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  • #31
Keine!
Da spielen Nervösität usw. noch mit. Ich finde, es wird total über bewertet.
W28
 
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  • #32
Rechtschreibung ist schon wichtig, korreliert aber nicht immer mit der Bildung des Schreibenden.

Warum das so ist?

Bei mir zB. sind die Gedanken oft schneller als die Finger auf der Tastatur. Dazu kommt, dass ich leider nie gelernt habe mit 10 Fingern blind zu schreiben.
Deshalb gibt es viele Flüchtigkeitsfehler, die ich aus Zeitmangel auch nicht immer kontrolliere.

Ein zweiter Punkt: Seit der Rechtschreibreform kann man manches so oder so schreiben. Das hat die Schwelle gesenkt, es unbedingt immer richtig machen zu wollen.

Wichtiger ist es, etwas klar, eindeutig und kurz beschreiben zu können. So , dass es jeder verstehen kann. Ein Vorbild dabei ist für mich: Frag doch al die Maus. Das ist hohe Kunst.
m54
 
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  • #33
Wenn jemand seine Muttersprache nicht beherrscht, gibt mir das schon zu denken. Ich veruteile deswegen niemanden, aber ich nehme es natürlich wahr. Dafür ist mir persönlich die deutsche Sprache einfach zu wichtig.

Und ja - natürlich lassen sich tendenziell auch auf den Bildungsstand Rückschlüsse ziehen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
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  • #34
Kleinere Fehler sind durchaus o.k. Auch wenn man sieht, dass es keine "Flüchtigkeitsfehler" sind, wie man so schön sagt.
Mir selber liegen die Sprachen, in Mathe habe ich hingegen durchweg eigentlich eher versagt.
Müsste ich mich mathematisch mit irgendwem auseinander setzen, hätte ich sicher schlechte Karten.
Daher ist es mir wichtiger, wie der Mann generell drauf ist; ob gebildet bzw. allgemeingebildet oder einfach auch intelligent, liebevoll, herzlich . Am besten dabei witzig!!
Mein Sohn hat eine Lese-/Rechtschreibschwäche, studiert und ist fit und gebildet.
Noch Fragen?

W
 
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  • #35
Wichtig oder unwichtig - ich registriere auf jeden Fall, wenn jemand zahlreiche Fehler macht.
Wenn ich die Person nicht kenne, hat es auf jeden Fall schon einen negativen Touch.

m, 46, (Ingenieur :) )
 
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  • #36
Bei Ausländern, die erst ein paar Jahre hier leben, sind Fehler kein Problem. Bei Deutschen dagegen schon, das lässt definitiv Rückschlüsse auf den Bildungsstand schließen - meistens jedenfalls. Da ich mich auch beruflich mit Schreiben beschäftige (Redaktion), lege ich ohnehin Wert darauf, wen wunderts.
 
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  • #37
Lässt sich von der Rechtschreibung und Grammatik einer Person auf den Bildungsstand schließen?

Nein. Der wahrscheinlich gebildetste und wohl auch intelligenteste Mensch, den ich jemals kennenlernen durfte, war von Legasthenie in Form einer isolierten Rechschreibstörung betroffen. Er war sich dessen bewusst und kompensierte seine Schwäche je nach Situation unterschiedlich erfolgreich. Zur Veröffentlichung vorgesehene und andere wichtige Texte ließ er gründlich Korrektur lesen. E-Mails jedoch enthielten trotz Verwendung von Rechtschreibprüfsoftware (die nun mal nicht mitdenkt) meistens noch auffällige Fehler, die zu erkennen er schlichtweg nicht in der Lage war. Außerdem formulierte er manchmal - schriftlich, mündlich keineswegs - überraschend unbeholfen.
Dieser Mensch war ungeheuer belesen, verstand komplizierteste Texte auf Anhieb und las fortwährend sehr viel mehr als ich. Durch ihn lernte ich Legasthenie ernst zu nehmen, denn ich hatte meine relativ sichere Rechtschreibung scheinbar aufwandslos vor allem durchs Lesen erworben.
 
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  • #38
Ich hatte längere Zeit eine Affäre mit einem sehr attraktiven, gepflegten, humorvollen, netten, zärtlichen Mann, welche über eine längere Zeit ging.

Bis ich sein Geschreibsel gelesen habe!! Der hatte einen Fachhochschulabschluß (zweiter Bildungsweg). Gruselig, gruselig, gruselig! Und das waren keine Tippfehler! Das sieht man daran, wenn immer die gleichen Fehler gemacht werden. - Meine Verliebtheit war schlagartig erloschen und ich hatte das Bedürfnis mich drei Tage nonstop zu duschen, weil ich mich mit so einem Hirni eingelassen hatte.

