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  • #1

Welche Gründe haben Sie, wenn Sie sich für ein Leben ohne Kinder entscheiden?

Deutschland hat europaweit eine der niedrigsten Geburtenraten. Doch warum? Vielen Paaren gefällt das Leben ohne Kinder; Singles dagegen fehlt zur Familiengründung der richtige Partner. Gebildete Frauen entscheiden sich oft für Karriere statt Kind. Gleichzeitig ist die männliche Bereitschaft zur Elternzeit groß. So die Ergebnisse aus der ElitePartner-Singlestudie©, die die Gründe für den mangelnden Babyboom in der Bundesrepublik untersuchte. Es wurden über 5.000 Kinderlose zwischen 30 und 44 Jahren befragt. Verraten Sie uns Ihre Gründe! Übrigens, alle Ergebnisse erfahren Sie hier http://magazin.elitepartner.de/studie-grunde-fur-die-kinderlosigkeit-der-deutschen.html
 
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  • #2
Niemals ein Kind!
1. Ich würde keinem Lebenwesen diese kranke Gesellschaft antun!
2. Ich möchte unabhängig bleiben.
3. Ich möchte meinen Vollzeitjob nicht aufgeben.
4. Ich habe keine Zeit, mich um ein Kind zu kümmern (berufliche und private Gründe!)
 
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  • #3
- Kinder kosten viel Zeit, Geld und Nerven und bedeuten viel Organisation. Habe ich keine Kinder, ist das Leben planbarer, ich habe bessere Arbeitsmöglichkeiten, mehr Freiheit und Geld und vor allem Zeit und Ruhe für mich. Das kann ich alles in andere Formen der Selbstverwirklichung reinstecken.
- Kinder verlangen einen Haufen Erziehungsarbeit (wenn was Sinnvolles dabei rauskommen soll, und selbst dann hat man es nicht unbedingt in der Hand - die Umwelt [vor der man sie kaum abschotten kann] spielt auch noch mit und jeder hat außerdem noch seinen eigenen Willen, und dieser Wille legt sich meist vieles so aus wie es ihm selber passt).
- ich sehe eigene Kinder nicht als meine Zukuftssicherung an, Erwartungen an sie darf und kann man später fast keine haben wenn sie erwachsen sind, und selbst wenn sie wollten können sie oft nicht in dem Umfang den Kontakt halten oder in der Nähe, wie es dazu nötig wäre.
- mit den Männern, die ich bisher kennengelernt habe wollte ich besser keine Kinder haben. Die Gefahr ist zu groß, dass ich hinterher als Alleinerziehende (mit allen Konsequenzen) dastehe. Und "Alleinerziehend mit Mann" ist auch nicht erstrebenswert.
- habe mich beruflich in Theorie und Praxis mit Kindern und Familienleben auseinandergesetzt und natürlich hat man auch noch einen eigenen Erfahrungsbackround. So böse sich das auch anhört: mit einem verhältnismäßig großen Teil der Eltern und ihren Kindern wollte ich nicht tauschen.
- mein Wunsch nach eigenen Kindern und diese großzuziehen hält sich mittlerweile sehr in unteren Grenzen. Ich schaffe es auch nicht mehr, Kinder (und Familie) so verklärt zu sehen, dass ich mich auf das damit Risiko einlassen wollte. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich nicht so viele Einblicke gehabt hätte.
- Alternative Lebensweisen ohne Kind mit anderen Projekten können schlichtweg ebenfalls attraktiv bis attraktiver sein
- Gute Gründe für Kinder fallen mir rational kaum welche ein, die auch wirklich handfest und sinnvoll sind. Sentimentales oder gesellschaftlich erwünschtes Wunschdenken zählt bei mir nicht viel.
- Kinder können sicher eine nette Angelegenheit sein und viele sind auch ganz süß, aber deswegen lege ich mir trotzdem keine zu und lieber ist es mir wenn sie anderen gehören.

