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  • #1

Welche Gründe hattet ihr, wegen Kind zuhause zu bleiben?

Fragen an die Hausfrauen unter euch, die länger als ein paar Monate wegen Kindern nicht im Beruf waren:

- aus welchen konkreten Gründen seid ihr zuhause geblieben, als ihr Kinder hattet?
- wie lange seid (wart) ihr nicht oder nicht voll berufstätig bzw. plant auszusetzen?
- kommt ihr ohne Weiteres wieder in euren Beruf zurück (interessant wäre, welchen Beruf ihr gelernt habt)?
- wolltet ihr, bevor die Kinder kamen, Karriere machen oder habt sie gemacht?
- seid ihr zufrieden mit dem Hausfrauen- und Mutterjob, hattet ihr es euch so vorgestellt?
-helfen eure Männer im Haushalt/ bei der Kindererziehung mit?
 
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  • #2
- wie lange seid (wart) ihr nicht oder nicht voll berufstätig bzw. plant auszusetzen?

--> Wollte mein einziges Kind geniessen, ihm die Zeit geben, welche er mit mir verdient hat, viele Unternehmungen machen. Habe es geschätzt, in der Zeit, als mein Sohn klein war, morgens nicht gestresst zu sein mit Abgeben in der Kinderkrippe und pünktlich und gestylt auf der Arbeit zu erscheinen.

- kommt ihr ohne Weiteres wieder in euren Beruf zurück (interessant wäre, welchen Beruf ihr gelernt habt)?

--> Kauffrau gelernt, Touristikbranche und Flight Attendant
Konnte ohne weiteres wieder in den Beruf einsteigen, anfangs mit 30 % Pensum um mittlerweile wieder Vollzeit als persönliche Assistentin eine Generalsekretärs

- wolltet ihr, bevor die Kinder kamen, Karriere machen oder habt sie gemacht?

--> persönliche Karriere für mich habe ich gemacht. Viel von der Welt gesehen und hatte die Ruhe weg, mich um mein Kind zu kümmern

- seid ihr zufrieden mit dem Hausfrauen- und Mutterjob, hattet ihr es euch so vorgestellt?

--> Ich habe meine Zeit als Hausfrau und Mutter sehr genossen. Und bin heute auch wieder glücklich im Vollzeitjob
Einziges Problem: Wurde geschieden und muss nun ein bisschen daran arbeiten, mir die Altersvorsorge noch aufzupeppen. Sollte aber gelingen.

-helfen eure Männer im Haushalt/ bei der Kindererziehung mit? .

--> Mein Exmann hat viel mitgeholfen. Mein heutiger Partner hilf auch viel mit und ist meinem mittlerweile 17 Jahre alten Sohn ein guter Stiefvater

Viel Glück
 
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  • #3
- Aus welchen konkreten Gründen seid ihr zuhause geblieben, als ihr Kinder hattet?
Bevor das Baby da war, dachte ich, dass ich nach 6-8 Monaten wieder zu arbeiten anfange, aber wenn man dann das kleine Wesen erst mal näher kennen lernt, bricht es einem das Herz, es so früh in einer Krippe zu geben, wenn es noch nicht laufen und sich nicht verständigen kann.

- wie lange seid (wart) ihr nicht oder nicht voll berufstätig bzw. plant auszusetzen?
Ich habe beim 1. Kind 14 Monate ausgesetzt, dann erst Vollzeit gearbeitet, was aber irgendwie nicht gut funktionierte, da ich alles alleine machen musste mit Kind, Babysitter organisieren, Kind abholen/bringen,... mein Mann machte so gut wie nichts und der Kleine war immer einer der letzten, die abgeholt wurden und war von 7 Uhr morgens bis abens 18 Uhr in der Kita mit 16 Monaten, das ging für mich nicht, also ging ich in Teilzeit - und wurde erst mal gekündigt!

- kommt ihr ohne Weiteres wieder in euren Beruf zurück (interessant wäre, welchen Beruf ihr gelernt habt)?
Ich bin Ärztin und es ist nahezu unmöglich, eine Teilzeitstelle in einer Klinik zu finden, da solche Stellen niemals ausgeschrieben sind und man sich auch nicht einfach so bewerben kann. Es geht irgendwie, ist aber ein deutlicher Karriereknick - ich bin immer noch auf dem Stand von vor 8 Jahren nach 2 Kindern und habe meinen Facharzt noch nicht machen können.

- wolltet ihr, bevor die Kinder kamen, Karriere machen oder habt sie gemacht?
Ja! Ich war auch immer eine der Besten und mit meinem Studium sehr früh fertig!!

