• #31
Also ich muss jetzt mal zu diesem Thema auch etwas sagen. Hab ich glaube ich schon mal früher zum gleichen Thema gemacht.

Keiner hier im Forum bedenkt die Lüge ans Finanzamt wenn
2 Menschen, die dauerhaft nicht mehr zusammen leben und es auch in Zukunft nicht mehr wollen, das Ehegatten-Splitting in Anspruch nehmen. Da hat die "Ehefrau" aufgrund geringeren Einkommens die Steuerklasse 5 und der "Ehemann" die 3. Dafür hat sie den Status "verheiratet" und erwirbt mit jedem Jahr Rentenansprüche aus seinem Einkommens-Status. Und auch andere "Vergünstigungen" wie Freibeträge bei Erbschaften oder Schenkungen zum Beispiel und wohnt sicherlich noch mietfrei im gemeinsamen Haus oder Wohnung.
Vor allem wenn KEINE Kinder involviert sind, kann ich diese Regelung so gar nicht verstehen. Da sollte wirklich mal eine Gesetzes-Änderung her. Die Ehe ist schützenswert, weil sie durch Kinder den Erhalt unserer Gesellschaft sichert und die Ehepartner sich im Ernstfall gegenseitig unterstützen. Was ich übrigens im Fall des getrennt lebend bezweifele. Wie schnell der Noch-Ehemann geschieden sein will wenn seine Noch-Ehefrau dauerhaft krank wird, das würde mich mal interessieren...
Wenn Ihr aus meiner Meinung hier eventuell Ärger herauslest, so habt Ihr Recht. Als Alleinerziehende mit 1 Kind bin ich in Lohnsteuerklasse 1 mit 0,5 Kind. Und wenn der Kindesvater nicht jedes Jahr in der Steuererklärung auf sein 0,5 Kind "verzichten" würde, sähe es noch schlechter aus. Das hat man davon, einen zukünftigen Steuerzahler zu erziehen. Meine Schwester, verheiratet ohne Kinder, kann jedes Jahr erneut wählen, wie sie mit ihrem Mann das machen will (getrennt veranlagt, gemeinsam veranlagt, je nach Vorteilen).
W52
 
  • #32
Wegen der Zeichenbegrenzung noch ein kleiner Nachtrag:
Wenn Deinem Partner, liebe FS, etwas passieren sollte und er liegt im Krankenhaus, so wirst Du nicht informiert, darfst nicht zu ihm und kannst nicht mit entscheiden. Das macht alles seine Ehefrau. Inklusive der Räumung Eurer Wohnung im Todesfalle, zumindest was die Möbel etc. betrifft, die ihm gehören. Du dürftest nicht mal einen Pullover von ihm behalten, an dem noch sein Geruch hängt.

Ich habe auch beruflich einen Auftraggeber, der nachweislich noch verheiratet ist und mit seiner Lebensgefährtin zusammen wohnt. Er ist 86 Jahre alt. sie ist ca. 60 Jahre alt. Ich weiß es deshalb so genau, weil wir mehrmals beim Notar waren und da muss man seinen Familienstand und alles angeben.
Irgendwann wird er sterben und seine Ehefrau wird die Lebensgefährtin aus dem Haus befördern.
 
M

mightyMatze

Gast
  • #33

Können wir bitte ein für allemal mit diesem Vorurteil aufräumen - das wird nämlich immer wieder erwähnt hier im Forum.

Für die Frage, ob ein Ehepaar zusammenveranlagt wird (und damit die Steuerklassenkombination 3/5 möglich ist) ist nicht die Scheidung entscheidend, sondern die Trennung. Ab dem Jahr, das der Trennung (also vereinfacht gesagt sobald einer ausgezogen ist) folgt, ist jeder Ehepartner einzeln zu veranlagen und hat folglich Steuerklasse I oder ggf. II.

