haben sie immer einen Orgasmus (insofern sie gesund sind). So ist die Normalität bei den Männern.
Die Normalität bei den Frauen sieht leider etwas anders aus-auch wenn der Sex toll ist und sie den Mann mag/liebt und attraktiv findet, auch dann kann der weibliche Oragsmus ausbleiben. Das hat nicht unbedingt mit psychischer Blockade zu tun, sondern mit der weiblichen Anatomie in Bezug auf die Orgasmusfähigkeit. Da die Männer es aber am eigenen Leibe nur so kennen, dass sie nur dann keinen Orgasmus haben, wenn irgendwelche Störungen im Sexablauf (Frau gefällt einem nicht wirklich, der Sex mit ihr macht einem nicht wirklich Freude) vorhanden sind. Daraus schließen viele unbewusst ab, dass ein ausbleibender weiblicher Orgasmus ein Produkt irgendwelcher Störungen sein muss.
Dazu kennen sie ja so viele Frauen, die problemlos einen Orgasmus hatten (gehabt haben sollen, so unter uns).
Guter Partnersex ist für den Mann immer mit einem Orgasmus verbunden, wenn er dies möchte. Guter Partnersex ist aber nicht immer mit einem weiblichen Orgasmus verbunden, auch wenn sie (auch beide) dies möchte. So weiß die Frau wohl die Nähe, die Leidenschaft, das Verschmelzen ohne Orgasmus zu schätzen und zu genießen. Da der Mann aber beim guten Sex immer kommen kann, kann er auch nicht so wirklich nachvollziehen, wieso Sex für die Frau ohne Orgasmus gut sein könnte-für ihn ist das eher was Unnormales. Denn so "funktioniert" er nicht.

Natürlich bemüht sich der Mann, dies zu verstehen-die Erfahrung am eigenen Leib (toller Partnersex, jedoch ohne Orgasmus) fehlt ihm oft gänzlich.

Mal anders rum-wir Frauen können es auch nicht nachvollziehen, wieso Männer Orgasmen mit Frauen haben können, die sie nicht kennen und die sie für Sex bezahlen müssen. Wieso sie Sex phantastisch finden können, auch wenn sie eine Frau gar nicht lieben, sondern nur sexy finden.

Männer und Frauen sind und bleiben unterschiedlich. Die Erfahrung am eigenen Leib ist eine andere-man kann zwar zur Kenntnis nehmen, wie es dem Gegenüber geht. Wirklich nachvollziehen kann man alles nur dann richtig, wenn/wie man es selber erfährt.

Ich bin eine Frau und ich kann mich mit Deiner Frage/Deinem Beitrag völlig identifizieren. Ich bin mir sicher, mein Partner würde das nicht können-irgendwie theoretisch schon, praktisch hat er als Mann am eigenen Leib Deine und meine Erfahrung nicht.

w
 
  • #10
Also mich wundert das Gedösel über den mystischen weiblichen Orgasmus auch, vor allem der vaginale soll ja garnicht vorkommen, hm, naja, kann ich zwar nicht sagen, aber immerhin ich bin ja keine Allerweltsfrau.

Will sagen, da ließt man von tollen Stellungen je nach Gusto aber am Ende kommt kein Orgasmus heraus, was bringt es dann sich zu verbiegen, wobei er erst noch den Winkel bestimmen muss.

Mir kommt das ganze "spanisch" vor, oder es gibt zuviele Frauen die keinen erfüllten Sex haben.
Naja, wen wundert es bei den vielen Zweckgemeinschaften und Vernunftlösungen bei div. Paaren.
Wo soll von so viel Zweck, Vernunft, Ratio und Pragmatismus eine leidenschaftliche sexuelle Vereinigung einhergehen???

Leidenschaft und echte Gefühle sind doch Mangelware und gerade beim Sex megawichtig.
 