w/30
 
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  • #4
Kinder sind in der heutigen Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß!
Die Babypflege wird fast auschließlich von der Frau übernommen. Der "stolze" Papa wickelt nur mal mit. Die Frau beantragt Elternzeit und bleibt mindestens 1 Jahr zu Hause. Kein Mann macht das, außer er verdient weniger als seine Frau/Partnerin. Oft ist es auch so, dass die Frau ihren Beruf nicht mehr in Vollzeit ausüben kann. Eine Halbtagsstelle ist aber auch nicht immer möglich. Es bleibt dann während der Elternzeit die berufliche Neuorientierung, vielleicht als Putzfrau? Wir leben in einer egoistischen Wegwerfgesellschaft. Ehen und Partnerschaften sind oft nur noch von kurzer Dauer. In der Lebensmitte wird Mutti gerne mal durch ein jüngeres Modell ersetzt. Und dann?
Was ist mit den vielen alten Frauen, die Kinder großgezogen haben, und alleine in ihren Wohnungen "vegetieren"? Was haben die nun von ihren Kindern?
 
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  • #5
Für mich ist das ganze sehr einfach: Ich mag keine Kinder darum wäre es vollkommen blödsinnig für mich Kinder zu haben. Für mich gäbe es nur negative Konsequenzen ohne irgendetwas positives.

m30
 
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  • #6
@2 dieselbe Einstellung/Auffassung habe ich schon vor über 20 Jahren gehabt.Mir als Mann 45
war es immer wichtig ein selbstbestimmtes Leben zu führen.Beruflich die Meisterprüfung und
seit über 10 Jahren erfolgreich selbstständig.Ja es gab Höhen und Tiefen,diese aber mit
Verlaub "Anhang" zu meistern wäre erheblich schwieriger gewesen.Heute wenn ich mich in
meinem Umfeld so umschaue,Geschieden,AE,Trennung oder was auch immer bin ich heilfroh
zu sehen was mir erspart wurde.
Gerne hätte ich wieder eine Partnerschaft,nur sollte "Sie" eine Ergänzung zu meinem Leben sein.

Bei einigen Eltern meiner Azubis/Praktikanten sollte ich die "Fehler" ausbügeln die Sie in den
letzten Jahren verbockt habe.
Seltsam in einem Land zu leben wo man für alles Erdenkliche eine Prüfung/Bescheinigung
braucht nur bei der "Erziehung die nunmal erstrangig Angelegenheit der Eltern ist versagt
....... Dann wird auf den Kindergarten/Schule später Ausbildung zurückgegriffen.
Die wenigsten wissen welche Verantwortung man mit einem Kind auf sich nimmt.
 
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  • #7
1. Weil ich mich einfach nicht auf zig Jahre vom Gusto der Kindesmutter abhängig machen möchte (50% Trennungsquote, 75% von Frauen eingeleitet, in 98% der Fälle Kinder bei der Kindesmutter, Kindesvater nicht selten finanziell ruiniert)

2. Wenn, dann würde ich gerne gleichberechtigt in Teilzeit arbeiten, damit ich auch Zeit und Raum habe, mich in der Familie einzubringen. - Das ist weder am Arbeitsmarkt noch in den allermeisten Köpfen potentieller Mütter gerne gesehen.

3. Ich bin nicht vermögend genug, um meinem Nachwuchs die Möglichkeiten bezahlen zu können, die ich ihm gerne mitgeben würde in dieser eiskalten Welt.

4. Und nur noch dem Geld hinterherjagen, um (extern) zu ernähren?

Nein danke. Dann genieße ich lieber mich selbst. ;-)

M
 
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  • #8
@2
Hey, prima Statement!
Dich würde ich glattweg heiraten...
Oder möchtest du das auch nicht??
 