Und für die Frage des Kindes- und ggf. Trennungsunterhalts ist auch die Trennung entscheidend, nicht die Scheidung.

m, 36 (und Steuerberater)
 
  • #34
Der Scheidungsvertrag war verdammt teuer, und er hat gelernt, seine Exfrau für ihre immense Gier zu hassen.
Beruhige dich, oder sagen wir, dein Mann möge sich beruhigen.
Hassen ? Starker Begriff.
Er haßt sie und nennt sie gierig, weil sie alles gefordert und offenbar auch bekommen hat, was ihr zustand ?

Auch meine Eltern wurden nach dem alten Recht geschieden und meine Mutter hatte die A*karte.
Sie hat ihn ( uns ) weiter mietfrei in ihrem Haus wohnen lassen und dann später, als mein Vater wieder heiratete und wir in ein anderes Haus zogen, einen ordentlichen Batzen an Unterhalt für meinen Bruder und mich bezahlt.
Mein Vater war der Gewinner auf ganzer Ebene, aber als gierig würde ich ihn nicht bezeichnen. Er hat halt mitgenommen, was ihm zustand.

Wenn man Verträge abschließt, sollte man die genau lesen.
Dann muss man hinterher niemanden hassen.
Höchstens vielleicht sich selbst, weil man zu dumm war, das Kleingedruckte zu lesen.
Mein Tip im konkreten Fall: nicht heiraten.

Hier in diesem Thread geht das Thema immer mehr weg vom Problem, dass die FS belogen wurde, das finde ich das Wesentliche, hin zur Frage, was es für sie finanziell bedeutet, dass er noch verheiratet ist.
Und ja, auch das vielleicht in Verbindung mit der Frage nach Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.

Greifen wir uns doch mal alle an die eigene Nase.
Gilt es nicht als geradezu dumm, nicht alle Möglichkeiten, Steuern zu 'sparen', die sich bieten, auszunutzen ?
Ich hatte jetzt erstmals einen Steuerberater, dachte, einmal als Muster kann ja nicht schaden.
Ich habe bei ihm aber nichts gelernt, was ich nicht schon konnte, außer, dass er penetrant Halbseidenes vorschlug, wie Bewirtungsbelege aus privaten Restaurantbesuchen einzureichen und es verwirrt lächelnd zur Kenntnis nahm, dass ich das ablehnte.
Ebenso verwirrt waren auch nicht wenige, als ich vor Jahren sagte, ich würde nicht prüfen, ob meine Tochter Leistungen aus dem BaFöG bekommen könnte, weil ich genug hätte, um nicht die Allgemeinheit mit unseren Kosten belasten zu müssen.
Ich finde, man muss nicht alles mitnehmen, was geht, wenn man es aber tun möchte, ist das legitim und nicht gierig, vor allem, wenn der Betrag, um den es geht, über die Lebensqualität entscheidet, was bei mir nicht der Fall ist, somit habe ich es leicht, mir diese Ethik zu leisten.
Keiner hier im Forum bedenkt die Lüge ans Finanzamt
Genau !

w 50
 
  • #35
Ab dem Jahr, das der Trennung (also vereinfacht gesagt sobald einer ausgezogen ist) folgt, ist jeder Ehepartner einzeln zu veranlagen

Dann meldet man sich einfach nicht um - so einfach ist das. Dann kommt auch die Post dort an (oder in einem Postfach bei der Postfiliale) und nicht wo die neue Lebensgefährtin sie sehen kann (zumindest die Umschläge) .
Zumindest ein paar Jahre kann man das so weitermachen.
@ mightymatze: wie ist das bei Eheleuten, die arbeitsbedingt leider nicht zusammenwohnen können? Zum Beispiel er hat einen lukrativen Job in Hamburg, die Ehefrau möchte ihren Lebensmittelpunkt in München behalten. Werden die dann auch getrennt veranlagt bzw. bekommen LST Klasse 1?
 
M

mightyMatze

Gast
  • #36
@ mightymatze: wie ist das bei Eheleuten, die arbeitsbedingt leider nicht zusammenwohnen können? Zum Beispiel er hat einen lukrativen Job in Hamburg, die Ehefrau möchte ihren Lebensmittelpunkt in München behalten. Werden die dann auch getrennt veranlagt bzw. bekommen LST Klasse 1?