G

Gast

  • #11
Ein Liebhaber, der Dir einen Orgasmus "verschaffen" will, den G-Punkt in etwas richtig lokalisiert und sein bestes Stück entsprechend bewegt, dass es Dich wahnsinnig macht, kann Dir zu unzähligen unvergesslichenm auch multiplen vaginalen Orgasmen verhelfen.
Ich konnte mit meinem Teenie-Freund auch nicht wirklich kommen, obwohl ich Sex generell mochte. Dann aber kam DER Mann, die Leidenschaft meines Lebens, und der weckte erst das Feuer in mir. Er drückte unzählige Knöpfe, war einfallsreich, einfühlsam, wild und tabulos - mit ihm hatte ich sozusagen die Orgasmus-Garantie gebucht, während ich zuvor nicht ahnte, welche Erlebnis-Möglichkeiten in mir schlummern...
Heute kann ich mit jedem Mann, der mich natürlich entsprechend begeistert, Orgasmen haben. Dafür habe ich meine Reaktionen gut genug erforscht.
Manche Männer schaffen es dann, meinen anrollenden Orgasmus bewusst oder unbewusst zu ignorieren. Es ist so extrem ätzend, diese Orgasmus-Verhinderung. Ja, ich brauche dazu schon einen Mann, der ein bisschen mitschwingt und mir Bewegungsfreiheit ermöglicht bis zum Schluss.
Man sollte Männer schulen, wie sie der Frau dieses wundervolle Vergnügen bereiten können. Dann wäre wohl allen geholfen. Nur das Forum hätte etwas weniger Zulauf... ;)
 
G

Gast

  • #12
Meine Frage: Warum nimmt man die Sache nicht lockerer und aktzeptiert, dass Frauen und Männer unterschiedlich sind?
Weil nun mal längst nicht alle Frauen Ihr Empfinden teilen. Ich würde mich schön bedanken, würde mein Partner es "locker sehen", ob ich zum Orgamus komme oder nicht, denn sollte ich keinen Orgasmus erreichen, empfinde ich den Sex als unbefriedigend. Ein Höhepunkt ist für mich die Krönung von Sex, sondern das absolute Mindestmaß.

Man verstehe mich nicht falsch, ich akzeptiere, dass manche Frauen eben nur schwer zum Orgasmus kommen und wenn diese behaupten, sie würden den Sex dennoch genießen, dann nehme ich das so hin, auch wenn ich es persönlich nicht nachvollziehen kann. Aber ich denke, dass der Denkansatz "Frauen sind eben anders als Männer, akzeptiert das und nehmt ausbleibende Orgasmen einfach hin." in die falsche Richtung führt. Studien weisen nach, dass Frauen in Beziehungen öfter zum Höhepunkt kommen, als beim Sex außerhalb fester Beziehungen. Weiters kommen Frauen in lesbischen Beziehung deutlich regelmäßiger zum Höhepunkt, als Frauen in heterosexuellen Beziehungen. Wir sehen also, dass es sich hier keineswegs um eine festgelegte biologische Größe handelt, sondern offenbar auf irgendeine Art vom Sexualpartner abhängt. Orgasmusprobleme als anatomische Gegebenheit zu behandeln, sagt Frauen letztlich: "Das ist eben so, weil du eine Frau bist. Akzeptiere, dass es normal ist, dass dein Partner zum Orgasmus kommt, du aber nicht. Es liegt an deinem Körper, nicht etwa an eurer Paardynamik oder deinem Kopf. Begnüge dich." Das mag in individuellen Fällen zutreffen, aber als Pauschalerklärung halte ich es für unglaublich destruktive Botschaft. Wenn ein Mann es für normal erachten würde, dass ich nicht zum Höhepunkt komme, bloß weil ich eine Frau bin, würde ich ihn aus den Bett werfen und mich nie wieder von ihm auch nur mit einer Fingerspitze berühren lassen.

26, w
 
G

Gast

  • #13
Ein interessantes Thema, liebe Fragestellerin. Ich als Frau kann dazu nur so viel sagen: Lange Jahre fand ich Sex auch unabhängig vom Orgasmus gut/okay, wenn ich einen hatte, dann war das das I-Tüpfelchen. Und dann kam mein aktueller Mann. Wir haben eine enorm gute sexuelle Passung, entsprechend häufig komme ich zum Orgasmus, zum Teil auch so heftig, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Und das hat meine Meinung gewandelt: Wenn ich jetzt Sex ohne Höhepunkt habe (warum auch immer), dann bin ich ernsthaft enttäuscht und fordere einen Nachschlag ein.

Oder mit anderen Worten: Klar kann man sich mit seinem Los abfinden. Aber wenn eine Frau es "gewöhnt" ist, bis zum Orgasmus verwöhnt zu werden, dann ist sie mit Sex ohne Orgasmus genauso unzufrieden, wie ein Mann, der nicht spritzen darf!
 