Mir wäre es auch sch....egal, ob jemand zig akademische Titel hat oder einen IQ wie Einstein, so eine Rechtschreibung ist der absolute Abtörner. Legastheniker zu sein, macht das Ganze in keinster Weise besser, sondern das ist ja noch schlimmer! NO GO !

Was die Rechtschreibung aussagt?
Na ja, wohl zumindest, dass der Betreffende nicht einmal die elementarsten Fähigkeiten des christlichen Abendlandes erlernt hat, die früher jeder Volksschüler beherrschte:
Lesen und Schreiben!


w
 
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  • #39
Meinst Du die alte oder die aktuelle Rechtschreibung oder eine der hundert dazwischen? ;-)

T46m
 
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  • #40
Rechtschreibung ist die Aussage schlechthin. Worauf wird denn bei Bewerbungen geachtet?
Wenn ich einen Mieter suche und der schreibt mich per email in einem furchtbaren Deutsch an, dann nehme ich ihn nicht.
Wenn bei der SB ein Mann mit schlimmen Rechtschreibfehlern daher kommt, dann schreibe ich ihm nicht weiter.
Natürlich, die heutige Rechtschreibung ist schwer und jeder kann mal Fehler machen. Nur was man z.B. bei facebook sieht oder auf anderen Seiten, ist zum fürchten.
Und man kann bei Rechtschreibfehlern auch Rückschlüsse ziehen.
In meiner Firma würde ich keinen Deutschen einstellen, der schlimme Rechtschreibfehler macht.
Da ist mir ein Ausländer 10x lieber, der sich um Arbeit bemüht und der diese Fehler auch verbessern will und das auch tut.
w,45
 
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  • #41
Ja, man sieht einigen Schreibstilen hier ein höheres Potential an. Ich denke schon, dass man die entsprechenden Schlussfolgerungen daraus ziehen kann.
 
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  • #43
Ich hatte längere Zeit eine Affäre mit einem sehr attraktiven, gepflegten, humorvollen, netten, zärtlichen Mann, welche über eine längere Zeit ging.

Bis ich sein Geschreibsel gelesen habe!! Der hatte einen Fachhochschulabschluß (zweiter Bildungsweg). Gruselig, gruselig, gruselig!..... Meine Verliebtheit war schlagartig erloschen und ich hatte das Bedürfnis mich drei Tage nonstop zu duschen, weil ich mich mit so einem Hirni eingelassen hatte.... Legastheniker zu sein, macht das Ganze in keinster Weise besser, sondern das ist ja noch schlimmer! NO GO !

Was die Rechtschreibung aussagt?
Na ja, wohl zumindest, dass der Betreffende nicht einmal die elementarsten Fähigkeiten des christlichen Abendlandes erlernt hat, die früher jeder Volksschüler beherrschte:
Lesen und Schreiben! w

Was dieser Beitrag aussagt?
Komplette Kompetenz- und Empathiefreiheit, gepaart mit unerträglicher Hochnäsigkeit - totales NoGo bei der Partnersuche. Da hilft auch die perfekte Rechtschreibung nicht.

Legastheniker hatten in der früheren Volksschule keine Chance, weil man darüber nichts wusste. Heute können sie Hochschulen absolvieren und als hochqualifizierte Fachkräfte einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten. Insofern sind sie für das Gemeinwesen wichtiger als eine umweltschaedliche, wasserverbrauchende Pute.
Da wäre mir eine freundliche, fleissige Hauptschülerin als Partnerin angenehmer, als so eine dumme, toleranzfreie Frau, die auf dem gesellschaftlichen Parkett eine Hochrisikozone darstellt, sowie sie den Mund aufmacht. Ich würde sie noch nicht mal Glückwunschkarten schreiben lassen wegen des gesellschaftlichen Blamagepotenzial. Nicht nur auf die Rechtschreibung kommt es an, vielmehr auf den Inhalt.

Eine Mail bei der Partnersuche ist etwas anderes, als eine Bewerbung um einen hochkarätigen Job. Das vergessen hier viele, bleiben jahrelang erfolglos und verstehen es nicht.
Als Vermieter ist mir eine gutverdienender, friedfertiger Legastheniker ebenfalls lieber als ein streitsuechtiger Pleitegeier, der die deutsche Rechtschreibung perfekt beherrscht. Das hat in dem Kontext nämlich keine Relevanz, setzt aber Intelligenz vorraus, sowas zu erkennen.
 