- seid ihr zufrieden mit dem Hausfrauen- und Mutterjob, hattet ihr es euch so vorgestellt?
Mutter sein ist schön, aber nur Mutter und Hausfrau ist körperlich über- und geistig unterfordernd!

-helfen eure Männer im Haushalt/ bei der Kindererziehung mit?
Kaum!

w,40
 
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  • #4
-
Ich bin Ärztin und es ist nahezu unmöglich, eine Teilzeitstelle in einer Klinik zu finden, da solche Stellen niemals ausgeschrieben sind und man sich auch nicht einfach so bewerben kann. Es geht irgendwie, ist aber ein deutlicher Karriereknick - ich bin immer noch auf dem Stand von vor 8 Jahren nach 2 Kindern und habe meinen Facharzt noch nicht machen können.
w,40
Weis man das als Ärztin nicht vorher, wie es mit 2 Kleinkindern wird?

Ich habe mich extra für einen Beruf im Bürobereich entschieden, weil ich schon als junger Mensch wusste, ohne das einer aus meiner Familie je im Büro gearbeitet hat, dass man im Büro gut berufliche Tätigkeit und Familie vereinbaren kann. Seit Ende der Babyzeit von 9 Monaten arbeite ich Teilzeit, bin sehr zufrieden damit und seit 4 Jahren habe ich einen 2. Job, den ich abends in Ruhe von zu Hause machen kann, wo ich letztendlich noch mehr an Netto raushabe, als wenn ich Vollzeit im Büro arbeiten würde.

So lässt es sich als studierte Single-Mutter mit Teenie gut leben. Eine berufliche Karriere kam trotz Studium nie für mich in Frage. Dazu lebe ich viel zu sehr und zu gerne und Konsum ist mir nicht so wichtig. Dafür Zeit und Lebensqualität nachmittags heute mit Freundin in Ruhe ein Käffchen trinken gehen, früher mit Kind Spielplatz, Reiterhof, Eis essen gehen, während die Karriere-Frau immer noch im Büro hockt. Für was? nur für Geld und Prestige, ach, es gibt wichtigeres.

w
 
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  • #5
- aus welchen konkreten Gründen seid ihr zuhause geblieben, als ihr Kinder hattet?

Aus Liebe zum Kind
- wie lange seid (wart) ihr nicht oder nicht voll berufstätig bzw. plant auszusetzen?

Seit 10 Jahren (plane noch zu warten, bis mein letztes Kind aus der Grundschule heraus ist).
- kommt ihr ohne Weiteres wieder in euren Beruf zurück (interessant wäre, welchen Beruf ihr gelernt habt)?

Nein, ganz schlechte Chancen (wenn man nicht Beziehungen hat).
- wolltet ihr, bevor die Kinder kamen, Karriere machen oder habt sie gemacht?

Ja, ich habe vor den Kindern Karriere vorher gemacht.
- seid ihr zufrieden mit dem Hausfrauen- und Mutterjob, hattet ihr es euch so vorgestellt?

Ja, ich bin zufrieden.
-helfen eure Männer im Haushalt/ bei der Kindererziehung mit?

Nein, leider nicht. Mein Mann tut keinen Strich. Dafür verdient er das Geld.
 
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  • #6
Weis man das als Ärztin nicht vorher, wie es mit 2 Kleinkindern wird?

w
Vielleicht weiß man aber nicht, dass der Mann nach dem 2. Kind eine Geliebte hat und sich aus dem Staub macht, der liebe Herr Chefarzt!
Mir sind Status, Prestige und Karriere schon wichtig! Und ein Bürojob wäre mir viel zu langweilig.
Ich liebe meine Patienten und mit 19, wenn man ein Studium beginnt, denkt man noch nicht ganz so genau an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Außerdem weiß man, solange man keine Kinder hat nicht, wie schwer es einem fällt, seine Kinder abzugeben. Und man weiß ja auch nicht, wie der Partner sich einbringt, ob man später in der Näher der Großeltern wohnt usw.
 
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  • #7
Es gab keine Gründe, zuhause zu bleiben, gerade aus Verantwortung dem Kind gegenüber. Es wäre mir auch zu langweilig gewesen - ich habe gern studiert und liebe meinen Job.
Weil es für die Haltbarkeit von Beziehungen keine Garantie gibt, ist Frau gut beraten, schnell wieder in den Beruf zurück zu kehren. Wer das angesichts des Familienrechts nicht tut, ist schon sehr blauäugig. Außerdem kann der Mann seinen Job verlieren, gut, wenn Frau dann Arbeit hat.
Wirtschaftliche Unabhängigkeit schafft bei Beziehungskrisen Entscheidungsspielraum.
Zuletzt: weibliche Altersarmut vermeidet Frau durch Arbeit, denn wer will langfristig auf beitragsfreie Familienversicherung in der Krankenversicherung, Hinterbliebenenversicherung in der Rentenversicherung vertrauen? Das gilt für die aktuelle Generation und hat keine Zukunftsperspektive.
 