G

Gast

  • #14
Ich glaube, dass ein Höhepunkt jeder Frau wichtig wäre, wäre es nicht immer so ein Gedöns, Arbeit, Extrading ... würde es spielerisch selbstverständlich zu jedem Liebesspiel gehören und der Partner bereit sich ganz auf diese Frau einzustellen mit ihren eigenen Bedürfnissen, würde es jede Frau wollen, da bin ich mir sicher.

Ich bin eine von denen, die überwiegend leise ist, die geniesst, die intensiv in sich hineinfühlt. Sobald ich weiss, dass der andere erwartet, dass ich stöhne und laut bin, ist das Thema Höhepunkt erledigt, weil ich weiss, dass ich nicht ich sein kann dabei und das ist wohl das wichtigste.

So müssen sich die zwei richtigen finde. Den habe ich noch nicht gefunden. Einen Mann, der spielen kann auf dem Instrument Frau und in der Lage ist, immer neue Töne hervorzurufen, die dennoch ihre sind. Kein wildes Gerammel, sondern gefühlvolles Spielen u. ausprobieren ohne Focus auf seinen oder ihren Höhepunkt, sondern auf intensives Fühlen. Zudem ist es wichtig, dass beide nur zusammenkommen, wenn sie wirklich will und nicht nur mitmacht, weil er es braucht, will.
 
G

Gast

  • #15
Naja für mich muss guter Sex nicht undedingt ein Orgasmus enthalten. Es kommt ganz auf die Art von den Sex drauf an und was ich möchte. Wenn ich mich nur ausschließlich um meinen Freund kùmmern möchte(das ist für mich auch erfüllend und macht mir tierisch Spass), dann mag ich es gar nicht so sehr, wenn er sich auf mich konzentriert. Er soll gefälligst abschalten. Aber ganz ganz schlimm, finde ich beim Sex, wenn ich in Fahrt komme und kurz vor dem Organsmus stehe, folgender Satz. "Kommst Du?" liebe Männer nicht fragen, einfach genauso weitermachen. W(33)
 
G

Gast

  • #16
Naja-warum haben Frauen eher weniger Lust auf Sex als Männer?
Weil Männer so gut wie immer einen Orgasmus haben.
Wissenschaftliche Hypothesen gibt es auch dazu, dass die Kontraktionen des weiblichen Orgasmus' sehr wohl wichtig sind, um Spermien schneller zu transportieren. Egal warum es ihn gibt-tatsächlich erreichen Frauen bei der Masturbation und bei lesbischem Sex fast immer (!) einen oder mehrere Orgasmen.
(Kein Kommentar).
w
 
G

Gast

  • #17
Zu Beginn meine (w, Mitte 40) These:
Jeder ist für seinen Orgasmus (hauptsächlich) selbst verantwortlich.

Ja, Sex kann auch erfüllend sein, wenn man mal keinen Orgasmus bekommt und wird keinesfalls alleine daran gemessen. Es macht den Sex sogar lockerer. Die Haltung eines Mannes "Ladies first" setzt mich unglaublich unter Druck. Ich habe keine Lust, ihn vor seinem Orgasmus mit meinem Körper zum Helden zu küren.

Im Gegenzug macht es mir auch nichts aus, wenn er einfach vor mir kommt weil er sich nicht bremsen wollte.. weil es im Moment so schön war.. weil er sich fallen lässt. Gerade auf diese Ausgelassenheit kommt es doch bei uns allen an. Wenn man sich gut kennt, kann man auch gemeinsam auf einen Orgasmus zusteuern. Allerdings mag ich es auch sehr, den anderen dabei zu beobachten.

Wenn es mal so sein sollte (und ich unbedingt will), dass er zuerst kommt, dann ist die Sache für mich nicht vorbei. Auch wenn er selbst nicht mehr kann.. ich bitte ihn dann um Unterstützung (mit Worten, Händen, Fingern..), helfe selber etwas nach. Die Erregung ist dann meist so weit, dass es sehr fix geht. Außerdem sieht er dabei einmal mehr, was mir gefällt.

Ja, es kann sein, dass viele Frauen keinen Orgasmus haben können. Aber ich finde es wird auch zu viel den Männern in die Schuhe geschoben. Man steht zuerst mal in der Verantwortung sich selbst gegenüber. Viele Frauen kommen alleine, aber nicht mit dem Partner.

