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Gast

  • #1

Welche Erfahrungen haben Nichtraucher gemacht??

Ich bin selber Ex-Raucher und kann mir seitdem keine Beziehung mit einem Raucher vorstellen. Normalerweise schaue ich gerade auf diesen Punkt, wenn ich kontaktiert werde, aber dieses Mal habe ich das einfach nicht registriert :(
Heißt: Habe einen Mann kennengelernt, der Raucher ist und - nachdem er meine Einstellung zu diesem Thema erfuhr - sagt, dass er bei der richtigen Partnerin sofort aufhören würde.

Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass das (je nach Motivation und Wille) sehr schwer sein kann - also nicht unbedingt ein Ziel ist, was man von heute auf morgen erreicht. Und im Hinterkopf habe noch ich die Geschichte von einer Freundin, deren Mann vor der Heirat gesagt hat: "Ich höre auf jeden Fall auf" - aber inzwischen wieder bei seinem ursprünglichen Verbrauch angekommen ist. Und sie leidet sehr darunter :(

Findet ihr es also falsch, wenn ich sage: Mach das erst mal, dann sehen wir weiter?

Was ratet ihr mir?
Danke!

w
 
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Gast

  • #2
@FS

Sie haben völlig Recht. Soll er erst einmal mit dem Rauchen aufhören, dann wird sich erweisen, wie ernst er das gemeint hat.

Raucher/in und Nichtraucher/in geht gar nicht - da spreche ich als Nichtraucher aus Erfahrung.


m, 50
 
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Gast

  • #3
Ich bin selbst Raucher und hatte auch schon eine Beziehung mit einer militanten Nichtraucherin...
Ich habe halt in Ihrer Gegenwart nicht geraucht, was schon möglich ist, wenn man nicht gerade Kettenraucher ist...Allerdings würde ich das Rauchen nicht wegen einer Frau oder Partnerin aufgeben. Das geht nämlich nicht! Man muss ganz alleine für sich den Entschluss fassen, mit dem Rauchen aufzuhören! Eine neue Liebe ist natürlich ein guter, zusätzlicher Motivator.
Von daher finde ich zu sagen "..mach mal, und dann sehen wir weiter..." etwas undiplomatisch formuliert. Nach dem motto: Wenn du das machst, dann bekommst du mich... so entsteht gleich ganz am anfang einer beziehung ein Erwartungsdruck, den der Ex-raucher in Spe vielleicht gar nicht erfüllen kann...
Er soll es so wie ich machen: Er soll erstmal in deiner gegenwart nicht Rauchen. Wenn er das schafft, kann er ev. auch leichter komplett aufhören...
 
  • #4
Wer Raucher küsst, leckt auch Aschenbecher aus. Selbst wenn die letzte Zigarette Stunden zurückliegt, ist der Geschmack doch absolut unaushaltbar und inakzeptabel.

Raucher könnte ich niemals als Partner in betracht ziehen. Bei einer Wohnung merkt man noch Wochen später, ob da früher geraucht wurde, Autos ebenso.

Brrr. Einfach nur widerlich.
 
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Gast

  • #5
Findet ihr es also falsch, wenn ich sage: Mach das erst mal, dann sehen wir weiter? w
Mit dem Rauchen aufzuhören ist eine reine Willensentscheidung (ich habe von einem Tag auf den anderen ganz damit aufgehört). "Mach das erst mal ...dann sehen wir weiter?" wäre zu wenig Motivation. Wenn du aber sagst: Ich möchte dich wahnsinnig gern küssen - aber erst 14 Tage nach deiner letzten Zigarette, dann hat das eine ganz andere Hebelwirkung.
 
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Gast

  • #6
Ich finde die Aussage
dass er bei der richtigen Partnerin sofort aufhören würde.
immer sehr amüsant. Man hört das öfter und kann das beliebig auf viele verschiedene Laster, Gewohnheiten etc. ausweiten.
In solchen Worten höre ich immer "sei brav und sei wie ich will, dann tu ichs vielleicht" und gleichzeitig die unterschwellige Absage dazu. Klingt nach Erpressung. Was soll das.

Tatsache ist, wenn du einen Mann so wie er genau jetzt vor dir steht nicht magst, dann ist er es nicht! Warten auf ...(was auch immer)... oder umerziehen klappt nicht.
 
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  • #7
Das geht nämlich nicht! Man muss ganz alleine für sich den Entschluss fassen, mit dem Rauchen aufzuhören! Eine neue Liebe ist natürlich ein guter, zusätzlicher Motivator.
Von daher finde ich zu sagen "..mach mal, und dann sehen wir weiter..." etwas undiplomatisch .

FS
Das sehe ich genauso: Es geht nur, wenn man das für sich selbst will.