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  • #8
Ich bin bei jedem Kind 3 Jahre daheim geblieben und es waren wundervolle Jahre.

Konkrete Gründe: ich habe die beiden nicht zur Welt gebracht, um sie dann von Fremden erziehen zu lassen. Gott sei Dank ist die DDR-Zeit, wo man als Mutter gezwungen wurde, die Kinder mit 8 Wochen in die Krippe zu geben, vorbei. Ich wollte bei meinen Kindern sein und habe das mit jeder Faser genossen.

Ja, ich kam ohne weiteres in meinen Beruf zurück, als Krankenschwester war das kein Problem. Einziger Nachteil: die finanzielle Einbuße, weil ich aufgrund der nicht mehr möglichen Schichtarbeit in einer Praxis anfangen musste. Aber die Arbeit machte trotzdem Spaß. Irgendwann habe ich angefangen zu studieren und das ging mit den Kindern wunderbar, ich war froh, es nicht andersrum gemacht zu haben (Studium und dann Kinder). Heute ist alles super.

Karriere war irgendwie nie mein Thema, weder vor meinen Kindern noch danach. Aber meine Kinder waren trotzdem ein ganz wichtiger Teil des Weges zu meinem Traumjob. Ich wollte sie nach der Trennung von ihrem Vater nicht allein lassen, daheim sein und hab mir eine stundenweise Tätigkeit gesucht und nebenbei per Fernstudium studiert. Das war damals genau richtig für uns und eine sehr wichtige Zeit.

Njein, genügt hat mir der Mutter/ Hausfrauenjob schon, es war ein verdammter Haufen Arbeit, 2 Kinder, Haus, Hof, Garten, Hund. Aber geistig wollte ich es trotzdem immer wissen, sprich: selbst wenn ich zeitnah in meinen alten Job zurückgekehrt wäre, hätte mich das Thema Studium nicht losgelassen. Heute könnte ich es mir sehr gut vorstellen, auf einem alten englischen Gehöft meine Kohlköpfe zu pflanzen, meinen Pferden aus dem Fenster zuzusehen, meine Familie zu versorgen und 1-25 Bücher zu schreiben. Nein, Karriere war wirklich nie mein Ding, ich mag den Frieden einer Familie und mich wühlend im Garten und im Freien kollossal. Aber das ist nicht jederfrau´s Ding.

Nein, mein Ex hat eigentlich gar nix gemacht und das war extrem anstrengend. Ich hab mich oft sehr im Stich gelassen gefühlt, aber das hatte noch ein paar Gründe mehr als den vollen Mülleimer. Heute weiß ich allerdings, dass es auch ganz anders geht, mein jetziger Partner ist ein Goldstück in jeglicher Hinsicht und das hat mich mit vielem von damals versöhnt.

Abschließend: hör auf Deinen Bauch. Egal, wer Dir hier antwortet, letztlich weißt Du selbst am besten, womit es Dir und Deinem Baby am besten geht. Das kann/ soll/ darf keine Frage des Verstandes sein. Denn egal, wie Du es tust: es gibt immer -zig Wege danach!
 
  • #9
@7: Entschuldige, gehört vielleicht jetzt nicht zwingend zum Thema, aber so ganz unkommentiert kann ich es nicht stehen lassen:
Es ist schlicht eine Falschaussage, daß in der DDR die Frauen gezwungen wurden, die Kinder mit 8 Wochen in die Krippe zu geben - eine Aussage, die auch mit jeder Wiederholung hier im Forum nicht wahrer wird. Richtig ist, daß es diese finanzielle Unterstützung wie jetzt in der Bundesrepublik damals nicht gab. Drei Jahre zuhause zu bleiben war schlicht und einfach das eigene Privatvergnügen und auch privat bezahlt.
 