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  • #9
Punktuell muss ich 2 rechtgeben:
Die Männer, mit denen ich mir ein Kind / Familie hätte vorstellen können (aus Liebe!), wollten dies leider zu den jeweiligen Zeitpunkten nicht (zwischen meinem 27.-38. Lj.) . Und daraus resultierend wollte ich mir eben nicht in Aussicht stellen alleinerziehende Mutter zu werden, falls ich es hätte darauf ankommen lassen, schwanger zu werden.

Ein anderer Mann wollte, aber mit der Bedingung, dass ich mein damaliges Studium beende bzw. für die Betreuung der Kinder zu Hause komplett zur Verfügung stehe - das hat mir, wie ich finde zu Recht, Angst gemacht. Nicht Angst, auf eine mögliche Karriere verzichten zu müssen! Nein - Angst, mich total finanziell abhängig zu machen!

Der Nächste: langjährige Beziehung mit ihm, er hatte schon eine Tochter, wollte kein zweites Kind. Da ich ihn geliebt habe, wollte ich auch nicht krampfhaft-verbissen auf ein weiteres Kind drängen.

Die letzte Erfahrung: toller, herzlicher Mann - aber mit zwei Kindern schon ausreichend beansprucht - da kam ich zu spät ;-)

Stand der Dinge jetzt: Nach Studium und weiteren Qualifikationen hat sich eine kleine 'Durchschnitts-Karriere' entwickelt (bin zufrieden!). Ich habe Patenkinder, engagiere mich sozial in verschiedenen Bereichen und übernehme dort Verantwortung, bringe mich mit meinen Interessen und Fähigkeiten ein.

So ist bei mir die 'ideale' Zeitspanne, um Kinder zu bekommen, vergangen. Mit 44 möchte ich nicht, dass andere denken, die Oma bringt ihre Kleinen zum Kindergarten!

Dass Frauen wegen einer Karriere, Freiheitsdrang, falsch verstandener Emanzipation oder Übermaß an Selbstbestimmung immer häufiger auf Kinder verzichten halte ich persönlich für ein äußerst inflationär gebrauchtes Argument - es lässt sich ja so schön damit in gängigen Talkshows polarisieren, deren Gäste im Vorfeld entsprechend ausgesucht werden!

So entseht für die 'breite Masse' folgender Eindruck: Nur diejenigen, die Kinder haben, sind pflicht- und verantwortungsbewusst, können warmherzig, loyal und dem Leben zugewandt sein. Eine Frau ohne Kinder (aus welchem Grund auch immer) ist dagegen die kühle, berechnende 'Karrieretusse'. So einfach ist's nun mal nicht, auch wenn das viele Mitmenschen gern als Stereotyp so im Kopf abspeichern. Da fehlt einfach die Differenzierung!
 
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  • #10
@ 7, Heirat fände ich schon super (hab ja auch nicht vor, mir einen Lebensabschnitt nach dem anderen zu suchen)
Befürchte nur, dass mir ohne Kind sowas versagt bleibt.
Die meisten Männer haben ohne Kind keinen Grund mehr vor Heirat, aber eine mords Angst um ihren Geldbeutel im Falle einer Scheidung. (Auch wenn ich nicht vorhätte jemanden auszubeuten. Bisher wurde immer eher ich ausgebeutet, wenn man das so nennen kann).

Aber kleine Anmerkung: Ohne Trauschein oder zumindest ohne ausgeglichene Gegenseitigkeit spiele ich auch niemandem mehr die Putzfrau und Haushälterin. ;)
 
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  • #11
@9: Klingt doch toll, wenn ich eine Putzfrau oder Haushälterin wollte würde ich eine einstellen und was heiraten angeht so kann man ja einen Ehevertrag abschließen und solange beide Berufstätig sind gibt es im Falle einer Scheidung auch keine wirklichen Probleme.
 