Und ja: Die Formulierung ist etwas unglücklich und würde von mir im RL nie so benutzt werden :)
 
  • #8
Tja, schwierig

JEDER meint er könne sofort aufhören- ist ,eider meist Selbstbetrug. Es ist wie mit allen Lebensumstellungen: Man muss es machen weil man selbst es WILL, nicht irgendjemanden zuliebe. Sonst wird bei jeder sich bietenten Gelegenheit oder beim kleinesten Stress wieder angefangen.

Daher, wenn Dir das so wichtig ist (was ich verstehen kann) dann gehts tatsächlich nur wenn er jetzt und sofort damit aufhört- sich zuliebe, weil er vielleicht sogar gemerkt hat dass er sich dann besser fühlt, besser atmet, besser schmecken kann etc.

liebe #2
Er soll es so wie ich machen: Er soll erstmal in deiner gegenwart nicht Rauchen. Wenn er das schafft, kann er ev. auch leichter komplett aufhören...
Da Du selbst rauchst kannst Du das offenbar nicht nachvollziehen- es ist nicht nur die Belästigung durch den Qualm, es ist das Gesamtpaket das einfach durch den Zigarettenkonsum für einen NR schlecht riecht (auch frisch geduscht!) und schmeckt. Auch immer wieder lustig dass Raucher meinen die heimlich gerauchte aufm Heimweg würde der Partner nicht bemerken.... Das gar nichts mit toleranz zu tun sondern mit Lebensqualität- und der kleinen Tatsache dass Geruch beim verlieben und lieben so wichtig ist.
 
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Gast

  • #9
Ich habe bei meiner Partnersuche Raucher kategorisch ausgeschlossen.
Seit einem Jahr bin ich mit einem glücklich verheiratet.

Aufgeben? Das finde ich prima, kann ich nur in jeder Form unterstützen.
Aber der Entschluss muss vom Raucher selbst kommen.
Ich glaube nicht, dass jemand einem (potenziellen) Partner zu Liebe eine Sucht
aufgeben kann und wird.
 
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Gast

  • #10
Ich war in dieser Situation - mein damaliger Partner war starker Raucher.
Er hat die Glimmstengel von - einem auf den anderen Tag - weggeschmissen und nie wieder angefangen. Das war Voraussetzung, sonst wäre ich nie in eine Beziehung mit ihm gegangen. Die Entwöhnungsphase war fürchterlich - für mich als Partnerin.

Manchmal klappt es also - daher solltest Du durchaus sagen: 'mach das mal'. Dann weißt Du, ob es ihm ernst mit dem Wunsch aufzuhören ist.
 
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  • #11
M/54
Ich kann/konnte jederzeit aufhören und wieder anfangen mit dem Rauchen, so wie ich das will.
Seit 20 Jahren rauche ich (fast) nicht mehr, vielleicht mal eine Zigarre im Monat auf der Terasse.
Jeder kann damit jederzeit aufhören, wenn er will.
Nur Mut mit dem neuen Partner!
 
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  • #12
Liebe FS
Du weisst selbst wie schwer es ist mit dem Rauchen aufzuhören.Nun wie schätzt Du Ihn
ein das auch Er damit aufhört?
Such Dir lieber einen Partner der diese Sucht/Laster nicht hat.Du liest ja hier selbst was
rauchen für ein No-Go ist.
(M46)
 
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  • #13
Ich habe es genau so gemacht wie der Datingpartner der FS. Eine frühere Freundin hat mich gebeten mit dem Rauchen aufzuhören, und nicht zuletzt meiner eigenen Gesundheit wegen bin ich dem Wunsch nachgekommen.
Es viel mir aber auch relativ leicht, da ich nie starker Raucher war.
 
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  • #14
Liebe FS,

meine Meinung ist, lass' ihn erst mal aufhören zu rauchen... und dabei bleiben.Für viele Raucher (so auch für mich) ist es nämlich gar nicht sooo einfach, damit aufhören, selbst wenn man eigentlich gerne möchte... für die einen mehr (die sehr willensstark sind, ich gehöre da leider auch nicht zu) und für die anderen weniger...

LG, w 42 (leider R)
 
  • #15
Ich war mehrere Jahre mit einer Raucherin zusammen. Sie hat jedoch nicht in der Wohnung geraucht. Eigentlich gehöre ich zu den toleranteren Nichtrauchern, da ich etliche Raucher im Freundeskreis habe und daher einiges gewöhnt bin.