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  • #44
Das Flasche Beuteschema
Gefügle für Arbeitskollegin
Denkt ihr anders über eure Eltern seitden ihr selbst Eltern seit? (Ganz schlimm!)
Alles hinschmeisen oder den Trümmerhaufen neu aufbauen

Ich dachte bisher, das wird gelesen. Aber vielleicht wird es von einer indischen Software erledigt und die Moderatoren sind nur ein Mythos.

Ich zucke da auch jedesmal zusammen.

Echte Legasthenie ist selbstverständlich entschuldbar, ständige Schlamperei und Unvermögen, elementare Regeln zu Rechtschreibung und Zeichensetzung anzuwenden, nicht. Jeder verdreht mal ein paar Buchstaben, aber nicht ständig. Für mich sind ständige Rechtschreibfehler und unlesbarer Satzbau eine Bildungslücke oder mangelnde Achtung demjenigen gegenüber, der den Text dann entziffern soll. Bei "Elitepartner"-Anspruch erwarte ich Sprachvermögen auf (echtem) Abiturniveau.

Wenn sich jemand sprachlich nicht klar ausdrücken kann, habe ich damit immer auch in einer Beziehung Probleme. Sprache drückt das Denken aus. Wenn jemand sprachlich nicht strukturiert ist, ist auch im Kopf einiges durcheinander. Ich persönlich komme aus Erfahrung dann bei einer Partnerin damit nicht klar, also sortiere ich mittlerweile danach aus. Für eine Affäre reicht das, für mehr nicht.

Aber man sieht ja an den unterschiedlichen Ansichten hier, dass es offensichtlich zwei Lager gibt. Diejenigen, die selbst sprachlich schwach sind, haben untereinander vermutlich auch keine Probleme.

m, 46
 
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  • #45
Mein letzter Partner gab mir eine handgeschriebene Geburtstagskarte mit den Worten: "Vile libe Grüse zum Geburtsdag". Er hat eine unbehandelte Lese- und Rechtschreibschwäche, die er bei mails oder bei einer sms sonst kaschieren kann. Er ist ein liebenswerter Mann und Arbeiter auf dem Bau geworden.

Gescheitert ist unsere Beziehung nicht an seiner Rechtschreibung, sondern an unseren verschiedenen Horizonten. Sprache drückt Denken und Gefühle aus. Was er nicht richtig konnte.
 
  • #46
Was anderen die Mode (ich erinnere mich gern an den "Kurze Hosen beim Date?!"-Strang), ist mir die Rechtschreibung. Ich verlange ja keine Poetin als Partnerin, aber vernünftiges Schriftdeutsch sollte schon drin sein. Mir ist das einfach ein Zeichen von Respekt und das einem nicht alles gleichgültig ist.
 
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  • #47
Ich geb`s zu, ich bin ein Rechtschreib- und Grammatikfreak. Ich liebe das Spiel mit der Sprache, Texte mit Synonymen, eingeschobene Teilsätze usw. Dass viele Menschen nicht mehr wissen, was denn nun wie geschrieben wird, haben wir zum grossen Teil der "neuen deutschen Rechtschreibung" zu verdanken, Fremdsprachen, die immer früher und zahlreicher in den Stundenplan der Kinder eingebaut werden sowie dem unsinnigen "Schreiben-nach-Hören"-Konzept. Nachrichten, die 1:1 aus dem RTLII-Nachmittagsprogramm übernommen scheinen, werden zwar beantwortet, aber auf weiteren Kontakt verzichte ich dankend. Mich stören Rechtschreibfehler und Zufallsgrammatik ungemein, somit ist die Ausgangsfrage wohl beantwortet...


w, 45
 
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  • #48
Mich amüsiert an diesem Thread am meisten, dass in den Beiträgen derjenigen Schreiber, die den größten Wert auf korrekte Rechtschreibung leben, und die von sich glauben die aussagekräftigsten Rückschlüsse daraus ziehen zu können...auch diverse Grammatik-, Rechtschreibungs- und Interpunktionsfehler zu finden sind.

Daraus ziehe ich jetzt meine Rückschlüsse.

Die Arroganz und das selbstgefällige, psydo-elitäre Gebahren mancher Forumsbesucher ist wirklich gruselig.
 
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  • #49
@46: Und dann gibt es noch die Typographienerds, die immer zusammenzucken, wenn jemand einen Accent als Apostroph benutzt, und die auch wissen, dass das Zollzeichen " oder Hochkommata ' keine typographischen Anführungszeichen „ “ sind.
 