Wenn die beiden glaubhaft machen können dass sie die eheliche Lebensgemeinschaft damit nicht aufgeben wollten, nein. Also zum Beispiel wenn er sie regelmäßig besucht (oder sie ihn) und er seinen Hauptwohnsitz weiterhin am Famlienwohnsitz gemeldet lässt.
Das kann unter bestimmten Voraussetzungen sogar grenzüberschreitend funktionieren.
 
  • #37
twas passieren sollte und er liegt im Krankenhaus, so wirst Du nicht informiert, darfst nicht zu ihm und kannst nicht mit entscheiden. Das macht alles seine Ehefrau. Inklusive der Räumung Eurer Wohnung im Todesfalle, zumindest was die Möbel etc. betrifft, die ihm gehören. Du dürftest nicht mal einen Pullover von ihm behalten, an dem noch sein Geruch hängt.

Das ist so nicht ganz richtig. An all dem ändert sich für die FS nämlich absolut nichts, auch wenn der Mann geschieden ist.

Dann hätte zwar die Ehefrau keinen Anspruch mehr darauf, sondern andere Erben, wie Eltern oder Geschwister, im Zweifelsfall sogar der Staat, wenn keine anderen Erben vorhanden sind. Von Gesetzes wegen jedoch keinesfalls die FS, sofern sie vom Mann nicht geheiratet wurde.

Allerdings bleibt die FS auch von Pflichten verschont, wie Beerdigungskosten, (Miet)Zahlungen bis zum Ablauf der Kündigungsfristen etc.

Wenn man will, kann man all dies jedoch auch durch Vollmachten/Betreuungsverfügungen oder Testamente anders regeln, völlig egal wer der Ehepartner ist.
 
  • #39
Für die Frage, ob ein Ehepaar zusammenveranlagt wird (und damit die Steuerklassenkombination 3/5 möglich ist) ist nicht die Scheidung entscheidend, sondern die Trennung. Ab dem Jahr, das der Trennung (also vereinfacht gesagt sobald einer ausgezogen ist) folgt, ist jeder Ehepartner einzeln zu veranlagen...
Korrekt, aber das Finanzamt weiß nichts von der Trennung wenn der 1. Wohnsitz nicht umgemeldet wird und die Steuerklasse von dem Paar nicht eigeninitiativ geändert wird.
Wenn ein Paar sich nicht scheiden lässt, steckt oft so ein Agreement dahinter, dass man gemeinsam den Staat abmelken will. Das ist natürlich ein hoher Risikofaktor wenn es dann doch zur unfriedlichen Scheidung kommt. Das Finanzamt holt sich das Geld zurück inkl. Strafverfahren.

Dafür hat sie den Status "verheiratet" und erwirbt mit jedem Jahr Rentenansprüche aus seinem Einkommens-Status. Und auch andere "Vergünstigungen" wie Freibeträge bei Erbschaften oder Schenkungen... Wie schnell der Noch-Ehemann geschieden sein will wenn seine Noch-Ehefrau dauerhaft krank wird, das würde mich mal interessieren...
Fast korrekt - gilt nicht pauschal für MANN sondern für den geringerverdiendenden/weniger besitzenden Partner.
Der Versorgungsausgleich wird vom Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrags bestimmt - kein Scheidungsantrag, dann fließt jedes hinzukommende Vermögen in den Zugewinn des Ehepaares, vorausgesetzt es gibt keinen Ehevertrag, der das verhindert.
Einzige Ausnahme: jemand hat versucht, das gemeinsame Vermögen im Trennungszeitraum einseitig zu vermindern. Dann gilt der Vermögensstand ab der Trennung.