Also liebe Frauen:

Versucht Euch selbst zu erforschen.. insbesondere wenn ihr alleine seid. Es muss nicht gleich der große Orgasmus sein. Oft ist es auch einfach hilfreich rumzuliegen und sich selbst auf die verschiedensten Arten zu empfinden... und den eigenen Druck völlig beiseite zu schieben.

Sofern es alleine klappt aber nicht mit Mann: Was hindert frau daran, während des Aktes auch mal selbst nachzuhelfen? Eigentlich konnte ich auch nie vaginal kommen.. aber bald habe ich es geschafft :). Es ging immer nur, wenn ich leicht an der Klitoris mitgespielt habe.. m.E. entwickelt sich dabei auch das eigene Körpergefühl während der Penetration..

Und natürlich muss niemand... Hauptsache der Akt hinterlässt keinen blöden Beischmack..
 
G

Gast

  • #18
#12
gebe dir zu 100% recht. Die Passung muss stimmen. Ich war verliebt, erregt, glaubte guten Sex auch ohne O zu haben, bis ich meinen jetzigen Freund kennen gelernt habe. Kein Vergleich! Wir passen anatomisch so gut zusammen, ich hatte zum ersten mal mit einem Mann einen O, ganz ohne händische Hilfe. Es hat natürlich eine Weile gedauert, bis wir uns eingespielt haben, natürlich hatte ich am Anfang Hemmungen, ist ja auch nicht leicht, nach langjähriger Ehe einen fremden Mann an sich ran zu lassen. Mittlerweile ist es so gut, dass SB für mich absolut keine Option mehr ist. Das ist mir einfach zu wenig. Ich will seinen ganzen Körper haben.
Leider stimmt es, viele Frauen wissen nicht, wie sie kommen sollen/können, auch wenn die Passung stimmt. Ging mir auch so. Darum ein Rat: nicht verbissen auf den Höhepunkt hin arbeiten oder darauf warten, sondern sich selber fühlen; was tut mir gut, was steigert meine Erregung; ihn dann ganz sanft anleiten. Langsame Bewegungen, den Kopf frei lassen und den Unterleib fühlen (streichelt mal ein sehr weiches Fell, wie fühlt sich das an; genau dieses Gefühl ist es). Fast alle Männer sind sehr darum bemüht, ihren Partnerinnen Genuss zu bereiten. Nicht um sich zu beweisen, sondern weil sie ihre Frauen lieben und wissen, dass genussvoller Sex die Beziehung stabilisiert und vertieft.
Ein Orgasmus ist ein Teil des Liebesaktes und genaue so facettenreich wie das Vorspiel (dieses Wort mag ich gar nicht, es fokussiert den Liebesakt auf den O).Es gibt keinen guten und keinen schlechten, er wird so, wie man ihn "eingefädelt" hat.
Selbsterforschung hat mir nicht geholfen. SB und Handarbeit ja hat funktioniert.
Und ja, es ist ein Lernprozess für beide. Hat man es einmal geschafft, wir es langsam immer öfter werden, ...
Wenn der Admin es erlaubt, möchte ich euch eine Seite ans Herz legen
www.lilli.ch
ist für junge Mädchen und Burschen, aber sehr gut gemacht

Erzählt euch eine Spätberufene in Sachen Orgasmus
 
G

Gast

  • #19
m51
Ich werde mal aus streng männlich-egoistischer Sicht antworten.
Vorweg noch, Sex ist für mich nicht nur GV.
Es gibt Frauen, die fast immer kommen einige sorgar wenn es nur GV gibt, viele kommen oral / manuell und dann nochmal oder auch nicht beim GV, dass ist jedesmal so oder auch nicht.
Bei einigen geht es schnell, bei anderen nur langsam, bei einigen mal so, mal so.
Bei einigen klappt es in der ersten Nacht gleich super, mit anderen muss man sich erst einspielen.
Das macht Spass ! Ich bin verliebt und kann meinen Spieltrieb ausleben.

Und dann gibt es noch die, die einen erklären, dass sie sowieso nie bei Sex oder / und GV kommen. Das sollte man als Mann glauben und sich entsprechend verhalten.