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  • #12
Ich habe in meinem Leben nie den Wunsch nach Kindern verspürt und ehrlich gesagt war es für mich auch immer eine grauenhafte Vorstellung, eine Schwangerschaft und Geburt durchzustehen. Allein der Gedanke daran hat mich so sehr abgeschreckt, dass ich niemals schwanger werden wollte. Manchmal denke ich zwar, dass es nett wäre, ein Kind im Teenageralter oder erwachsene Kinder zu haben, aber ein Baby oder Kleinkind wollte ich nie.

w, 42
 
  • #13
Ich sehe das genau so wie #2.

Insbesondere das Thema "potentielle Väter" ist weit schwieriger, als die FS meint. Es mag ja sein, dass viele Männer grundsätzlich fortpflanzungswillig sind, aber mit der Arbeit werden im wirklichen Leben immer noch die Frauen allein gelassen - egal ob tatsächlich alleinerziehend oder alleinerziehend mit Trauschein. Von den Frauen wird (m.E. zu recht) gefordert, sie mögen im Beruf bleiben und für sich selbst sorgen können. Die Familienarbeit wird ihnen dennoch nonchalant überlassen, als lebten wir noch in den schönsten Fifties-Alleinverdiener-bisdasderTodunsscheidet-Ehen.
 
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  • #14
@11: mir geht es auch so, erwachsene Kinder oder Teenager könnte ich mir noch vorstellen, aber mit einem Baby oder Kleinkind könnte ich absolut nichts anfangen.

m, 30
 
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  • #15
Du Mutter kann den Vater jederzeit und ohne Grund absägen. Danach sieht er seine Kinder kaum noch, wird finanziell aber ausgeplündert.

Das passiert freilich nur in lächerlichen 50 % aller Ehen. Warum das Risiko eingehen?

Wenn sich die Rechtssprechung noch mal ändert, dann denke ich auch über Kinder nach. ;)
 
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  • #16
@ # 8

Wenn Du Angst hast, Dich "total finanziell abhängig zu machen!", wo genau hast Du das Problem gesehen? Mir scheint das (trotz der negativen Formulierung) doch eine überaus vorteilhafte Position zu sein.

Solange ihr zusammen seid, hat der Mann den Stress auf Arbeit und Du hast Deine Ruhe und ordentlich Geld.

Andererseits bist Du aber keineswegs verpflichtet, bei dem Mann zu bleiben. Wenn dich trennen möchtest, kannst Du es durchaus tun. Mit einem abgebrochenen Studium hast Du einen geradezu gigantischen ehebedingten Karrierenachteil. Dein Ex-Mann muss Dich auf unbegrenzte Dauer so stellen, als hättest Du studiert und Karriere gemacht. Du bekommst all das Geld, aber ohne den Stress mit Studium und Beruf.

Wo ist da das Schreckgespenst der finanziellen Abhängigkeit?
 
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  • #17
Unabhängigkeit, sonst nichts.
Ein Kind kostet nicht nur jede Menge Geld, sondern viel Zeit, viel Nerven, brauch sehr viel Zuwendung und Unterstützung um zu einem vollwertigen und charakterstarken Menschen heranzuwachsen. Viele Eltern geben den Kindern heute die Kita, die Schwiegereltern, den PC, den Fernseher, später die Lehrer, die erziehen.
Ich wollte so etwas nie, hatte eine superschöne Kindheit mit beiden Eltern, kein PC, kein Handy, und saß so gut wie nie vor der Glotze, weil wir oft "draußen" in der Natur waren.
Wer bietet das heute noch seinen Kids? Reiche Leute stecken sie ins Internat.
Nach dem Motto: Wir alle wollen Kinder, aber großziehen sollen es andere, verkehrte Welt sag ich da.
Dann die vielen Abtreibungen und Mißbrauchsfälle - nee danke, ich bin gerne kinderlos und habe es nie bereut.
 