Es hat mich daher nicht sehr, aber eben doch gestört. Zum einen stinkt es ekelig. Der Mensch stinkt, die Wäsche stinkt und die Räume in denen geraucht wird, stinken. Die Räume stinken; wird, wie es bei uns war, nur auf dem Balkon geraucht, stinkt danach der Abfalleimer in der Küche nach Aschenbecher, was besonders widerlich ist. Die Partnerin stinkt nach Rauch und man selbst oft auch. Zum anderen habe ich mich regelmäßig über sie geärgert, wenn wir in Gesellschaft anderer Raucher waren. Raucher sind meistens nicht wirklich rücksichtsvoll, was oft kein böser Wille, sondern Gedankenlosigkeit ist. Das wird die Zigarette angezündet, obwohl gerade das Essen auf den Tisch kommt. Im Winter wird in geschlossenen Räumen geraucht, aber ein Öffnen der Fenster ist ausgeschlossen, denn es ist ja Winter. Man sitzt ständig in irgendwelchen Rauchfahnen und die Luft könnte man schneiden. Für mich war teilweise die darin zum Ausdruck kommende Rücksichtslosigkeit störender als der eigentliche Rauch. Daß dann auch noch die eigene Partnerin unter den rücksichtslosen Menschen war, hat für mich die Situation deutlich verschärft. Ich habe mich dann oft über meine damalige Freundin geärgert und zwar viel mehr als über die Freunde, die auch geraucht hatten. Wir haben darüber zwar nicht gestritten, aber es hat mich genervt und in diesen Situationen zur Entfremdung beigetragen. Ich würde das nicht mehr wollen und habe mir daher gezielt eine Nichtraucherin gesucht.

Die Ankündigung man würde für den Partner das Rauchen aufhören, ist das Papier nicht wert, auf dem sie nicht geschrieben steht. Ich weiß nicht, wie oft meine Exfreundin mir erzählt hat, sie werde aufhören. Es war ungefähr so oft, wie sie ankündigte, abzunehmen, Sport zu treiben, weniger fernzusehen und mehr lesen zu wollen. Sie hat diese Vorsätze auch alle in die Tat umgesetzt; immer wieder. (Erstaunlicherweise hat sie nach der Trennung beeindruckend und nachhaltig abgenommen.)

Wer etwas tun oder aufhören will, tut es einfach und wartet nicht auf den richtigen Partner hierfür. Daß der Mann, den die Fragestellerin kennengelernt hat, bisher das Rauchen nicht aufgegeben hat, zeigt doch, daß er nicht wirklich Willens oder nicht in der Lage ist, aufzuhören. Daran wird auch die Beziehung zur Fragestellerin nichts ändern. Würde er wirklich aufhören wollen, er hätte es längst getan. Rauchen ist Sucht und Süchtige lösen sich nicht von ihrer Sucht, um jemandem einen Gefallen zu tun.
 
  • #16
Ein rauchender Partner scheidet für mich klar aus. Aber man kann das Rauchen von jetzt auf gleich aufgeben, daher könnte es ja sein, dass dies dem Raucher die letzte Motivationsspritze gibt die noch fehlt. Da brauchst du ja nicht lange warten, da er ab sofort Nichtraucher sein kann wenn er will. Ich würde nur klar machen das ein Raucher nicht in Frage kommt und daher ein weiteres Kennenelernen nur unter der Bedingung Sinn macht. Die Erfolgschancen halte ich allerdings für gering, sonst hätte er ja längst aufgehört
 
  • #17
Von meinem letzten Partner habe ich mich u.a. getrennt weil er Raucher ist. Das käme für mich nicht mehr infrage. Nicht nur der Gestank! Die sändige Angst um seine Gesundheit! Überleg mal, die Schäden die er davon bekommen kann, nachher hat er nen Herzinfarkt oder Schlaganfall und ist ein Pflegefall. Da kenne ich einen Fall, der Mann sitzt im Rollstuhl nach Schlaganfall verursacht durch Rauchen. Nicht dass ihr mich falsch versteht, jeder kann krank werden. Ich wäre die letzte, die ihren Partner nicht pflegt. Aber wenn das ganze nur dadurch verursacht wurde, würde ich es nicht einsehen, nur weil mein Partner seine Finger nicht von Zigaretten lassen konnte mein Leben aufgrund Pflege einzuschränken.
Auch nachts die Husterei ließ mich bei meinem letzten Partner nicht schlafen.
 
  • #18
1) Was ist der Unterschied zwischen Rauchen und Sex ?

Diejenigen Frauen, die sich bei einem Internet Date mit verbundenen Augen an den Straßenrand stellen, um dann abgeholt, irgendwo hin gefahren werden um dann noch mit verbundenen Augen mit einem oder mehreren Männlein und Weiblein Sex zu haben, sind eindeutig in der Minderheit. Sowas könnte man mit "Mein Körper ist mir egal" umschreiben.

Nur: Ist Rauchern ihr eigener Körper egal ? Derjenige, der sagt "ich höre für mich auf" sieht wenigstens noch ein, daß er was tun muß, aber derjenige, der es für sich nicht schafft und will, dem fehlt die Härte und Konsequenz die es braucht dafür.