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  • #50
Ganz kurz: S e h r wichtig, da sie entsprechende Schlussfolgerungen zulässt! (Juristin, 37)
Na dann, liebe Juristin: wenn sie das "sehr" nicht zusammen schreiben, sollten sie nach dem "r" bitte drei Leerzeichen lassen - dann ist es nach der Rechtschreiblehre korrekt. Sollen wir jetzt aus Ihrem Fehler Schlussfolgerungen ziehen?
Ist mir eine Person gänzlich unbekannt, lasse ich Rechtschreibfehler erst einmal so stehen. Finde ich diese allerdings - und das auch noch gehäuft - in offiziellen Briefen von Gericht, Anwälten, Ärzten etc. (also Menschen, von denen ich eine gewisse Kenntnis nicht nur der goetheschen/ schillerschen Schreibweise erwarte), dann schließe ich dort durchaus auf die Personen; auch, wenn sie den Brief nur UNTERschrieben haben.
Und wenn ich Wörter lese wie "Strasse", "gross" oder auch "Mass" (im Sinne von Maß aller Dinge), dann schließe ich daraus, dass diejenigen, die sie so schreiben, mehr scheinen als sie sind. Denn diese Wörter werden tatsächlich - außer in der deutschsprachigen Schweiz, die das deutsche "scharfe "s" meines Wissens nach nicht kennt - immer noch mit "ß" geschrieben.
Aber ich fürchte, ich muss rechtschreibtechnisch meine auch nicht vollkommenen Ansprüche immer weiter herunter fahren, wenn es nicht einmal mehr ZEIT, FAZ, SÜDDEUTSCHE und Co. fertig bringen, korrekte Artikel zu veröffentlichen.
w/46
 
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  • #51
Die Rechtschreibung ist für mich ein Teil einer verbalen Visitenkarte.
Als Rechtsanwalt achte ich auf einen guten Sprachstil, gepaart mit einer fehlerfreien Anwendung.
Freilich kann sich ein Rechtschreibfehler einschleichen, der totz eines nochmaligen Durchlesens übersehen wird. Dies werte ich nicht als ein Defizit des Schreibers.
Es ist der erste Eindruck, den eine Schreiberin bei mir erweckt. Und sollte es bei ihr ähnliche Wiederholungen in späteren Texten geben, so erlaube ich mir Rückschlüsse auf die Person und deren Charakter. Der Versuch, sich fehlerfrei zu artikulieren, ist ein Ausdruck der eigenen Wertschätzung gegenüber der anderen Person.
 
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  • #52
Selbstverständlich spielt das eine Rolle im Hinblick auf Bildung. Wenn er schreibt ich Liepe dich, dann würde mir selbige vergehen.
 
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  • #53
Ich geb`s zu, ich bin ein Rechtschreib- und Grammatikfreak.


Wohnen Sie zufällig in der Schweiz? Ansonsten wäre das wohl ein klassisches Eigentor. Die böse, böse Reform hatte unter anderem zum Ziel, die Rechtschreibung wieder mehr an die Aussprache anzunähern. So klappt das leider nicht. Der Groß - äh - Grossteil der Deutschen meint ja heute, dass das "ß" gar nicht mehr existiert. "ß" und "ss" sind aber verschiedene Laute - es könnte so einfach sein.

Meine Frau ist Ausländerin, versucht Deutsch zu lernen und verzweifelt schier an der Dämlichkeit der Muttersprachler, die ihr mit ihren Fehlern das Lernen schwer machen. Sie liest "gross" und spricht es "gross" aus - und ich darf dann wieder korrigieren und mich für meine lieben Landsleute entschuldigen. Und "ss" - "ß" ist nur ein Beispiel von vielen.

Von daher: ja, Rechtschreibung ist mir wichtig. Sie dient der Erleichterung der Kommunikation und ist kein Selbstzweck und schon gar nicht nicht unser Feind.
 
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  • #54
Und wenn ich Wörter lese wie "Strasse", "gross" oder auch "Mass" (im Sinne von Maß aller Dinge), dann schließe ich daraus, dass diejenigen, die sie so schreiben, mehr scheinen als sie sind.

Amen, Amen. Aber was soll man von den Menschen erwarten, wenn ihnen allerorts nur Texte mit Fehlern unter die Nase kommen? Neulich war ich beim Kreisverwaltungsreferat einer süddeutschen Großstadt und durfte am Eingang nagelneue Hinweisschilder bewundern. Eines davon wies den Weg zur Abteilung "Strassenbau". Ich sollte vielleicht lernen, mich nicht mehr darüber aufzuregen.
 
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  • #55
Ich sage nur: "Vorsicht!"