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  • #18
Kinder können eine ordentliche Belastung für einen selbst und eine Partnerschaft werden, selbst dann wenn sie gewollt sind. Aus verschiedenen Gründen und in verschiedenen Phasen. (Schwangerschaft, gemeinsame Zeit, Sexualität, Ordnung und Lärm in der Wohnung, Krankheiten, entwicklungsbedingte Mätzchen und alle möglichen Entwicklungsfehler, die auch noch auftreten können, und die Probleme mit Kindern werden mit zunehmendem Alter der Kinder nicht weniger...)
Dem kann man natürlich entgegenwirken, indem man sich frühzeitig damit auseinandersetzt und vorbeugt, aber das steigert auch nicht gerade die Lust auf ein Kind. Besser jedoch als blöd da reingelaufen zu sein und sich dann hinterher zu wundern, dass mit Kind nicht alles besser wird, wie man sich das vielleicht erhofft hat.

Schwangerschaft geht rum, bis man endlich wieder Vollzeit arbeiten kann dauert es schon ziemlich lange, bis Kinder aus dem Haus sind noch länger.

Weniger Einkommen bei mehr Personen und bei mehr Platzbedarf und bei Arbeitgebern auch nicht so gerne gesehen.

Kinderbetreuung ist teuer und schwer zu finden und wenn man das ausgiebig in Anspruch nimmt ist man auch noch die Rabenmutter. Und Freunden und Verwandten sein Kind unterzujubeln zu können ist auch nicht jedem gegeben und eine Gewissensfrage. Schon alleine mit der betreuungsfrage ist man sehr von seinem Umfeld abhängig.

Und ja, eine Frau macht sich mit Kind abhängig von einem Mann. Natürlich kann man danach wieder arbeiten, und zwar sofort, aber da müßte erst mal die Betreuungssituation gesichert sein und außerdem hat Frau dann plötzlich einen 3-Personenhaushalt am Hals oder einen noch größeren. Statistisch belegt: Die klassische Arbeitsteilung schleicht sich mit der Dauer in einer Beziehung immer mehr ein und nach solchen Ergeignissen wie der Geburt eines erst Recht. Aus so einer Rolle wieder rauszukommen ist in der Theorie zwar einfach, aber in der Praxis schwer. Komme als Frau danach oder parallel auch noch wieder in den alten "Arbeitszustand" rein mit gleichem Einkommen, wenn du noch älter bist und sogar pausiert hast - gar nicht so einfach sowas wieder aufzuholen, falls das überhaupt klappt.
 
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  • #19
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Kinder, habe aber einfach nicht die passende Partnerin gefunden. Als Mann muss man sich die Dame ja schon sehr genau ansehen, bevor man an Kinder mit ihr denken kann.

Grundsätzlich kann ich mir sehr gut sowohl ein Leben mit Kindern als auch eines ohne vorstellen.
 
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  • #20
@8: Danke für deine interessante Sichtweise. Für mich ist finanzielle Abhängigkeit, egal unter welchen Umständen, tätsächlich ein 'Schreckgespenst' - es erzeugt in mir das Gefühl, bei jemandem um etwas 'betteln' zu müssen, selbst wenn ich evtl. rechtlich darauf Anspruch hätte. Derartige Auseinandersetzungen mit einem potentiellen Kindsvater wollte ich mir echt ersparen.

So gesehen bin ich nicht enttäuscht, dass ich nun keine Kinder habe - eher froh.

Hinzu kommt (klingt vielleicht hart): Ich wollte nicht im Heim und am Herd vorzeitig verblöden, meine Neugierde, Begeisterung (nicht nur in berufl. Hinsicht) usw. einfach versanden lassen - leider kenne ich da, wie einige andere hier, genügend Beispiele aus dem Bekanntenkreis. Die Frauen werden i.d.R. 'nur' Hinzuverdienerin, rühmen sich jedoch paradoxerweise noch mit dieser Position, indem sie die Mehrfachbelastung, die sie über Jahre aushalten, als besonderes 'Qualitätsmerkmal' heraus stellen (i. S. von "Ich halt was aus - da könnt ihr ohne Kinder gar nicht mitreden!"). Für mich ist das eben falsch verstandene Emanzipation bzw. einige werden so auch zu Emanziaptionskarikaturen ... Bis diese Frauen dann irgendwann wirklich zusammenklappen und der Mann sich halt was Frischeres sucht - leider oft beobachtet.