Die Scheidung wird nicht fixer abgewickelt wenn ein Partner krank wird, eher im Gegenteil. Erstmal muss der Scheidungsantrag gestellt werden und dann schaun 'mer mal, wann das Familiengericht einen Termin findet.
Es gilt der Zustand bei Scheidung, die Bedürftigkeit, die dann besteht. Bei einer akuten Erkrankung kann das Scheidungsverfahren eine unzumutbare Belastung für den Kranken sein und dann bis zu 3 Jahre verzögert werden. In der Zeit bekommt man bei einer ernsthaften Erkrankung eine EU-Rentenantrag durch und dann schaut der bequeme "Scheidunsgverzoegerer" in die Röhre, weil er wenn es dumm läuft für den Rest seines Lebens unterhaltspflichtig gegenüber dem wirtschaftlich schwächeren Partner ist.
Da wird die Bequemlichkeit/kein Bock auf Bürokratie ein teures und für den Durchschnittbuerger das Leben massiv heeinflussender Faktor.

Wer sich nicht scheiden lässt (warum auch immer) sollte sich des Risikos bewusst sein und gute Gründe haben, warum er sich nicht scheiden lässt.
Für mich war das Risiko der Grund, die Scheidung so schnell wie möglich durchzuziehen, auch wenn es mich viel Geld kostete. Eine Verzögerung wäre nur teurer gekommen.
 
  • #40
Keiner hier im Forum bedenkt die Lüge ans Finanzamt wenn...Ehegatten-Splitting... Rentenansprüche

Im Grunde aus staatlicher Sicht ziemlich egal. Der Steuersplittingvorteil ist minimal (was er weniger zahlt, zahlt sie mehr, wie man in einschlägigen Tabellen sehen kann), dafür überträgt der besserverdienende Ehepartner seine Rentenansprüche. Kaum eine Frau wird StKl 5 nehmen ohne Ausgleichszahlungen, erst Recht nicht nach der Trennung.

Ehepartner haften weitgehend füreinander, was viele Risiken des Lebens angeht. Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, Pflege im Alter. Der Staat wendet sich immer erstmal an den Ehepartner und eine Scheidung ist dann nicht mehr problemlos möglich. Gemeinsames Vermögen muss hälftig mit eingesetzt werden. Das ist auch überall nachzulesen, wenn man sucht. Es braucht niemand zu glauben, aber die Folgen einer Eheschließung sind in der Regel nicht für beide positiv, wenn man finanzielle Aspekte betrachtet.

B
Gilt es nicht als geradezu dumm, nicht alle Möglichkeiten, Steuern zu 'sparen', die sich bieten, auszunutzen ?

Wer sich dafür wirklich interessiert, nimmt mal die Tabellen und rechnet nach. Gerade bei großen Einkommensunterschieden übernimmt der Besserverdienende erhebliche Risiken.
Mein Scheidungsanwalt hat klar gesagt, dass der Staat es gerne sieht, wenn die Bürger füreinander einstehen, statt die Allgemeinheit zu belasten. Daher hilft auch ein Ehevertrag nur begrenzt. Die Allgemeinheit gesteht keine Vorteile zu ohne Gegenleistung.
Es kann natürlich jeder verheiratet bleiben, weil er den Ehepartner entsprechend absichern will. Wer meint, damit sicher Vorteile rauszuschinden, ist einfach nur dumm. Und fällt dann auf die Nase, wenn es schief geht. Aber das wollen hier manche nicht hören...
 
  • #41
Es geht doch hier aber nicht darum, warum man sich nicht scheiden lässt. Sondern es dem neuen Partner fast 3 Jahre nicht sagt!
Und da die Vielehe in Deutschland (noch) verboten ist, könnte das schon ein entscheidender Faktor sein;)
 
  • #42
Ist das übel. Ich wöllte nicht mit einem verheirateten Mann zusammen sein. Ne. Wer bin ich denn?
Und er will darüber nicht reden. Ok. Aus meiner Sicht gibt es auch nichts mehr zu reden. Maximal würde ich ihm mitteilen, wann ich ausziehe.
Was kommt denn als nächstes? Noch drei Kinder auf der Wildbahn?
 