2) Ich suche bei EP eine Nichtraucherin für Ehe und Kinder - sie mag dick sein, nicht hübsch, wenn es Klick macht soll es Klickmachen - einziges wirkliches No - Go: Ein aus dem Mund stinkendes Weib (= Raucherin), sei es ob aktuell oder nur potentiell (weil früher rauchend); früher rauchende würd ich mir genauer anschauen. Aber Raucher hören auf und fangen gern wieder an: Es fehlt an Konsequenz und Linie.

3) Wer sagt "ich tu es nicht für mich und nur für Dich" der hat keine Konsequenz und Linie. Was wenn die Beziehung vorbei ist ? Bei Streß ? Da ist der Griff zur Zigarette wieder vorprogrammiert.

4) Und Du, liebe Ex Raucherin, brauchst definitiv Abstand zur Raucherei und einen Nichtraucher. Es sind immer die Sachverhalte so nach dem Motto "komm Rauch doch eine mit" die zum Griff zur Zigarette führen. Und Er ist da die potentielle Gefahr.

5) Du kannst es aber auch anders machen.

Überleg mal: Was ist der Unterschied zwischen Rauchen und Sex ?

Stell Dir mal vor, eine Frau stellt sich mit verbundenen Augen an den Straßenrand, wartet drauf, daß sie abgeholt wird, um mit verbundenen Augen irgendwo hin zu fahren und dann mit einem oder mehreren (das weiß sie nicht vorher) Sex zu haben, ohne all diese Personen gesehen zu haben. Das bringst unter den Punkt "Ihr ist mein Körper egal"

Rauchern ist ihr Körper ebenfalls egal - es gibt keinen Grund, sich diese Giftcoktails mit Dauerwirkung anzutun. Das gilt besonders für diejenigen, die sagen "ich höre nicht für mich sondern für jemand anders auf".

Bei Partneranfragen via EP von Raucherinnen schreib ich deswegen gern zurück "Eine Raucherin gehört sich gefesselt und ihr der Hintern versohlt." Wenn es ein Mann nicht tut, wird es das Leben tun, wenn es ein Mann tut, kann Frau um Gnade bitten, was ein sensibler Mann erhören wird, wenn es das Leben tut, ist es zu spät wenn man die Folgen bemerkt.

In beiden Fällen ist ihr der Körper egal. Und das ist das Problem.
 
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  • #19
Ich habe alles durch...Raucher, Nichtraucher...ich rauche seit ich 14 bin......mit 34 habe ich für 5 Jahre aufgehört..hatte da einen Nichtraucher-Mann. Allerdings rauche ich NIEMALS in der Wohnung. das ekelt mich an.
Dann lernte ich einen raucher kennen und ich Doffkopp fing wieder an. das ist jetzt fast 4 Jahre her.
Mittlerweile habe ich wieder einen Nichtraucher, den es zwar freuen würde, wenn ich aufhöre, es aber akzeptiert.
Hut ab vor ihm..ich hätte keinen Bock einen Aschenbecher beim Küssen auszulecken.
was selbst für mich als Raucherin nicht geht, wäre ein Mann, der in der Wohnung und im Auto raucht.
 
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  • #20
Seit dem 1. Januar dieses Jahres habe ich mit der Raucherei aufgehört. Ich bin nun 1 Jahr Single, wollte schon zum 40.ten aufhören, aber schlechte Erfahrungen mit Männern und damit verbundenen Achterbahnfahrten hielten mich immer davon ab.
Erst jetzt, 2 Jahre später und seit 1 Jahr solo, habe ich es endlich geschafft mit dem Rauchen aufzuhören.
Der Wille muss vorhanden sein und große Probleme sollte man auch keine haben. Dann kann es klappen.
Für Probleme in meinem Leben sorgten die letzten Jahre wirklich die Männer.
Nun habe ich komplett das Thema Männer losgelassen und fühle ich mich seitdem stark genug.
Ach ja, und schlecht behandeln tut mich auch keiner mehr so schnell, auch dafür sorge ich!

w/42
 
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  • #21
Also ich glaub das Nichtraucher nicht gleich Ex-Raucher sind und Nichtraucher das ein bisschen anders sehen.

Ich hab auch für eine Frau aufgehört zu rauchen (hab knapp 10 Jahre geraucht). Das Nichtrauchen hält jetzt schon doppelt so lang wie die Beziehung. Es ist eine reine Kopfsache und ich denke eine Frau kann ein guter Anstoß sein um sich von diesem Laster zu verabschieden.

Ich glaube nicht das ich mit einer Raucherin glücklich werden könnte weil das Verlangen nach einer Zigarette immer noch da ist (auch nach 4 Jahren).