Noch etwas: Das System in Frankreich ist in Bezug auf Kinderbetreuung in Verbindung mit Job usw. dem System in Deutschland ziemlich voraus. Dort gibt es das Wort der sog. 'Rabenmutter' auch nicht so wie hier. Möglicherweise auch mit ein Grund, dass Frauen sich hier - bei Bedenken aller Konsequenzen - gegen ein Kind entscheiden.
 
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  • #21
Ich möchte meine gute Figur nicht durch eine Schwangerschaft ruinieren. Für mich sehen endschwangere Frauen mit ihren dicken Bäuchen und riesigen Brüsten einfach unästhetisch aus.
Dann noch eine Kaiserschnittnarbe am Bauch und ein Schreikind an der Backe. Nein Danke.
 
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  • #22
Ich habe mich zwar nie bewusst gegen Kinder entschieden, es ergab sich einfach nicht. Bei mir verhält es sich umgekehrt. Ich mag Babys bzw. kleinere Kinder (Kindergarten, Grundschule) und bin eine liebende Tante, aber Teenies mag ich überhaupt nicht und finde diese total nervig und anstrengend - die meissten jedenfalls.

w/39
 
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  • #23
Es mag nett anzusehen sein, wenn Kinder artig auf dem Spielplatz spielen oder süße Fragen stellen über Gott und die Welt stellen,
aber ich will nicht die sein, die sie dabei über Jahre aktiv betreuen muss oder durch derartige Fragen am laufenden Band unterbrochen wird. Oder die, die aufpassen muss, dass sie keine Dummheiten machen oder sich verletzen oder dauernd hinterher zu sein hat, dass sie in der Schule mitarbeiten oder überhaupt mitkommen, was in erster Linie eigentlich sowieso die Aufgabe des Kindes ist, aber leider sind die auch faul.
Und ich will mich auch nicht mit anderen Müttern über Kindererziehung und deren Alltag und Problemen austauschen, was dann wohl aber plötzlich auch meine Welt wäre.
Ein Kind nimmt mir einfach zu viel Raum ein.
Da gehe ich lieber arbeiten oder nehme mir die Zeit um eigene Fragen zu klären oder um meine wirklichen Interessen zu pflegen.
 
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  • #24
ich habe nichts gegen kinder, aber kinder lösen bei mir einfach kein bedürfnis auf eigene aus. noch nie! Und ich frage mich auch manchmal, wieso eigentlich nicht. aber ich , w 43, bin kinderlos absolut zufrieden. ich habe mich auch 2 mal aus langjährigen beziehungen schweren herzens getrennt, weil die kinderfrage einfach zwischen uns stand.
früher war aber auch der gedanke schwanger zu sein abschreckend für mich, heute sehe ich die drohende gefahr für mich altersbedingt nicht mehr.
auch ich habe nie einen mann kennen gelernt, mit dem ich mir kinder hätte vorstellen können, auch nicht, wenn die liebe sehr groß war. aber rational wie ich bin, habe ich in diesem punkt immer die fehler meiner partner doch als so gravierend gesehen, dass ich der drohenden situation "alleinerziehend" nicht mit offenen armen entgegen laufen wollte. auch das habe ich nie bereut.
 