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  • #10
Ich war genau 1 Jahr und 2 Monate zu Hause. Das erste Lebensjahr wollte ich mit meinem Kind verbringen und es hätte bei uns auch kaum eine Möglichkeit der Betreuung gegeben, die ich akzeptiert hätte.
Ich bin Lehrerin und da mein Kind kurz vor den Ferien geboren ist, habe ich eben noch 2 Monate länger als das damals übliche Babyjahr urlaub genommen. Ich hätte mich auch länger beurlauben lassen können, aber wenn ich das gemacht hätte, wäre die Stelle nicht für mich reserviert geblieben, das wollte ich vermeiden. Ih habe als Beamtin zwar Anspruch auf eine Stelle, aber eben nicht auf genau diese Stelle und ich wollte gerne dort bleiben. Ich habe dann 2/3 gearbeitet, das ging ganz gut. Mein Kind war dann bei einer Tagesmutter, das hat ganz gut geklappt. Aber früher als mit 1 Jahr hätte ich das nicht gewollt.
Für mich eine gute Lösung, denn die Tagesmutter konnte auch mal einspringen, wenn ich unvorhergesehene Vertretungen halten musste, Konferenzen waren oder ich auf Klassenfahrt war.
Mein Mann war zu dieser Zeit sehr viel im Ausland, konnte mich also nur sehr wenig im Haushalt unterstützen.
w 55
 
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  • #11
Ich bin 1 Jahr und 5 Monate zuhause geblieben. Gründe:

1. Keinen Kita-Platz bekommen
2. Wurde während der Schwangerschaft aus "betriebsbedingten Gründen" gekündigt.
3. Vater meiner Tochter ist nicht als Vater zu gebrauchen. Er hing lieber mit Kumpels und diversen Kisten Bier ab. Zusätzlich ist er rechtsradikal und ich habe einen Migrationshintergrund.
(Leider kam das alles erst zum Vorschein, nachdem unsere Tochter geboren wurde! Oder es verstärkte sich)
4. Niemanden, der/die sich um die Kleine kümmern wollte.

Ich bin Diplom-Kauffrau und habe immer noch Probleme in den Job zurückzukommen. Vor allem, weil ich inzwischen alleinerziehend bin (Grund: siehe 3.). Danke, für so eine soziale Gesellschaft!
 
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  • #12
2. Wurde während der Schwangerschaft aus "betriebsbedingten Gründen" gekündigt.
3. Vater meiner Tochter ist nicht als Vater zu gebrauchen. Er hing lieber mit Kumpels und diversen Kisten Bier ab. Zusätzlich ist er rechtsradikal und ich habe einen Migrationshintergrund.
(Leider kam das alles erst zum Vorschein, nachdem unsere Tochter geboren wurde! Oder es verstärkte sich)
4. Niemanden, der/die sich um die Kleine kümmern wollte.

Ich bin Diplom-Kauffrau und habe immer noch Probleme in den Job zurückzukommen. Vor allem, weil ich inzwischen alleinerziehend bin (Grund: siehe 3.). Danke, für so eine soziale Gesellschaft!
Komisch, als Dipl.-Kauffrau müsste man wissen, dass auch eine betriebsbedingte Kündigung während einer Schwangerschaft nicht möglich ist bzw. nur unter sehr, sehr schwer möglich ist. Hier hätte ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden müssen. Der angebliche rechtsradikale Kindesvater, der viel säuft und dazu der Migrationshintergurnd der Mutter liest sich sehr komisch und auch unreif.

Jetzt den Vater Staat dafür verantwortlich zu machen zeigt auch von Unreife. Frau muss vorher genau schauen, mit wem sich einlässt und wer der Kindesvater genau ist.

eine AE-Mutter, die sich erfolgreich gegen fiese Arbeitgeber gewehrt hat und nun Ruhe hat
 
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  • #13
Es ist schlicht eine Falschaussage, daß in der DDR die Frauen gezwungen wurden, die Kinder mit 8 Wochen in die Krippe zu geben - eine Aussage, die auch mit jeder Wiederholung hier im Forum nicht wahrer wird. Richtig ist, daß es diese finanzielle Unterstützung wie jetzt in der Bundesrepublik damals nicht gab. Drei Jahre zuhause zu bleiben war schlicht und einfach das eigene Privatvergnügen und auch privat bezahlt.
Ja, dem stimme ich zu. Gezwungen wurde keine. Ich selber kannte damals einige Familien, wo eine Mutter es sich leisten konnte, wie auch immer, länger zu Hause zu bleiben, oder nur Teilzeit zu arbeiten. Später kam ja noch das 1 Erziehungsjahr hinzu, wo Mutter mit Kind das erste Lebensjahr zu Hause bleiben konnte und Geld dafür bekam. Das gab es aber erst in den 80zigern.