Die aktuelle Rechtschreibreform ist nicht für jeden bindend. Wer es möchte, kann noch die alte Version anwenden. Die dabei erscheinende Diskrepanz deutet also nicht zwingend auf eine Rechtschreibschwäche.
Freilich wer als Beamter oder Lehrer arbeitet, muss sich an die aktuelle Version halten. Für diese Personengruppen besteht also eine Pflicht.
 
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  • #56
Na dann, liebe Juristin: wenn sie das "sehr" nicht zusammen schreiben, sollten sie nach dem "r" bitte drei Leerzeichen lassen - dann ist es nach der Rechtschreiblehre korrekt. Sollen wir jetzt aus Ihrem Fehler Schlussfolgerungen ziehen?

w/46

"Sie" wird in diesem Fall großgeschrieben.

Bei der Partnersuche würde ich versuchen, tolerant zu sein - ich habe mich schon als Kind viel mehr für Sprache und Grammatik interessiert als meine Mitschüler, und es wäre schade, einen guten Partner bloß wegen seiner Grammatik oder Rechtschreibung aufzugeben. Trotzdem werde ich hellhörig, wenn jemand Grundschulfehler macht. Das ist im englischsprachigen Bereich besonders schlimm - manche haben sich nicht mal die Mühe gegeben, die eigene Schriftsprache zu lernen, geschweige denn eine Fremdsprache. In diesem Fall schließe ich schon auf eine mangelhafte Bildung und auf mangelhaftes Interesse daran, tiefergehende Gedanken zu formulieren und auszudrücken.

Bei Foren muss ich noch eine Aussage loswerden: wenn in einem Forum ein langer Beitrag ganz ohne Leerzeichen zwischen den Sätzen oder ein deutschsprachiger Beitrag ganz ohne Großschreibung bei Substantiven geschrieben wird, erspare ich mir die Mühe, ihn zu lesen. Bei englischsprachigen Foren überfliege ich auch alle Beiträge, wo in jedem zweiten Satz ein "it's" statt "its" steht.
 
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  • #57
Ich hatte längere Zeit eine Affäre mit einem sehr attraktiven, gepflegten,
humorvollen, netten, zärtlichen Mann, welche über eine längere Zeit ging.
Bis ich sein Geschreibsel gelesen habe!!

Na, warum liest du es überhaupt? Ist das so wichtig? SMS, Mails, Onlinebörsen, sind eine sehr junge Erfindung. Das Wichtigste ist doch, wie mal real miteinander klarkommt.

w mit komplettem Unverständnis, wie man, wenn man jemanden real kennt, hinterher sich durch dessen Geschreibe verschrecken lassen kann.
 
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  • #58
Hallo!
Ich habe promoviert und habilitiert. Ich bin fast 50,
ich habe sehr viele Buchstabendreher.
Bin ich deshalb ein schlechter Mann?
Bin ich deshalb dumm oder ungebildet?
Sicherlich nicht!
M45
 
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  • #59
Mir ist aufgefallen, dass viele Techniker und Ingenieure zwar sehr präzise und logisch denken können, die Ausdrucksfähigkeit aber eher mangelhaft ist. Gradezu erschreckend, was ich da schon in Mails und Präsentationen gesehen habe. Da ich auf dem Gebiet der Rechtschreibung und Grammatik selbst eher unsicher bin, finde ich es schon wirklich erschreckend wie schlecht es um andere Kollegen gestellt ist.

Es handelt sich dabei nicht um ungebildete Personen, auf ihrem Gebiet leisten sie aus meiner Sicht alle gute Arbeit. Würde ich im privaten Bereich so eine Mail erhalten, wäre ich aber schon etwas abgeschreckt.

Das stimmt. Man könnte daraus nun schlussfolgern, dass weniger sprachgewandte Menschen eher bodenständige Technikertypen sind (durchaus Akademiker!) und sprachgewandte Menschen eher dem vergeistigteren Typ zuzurechnen sind. Die Sprachgewandtheit des Partners ist daher eher eine "Geschmacksfrage". Gar nicht gehen aber Tipp- und Rechtschreibfehler am laufenden Band und gehäufte Verwendung von Dialekt/Slang-Ausdrücken, weil das auf mangelnden Respekt/mangelndes Interesse am Mailempfänger schließen lässt. Man will ja, dass der andere die Nachricht möglichst einfach lesen kann und sie nicht erst dechiffrieren muss.
 
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  • #60
Die Fehlerquote bei Menschen die Mehrsprachig aufwachsen ist wesentlich höher. Ich spreche 7 Sprachen und lebe seit 16 Jahren in Deutschland , somit ist meine Rechtschreibung nicht aussagekräftig.
 
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