Und dann gibt es noch die, die einem nach einigen Versuchen mitteilen, dass sie noch nie gekommen sind und dass das auch nicht schlimm ist, denn der Sex würde ihnen auch so gefallen. Ich vemute, dass ich die FS diesem Frauentyp zuordnen kann.

Leider ist Sex mit einer Frau, wie zuletzt beschrieben, keine große Freude:
- Sie ergreift selten die Initiative zum Sex
- Sie ist auch eher passiv bei Sex
- Bei mir setzt sich der Gedanke durch, "Warum soll ich mir Mühe geben, wenn es ihr doch nichts bringt"
- mir fehlt, das Gefühl wenn beide befriedigt, verschwitzt und total fertig nur noch darliegen.
- und mir fehlt das Gefühl der Größte zu sein weil ich ihr zu einem Orgasmus verholfen habe

Warum soll ich also mit so einer Frau zusammen sein ?
 
G

Gast

  • #20
Für mich als Frau ist Sex ohne Orgasmus einfach nicht zielführend ... Ich möchte meinen Orgasmus erleben, ansonsten brauche ich Sex nicht und mir würde zB kuscheln oder küssen reichen. Wäre es beim Sex immer so, dass ich nicht kommen würde, tät ich irgendwann darauf verzichten.

Vllt. kennen viele Frauen einfach keinen Höhepunkt, weil sie ihren Körper selber nie kennengelernt haben? Vllt. wissen sie gar nicht, was ihnen "entgeht"?
 
G

Gast

  • #21
Hier die FS.

Vielen Dank für die sehr unterschiedlichen, ehrlichen und aufschlussreichen Antworten.

Ich kann einige Antworten nur schwer nachvollziehen. Ja, ich gehöre zu den Frauen, die beim Sex nicht kommen. Kurz davor bin ich ganz oft, meist ist das aber genau der Moment, in dem auch der Mann soweit ist.

Was mir nicht in den Kopf will ist, wieso ein ausbleibender Orgasmus mit schlechtem Sex und Prüderie gleichgesetzt wird. Ich habe trotzdem sehr gerne Sex und verklemmt bin ich auch nicht. Masturbation ist für mich eine schöne Sache, ich bin gerne Nackt und mag meinen Körper. Aber auch bei der Selbstbefriedigung komme ich nicht innerhalb von 5 Minuten. Und dann ist es eher eine "innerliche" Sache. Ich blende die Außenwelt aus, werde ganz ruhig und genieße das Kribbeln.

Es gibt Studien, in denen festgestellt wurde, dass viele Frauen von diesem Problem betroffen sind. Und das es nicht allein auf seelische Blockaden zurückgeführt werden kann. Bspw. berichten auch viele Frauen, dass ihre Orgasmusfähigkeit nach der ersten Geburt extrem zugenommen hat. Es gibt also kaum Aktzeptanz, dass Frauen keine Männer sind und bei den meisten Frauen ein Orgasmus schwieriger zu erreichen ist.

Ich überlege mir, ob es nicht Sinn macht vorzutäuschen um den Druck aus dem Sex zu nehmen... Männer merken es wahrscheinlich eh nicht.
 
G

Gast

  • #22
Aber auch bei der Selbstbefriedigung komme ich nicht innerhalb von 5 Minuten. Und dann ist es eher eine "innerliche" Sache. Ich blende die Außenwelt aus, werde ganz ruhig und genieße das Kribbeln.

Dir fehlen einfach die für dich geeigneten Fantasien. Wenn du die gefunden hast, brauchst du nur diese 5 Minuten. Mach dich mal auf die Suche. Es lohnt sich.

w
 
G

Gast

  • #23
die als Frage formulierte Aussage trifft nicht bei jeder Frau zu. Ich denke so langsam sollte sich das endlich mal herumgesprochen haben. Damit endlich dieser enorme Leistungsdruck aufhört. Je weniger Druck, desto eher klappt es. Und es ist schon traurig dass der soziale Druck dermaßen groß ist, dass sich sehr viele Frauen dazu genötigt fühlen, etwas vorzuspielen. Das ist entwürdigend.

Den O. kann ich jederzeit für mich alleine haben, wie auf Knopfdruck! Aber alles andere ist mir wichtiger als das. Auch wenn es - anscheinend - für ziemlich viele Leute - vor allem Männer - kaum vorstellbar erscheint.