w
 
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  • #14
Bei meinem ersten Kind war ich 6 Monate zu Hause. In dieser Zeit gab es noch das Erziehungsgeld, der Vater verdiente zehn Euro über dem Satz, damit verwehrte man mir das Erziehungsgeld. Mit Geburt und Mutterschutz viel mein Gehalt dann weg. Um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, bin ich dann nach dem aufbrauchen unserer Ersparnisse dann nach 6 Monaten wieder arbeiten gegangen. Beim zweiten Kind war ich das erste Jahr zu Hause. Hier führte die Regierung das Elterngeld ein. Für mich war es eine super Sache. Ich bekam 67% meines Nettoeinkommens. Somit konnte ich mir ein Jahr Erziehungszeit leisten.
In der Gegend von Sachsen-Anhalt in der ich wohne gibt es bei Betreuungsplätzen Krippe und Kindergarten genügend Kapazitäten, und liebevolles und nettes Personal und ich hatte nie ein schlechtes Gewissen meine Kinder in die Betreuung zu geben.
Da ich nie lange von meinem Beruf weg war, habe ich keine einschnitte in meiner Karriere erlebt.
Mein Mann und Hausarbeit- ein anderes Kapitel.
w38
 
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  • #15
Zu Hause geblieben weil ich mein Kind selbst erziehen wollte. Habe mich darauf gefreut es aufwachsen zu sehen.
Nach 3 Jahren ein 2. Kind.
Ja, ich habe die Zeit genossen, Meine Kinder danken es mir, hatten eine wirklich schöne Kindheit.
-Beruflich hatte ich Karriere gemacht. Bank-Kauffrau, Abt. Leiterin mit Handlungsvollmacht.
-Trennung vor 3 Jahren. Pausiert 20 Jahre
-Wiedereinstieg unmöglich
-Jetzt eine 3/4 Stelle im Textil-Bereich (volle Stelle zur Zeit vom Arbeitgeber her nicht möglich.
-Finanziellen Ausgleich zahlt mein Ex-Mann da er in seinem Beruf voll durchstarten konnte und jetzt richtig viel Geld verdient. (Er zahlt freiwillig, da es hm leid tut das ich es für mich so schwierig ist wieder einzusteigen. Ich versuche es auch immer noch.

Wie es für mich im Rentenalter aussieht weiss ich noch nicht.
Wir hatten es damals so entschieden, ich bereue es nicht.
Aber im Nachhinein gesehen war es doch die falsche Entscheidung. Ich hätte ab Schulbeginn der Kinder wieder einsteigen müssen und eine private, gute Kinderbetreuung bezahlen sollen.
 
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  • #16
1. Kind - eineinhalb Jahre - dann in Teilzeit (Büro) da es keine Kinderbetreuungsplätze am Land gab, und Oma noch voll berufstätig war (vor 20 Jahren)

2. Kind - wurde mit knapp drei Jahren krank mit lebensbedrohlichen Zuständen - fünf Jahre zu Hause

3/4. Kind (im Doppelpack) - 7 Jahre - nebenbei nur geringfügig, da mich meine Kinder brauchten

von da weg Teilzeit - zwei Jahre später Vollzeit - dann wieder gekündigt da ein Kind massive Probleme hatte, obwohl Vater oder weil Vater zu der Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten konnte. Chaos pur (Kind will aus dem Fenster springen, Vater will sich umbringen).

Situation hat sich beruhigt, wieder Vollzeit (kranker Sohn mittlerweile fachärztlich als `Krankheit überstanden` diagnostiziert. Nächstes Drama - begann mich weiterzubilden. Psychoterror geerntet (warum bist du leicht geschminkt und schön gekleidet usw)

Scheidung/Freiheit/ trage die Kinder ohne Vater durchs Leben. Was ich damit sagen möchte ist, keiner weiß, wie etwas ausgehen wird. Ich bereue keine Sekunde, die ich bei meinen Kindern war. Meine Altersvorsorge ist eine Katastrophe, doch mir ist das - egal -. Würde im Alter auch in einer schäbigen Einzimmerwohnung leben, solange ich mir in die Augen schauen kann und dabei fühle - ich habe alles mir mögliche für meine Kinder getan. In keinster Weise empfinde ich dies als eine Aufopferung die einen Orden verdient hätte. Mein Wunsch war es immer, dass meine Kinder zu Charakterstarken Wesen heranwachsen, die nicht auf Kosten anderer durchs Leben trampeln. Ich bin stolz auf meine Kinder.

Heute - durch Länderwechsel arbeitslos, doch auf der Suche. Werde nie über 1400 Euro Lohn kommen, doch ich habe mein eigenes Leben, welches ich liebe.