  • #43
Guten Abend zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Nachfolgend, so hoffe ich, habe ich alles Relevante zusammengefasst berücksichtigt:



Kinder - nicht vorhanden

Er ist älter als ich, Kinder gibt es keine (danach hatte ich auch vor der Beziehung übrigens auch explizit gefragt, nach der Aktion – schlimm genug – vertraue ich da mehr auf die Aussage seiner Steuererklärung ;-)).



Problematik

„Mein“ Problem ist die unverfrorene Verlogenheit, nicht der Beziehungsstatus ansich. Da ich ohnehin noch nie heiraten wollte. :-D Glaube aber er hält dies für den springenden Punkt und „antwortet“ entsprechend in diesem Kontex. Mag sein,dass er sich seiner Lüge im Innersten bewusst ist, sein Selbstbild oder besser gesagt Trugbild es aber nicht zulässt, dass er es sich eingesteht. Und das Heirats-Thema so aufgebläht, um die wahre Thematik zu verdecken….

[Was es nicht besser macht. Zwischenmenschlich fatal hingegen wäre es für ihn und SEINE Zukunft, wenn er tatsächlich denkt, alles sei so in Ordnung.]



Trennung

…und deswegen kein Fehlverhalten erkennen kann - was keine Entschuldigung wäre, höchstens eine Erklärung – , entsprechend nicht mal auf die Idee kommen wird, dies zu tun.

Da diese Thematik Vertrauen, und somit die Basis unsere Beziehung, ziemlich erschüttert hat, sehe ich auf Dauer keine Zukunft. Dafür müsste er schon großen Einsatz zeigen (was wiederrum unwahrscheinlich ist, denn dafür müsste zunächst die nicht-vorhandene Einsicht bestehen).

Ja, wir sind noch zusammen. Noch.



Meine Fragen

Warum ich hier Antworten suche? ER wird sie mir nicht geben (können / wollen). Ich schließe Themen gerne umfassend ab - was auch erklärt, warum mir die Unsinnigkeit des Ganzen keine Ruhe lässt. Ich bin hier auf der Suche nach Inspiration, was sich dahinter verbergen könnte. Vielleicht kann ich so das Ganze als Erfahrung verbuchen und lerne noch etwas für künftige Beziehungen. Aber vielleicht ist es eben einfach so; manchmal machen selbst kluge Menschen unheimlich dumme Dinge.
 
  • #44
Warum ich hier Antworten suche? ER wird sie mir nicht geben (können / wollen).

Wir können hier alle nur allgemein philosophieren. Den wirklichen Grund könnte nur er Dir liefern.
Wenn ich Dich lese, habe ich das Gefühl, das Vertrauen in ihn ist nachhaltig beschädigt. Wenn Du auf Dauer keine Zukunft siehst, ist eine Beziehung sinnlos und Du verschwendest Deine Zeit. Das darfst Du natürlich tun, aber es ist Deine Verantwortung für Dein Leben und ihm kannst Du das nicht vorwerfen.
 
  • #45
Meine letzte Beziehung wollte nicht nach dem US-Recht heiraten und dann habe ich sie aus meinem Haus rausgeschmissen.
Why not. (Also manchen Menschen ist aber auch echt nicht mehr zu helfen)

Natürlich kann eine Scheidung sich hinziehen, aber der FS geht es um die Lüge. Wieso machst Du, Claus1111, daraus wieder so ein Männer-Frauen-Ding?

Liebe FS, ich finde auch, dass dies ein großer Vertrauensbruch war. Ich hatte mal eine Bekanntschaft, die mich bezüglich des Alters belog. Ich hab es dann durch einen Blick in den Pass rausgefunden und versucht, die Wahrheit aus ihm herauszukitzeln. Da wurde er auch ärgerlich, hat mir Vorwürfe gemacht und am Ende war ich die Dumme.
Ich habe diese Bekanntschaft dann unter anderem aufgrund der Lüge abgebrochen. Ich kann soetwas überhaupt nicht leiden und zum Glück haben wir nur drei Monate gedated.