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  • #25
Du meine Güte, mir wird schlecht, wenn ich hier lese, welche Gründe angeführt werden und in welchem Tonfall hier gegen Kinder gesprochen wird. Letztendlich läuft das bei den Anti-Kinder-Kandidaten darauf hinaus, dass sie einfach egoistisch sind und im Herzen nur Platz für Geld, Selbstsucht und Egozentrik haben. Solche Menschen taugen m. E. auch nicht für eine echte Liebesbeziehung.
Hat das reiche Deutschland neben der niedrigsten Geburtenrate in Europa nicht auch die größte Singlerate weltweit? Eine Frage, die mich wirklich interessiert...
w, noch kinderlos, wusste aber schon als Kind, dass ich eines Tages Kinder haben möchte.
 
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  • #26
Zu #20: Das ist eine vernünftige und aufrichtige Einstellung, Hut ab! (m)
 
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  • #27
Ich brauche keine Gründe um mich gegen etwas zu entscheiden, ich bräuchte erst mal Gründe um mich für etwas zu entscheiden und wenn ich die nicht habe dann entscheide ich mich natürlich dagegen. Ich habe keinen Grund um ein Kind zu wollen also habe ich auch keines.

m,30
 
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  • #28
Deutschland = tlw. Niedriglohnland geworden.
So Manche können selbst mit Beruf nicht mal ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen.
Wovon dann eine Familie ernähren ?

Hatte mal Partnerin mit Kleinkind (nicht von mir)
Hab mich als erfahrener EDV- und Netzwerkfachmann für eine entsprechende, anspruchsvolle Vollzeit-Stelle beworben.
Aber Gehalt: Nur 1100,- Euro netto (marktüblich ca. 2500,- Euro netto)
(Außerdem kein Weihnachts- und Urlaubsgeld.)

Ich fragte diesen Arbeitgeber:"Wovon sollen ich + meine Familie leben ?"
Er verwies auf Kindergeld, Wohngeld, etc. "Wenn es nicht reicht, dann schicken sie ihre Frau aufs Sozialamt".
Und bestand sogar auf dieses -dafür- lächerliche Gehalt - ohne mich !
(Ähnliches tlw. auch bei anderen Jobs oder Bewerbungen erlebt)

Wenn man selbst mit gutem Beruf + Zusatzqualifikationen in einem anspruchsvollen Vollzeit-Job nicht mal eine Familie ernähren kann,
- dann besser keine Kinder.

Lt. Statistik wollen in Dtl. 85 % aller Frauen Kinder haben.
Dann müssen die jeweils einen Partner finden, der ihnen daß bezahlen kann + will.

Ich habe vier Jahre lang mit dieser Partnerin + Kind zusammen gelebt.
Und aktiv im Haushalt und Kinderpflege mitgearbeitet. (gel. Babysitter)

Ihre Kinder-Erziehung etc. wurde schließlich so extrem, daß ich fast jeden Tag todmüde war, und kaum noch richtig schlafen konnte.
Wie soll ich da noch meinen Job leisten können ?
Schließlich Trennung = es war nicht mehr für mich zu schaffen.

Aber hab bis heute noch regelmäßig Kontakt zum Kind (jetzt 10), den es sehr braucht.
Für mich toll, wenn Kinder größer werden.

Kinder sind die größte Umstellung im Leben. Fast Alles ändert sich.
Und eine Bereicherung, aber auch Belastung für die Beziehung.
Und dies jeden Tag, m.o.w. 20 Jahre lang, bis das Kind (halbwegs) erwachsen ist.
So manche Männer -> Väter unterschätzen Dieses.

Dazu noch das finanzielle Risiko bei Trennung -> Unterhaltszahlungen
Dann wirds für den Ernährer noch "teurer".

In den 60er und tlw. 70er Jahren konnten sich die Leute eher Familie + Kinder leisten,
als heutzutage.

Aber wenn z.B. eine Frau meint: Mir macht mein Beruf viel Spass - weit mehr, als zuhause hocken und Kinder groß ziehen,... und von einem Ernährer abhängig zu sein.
... so ist auch Dieses verständlich, und verdient Respekt.

