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  • #1

Welche Fragen "darf" man denn nun stellen?

Liebe Forumsteilnehmer, nun mal eine Frage. Wie jemand den Unterhalt geregelt bekommt, die genaue Adresse, das Einkommen, die Adresse des Arbeitgebers, die detaillierte Beschreibung der letzten Beziehung (um zu wissen, wie Besuchszeiten etc vereinbart wurden, nicht warum wer mit wem usw) sind doch sehr "intime" Fragen für ein erstes, auch für das zweite Date - so finde ich zumindest. Natürlich fragt man nach, aber ist das bei einer Internetbekanntschaft nicht zu indiskret? Ich würde mich erst nach diesen Dingen erkundigen, wenn etwas ernstes daraus werden könnte. Für mich geht es beim ersten Date darum herauszufinden, ob die Chemie stimmt um dann alles weitere zu besprechen. Also: Welche Fragen haltet ihr für indiskret, was darf man, was nicht? Frau, 32 Jahre
 
  • #2
1. Das erste Date ist dazu gedacht herauszufinden, ob die Chemie stimmt, die Wellenlänge passt, man sich sympathisch ist und einfach so ungezwungen miteinander plaudern und lachen kann. Nicht mehr! Genießt einfach den Abend und plaudert -- je leichter das fällt, desto besser passt das. Lernt Euch ein wenig kennen, sprecht über die Gemeinsamkeiten, wegen derer Ihr Euch überhaupt verabredet habt (Urlaub, Hobby, Freizeit, Interessen, Beruf, Vorlieben).

2. Das erste Date ist NICHT dazu gedacht, Checklisten abzuhaken, eine Art Quiz durchzuziehen oder die Hosen bezüglich aller möglichen beruflichen, finanziellen, formalen Aspekte runterzulassen und privateste Dinge über sich zu verraten oder umgekehrt den anderen auszufragen. Das ist hochgradig unangenehm, tötet jede positive Atmosphäre nachhaltig ab und lässt die Chancen auf ein zweites Date drastisch sinken.

3. Bedenke, dass wesentliche Grundsatzfragen bereits ganz harmlos vorher schriftlich geklärt werden können. Ob der andere prinzipiell Kinder möchte, seit wann er Single ist, seit wann er geschieden ist, von wo er stammt, wo er aufgewachsen ist (ob er im Großraum wohnen bleiben möchte oder umziehen will), was er beruflich genau macht.

4. Bedenke auch, dass das erste Date nur zeigen soll, ob man sich überhaupt sympathisch ist -- falls nicht, braucht man weder Adresse, den vollen Namen, die Festnetznummer, den Namen des Arbeitgebers und so weiter. All das erübrigt sich vollkommen, wenn man sich unsympathisch ist oder aus sonstigen Gründen gegen eine Fortsetzung des Kontaktes entscheidet. Ich gebe solche Daten grundsätzlich nicht weiter und es hat auch wirklich so gut wie niemand danach gefragt. Bleibt auf der sicheren Seite und konzentriert Euch auf das Kennenlernen, nicht das Aushorchen!

5. Wenn man sich nun für ein ZWEITES Date entscheidet, dann sollte man einen Tagesausflug planen und viel Zeit miteinander verbringen. Hauptgrund ist natürlich, dass man möglichst viel Zeit miteinander verbringen sollte und sich nur so gut kennenlernen kann. Nebengrund ist aber auch, dass sich niemand wirklich länger verstellen kann. Spätestens nach ein paar Stunden kommen die Scherze, die Sprache, die Körperhaltung so heraus, wie sie wirklich sind. Anfangs dagegen verstellen sich viele Kandidaten ein klein wenig und präsentieren sich höflicher, gewählter, gestelzter, als sie eigentlich sind. Beim zweiten Date passt es dann aber auch, nach Lebenszielen zu fragen und eventuell ganz kurz die Vorgeschichte abzuklopfen. Im allgemeinen sollte man jetzt auch die Namen erfahren. Sollte der Kandidat Kinder haben, wäre jetzt auch die Gelegenheit, nach Besuchsregelungen und ähnlichen Scheidungsfolgen zu fragen. Das gehört dazu, das müssen sich Eltern gefallen lassen, schließlich ist das Kind ein wichtiger Teil des Lebens.
 
  • #3
fragen darf man alles aber ob manAntworten bekommt......
Manche Männer haben so finanzielle Scheuklappen, das sie unbedigt wissen wollen, ob das alles geregeltist oder nicht. Und, und da kann ich die Männer durchaus verstehen, sagt das viel über die Frau aus, wenn man weiß wie sie die Unterhalts- und Besuchsregelungen geklärt hat
 
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  • #4
Diese Fragen klärt man doch schon, bevor man sich trifft.
Ich telefoniere erst mit meinen Dating-Partnern und hake nach, wenn er eine Exfrau und Kinder hat.

Wenn die Unterhaltssache und Kindeskontakte nicht geklärt sind, will ich mit dem Herrn nichts zu tun haben. Er soll erst mal seine Angelegenheiten regeln, bevor er eine neue Baustelle eröffnet.
ich bin nicht diejenige, auf der er sich ausruhen kann, während er den Krieg gegen die Ex führt.

Es muss nicht ins Detail gehen. Aber zumindest darf der Herr nicht ins Stottern kommen, wenn ich mich erkundige, ob das Umgangsrecht und die Formalitäten zur Scheidung erledigt sind.
Dann kann man sich beim ersten Treffen darauf konzentrieren, ob man den Menschen als Mann auch akzeptabel findet.

Wenn nun im umgekehrten Fall ein Mann wissen will, wie es um die Dame mit ihren Kindern umgangstechnisch und finanziell bestellt ist, ist das sein gutes Recht.
Keiner hat Lust, sich nur um finanzielle und persönliche Probleme des eventuellen Partners zu kümmern. Dafür sind gute Freunde, Familie und das Sozialamt zuständig.
w, 40 J
 
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  • #5
Ich denke, es kommt drauf an, was man will. Wenn Du seinen wirtschaftlichen background abstecken willst - frag doch gleich nach einer Bankbürgschaft, die den Unterhalt für Dich und die Kinder im Falle einer Scheidung abdeckt. Wenn es um alles andere geht: Sei zwanglos, wenn es sich ergibt, dann frag nach, wenn es etwa ein Thema ist, dem er nicht ausweicht und bei dem Du fachkundige Hilfe geben kannst.
 
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