Ihr seid bereits drei Jahre zusammen und wohnt gemeinsam in einer Wohnung. Das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Schlimm finde ich außerdem sein jetziges Verhalten und das "unter-den-Teppich-Kehren".

Also, warum genau seid ihr "noch" zusammen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #46
Ich bin hier auf der Suche nach Inspiration, was sich dahinter verbergen könnte.
Formale Gründe kann es viele geben. Im Thread wurde mittlerweile mindestens ein Duzend genannt.

Aber darum geht es Dir gar nicht, oder?

Du suchst Gründe, warum er Dich angelogen hat, willst verstehen, wie er Dich emotional hintergehen konnte, unabhängig der faktischen Begründung.

Auch darauf gebe ich Dir eine Antwort:

Er denkt gar nicht an die emotionale Seite des Verheiratetsein sondern er kann sich bei Dir nur nur ratioanale Gründe vorstellen (Typisches Machodenken), wonach Du rational nur das Interesse haben könnntest, ihn zu heiraten. Auf was anderes kommt er nicht.

Menschen die so etwas betrifft (gibt es auch hier im Forum) begreifen nicht, dass man sich auf einen Menschen, der noch formal an jemand anderes gebunden ist, einfach nicht ganz einlassen möchte.

Das wird bei Deinem Freund auch so sein. Er versteht Dich nicht, weil der Zustand für ihn eben einfach kein Problem ist.

Trenne Dich. Sag ihm, er soll sein Angelegenheiten in Deinem Sinne regeln, sonst bist Du eben weg.
 
  • #47
Wir können hier alle nur allgemein philosophieren. Den wirklichen Grund könnte nur er Dir liefern.
Wenn ich Dich lese, habe ich das Gefühl, das Vertrauen in ihn ist nachhaltig beschädigt. Wenn Du auf Dauer keine Zukunft siehst, ist eine Beziehung sinnlos und Du verschwendest Deine Zeit. Das darfst Du natürlich tun, aber es ist Deine Verantwortung für Dein Leben und ihm kannst Du das nicht vorwerfen.
Wie bereits erwähnt geht es mir nicht um Beziehungs(beendigungs-)Tipps - In solchen Fragen würde ich kein Forum einbeziehen.
Oder ein Brainstorming was in seinem(!) Kopf vorgeht.
Oder Schilderungen, daß es ganz anders laufen kann unter - Überraschung - anderen Bedingungen.
Auch wenn ich den Hintergrund erklärt habe, ich war auf der Suche nach allgemeinen Erfahrungswerten ;-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #48
Gründe, warum man sich nicht scheiden lässt, hast du ja nun genug bekommen.

Den Grund warum er sich nicht scheiden lässt musst du bei ihm fragen.

Für mich wäre an deiner Stelle wesentlich zu hinterfragen, warum er gelogen hat - bei ihm ganz direkt.

Letztlich ist es zwar egal, weil er gelogen hat, aber ich verstehe auch immer gerne die Motivation meines Gegenübers, um es für mich besser einordnen zu können.

Mir wäre auch der Status egal, aber keinesfalls wäre es egal, wenn mich jemand anlügt in so einem wesentlichen Punkt. Der Lüge wegen nicht des Heiratens wegen.

Ich könnte genau wie du nie wieder auf irgendetwas vertrauen, was er sagt und daher macht das Weiterführen einer Beziehung meiner Meinung nach keinen Sinn.
 
  • #49
Ich selbst habe mich erst später scheiden lassen rein aus Mitleid und wegen des finanziellen Aspekts. Mir tat mein Ex leid, habe ich ihn doch einfach so abserviert :D

Aber so lange lügen und dann nicht mal eine richtige Erklärung abgeben, find ich sehr merkwürdig. Meine Angst wäre: Wobei lügt er denn noch? Er hat bei dem Thema anscheinend was großes zu verheimlichen. Wie offen seit ihr zueinander?
 
Top