Sehe ich manchmal: Paare im "besten Familienalter", aber ohne Kinder. Dafür z.B. auf Mountain-Bikes unterwegs.

Alternative Lebensform: Paare, unverheiratet, Jeder mit eigenem Einkommen - keine Kinder.
Dies ganz bewußt, um dieses andere Leben führen zu können.
Kenne auch mehrere solcher Paare.

Meine aktuelle Einstellung ist, wie #18 hier genannt hat.
Vielleicht mit Kinder, oder mit den Kindern (egal in welchem Alter) der nächsten Partnerin.
Oder ohne (eigene) Kinder, womit ich eher rechne.
Aber wie gesagt: Man soll es nicht unterschätzen.

Aber ich verstehe auch die anderen Postings hier, und ihre Schreiber/innen.
(bis hierher = mir bekannt)
 
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  • #29
Finanziell gesehen sind Kinder ein Desaster. Vor allem bei einer Trennung - deren Wahrscheinlichkeit ist inzwischen größer als 50%. Deshalb bekommen nur noch zwei gesellschaftliche Gruppen Kinder: die ganz Armen und die ganz Reichen.
Bei den ganz armen Ex Partnern, die von den Sozialsystemen leben, ist im Falle einer Trennung eh nichts zu holen. Den ganz Reichen ist es auch egal. Da werden entsprechende Abfindungen locker bezahlt.
Der sog. breite Mittelstand, zu dem ich mich auch zähle, kann sich Kinder schlichtweg nicht leisten, zu teuer. Und im Falle einer Trennung ein rechtliches und finanzielles Desaster.
Noch ein Aspekt besonders in Deutschland : Kluge Frauen wollen heiraten bevor sie Kinder bekommen. Männer wollen nicht heiraten wegen der rechtlichen Konsequenzen besonders mit Kindern. Das führt zu einer Blockadesituation ohne Lösung.
 
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  • #30
@ 24,

ich habe mich recht neutral und lange mit den Pros und Contras bezüglich Kindern und den jeweiligen Folgen und unterschiedlichen Lebensentwürfen beschäftigt.
Mein Fazit: Durch keines von beidem wird man ein besserer Mensch, beides bietet die Möglichkeit eines ausgefüllten glücklichen Lebens und keines von beiden ist ein Garant dafür glücklicher zu sein.
Die Frage ist, was man dann selber daraus macht wenn es soweit ist, wie man dazu steht oder wie man sich selber dazu stehend macht oder gemacht wird.

Wenn du das hier für überwiegend egoistisch hälst, dann starte doch einen Thread mit einer Sammlung von Gründen einer bewußten Entscheidung für Kinder und entscheide dann selber, wie stichhaltig, wie wenig verblendet, reflektiert, beeinflusst und unegoistisch diese in der Realität sein können und was man sich alles davon verspricht. Da haben es die "echten Unfallkandidaten" noch verhältnismäßig einfach sich zu rechtfertigen.
Voraussetzung bei sowas natürlich, dass man ehrlich bleibt. Meist stellt man es dann aber trotzdem in irgendeinen einen höheren Zusammenhang (bis hin zum "Dienst am Vaterland" bzw. "für die Gesellschaft" und wegen des Rentensystems o.ä.) weil man so "unegoistisch" ist.
Und wer denkt dabei die Kinder? Fragen kann man sie vorher schlecht, ob die die ganzen Erwartungen, Anforderungen und Hoffnungen unter den gegebenen Bedingungen überhaupt erfüllen wollen und wie die das können und selber dabei glücklich zu sein.

Nichts dagegen, wenn sich jemand an so ein Projekt zutraut und sich dem stellen will, weil er sich da probieren und das leben möchte und im Leben sonst was verpassen würde oder das glaubt,
aber die andere Sichtweise sollte man auch respektieren, fast egal was da alles für Aussagen kommen und was dann die tatsächlichen Haupt-Hintergründe sind.
 
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