W44
 
G

Gast

  • #24
Ich denke, dass viele Frauen auch uns Männer ziemlich unter Druck setzen (können) und davon ausgehen, dass wir für ihren Orgasmus hauptverantwortlich seien.

Ich erinnere mich an eine Freundin vor vielen Jahren, mit der ich regelmaßig erfüllten und einfach fantastischen Sex hatte und sie praktisch immer gekommen ist, auch mehrmals. Sie hat niemals einen Orgasmus vorgetäuscht, dessen bin ich mir sicher, das wäre auch nicht ihre Art gewesen. Umso mehr hat mich eine Begebenheit dann verstört, als sie mal keinen Orgasmus hatte und und absolut gereizt zu mir sagte bzw. fast anschrie, dass wenn sie nicht auf ihre Kosten käme wir ¨es¨ ja auch gleich sein lassen könnten! Ich fand dies aus zwei Gründen verstörend - zum einen empfand ich ihr Verhalten bzw. ihre Aussage überaus egoistisch, zum anderen gab sie indirekt mir die Schuld daran, dass sie nicht gekommen war.

Also zumindest für meine damalige Freundin war Sex ohne Orgasmus ein absolutes no-go und unvorstellbar; sie hätte sich von jedem Partner aufgrund dessen auch auf der Stelle getrennt.

M47, damals 37
 
G

Gast

  • #25
Ich denke, dass viele Frauen auch uns Männer ziemlich unter Druck setzen (können) und davon ausgehen, dass wir für ihren Orgasmus hauptverantwortlich seien.
Wenn ich für meinen Orgasmus alleine verantwortlich sein möchte, dann bleibe ich bei Selbstbefriedigung. Wenn ich hingegen mit einem anderen Menschen schlafe, dann hat er natürlich auch ein hohes Maß an Verantwortung für mein Lustempfinden, genau wie umgekehrt.

Umso mehr hat mich eine Begebenheit dann verstört, als sie mal keinen Orgasmus hatte und und absolut gereizt zu mir sagte bzw. fast anschrie, dass wenn sie nicht auf ihre Kosten käme wir ¨es¨ ja auch gleich sein lassen könnten!
Die Frage ist doch, warum ist sie nicht auf ihre Kosten gekommen? Sollte ich ausnahmsweise einen schlechten Tag haben und mich einfach nicht entspannen können, würde ich meinen Partner natürlich nicht anfahren, aber wenn er sich schlichtweg nicht bemüht, mich zum Höhepunkt zu bringen, würde er von mir ebenfalls einige gereizte Worte hören. Ein Orgasmus ist für mich die absolute Mindestvoraussetzung für guten Sex, ansonsten könnte ich es in der Tat gleich lassen. Wenn ein Mann das als Egoismus betrachtet und sich von diesem bescheidenen Anspruch bereits überfordert fühlt, dann sollten wir miteinander nicht das Bett teilen.

26, w
 
G

Gast

  • #26
Ja, ich gehöre zu den Frauen, die beim Sex nicht kommen. Kurz davor bin ich ganz oft, meist ist das aber genau der Moment, in dem auch der Mann soweit ist.

Das ist der Schlüsselsatz. Du könntest kommen, bis kurz davor, aber der Mann bekommt es nicht mit.

Ein wirklich einfühlsamer Liebhaber, der Dir diese Lust verschaffen WILL, wartet, bis Du mindestens einmal gekommen bist. Er versucht, sich so zu bewegen, dass es Deinen Orgasmus unterstützt und Deine Lust steigert. Er schwingt mit Dir mit.

Ich würde das nicht sagen, hätte ich nicht himmelweite Unterschiede bei den Männern erlebt in ihrem WILLEN und KÖNNEN, die Frau zu befriedigen. Unter 20 wussten sie es noch nicht. Da musste das Mädel auch fordernd und kreativ sein. Ü30 wussten die meisten, wie sie einen Orgasmus der Frau bei entsprechender Stimulation des G-Punktes auslösen können und wie sich ein echter anfühlt. Bei zwei Affären wussten die Männer es, ließen es ein Mal zu und machten dann ihr Ding. Ich hätte noch mehrmals, auch mit ihnen zusammen kommen können, aber sie ignorierten das. Als wären sie nicht bereit, mehr Lust meinerseits zuzulassen. Das war immer sehr frustrierend, und ich verstehe auch eine Frau, die in so einem Fall verletzt und nörgelnd reagiert. Wie würde es den Männern gehen, wenn wir sie regelmäßig mit einer harten Latte kurz vor dem Samenerguss unterbrechen würden "Sorry, bin müde, es geht nichts mehr." Das müsst Ihr Euch mal vorstellen, was dann los wäre, liebe Männer!

Vorspielen halte ich für eine ganz schlechte Option. Ich würde eher den Partner bitten, sich mal zurückzuhalten und Deine Reaktionen zu beobachten. Zeig, ihm, wie wichtig ist, diese Möglichkeit mit ihm durchzuspielen. Du kannst ihm sagen, wenn Du am Kommen bist und Dich dann nach Deinem Gout an ihm vollständig befriedigen. So lernt er Deine Art kennen, wie Du kommst, und kann Dich in Zukunft immer kommen lassen, bevor er so weit ist.
Für mich ist es eine Frage der Ehre, die Frau zur vollendeten Erfüllung zu bringen. Ein echter Gentleman macht das unaufgefordert, und manche können es noch werden :)

Viel Spaß und Erfolg!

w, 38
 
G

Gast

  • #27
Also wenn mich ein Mann nicht zum Höhepunkt bringt bin ich auch gereizt und vor allem unbefriedigt. Manchmal ist es aber auch verhext, da zeigst du dem Mann genau wie er es machen soll und er findet die Knöpfe nicht. Da mache ich es mir auch lieber selber, da weiß ich sicher dass es klappt.

Manche sind einfach nicht lernfähig oder stochern im Bett so wahllos vor sich hin. Und wenn Frau dann nicht zum Orgasmus kommt wird einem in epischer Breite erklärt dass seine Vorgängerinnen alle 5x hintereinander einen Orgasmus hatten. Ist klar. Da bin ich dann gleich nochmal um Stufen gereizter. Dann scheine ich wohl die einzige Frau zu sein die nicht auf Zuruf "kommt".
 
G

Gast

  • #28
Wenn ich für meinen Orgasmus alleine verantwortlich sein möchte, dann bleibe ich bei Selbstbefriedigung. Wenn ich hingegen mit einem anderen Menschen schlafe, dann hat er natürlich auch ein hohes Maß an Verantwortung für mein Lustempfinden, genau wie umgekehrt.


Die Frage ist doch, warum ist sie nicht auf ihre Kosten gekommen? Sollte ich ausnahmsweise einen schlechten Tag haben und mich einfach nicht entspannen können, würde ich meinen Partner natürlich nicht anfahren, aber wenn er sich schlichtweg nicht bemüht, mich zum Höhepunkt zu bringen, würde er von mir ebenfalls einige gereizte Worte hören. Ein Orgasmus ist für mich die absolute Mindestvoraussetzung für guten Sex, ansonsten könnte ich es in der Tat gleich lassen. Wenn ein Mann das als Egoismus betrachtet und sich von diesem bescheidenen Anspruch bereits überfordert fühlt, dann sollten wir miteinander nicht das Bett teilen.

26, w

Nichts anderes habe ich gemeint mit dem was ich schrieb - natürlich haben beide Partner eine ¨Verantwortung¨ für das Lustempfinden des anderen. Mehr noch würde ich sogar sagen, dass es anders gar nicht klappt bzw. klappen kann.

Was mich eben wirklich im weitesten Sinne schockiert hatte, war genau dieses Anfahren des Partners nach einem vermutlich schlechten Tag, als wäre eine Maske heruntergefallen! Insbesondere da wir vorher seit mehr als einem Jahr sowohl guten als auch geilen Sex hatten und sie mehr als nur auf ihre Kosten gekommen war. Was mir überhaupt nicht gefiel war der Ausdruck der ¨Kosten¨ an sich, denn dies klingt so nach einer Investition, die mit Zins und Zinseszins wieder einzufahren ist, je nach Belieben gemäß Modell Sparbuch oder Börse.

Sag, warum sollte ein Mann den ¨bescheidenen Anspruch¨ einer Frau, zum Orgasmus zu kommen, als egoistisch ansehen?! Ganz im Gegenteil, eine Frau beim Orgasmus erleben zu können (dürfen?) ist vermutlich das mit großem Abstand schönste Geschenk an uns Männer überhaupt!
 
Top